11. Zahria«-.
Mittwoch, 19. Januar 1921
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 15
Fernsprecher 951 und 952.
Weitere Neigung zum Vertehrsslreit
vorhandenen Mängel, den Mitgliedern zur SSw
rechnen bamit, haft das neue Ministerium die empfehlen. Da ein Streik unter den Die alliierten Ministerpräsidenten werden am 21.
iaemackTten MgestSudniffen als auffero^-tlich A-nuar zusau,menk°7tMtcu. An der danach fol- cine neue Edvchr'oer fv«MMen Polittt ein- gefahrdrohend angesehen werden mutz, wird von genLen Pan,ar Konferenz werden t.loyd Gesetzen wird, so ytaat, daß mit diesem völlig un- der Anwendung deS letzten gewerkschaftlichen orge, sowie der italienische und belgische Autzen-
der Anwendung deS letzten gewerkschaftlichen
Minister voraussichtlich ieilnehmen.
Mttels nunmehr abgeraten werden.
der Weise, daß auf jeden der beiden Teile iüns- zigtausend Francs in Gold entfallen^
Me AMterten-Beratungerr.
London, 13. Januar. (Eigene Drahtmeldung.)
$>U eafftlit Seuefttn üacittÄUn «rscheirxn wochrpMch sechsmal und «roar adeodS. Ter S6e««emwt#$T<t6 beträgt m-naMch 6.60 Mark bet betet Zustellung tttf Hau«. Zut- wSNS vurch bte Post bezogen 6.90 Mark monatlich NnschtzebUch Zustellung. Bestellungen werden tebernit von der GeschästSst-lls oder den Bote» entgeg-ngeuommen. Drullerei, »erlag nnd itebattten-. Schlachthofstrabe $8/30, tzstr unverlangt etngefanbte Beiträge lann die »ebettton eine Verantwortung oder Gewahr tu keinem Falle übernehmen. Rüchahlung de« Bezngigetder oder Anfprüche wegen etwaiger nicht ordnungSmästtger Lieferung auSgefchlosten.
6ifenbaiiiet=Sef®!h»ti@.
Der Busschust empfiehlt die Cisigutrg.
<Privat-Telegramm.)
Berlin, 18. Januar.
Nachdem der Sechzehner-AuSschutz, in dem sämtliche Eisenbahnerverbänide vertreten sind, in einem Ausruf an alle Eisenbahner mitgeteklt hat, das, die Vertretung der Dpttzenverbände die A n. n a h m e der bei den letzten Verhandlungen $u» stände gxkommtnen Vereinbarungen 6e-- sürwortet. sind nunmehr für heute die erntet» tertcn Vorstände der einzelnen Organisationen zur Beschlußfassung nach Berlin berufen worden. Wie der „Vorwärts" erfährt, besteht bei allen ge- schästöfüljrenden Vo> ständen die Mstcht, die Be» wegung zu beenden und den Teilerfolg, trotz der
EebtHsmittel-Siegex.
Die Kouserenz der «rnShruugSmiuistsp. (Privat-Telegramm.)
Dresden, 18. Januar.
Dir hier beendete Konferenz der deutschen (yr> nährungsminister war, wie aus den Verhandlungen zu ersehen ist, damit eilwerstanden, daß bei der öffentlichen Bewirtsck-astung von Brotgetreide, Gerste und Hafer aus der Ernte 1921 das Umlageversahren eilige- führt werden soll. Für durch Umlage noch nicht abgeliefertes Getreide sollen im Vcrwaltnngs- toege Barzahlungen im mehrfachen Betrage des Höchstpreises, mindestens aber der Weltmarktpreis, verlangt werden. ES wurden neue Richtlinien für die Einfuhr von Lebensmitteln aufgestellt. Gleichzeitig soll die Erteilung der Einfuhrbewilligung zentralisiert werden. Die nächste Konferenz der deutschen ErnährungS- minister wird in München stattsinden.
Weitere Neigung zum Etrei?.
Berlin, 18. Januar. (Privattelegramm.) Der Allgemeine Eisenbahner-Verba n d hat in einer Mitteilung an die Regierung die letzten Zugeständnisse als noch immer um vierzig Prozent hinter den Mindestforderungru zurückbleibeud, abgelehnt. In de» Berliner Werkstätten wurde in Beschlüssen der Belegschaft die Streikproklamierung zum 1. Februar verlangt. — Aus München wird berichtet: Auch die bayerischen Eisenbahner haben in ihrer überwiegenden Mehrhett die neuen Augestäad. niffe der Regierung ab gelehnt. Die Gefahr eines allgemeinen Streiks der Eisenbahner ist wieder in b«irohliche Nähe gerückt.
Samis unter fremdem Zruck
Bedrohung durch dis Pole«.
kPrivat-T«legramm.j
Danzig, 18. Januar.
Die „Friedensliebe" der Polen wird durch die Tatsache ins hellste Licht gestellt, daß an den Freistaatgrenzen die schon an und für sich stark genug aufgetretenen Greuzschutzformatio- nen Polens ans das Dreifache heraufge- setzt worden sind. Die Truppen sind zahlreich mit Geschützen mit sehr guter Bespannung versehen, wie die Soldaten selbst lachend aussagen. „zum Kampf gegen Schmuggler" be- stinmtt. Daß von Danzig nach Polen noch viel zu verschieben wäre, ist wohl kam« anzunehmen, nachdem die Danziger Schtmsensterwoche klar erwiesen hat. daß Danzig fetoft an notwendigsten Gebrauchsartikeln des täglichen Bedarfs Ml- barr» Mangel leidet. Die Kanonen dienen also einem anderen Zweck. Es ist leider bedauerlich, daß das Deutsche Reich tatenlos zusehen muh, wie von Polen aus immer heftiger versucht wird. Danzig an Polen zu verschmuggelu. Eia Trost für die Danziger ist cs, daß englische Interessen tS nicht zulassen, polnische Grenzschutzformatto- nen, mit Kanonen bewaffnet, in den „Freistaat" Danzig zu dirigiere«.
ierten aus nationalen Eigennutz hinauslanst. Ihre Zusammenarbeit geht nur soweit, wie sich die jeweiligen besonderen Interessen vereinbaren lassen. Trotzdem hat Deutschland davon keine VeramrstiMng zu erwarten, weil es gerade ein gemeinsames Interesse der 'Alliierten ist, sich auf unsere Kasten zu bereichern. Immerhin «ft es wichtig, zu beobachten, wie weit England die Oberinmd Wer Frankreich gewinnen wird. Hier bahnen sich EntwicKungsmöglikeiten an, die zu verfolgen vom deutschen StanÄchmkte aus doch sehr bedeutsam ist. B-
Die Bezahlung des OSerkommiffarS.
Paris, ig. Januar. (Eigene Dttchtmoümng.) Der .Temp«- erführt aus Danzig: Die Kommission des Auswärtigen Amtes des Landtages von Danzig hat dieEinkommen sf rage des interalliierten Oberkommifsars beritten. Es ist entschieden worden, daß die Kosten zum Teil von der ff" dt Danzig, zum Teil von der
setzen wird, so Koerr, daß mit diesem völlig un- schädlich gemachten und geknebelten Deutschland Frankreich die gerade für seine Interessen immer mehr notwendig werdenden wirtschaftlichen Beziehungen aufnKhme. Es geht also um große, grundlegende und für die deutsche Wirtschaft entscheidende Ding«, bei deren Gestaltung wir un- fere ganze außenpolitische HiMvstgkeit wieder eimnÄ vor Augen geführt bekommen.
Frankreich ist allerdings in der Deutschland- Politik nicht allein maßgebend, wie es bereits auS der englischen Gegenbewegun« hat erfahren müssen. <£S ist nicht zu verkennen, daß England das schroffe Auftreten Frankreichs gegenüber Deutschland und feine Tendenz, über den Rahmen des Vertrages von Versailles hinauszu» gehen, nicht billigt. Insbesondere würde Eng. land eine weitere Besetzung deutschen Gebietes
durch Frankreich im höchsten Gnche ungern sehen, schon weil man in England genau Wer dir Machtpolittk der französischen Militärs, die auch rechtsrheinisch territoriale Erwerbungen erstrebt, unterrichtet ist. Andererseits hat England aber auch ein Interesse daran, Frankreich nicht von sich aibgustotzen. Es machte aber Frankreich seine überragende britische Stellung fühlen lassen. Das war ja mit ein Grund des Sturzes des bish-ritzen französischen Kabinetts, daß es diesen englischen Tendenzen angeblich nicht entschieden genug entgegengttreten fei. Inzwischen hat sich in diesem Belang in Frankreich eine gewisse Er- Nüchterung vollzogen. England verfolgt mit seiner Politik gegenüber Frankreich <wa bestimmte Zwecke. ES ist in diplomatischen Kreisen bekannt, daß EMgland auf ein Bündnis mit Frankreich hinstrebt. Frankreich zeigte sich jedoch bis jetzt wenig geneigt, in der richtigen Erkenntnis, daß ss dann vollends unter das Machtgebot Englands käme, und daß dann erst Englands erstes und letztes Ziel, die unumschränkte Seeherrschaft zu erhalten, im höchsten Ausmaße erreicht wär«. Um nun Frankreich mürbe zu machen, seiet England ihm gegenüber die kalte Schulter und spiegelt eine Politik vor, die als eine Begünstigung der Deutschen »der all eine Unterstützung ihrer Auffassungen ««deutet werden könnte. Das hinwiederum würde aber den Franzosen im höchsten Grade unerwünscht fein, und fo ist es sehr wtzhl möglich daß die von England gewÄnfckte Verschreibung Frankreichs unter Englands Gebot wirksam werden könnte.
In England Hst mw weiter das Interesse, saß Frankreichs seinerseits keine Annäherung an Amerika gewinnt, nm nicht die Kreise, die fwg- land jetzt nach djefer Wckstm«g hin zieht, zu stören. Die verblendete Politik der Franzosen geht ja ausschließlich darauf aus, Deutschland dauernd zu schwachen. Dieser Umstand ist den Engländern willkommen, dg sie mit seiner Ausnutzung einen unbequemen Aufpasser au-schattcn. Andererseits ist Hamit für Deutschland die große Gefahr verbanden, daß England sich geneigt zeigen wird, um eben Frankreich fest in Vie Hmd zu bekommen, ihm freie Hand gegenüber Deutschland zu geben, vielleicht auch mit einer formalen Oberkontrolle durch England. daS damit aber den Zweck erreicht, daß Frankreichs Mick und Politik von den Meeren, namentlich aber auch wa
Auf Kummen Wegen.
Frankreichs Kabinett und England.
Der neue französische Ministerpräsident B r i- tnd tritt jetzt zum sechsten Male einen Ministerposten an. Briand steht im Alter von neunund- sünlfzig Jahren.- Er ist ein besonders ausge- prägter Vettreter der sogenannten .schaden Rich- tuna". Man hat Brianv Hauptfachltch mit Rücksicht darauf gewählt, daß man ihn als kenntnisreichen, aber auch rednerisch gewandten iUamt füj fähig hält, Lloyd George gegenüberMir-teu. Dieser scharfen Richtung endsprechend, hat er auch die anderen Minister des neuen Kabinetts aus- gewähtt. Zwar sind darunter einige wenig bet* vorrretende Namen, aber die stihreiwen Männer sind als entschiedene GegnerD eutschlands bekannt, so daß wir nur mit einem Fortbestehen, wenn nicht gar mit einer Verschärfung des. ungünstigen Verhältnisses werden rechnen müssen. Tamtt im Zusammenhang steht die Absicht der Franzosen, den englischen Einflüssen, die gch in letzter Zeit namentlich im Hinblick auf die Enr- waffnungs- und sonstigen Forderungen^ Fra.ik- reichs zu Ungunften der französischen Politik gellend machten, einen stärkeren Wide r st a n o entgegenzusetzen. Das alles ist zu erklären in Betrachtung des Umstandes, daß bei den demnach- 'tigen Konferenzen in Brüssel und Paris tatfach- sich eine in gleicher Weise für Deutschland wie jür Frankreich bedeutsame E-lytschetdung fallen wird, nämlich die über die sogenannte Wiedergutmachung wie über die Festsetzung der Ent- schMgunMuMme. Die französischen Politiker
Politik im Rathaus.
Der Auftakt zum Wahlkampf.
®ie gestrige auBttcrbtntito« Sitzung d«r Stadt- verordnetenvevsammlung, die st«tz mit bee Besteuerung des Mindesteinkommens besagt«, f ührte ju einer Ansetuauderietznng über bi« Frage, wer die Politit ins Rathaus trägt. ES trat klar zutage, haft hier der bevorstehend« Wahlkampf feine Schatten vorausgeworfen hat. Friedlich Hub die Sitzung an. Fraktionsberatungen hatten die ganze Frage der Besteuerung des Mindesteinkommens geklärt. Es herrschte Einmütigkeit bei der Sozialdemokratie, der Demokratie und bei der Freien bürgerlichen Vereinigung, bis der Sprecher de Letzteren, Stadtverordneter Kreis, ins Polittsche Fahrwasser geriet und also begann: Es muß wieder einmal festgestellt wergen, was die Erzberger- sche Steuerpolitik unter sozialer AusgestalMng versteht. Erst wird der Bevölkerung Sand in die Augen gestreut, daß das Mindesteinkommen fretgelassen wird, dann überläßt man es den Gemeinden iur Erfassung. Falls diese dann sozial handln, so wird es auf dem Wege einer Verordnung inhibiert. Das kann nur im neuen Deutschland Vorkommen. Hier gab's schon Unruhe. Der Redner fuhr fort: Das ist überaus traurig' Die Gemeinden wissen überhaupt nicht mehr, tote fie ihren Haushalt regeln sollen. Da kamen von links Zurufe: Und die Alldeutschen?! Unerläßlich, sagte der Redner, ist es, daran fest* zuhalten, daß mehr dem Grundsatz gehuldigt totrb: Keine Ausgabe ohne Deckung. In der letzten Zett war das nicht zu beachten. Wenn die Kreditfähigkeit der Stadt nicht leiden soll, muß dieser Grundsatz mehr in den Vordergrund geschoben werden. Oberbürgermeister Scheide m a n n war Diplomat. Er gab tic Erklärung ab. dem Stadtverordneten nicht auf das Gebiet folgen zu wollen, das er anzntippen versuchte. Davon verspreche er sich nichts. Nur so viels age er. Diese Steuer ist ein sprechendes Beispiel dafür, wie ungerecht unter Umständen auch eine
direkte Steuer auf das Einkommen
fein kann. Wer Svmpathien erwecken wilh der darf sich auf eine solche Steuermacherei nicht einlassen ... Nach weiteren sachlichen Bemerkungen — es wird besonders darüber berichtet — hakte der Zcntrumsvertreter, Stadtverordneter Schwab, in die Erzberger-Bemerkungm des Stadtverordneten Kreis ein Und sagte, Erzber- qerS Vorgänger Dr.Hclsftrich hätte ja eine bessere Steuergesetzgebung machen können (Zurufe von links: Sehr richtigst Sofort schloß sich aus der sozialdemokratischen Fraktion der Stadtverordnete Wittrock an. Herr Kreis. faßte er, nimmt sich Heraus, Politik in diesen Saal zu ziehen lKreis: Das dürfen nur Siel). Ich stelle fest, totederholte Wittrock, daß Sie die Politik in das Rathaus tragen. Und dann erzählte er von einem Mitglied diese- Hauses^ das nicht der sozialdemokratischen Fraktion an- gehört, und ihm erklärt hat, Erzberger habe ■ seine 'Finanzplön- von den ersten Finanz- und
Handelskreisen begutachten u.ihnen zustimmenlas. fen. bevor er sie im Reichstage vorbrachte. Stadt- verordneter Kreis verteidigte sich: Ich Habe nicht Politik ins Rathaus getragen, sondern nur von Grzbergers Steuerpolitik geredet. Man muß doch das Kind beim Namen nennen, genau so, tote ich von einem Antrag Sckieidcmann rede. Die Erzbergersche Steuer- und Finanzpolitik tft etnstimmia von allen Finanzgrötzen verurteilt toorden. Es sitzt ein Herr hier — gemeint war Oberbürgermeister Scheidemann — der selbst gesagt hat: Wenn ich dabei gewesen wäre ... ich hätte das eine oder andere verhindert. Ich will thrt nicht nennen! Meder kamen
lebhafte Links-Zurufe;
gnfertton6i>retf«i e) Einheimische Aufträge: Die einspaltig» Anzeigen.Zeile M. LOO, Me einspaltige Reklqmtzeile M. 2^0. b) Auswärtige Austrag-: Ti- einspaltige «nj-tg-nzetl- M. LIO, »U einspaltige Reklamezeile M. 3.76, alle» einschließlich r-uerungSzuschlag unb Nnzeigensieiler. Für Anzeigen mit besonder» fchwterlgem Satz hundert Prozent Aufschlag Mr die Sitchtigkeit aller durch Fernsprecher ausgegebenen Anzeigen, sowie für Ausnahme, baten und Platze kann eine Gewähr nicht übernommen werden. — Druckerei! Schlacht- Hofstraße 28/30. «eschLst»ft»lle: «kölnische Straß» o, Telephon Nummer 951 und W2,
Um die deutschen zahlmsr«.
eiRC Erklärung des Außenministers.
tPrivat-Tcrcgramm.)
Berlin, 18. Januar.
Bon stanzöstscher Seite ist man nach reiflicher Fühlungnahme mit den englischen Stellen, mit dem Vorschlag der deutschen Zahlungen auf die sogenannte Wicdergutmmlmng erneut an die deutsche Regierung herangetreten. Wie ver- loattet, hat Reichsmimster Dr. Simons auch bet dieser Gelegenheit ans das für Deutschland Bedenkliche eines festen Modus und insbesondere auf die für uns unerträgliche Art. mit der die deutschen Zahlungen gebucht werden, hingewic- sen Im llebrigen hat er die Vertreter Frankreichs und Englands darüber nicht im Unflaren gelassen, daß auch bei einer Berfiändigung über das Prinzip jährlicher Zahlimgen diese keines, falls in bar, sondern nur in Gestalt von Warenlieferungen und onverer Leiftun- gelt, etwa durch Arbeit, erfolgen könnten.
Fraslreichr neues Kabinett.
Briavds Rsgierungs'Prsgra mm.
tEigener Trahtbericht.)
Paris, 18. Januar.
Ministerpräsident Brim-d wird heute fein Re- gjerungsprogramm dem Parlament unterbreiten. Fn der Kammer sott sich daran eine Jnler- pellittionS-Verhandluna anschließcu, die ihm Gelegenheit bitten totrb, seine Politik im Einzelnen zu erläutern. Da Beiand mit der Opposition der Suß-rften Rechten rechnen muh, so wird « sich voraussichtlich bemühen, das Vertrauen der Linken zu gewinnen, bis $ur Grenze der beiden sozialiMchen Gruppen. Er wird sich unbedingt entschlossen zeigen, die Entwaffnung Deutschlands durchzufetzen als die BorauS- setzuna der Einschränkung der Milftärlafteti Frankreichs. Er wird dagegen für die weitere Verhandlung der stzgenannten Wieder gut- machungSkrage, nach den Auslassungen der ihm nahestehenden Presse, das Programm seines Vorgängers LeygueS übernehmen und in feinen wichtigsten Punkten genau festtege«
Die Attfnahnre be! de« Parteien.
Rom. 18. Januar. lEigene Drahtmeldimg.- Dre politischen Kreise haben die BUdung des Kabinetts Bttand sehr günstig ausgenommen. Wan meint daß es Biiand gelingen wird, m der Orieutfrage den italienischen und frcmzSsi- khen ^mchvvnrt in SwA«s zu bringen.
dem Orient und von dem Osten der Wett abge-- . . _
lenkt wird. Wir schon, daß alle Poktik der AkS-lpstnffchen Retmvnk gedockt werden, und Mae in
Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abrndzeitung Hessische Abendzeitung
„Er ist uns bekannt" und Hauschildr ries: Er hat es anders gesagt! Keine Aufregung, wandt« sich Kreis nach linchs. Sie haben tue Pcstittt unter persönlichen Ausfällen hereingetragen. (Zuruf Wittrock: Manchmal notwendig!s Wenn Sie sagen „er nimmt sich benanS", fo ist das gelinde gesagt, eint große Dreistigkeit. Ich bet« trete hier meinen Standpunkt, nehme wir aber nichts hEUs. Dies Recht lasse ich mir auch w ZukuE nübt bs'chneiden. Geschickt schlichtete stelkvortret. Vorsteher Müller, indem er sich die Entscheidung darüber vorbehielt, waS eine Dreistigkeit tft. Der Zurus Wittrock» sei nicht parlamentarisch gewesen und er hätte ihn rügen prüften, wenn nicht ans Wittrocks weiteren Aus- führungen hervorgeganaen wäre, daß er seinen Aus druck selbst nickst tragisch genommen wissen wollte. Noch einmal sprach Wittrock tot diesem Thema: Wie Sie — Kreis — über die Politik im Rathaus denken, weiß ich Ich weiß! auch, daß Herr BE der Meinung Ausdruck gegeben bat. die Parteien im RamauS überhaupt find nickst angenehm. Lieber sind ihm Schwimm- fluds, Bürgervereine ... Dem verdienten Erzberger sind noch einige Worte zu widmen: Rie- rnand will Ben Staatsbaukcrott. Jeder will seine Kriegsanleihen sichern, feine Zinskupons einge* «ft haben. .5 Me Poflttk im Rathaus scheint