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Mder Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

Sonnabend, 29. Januar 1921

Fernsprecher 951 und 952.

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 24

Oberschlesier!

Wein«,

einen Fetzen Papier zu betrachten.

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Srsm!«; ÄÄ sränzösifche KonrESteilm-g-n militärischer und wirtschaft Finanzminifter Dmrmergue vorgestern gehalten Nchrr Art ergänzt werde«.

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Hätten wir das Eirchämmeru verstanden.

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Int ressen gerechnet werden.

Die Haltung der Pariser Presse.

ziemlich geteilt. Der .Temps" halt mit seinem ^kunst mit den Deutschen in London wrt- Urteil zurück, mackt aber daraus auftnerkiam, daß werden soll. Auch der Vertreter des Ber nach dem Vertrag die Reparationskommrfiwr. *S9un$>» erfährt in Paris, daß Beschlüsse vor-

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- r« r * kaä «»TAsfirrtta nf hcta vor nvscyen Beginn oer veursLven. ^1-ezu^t.ung^ll sag ätsä

Die Entente«Kontrolleure.

Hetze gegen Deutschland.

bereitals man in Frnnkrttch d^vvn P- dtt- Entere zngefianden werde^-An amtlicher Ber- deuten

etehm. asä? ärä -ä-äätä? » »s

Zas Ashömmem.

Die Taktik politischer Propaganda.

hat, hat in den Kreisen der Konferenz keines­wegs allgemicne Anstimmung gefunden. ES wird mitgcteilt, daß Tomnergue auf Grmid der Aeug. nisse der NeparationSkommission die lestzulegen- dcn Forderungen an Deutschland mit zweihun- dertzwanrig Milliarden Goldmark angab ein« chliestlich Zinsen und Amortisation. Diese Zif­fer sei zweimal so hoch wie diejenige, die in Bon- logne genannt worden sei. Sie gehe über alles hinaus, was man bisher über die Höhe der tve- samtsumme gedacht habe. Rach dem Matin soll der Finanzminister erklärt haben, Deutschland solle den Alliierte« die Gesamlschuld mit drei Prozent verzinsen und in dreißig oder mehr JahreSzahlungeu entrichten. Bei zweiundvier­zig Jahreszahlungen würde die Annuität zwölf Milliarde« jährlich betrage«. Lloyd George hatte eine Unterredung mit dem Grasen Sforza, Briand und Loucheur hielten «och mit Jaspar und Theurnes eine Konferenz ab. Man versucht aus alle mögliche Weise m einem Vergleich zu kommen. Es mutz dabei mit entgegengesetzten

Paris, 28. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Ueber die Rebe Domnergues send die Austchien

i bestimmt waren, iit zu vermindern.

Genf, 28 Januar. (Eigmer Drahtberrcht.) DerTemps" meldet, dass noch «nflösunn der alliierten Kommission in Berlin Anfang August dieses Jahres eine neue Neberwachung Deutsch­lands durch den Botscha'terrat in Paris trete. Die Ententebotschasten in Berlin werden durch

zurückgeworfen Er machte große Bemühungen zu­nichte und droht die Konferenz scheitern zu lassen.

Die französische Darleg,mg der Entschädi gungsfrage ist ihrer Lösung noch immer nicht

<}nfet:tonepretfe. *) Stnt)«imtfct)e «uftrage: DU etnfpalttge etn, eigen-gelte vi LOO, bte etnfpalttge Reklame.eU« M. L5O. b) «utroärttge «uftrage: Die etnfpatttge Anzeigen,eile Wl 1.20. die einspaltig! Reklame,eile M. 2.71, alle« einschNellNch Teuerungllzuschlag und llln,eigenfteuer. Für Anzeigen mtt besonder« schwierigem Sag banderi Prozent Aufschlag Für die RichtigleU aller durch Ferniprecher aufgegeben en Anzeigen, sowie für Aufnahme, baten und Platze tarnt eine Gewähr Nicht übernommen werden Druckerei: Schlacht, hofstrabe 28/30. SeschLfUfielle: KSlnische Stratze ö. Stelepfton Nummer 9al und 96'2,

11. Jahrgang

r««tschls»S soll zohlrn.

Die Forderung von Geld und Ware«.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 23. Januar.

Gestern abend hat die Botschasterkonferenz in einer Vollsitzung ihre Arbeiten über das Wie- dergutmachungsproblem aufgrnom - men. Lloyd George hat eine wichtige Rede gc halten, die im Moment noch nicht vorliegt, die aber wohl als ber englische Standpunkt in dreser Frage betrachtet werden kann. Lloyd George und die belgischen Delegierten ssnd im Prinzip mit Frankreich einverstanden, sind aber der An­sicht, dass man von Deutschland, das kein Golo hat, Zahlungrn teils in Bar, teils in Ratnra verlangen muffe, wobei sie in erster Lime an die Kohlen denken Die französischen Bergleute sind aber gegen die Einfuhr deutscher Koh^n, da viele französische Gruben bereits mit verkürzter Arbeitszeit tätia sind, weil die Nachfrage germ ger ist als die ProduMon.

* » *

Verlegung nach Brüssel?

Sie Strikt Konferenz.

Lm die A«spreffung Deutschlands.

(Eigener Drohtbericht.>

Amsterdam, 28. Januar.

fahrung müssen müssen, baß es ganz u n m ö g - lich ist, solche RiesenbetrLge noch zu gewinnen. Und immer wieder müssen wir darauf hrnweifen. daß bei alle dem noch nicht einmal derjenige vom kommenden Etat ab einzustellen.de Betrag berück­sichtigt ist, den wir als Anteil ans di« sogenannte Wiedergutmachungssumme zu bezah- len Haven, und der nach dem Willen unserer Feinde aus vierzig bis fünfzig Milliarden Pw- piermark pro Jahr beziffert sein soll! Man wird ja mm sehen, wie der Reichstag demnächst diese geradezu ungeheuer« Steuerprobe bestehe« wirb denn nun handelt es sich darum, alle unter den heutigen Verhältnissen besonders schwerwiegen­den Folgen für die unter innerem wie äußerem Druck vörgenommenen Bewilligrmoen zu ziehen. Tas wird freilich um vieles undankbarer, eS wird aber auch der Prüfstein für das Maß des VerantwovtmngsgefiWS derjenigen fein, die das deutsch« Volk yti Leitung seines Schicksal? berufen hat. M.

die Arbeiten zu verrichten Hütte, die TvumerMe vorweg nehmen wollte. Das .Journal des Te- bats- schreibt in auffallend erregtem Tone und ermahnt die Alliierten, mehr mit armen Frankreich als mit dem armen Deutschland Mtt- leib zu haben. Es warnt die Regierung davor, die Erledigung der Wiedergutmachung und den raschen Beginn der deutschen Bezahlungen auftzu-

Paris, 28 Januar. (Eigener Drahtberrcht.i Am Spätnachmittag wurde gestern eme Mel­dung verbreitet, wonach die Konferenz nicht ge­schlossen, sondern nach der Brüsseler Zusam- tMFtetin ^v>Yt in 9, ö 11 b 0 Tt fort5

,ri« die Franzosen trnto wie die Engländer. so hätten wir höchstwahrscheinlich den ^Nreg nicht verloren. Wir Hütten es dabei gar nicht einmal nötig gehabt, grobe Lügen etnzuhMMnern; es wäre uns schon viel geholfm gewesen, wenn wrr anstatt Eiserne Kreuze, bnTfle zu benageln, unsere Wahrheiten tu dte har- ten^Schädeldecken feindseliger Volker hmemM- klopft Hütten. Freilich Hütten wtr zu diesem Be- hufe auch Zeitungen kaufen, Journalisten und Matspersonen bestechen und Druckschriften m allen Sprachen der Welt aus Mugzeugen alle feindlichen Länder regnen lassen müssen. Ich weiß nickst: dünsten wir uns zu vornehm um zu fctoen groben Mitteln zu greifen, oder scheu­ten wir die Kosten? Mir meinten, genug getan zu haben, wenn wir von Amts wegen öffentliche Erklärungen abgaben, Entrüstungs- kundgebuugeu in Vereinen und VEsv^ sammlungen hervorriesen und VE verkannten Sachverständigen Gegenschriften verfassen ließen. Aber inrsere Abwehrfchristen sind ver- unttlich MuSschließlich in die Hände solcher Leser gelaugt, die von vornherein von,der Gitte » lerer Sache W erzeugt waren, wahrend es der feindlichen Presse ein leichtes war. sie ihren Lesern vorzuenthalten. Oder auch der Ton wrserer MwcLrMiften war zu stoch aeffriffen, nur auf denkende Menschen berechnet und daher der nur gefiihLmüßia urteilenden Masse gegen­über wirkungslos. Roch niemals ^t, fo- lanae die Welt steht, ein einzelnes Buch, und sei es von dem größten Geiste von der etnMß- reichsten Perfönlicksteitgeschrieben, emerAmchau- ung endgültig zum Siege verhexen, sondern nur fortwährende grobe Deutlichkeit.

Wir besitzen viele epochemachende Bücher, bte toi« sachlich mit veralteten Weltanschauungen aufrau­men und gegen die kein^stickihaltiaer Emwano mehr vorzubringen ist. So hat zum Beispielm > jüngster Zeit einer der klarsten und umrayendsten Geister der Gegenwart, Oswald Spender, in sei- !ner Schrift -Preußentum und ^Sozialismus der

diese ungeheuerliche Steigerung so weiter, bmm Serben wir wirklich keinen Anlaß mehr, über bu Entwicklung ber russischen Staatsfinanzen die Ras- zu rümpfen wenn wir dort von Hunderten von Milliarden Fehlbettägen Heren-

Wenn man da nach dem übereinstimmen­den Urteil aller Wirtschaftskenner die Besitzsteuern gar nicht mehr weiter angespannt werden könum, da jetzt schon eine Vermögens- und,Kapital-Bil­dung fast ausgeschlossen und barmt dre wduitnelle EntwiÄunA auf deren Gedeihen rotr ,a all unter Hoffen setzen müssen, unterbunden wird nun­mehr mittels indirekter Steuern, also durch gvoße Masscnbelasmngen, durch neue Zucker-,

Am Me ßKtwMimnWttage.

Frankreich ist noch nicht zufrieden.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 28. Januar.

Die Konferenz trat gestern nachmittag zusant men, um die Frage 6er Entwafsnuna Dcu.ich- lands zu besprechen und den Bericht der mili­tärischen Sachverständigen zu prüfen. Am Abend fand eine inoffizielle Besprechung der vier Staatsmänner statt, bic bis 10 Uhr abends undatierte. Briand verließ bi« Bespre­chung, ohne besondere Zufriedenheit zn zeigen. In der heutigen Freitagssitzung der Konferenz steht erneut die Entwaffnung anf der Tagesord- n-ing. Die pessimistisch: Beurteilung des Aus- aanqes der Konferenz bielt in der Pariser Presse auch gestern abend «och an.

Msue Aeberwachungskommrssion.

Dt< «aflelcr 81«uefit« NaLrichien ertdietnen modjentltct, le»»mal uno rroar abenB«. Ter abonnerrm-tepTet» betrögt monatlich 6.00 Morl bet tretet fMiethma tn* tou* «u«* mürt« durch die Post bezogen 6J0 SDiart monatlich einfchlieblich gastellung. Bestellungen merven ledergnt von der Defchüfitzstelle ober den Boten entgegengenommen. Druckerei, «erlag und »itMitten Lchlachib-fftratz- 28/30, .für unverlangt etngefanbte Bettrage kann Me Re$atttonetae Verantwortung ober Sewahr in keinem Falle üdernehmen Rückzahlung de« Seiegigelbe« ober Anfprüche wegen etwaiger nicht orbnungtzmütztger Lieferung aulgefchloffen.

Aber damit nicht genug I Diese Defizits «ms- sen doch irgendwie abgetragen werden, und so­weit die Deckung der Erhöhung der Beamten- gehälter in Frage lantmt, ist ja gesetzlich vorge­sehen, daß bis zum 1. April 1921 in Form neuer Steuern der entsprechende Ausgleich geschaffen werden muß. Hinter diesen aber drän­gen stcb jetzt schon Dutzmde neuer Milliarden, ine goch keinerlei steuerliche Deckung Hobe« Das D e -

Das Vaterland fragt Dich:

Hast Du Deinen Stimmantrag eingereicht? Wenn nicht, wende Dich sofort an die nächste Ortsgruppe der Vereinigten Verbände heimatstreuer Oberschlesier

aussichtlich erst nach den Brüsseler Besprechungen gefaßt würden. Sogar die Havas-Agentur deu- tet jetzt ziemlich offen das Fiasko der Parrsrr Konferenz an und erkkact: Wenn Ende dieser Woche ein Ergebnis nicht erzielt wird, fo wer­den die SachverstÄldigen in Vrüssel ihre Ar­beiten wieder ausnehmen, um aufs neue nach praktischen Mitteln ru suchen, über die sich dami die kbouferenz Müssig M machen Hütte.

P a r i s, 28. Januar. (Eigene Drahtmeldung.i In den Pariser Zeitungen hat eine Polemik ge gen Deutschland begonnen, die die öffentliche Meinung beeinflussen soll. TieLiberte" sagt: Deutschland erklärt sich gerade in dem Augenblick

e * .er* I Nair- Tabak- Wein« stündholz- und ähnliche klärt, zahlen M wollen unter der Bedingung,

tnir? St^ ern mehr'diese Mlliarden herzuwirtschasten daß die Alliierten Oberschlesien an Deutschland alCMKlW WIVX man ft« Er. geben, dann will sie ganz e.Mch den Gedaw

' - katouna muhen müssen, daß es ganz u n m ö g - ken suggerieren,,den Vertrag von ^Versailles alS

tziach der Entwicklung, die die Dinge bis jetzt genommen haben, wird man kaum so optttmsttstt) sein können, diesen Bettag als eine endgiiliige Summe hinzunehmen. Gerade an den Beispie­len der Fehlbeträge von Eisenbahn und Post zeigt sich Die erschreckende und katastrophale Ent-- Wicklung der Dinge. Trotz der maßlosen Geb>üh- renerhöhungen, die doch » das bereits vorhandene Di----- ,

sehen wir bei beiden Betriebsverwaltungen eme geradezu ungeheuerliche Vermehrung des Fehlbetrages! Und trotz der nunmehr in Vorschlag gebrachten, geradezu maßlosen Porto­sätze sagt man uns heute schon, daß auch diese Summen nicht nur nicht daM ausreichen, das Defiztt abzUbürden. sondern daß ste vielmehr eine wettere Steigerung der Fehlsumme gar nickt verhüten können! Wohin steuern wir? Man muß sich das alles nur einmal in Ruhe über­denken, um der Gefahren inne zu werden, in de­nen wir mitten stehm. Wenn demnächst ein ein. facher Brief 60 Pfennige, ein doppelschwerer Brief 1,20 Mark, ein einfaches Paket bis 24 Mark Portogebühren kosten sollen, und man_ sich über­legt Iwß man für diese Beträge früher viele Kilometer weite Reisen machen konnte, bann wird man allmählich inne werden, wohin wir steilem! Diese Sätze, welche für die künftigen Eisenbahnfahrtm erhoben werden sollen, find «ns dazu heilte noch gar nicht bekannt.

Berlin, 28 Januar. (Eigene Drcchttnel- dung.l Ein Mitarbeiter desMatin" will von unterrichteter Seite, die die wirtschaMchen Ber- hältoisse Deutschlands in letzter Zett genau stu­diert habe, erfahren haben, daß die Zaylungs- fähigkeit Deutschlands größer fei «üs von Deutschland angegeben werde. Die den Alliier­ten gcsckildette Armut Drntfck-ands sei Sckmun- del. LautEcho de Paris" wolle Frmckreul, Tcmmnano entart na; gwuw w »em auf die Ruhrbeseüimg verzichten, wenn die K o n-

Never di« nackivalttge aSirttntg ber engtiffia «riegspropaganda, 6er Sehe «ege« ®euti<6lanb und anderer,eit« «bet die "Ngenüs^de deutsehe Drodaaanda macht Stuft v Ssolgegen nachfolgende beachtenswerte dnöfBjruno««i Vor etlichen Monaten habe ich den Briefver- kehr mit meinen amerikanischen Freunden W-teoer eröffnet, das heißt die AnreMNg war v«r drüben ausMgangen. und zwar nicht von einem WrÄe- strich-Amerikaner, sondern von einem Paickee, der lange in Deutschland gelabt uiü> nahegekommen «ar, da er emes memer Werke ins Englische übersetzte. Der Meb mir. lch möchte ihm dock einmal misfü-hklich bcrichten. wte es nun eigen klick in Wirklichkeiti m.DeutMmch ausfehe. Das tat tch denu anch in ei^m lcMt, temperamentvollen, aber grundehrlichen Briefe. Die Antwort, die mein fie^r Yankeefr^nd «« umgehend Mieil werdeu ließ, klang ironisch, leidig, ja sogar ein bißchen gereizt. Erkoru» nicht begreifen, schrieb er, tote W« Mrnsch, ein hellrn Kopf, der doch in ftrum zahk- reichen Bück-ern bewiesen habe, daß »m

Parteien stehe und sich nicht leicht ein X M ein U macken lasse, gewissen.Musenwahrheitm gegenüber so starrblind sein könne Wto kch Die deutsche Schirld am Kriege zum Beifi-wl sei doch einwandfrei erwiesen, die alldeutschen WEerr- fckiastsv.eliffte, die VerMrorungen deS Kmf«S nfw. könne ein ver-nünstigerMeusch doch ckwnf». wenig leugnen wie die Tasche, M «t ö» einigten Staaten einzig durch die Schandkickkett der .Lusstmia'.B.rseittung und die scheußliche Grausamkeit des U-Poot-KriegcS m den Krieg aezwungen worden feien. Und dn Marm. der diesen alten Kohl aufivarmt, ist ein hoher Be­amter im Marinedepartement und mit dem Ztt- tunmswesen von Jugend auf vertraut. Ein W- cher Mamr hat also gar nicht beuurtt daß lhm seine Auffasfwng von den Hrnto^rundm des Weltkrieges durch die englische und französische De,einfl«fsu«g der g^ 1 kauften Presse eingehammert worden ist! Erist 1 auf das dummdreiste Märchen von den belgischen Greueln genau so glatt hinemgefallen wie der ' blödeste Comlbov in TeraSl

Die Fehlbeträge im ReichshauShalt.

Mit steigender Sorge muß man die Entwick- fimg unserer Finanzpolitik beobachten. Tie Fi- fianzverwalttiNg hat schon längst nicht mehr ihre Lewegungs- und Handlungsfreiheit. Druck voir außen und von innen find die Merkmale, unter oenen wir noch stehen und auch in Zukunft stehen werden. Wohin steuern wir? So möchte man liagen und so fragen wir brennenden Herzens Vit Jahr und Tag. wenn wir die trostlose Ent- kvicklung in unfeiem Finanzwesen beobachten, fiste sehen zwar das Unheil, alle sind sie der Mei­nung, so könne und dürfe es nicht weiter gehen, und sie allesamt wissen keinen Rat und keine Hilfe. So haben wir in diesen Tagen wieder -ernehmen müssen, daß abermals ein neuer Mil- tiarfden-Etat unter, dem nicht weniger als acht­tausend Millioneu SDlari für Beschaffung von Lebensmitteln figurieren, dem Reichstage in Vorlage gebracht wird. Es ist der s i e b e n t e ßäM*8ri5<6.® Jahres abschließt. Wir erfahren nunmehr auch, daß das Defizitder Reichseisenbahn- oerwaltung, das man vor kurzem noch aur zwölf Milliarden schätzte, nunmehr aus sechzehn Milliarden, also sechzehntousend Mllionen Mark, anqewacktsru ist. Gleichzeittg ist eine neue Taris- evhökmug für die P o st g e b ü h r e n angekundrgt. um das Deftzit, das man seinerzeit aus etwas über zwei Milliarden Mark schätzte, und das heute dreieinlfalv Milliarden bettägt, abzuttagen. Dabei werden wir heute schon darauf vorberei­tet daß das Demuächsttge. also dgs Defizit für das Jahr 1921, auf vier Milliarden sich stellen wird.