Hessische Abendzeitung
Nummer 35
Freitag, 11. Februar 1921
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11. Iahrgaug.
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Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Noch keine Einigung im Neiche.
Minister Simons will festbleiben
/cr ■>___ x der MluP^rn «Uri neuen StkkafsauSaabcn l'
(Pnvat-Telegamm.) Deutschlands, soweit ste in Entschädigungen und ♦
tnuterS Stmsns in1 Utttrrfhitiirnrr.w ____ >
Berlin, 10. Februar.
<A-*»OrOC<-
Uebcr die Stellung des Ministers Simons ru'Unterstütz«^» bestehen. vora-M^n Mte«.
de» Ententeforderungen wird im Berliner So. kalanzciger von einer Hervorraaenden Persönlich, leit die in den letzten Sagen mit dem Minister AU sprechen Gelegenheit hatte, erklärt: Reichs- lmßemninister Dr. Simons denkt gar nicht daran, die Pariser Beschlüsse anziinehmen. Er würde sich selbst dann nicht fügen, wenn, waS ausgeschlossen ist. im Kabinett eine Mehrheit gegen ihn Anstande käme. Er steht mit seiner Stellung und seiner Person dafür ein, daß er von dem Standpunkt, den er in seiner Reichstagsrede eittgcnom- men hat, nicht einen Deut aufgibt Dr. Simons und Finanzminister Wirth gehen nach London.
Sie deutschen Vorschläge.
Unbestimmt«» Haltung de- Alliierten.
Wird Vatzern entwaffnens
Der Standpunkt der Regierung.
(Prkvat-Tclegrcnmn.)
men, um mit Ser Reichsregierung zusammen über die Grundlage der in London zu machenden Gegenvorschläge zu beraten. Dabei ist es für diese Körperschaften erforderlich, zu wissen, daß das ganze Volk hinter ihnen steht. Wir Alle befinden uns jetzt in einer Schicksal sge- meinschaft. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Einigkeit zur Tat werden zu lassen. es-
Noch feine Einigung f
München, 10. Februar. (Privattelegramm) Der Konflikt Bayerns mit der Rejchsregiernng ist entgegen den Berliner Meldungen noch nicht beigelegt. Die „Münchner Post' spricht es offen aus, daß das Ministerium nur entwaffnen wird, wenn vorher Garantieen gegeben werden. Es werde also nicht das klare ,.3a" der bayerischen Regierung ausgesprochen, das von der Reichsregierung verlangt wird. Die Situation bleibt nach wie vor eine sehr ernste und der voreilige Jubel der norddeutschen Presse sei nach den Tatsachen nicht berechtigt
München, 10. Februar.
Die Meldung, daß Bayern z u r E n t w a f f - nung bereit ist, wurde gestern nachmittag vier Uhr durch Extrablätter bekannt gegeben. Die politische Stimmung war aufs höchste gestiegen. Ungeheure Erregung hatte die Massen ergriffen, die unablässtg und unübersehbar durch die Straßen wogten, wie am Vorabende des Kriegsausbruches 1914. Die Fraktionösitzungen wurden den ganzen Tag fortgesetzt und führten erst in später Stunde zu einer grundsätzlichen Einigung. Die deutsch-demokratische Fraktion hat vrn Ausgleich augebahnt und dabei die Unterstützung des bayerischen Bauernbundes gefunden. Die Verhandlungen der Koalitionsparteien gehen weiter, «m die endgültige Formulierung fertig, zustellen. Tann wird sich der Minifterrai nochmals damit beschäftigen und die Antwort nach Berlin weitergeben. Damit darf die Krise Äs behoben gelten. Die für gestern abend einberufenen fünf Maffen-Bersammlungen gegen die Pariser Beschlüsse wurden abgesagt
* „Anübertvindttche Schwierigkeiten."
m u u ch kN, 10 Februar. (Privattelegramm.) Br, der Durchführung der Entwaffnung steht die bayertsls)e Regierung vor Schwierigkeiten die nrcht zu überivinden find. Mau bezeichnet es einfach als unmöglich und hat zu berücksichtigen, daß durch die Entwirffnungsaktion über viertausend Gemeinden und über dreißigtausend Einzelgehöfte in Frage kommen. In diesem Znsam menhang wird auch auf einen Zwischenfall in «im hingewiesen. Simons erinnerte damals Lloyd George an die Verhältnisse in Irland, daß das reiche England nickst in der Lane sei, in, Arland Verhältnisse einzuführen, die es sich Wunsche. Ganz ähnlich liegen aber jetzt auch d,e Dinge in Bayern Daran müßte man bei den Londoner Verhandlungen erinnern.
Seid einig in Der Rot!
Volk und Regierunx.
Das deutsche Volk ist in diesen Tagen utrtb Wochen wieder einmal einer schweren Probe auf die Spannkraft seiner Nerven, aber auch auf die Kraft und die Festigkeit seines politischen Urteils ausgesetzt Die Einheit tnderAbwehr gegen das Pariser Diktat ist zwar durch hocherfreuliche Kundgebungen aus allen Teilen des Reiches unterstrichen und bekräftigt worden, was besonders notwendig ist, u-m der Regierung in ihrer Haltung dem Rücken zu stärken; aber wir müssen auch daran denken, daß gerade in dieser kritischen Zeit wieder der gegnerische, in solchen Fällen im- nwr prompt arbeitende Presse- und Propaganda-Apparat am Werke ist, um durch eine riesige Werbearbeit in Europa und Amerika gegen Deutschland zu kämpfen. Wir haben ja beobachtet. daß Lloyd George sich dieser Propaganda «fria bediente. Man sucht durch allerlei schon während des Krieges und namentlich in der Zeit des Wafsenstillstaudes und Friedensvertrages uns zur Genüge bekannt gewordene Mittel auf itnS einznwirken, man sucht uns nach alt bekanntem und bewährtem Rezept gegeneinander aufzuwiegeln. Es wird Stimmung gegen unsere eigenen Volksgenossen, gegen bestimmte politische Richtungen bei uns, ja selbst gegen Vertrete beftunnrter Wirtschastsanschauungen und der- gleichen und sogar auch gegen Mitglieder der Reichsregieruna gemacht. Mr sollen damit in cmen Zustand der Unsicherheit gebracht und der Blick des deutschen Volkes soll von dem eigentlichen zur Rede stehenden Probleme abgelenkt werten. Das ist eine gefährliche Mache, vor der wir die Augen offen halten müssen und deren Tendenzen wir mit größter Aufmerksamkeit verfolgen müssen.
Rotterdam, 10. Februar. (Eigener Drahtbe- richt.f „Times" melden aus Paris: Die Berliner Ententekommission hat eine neue Beschwerde über Deutschland nach Paris gehen lassen gegen die beabsichtigte Erhöhung" der Arbeitslosen . Unter st ützung in Deutschland. Die Neberwachnngskommissjou erachtet den Einspruch des alliierten Rates für dringend geboten, da Deutschland hierdurch die Zahlungspflicht an die Entente gefährde und , 60 nach d-m Friedensvertrag die Forperunllcu »' hrt* Altar ttMtpn __1 *
All dem gegenüber ist die Mahnung am Platze: Bleibt einig! Es wäre der sichere Untergang des deutschen Volkes, wenn nun jetzt bei der Stellungnahme zu dieser über die Zukunft der Nation chftscheidenden Schicksalsfrage bte Einmütigkeit des Volkes gebrochen und die Ewhett der Abwehrstellung erschüttert würde. Wlr Mussen, wenn wir es auch nicht zu einer parlamentarischen Einheitsfront gebracht haben, 'st all intferem öffentlichen Tun und Lassen in diesen Wochen der Entscheidung alles vermeiden, was die Einheit und Zielfestigkeit erschüt- tern konnte, und wir müssen alles mit den uns au Gebote stehenden Kräften fördern was dazu angetan erscheint, den Vertragsgegnern immer und immer wieder zu bekunden, wie gefährlich es für sie scWst wäre, wenn sie versuchen toär= ben durch Gewalt und immer wieder mit Gewalt dem deutschen Volks- und Wirtschaftsl"ben den letzten Blutstropfen auszupressen Wir muffen aber auch den Dingen furchtlos ins Auge fr^n! Wist dürfen nie vergessen, daß wir vor tötenden Entscheidungen stehen! Wir müssen uns Rechenschaft darüber geben, daß die Geq- ”7 stul Erm Drohungen durchaus ernst machen.
JR sechstverstandkch, daß wir uns das alles «ö%L^6CTrewetl ""'tzten, ehe wir die schwere Haben, ehe wir das schwerwiegende Wort ausgesprochen haben» Unannehmbar. unerfüllbar!
Ztn ganzen deutschen Lande hat die Stellung der Rheinländer einen frwbiaen ^erhall hervo-rgerufen. Sie tourte in ben S1,?n?L^orfen umschrieben, daß auch aus die Aussicht hin. noch längerer Besatzunc^mer und noch werteren Entbehrungen, Opfern, Leiden zu fein, das Rhein-
\n d-r Auffassung, die im deutschen Reichstage so machtvoll zum Ausdruck ge- »mnwn ist Dreser Meinung kommt um so höhe- . L l>ie Rheinländer unmittelbar
nÄr die Besatzungsnöte kennen,
bie Hauptleidtragenden «2 Derwickelung J>er Dinge wären.
sLr ^f<^rx^n^ften Vaterländischen Beispiel ber Rheinländer muffen wir uns alle, die wir
Geschick bisher von unmittel- verschont geblieben anfnchten, iirtb w,r muffen in Treue zusammen stehen. um die gemeinsame Rot des terlandes zu fragen und zu überwinden. Wir dürfen auch nacht übersehen, daß von innen Äh Ä6 X die an unfern
Einheit bohren. Da aber darf es keine ten geben in der entschiedenen Abweh^
Man ist sich allenthalben darüber klar daß «ns der Grundlage von Paris über die Meter- berstellungssragen, wie sie aus dem Reriaill^r Penrag hervorgehen, nicht verhandel? toerten 1 xL? ,vvd darf. Es ist jetzt ttnbebinat nottm^ig
in der Oeffentlichkeit diese Stimm-mg er- ^en und immer wieder auf das völlig Un- ,
^7 Erfüllung solcher numfeenitiftcn i hingewiesen wird Inzwischen wird mncrbtilb der Reglern ng eifrigst an de-'. Gegenvorschlägen gearbeitet, tee mit .re!
begründet werden. Der Reichs- irttcha-srsrat wird demnächst Gelegenheit geh- ;
t In der alle Parteien. Stände und Re» t X kgfonen aufammenfchmeljen zu etilem * ♦ einjfaen (Baryen: i
®fe Franzosen haben den Amerikanern nritgeteilt. daß sie bereit wären, jetzt schon einen Teil bet amerikanischen Besät- jung am Rhein durch ihre eigenen Truppen »u ersetzen, nachdem sich die Amerikaner zu einer Herabsetzung ihrer Truppen auf achttausend Mann entschlossen haben. Die Franzosen sind der Ansicht, daß bann die SicherhÄt in der amerikanischen Zone nicht genügend gewäbrlei- tet ist. Aus eine schriftliche Anfrage dgz Abge-
Vor der Londoner Konferenz.
Paris, 10. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Das .Journal" meldet: Die Annahme ber Einladung nach London wird mit Beftiedigung verzeichnet, nur machen sämtliche Zeitungen mit befondevcm Nachdruck die Forderung geltend, baß die Alliierten die nötig werdenden Sanktionen schon vorher fest unter sich vereinbaren. Das .Journal des Dehats" verlangt außerdem die Sicherheit, daß die deutsch- Delegation in London zur Unterschrift berechtigt sein müsse, sodaß eine Verzögerung durch vorherige Befragung des Reichstages vermieden wird, und damit nicht etwa Bayern, Salkson und WürttembenMsonderbündlerische Schwierigkeiten machen toiitWn.
Aus Sberschlesteu.
Besserung der Lage für da« Seutscht««.
«6 mach« sich eine Besserung bet Lag- für di« dentwe Bevölkerung geilend, eie von »en Polev bisher betrieben«» Störungen «tob De- Mstignng,» nehmen täglich ab, tote au« dem nachstehendem Bericht ersichtlich ist. _ Aus Oberschlesien kommen zwar noch Gerüchte über Streits nist»., aber bisher Haden sie sich stets als gegonstMtids-hos erwiesen, wodurch die Meinung, daß es sich lediglich um Einschüch- terungsvepsuche seitens der Polen handelt, immer mehr an ^Wahrscheinlichkeit getointti. Das Ein-, schüchierungs-Systsyt ist von Korf an ty überhaupt stark herangezogen worden. Seine Rundschreiben an die Lehrer und die anderen Beamten sind nämlich auch nichts anderes, da ste nur ben Zweck verfolgen, Empfänger durch verhüllte Drohungen anjutre'ben, sich vorsichtig für Polen zu verpflichten. Mit noch gröberen Mitteln arbeitet Kvrsanty, wenn er mit .Schwarzen Stiften* droht, aus die alle diejenigen Deutschen kommen fetten, die sich im Kamps um Oberschlesien hervmgetan haben. Es ist geradezu unglaublich mit welchen Mitteln man den
polnischen Stimm fang auf den Dörfern betreibt So wurde kürzlich auf einer int Streife Pleß abgehaltenen polnischen Versammlmig jeher einzelne gefragt, wieviel Morgen Land er haben wolle, wenn erst der oberfchle- stsche Grundbesitz nach seinem Anfall zu Polen aufgeteilt werden würde; alle Wünsche wurden jorgsältig aufgezeichnet! — Die polnische Geist, lichkeit kehrt sich zum Teil nicht an das kirchliche Verbot, die Propagandatätigkeit zu unter- lassen, sondern hetzt eifrig weiter. Der Gedanke, den der einstmalige Mitarbeiter Korsautys und nachherige Todfeind, Theophil Kupka, in die Massen hereintrug, ist mit ber Ermordung Kiew kas nicht aus der Welt geschaffen worden. Seine zahlreichen Anhänger haben sich zu einem Zett-
| dem Dolbel |
T IDöge Oberfchlefiens Sdifchfalsftunde f t diese (Blut zu einer unauslöfchkcben ent- J ♦ fachen. * J
Sir Wirkung im Amlnnd.
Weite» verwirrende Nachrichten.
lPr»at-TeIrgramm.)
Berlin, 10. Februar.
Bon zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß von einigen Mtsländifchrn Plätzen Nachrichten vorliegen, wonach ausländische Kaufleute jetzt schon Bestellungen in Deutschland rückgängig machen, weil sie befürchten, später die Ausfnhrnbgabe zahlen zu müssen. — Nach Londoner ÜDletbUngen hat der englische Arbeiterverband den Aufruf der deutschen Arbeiterverbände gegen die Pariser Beschlüsse zur Kenntnis genommen, ohne die Unter, stützung des deutschen Aufrufes ouszusprechen. Die „Dailv News" steht darin eine höfliche A 6 - lehnuna der deutschen Attion. — „Daily Telegraph" meldet aus Rewyork: Die Haltung in Newyorkznden Pariser Beschlüssen ist immer noch unfiar. Im Senatsausschuß zeigt sich eine sichtbare Stärkung der Richtung für Deutschland.
Unter fremder Aussicht.
, Die Ententespsone auf dem Preffeball.
i tEigene DraHtmeldung.)
1 Rotterdam, 10. Februar.
„Daflv Mail" meldet aus Berlin: Das Preffeballfest im Zoologischen Garten am Abend der Ueberreichuna der neuen Ententeforderungen hat eine Einnahme von vierhundertfünfzigtausend Mark an Speisen und Getränken gebracht. Die Berliner Tcheater haben Tageseinnahmen von zusammen fünfhunderttausend Mark. Die Bars und Tanzlokale sind überfüllt mid das bei Eintrittspreisen von fünfundstebzig und hundert Mark. Alle Minister des Reiches und Preußens fahren die kürzesten Sttecken in eigenen Automobilen, während Lloyd George beute noch immer zum Unterhaus zu Fuß geht. Wcim die Deutschen ihre Zahlungsfähigkeit bestreiten, so sollten die alliierten Staatsmänner sich nur die Berliner Berhältnisfe an- fefam, nm zu begreifen, daß Deutschland nicht 226 Milliarden, sondern da« Doppelte in zweiundvierzig Fphren bezahlen könne. Die Minister müßten nur wieder zu Fuß gehen und die Bevölkerung müsse wieder stmi zu feiern au die Arbeit denken.
Gegen die ArböitSlosen«8nterstützm»g.
(ötaener Drahtbericht.s
Paris, 10. Februar.
D«r „Matin" meldet: Die deutschen ©egen« Vorschläge schweben in der Lust. Die alliierten Kabinette find gegenseitig gebunden, die P a r i - ser Beschlüsse als Mindestforderungen in London mit oder ohne Zustimmung der Deutschen durchzuführen. — Bon anderer Seite wird berichtet: Man glaubt, daß Deutsi^and folgende Vorschläge machen wird: Die jöhrlichrn Zahlungen sollen in barem Gold geleistet wer- den. Die Ausfuhrabgabe in Höhe von zwölf Prozent soll gestrichen werden und endlich Vie Gesamtschuld und die Anzahl der Jahreszahlun- gen verringert werden. Auf diese Vorschläge hätten die Franzosen folgende Antwort bereit: Die Barzahlungen würden, wenn ste tatsächlich vorgenommen werden, eine Erleichterung auf allen Gebieten fein. Die Zollabgabe würde in ihrem Charakter etwas irmgeänbert werden.
tralfomitee zuscumuengeschrossen und stellen ht dem Kupkaschen Blatte .Wola Ludu" (ber Volks» Willes, desgleichen in zahlreich verteilten Flugblättern bi? Forderungen auf: Friede zwischen Miden Nationalitäten, Unschädlichmachung der Hetzer, Prüfungsümmtifsionen beider Nationen zur Feststellung der wirischastlichetr und kul- turnen Verhältnisse in beiden Ländern, Durchführung der Abstimmiung für den wirtschaftlich und kulturell dsibei-stcheuden Staat und Erreichung einer wirMchen Seilbstverwalttmg. Wtt Deutsche können mit diesen Forderungen nur zu- rieden sein. In erfreMcher Weise entwickelt die oberschlesische
Abstimmtmgspolizei größeres Geschick, polnische Waffenkager aufzndecke» Ost find diese von ganz beträchtlichem Umfange. Die Nachrichten einer bedeutenden Vermehrung 'des Besatzungisheeres durch stauzösrscte und italienische Kontingente mehren sich, doch ist bisher das Eintreffen derselben noch nicht festgestellt worden. Hoffenttich werden sie dann oder endlich einen scharfen Grenzdienst versehe^ statt, wie es die Frrrirzosen jetzt zu tun pflegen, in großen Trupps mit ausgepflanztem Seitengewehr die Straßen von Beuthen oder Kattowitz zu durch, ziehen, wo durchaus keine Gelegenheit zur Be- tätigung geboten ist, da hier völlige Ruhe herrscht. Neuerdings planen die Polen die Gründung einer polnischen Staatsbank in Obetschie- ten, jedenfalls, um dem geradezu lächerlichen TieMand der polnischen Mark, die jetzt ungefähr 8 deutsche Pfennige betrügt attfeui)elfen.
Aar Bem besetzten Gebiet.
Zurückziehung der Amerikaners (Telegraphischer Bericht.)
Köln, 10. Februar.
* Heimattreue ift die einzige flamme, f