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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nummer 48.
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Freitag, 4. März 1921
Fernsprecher 951 und 951
11. Jahrgang.
Die Frage des Abbruchs und Einmarsches.
Sie Irohusz Mil zwang Vorbereitung einer Entente-Note. (Eigener Drahtbericht.)
Besetzung von Industriestädten.
Paris, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Br,and hat an Leon Bourgois in seiner Eigenschaft als Präsident des Böllerbundes folgendes Telegramm gerichtet: Lloyd George hat sich mit der Antscht des französischen Ministerpräsidenten und der anderen Delegationen einverstanden erklärt und formell die Nottvendigleit sofortiger militärischer Maßnahmen gegen Deutschland anerkannt. — Wie die Blätter er- fahren, wird man sich wahrscheinlich für die B e- sehung bestimmter Industriestädte und die Errichtung eines allgemeinen Zoll di en- st es am Rhein entscheiden. Die Alliierten
Das Berliner Kabinett.
Berlin, 3. März. (Privattelegramnt) Der Reichskanzler hat die Neichsminister aufgefor- dcrt, in den nächsten Tagen Berlin nicht zu verlassen, da die politische Gesamtlage die Anwesenheit aller Kabtnettsmitglie- d e r in Berlin erforderlich mache. Der Ausschuß für Auswärtiges soll sofort zusammcntreten, falls in London eine Krisis oder ein Abbruch der Verhandlungen eintritt. Das Reichskabinett trat gestern abend zu einer Sitzung zusammen, die den Londoner Beratungen galt. Bon der deutschen Delegation in London lagen die Berichte voin gestrigen Tage >wch nicht vor.
ob Deutschland vielleicht tat letzten Augenblick seine Haltung ändern werde. Bersclsiedene ju ristische Sachverständige sind der Meinung, da die Zwangsmaßnahmen auf Grund des Der fmlfct Vertrages vor dem L Mai unmöglich sind. Derartige Zwangsmaßnahmen würden einen Bruch des Bersailler Fristens bedeuten.
Auch eine Wirtschaftssperre.
Rotterdam, 3 März. (Eigene Drahtmel- dung.) Nach einem Telegramm des Daily Expreß ist die Admiralität zu einem Gutachten auf- gefordert worden, das die Wrrtschasts- sperre gegen Deutschland in den Bereich der Möglichkeit zieht. — Der französische und der englische Botschafter treffen bereits morgen aus London wieder in Berlin ein. Auch General Rollet wird für Donnerstaa in der Alliierttn- Kommission in Berlin zuriiZerwartct. Das läßt annchmen, daß die grundsätzliche Entscheidung der Alliierten in London schon gefallen ist.
geeigneten Berhandlungsbafls stattfand, ist die Lage ungünstig, wenn nicht gefährlich. Da jedoch insbesondere die Engländer die Situation als hoffnungslos ansehen, falls die Deutschen ihr letztes Wort gesprochen hätten, wäre es möglich, daß die Alliierten zunächst ein Ultimatum stellen, um weitere Aeußernngrn herauszupreffen. Mtt allem Vorbehalt gibt der Vertreter der Frankfurter Zeitung eine Privatinformation wieder, wonach die Alliierten innerhalb vierund- zwanzia Stunden annehmbare Vorschläge verlangen werden. Aus den letzten Te.egrammen geht hervor, daß in diesem Falle ej-r^ gewisse Möglichkeit zu wstteren Diskussionen besteht. Es ist fraglich, ob durch eine andere Tattik die demütigende Form eines Diktats hätte vermieden werden können. Gleichwohl rechtfertigt nichts die Gewaltmethode der Alliierten.
Oie deutschen Vorschläge.
Londo«, 3. März. (Eigene TrahtmeDnng.; In einem Interview mit Vertretern der hiesigen Abendblätter bezeichneten die deutschen Vertreter nachdrücklich jede Aendernng der mitgeteilten Gegenvorschläge als unmöglich. Es laufen Gerüchte über die Mögliüsteit um, daß die deutschen Vertreter nach Berlin zurückkehren. um Instruktionen für neue AnpchnO ein-■ lUett.
Vorläufig kein Abbruch.
London, 3. März. (Eigene Drahtmeldung.) Die deutsche Delegation teilt mit, daß sie keinesfalls die Absicht habe, wie eine englische Zeitung meldete, London zu verlassen, und daß sie im Gegenteil die in Berlin verbliebenen Sachverständigen in London erwarte. — Die Niederländische Agentur meldet aus London 2 Uhr nachts: Am Donnerstag ist kein Abbruch der Verhandlungen zu erwarten. Rach den Beschlüssen der Alliierten erhalten die Deutschen am Donnerstag mittag nach der Antwort der Alliierten eine Frist zur Gegenerklärung. Die Auffassung in London ist unverändert ruhig und auch die Londoner Börse zeigt gegenüber deutschen Papieren wieder Festigkeit.
London, 3. März.
Die heutige Situation wird voraussichtlich sein: Drohung mit Gewalt oder Bereitschaft zu einer Fristgewährung zwecks Ucbrrlegung neuer Vorschläge. — Gestern hab-n die Finanz- Sachverständigen unter dem Vorsitz Ehamberlains eine Beratttng abgehalten. Die Sitzung wurde mn 12 Uhr unterbrochen und mtt Nachmittag fortgesetzt. Tie militärischen Sachverständigen hielten gleichfalls eine Zusammenkunft ab. in der alle Verstöße Deutschlands gegen die Entwafstmngsvorfchristen fcstgehal- ten wurden. Es wird angenommen, daß eine in sehr festem Ton abgefaßte Rote morgen den deutschen Delegierten überreicht werden wird. Deutschland wird aufgefordert werden, innerhalb >ncr kurzen Frist die Vereinbarungen der letzten tariser Konferenz zu unterschreiben, falls es die Ausführung der Strafen vermeiden wolle.
Präsident Harbins
Amerikas neue Regierung.
Nicht vor dem 1. Mai?
Rom, 3. März. (Eigene Drahtmeümng.) Die Gründe, die vorgestern nachmittag Sforza in der Sondersitzung der Alliierten gegen eine sofortige militärische Mion verbrachte, sind nach den römischen Mattern folgende: Eine mÄitärische Aktion sei ein unsicheres Unternahmen und ge- aenwürtig noch nicht rechtlich begründet. Die Ansprüche der Miierten seien erst ab 1. Mai gültig, und selbst dann liege noch keine beiderseitige Ver- ttagsverpflichtnng vor. Tie Lage sei in Spa anders gewesen, da Deutschland damals cinschrän- kende Bestimmungen schon vorher angenommen batte. Die Prüfung des Vertrages von Versailles ergebe, daß darin kein Rechtsgrund zu einer gegenwärtigen militärischen Mion enthalten fei Die Korrespondenten fügen hinzu: Der ^.insrnck herrscht vor, daß der Verband keine tret» litätische Aktion vor dem 1. Mai unternimmt.
verschärfte Spannung.
Eine ÄlSrung wird morgen erwartet.
(Eigene Drahtmeldung.)
Köln. 3. März.
Der Amsterdamer Telegraph meldet aus London: Die Mittwoch Sftntng hat keine Verschär- snnq der Lage gebracht, doch wird die Situation nicht vor Freitag eine Klärung erfahren. Lloyd George hat Mittwoch eine Besprechung mit Dr Simons gehabt. — Reuter meldet: Zwei Streit- sragcn beherrschen im Augenblick die Lage: f, Sb d-e Lösnna *rr ernsim Laoe in y><> des Marschalls Fach gelegt werden soll «nd 2.
satovs voran?. Este achkzhMhrigrr Herr ist der KriegLsekretiir George W i n g a t e, der von Beruf RechtsaLvalt ist. aber auch Bauleiter bei der Brooklyner Hochbahn war und mehrere Schützen- ‘ korps organisiert hat. Will H a y s als Gcueral- , Postmeister und Harry Daugherty als Genc- ralanwalt (Justiz) Hatzen ihre Posten zur Belohnung erhalten, weil sie die Wahlagitation für Harding gebeitet haben. Sekretär für Inneres ist Albert Fall, der anscheinend in vielen Sätteln gerecht ist, denn er war Schullehrer, Farmarbeiter, Viehzüchter. Bergarbeiter, baren Farm- nnd Grubenbesitzer und Mitglied des Obersten Ge- richts in Rew-Mexilo. Marinesekretär ist Edwin D e n b h, Advokat und Politik, der früher bei der Marine-Infanterie Sergeant und Major War. Die Arbeiterangelegenheiten besorgt JameS Davis, der noch Neuling ist. Der am meisten genannte Mann ist Herbert Hoover, als Han- delssekretär, dessen Organisationstalent auch in Deutschland durch seine WoUtätigSeitsaktion bekannt Mvvrden ist. Aus dieser Namenzusan^ menstellung ist also noch wenig ersichttich, wie sich die neue amerikanische Negierung zu den europäischen Tagessragen stellen wird. Erst tat Monat April wird gelegentlich der Einberufung des Kongresses die neue Richtung vor der Welt amtlich verkündet werden. K* F. Dr.
Sie Londoner Verhandlungen
Ein rrittmatum in Aussicht.
tEigener Drahtbericht)
London, 3. März, j
Die Alliierten hielten gestern eine zweistündi- i ge Sitz^lss ab. Da vorher kein Gedankt, ^ns- tausch mit den rutschen zwecks Auffindung einer
Heute findet in Amerika der Regierungswechsel statt. Der bisherige Prastdenr Wilsou, der sich zwei AmtSperwden hindurch aref seinem Platz behauptet hat and dessen Laufbahn ein so unrühmliches Ende fand, scheidet heute aus dem Weißen Hause. An seine Stelle tritt Herr Harbin g, der ein großes Fragezeichen für die ome- rikamsche Politik bedeutet Wenn wir dem scheidenden Manne, dem Theoretiker Woodrow Wilson. noch einige Worte zum Abschied widmen, sp geschieht es nur ans dem Grunde, uns zu ermahnen keine Hoffnungen auf einen neuen Mann zu setzen. Der Name Wilson bedeutet für uns Deutsche ein ganzes Geschichtskapitel, er erinnert uns an die rätselhafte Wandlung menschlichen Geistes, an edle Grundsätze — sogenannte vierzehn Punkte —, die in den Pa- Pierkorb geworfen wurden, und schließlich an ein gutgläubiges dcutäches DE, das seine ganze Hoffnung auf diese papierncn Grundsätze aufbaute und damit sein Haus in Trümmer stürzen ließ. Mehr Einzeltanten braucht man nicht onszmnalen. In diesent einen Satz enthüllt sich uns ein Bild von schreckensvoller Tragik. Peinigende Reue wird dtejenigen deutschen politi- scheu Führer quälen, die den Lockungen jenes Wilson folgten. Weint itaten dieser Name tn den Ohren Hingt Sie glaubten in ihm einen Retter zu sehen, aber er war nur eine Figur der Briten auf dem Schackchrett der Weltpolitik. Einst Wird man eS als einen Treppenwitz der Weltgeschichte verzeichnen, daß ein starkes Volk, das vier Jahre laug sich gegen die halbe Welt gewehrt schließlich in eine Falle ging m.j sich durch cm Trugbild blenden ließ, das Frieden und GereeiKeleit vortäuschte. Die Vereinigten Staaten von Nordamerika haben ihren Präsidenten. nachdem er nicht die amerikanischen, sondern die britischen Geschäfte besorgt hatte, kaltgestellt, und die Briten haben ihn nach vollbrachter Dienstleistuuq auch fallen lassen Die Demokraten in Amerika, die den Fortschritt pro- paqicrten, halten damit für eine Reihe von Jahren aus gespielt, und der neue Präsident Hardina führt rum jiür die nationalisttschen Republikaner das Staatsruder.
Was wir von dem neuen Manne zu erwarten haben, wissen wir noch nicht. Man kann das von einem amerikanischen Präsidenten nie Wif- sen, denn er ist immer der Geschäftsführer seiner Partei, und auch Parteigrundsätze sind wandelbar. je nachdem Geslchäift und Politik sich entwickeln. In Deutschland haben Weite Kreise in den letzten Wochen wieder sehnsüchtig ihre Ge- daitlen westwärts über den Ozean gelenkt, von wo vielleicht doch noch einmal ein Wunder austauchen könnte. Man hofft mit Hardings Amtsantritt auf eine Einmischung in die zerrütteten europäischen Verhältnisse und zwar einen Ein- sprnch gegen die abenteuerliche Alliiertenpolitik. Ob diese Hossimng begrürdet oder unbegründet M, laßt sicb ichwerlich sagen, da die bisherigen Aenßernnaen ,ener PersönlickLeiten, die an der netten Regierung teilnehmen werden, nur privater Natur waren und von den amerikanischen ^erichtcrstattexn sicher auch gefärbt Übermittelt Worden sind., Präsident Harding hat aller- drugs durchbiicken lassen, daß er der Politik Englands und Frankreichs nicht zu- stimmt und er hat wohl auch die Frage eines Lumdcrfmevens mit Deutschland in Erwägung gezogen, aber alles nur tat Rahmen eines Pro- gramms. das ihm in loser Form vorschwebt. Wollen i»n seine Stellungnahme erkennen, so muffen wir zunächst abwarten, welche Richtlinien er fUT seine. Innen- und Außenpolitik verkünden Wird. Dann Lammt es noch darauf an, wie fte von den alliierten Mächten aufgenommim werden. Llbgesehen von persönlichen Aeußerun- gen haben Wirtschaftliche Wirkungen heute viel größere Bedeutung, und da sehen Wir, wie an dieser Stelle schon ausgcführt Worden ist, sihWeiwieger.de Gegensätze zwischen Amerika und den europäischen Weltmächten.
man, aus der Zusammensetzung des J 1 ts ein? Folgerung zu ziehen, W stoßt man auch dabei auf Ungewißheiten, weil die neuen Manner in der internationalen Poli- ttk iwch unbekannt sind. Des Präsidenten rechte Hand 'st der Staatssekretär Charles Hughes, item auch die Führung der Anßenpolittt obliegt Von ihm weiß man. daß er 1916 als r?pu- blikanischer Prasidentschafiskandidar gegen Wil- ptt stand aber nicht gewählt wurde .In der Krilttik hatte er sich seit Jahren betätigt, als ©ottixmeur des Staates New York vielte tttgc Anerkennung gefunden und war als Mb- (üteo des Obersten Bundesqerichts sehr geebrt Er beytzt anscheinend diel Energie und Eigen- tv-llen. Als Schgtzfekretär ist Andrew Mel- lon, NN Bankier und Großfnbrikant aus Pits- bürg, ernannt, der als erfahrener Fmankfach- mann gilt. _ Henry Wallace, der Landwirt-
toai Redakteur einer landwirt- 3citun3; ihm geht der Ruf eines örafftidKn Gesryafisvmtrnes nnd graten Oogant
eine belrächttiche Erhöhung erfahren. Nach der Regierungsvorlage sollen di« Postlarten 48 Pfg., die Briefe mindestens 60 Pfg. kosten. Die Telegraphengebühren Werden für jedes Wort auf 30 Pfg. festgesetzt; der Mndest- irets für ein Telegramm auf 3 Mark. Auch die Postscheckgebühren sollen erhöht werden, nämlich bis 50 Mark auf 25 Pfg. und dann aufsteigend bis zu 2 Mark Monatlich will der Postminister damit etwa 165 Millionen Dtark Mehreinnahm- ewnelen. Ob der Verkehr diese neue gewaltige Belastung ertragen kann, wird die Zukunft lehren. Jetzt hat der Ausschuß das Wort Des Weiteren beschäftigt sich das Haus mit der Bor. läge zur
Entlastung der Gerichte.
Ten Landgerichten soll Arbeit abgenommen und den Sa'mg-.richten und den Schöffengerichten iberwiesen werden. Im wesentlichen waren alle Parteien mit diesem Ziele einverstanden. Unerwartet entspann sich noch ein heftige Erörterung über die Frage der Zulassung der Fran en zu den Aemtern der Geschworenen nnd Schössen Der Justizminister warnt davor, diese wichtige Angelegenheit im Rahmen dieses Notgesetzes zu erledigen. Trotzdem Wurde der 31 rtrag von den Linksparteien und den Demokraten angenommen, ebenso der Antrag auf Aufhebung der Ordnungsstrafen für Nechtsanwölte. 2-as Elitlasmiiasgesetz Wurde erledigt — Am Donuerstag«steyt eine Anzahl Weinercp Vmlaacu auf der Tagesordnung.
Zeatschlands Schicksal.
Der Reichstag über die Londoner Konferenz (Eigener Drahtbericht.)
Berlin. 3. März.
Die politische Weltkrise hat ihren Höhepunkt erreicht. In London soll in diesen Tagen entschieden werden, ob Europa und die ganze Welt friedlichen Zeiten entgegeugehen, oder ob von neuem Unruhe und Verzweiflung in die Völler -ineingetragen Werden sollen. Das deuffchc Volk steht vor einer ernsten SchicSsälsstimde. In der Mittwoch-Sitzung des Reichstages wies Präsident Loebe mahnend darauf hin, daß an der Themse jetzt Eutscheidungeu fallen, die von unabsehbaren Folgen Mr untser Land und unseren Erdteil fern Wnnsit Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die kommenden Ereignisse die Arbeiten des Reichsparlaments nicht zunichte machen werden. Diese Worte beleuchtcn pole ein Schlaglicht den ungeheueren Ernst des Augen-blilks. Ob alle Neichstagsabgeotdnete sich Lcjfen schon bewußt, mag zweifelhaft erscher. nen. Jedenfalls hatte das Hans Stimmung ge» nttß, um sich eine halbe Stunde lang erregt dar- über zu streiten, ob die Postgebührensätze an den Hauptausschuß oder an einen Sonderausschuß gehen Men. Nachdem zwölf Redner und der Postminister sich mehrfach zu dicfer Frag« geäußert hatten, ging der Souderausschuß aus die>em Wetfftreit als Sieger hervor. Die Post- gebühren, die nun tat Ausschuß eingehend geprüft werde» sollen. Werden
Die gegnerische Antwort.
London, 3. März. (Eigene Dr.ihtmeldunig.) Ueber die geftnge Nachmittags-Sitzung der Verbündeten Wird folgender amtliche Bericht aus- gegcbcn: Dir Verbündeten Haden beschlossen, die Deutschen Mr heute mittag zwölf Uhr in den St. James-Palast einzuladen. In dieser Sitzung wird der deutschen Abordnung die Antwort »er Verbündeten auf die deutschen Gegenvorschläge bekannt gegeben werden.
Plane rum Eiumarfch.
Sind sosortigeZwangSmatznahmen berechtigt (Eigener Drahtbericht.)
London, 3. März.
Die Alliierten sind gestern morgen zu Bespre» chunzcn der Strafmatznahmen zusammen, getreten, die tat Falle einer Ablehnung der Pariser Vorschläge seitens der Deutschen ergriffen Werden sollen. In erster Linie ist untersucht Worden, ob der Weg, den die Teuffchen eingeschlagen Haven, inristisch einer Verletzung des Vertattler Vertrages gleichzustellen ist und ob die Miierten bereckstigck sind, die in Aussicht genommenen Zwangsmaßnahmen sofort in Kraft tteten zu lassen. Wie verlautet, sind diese beiden Fragen bejaht worden. Infolgedessen hat sich die Kon- fctcnz weiter mit dem Bericht Loucheurs und der anderen Sachverständigeu, sowie des Marschalls Fach und der anderen militärischen Sachverstän- digen beschäftigt, in denen die MöAichketten der Stcastnaßnahmen, für die sich die Blliierte« cn> scheiden tontten, dargelegt werden.