Meier Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
tu toffeui «reueöeo Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und iroa* abends. Sa »bonnementrr>rel» dettoai monatlich 4.SO Start bei freier guftellnns ins Hau«, et* träne öurch die Los bezogen «.sc Mark monatlich etntchliehlich Zu kiel! mag. Bestellnngen werde» iederzru ,o» »er Leichülskt-ll- ebn den Boren entgexengenommen. Trucheret. v-riax and ÄebottUto Schlachtdskklrad« S8/M. Für Unverlangt etngesandte Beitrag« kann •« WeoateOB »n« üsetantroommg »der Gewützr in ket»«m Falle udernehmen. Rürtzatztung de« iSeMgsgelde« «da Ansprüche wegen etwaiger nicht ordmwgsmSblger Siekernng ansgefchlolkeu.
Hessische Abendzeitung
gtrnnntcr 269.
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Mittwoch, 23. November 1921 Fernsprecher 951 «nd 953
11. Zahrgmtg.
Keine Fortschritte in Washington.
ttge Minderungen seien in Vorbereitung. Wenn
(Priwrt-TeLgramm.1
Zinna bei Torgau verbracht worden, fie scheinen
zu betrachetn. Dazu bot auch dLs ganze Ans- soll sich Hughes über die kritische Frage deL „efgKncn ^unaerstwik fvrtznsei^n D^gen treten der aitfeerftpn Orttfrit in- ___■ ...__ <- = ... .... t'v,un,lv“' UCR viiHtfcrrin-ir jsrr5Eies.7T. •i.'wjvjen
Schisssersatzes geeinigt haben. ES sei un=
(Privattelegrauun 1
Paris, 22. November.
Frankreich allein stehen müsse, könne es nicht m irgend welcher Seite aufgefordcrt werden, seine eigene Sicherheit anss Spiel z« setzen. (?)
Ende des Hungerstreiks
Kein Erfolg der Kommunisten.
Moralische SfoHerung.
Paris, 22. November (Eigene Drahtmeldung.) Weiter wird aus Washington berichtet: Balfour betonte in seiner Antwort, Briand scheine eine gewisse F » rcht z« haben, dass sich Frankreich schließlich in einer moralischen Jsoliernng befinden werde. Dies würde tatsächlich eine Tragödie sein. Die englischen Preffekorrespondenten erwähnen, dass trotz der starke« rednerischen Erfolge die Versammlung eine skeptische Halt««« gegenüber der Beweisführung Briands einnahm.
Varierpolitische Ldfirdteu.
B e r l i n, 22. November. (Privattelsgramm.' Dir vermehrten Ausschreitmigerr haben den Ber. liner HolizeiprSsidentcu veranlasst, das Verbot für Umzüge sofort in Lrast zu setzen. Tie Not- Wendigkeit hierfür ist uurfo grösser, als fich die Anzeichen dafür mehren, dass Dersarmrflungen und Umzüge zrr parteipolitische« Zwck- ken in Szene gefetzt werden.
Berlin, 22. MÄember.
Wie von zuständiger Stelle verlautet, sind die Lichtenburger in den Hungerstreik getretenen Gefangenen nach anderen Strafanstal- t e n verbracht worden, und zwar erfolgte eine Umquartierung teils nach Wittenberg, teils nach Torgau. Zwanzig Führer find nach dem Fort
DasStabtpmlament.
Die Röte der Seit; Gehattsfrageu; das Gehalt des Oberbürgermeister«; Stratzen- beleuchtung und Millionen »Darlehms.
(Eigener Bericht.)
Kassel, 22. November.
Der amerikanische Derschlag.
Parks, 22. Oktober. (Eigene Drahtmeldung.) Lus amerikanischer Quelle wird versichert, datz infolge der Besprechungen zwischen Hughes, Balfour und dem Admiral Kato England den Vorschlag HughcS' angenommen habe, wonach das Verhältnis der amerikanischen, englischen und javanische» Flotte aus den Stand von fünf zu drei sestgesetzt werden solle.
DisWaMrmtonerKonfermz
Kompromiss in der Abrüstung?
(Eigener Drohtberkcht.)
Paris, 22- November.
Nach den hier vorliegenden Washingtoner Meldungen hofit man in der Frage der A b - rüstung zur See trotz aller Schwierigkeiten zu einer Verständigung zu kommen. Gtaatssekre- tär Hughes soll in Besprechungen mit Admiral Kato und Balfour eine« Weg zu einem Kompromiß gefunden haben. Er hat dem Ja- paner gegenüber darauf bestanden, daß das in dem amerikanischen Programm vorgeschlagene ZahlenverhältniS die Grundlage fiir ave Abmachungen bleiben müsse, hat aber zugestanden, dass bei der Festsetzung der Stärke der Flotten außer den Tonnen auch der Gefechtswert der Schiffe berücksichtigt werde» so«. Mit Balfour
Unruhige Seiten
Es gärt wieder im Lande.
Die Berliner VlMöenmgen.
Ausbreitung der Gew-rtttaten.
Die JSapaotr bleiben fest.
Rotterdam, 22. November. (Eigene Drahtmeldung) „Daily Express" meldet aus Washington vom Montag, datz ei« franzöfischer Bermittlungsvorschlag zwischen Japan und Amerika nicht die Zustimmung von Hughes finde, der seine Vorschläge selbst als Mittelvor- schläge angesehen haben will. Auch in den Kreisen der Delegation ist man nicht geneigt, auf die japanische» Abänderungsgründe einzugehen. Admiral Kato soll demgegenüber ervärt haben, daß ohne die japanischen Abänderungsvorschläge die Vorschläge des Staatssekretärs Hughes für leine Regierung unannehmbar seien.
Wie ans Washington gemeldet wird, hielt Briand eine Rede über die Schwierigkeiten der B b r ü st un g zu Lande, weil Deutschland iinmer noch disziplinierte Truppen habe. (?) Dann wandte sich Briand der Lage von Osteuropa zu und führte die bekannten Vorgänge in Russland und Ungarn an. Wie könne Frankreich abrüsten angesichts einer solchen Lage, und doch, trotz alledem, filhr Briand fort, Frankreich rüste ab. (?) Obwohl das Gesetz bestimme, daß drei Jahresklaffen drei Jahre lang unter den Fahnen bleiben müssen, werde die Regierung diese Zahl aus zwei Jahrrsklaffe» und
ter diesen Umständen nicht ausgeschlossen, dass man in der Frage der Abrüstung zur See doch zu einem Ergebnis gelangen werde. Dagegen scheint man mit dem aftasiatische« Pr». blem in eine Sackgasse geraten zu sein. — Von anderer Seite wird aber gemeldet, daß auch in der Aürüstungsfrage von japanischer Seite dauernd Widerstand geleistet werde.
nungsnot, wäre schon Hestern auf Herz und Mieren gofallen und hätte pcherlich Erschrecken gezeitigt — der vorgesehene Bericht des Stadtrat Sautier, an den leere Gestelle für Zeichnungen erinnerten, wurde c&et für eine besondere Sitzung am nächsten Montag beschirmt. Da» dicke Ende, das die gestrige Tagung Haven sollte, kommt also noch.
Frankreichs Furch».
DrkaudS Abrfistunzsvorschlag t« Washington (Eigener Drahtbericht.)
führt, der Stadtverordnete Kleinforge. Zu unsere» großen Sorgen wenigstens einmal eine kleine. Doch Scherz beiseite... das Bild der Röte unserer Zeit, das alle Vorlagen malten, wirkt furchtbar, wenn es »Sher betrachtet wird und was über die Bezahlung der Beamten, viel» mehr bei der Behandlung dieser Frage über die heutigen Geldverhältnisse gesprochen wurde, ist geeignet, ein Echo weit über den grv-
hcchcn die übrigen neunzig Gefangenen ervärt, den Hungerstreik ausgeben zn wollen. Gestern sand in Halle eine kommunistische Ber- sammluug statt, die indesse« nur von fünfzehnhundert Personen besucht war. es wurde eine Resolution beschlossen, die von einer fünf- köpfige» Abordnung dem preußischen Minister des Innern überreicht werden soll und die die Forderung enthält, all^poNttschcn Gesange- nen aus dem Märzaufstand zu begnadigen, und aus der Hast zu entlasse». Bei Ablehnung dieser Forderungen drohen die Kommunisten Mitteldeutschlands, zum Generalstrest anfrufen zu wollen. Die zuständigen Steven betrachten trotz dieser Drohungen die Lage als keineswegs beunruhigend. Man glaubt namentlich nicht, daß fich die Mehrhett der Arbeiterschaft dazu hergeben wird, einer GenerMstreik. Parole der Kommunisten Folge zu leisten.
Mit dieser Methode haben die revolutionären Ausbrüche schon immer begonnen. Man wird gut tun, diese Dinge mit oem größten Ernste
Bei alledem muß man fich wundem, dxch die Regierung eine derartige Störung der Volksvertretungen zuläßt. Ist es überhaupt noch ein Parlament zu nennen, wenn Abgeordnete miteinander raufen, wie es schon vorgekommen ist oder wenn ein Redner die gegnerijü en WbgeorL- neten mit Wasser begießt, ein anderer dem Prä- fibenten bte Glocke entreißt und damit im Saale herumläuft, oder wenn die gemeinsten Scbrmpf- worte durch den Saal donnern, als ob eine Schar rüder Gassenbuben sich balgten? Armes Parlament, wie tief bist du gesunken1 Solche .Volksvertreter' sorgen durch ihr Benebmen dafür, daß Deutschland noch de« Rest seines An- sehens im Ausland« verliert. Jniwtichen hat such herausgestellt, daß zahlreiche " rusfisch-boyche-
Die Plünderungen der LebensmittelgeDäftr A Berliner Vororten gaben in der vorigen Woche MS Zeichen zu weiteren Kundgebungen. Eine gefährliche Agitation ist jetzt, wie uns aus Beran geschrieben wird, wieder im Gange. Was sich Da vorbereitet, zeigten auch die Vorgänge, die sich in der SonnabenL-Sitzung des Reichstags und,des Preußischen Landtages ereignet habe». Es scheint, daß rmsere Parlamente de» guten Ton und die parlamentarische Sitte abaeschastt
gerlick« Vereinigung es will, hält er für ungerecht. An der Tat erscheinen die Beamtengchal- ter auf dem ersten Blick größer als es in Wirklichkeit der Fall ist. Ein Verreich mit den SraaEcamte» sei sckwer. Wenn man, so sagte er unter Heiterkeit, einen Vergleich der Tätigkeit eines StadtratS beispielsweise mit StaatSbeam- ten sucht, so werde man sehen, daß er anf allen fünf (!) Schien hinkt....! Stadtv. H o r n s ch u (Dem.) erinnerte daran, daß unsere höheren städtischen Behörden auf zwölf Jahre gewäbti werden: dann unterliegt ihr Gghctt neuer stäsL- schcr Beschlußfassung. Während der Antrag Geck c-bgclchnt wurde, fand die Gesarntoorlage mit den üdriaen Anträacn einstimMige Au-
ä)te Il-Booi-Frage.
Paris, 22. November. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Washington wird berichtet, dass Briand die Erklärung abgegeben habe, Frankreich werde den amerikanischen Bors^ag, die Nn- tersr^ootr betreffend, unterstütze».
treten der äußersten Linken im Reichstage M dieser Debatte den stärksten Anlaß. Schon Koe. nen suchte durch feine hetzerische Rede die Stimmung ungeheuerlich auszupeitschen. Man grng auf eine Herausforderung der bürgerlichen Parteien, aber auch der Sozialdemokratie ganz pfrerobar hinaus. Es herrschte eine verhaltene Stimmung voller fieberischer Spannn^, die Un» heilvolles erwarten läßt. Als bei den Koenen- schen Ausführungen ein Abgeordneter der Deutichnatwnalen Lochte, da brach, wie wenn man auf dieses Signal gewartet hätte, ein un- gcheuerlicher Entrüstungssturm der äußersten Arcken aus. Mit erhobenen Fäusten drangen die Abgeordneten unter der Führung Adolf Hoffmanns gegen die Redner-Tribüne und die Mitte des Saales vor, immerfort wütend auf die Rechte einschimpfend. Es hätte in diesem Ai^erwl-ck nur eines gang geringe» Anstoßes Prügelei in Gang zu setzen. Der MeHrheitS-sozialist Müller-Franken mußte sich in der tollsten Weise beschimpfen und bedroben lassen, als er im Rahmen der Geschäftsord- nungs-Debatte auf die Wahrung der geschästs- ordnungsmaßigen Bestimmungen aufmeifiam machte. Das betrachten die Kommunisten als «rne fachliche Gegnerschaft.
An dem ganzen Verlauf tti Kundgebungen D erkennen, ^>aß sie bis in di« Einzelheiten vorher verabredet sind. Auch im Reichstage ?ei.St .stch das deittlich. Auf der Tribüne schne beispielsweise ein Besucher den kWimmnistischen Abgeordneten an feuernd« Worte und den Mehr- Heltchozlallsten Schimpfereien zu. Auf die Rüge deS Präsidenten rief Adolf Hoffmann: .Steuern zahlen dürst Ihr, aber das Maul müßt Ihr haj- ttn . , woraus der Präsident Loebe prompt Adolf Hoffmann gegenüber erwiderte: .Wenn die Her- ren da droben reden dürfen, dann brauchen Sie k^Z'-I.^LU.,1unr' Die Lacher waren auf der Seite des Prafrdenten. Aber man sab. und hatte ans sonstigen Anzeichen den Eindruck, wie ausgezeichnet die Kommunisten diesmal wieder die Regle im Reichstage betrieben hatten. Dasselbe ist vom Landtag z» sagen. Auf den Tribü- nen in «eiben Häusern waren fast ausschließlich Anhänger ihrer Richtung und Mitglieder bei» ieni8en Deputation, die das oben schon erwähnte distatoriiche Ultimatum aus Freilassung dieser in den polittscken Hungerstreik tretenden Gefan- genen überbracht batten Man konnte auch west »rdm st'ststellen, daß ein vöLiges Einvernehmen zwischen den beiden Teilen oben und unten bestand daß es fich also um bestellte Arbeit handelte.
Di« Arbriterlöhne.
Einfifimnig genehmigten die Stadtverordne» ten eine Erhöhung der Löhn« der städtischen Arbeiter und Arbeiterinnen. Dabei betonte Stadtv. Aster och (So-.)» dost sich diese Erhöhung gegenülber den Löhnen, die in der Industrie gezahlt werden, besonders in der Grotz; industrie, in bescheidenen Rahmen bewegen unb auch Stadtv. Bohr (Freie Büirgerl. Ver.) be- -eichncte die Löhne als so gering, daß ein Ma- milienvater schwerlich damit anskonunen Wune. — Demnächst werde »ooshl eine weitere For» dernng kommen.
rß imiere Parlamente de» guten parkam-rrtarische Sitte abgeschafst haben. Wieder einmal wird der Terror der Straße ausgespielt. De» Vorwand gab diesmal der Hungerstreik der politischen Gefangenen in dem Strafgesängnis $>.t Linstenburg. Dieser Streik hat aber eine ausgesprochene politische Tendenz. Die lkommunisten und Unabhängigen stellten nun Anträge, wonach ein Unter* suchungsausschuß über diese Dinge eingerichtet werden soll, und wonach diese Gefangenen sofort aus der Hast enÄassen werden sollen! Was aber hinter d«r ganzen Sache steckte, dos sagten der Kommunist Lboencn und die Unabhängigen Ledebour und Rosenfeld rund heraus. Im Reick>Stage selbst find Delegierte der sämtlichen Berliner Großbetriebe ertotenen, die erklärten, bafi sie einheitlich entschlossen seien, ihren .Brüdern zu Hilfe zu kommen. Diese Delegation hat mit dem Eintreten der Berliner Arbeiter- schast in den Streik gedroht wenn keine Aendc- rrto^e*n ^er ^cr politischen Gefangenen
Berlin, 22. November.
Tie gestrigen Plünderungen im Innern ber Stabt Berlin haben bis in bie neunte Abendstunde angebauert. Insgesamt sind dreizehn Geschäfte von den Plünderer» vollkvvnnen ausgeraubt. I» der Franffurter Allee wurden auch Privattvohmmge» im Parterre und erste» Stock von den Plünderern angeriffe». Die Polizei war gegenüber dem Ansturm völlig machtlos. Gegen Mitternacht wurde in der Nähe des Sckl-sifchen Bahnhofs mehrfach geschossen. Heute früh ist eine Verfügung des Polizeipräsi denten tm den Anschlagsäule» zn lese», wonach alle Umzüge und Zusammenrottungen von heute srjih an verboten find. Unter den Ge- schästSlenten im Zentrum Berlins herrscht eine Panik. Ein Teil von ihnen ist gewillt, die Geschäfte vorläufig nicht wieder zu öffne». Das grosse Schnhwarenhans Leiser ist von etwa ziSsslfhundert Personen zum Teil auSgcplündert. Die Polizei konnte bis heute srüh etwa sechzig Plünderer festnehmen. Es handelt fich fast durchgängig um junge Burschen von 14—30 Jahren
wistrsche Renten m Berlin anwesend sind, de-I zweijährigen Dienst heravsetzen. Weite« sofor- nen eS nicht allein um die Einigung der Korn- - — ■ - - - - -
muntfien, sondern auch daranm zu tun ist, eine Einheitsfront fiir eine neue große Putschaktion zugunsten Sowjetrußlands zu gewinnen. Jedenfalls ist es nötig, daß man all diesen Dingen die größte Aufmerksamkeit zuwender. Die planmäßigen öffentlichen Bersa>mmlungen in den Provinzen weisen auch darauf bin, daß die Agitation weit ausgedehnt ist. Trotzdem wirb sie mit einem Mißerfolg enden, zumal die mehrheitssozialistische Arbeiterschaft sich von dieser Bewegung abwenbet.
Wie die Gehälter aussehen.
Eine dringliche Vorlage veranlaßte dke Stadtverordneten - BcrsammLung sich abermals mit der Beamten-Vesoldung zu beschäs- Kigen. Stadtv. Göpffarth (Svz.) legte dar, daß sie Stabt die Pflicht hat, bte Gehälter ihrer Beamten und im Anschluß daran auch die der Angestellten, de» neuen Grundsätzen Mr die Staats, beamten anzupassen. Er begründete dabei einen Antrag, wonach sich der Magistrctt durch Vermittlung des Städtetages für eine bessere Besoldung der unteren Gruppen einfetzen soll. Wie dieser Berichterstatter mitteilte, bezieht jetzt der Oberbürgermeister das Gehalt eines Staatssekretärs (nach der ReichSbeso!- vungsordnnna 175000 Mark. Die Schriftleitg.), der BÄraermeister das eirws Mmsterialdirektors. Ferner vefirrwortete der Redner Vie Einführung der Dienstzeit von 48 Munden in der Woche. Stadtv. Leineweber (Tem.> betonte, daß die Ruhegehalkiseuchfänger und Hinterbliebenen von Beamten verbessert werden und ging auf die Höhe der Summen ein, die man als die neuen Beamtengehälter hört. Dabei betonte er mit Nachdruck: Es darf nicht mit der Brutto summe, sondern es mutz mit der Nettosumme gerechnet werden! Ten oberen Beamten beispielsweise werden 40 Prozent und mehr weggestenert, während das frühere Steuerprivfleg in Wegfall gekommen ist. Bei mittlere» Beamte» geht schon ci» Zwölftes, also efn ganzes Monatszehcnt in Abzug. Heute mutz mit dem
Zwanzjgsachen des Geldwerts im Frieden gerechnet werden. Selbst der bezcchlte Beamte hat heitte nur ein wirkliches Einkommen von 4060 Mark gegenüber 12000 Mark im Frieden. Stadtv. Geck (Fr. Vnrgcrl. 2er.) legte Gewicht auf die Feststellung: Bish.r wird immer vergessen, daß die Not unten größ.u ist als oben. Für die Freie bürgerliche V^- eiuigung beantragte er, die hoHstbesokdeten Gruppen zu streichen und einzeln nach der bisherigen Staffelung zu berechnen. Nachdem sich Siastv. Schwab (Zentrum) einverstanden erklärt hatte, trat Beigeordneter, Geheimrat Dr. Schröder als Verteidiger der Vorlage auf und unterstrich die Leineweberschen Darlegungen. Eine Ausnahme zu machen, wie die Freie bür-
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