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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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12. ZahrgaNg

DorwsrsLag, 23. März 1922,

Nrrmmer 70

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Sie Zrol- und Kartoffel-Versorgung.

Vor Genua.

Anfang oder Ende deS AufSaus?

Wie uns gestern ein Berliner Telegramm ntitteilte, beschäftigt sich die ReichSregierung jetzt mit der Zusammenstellung der d e u t s ch e n A b - orvnung, die unter Dr. Iiathenaus Führung an der Konferenz in Genua im April teilnehmen soll. Von Genua war nie viel zu erwarten und zu hoffen. Darüber waren sich die unterrichteten Kreise schon immer vollkommen einig. Genua hätte etwas werden können! Die Grundlage!: von Cannes waren durchaus ersoLgverheitzend. Aber schon Briands Sturz hatte alle Erwartun­gen znsammensinken lasten. Nicht nur bei uns, sondern auch bei den anderen. In diplomatischen Kreisen hat man Lloyd Georges Entschluß, zu einer internationalen Konferenz nach Genua ein­zuberufen, als ein großes und kaum zum Erfolg führendes Wagnis von Anfang an betrachtet. Was Lloyd George versuchte, war, wie man heute offen aussprechen kann, nichts anderes als eine Uederrumpelung Frankreichs. Es sollte nun vor die Entscheidung desEntweder-Oder- ge­stellt werden. Es war ein großes Spiel mit unsicheren Chancen. Es war in dem Augenblick verloren, in dem die nationalistische Kammer­mehrheit obsiegte. Das war der Fall durch die Schilderhebung Poincarös. Und nun sehen wir seit Wochen eine Minierarveit gegen Genua, die alles bisher dagewesene an diplo­matischen Winkelzügen übertrifft. Man muß hin­ter die Kulissen zu blicken vermögen, um beur­teilen zu können, welch unheimlich weitverzweig­tes, raffiniert migelegteS und eng gesponnenes Sntrigennetz Frankreich ausgeworfen hat. Die leine Entente segelt vollständig im Fahrwasser Frankreichs. Hier schon wir den größten Er­folg der französischen Geheimdiplomatie und ihrer Agentenarbeit.

Genua ist von vornherein nunmehr um seine Wirkung gebracht. Was sollte Genau eigentlich? Es ist schon erwähnt worden, daß in den Krei­sen der Diplomatie der Man von Genua nur mit gemischten Gefühlen vernommen wurde. Darüber war man sich aber von vornherein klar, daß Deutschland die Gelegenheit von Genua unter allen Umständen wahrnehmen müsse. Aber Schritt für Schritt sind Sinn und Ziel von Genua verwässert und schließlich zer­stört worden. Heute ist Genua eine taube Nuß. Das ursprüngliche Programm hätte, in Genua zur Debatte gestellt, zweifellos die PM- ker endlich einmal wieder auf den Boden nutz­bringender Sachlichkeit gebracht. Das Problem, der Weltw-irtschast wieder zu normalen Verhält­nissen zu verhelfen, ist nichts anderes als das deutsche Problem. Der europäischen und der Weltwirtschaft geht es genau so gut und genau so schlecht, wie es der deutschen Wirtschaft geht. Die WechseLwirkungen des Steigens und Sin­kens des Dollars und damit des Sinkens und Steigens der deutschen Mark hüben sich in die­sen Wochen ganz augenfällig vor aller Welt gezeigt.

Genua sollte im Grunde eine W ä h r u n g s - konferenz sein. In der Währungsfrage und ihrer _ Regelung wurzelt das wirtschaftliche Schicksal! Je mehr die deutsche Währung nach österreichischem und russischem Muster zerfällt, umso teuerer kommen die Wirkungen den Gläu­bigern Deutschlands und ihren Wirtschaften zu stehen. Das deuffche Währungsproblem ist ober auf das engste verknüpft mit >der russischen Frage. Deutschland kann Rußland nicht mit Geld, wohl aber mit Kräften Helsen, die in Geldwerten gar nicht auszudrücken sind. Wenn ein Land und ein Volk das ruinierte Rußland wieder zu einem nützlichen Miede der europäi­schen Gesamtwirtschaft zu machen befähigt wäre, dann nur das deutsche Volk, das trotz allem über eine bewundernswerte Fülle von Ener­gien geistiger und materieller Art verfiigt. Diese in Verbindung mit der ausländischen fi­nanziellen Hilfe würden am ehesten Rußland als Fundament der europäischen Wirtschaft wie­derherstellen können. Ein bezüglicher von deut­scher Seite ausgearbeiteter Man der Errichtung eines internationalen Ausbausyndikats lag der Konferenz von Cannes vor und sand dort prin­zipielle Billigung.

Gerade in diesem Punfte aber setzt die schärfste ZerstSrungsarbeit ein. Es ist ein ganz besonderes Ziel bestimmter sranzö- fifa.)er Kreise, das russische Problem von den Erörterungen in Genua vollständig auszuschalten. Richt nur die Abneigung, mit den Bolschewisten, die jetzt schon mit ihren anmaßenden Raten sich um alle Sympathie brin­gen, zu verhandeln, sondern auch die Sorgen davor, daß etwas geschehen könnte, was den deutschen Interessen förderlich wäre, veranlaßt Liese Kreise zu dem Verlangen, auch die russische Frage möglichst in einem exklusiven Zirkel unter Ausmerzung deutschen Einflusses zu .erledigen". Die französischen Vertreter auf der in diesen Ta­gen abgehaltenen Londoner Sachversiän- digen-Konserenz. die eine Dorkonserenz der Alliierten vor Genua darfiellt, sind nach Lon-

Teile des Okkupationsgebietes vorzunchmen.

rätigkeit rechtfertigen. Bei der

landwirtschaftlichen Siedlung

Funkstation, der Komummst Ahrend, in der Ws- sondere Interesse aller Landwirte an der Äeu» fischen Gesandtschaft in Berlin aufhrllten. »SSJunfe Gestützt auf dieses tzzLeMutreteu für

!LN, Sie

Entschädig Geld in !

durchsetzen, dann wird Genua noch weniger blei­ben, als man leider bisher schon befürchten mußte. Es würden dann nur gewisse Handels-,

Die Siedlmrg gehört augenblicklich zu den wichtigsten Fragen, nickt nur, weil über sie oft " :nufl gesprochen wird, sondern weil "" ' zroßem Ausmaß uns

kes beeinträchtigt. Wichtiger noch ist der bei dieser StadtLevölkerung durch die unselige Entwurzelung herbeigeführte seelische Scha­den. Nur die Verknüpfung mit dem Lande sei es auch mit dem kleinsten Gartenstück

Verkehrs- und Transportsragen in Genua zur Erörterung konnnen, die aber immer nur eine akademische sein könnte, da zur praktischen und nutzbringenden Ausführung für den Wiederauf­bau Mtteleuropas als Voraussetzung für die Gesundung der europäischen Weltwirtschaft das deutsche und das russische Glied fehlen. Und den- :wch müssen wir nach Genua gehen! Es wird viel von unserem Verhalten abhängen, ob i-lenua ein Ende oder ein Anfang bedeutet! Ein Ende der unseligen Epoche der Gewalt- imd der Diktat-Politik oder ein Anfang einer Entwick­lung, die wirklich einer vernünftigen und ver- ständnisoollen Zusammenarbeit aller Völker die Wege ebnet, die mit dem Wohl und Wehe Mit­teleuropas und Deutschlands als sein Herz nun einmal auf das engste verbunden such.

Im Anschluß an die Aufdeckung einer kom­munistischen Funkstation in der Emi- lienstratze in Berlin wird noch gemeldet, daß bis gestern abend noch mehrere Verhaftun. gen vorgenommen worden sind. Die Verhafte, ten werden heute der Staatsanwaltschaft zuge- sührt. Es ist einwandfrei festgestellt, daß die kommunistische Funkstation seit Monaten im täglichen Verkehr mit Moskau gestan­den hat. Die Angelegenheft ist von h-chpolitj- scher Bedeutung. Die Untersuchung wird von der Staatsanwaltschaft wegen vollendeten Hoch­verrats geführt. Nach einer noch nicht bestä­tigten Meldung soll sich der flüchtige Inhaber der

kann innere Ruhe wiederbringen;

die Arbeit aus eigenem Boden lenkt auf die Dauer vom Kneipenleben ab. Darüber hinaus

Künstiee Xnrppcnvertellung.

Genf, 22. März. (Eigene Drahtmeldurm.) Stach einem Bericht desTemvs" sind die mili-

Aus Obrrfchlesims ÄKöWrre

Eins stürmische Generalbersarnrnlung. lEigener Drahtbericht.)

Breslau, 22. März.

S« dem gestrigen Telegramm, daß die Strei­tigkeiten in der Bergbau-Organisation sich ver­schärft habe«, wird weiter gemeldet: Geh. Rat H i l g e r, der Generaldirektor der hiesigen Ber­einigten Königs- und Laurahütte, ist auf der General-Versammlung des Berg- und Hütten- männisl^n Vereins in Breslau aus der Orga­nisation ausgeschlossen worden, well er darauf hinarbeitete, die Organisation zu spren­gen und unter seiner Führung einen polnischen Bergbauverein gu gründen. Der Ausschluß voll­zog sich unter skandalösen Umständen. Hftger versuchte durch Einbringen der unmöglichsten Anträge die Generch- Versammlung zu stören. Seine Absicht wurde aber schnell durchschaut und über die von ihm gestellten Anträge zur Tages­ordnung überg-MMgen. Anschließend daran wurde Geh. Rat Hilger aus dem Sitzungssal verwiest».

den mit der ganz bestimmten Instruktion gegan-itärische« Chefs der alliierten Besatzungsarmee gen, die Absetzung der Diskussion Über das rus-Iam Rhein sür den 25. Mürz nach Paris berufen fische Problem von der Tagesordnung von worden, um die V e r t e i l u n g der T r u p p e n Genua zu verlangen. Wird diese Forderung sich aus die von den Amerikanern zu räumenden

DeutschlLNös LMungm.

Sitzung der Wiedergutmachungs-Kommission (Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 22. März.

<Knr Entscheidung der Reparatwns-Kormuis- fion über den Deutschland zu gewährenden et­waige« Zahlungsausschub und den Zahlungsplan für 1922 lag bis gestern abend «sch nicht vor. Die Veröffentlichung des Ergebnisses der Beratungen der Reparations- kommission wird am heutigen Tage erwartet. Nach gestern abend vorliegenden Blättermeldun­gen soll die Antw ort der Reparationskommis- sio« in drei Teile zerfallen: 1. Rechtfertigt die Sage Deutschlands eine Herabsetzung der Zahlungen für 1922? 2. Zurückweisung der Denkschriften Dr. Wirchs und Dr. Rathenaus über die finmrzielle Lage Deutschlands als völ­lig ungenügend und ungenau. 3. Der neue Zah­lungsplan und die geforderten Garantien.

Das ©itßlungdtoefen.

Dis Bewegung in Stadt und Land.

Auf einem SBf ttveteriaa des Reie-STandSunDeS Hai Dr. Ponfick, des bisherige Leiter der Sied- lungeabtcilung im Reikhsardeitsministeriuu:, einen Dortrag gehalten, der infolge feiner S tel- lnnguahme fiir.toeitere «reife veachtenSmest ist.

Ms Amerikaner am Mhem.

Die Zurückziehung der Desatzirrrgstruppen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 22. März.

Wie der Pariser Vertreter desRewyoN He- rald" mitteflt, hat der Entschluß des Bräfidenten Harding, die amerikanischen Truppe« aus dem Rheinland zur ückz«ziehen, in französischen politischen Kreisen eine ge­wisse Ueberraschung hcrvorgerustn, da man bisher glaubte, daß dieser Rückzug nur langsam vor sich gehen werde und eine gewisse Anzahl amerikanischer Truppen im Rheinland verbleiben würden. Man nimmt an, daß dieser plötzliche Umschwung durch den füngste« mneri- lanisch-sranzösischcn Zwifchensall hervorgerufen worden war. Die Frage, ob die amerikanischen Truppen durch französische oder belgische Trup­pen llbgelöst werden, wird von der Rheinland- lonkmijsion entschieden werden, die auch die ame­rikanischen Militärbehörden ersuchen wird, ihr die Lagerhäuser und die Heeresbestände der amerikanischen Armee zu überlasse«.

Eintreten für verständige Siedlung, städtische sowohl tote ländliche. Mit Mißtraue« lieht, zunächst immerhin begreiflich, der Land­wirt die sogenannte .Auflockerung" der Groß­städte und Industriegebiete, ihr Ueberguellerr über das biÄherigs Weichbild. Und es ist für den Einzelnen ost hart, wenn zumal tit un­geschickter und gehässiger Form dem anliegen­den Landwirt sein Boden genommen und als Schrebergarten itfto. Nichtlandtoirten, Beamten, Angestellten und Arbeitern aus der Stadt zuge­teilt wird. Trotzdem ist das ein Muß; es gilt hier, einen Fehler der Vergangenheit auszu­merzen : Die notwendige räumliche Vergröße­rung unserer Städte hätte sich längst allmählich entwickeln müssen, sie hat im Anfang nut der Steigerung der BevölkLrungszahl nicht Schritt gehalten. Dir enge Zusammenpserchung der Be­völkerung, zumal in den Großstädte«, viel­fach in unerfreulichsten Mietskaserne« und Hintergebäuden, und die dadurch bedingte völ­lige Loslösung vom heimatlichen Boden, hat

Zm GrnahmngsMmWsrmm.

Die Auswahl eines neuen Ministers.

(Brivat-Telearcnnm.)

Berlin, 22. März.

Ms Kandidat für das ReichsrrnährungSmini- sterium wird zurzeit der oldenburgische Mini­sterpräsident TaNtzer genannt. Außerdem hört man noch den früheren Staatssekretär Warm- bold und den Ministerialdirektor Hagedorn als aussichtsreiche Kandidaten nennen. Unter ge­wissen Voraussetzungen, so schreibt heute der Vorwärts", sei die Sozialdemokratie bereit, einer Neubesetzung des Ernähr«ngsmi«isteriums, entgegen ihrer anfänglichen Absickst, vorläufig zu- zustimmen. Der Ministerialdireftor Hagedorn fei für die sozialdemokratische Reichstagssraktion je­doch ganz unbrauchbar. Am ehesten könnte sich die Partei noch mit Tantzer einverstanden erklä­ren, obwohl auch gegen ihn starke Bedenken be­stellen. I« Kreisen, die den Erzeuger-Organi- sationen der Landwirtschaft nahestehen, wird jetzt der Kandidat der sozialdemokratischen Gewerk- : schäften, Assessor Aerber, viel genannt.

mehr als genug gespr , . .

innere Kolonisation in großem Ausmaß uns nach dem Zusammenbruch doppelt nottut,, vor allem aus völkischen, bevölkerungspoliti'' aus sozialen und innerpolitischen Gründen.

bei fast allen Schlagwörtern, herrscht auch über den BegriffSicÄlung" feine rechte Einhest. Wenn man von Siedlung spricht, ist zu scheiden zwischen der mehr städtischen (Vorstädtischer- urtb HeimstättensiMung. KieingartenbeweNmg) und der ländlichen im engeren Sinne (der landwirtschaftlichen). Auch die Gesetzgebung zieht diese Grenzlinie: einerseits Reichssiedlungs- gesetz mit den Aussühritngsgesetzen der deutschen Länder, andererseits Reichs-Heimstätten-Gefetz, Kleingarten - Ordnung. Verordnung zur Be­hebung der dringendsten Wohnungsnot. Als die Mr den besitzenden Landwirt wichtigste Frage zieht sich durch alle diese Gesetze die Zulässigkeit der Enteignung von Land ans Privatbesitz zu Siedlungszweckea. Der Redner betonte als den vom Reichs-Landbunde eingenommenen grund­sätzlichen Standpunkt, dem sich alle deutsche« Landwirte anschließen sollten, auch wenn es im Einzelfall ein Opfer bedeute, volles, ehrliches

ist zu scheiden zwischenNeusiedlung" und Anlieger siedlung". Gesetzlich sind beide gleickgestellt: aber die Praxis und noch mehr die parteipolitische Agitation haben in den letzten Jahren die Anliegersiedlung stark bevorzugt. Neusiedlung bedeutet Stärkung der selbsiwirt- schaftenden Kreise der Landwirtschaft, Verstär­kung der landwirtschaftlichen Bevölkerung. Sie bedeutet Versorgung von tüchtigen Teilen des landwirtschaftlichen Nachwuchses, insbesondere nachgeborener Bauernsöhne und beruflich beson­ders geeigneter Landarbeiter in der Landtoirt- schast. Nicht zu vergessen hierbei unsere vertrie­benen Ansiedler aus der Ostmark und unsere Rückwanderer. Durch all das ergibt sich das be-

Wettere Beratung.

Berlin, 22. März. (Privattelegramm.) Die Ernährungsminister der deutschen Länder setzen ihre Konferenz am heutigen Mittwoch fort. Ma« rechnet mit einem schnelle« Ende der Äoufeteng, wenn über die wesenttichen Punkte, besonders die Getreideumlage, eine Uebereinstiummng er­zielt worden ist. Voraussichtlich ist danttt zu rechnen, daß von der Konferenz bereits heute ein amtlich« Bericht herausgegebe« wird.

VEenbeker HoHdekmI.

Ksmmuniftischer Fuukverlchr mit Moskau.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 22. März.

aber beschert selbst diese geringeländliche" Be- schäftigung der StadtbevöVernng ein immerhin merkbares Maß von Verständnis für agrariscke Dinge, und folches prägt sich letzten Endes auch in der Gesetzgebung ans. Die Landwirtschaft über hat wegen ihr«, für sich allein betrachtet, prozentual geringen Zahl einen auf möglichste Stärkung der wenigstens einigermaßen mit ihr gehenden Elemente Wert zu legen. Hebel­griffen bei Auflockerung der Städte ist na­türlich auch hier vorzubeugen. Ehe man ans Privateigentum mit Maßregeln herangeht, ist aller irgend geeignete städtische Boden zu be- rücksichttgen. Sodamr soll man anstreben, daß. am besten durch Vermittlimg des Staates, die igung der enteigneten Landwirte statt tn ____ ... Land erfolgt 'Endlich muß wegen der knappen Landdecke Sparsamkeit verlangt werde«. In der Regel ist dem einzelnen nichsi mehr zuzu­weisen, als er i« intensivster SpatenkuÄur zu bestellen vermag. Soweft läßt sich auch vom Produktionsstmüchunkt aus diese Siedlungs-

GeSkewe und Kattsffeln.

MaHnahsren zur Besserung ber Ernährung.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 22. März.

I« der gestrigen Sitzung der Errmhrungs- Konferenz sprachen sich sämtliche Länder, mit Ausnahme von Sayern, dessen Vertreter sich eine endgültige Stellungnahme Vorbehalten hat, für die Beibehaltung der Getreide-Am- l a g e aus. lieber die Höhe der Umlage gingen die Meinungen wett auseinander. Von verschie­denen Seiten wurde verlangt, daß der gesamte Bedarf an Brotgetreide durch die Umlage grdecki werden soL Festgestellt wurde auch, daß schon die Erhebung der bisherigen Umlage von zwei­einhalb Millionen Tonnen mancherlei Schwie­rigkeiten ergebr« habe. In bezug auf die K a r - tosselversorgung herrsche trolle Einstim­migkeit darüber, daß die freie Wirtschaft auf dem Kartoffelmarkte zu den allergrößten Schwierig- keften in der Ernährung geMhrt habe. Allgemein wurden Maßnahme« gefordert, um für das kommende Wirtschaftsjahr die Versorgung der Bevötterung mit Kartoffel« zu mäßigen Preisen zu sichern. Auch wurde erßäri, daß in der Kartoffelversorgung andere Schritte als bis­her unternommen werden müßten. Die Auffas- simg der Konferenz wurde in ein« einstimmig angenommene« Entschließung niedergelegt, die vom Reichsernährungsminist« bestimmte Bor- schlüge für die Erfassung der Kartoffeln verlangt.