Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 254.
Fernsprecher 951 und 952
Sonntag, 2S. Oktober 1922.
12. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952
gufetttonSpretfei a) «nh-tratsch« «usträg« Die etnspaltige Anjeiz.»zetl« M. »o.—, die' einspaltige RetlamejeU« M. 30,—. b) XuSroartig« Aufträge: Die einspaltig» Anzeigenteile M. 10.-, di« einspaltigeReklamezAl, M. 36-, alles einschließlich DenerungS,»schlag und Anzeigensteuer. ftär Anzeigen mit besonders schwierigem Tatz hundert Prozent Aufschlag. Für di« Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnahmedaten und Plähe kann eine Lewähr nicht übernommen werden. — Druckerei: Schlacht- hosstraße 20/30. Geschäftsstelle: NSlnische Straße 5. relephon Nummer 051 und 952.
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die Redaktion eine Verantwortung oder Lewähr in keinem Falle übernehme». Rückzabluna der SezugSgeldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger «teferung ausgeschlossen.
Die berliner Finanzbemtungen.
mit den Spitzcnorganisntionen bereit erklären. — Im deutschen Opernhause wurde gestern abend die Vorstellung kur» vor dem beabsichtigten Beginn abgesagt, weil das Orchester seine Mitwirkung an der Vorstellung wegen nicht ersüll- ter Gchaltssordrrung verweigerte.
sailler Vertrag liegt, besteht nur auf deutscher, vielleicht auch auf neutraler Seite. Hätten auch die Alliierten diese Erkenntnis, so würden sie es bestreiten bis zum Aeußersten, so wie sie es bisher getan haben, und Deutschland Selbstver- schulden vorwerfen. Solange das Versailler Diktat erfüllt werden muß, ist die Gesundung unmö g lich. Alle Mttelchen, die Lage bessern zu wollen und doch di« „Medergut- machung" zu erfüllen, ist Kurpfuscherei. Am allernotwendigsten ist hierbei ein Arzt, der zuerst die ReparationSkommisston von ihrem Wahnsinn heilt! K. F. D.
Der Devlsenhandel.
3m Kampfe gegen bit Spekulation.
sPrivat-Telegrannn.)
Berlin, 28. Oktober.
Unbegründete Furcht?
«ein Beweis ftt* die AttentatSpttkn«. (Pttvat-Telegrarnm.)
Berlin, 28. Oktober.
In der vergangenen Rächt sind von der Poli- zei im ReichSkanzlerpalaiS und seiner näheren Umgebung umfangreiche SicherheitSmatz. nahm en getroffen, «eil der Polizei Mitteilungen zuginge» über einen neuen A11 en t a t S- plan gegen den Reichskanzler, die sich in der Eile ans ihre Richtigkeit hin nicht prüfe» »eßen. Inzwischen hat sich herauSgcstellt, daß der Brief an die Polizei von einer übereifrige» Dame geschrieben war, die nähere Mitteilungen zu machen nicht imstande war. — Auch die Untersuchung über dir Bttentatsabsichten gegen den Reichskanzler, über die am vorigen Freitag im Reichstage Präsident Loeb« *nb der Reichskanzler Dr. Wirth die bekannten Mitteilungen machten, ha- ben noch kein weiteres Material gczei- tigt. ES ist lediglich festgestellt, daß die Polizei in Hagen in der vergangnen Woche einen Mann in angetrunkenem Zustande aus der Straße auf. gegriffen hat. der bei seiner Vernehmung angab, daß « für das Attentat auf den Reichskanzler gewonnen sei, das sich in derselben Form wie der Rathenau-Mord abspielea sollte. Das Stadt- kommiffariat für öffentliche Ordnung hat daraufhin die soforttgc Uebersührung des Verhafteten im Auto nach Berlin angeordnet. Er hat aber bisher n^err Angaben über een Plan oder die Persönlichkeit, die ihn für das Unternehmen ge- Wonnen hätte, nicht machen können.
mern statt. Die Zeit und Arbeit, die heutzutage an die fortwährende Ausrechnung der GehAter, Löhne und hauptsächlich der Steuern verwendet werden muß, grenzt schon an Verschwendung. Aber so lange der Wert der Mark schwankt, läßt sich dagegen nichts tun. Wir müssen das not- wendige Uebel wie so viele andere Uebelstände mit in Kauf nehmen. Man spürt ein gelindes Granen, wenn man die Teuerungszif- ern, die für Kassel oder auch für das Reich festgestellt worden sind, überblickt. Die Sprünge von etwa siebentausend im August auf zehntausend im September und gar auf a-cht- zehntausend im Oktober sind äußerst bedenklich. Im Oktober konnte man ein« Aufwättsbe- wequng der Preise von Woche zu Woche beobachten. Dabei weiß man, daß lsiese bedrohliche Entwicklung noch weiter geht. Wohin soll das führen?
In Berlin wird jetzt eifrig beraten über die Versuche zur Stabilisierung der Mark. Viele gescheite Köpf« sind am Werke, einen Ausweg aus der deutschen Finanznot zu finden. Man wird trotz allen Ernstes an das Sprickwott erinnert, daß viele Köche den Brei verderben. Da berät der Reichskanzler mit den ersten Männern der deutschen Industrie- und Handelswelt, dann mit den Parteiführern, dann mit ausländischen Finanzsachverständigen, und schließlich kommt bi« alliierte Reparationskommission nach Berlin, um He Lage an Ort und Stelle zu studieren. Was wird dabei herauskommen? Wird jeder Doktor sein besonderes Rezept an dem kranken VoMkörper ausprobieren wollen oder werden sie alle die gleiche Heil- mechode anwenden? Die zweitgenannte An- nahm« wird wahrscheinlich nicht zutteffen. Einer Dieinung werden sie Nichtsein unb niemals werden, denn st« stellen ganz verschiedene Krankheitsursachen fest. Dir Erkenntnis der einzig wahre» Ursache, daß dzr Krankheitsksim im Ler-
Berlin, 28. Oktober.
3m Lehrervereiushause tagte gestern der Ausfluß des Deutschen Bearntrnbun- des. In einer Entschließung wendet sich der Bundesvorstand gegen, das Verhalten des ReichsfinanzminifkerS gegenüber den Vertretern der Spitzenorganisationen und erwartet, bckß ReichSregierung unp Finanzministerium sich zu sofortigen Verhandlungen
Drückende Kohlennot.
AuSlaudskohle muß ausgeschattet werde».
(Pttvat-Telegrmmn.)
Berlin, 28. November.
I« der Besprechung der Parteiführer über die Wirtschaftslage machte der Groftjnsustriclle Abg. Klöckner bemerkenswerte Ausführungen über die Lösung der Kohlenfrage. Er führte unter anderem aus, daß die Mehrsörderung unbedingt so weit gehen müsse, daß wir die Einfuhr von englischen Kohlen einstel- len und die bedeutendsten Betriebe, zum Beispiel die Eisenbahn, ausschließlich mit deut- scher Kohle versorgen können. Wenn die Erzeugung aller Produtte, die wir im Inland haben, so stark gesteigert werden könnte, daß die Einfuhr nicht mehr nötig sei, so würde die De. visennot in erheblichem Matze beseitigt werden. Klöckner wandte sich auch gegen die Einführung von Goldfcheinen weil dadurch erst recht die Papiermark entwertet würde. — Der neue Preis für die westfälische Zechenfördcr- kohle ist um 2600 Mark einschließlich Steuer e r - höht worden. Der alte Preis betrug 5050 Ml. Vie Tonne einschließlich Steuer.
beträgt. Papier ist Holz. Die Holzpreise aber gehorchen der wachsenden Entwertung der Pa- stermark. Und sie tun es umsomehr, als eine Einfuhr von Holz aus den untervalutarischen Laudern, insbesondere Rußland, noch nicht ermöglicht wurde und uns daS Diktat von Der- ailleS zwingt, ttotz eigener Holzknappheit we- lentlicke Mengen a's Reparation an die Entente zu liefern. Damit aber rühren wir an das Grundübel, demgegenüber alle behördlichen Maßregeln versaaen müssen, an das Diktat von Versailles und die durch die Reparatton bedingte WirtschstSschranke. Und hier liegt auch dl^ politisch« Aufgabe deS Reiches, nach dem neuen Grundsatz des Reichskanzlers, erst Brot, dann Reparationen, die wichtigsten kulturellen Bedürfnisse deS deutschen Volkes zu schützen. Bei einer weiteren hemmungslos sprunghaften Markentwertung wird die deutschePres- e rettungslos zu Grunde gehen. An ihr wird auch di« dringend notwendige Festlegung >es Papierpreises für. eine angemessene Zeit scheitern. Verlangt aber mutz in erster Linie werden, daß daS Reich ttotz seiner finanzielle»' Rotlage gegenüber der Presse die Bahn der bisherigen ebenso unproduktiven, wie unsoziale» Gebühren- und Tari fpolitik ablaßt und «ich auf eine Anzeig enst euer verzichtet. die ein Gewerbe, daS ohne Gewinn zu arbeiten gezwungen ist, nicht mehr ertragen kann. Die Selbsthilfe, die Preise entsprechend den ivirkli- chen Unkosten zu steigern und auf ben Leser ab- zuwalzen. kann sich die deutsche Presse als hfU tvrelles Unternehmen nicht leisten. Jeder Deutsche aber sollte es sich überlegen, vb er auf seine Zeitung, in der er eine im heutigen politischen System notwendig« Stimme zur Wahrung seiner Rechte besitzt, verzichten kann, und ihr bis zur Grenz« drs Möglichen die Treue - alten!
Die Not der Vreffe.
LebermLßig steigende Unkosten.
Di» nachstehende» waSführnngen teigen in anschaulicher Weis«, toi« die Preise mit den H »ermäßigen Lasten, die ihr aenerding« aufgebürdet worden find, »n kämpfen hat Die schleichende Krankheit der wirtschaftliche« Auszehrung, der die deutsche Presse in ihrer Gesamtheit verfallen ist, bedeutet nur eine Teilerscheinung für die allgemeine kulturwittschastliche Zerrüttung der deutschen Volksgemeinschaft. Aber dieses Symptom zeigt Wohl am radikalsten, 'Wie morsch und brüchig die Grundlagen unseres kulturellen Lebens geworden sind. Die Zeitung als Bildungsmittel, al- die natürlich« und populäre Vermittlerin politische» und allgemeinen Wissens muß notwendig ihre rein wirtschaftliche Rentabilität verlieren, seit ihr eigentlicher Träger, der geistige Mittelstand, auf das nackte Existenzminimum gefotzt ist. Mr stehen bereits vor der erschüttern-, den Tatsache, daß sich in DeutWiand die kulturellen Werte nicht mehr bezahlen. Und wenn wir erst dahin gekommen sind, wirtschaftlich« Rentabilität und Existenzberechtigung unter dem Zwang brutaler materieller Not ohne Weiteres gleichsetzen zu müssen, ist es mit der kulturellen Entwicklung überhaupt am Ende. Diese»
bedrohlichen Gang der Ereignisse .
Die Rrparattons-Fvrvenivgen.
____Berlin, 28. Oktober. (Privattelegramm.) Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, find Vie amtlichen Stellen darnit beschäftigt, eine Ant- wottnote auf die Forderungen der Repa. rationSkommissio» i« der Kohlenfrage anzufertigen, bie auf die außerordentlich schädlichen Folgen dieser verschärften Forderungen Hinweisen wird. Ueber die grundsätzliche Gtrl- lungnahme der Regierung wie darüber, wie sie der ReparaiionAvmmifsion neue BorschläM un- terdreitm wird, verlautet noch nichts Näheres.
Vor Entscheidungen.
Teuerung, Löhne, Finanzfragen.
Es ist ein Verhängnis, daß Deutschland infolge der ftemdcn Knebelung und Peinigung nie zur Ruhe kommen kann und daß durch diese dauernde Störung jede Aufbauarbeit vereitelt wird. Wir haben genug zu tun, um das weite Fxld wirtschaftlicher Entwicklung von Unkraut zu säubern. Wie soll dabei ein fruchtbringendes Ergebnis erreicht werden? Und dennoch dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, denn einmal muß unsere Saat, wenn sie gut ist, doch aufgehen zum Dosten des deutschen Volles. Gegen- wattig stehen wieder große Dinge auf der Tagesordnung. Die fottschreiiende Teuerung nimmt das Denken fast jedes Einzelnen in hohem Maße in Anspruch. Es ist schon geradezu niederdrückend, wie tief die Fragen des täglichen Lebens, die Sorge um Ernährung, Kleidung und Wohnung, in unser Denken und Tiru einschneiden. Es ist beschämend, wenn man beim Einkauf von Lebensmitteln stundenlang anstehen muß. nm Zucker oder Kartoffeln zu erhalten, oder wenn man von Geschäft zu Geschäft rennt, um irgendwo noch eine Ware zum „alten Preis' bekam, men zu können. Leider könnte man diesen Wettlauf mit den Preisen alle Tage veranstalten, denn ste ändern sich in manchen Attikelu von heute auf morgen. Liest man bie Berichte int Haudelsteil der Zeitungen, so nimmt man mit Schrecken wahr, daß die Preise für diese oder jene Warengattung vom nächsten Ersten oder Fünfzehnten ab wieder erhöht werden müs- fen, weil bie Geldentwertung nicht still steht und die Produktionskosten Verteuert sind. Und zwar halten sich die Preissteigerungen gar nicht mehr bei zehn oder zwanzig Prozent auf, sondern sie machen gleich Sprünge um fünfzig oder hnndett Prozent.
Die Wirkung dieser Steigerungen kommt immer am deutlichsten und schnellsten in den Lohn- und GehaltSforderungen zum । Ausdruck. Konnte man htt vorigen Jahre noch ; Tarife für vierteljährige Do-er abschließen, so । muß in diesem Jahre in je * n Monat verbau- 1 beit werden und neuerdings genügt auch das nicht mehr, wie auS dem Beamten-Gehaltstarif ersichtlich ist, der schon eine halbmonatliche Er- ' Höhung festsetzt und, wenn die bisherig« Gewohnheit beibehalten wird, noch Nachzahlungen gewähtt. Jnrmer wiederkehrende Derhandlun- gen finden auch In Industrie, Handel und Ge- werbe zwischen Arbeitgebern und Arbettneh-
wird das vom Reichstag mit seltener Einmütige kett verabschiedete Gesetz „über Maßnahme« gegen die wirtschaftliche Rotlage der treffe* nicht aufhalten können. ES kommt wie immer M spat und vor allem doktert eS mit untauglichen Mitteln an einer Krankheit herum, deren Grunde tiefer liegen und letzten Endes politischer Natur sind. Welche Möglichkeiten bietet dieses Gesetz? ES will durch eine Abgabe fuhr sowohl wie die im Inlands nett Holzverkäufe neue Hilfsmittel fd den PapierpreiS zu verbilligen. Wer ganz abgesehen von den Verrechnung-, und Mickvsrgü- tungS-Schwiettgkelten, zu bete» MwicSung ein neuer kostspieliger bürokratischer Apparat erfor- derlich ist, welchen Einfluß wird bet Gewinn aus dieser Abgabe auf den PapierpreiS besten Falls, haben? Geheimrat Pfundner berechnet die Ber- billigung auf Zwei «S vier Mark daS Kilo Papier. Und dübel mutz berücksichtigt werden, daß der PapierpreiS bei Inkrafttreten der Schutzgesetzes etwa 20 Mark für das Kilo ausmachte. Am 1. September aber schon 70 Mk, tut Oktober rund 100 Mark betrug und vom i. November ab
150 bis 160 Mark für daS Kilo
Die Fahrpreise der Reichsbahn werden am 1 November S^anntlich verdoppelt, indem He jetzigen Fahrkatten dann zmn doppelte» ^abrpreis verkauft werden. Dies wird sich am 1. Dezember wiederholen, so daß dir Karten dann bas Vierfache kosten. Nach den jetzigen Aussichten für unsere Währung könnte man an»
Beratung Ser Vorschläge.
Berlin, 28. Ottobsr. (Pttvattelegramm-st Dis in der Sitzung der Pattslführer mit der ReichSregierung am Donnerstag eingesetzte tt «. terkommissio», die die sozialdem». kratischen Vorschläge zur Stabilisier»«« der Marr beraten soll, ist »uf den heuttgrn Sonn, abend cinberufen worden. Die von der sozial» demokratischen Reichstagsfraktion eingesetzte Berhandlungskommisston hat den FraktionSvor. tand auf Montag einberufen. DaS geschah mit Rücksicht auf He jetzige Landtagswahlbewegung.
Wie von maßgebender Seite verstchett wird, haben die Parteien der Arbeitsgemeinschaft gegen die vorliegende Devisenordnung grundsätzlich und sachlich Widerspruch erhoben, um die mit Spekulation nicht zusammenhängenden Geschäfte der Industrie und des Han. dels, besonders soweit sie He LebenSmit» telzufuhr und Rohstoffbeschaffung besorgen, zu u n t e r ft ü tz e n. Die reine Speku- lation aber soll getroffen werden, deshalb hat bie Arbeitsgemeinschaft sowohl Vorschläge zur Abänderung der jetzigen Vorschriften, alS auch sür den Erlaß eines Devisengesetzes unterbreitet. Tie Vorschläge der Arbeitsgemeinschaft find in der neuen Aenderung der Devisenordnung zum Teil berücksichtigt worden. Gegen andere Scfiim mungen bleiben die Bedenken bestehen. Jedenfalls hat eine grundsätzliche Zustimmung zur Devisenordnung nicht ftattgefunden.
Die neuen Sisenbatzn-Fsheyeetfe.
Jeden Monat Erhöhung.
Lim den Nahen Osten.
Die große Orientkonferenz in Lausanne.
(Eigene Drahtmeldung.)
Patts, 28. Oktober.
Die Vettreter der Regierungen von England, Frankreich und Italien fclien eine Unterredung mit dem schweizerischen Bun- dcSrat, in ber sie den Wunsch ihrer Regierungen zum Ausdruck brachten, bie Orient- Friedenskonferenz in Lausanne abzuhalteu. Drr Bundesrat erklärte stch damit ttnverstanven. Die Konscrenz soll am 13. November beginnen. Aus London wird gemeldet: Der Vottchlag Lord Curzons an Poftr- cars, die Bereinigten Staaten zur Ori- enikonferenz einzulnden, ist genehmigt worden. Es wurde eine entsprechende Rote nach Washington gerichtet. He bereits unterwegs iss
Bemühungen um bie Mark.
StabilifieruugS.Vsrfuche.
lPttvat-Telearamm.)
Berlin, 28. Oktober.
In der gestrigen Besprechung der Mittrlpar- feien mit der Reichsregicnmg hat der Vertreter der Demokraten bie Auffassung seiner Partei unter anderem dahin bekannt gegeben: Man kann sich auf eine Stabilisierung der Mark nicht beschränken, weil die Passivität der Ha», delsbilanz durch He Reparationsleistungen alöbald He Mark wieder erschüttern müßte, wenn in dieser Frage nicht gleichzeitig ein Watt, bei erfolgt. Die Opferung eines Teils des Gold- wcttfchatzes der Reichsbank für die Stabi». fierung der Mark kann nur dann in Frage kom- men, wenn ein dauernder Erfolg gesichert ist. DaS ist aber n«r möglich, wenn gleichzeitig an die außen- und wirtschaftspolitischen Frage,, »erangegangen wird. Sache der Regierung ei eS, jetzt zur Vorbereitung eines etwaigen Borge-enS ein Programm zu entwickeln. Man werde dann zu einer Berftändignug ber Parteien auf Grund eines solchen positi- ven Programms kommen müsse«.
Wettere Beratungen.
_ Berlin, 28. Oktober. (Privattelegramm.) Das Berliner Tageblatt behauptet, daß bie Besprechungen mit der Arbeitsgemeinschaft gestern nur organisatorische Fragen, vor allem He ge- mnnfame Arbeit der drei Patteien, behandelt haben. Heute mittag findet eine gemeinsame Beratung der Koalittonspatteien und ber Deutschen PolkSpartsi mit dem RcichSwittschaftSministrr über He allgemeine Wirtschaftslage statt. .
Streit um bie Besoldung.
Die neuen Forderungen.
(Pttvat-Telegrarmn.)