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Trauerseler für die Essener Opfer

im Gefängnis von Zweibrücken,

Täglich neue Gewalttaten

ParrS, S. April. (Eigene Drahtmeldung.) Pomcars hat den belgischen Ministerpräsidenten und den belgilschrn Außenminister gebeten, sich sobald wie möglich nach Paris zu begeben, um die jüngst in Paris und Brüssel gepflogenen Be­ratungen um die Ruhrfrage und das Re- parationS-Problem fortzusetzcn. Man!

Die Vertreibung der Eisenbahner.

«iatnt Drahtmeldung.)

Düsseldorf, S. April.

Aus Trier wird berichtet: Am Sonntag früh drangen französische Spahis in die Eisen- bahnerkolonie Eiren im Westen der Stadt ein und forderten die Bewohner auf, ihre Woh­nungen innerhalb zehn Minuten zu räu­men. Als diese sich weigerten, gingen die Spahis mit unerhörter Gewalttätigkeit vor. Sir schleppten die Leute aus den Häusern, warfen die Möbelstücke aus den Fen­iern und verübten ungeheuerliche Greuel, taten. Bon der Ausweisung wurden hun­dertsechs Familien betroffen. Im Ruhrgebiet haben am Sonntaa morgen die Franzosen die Bahnhöfe Herne, Castrop und Linde, sowie den westlichen Teil des Bahnhofs Wanne besetzt, sodaß der Personen­verkehr von Dortmund nur noch bis Rauxel ge­leitet wird, zum Wcstbahnhof bis Langendreer.

Am Dienstag Lraueefeiee.

GlockenlSutrn im ganzen Reich.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 9. April.

In der Morgenstunde, in der am Dienstag die Arbeiter und Angestellten, die in Essen fron* zösischrn Geschossen zum Opfer fielen, zur lebten Ruhe bestattet werden, findet im Reichstag eine Trauer feier statt, bei der in Anwesenheit des Reichspräsidenten der Reichskan^er die Gedenkrede halten wird.- An der Feier werden Vertreter sämtlicher Gewerkschaften und Beam- tenvcrbände, Vertreter der Länder, der Kirchen, der Parlamente und der Behörden trilnehnren. Die Feier beginnt pünktlich vormittags 10 Nhr. Aus Anlaß der Beisetzung werden am Dien?taa zum Zeichen der Trauer im ganzen Reich die Glocken läuten. Die Beerdigung fin­det in Essen vormitags neun Uhr statt. Am Dienstag wird in Essen zum Zeichen der Trauer die Arbeit eingestellt. Sämtliche Geschäfte und Vergnügungsstätten bleiben erschlossen. Die Wirtschaften werden ihre Betriebe ere abends um acht Uhr wieder öffnen.

Holzdiebstahi.

Karlsruhe, 9. AjM. (Privattelegramm.) Am Sonnabend erschienen französische Beauf­tragte bei der Kafendirettion in Karlsruhe und bei dem deutschen Delegierten der internationa­len Schjfiahrtskommisston in Mannheim und erklärten, daß sämtliche Hokzbestände in den Häfen in Karlsruhe und Mannheim be- chlagnahmt seien. Sie unterbreiteten den Entwurf eines Protokolls über die Eröffnung der Beschlagnahme. Die deuffchen Beamten lehn­ten die Unterzeichnung des Protokolls ab.

von 1913 15,7 vom Hundert, an Weizen und Roggen 18 vom Hundert und 18 vom Hundert an Kartoffeln verloren. Was letzteres allein in einem Sflntie heißt. das schon vor dem Kriege für die Ernährung seiner Bevölkerung reich" Ein­fuhren machen mubte. das wird man erst dapn richtig einschätzen können, wenn man chedenft. wie sehr gerade durch die Einfuhr von solchm wichtigen Ernäbrunasproduktcn bi" deutsche Markvaluta weiter sinkt und die deutsche Armut automattsch dadurch größer wird. Einen wich­tigen Fattor bildet noch der V e r l u st unserer Handelsflotte, die einst hinter der von Großbritannien und den Vereinigten S'aaten gleich an dritter Stelle kam und nun cm die siebente Stelle getreten ist. Auch das wiederum wirft gerade bei der Notwendigkeit her Einfuhr von Rohstoffen und überseeischen Ernährungs- vrodukten weiter hemmend auf den deutschen Wiederaufbau und drückend auf die Markval'tta.

Bei der durch all diese Momente heraufbe­schworenen verminderten Arbeitskraftbasis. die gerade in einem industriell eingerichteten Lande, zu dem Deutschland im Stvtfe des letzten halben HSahrhunderts geworden ist, von tiefgreifender Bedeutung ist. svielen naturgemäß diese Ver­luste an Robstoff-Quellen und Arbeitskräften eine noch größere Rolle, wie in einem reinen Agorar-Staate. Mit Versiegen der Arbeitskraft und der ArbeitSguellen versiegt natttrgemäß auch ihr Vroduft, nämlich Verdienst, und damit dos VolkSvermöoen. Run ba* b-r Vertrag von Versailles dem deutschen Volke bis Ende 1922 an Sach- und Barleistungen über fünfzig Milliarden Goldmark entnommen, und da diese durch das Darniederlieaen der ge­samten deutschen Volkswirtschaft nicht neu ae- schakfen werden konnten, da? ohnehin geschwäch­te Volksvermöaen um diese Summe weiter her- abqemindert Dazu kommt dann neben anderem noch die kolossale steuerliche Belastung des deutschen VolkeS. Wie wir schon wiederholt bet Auftgssiina entgegentraten, als ob da? deut­sche Volk im Vergleich ru anderen Ländern zu wenig Steuern zahle. Men neraifit bei unseren früheren Gegnern namentlich, Einkommen des einzelnen Deuffchen und Stenerabgabe >n Gold­mark i'M,»rechnen sonst würde man ebne wei­teres fhtben, daß sich diese in deinem D"rhältniz zueinander befinden und daß die Der ar« m u n q des Volkes trotz Erhöhung der Gehälter , ständ^a ittnhmn4.

Abgesehen davon, daß in Deutschland di« r^teuerabaobe geaenüder dem Frieden durch di­rekte und indirefte Steuern um ein viel-ebn-

!das man das Bürgermeistergefängnis' nennen könnte, denn hierher hat man die meisten der ver­hafteten rheinischen Bürgermeister transportiert. Unter anderen befinden sich in dieser Strafanstalt der sechsnndfttnfzi gjtthrige kranke Oberbürger­meister von Oberhausen, Dr. H a v e n st e i n, ebenso der Bürgermeister Dr. Brinkmann aus Oberhausen, ferner der Oberbürgermeister Dr. Herrmann aus Wetter an der Ruhr, der Oberbürgermeister Dr. Baur aus Bottrop und der Oberposidirettor Mentzel aus Düsseldorf. Bis jetzt war es den Vertretern des Roten Kreuzes nicht möglich, sich zu den Ge­fangenen Zutritt zu verschaffen, Die Angaben seines Gewährsmannes, der vor einigen Tagen das Gefängnis in Zweibrücken besichtigt hat, I werfen auf das Strafsystem der Franzosen und Belgier ein grelles Licht. Im ganzen befinden sich in dem Gefängnis einundvierzig Ge­fangene. Die Männer, die früher die höchsten kommunalen Aemter bekleidet haben, sind in Einzelhaft »nd kümmerlichen Zellen unter­gebracht, in die kaum das Tageslicht dringt. Sie dürfen weder frische Luft schöpfen, noch erhalten sie Lektüre. Die Verpflegung ist m a n g e l h a f t.

Die Gefangenen müssen hungern.

Bergmannsglück ins Stocken gekommen. Die untergebracht sind. Man befürchtet, daß die Schü- ~ - ler v op den Schwarzen mißhandelt

lieber die Mißhandlungen des

Geldstrafe fflr Essen k

Essen, 9 April. (Privattelegramm.) Für die Ermordung des französischen Soldaten Schmidt, der am 18. März in einem Keller des Hauptbahnhofs erschossen wurde, ist der Stadt Essen, ohne daß die Mordtat überhaupt aufge­klärt ist, eine binnen zehn Tagen zahlbare Geld­buße von hundertfünf Millionen Mark anstrlegt worden. Für die Zahlung w^den haft­bar gemacht: Beigeordneter Bode. Beigeordneter Küppers unb Beigeordneter Dr. Hüttner.

Franzosen erklären, daß sie für die nächsten Tage -V".

tn-H,,. .. Iworden sind. ueuti oie untnronnwnaen oe

®1*5** Verstärkungen erwarten «nd Arbeiters Heinrich Schilinski im Duis, daß bereits eine Schule in der Nähe der Zeche bürg er belgischen Haftlokal gab der Mißban für deren Ausnahme bereit sehalten werde.

Mld herauszugeben, sind undurchführbar Fede rrsondere Kennttiilniiachung von Geldschemen oder Geldsorten entwertet die ganze Geldsorte. Es ist auch technisch unmöglich, bei der Ueber- lostnng der Notenpreffe noch mehr Spezialitäten in Geldsorten herauszugeben. Von den nichtge­lungenen Transporten sprickst man besonders dann, Wenn sie trotz öffentlicher Zusicherung ihrer Unangrclfbarkeit durch die Franzosen dennoch von ihnenbeschlagnahmt" worden sind. Von den Transporten aber, die ihr Ziel un gehinderterreichen und von den'man­nigfachen Wegen, auf denen das geschieht, spricht !»°« ttugerweise ebensowenig, wie es untunlich rst, das Verhältnis der geraubten zu den geglück­ten Transporten bekannt zu geben. Die Franzo­sen erteilen übrigens über die geraubten amt­lichen Gelder Quittungen. Sie machen sich mitj ihnen bezahlt für die Besatzungskosten. Bei! der Unbegrenztheit der französischen Besatzimgs- i-auer muß man sich auf immer neue Raube - ««"L gefaßt machen. Nach derDeutschen Allg. 3tg.' betragt die Gesamtsumme der bisher von den Franzosen geraubten Gelder sieben­undzwanzig Milliarden Mark.

Sn der Folterkammer

Deutsche unter französischer Misshandlung.

3* unbesetzten Deutschland gibt *« leider Manie« noch GleichgLlti,», di» die franzbsiscv« nicht erkennen. Sie werden an­derer Meinung werden, wenn ge die nach­stehenden wahrheitsgetreuen Berichte lesen. Aus Zweibrücken wird berichtet: Eines der erschütterndsten Kapitel der französisch-belgi. scheu Repreffalienpolitik ist die Einkerke­rung pflichtgetreuer deutscher Beamter. Diese wird mit einer schonungslosen Brutalität durchgeführt, die den elementarsten Humanitäts- begriffen Hohn spricht. Vielfach werden weder die Angehörigen der Verhafteten, noch die »deutschen Behörden verständigt, wohin die Un- I glücklichen abtransportiert worden sind. Wochen­lang erhalten die Angehörigen keinerlei Nachricht von den Gefangenen. Die Verhaftungen gehen heute in die Tausende. Die meisten Gefäng­nisse sind überfüllt. Nach einer neuen Be­stimmung werden Gefangene, die von den Besat- zungsbchörden zu mehr als drei Jahren Gesänge nis verurteilt worden sind, nach Frankreich übergeführt. Zwar ist jetzt in einzelnen Ge­fängnissen, wie zum Beispiel im Zuchthause Wer­den bei Essen, wohin man die Direktoren des IEssener Krupp-Werkes gebracht hat, die harte und unmenschliche Behandlung gemildert worden, aber es gibt immer noch Strafanstalten, in denen die Männer, die ihrem Vaterland die Treue ge­wahrt haben, wie die gemeinsten Ver­brecher behandelt werden. Es liegt ein gewis­ses System in dieser grausamen Behandlung dirrch die Befatzungsbehörde, die glaubt, die Be­amtenschaft durch diesen Terror einschüchtern zu können. Ganz besonders ftaß sind die Zustände

immer mehr und mehr zunehmenden Verarmung des gesamten deutschen Volkes geben aber vor allem auch die Zahlen über die Lebenshaltung, wonach sich eine bedeutende Verminderung des Fleischverbrauchs und des Brot- getreldeverbrauchS ergibt, ganz abge­sehen,von den einst als Volksernährungsmittel jetzt nur noch als Luxusartikel dienenden Ein- fuhrernährungsmitteln, wie Kakao, Kaffee, Tee und Wein usw. Wenn, wie die Denkschrift aus. fuhrt, die Einlagen bei den Sparkassen zwischen 1913 und 1920 um daS Doppelte gestiegen sind, so muß dem gegenüber gehalten werden, daß die Kaufkraft der Mark demgegenüber erheblich ge­sunken ist, daß infolgedessen der wahre Wert der Ersparnisse, die in den Sparkassen nieder­gelegt werden, bedeutend geringer ist als in der Vorkriegszeit. j. b

beite, der, als er endlich zu einem Arzt geführt werden sollte, entfliehen konnte, Folgendes zu x Weitere Besetzung von Sechen. I Protokoll: ^Die Belgier fielen mit Stöcken und sonstigen Gegenständen, Stahlhelmen usw. über (Prwattelegramm.) Am mich her und schlugen mich besinnungslos, Zeche W al-dann traktierten sie mich mit Fußtritten, und bisher noch mäst wieder ge- bis ich in einer Ecke lieaen blieb. Man holte räumt worden. Am Sotmtag morgen wurden die einen Eimer Wasser und schüttete ihn über mich, Zechen ^chwerm und Erien in Kaftorp besetzt, so daß ich wieder meine Besinnung erlangte.

WMrl* dcis Maschinen- Man griff mich bei den Haaren und chleppte mich ,,h «. im einen Nebenraum, wo eine Wasserleitung mit

DiesranröflschenRaubereien

Erklärung der Reichsbcnk.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 9. April.

facbeS aesteiaert worden ist, stehen wir gegenüber cm Auslände in der steuerlichen Belastung an g, i?r Svitze. Einen deutlichen Beweis von der ich

Armes Deutschland.

Der wirtschaftliche Rückgang.

Im richtigen Augenblick, wo imDaily Tele­graph" der sogenannte neue Reparationsplan Loucheurs auftaucht, wo zwischen Loucheur, eng­lischen Staatsmännern .Politikern und Finanz­männern eifrige Verhandlungen über eine für Frankreich möglichst günstige Lösung des Repa­rationsproblems stattfinden, wird von deutscher Seite eine. Schrift verbreitet, die ein grelles Schlaglicht auf die Verarmung der deutschen Wirtschaft wirft.Deutschlands Wirtschaftslage unter den Nachwirkungen des Weltkrieges", so lautet die Reine Denkschrift, die unter Verwen­dung von amtlichem Material im Statistischen Reichsamt in Berlin im März 1923 zusammen­gestellt ist, und die so manche bittere Wahrheit über den wirflichen wirtschaftlichen Zustand in Deutschland der Oeffentlichkcit unterbreitet. Vor dem Kriege war Deutschland allerdings ein rei­ches Land, eines der größten Käufer und Ver­käufer auf dem Weltmärkte. Heute ist es aber ein Land, das sich von der Erschöpfung nach einem vierjährigen Kriege noch nicht erholt hat. das noch durch die Staatsumwälzung mit an ihren wirtschaftlichen Störungen weitere Ein­bußen erlitten hat und zudem dann noch durch den Friedensvertrag von Versailles an jedem noch so kleinen Wiederaufleben gehindert wird. Gerade die für das deutsche Volks vermög en so wichtige Wirtschaft hat enorme Verlustposten aufzuweisen. An B o d e n f l ä ch e hat Deutsch­land 7,05 Milliarden Hektar, das sind 13 vom Hundett, verloren und es sind dies gerade Ge­biete, die wirtschaftlich zu den erträglichsten ge­hörten. Wir brauchen da nur hinzuweisen auf den an Polen abgetretenen Teil von Oberschle­sien. auf Pofen, auf das Saargebiet und die reitf»en Waldungen im Nordwesten usw.

An Bevölkerung hat es zehn Prozent verloren. Im Zusammenhänge mit diesen Ver­lusten und mit den ganzen Kriegsiolgen steht dann eng die v e r m i n d e r t e P r o d u k t i o n, die in dem einst kohlenreichen Deutschland 259, ! in Eisenerzen 74.5, in Zinkerzen, worin Deutsch, , land mit_an führender Stelle stand. 68,3 Pro­zent beträgt. An wichttgen Ernährungs- stoffen ging unS gegenüber der Produktion

Wieder ein Opfer.

~ Dortmund, 9. April. (Privattelegramm.) um hiesigen städtischen Krankenhaus starb der Kaufmann Ferdinand Heinze an den Folgen von Stichwunden, die er von franzö­sischen Soldaten erhielt. Der Verstorbene hinterläßt eine Frau u- fünf unmündige Kinder.

Am das Shifcra&enteuer.

«nglisch.franzSNsche Gegensätze.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 9. April.

WaS Loucheur bei feinem Londoner Aufent­halt erreicht hat, geht ans einer Mitteilung des diplomatischen Mitarbeiters eines englischen! Blattes hervor. ES heißt darin: Herr Loucheur ist von London nach Paris zurückgekehrt, nachdem er hierzulande mit beamteten und autzeramtlichen führenden politischen Persönlichkeiten während einer Woche aufschlußreiche Unterhandlungen ge­führt hat. Die wichtigste Unterhandlung war bei Bonar Law und diese gestaltete sich deshalb be­sonders aufschlußreich, weit Loucheur nun zwei-! fillos weiß, daß auch er notfj einen tannen Weg zurücklegen muß, bevor er sich dem eng­lischen Standpunkt in der Ruhrfrage genähert hat. Die englische Regierung könne einer Zerstückelung des Deuffchen Reiches weder geheim und offen, weder unter Zuhilfenahme des Völkerbundes, noch durch Einführung einer in-I ternationaten Verwaltung mit vorherrschend! franzöflsch-belnischer Kontrolle zustimmen.

Weitere Beratungen.

Zu den sranzöfischen CeldrSubereien im Ruhr-

Gebiet erklärt das Reichsbank-Direftorium unter inberem: Alle Vorschläge, ein besonderes Ruhr-IhauS besetzt und die Sirene abgestellt.

Die gesammelten Lebensmittel, die mit Hilfe des Roten Kreuzes der Gefängnisverwal­tung überwiesen wurden, sind den Gefangenen nicht ausgehändigt worden. Unter diesen Umständen sind diese ncttstrlich körperlich und gei­stig voMowmen niedergebrochen. Besonders hart ist das Schicksal des sechsundsünszigiährigen -------- ------ ».«>>,sanken Dr. Havenstein, dem jede ärztliche Be- bringt die Einladung Poincarös mit der Reist! Handlung verfasst bleibt. Außer diesen Gefan- LoucheurS nach' London in Verbindung. I jenen befinden sich in dem Zweibrückener Ge-

----- Ifängnis noch elfdeutsche Schüler von sech- ßtßmnn ftpr r^bn bis neunzehn Jahren, die wegen der Zu-

ölvl Uliy Vtl 'OwryiV"ri". cehörißckett zu einer Vereinigung, die von den ®ee Abtransport von Kols Franzosen verboten war, und wegen Anklebens (Eiaene D.abttnelduna i Jwn Plakaten zu Gefängnisstrafen verurteilt wor-

gj, o iw... «den sind. Einzelne von ihnen schmachten bereits , -vuer, 9. April, seit über fünfzehn Monaten in den Zweibrückener

Di- Zahl der tm stanzöfischcn Dienst auf der Gefängniszellen. Auch sie sind in einzelnen Zel- Kokereihalde der Zeche Bergmannsglück beschöf-untergebracht. Zwei von diesen Schülern tigten französischen Arbeiter b-ttägt 120 bis 150

«8 » *7** 2'°9t" 6obcn bie Franzosentstar, tuberkulös. Ein anderer, ein sechzebn-

918 Tonnen Koks verladen, aber schon der iäbriger, ist epileptisch. Kein Arzt flimmert Abtransport dieser geringen Menge stößt auf M «m den Unalückvchcn. Die Franzosen scheuen große Schwierigketten. Man Hütt immer mehr b «n dl nnge nnichtzurück.Wie

von Star»»«,« in sor Anwohner des Gefängnisses berichteten, horten

von Störungen m der französischen Regie. An- ssx gestern Schreie und Wimmern ans den fchemend deÄ>alb ist auch die Berladetättgkeit auf Zellen, in denen die jugendlichen Gefanaenen

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 82

Fernsprecher 951 und 952

Dienstag, 10. April 1923,

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3nfertton6ptetfe;g)($ln6etmif(6e Stuf trage Die einspaltige Anzeigenzeile 2üO Mar: Rami- liennachrtchten, di- Zeil: 160 Marl die einspaltige Reklame,eile 703 Mark b> Auswärtige Auf. trage: Di- einspaltige Anzeigenzeile A»Marl. die einspaltige R-klam:;eil- 700 Mark, alles rin. schließlich Teuerungszuschlag und Anzeigensteuer. Für Anzeigen mit besonders schwierigem Satz hundert Prozent Aufschlag. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegeorneu An. zeigen, foroie für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Bewähr nicht übernommen werden. Tru..eretz Schlachthofstraße 2W/30. Eefchäfisflellc: Kölnisch: Straße >. Telephon Nr. 951 unv 952

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