»>e Ku>.ewi - iuv..cn ».licl richten erläietneii rooo;entua) le<t)6mal ano great aomot $« Äcornentemtrrtiv < r:r r,t monatltd) 3230 Mark bei freier ZuNellmtz in» Han; in der ÜSefdiflitiuei c at>js!jo:t 3131 Mark monatltd). Auswärts durch die Polt bezogen 33)0 Mark monatlich etnfiü'. ,J,u .ekung. Beftellungen werden >«derzeit entgegengenommen. Druckerei, ticrlan un$ i.eüaltio i. Lchlachthofktradr 28/30, Für unverlangt klnzesandte Beiträge kann die Redaktion eint < crantwortung oder Gewähr in keinem Halle übernehmen. dlückzahlung de» BezugSgetde» ober Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnnngSmätziget Lieferung nuSgeschlolfen.
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M Nemste Nchnchtm
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nummer 84.
Donnerstag, 12. April 1923.
Einzelnummer 13« M?,
Einzelnummer 130 Mk.
13. Jahrgang.
Französische Absichten auf Mkelbeutschlanb?
Geld und preise.
Die Krisenerscheinung im Wirtschaftsleben.
Die Reichsindexziffer für die Lebenshaltungskosten ist nach den Feststellungen deS Statistischen Reichsamtes im März auf 2854, «lso annähernd das Dreitmtsendfache des Friedendstandes gestiegen. Die Steigerung betrug gegenüber dem Monat Februar nur 8 Prozent, wahrend sie vom Januar zum Februar 136 Prozent in die Höhe geschnellt war. Die Tol- laraktion der Reichsregierung, die ja zu einer Art Stabilisierung der Mark geführt hat, übre doch einen nennenswerten Einfluß auf die Preisbewegung aus. Sie setzte freilich svät ein, und es war ein schwerer Fehler, daß man der wilden Dollarhausse bis auf 50 060 Mark nicht vorbeugte, sondern erst nachträglich Eingriff. Diese Preisrevolution hat zu einer sehr bedenklichen Verwirrung auf dem ganzen Wirtschaftsmarkt geführt, und ihre Folgen werden so bald nicht zu überwinden sein. — Das zeigt sich deutlich in den Preisschwankungen, die sich noch immer fortsetzen. Wenn auch infolge her Senkung des Dollars ein Stocken tn der Aufwärtsbewegung eingetreten ist, und eine Reihe von Waren, besonders Konfektionsartikel, Wä« sche und Schubwaren, ferner auch einige Lebensrnittel, im Preise zurückgegangen sind, so haben sich doch andererseits die Preise für Butter, Milch und Eier schon wieder erhöht, und ebenso sind die Kosten für Wohnung, Heizung und Beleuchtung gestiegen.
Die „Markstabilisiernng" hat also das Ziel, das man damit verfolgte, nur zum Teil erreicht, und wenn, wie aus einigen Regie- rungskundgebltngen hervorzugehen schien, mit dem erhofften Preisabbau der Lohnab- bau eingeleitet werden sollt«, so haben die Spitzenverbände der Gewerkschaften dagegen bereits entschieden Einspruch erhoben, und sie können sich auf die noch immer bestehende und sich allem Anschein nach fortsehende kritische Lage auf dem Wirtschastsmarkt berufen, die die Preisbewegung nicht zur Ruhe kommen läßt. Ist aber mit der Markstützungsaktion das Ziel der Senkung der Preise nur in geringem Maße erreicht worden, so hat diese Mtion aus der anderen Seite zu einer schweren Krisis im Waren- handel geführt, die ebenfalls nech nicht überwunden ist. Der Handel batte bisher seine Preiskalkulationsmetboden auf das Sinken der Mark, auf das Steigen deS Dollars eingestellt. Wenn die großen Gewinne, die er dabei machen konnte, auch vielen ein Durckch alten ermöglichten, so gerieten doch die schwächeren Existenzen durch den Dollarrückgang und die baraitf bahrende Zurückhaltung der Käufer, welch« auf eine weitere Senkung der Preise rechneten, in 'eine sehr schwierige Lage, die sich ebenso auf die Industrie und den Großhandel wie auf den Einzelhhandel erstreckt. Die Spekulation der Verbraucher erwies sich teilweise als zutreffend: denn manche Geschäft- s.ahen sich zwecks Beschaffung von Betriebsmitteln vielfach zu wesenklt- ch:n Preisherabsetzungen gezwungen.
Wenn übrigens seitens der Regierung Mahnungen an die Handel'kreise eraingen, im Einklang mit der Dollcrrsrukung den Preisabbau durchzuführen, so konnten diese nicht mit Unrecht erwidern, daß die Regierung mit der Er- Höhung der Post- und Eisenbahntarife eine böses Beispiel gebe und dadurch h gleichzeitig dir Produktionskosten erhöbe. In dieser Erkenntnis ist jetzt ansnechmsweis- auch einmal seitens der Regierung ein Preisabbau verfügt worden, nämlich die am 1. April eingetretei« Ermäßigung der Kohlenstener nm ein Viertel. Diese Maßnahme ist selbOerstöndlich zur Stützung der Mark erfolgt, und sie liegt also auf derselben Linie wie die Dollaranleihe, die allerdings infolge deS reckst wenig befriedigenden Ergebnisses ihren Zweck nur z u m T e i l erreichte, Wenn fk auch immerhin der ReichS- bank weitere Mittel zur Fortsetzung der Stützungsaktion verschaffte. Diese Aktion wird aber — und das darf nicht übersehen werden — umso schwieriger, te mehr daS Defizit der Reickssiuanzve.walt tng anwächst und di« R o- tenflut steigt, je mehr ferner daS Defizit un- seres Warenaußenhandels wächst, der im vergangenen Fabre einen Einfithrvberschuß von 2230 Millionen Goldmark aufwieS. je größer endlich die Schädigung durch di« ; zö,.,che Ruhrsabo- tag: wird. Diese Preisrevolution, das Versagen'
der Kauflraft, das durch die wachsenden Produk- tionökoston bedingt« Nachlassen der Ausfuhr- möglichkeiten und die Milliardenv-rnichtung im Ruhrrevier sind die Ursachen für die krt- senhaften Erscheinungen, die sich über- all tn unserem Wirtschaftsleben bemerkbar machen und deren deutlichstes Kennzeichen das Anschwellen der Arbeitslosenziffer ist, die sich beispielsweise für Berlin auf 90854 stellt. Möglichkeiten für eine Heilung dieser Krisis liegen freilich nicht in der Markstützungsaktion der Regierung, die ja eben durch die Krisis erschwert wird, sondern vor allem darin, ob sich über kurz oder lang ein Ausweg aus dem Ruhrwirrwarr bietet, der nicht nur das Wirtschaftsleben Deutschlands, sondern zugleich das Europas lahmzulegen droht. Dr. «k.
Aus dem Wege der Gewalt.
Soll Kassel besetzt werden?
(Eigene Drahtmeldung.) i
London, 11. April.
Der „Standard" veröffentlicht eine Betrachtung über den Besuch LoucheurS in London, die angeblich aus der Feder einer hohen divlomati- schne Persönlichkeit stammt. Der Artikel kommt zu sehr pessimistischen Schlußfolgerungen. Nachdem die Franzosen einmal den Weg der Gewalt beschritten hätten, sei eS schwer, daß sie damit aufhörtcn. Wetzn sie Deutschland durch die Besetzung des Ruhrgebiets nicht bezwingen können, so dürfte kaum gezweifelt werden, daß die Franzosen anfs Nene zu schärfsten Matzregeln schreiten. Sie bewahren natürlich heute darüber noch Stillschweigen, aber es seien Anzeichen von neuen Plänen bekannt geworden. Diese neue Aktion würde wahrscheinlich nicht in einer systematischen Ausdehntmg der Besetzung bestehen, sondern in Operationen fliegender Kolonnen, die
nach Mitteldeutschland gehen und wichtige Eisenbahnknotenpunkte, wie zum Bcisvtel Kassel, besetzen würden. D-r ganze Eisenbahnverkehr Deutschlands würde dadurch stillgelegt. Diese Militärische Maßnahme sei zwar im französischen Kolke sehr unpopulär, aber sie könne letzt nicht mehr aufgehalten werden. (?) Möglicherweise würde diese Aktion zu einem Kleinkrieg führen, denn Deutschland sei keineswegs so entwaffnet, wie man glaube und die Frouzosen hätten besonders in Bezug auf die deutschen Flugzeuge nickt unbegründete Befürchtungen. Der Artikel weist schließlich auf die durch eine solche Entwicklung der Dinge entstehende Et riegsgefahr in ganz Europa hin.
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Wir möchten darauf Hinweisen, daß diese englische Auffassung den bisherigen Berichten widerspricht, die wissen wollten, daß Loucheur sich bemübe, eine Verständigung berbeizusühren. Es darf bezweifelt werden, daß die Franzosen das Abenteuer so weit treiben werden wie oben augedeutet. Solcke Zersvlitterung ihrer Pläne würde ihnen umso sicherer die Niederlase bereiten.
Ilm dir Rheinlande.
Frankreich strebt doch «ach «ywettienen.
(Eiten« Druhtb-rlcht.)
Pari«, 11. April.
Das „Journal" schreibt an hervorragender Stelle zu dem Aufenthalt Dorten« in Paris: „Wozu soll man die Gelegenheit versäumen, den 1919 im Rheinland begonnenen Fehler wieder autzurnachen." Das Blatt sMießt seinen Artikel mit der Feststellung, das? das Rheinland nicht zwilchen Amboß und Kammer bleiben könne. ES müsse sich an Paris anlehnen, damit cs nicht in Abhängigkeit von Berlin tteibt. Das Rheinland mülle die Rückenwehr der französischen Verteidigung Silben, nicht aber die vorderste Linie der preußischen Revanche. Daran könnten alle Worte von Autonomie, In- tcrnattonalisierung, GaranttevertrSgen und Aufsicht des Völkerbundes nichts ändern. Frankreichs Zukunst am Rhein hänge einzig und allein ab von einer unumwunden stanzösiscken und weiterhin energisch durchgeführten Politik.
£)er Einbruch in Memel.
Fortdauer des Generalstreiks.
(Eigen« Drahtmeldun«.)
Memel, 11. April.
In diesen Tagen sind weitere Abteilungen lit irischer Infanterie and Kava ' e. rie in der Stadt Memel eingetroffen. In ver- schicdcnen Stadtteilen wurde geschossen. Doch find bisher über die Ursache der Schieße- teien Einzelheiten nicht zu erfahren. Ter Generalstreik dauerte auch am DienStag un
verändert an. Einzelne Geschäfte, die am Mor gen ihre Läden öffneten, find wieder geschloffen worden. Die Zahl der Verhafteten, die teilweise nach Kowno geschafft oder aus dem Memeler Gebiet ausgewiesen wurden, ist weiter gestiegen. Während man vereinzelt mit einer Annäherung zwischen dem deutschen und dem litarfischen Standpunkt und somit mit einer baldigen Beilegung deS Generalstreiks rechnet, glaubt man im allgemeinen nicht an eine schnelle Einigung. Wie verlautet, sind Pariser Vorhand lungen über das Memeler Statut abgebrochen.
Blockade, abefkeineTruppen
Das ®rängen na# einer Wendung.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 11. April.
Don französischer anscheinend sehr gut unterrichteter Seite hört man, daß an Deutschland in ganz kurzer Zeit eine Aufforderung gerichtet werden soll, für die Lösung der Reparationsprobleme bestimmte Vorschläge zu ma- tfjttt. ES heißt sogar, daß diese Aufforderung den Charakter eines Ultimatums trage. Ferner wird hinzugefügt, daß, wenn Deutschland dieser Aufforderung nicht nachkommo, mit einer Art Blockade der Häfen von Bremen und Hamburg grdroht würde. Truppensendungen oder unmittelbare militärische Maßnahmen seien anscheinend nicht ins Auge gefaßt, wohl aber fall durch alliierte Kriegsschiffe auf hoher See die Ein- und Ausfuhr nach Heiden Häfen verhindert werden.
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.flttinf kwuffGrn VvrkckULge.
London, 11. April. (Eigene Drahtmeldung.) Es gingen gestern hier Gerüchte um über deuffche Vorschläge zur Regelung der Reparationen, die sich im Großen und Ganzen mit den Angaben LoucheurS decken sollen. An maßgebender Stelle in London weiß man aber von ähnlichen Vorschlägen nichts und auch in der deutschen Botschaft hat man keinerlei Kenntnis davon. Man ist der Ansicht, daß besonders im Zusammenhang mit CunoS gestriger Reichstagsrede von deutschen Vorschlfigen jetzt wohl unmöglich die Rede sein kann.
Der polnssGr Schrecken,
lleberfälls auf Drutsch» in Sberschlestrn.
«iltner Trabtb«richt.)
Gleiwitz, 11. April.
In Polnisch-Oberschlcsien macht sich in der letzten Zeit ein starker Terror gegen Deuffche breit. Nachdem erst kürzlich beim Deutschen Volksbmid in KLnigsbütte ein politischer Einbruch verübt wurde und dort wie auch in anderen Orten die deutschen Firmenschilder mit Teer besudelt wurden, lenkt sich jetzt die Söul der Insurgenten gegen die Sportveranstaltungen. So dran, eine zirka 159 Man» starke, mit Stök- ken, Knüppeln und Revolvern bewaffnete Bande aus den Dvortplatz in Kattowitz und jagte Spieler und Zuschauer auseinander uno verprügelte einige ihr entgegrntretend« junge Midrnrr derart, daß sie sich in ärztliche Behandlung begeben mußten. In Ohorzow halten bewaffnete Horden namentlich die aus Deutsch- Oberschlesien kommenden A r b ci t e r, dir in den hiesigen Stickstoffwerken arbeiten, an, verprügeln sie, rauben und zerreißen ihnen die Brrkehrs- marlen. Aus Königshsitte wird gemeldet, daß in den umliegenden Gr"ben Plakate angebramt sind, in denen die Arbeiter aus Deuffch-Ober- lchlrsieu gewarnt werden, polnilckcS Gebiet zu betraten. Fortgesetzt laufen Meldungen über weitere Gewalttat« n ein. ohne daß von den polnischen Behörden eingeschritten wird.
Aus dem besetzten Gebiet.
Neus sranzSfische Gewalttaten.
(Eigene Drabtmelduna.l
Düsseldorf, 11. April.
Gestern morgen besetzten die Franzosen den Bahnhof Hahnenfurth an der Strecke Mett- mann-Bohwinkrl und führten daS Eisen - baynmaterial ab. — Rach einer Mitteilung des französischen Ortskommandanten an die Stadtverwaltung M e 11 m a n n hat General De- gouttr wegen des auf einen französischen Offizier verübten Anschlags die Stadt mit einer Strafe von dreißig Millionen Mark belegt. Der Betrag muß in acht Tagen bezahlt werden. — EL wird bestätigt, daß der D i r e k o r und drei Arbeiter deS BerMvrrkS „Waltrop" von der Befatzungsbrhörde verhaftet worden find, weil fie es ableinten, bei dem Fortschafsen von Koks behil^ich zu fein. — Die «usweifunq von Zollbramten nimmt weiter zu. So wurden seit den Feiertagen aus dem Pfälzer Bezirk allein siebzig Beamte usgewiesen. Te Zahl der aus der Pfalz ausgewirsenen Angehörigen der ReichSfinan-verwkltuug ist aus 176 gestiegen.
Stromversorgung.
Borkener Großkraftwerk als Nadikalhilf«.
Einen Einblick tn die Fragen der Elektri,iriltS. versorgnaq nitfeee» Gebiete« gewähr« eine ©ent- slyrifi bed Zweckvervand« U-Veelandweek Eder, talsperre. »er wir SRatüfel-enbeO entnehmen.
Die Stromgewinnung durch die Edertalsperre ist erst ein in zweiter Linie für den Bau des Riesenwerks mit 200 Millionen Kubikmeter Wasserfassung ausschlaggebender Faktor gewesen. Zunächst war eine Sicher stellung der Weserwasserhaltung für die Schiffahrt und an pic Speisung des Mittellandkanals gedacht. Als man aber den Strom wirtschaftlich für die umliegenden Gebiete auS- zunutzen begann, wurden gleichzeitig weitere Kraftwerke: die Diemeftalsperre, dos Werrastauwerk bei Münden, errichtet, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Ergänzung tvar von Anfang an durch Dampfkraftwerke beabsichtigt, um bei Trockenheit wie 1920 und 1921 die Abnehmer nickt im Stich zu lassen. Durch Hochspannungsleitungen von 60000 Volt wird die Kraft in die verschiedenen Gebiete übermittelt. Solche Leitungen laufen von Hemfurt über Feldberg nach Sandershau- sen bei Kassel und dann über Münden nach Grone und Hardegsen, weiter von Münden nach Vorgholz und Hardegsen-Boraholz. Anderseits lverden die westlichen Kreise (Ziegenhain, Kirchhain, Frcmkenberg. Marburg, Wittgenstein, Büren, Brilon lutb Waldecker Land) von Hemfurt nach Frankenber« bejw. Helminghausen ebenso und durch eigene MittelsponnnngSlettungen verbunden. Bon Groß- oder Umfpannstottou.en ans z. B. Münden wird der <Hrom auf 15000 Volt umgeformt und zur Versorgung der Kreis- und MittelspannnnqSnetze benutzt, die von den Kreisen unterhalten werden, von denen sich eine Reihe zu Zweckverbänden zusammengeschlossen haben. Verbindung besteht zum Stromaustausch in kritischen Zeiten mit dem großen, gleichzeitig gebauten Flußkraft« werk bei Hanau am Main (Mainstmistufen von Kesselstadt, Großkrotzenburg, Mainkur) durch eine Hochspannungsleitung über die Streife Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Hünfeld, Fulda, HerSfeld, Rotenburg, sodaß
Main- «nd Weserstromgebtet sich helfen können. Zur wirtschastlich vollen Ausnutzung der städtischen Anlagen müssen na- Erlich Mick die Kreise ihre Retz« möglichst auS- dehnen. Außer der Ueberlandzentrale Eder« talsverre sind 16 kommunale ElektrizitäiS- versorgungSunternsbmungen da, nur bei dollem Ausbau aller ist Wirtschaftlichkeit gesichert mich für daS Ganze. Allerdings ist der Fehler gemacht worden, nicht rechtzeitig Reserve-Dampf« krastwerke zu bauen, was sich 1920 und 1921 infolge bc8 Wassermangels an der Edertalfperre sehr übel bemerkbar machte, ebne baß zu helfen war. So entsteht zur Radikalhilfe da? B o r - kener Gr oß kraft werk für die im Elektro- zweckverbanb Mitteldeutschland zufammeuqe- schlossenen Kreife und Städte. Erbauer sind Raat und Zweckverband gemeinsam. — Der Zweckverband Edertalsperre entstand erst zögernd. In der Kalleler Gegend liegende Kreise waren die ersten Zustimmer. die mangels an Erfahrung sick zusammenfchlossen. zuerst di« neun Streife Kassel-siand, Hofaeisma«. Warburg, Fritzlar, Homberg, Mel'ungen. Münden. Nslar, Göttingens 1919 kam Witzenbaufen. 1922 Ziegenhain und Heiligenstadt Die Gemeinsamkeit des Ausbaues verbilligt« die Krefsnetze um das zwei- bi? dreifache. Außer der Kasseler Direktion wurde für daS abgeschlossene Sondergcbiet in Göttinoeu eine Betriebsverwaltung e'ngericktet, die wie Kassel Er ihren Bezirk die Kreis-Monta^einsveftionen überwacht. So sind für zwölf Kreise statt Wölf Ingenieure nur zwei erforderlich. Eb-nso ist durch den Zusammenschluß der ka"fmännisb« Betrieb vereinfacht und verbilligt. 9ft** durch Absatz von Motoren und technifchen Bedarfs- arfikeln an Landwirtfchaft und G-werbe wi-d Vorteil erreicht und Gewinn für d'c Zent-gle eriielt. der dem Strompreise zugu'e kommt. Der Ein^lkreiS könnte nickt so vorteilhaft arbeiten.
Der Strompreis
ist beut« der am meisten umstrittene Punkt — wie jeder r-beliebige ^UreiS allerdings auch. Der Strompreis, r. B. für den Februar von 465 Mark, fetzt sich zufgmmen a-is Srromeinkouss- preis. Verwaftungsrostcn. Betriebskosten, Kaditaldienst kür Auleiben. Verzinfung der Kr-Is- bauten. Ab'chreib"ngen und Rückfogeu für Er- neuenmgen. Nun ist beut« stier Preis für elektro- t-chnifcke Bedarfsartikel bet lOOOOfacbe, der für die Gefamtlinie des Marktes etwa der 5000facke be8 Friedenspreise?, der für den Strom aber nitTetn iSOOfadheT. trotzdem der Ein^ kaufSvreis für Strom beim Staate ein ZOOGaiber ist. Nenn Holzmasten das 7000fgchg, Getreide (im F»bruar) dos lO OOGache. Butte: das 4500* fach«. Eier und Fleisch das COCOfate, elektrische