Meier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
r
Nummer 100.
Dienstag, L Mai 1923
Einzelnummer 130 Mk<
13. Jahrgang
Einzelnummer 130 Mk.
Noch mehr Truppen zum Sshleuraub
Erfahrungen die Abwehrfront in mancher Hin
sicht elastischer gestattet wurde, so ändert dieser
Antwort an England.
gegen den Kapitalismus richten werden, ist ihre Die geringe Beliefern na Frankreichs mit deut- Genehmigung ausgesprochen worden. schem Koks bat seine Wirkungen auf die fran-
2m vefrtzten Sedlet verboten!
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etwa.«s
st unter aar keinen rden könne, dast Gebietsteil eine
2te Kafleler llieueum Siadjrtdjten erscheinen wochenlltch sechsmal und zwar a b end «. Der AvounementSprelS betragt monatlich 3200 Mart bei freier Zustellung in« Haus In der SetchättSstelle abgeholt 8155 Mark monatlich. AuSwärtS Lurch die Poft bezogen 3200 Mark monatlich etnschl Zustellung. Bestellungen werden lederzett entgegengenommen. Druckerei, Verlag und RedaMon Lchlachthofftraße 28/30, /für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Satte übernehmen. Rückzahlung des BezugSgeldeS oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.
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ArbeittwiMgeu-SHutz in Bayern.
München, 30. April. Amtlich wird mitgeteilt: Nach vorliegenden Meldungen wird an ein.
zösische Eisenindustrie nicht verfehlen können. Am Laufe der.Leit hat dieser Mangel
DaS englische Wort von den „qeaenfeifia-’n* OJnrat»" frei» "ngemein verstimmt
Besetzung weiterer Lechen.
Mit Infanterie, Kavallerie «nd Artillerie. (Eigene Drahimeldung.)
Rumpfverwaltun-zen noch derart, daß di« lebenswichtigsten Betriebe erhalten und die notwendigsten Aufgaben erledigt werden. Auch das Vorgehen gegen vereinzelte Bürger. gegen die P r e s s e und ihre Vertreter ha- den die Fundamente deutscher Abwehr nicht erschüttern können. Wenn auch auf Grund der
runa feiner Eisenbahnen vornehme. Sehr gefährlich ist auch der englische Vorschlag der Schaffung einer internationalen Polirei-T'mvpe im Rheinland, falls Deutschland weitere Si<b-- runaen zugefteb-n wolle. Wie wenig unsere Interessen durch solche internationale' oder interalliierte Organisationen gewahrt werden, und wie sehr wir unter dem Deckmantel der Unvar- teilichkeit solcher Einrichtungen schon Mi l-iden haben, zeigt uns das Beispiel der Rheinland-
LLm die Maifeier.
BehSrdlich« «nd GewerkschastSb eschlüffr.
(Weene Drahimeldung.)
zu einer grasten Verringerung der Arbeits- Möglichkeit imd zur vollständigen
Stillegung von Hochöfen
aesWrt. Von 116 Hochöfen sollen 40 ganz außer Betrieb gesetzt sein; dte überwiegende Mehrzahl der noch in Betrieb befindlichen Oefen kann aber nur gedämpft arbeiten, sie produzieren also nichts mehr: die wenigen noch vollauf produktiv schaffenden Hochöfen arbeiten z u t e u e r, als dast ihr Eisen noch konkurrenzfähig wäre. Der gröstte Erfolg des deutschen Widerstandes ist jedenfalls die Tatsache, daß die französische
Das deutsche Angebot.
Paris in Erwartung der Vorschläge.
Um den Nahen Osten.
•i« Franzosen Bereite« sich zum Kampfe vor.
fWigener Drahtbericht.)
Paris, 30. April.
Einer Meldung des „Petit Puristen" zufolge wird General Weigand sich am Donnerstag nach
Gelsenkirchen, 30. April.
Gestern nachmittag kurz nach 2 Uhr wurde von einer französischen Truppe, bestehend aus einer Kompagnie Infanterie, einer Eskadron Kavallerie, drei Panzerautos, drei Tanks und mehreren Flugzeugen die Kohlen- und Kokshalden der Zechenanlagen 2—4 der Berg- werksaktiengesellschaft Noithausen und der Bahnhof Rotthausen, sowie die dazu gehörigen Stellwerke bis zur Grenze des Hauptbahnhofes Gelsenkirchen besetzt. Gleichzeitig wurden die S ch i e n e n der Staatsbahn in der Richtung nach Gelsenkirchen mehrere Meter a u f g e r i s - s e n. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß sich die Franzosen auf eine dauernde Besetzung des Bahnhofes einrichten. Die Belegschaften aller Zechenanlagen von Dahlbnsch werden sofort in einen 48stündigen Proteststreik eintreten.
lEigene Drahtmeldung.)
Paris, 30. April.
In Erwartung der deutschen Vorschläge ist die Pariser Presse durchaus schweigsam ge- worden. Abgesehen vom „Petit Parisien" begnü- ;en sich die meisten Blätter mit der Wiedergabe berliner Meldung. Die Essener Mitteilung, wonach Deutschland die Politik des Wider' ^""des fortsetzen will, vergleichen einige E der bekannten Aeutzerung des „Vor- wärts. wonach im Ruhrgebiet während der Verhandlungen mit Zustimmung der Bevölke- rung eine Art Waffenstillstand abgeschlos- ? werden konnte. Auf Grund dieser Meldung zweifelt man die Geschlossenheit des Berliner Kabinetts an auf dem bisherigen passiven Widerstand lm Ruhrgebiet zu beharren.
Italien will vermitteln.
_ .. „ x unoeraumr. eoroen na, ote T>emonstra-lan<v einmal Vie LNiiwe 'Maat, wo Vie st o
Ter^,Äl"nS9?ÄSd baT'SS ^^icht gegen die.Bes-tzmq, sondern nur balden teej und die Koksöfen kalt sind, eitf die Rede Curzons voraussichtlich in der Rächt rum,Mittwoch abgefandt werde. Und zwar oll sie ^eichzeitig tu London, Paris, Rom und! Brüssel wer^ben, wie auch Washington zur Kenntnis mitgeteilt werden. Die Beröffent- l'chung der deutschen Antwortnote in Berlin ist nicht vor Mittwoch abend zu erwarten.
Das Angebot.
Tage ««» Stund«« der Erwartung.
2Hril. (Eigene Trahtmeldung.)
° Mailänder „Eorriere della Sera" meldet *™§ ' Zn der Sitzung des Ministerrates
am^freitag ist Mussolinis Antrag einstimmig cnWommen, daß Italien eine selbständige !"^«"Vnlische Aktion bei den Alliierten I” ^/ilegung des Ruhrkonflikts ein- witen soll, sobald ein deutsches Angebot vorliegt. Der „Secolo" meldet aus Rom: Mussolini hat in der gestrigen Kabinettsfitzung mitgctcilt, daß er -nrch den Botschafter in Berlin Deutschland nochmals habe nahelegen lassen, sein Angebot
b,c r« beschleunigen. Die
1 plomatische Aktion Italiens wurde im Mini- terrat bereits in ihren Grundzügen festgelegt. Daß Frankreich eine sofortige militärische Räumung des Ruhrreviers nahegelegt wird, hält man »n ministeriellen Kreisen Roms für ausgeschlossen
Essen, 30. April. (Pnvattelearamm.) Aus Koblenz wird gemeldet: Die Rheinland- komMission hat auf Grund des Post- und EisenbakmorstreiiS jede Kundgebung ans Anlaß deS 1. Mai für die besetzte „Provinz" verboten. Ein ähnliches Verbot wurde für den besetzten Teil der besetzten Provinz Heffen- Raffau in Aussicht gestellt. — In Witten hat der sranzöfische Stadtkommandant den Führen« der Gewerkschaften bei einer münd- uchen Aussprache mit denselben die Abhaltung von Maifeiern gänzlich untersagt.
terschiedlicher Stärke ein. Tos erste wesentlich« Ergebnis, das den gesamten Ruhrbezirk betraf, war die scharfe Ausfuhrsperre: Kohle, Koks und Nebenprodukte (wie Teer, Benzol, Ammoniak), sowie metallurgische Erzeugnisse dürfen nicht mehr ausgeMrt werden. Der Betrieb auf den deutschen Eisenbahnlinien wird an 16 Uebergüngen aus dem besetzten ins unbesetzte Deutschland überwacht; hinzu kommen drei Güterkontrollstellen im Innern des Einbruchsgebietes. Der Güterverkehr b e- Berlin, 30. April. ! s ch r ä n k 1 sich hauptsächlich auf die Zufuhr von Um die Lage für den 1. Mai klarzulegen Rohstoffen an die Verarbeitungsstätten, von Le- wird nochmals mitgeteilt, daß in Preußen der bensmitteln an die Bevölkerung und von Fertig- 1. Mai nicht als gesetzlicher Feiertag gjlt.Iund Halbfabrikaten an die weiterverarbeitende Beamte, Angestellte und Arbeiter, die dem Dienst Industrie; doch hat das Vorgehen der Franzr- fernbleiben wollen, müssen sich einen Tag Ur - ^n wtb Belgier gegen deutsche Güter auf den laub geben lassen, der auf den Sommer- Eisenbahnen allgemein zu einer weitgehenden urlaub angerechnet wird. Wird von Ar- Beschränkung in der Einstchr geführt. Besorgnis beitem nicht ausdrücklich um Anrechnung auf und Beunruhigung sind nicht am Platze, da den Erholungsurlaub nachgesucht, so wird für gleich zu Anfang mit einer die Dauer der Arbeitsversäumnis' L o h n n i ch t langen Dauer des Abwehrkampfes
w-w- »nd MWrtr.
gesehen werden, wenn die Nachholung der ocr-I'uastnahmen getroffen werden. Tie 'ämnten Arbeitsstunden anderweitig sichergestellt^'^ Besatzunggegen we deutsche Verwal- ist. - Die Freien Gewerkschaften haben lung haben immerhin erhebliche Storung in cschlossen, den Tag durch Versammlungen ftaat»
feiern und nicht zu arbeiten Die Kommunistenfl lcher V er w altung§gesch afte niit sich wollen gesonderte^Versammlüngen gbLn und gebracht; aber trotz Verhaftung «nd Auswei- Umzüge veranstalten. Die Geschäfte bleiben sung der führenden Manner arbeit«, die natürlich am 1. Mai nicht geöffnet 1
Während in Berlin die Reichsregierung das deutsche Angebot fertigstellt, rückt man in Paris bereits den Verhandlungstisch zurecht. Aus allen Pariser Stimmen ergibt sich, daß Frankreich bereit ist, das deutsche Angebot zu prüfen. Darüber, daß die Pariser Zeitungen von eiimn deutschen Nachgeben reden, weil wir die Schlacht verloren hätten, brauchen wir ja keine Worte zu verlieren. Viel wichtiger erscheint uns die Frage zu untersuchen, ob wirklich wieder nur die sogenannten Signatarmächte des Versailler Vertrages zusammenfitzen sollen, um ohne Beteiligung eines deutschen Vertreters zu entweihen, ob das deutsche Angebot diskutabel erscheint. An Paris ist man überzeugt, es könne nur in Paris selbst verbandelt werden. Und man will, daß die alte Methode gewahrt werde ohne Deutschland, Entschlüsse zu fassen die schließlich in ein Diktat endigen. Indessen: Paris ist denn doch nicht mehr maßgebend Selbst in Belgien denkt man anders: So liest man in belgischen Zeitungen, Deutschland müßte einen Vertreter zu den Verhandlungen entsenden, der weite Vollmachten hätte, denn die zu fassenden Beschlüsse müßten endlich Europa den Frieden geben. Noch deutlicher aber facen englische Stimmen (und da es alle Zeitungen übereinstimmend schreiben, scheint es einem Winke von oben zu entsvrechen), man könne diesmal nicht ohne dauernde Mitwirkung der deutschm Regierung verhandeln, sondern müsse dieser die Möglichkeit geben, die Vorschläge "auszulegen und sie schließlich wenn es. verlangt wird, an Ort und Stelle zu erweitern.
Dieser Stteit aber scheint völlig überflüssig denn wie wir hören, wird es eine der deutschen Bedingungen fein, daß Deutschland als vollberechtigtes Mitglied an den Verhandlungen teilnebmen darf, lieber di-se Bedingung müßte demnach zuerst zwischen den Verbündeten eine Verständigung erfolgen. Sie könnten demnach ohne deutsche Mitwirkung gar nicht verbandeln, dürsten die deutschen Vorschläge nicht weiter prüfen, wenn sie nicht ihre Zustimmung zu dieser deutschen Forderung geben. Es hat sich freilich gezeigt, daß bisher auch die dirette deutsche Teilnahme an Verhandlungen wenig Einfluß zeigte. Man bat dort, wo deutsch- Vertreter anwesend waren, zumeist hinter verschlossenen Türen oder bei Tee alle qe- genieittgen Differenzen ausgeglichen und hat dann in der offiziellen Sitzung lediglich den Vortrag des deuffchen Vertreters anaebört, obne eine ernsthafte Debatte einzuleiten, weil der Beschluß bereits von vornherein feststand. Inzwischen dürfte sich jedoch manches geändert haben Und der Umstand, daß Engend sich für die Hinzuziehung eines deutschen Vertreters einfeH läßt schließen, als ob ihm diesmal eine o-ößere Rolle zugedacht werden soll. Wer Deutschland bei diesen Verbandlungen vertreten wird, läßt sich noch nicht übersehen. Das ist einstweilen auch eine nebensächliche Frage, die vielleicht für die Pariser Blätter einen Reiz haben mag
Mit den h-ikelsten Vunff bildet hüben wie drüben die Gar anti e frage. Frankreich verlangt bekanntlich im Westen noch viel weiter- gehende Sicherungen, als sie ihm d-r Vers-Mer Vertrag schon zugestanden hat. Die deutsche Regierung ist auch fetzt noch bereit, ihr Gotte s fried enS angebot zu wiederhole Das gilt auch für die Verpflichtuna, di? Erklärung deS Kriegszustandes zwischen Frankreich und Deutschland von einer allgemeinen Volksabstimmung abhängig zu machen. Teutfckl>nd beruft sich weiter auf das Wort des englischen Außenministers, daß Garantien gegenseitig gegeben werden müssen. Zweierlei wird verlangt, einmal die Entmilitarisierung der Rheinlands und der Eisenbahnen und die Erweiterung der seikberiqen neutralen Zone. Was in dem von französischen Truppen besetzten rheinischen Gebiet von deutscher Seite noch cntntt- litarisirrt werden toll, ist geradezu ein Rätsel. Alle militärischen Anlagen und E'nrjck- ttmgen. die dort bestehen, sind von ffgn-ösiscker Sette geschasstn und alle deutschen Anlagen sind entweder zerstört oder vollständig cmsgeschattet worden.
Kommission und ihrer Tättgkeit, namentlich feit Iber Türkei einschiffen. Von dort aus begibt sich dem Ruhrkonflikt, m außerordentlich flnnfälli- *--- — B M
ger Weise. Es ist daher verständlich, daß die deutsche Reichsregierung vor allerschwerften Entschlüssen steht und daß von Seiten der Parteien nichts getan werden darf, was geeignet wäri, die Stellung der Reichsregierung noch zu erschweren. ***
(Segen die Arbeitslüste lein Ergebnis, das nur mit Freuden zu begrüßen
-st Französische Offiziere haben dieser Tatsache f n 7. “?christlich- deutlich genug Ausdruck gegeben, wenn sie LV 1J(' t. den dickschädligen Westfalen und von den
,dlrbetterbund (der!^rräterrt sp7xchEn. Alles in allem genommen täiwe nuv Vcrbandsvor- hsE der gesamte Eindruck über H-attung und
?i^lche auf die Ar - ein gitter. — Eine eingehendere Würdi- Le‘ LL M" Cs-‘ anng bildet die Kohlen-und Koks frage.
lettsewÄün/ öm 1 Vis jetzt sind mehr als 30 Zechen besetzt: maß-
dii a iÄ 1?. «“ für die Besetzung der Zechen war da«
dst tinn hpr im!®'! französische Verlangen nach KM: wo Schgcht- ^ bwekukami-f nntts nprfniirZ i^h^r'^Vn rnlagcn nur mit Kohlenförderung besetzt sind. SStik’<BöÄr?aS -s ftch um eine Scheinwirkung nach
ist Hohn angestchts der Vorgänge im besetzten 5^^ ^^ ivoüen ni^
Gebiet. Durch intensive A r b e i t s l e i st ün g X'
ctn 1. Mai toDÖett wit vor der annren Welt I x>cTlavCQitctntuiit bon
test erheben gegen die brutale Beraewallittuna I ^000 Tonnen täglich auf 6000 lmd mehr zu des deutschen Ws Fri^en u,W FreL ^sin^/rn : und wenn der Minister Le Trogueur dtt unsere Forberungen. Die Werksleitungen sind L^^ng au^pttcht. m der nEen Zeit 10000 von diesem Entschluß durch die örtlichen Bor- Tonnen täglich verlüden zu können so dursten stände unserer Organisation umgehend in Kennt- HLkfnnngen E Übettr-eben sein Zechst nis zu setzen. Teuffck/er Arbeiterbund. gez. Otto ^"n die! arbeitStägttche Leistung auf 15 EX) Adams, Mitglied des Reichstages," Tonnen taglick gesteiger^wird, so erreicht sic
e IkeineSwegS die Leistung vor der Beset-
| zung, die sich auf 65 000 Tonnen bezifferte, bar«
Sranzosen und Kommunisten. imter 25—30 000 Tonnen Koks. Wir wissen, Düsseldorf, 30. April. (Privatteletzramm.) daß der aufaeladene KM nur zu einem Vier- um 1. Mai haben im Ruhrrevier die kom- tel und noch weniger für die Hochöfen zu ver- muuistifchen Ortsgruppen Demonstrations- Wenden ist, wollen auch nicht vergessen, daß umzüge anberaumt. Soweit sich die Demonstra-|oiitb einmal die Stunde fchkäat. wo die Koks-
zelnen Orten in den Betrieben ein starker
Terror ausgeübt, um auch die arbeitswilligen!,.^,. , ..... Arbeiter am 1. Mai von der Arbeit abzuhalten Umstand nichts an der Stärke unseres Willens, und zur Teilnahme an den Maifeiern zu nöttgen. sondern ist vielmehr eine kritifthe Notwendig- Zu den Umzügen wollen zahlreiche Arbeiter b e - keit und ein Gebot der Klugheit. Selbswer- waffnet erscheinen. Die Polizeibehör- Ländlich sind an einzelnen Stellen der Front den find vom Staatsministerium des Innern verschiedentlich Ncwcn schon: mütbe geworden;
.^1 süchtige Selbstliebe und flmgender Judas- nahmcn zu treffen, um ben ar6e110n> 11- j0n s,2n Rücken geschmeidig gemacht. Die 1 iU gewahren und etwaige ter- lange Dauer des Ringens bringt eine gründliche
ronstifche Maßnahmen zu verhindern. Scheidung der Geister,
Der Kvhleuraub.
Gladbeck. 30. April. (Eigene Drahtmeldung.) Gestern morgen wurden durch eine starke belgische Truppenabteilung die Zechenanlagen 2—5 der Zeche Graf Moltke (Königskonzern) besetzt. Die Zecke ist eine reine Kohlengrube und hat keine Nebenprodnttiousanlagen, sodaß anzimehmen ist, daß die Franzosen cs lediglich auf den Abtransport von Kohlen abgefehen haben. Die Belegschaft der Zechen stellte daraufhin sofort die Arbeit ein.
der neue Oberkommissar nach Nord-S y r i e’itj Nach drei Monaten.
um Grenzfchutzmatznahmen zu ergrel-
fen. Wenn die Haltung der Türken es notwenJ m tio„
dig wacht, würde die franzüflsche Regierung die I «we t*on mehrfach «ng*»eutet werben. Zeh«
Ueberführung von zwei Kolonialdivifioneu, die Äta'SÄÄISSffil.'SÄ bereits seit einiger Zeit für diesen Zweck zur w * ' * * Ti t
Verfügung stehen, für die Levante anordnen. dem Aufmarsch ,m Ruhrgebiet fetzte d.e
Die Stärke der ftanzöfifchen Truppen in ®mt)r. ^flktt ber ^g°nleurwmrmfsiou unb ,h«r na beträgt zur Zeit 26 000 Mann. Es besteht " cm verschiedenen Pnntten m un Grund zu der Annahme, daß die wiederholt gemeldeten türkischen Truppenbewkf gungen den Auftaft einer gegen Frankreich gerichteten Aktion darstcllt.