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97.

Hessische Abendzeitung

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Nummer 108

Einzelnummer ISS Mk.

Sonnabend, 12. Mai 1923.

13. Jahrgang

Einzelnummer 150 Mk.

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Straßen durch französische Gendarmen, Marok-

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Deibsh«.ltung des Umlagesystems- >as auch in der

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zu Fuß zur Grenze.

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Koblenz nach Mainz. Bon Mainz Rücktrans­port nach Koblenz. Auf dieser Fahrt wurde der Transportzug in Boppard durch einen ans- fahrcnden Giitcrzug schwer gefährdet, der au: einen Meter zunr Halten kam. Die Leute waren in größter Angst zum Teil schon ans dem Auge gesprungen. Dann ging cs nach Diez. Von dort

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Unterwegs wurde auf dem Transport die Ent­nahme von Wasser verboten. Trotz aller Drangsalierung ist kein Bediensteter seiner Pflicht untreu geworden. Weitere verschärfte Auswei­sungen stehen in Aussicht. Mr Unterbringung und Verpflegung wird im unbesetzten Deutsch­land gesorgt. Bei der Ausweisung in Gerol­stein wurden Kinder in aller Frühe aus den Betten gerissen. Die Möbel wurden zur Aus­stattung von Diensträumen heronsgrschleppt. Auch Kinderspielzrug wurde mitgenommen.

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JnserttonSpretse. »t Einheimische Auftrage: Di« etnfpaltige anjeifjenjetle 2S0 Mark, Fami. lteaaachrichtm die gelle 209 Mark, die einspaltige R-klam-zetle 800 Mark b) Auswärtige Auf- träge: Die einspaltige Anzcigenzeile 2-0 Mark, di« einspaltig-Reklamezetle 800Mark, alle» ein. schließlich Truerungrzufchlag und Anzstgenfteuer. Mr Anzeigen mit besonders schwierigem Satz hundert Prozent Ausschlag. Für die Nichtigkeit aller durch Fernsprecher aufgegebenen An» zeigen, iowie für Aufnahmedaten und Plätze kann eine »«währ nicht übernommen werden. Dru-l-rei: SchlachthosNrab« 28/30. »eschästsstell;: Kölnische Straße 5. Telephon Nr. 951 und 952

i |.u, wii fciu'i. es t|l GvOltciu yVi--

Veinmis in unterrichteten Kreisen, siK bßS Großfinanz von dem augenblickliche» Stillstand der Devisenkurse nicht beirren lasse in ihrer Auf- fassung und in ihren Vorkehrungen für erneute, sehr erhebliche DMarsteigerungen. Das wird auch Steigerungen auf dem Effektenmärkte mir sich bringen, die heute schon ein, nach früheren Verhältnissen betrachtet, geradezu phantastisches Ausmaß erfahren haben. Während bei der letz-- ten Hausse die .schweren" Effekten, insbesondere die Montanwerte doch erst die Hunderttausend- Prozent-Grenze überschritten hatten, haben wir es jetzt mit einer ganzen Reihe von Papieren dieses Gebietes zu tun, bei denen sich Kurse von , 200000 Prozent und mehr herausbilden. Das , bedeutet, daß eine Aktie von 1000 Mark Gold

Der deutsche Widerstand.

Eine tapfer« ErklSrnng der Gewerkschaft««. lPrivat-Tel-grUMmt

neue L o y n w e l l e iss im Anzug, die wiederum eine neue TenerungAvelle zur ' olge haben muß. Dazu kamt dir neue Acußerung der franzö- ftschen Politik, die alles, was in mühseliger Arbeit ausgebaut ist, wieder über den Hausen wirst und jede speuklarive Stimmung begünstigt, die wir jetzt zum Schaden unserer ganzen Wirt­schaft beobachten könne:!.

(Segen Öen Vasizwang.

Berlin, 11. Mai. (Brivattelegramm.) Gegen die Berorvnuna der Rheinland-Kommission über den Personenverkehr zwischen defektem und un­besetztem Gebiet, wonach vom 20. Mai ab die Einwohner deck besetzten Gebietes für die Ein- mrd Ausreise eine besondere Ab­stempelung ihres Ausweises bei dem Kreis- delegierten einholen müssen, während alle an­deren Personen schon vom 10. Mai ab für Reisen nach und aus dem besetzten Gebiet eines besonderen von der BesatzungsÄchörde auszu- stellcnden Passierscheines bedürfe«, hat bie Reichsreqiernnq bei den Regierungen in London, Paris und Brüssel Verwahrung eingelegt.

am Tage nach der Bluttat die erste Verhaftung von Mitgliedern des Kruppschen Direktoriums erfolgte, bat die deutsche Regierung bei der fran­zösischen Regierung gegen den Versuch, über das Verschulden der Besatzungstruppen

einen Schleier zu werfen, sofort Verwahrung eingelegt. Außerdem hat sie aber, um die Hans 'N einer unparteiischen Festlt«llung des Sachver- balts zu bieten, ftbon vor Wochen der französi­schen Regierung den Vorschlag gemacht, eine internationale Unters« chungskom- Mission einzusetzen, die gemäst dem Haager Abkommen vom 1907 das beiderseitige Beweis- material zu prüfen und auch alle sonstigen für den Zwischenfall in Betracht kommenden Tat fragen aufznklären hätte. Die französische Regierung hat ans diesen Vorfchlaa nicht ge­antwortet. Die hat es vorgezoqen, die Frage von einem aus Angehörigen dieser Trup­pen gebildeten Kriegsgericht entscheiden zu lassen, das zugleich Partei und Richter war. Dem entspricht das Ergebnis, wie es jetzt in dem Urteil des Kriegsgerichts vorliegt. Anstatt daS an den deutschen Arbeiter« begangene Verbrechen z« sühnen, wird infrinaler^älschung der Tatsachen eine neue Untat begangen.

lassen werden kann.

Die nationale Bewegung In Bayern.

Ein Appell zur Einigung.

München, 10. Mai.

Der BundBayern und Reich" hatte gestern abend unter Teilnahme von Vertretern der Reichswehr und der LandeSpolizei eine Bei» ammlung einberufen. Der als Führer der bay. rischen Bewegung bekannte Danitätsrat Dr. Pittinger forderte dazu auf, den Zank und Streit beiseitezuftellen und mitznhcl- fen, daß Bayerns nächste Entwicklung ein Segen für Reich und Land werde, unter dem Wahl­spruch:Gut bayrisch, gut deutsch". Der Ehrenvorsitzende Dr. v. Kahl hielt dann eine

In emer Anpassung, wie man das bisher nun doch noch nicht erlebt hat, ist diesmal die Stei­gerung ser EJÄtenkurse gleichen Schritt gegan­gen mit der Steigerung der Devijentürse. Aller­dings ist auch die Senkung ,m gleichen Umfange er,o!gi. Diese Tatsache der engen Verbunden- hert ser Devisen- und der Efsetten-Hewertung ist für die heutige Situation außerordentlich charakteristisch. Selbst bei der letzten großen Hausse hat man erst nach einiger Zeit die Aus Wirkung der DovisenkurSsteigeriingen aus den Effektenmarkt wahrnehuren können. Wenn wir ilun jetzt ein anderes Bild sehen, so Hal das fei

Deutschlands Proteste.

Die Rsikhsregieeung an das Ausland.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, ist. Mai.

Tie deutschen Vertretungen im Ausland sind beauftragt worden, den nicht an der Ruhrbe setzung beteiligten fremden Regierungen eine R o t e zu überreichen, in der die deMsche Regie :ung mit Bezug au" das Urteil des französischen Kriegsgerichtes in Werden vom 8- Mai gegen diesen Gewaltakt protestiert, den Frank reich in dem Augenblick begeht, wo Deutschland einen Schritt getan hat, um im allgemeinen In-

vorhandenen Aussichten auf eine Wieder­aufnahme der Verhandlungen auszunutzen. Zwar verkennt Rem nicht die Schwierig­keiten, nachdem Frankreich durch das Urteil im Krupp-Prozeß und den Paßzwang die Gegensätze gefährlich verschärft hat; doch möchte Mussolini angesichts der furchtbaren Aus- siösten eines Andanerns des deutsch-französischen Konfliktes auch die geringsten Möglichkeiten aus- nützrn. Deutschland soll aufgefordert werden, seine Vorschläge und Garantien genauer zu ma­chen. Italien versichert ferner, keine Ofelegen- hcit zu einer Wiederaufnahme der Verhandlun­gen vorübergehen zu lassen, jedoch dürfe Deuftch- r'and reine unerfüllbaren Vorbedingungen stellen.

Böksen-Barometer

Merkmale der ÄewairpoUrik.

an der Bövse immer mehr um sich greift. Gewiß ist vieles auf spekulative Machenschaften zurück zusühren und sicherlich hat gerade der letzte Matt stürz mit seinen Hauptantrieb aus inneren spe^ iulariven Treibereien heraus, an denen, wie der Reichsbankpräsident selber öffentlich sesistellre, auch ernste Kreise der Wirtschaft" nicht unüeiei ligt waren. Aber die erste eigentliche und wirk­liche Ursache der wirtschaftlichen Katastrophen stunmung war der Wahnsinn des Versailler Ver­trages nnd die a-is der jetzigen Haltung »s r a ii t r e i ch s sich ergebende Erkenntnis, daß nach dem Willen der französischen Gewaltpolfti ker die großen Probleme der Wirtschaft nicht mit wirtichastlichen und geschäfftichen, sondern mit militärischen und sonstigen Gewalt-... ,ia h- men zu regeln versucht werden sollen.

SngllfchitattenifcheAntwort

Rach Deutschland uuterwegs.

(igtnr Drahtmeldung j

London, 11. Mai.

Eine Sitzung deS britische« Kabinetts unter Curzons Vorsitz hat die an die deutsche Regierung abzufendeiwe Antwortnote gebilligt. Die Rote wird durch den britischen Botschafter >eutc in Berlin überreicht werden. Der sranzö- ischen Regierung ist bereits von dem Inhalt Kenntnis gegeben worden. Wie ans Rom

£te Kasseler Sirueften Nachrichten erscheinen wöchentlich lechsmal uns zwar abend«. Der AvonnementSpret« beträgt monatlich 3280 Mark bei freier Zustellung ins Han t in der «eschäftSfteUe abgehoü 3120 Mark monatlich. Auswärts durch die Post bezogen 32)0 Mark monatlich -tuscht Zustellung. Bestellungen werden jederzeii entgegengenommen. Druckerei, B-rlag und Redattton, Schlachthofftratze 28/30. ,zür «nverlangt etngesandte Beiträge kann die Nedaktron eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Salle übernehmen. Rückzahlung deS Bezugsgelder oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnüngSmätztger Lieferung ausgeschlossen.

Die Selvverskk-wenvung.

Paris, 11. Mai. (C? ÄS1 »rcchtmekbnng.) Die Frage der Ruhrkredft, . -rb rrn 22. Mai auf der Tagesordnung der rrunzösifchen Kammer stehen, ein Bericht der Finanz-Kommission ist gestern an die Abgeordneten verteilt worden. Danach handelt es sich um die Kredite für die R u h r a u s g a b e n für die Zeit vom 11. Ja­nuar bis zum 31. Mai. Ihre Gesamtzifier wird mit einviertel Milliarde Franken angegeben.

Slnreifrv erbot für vayrisctze Beamte.

Paris, 11. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die interalliierte Rheinland-Kommiffiou hat in einer Verordnung vom 6. Mai dem Kommandanten von Mainz als Vertreter der Kommission in der Pfalz, den Auftrag gegeben allen baycri- che« Staatsbeamten die Einreiseerlaub­nis in das Gebiet der Psalz zu verweigern.

s .Norhie freie Wirtschaft die zurvrf waren» zeugung wieder f 51 ) t 1 ;i >o'd, bstdökttU au) 'ckasliitt-ktvürchK «A.

Die Brotversorgung.

Amtliche Regelung.

3« dem «efechentwuef »der bi« Regelung der Drotdersorgung wird eine amtliche ®« grllndung gegeben, in der e« v. a. heilt Die in dem letzten Jahr mit der Getreide- Umlage gemachten Erfahrungen lassen die Wie- oerholung der Umlage nicht angängig irscheinen. Ebenso zwingt die Rückwirkung der fetzigen Versorgungsregelung auf den Stand der Finanzen zu einer Aenderung des bisherigen Verfahrens. Während im Jahre l921-22 die Um­lage in der Höh« von 2% Mllioncn Tonnen zu einem niedrig gehaltenen Preise aufgebracht werden konnte, nötigte die ungünstigere Ernte des Jahres 1922 dazu, die anfänglich gleichfalls auf 2,5 Millionen Tonnen bemessene Umlage auf 2,1 Millionen Tonnen herabzüsetzen. Trotz sorgfälttger gesetzlicher Regelung und wekt- aehendster Bemühungen aller beteiligten Behör­den ist es nicht gelungen, eine gerechte und gleichmäßige Unterverteilung auf die einzelnen Landwirte zu erreichen, so daß di« einzelnen Betriebe von der Belastung, betreibe zu bestimmten Terminen und unter Marktpreis abzugeben, ganz ungleichmäßig betroffen werden. Die Umlage erscheint auch als eine ein- fettige Vorwegbelastung der Land­wirtschaft, die um so mehr als unbillig empfun­den wird, als eine gerechte Verteilung der Last nicht möglich ist. Diese Erkenntnis, verbunden mit der Ueberzeugung, daß

Abtransport der Verurteilten.

Essen, 11. Mai. (Eigene Drahtmeldung.) Die in Werden Verurteilten find ge«vrn in Auts- mobile« in der Richtung »ach DMeldor? a b - transportiert worden. Soeben wird ge­meldet: Herr Krnpp von Bohlen und seine Direktoren find im Düsseldorfer Gefängnis.

in kN forderten die Eisenbahner auf, die Ar­beit aufzunelpnen «nd sich sofort zn erklären. Ans daS Rein, das sie überall erhielten, gaben sie Befehl, binnen fünfzehn Minuten (!) die Woh­nung zu verlassen und nur die notwen­digste Mäsckse und Kleidungsstücke mitznnehmen. Mitnahme von Wasser, Eßbesteck. Schirmen, Stöcken. Kinderwagen wurde verboten. Das Vieh durste nicht fortgeschafst werden, Kin­der dursten keinen Kaffee bekommen. Mit­nahme von Kaffee für erkrankte Kinder wurde ebenfalls Bott den Franzosen verweigert. Nach fünfzehn Mimitcii wurden dann die I

vierzigFamilien,

von einer Minderheit des Reichstags angeregten Ausgestaltung, viereinhalb Millionen Tonnen Getreide gegen Stickstoff im Vertrags. Wege zn erteertnen und bei Nichtzustaubekommen entsprechender Verträge nach dem bisherige« Verteilungsmaßstab umzülegen, neben schwer­wiegenden Bedenken anderer Art schon au? finanziellen Gründen nicht annehmbar erscheint. Außerdem zwingen die eingetretene Geldent­wertung und die sich infolge davon steigernde» Produktionskosten dazu, den Preis für da? Umlagegelreibe immer mehr dem Preise des freien Getreides anzunälhern, Wörter auch der mit der Umlage verbundene VerbW- gungsgedanke hi n f ä l l i g geworden ist. Die Reichsregierung schlägt daher vor, von einer neuen Umlage ab zusehen. Dieser Ent­schluß deckt sich mit der grundsätzlichen Auffas- snng der früheren Regierung, die in der Rote vom 14. November 1922 an die Reparattonskom- mission mit den Worten festgelegt ist: .Zwecks Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion wird bie Zwangsbewirtschaftung des Brotge­treides abgebani werden.

Wozu brauchen wir die Magazinwirtschast?

Es bleibt aber zu bedenken, daß die mlän- dische Ernte nicht ausreicht, um den Bedarf der Bevölkerung zu decken, und daß es einer sehr erheblichen Einfuhr an Brotgetreide be­darf, die auf etwa zwei bis drei Millionen Ton­nen jährlich zn beziffern ist. Ob der freie Han­del in der Lage sein würde, bei den großen Wag­nissen, die mit der Einfuhr von Getreide ver­bunden sind, die Getreideeinfuhr in diesem ton» fange durchzuführen, ist zu bezweifeln, wenn auch alles geschehen wird, um die freie Einfuhr zu fördern. Zur Lösung der oben genannten Auf­gaben würde an sich ein« kleinere Reserve als y/2 Millionen Tonnen genügen. Diese große Reserve schließt wenn sie nicht richtig verwertet wird, sogar gewisse Gefahren für die volle Ent­faltung der freien wirtschaftlichen Kräfte ein. Aus der anderen Seite uuß für das nächste Iaht eine große Reserve Vorbehalten wer­den, weil über die vorstehend genannten Aufga­ben hinaus die Möglichkeit offen bleiben muß, ungeachtet der Anfhebimg her Zwangswirtschaft gegenüber dem Erzeugt die Markenbrot« Verteilung in vollem oder eingeschränktem Umfange auch über die Uebergangszeit hinaus noch kürzere ober längere Zeit ganz oder teilweise beizubechalten. Das Ziel mnß auch hier die freie Wirtschaft fein; immerhin können bie wirtschaft­lichen Verhältnisse so liegen, daß die Versorgung erst in einem 'späteren Zeitpunkte sich selbst Über-

Berlin. 11. Mai.

Der Allgemeine Deutsche GewerkfchoMbund, der Deutsche Gewerkschastsbund «nd der Drvtfche Gewerkschaftsring veröffentlichen heute imVor­wärts" eine längere Erklärnng. in der es unter anderem heißt: Gegen die Bedrohung des Selbst- bestimmungsrechtes richtet sich der Widerstand der deritschen Arbeiter «nd Angestellten. Die passive Resistenz, die geistige nnd sittliche Waffe, die feinem Volke gegenüber der Unterdrückung genommen werden kann, dieser Widerstand ist spontan aus den besten Kräften des Volkes hervorgewachfen, weil an der Rnhr Gewalt und Unrecht zu herrfchc« versuchen. Keine Regierung hat diesen Widerstand befohlen oder fchaffen können, feine Regierung kann ihn abstellen und feine wird ihn selbst mit den gransamsten Mitteln der Gewalt zu unter­drücken vermögen. Die deutschen Arbeit­nehmer werden in ihrem Widerstand nicht cmen Tag länger verharren. alS an Rhein und Ruhr der rechtswidrige Zustand andauert.

knxi. Fünkmj Cj® W/g 'rusijS,un oc 12,45 Uhr mittags erfoTgit

Daß unter solchen Umjtänscn eine lato zusammen Hund itundfünszig Peifmn'i ^"Ä^^AMtvLifSu'iW, Mn'«sitzet euie?i'fett von 1590 dis jiXLcf'fleTuntien.? fath, uw »en'fiioft. Es tu 'gj£5lktzkik V'k--/«**«» FünktwMückev.

tereffe das (tnbe dos gegenwärtigen Konfliktes herbei-.ufühiL Ui btr Note heißt es: Det >crif derK (,cn Anklage lag von P-'.ibcH-in teilen, mr «.S-?EAÄte die Berant- ini-L«Vr>ljetter"^rr'ivslkshochschule Gietzvung der eie*-........ . . .

'Wie finö ttr 5 eit e r viGegeM ari etitTuoten. j e i u-w e»"b, Mi&ftrM au, '-Äosl-ifr-ngLr«

>er i röÄn bwälzen und einer deutschen ®1ir>.-^,'r6ür-.

'itoisl uatolii*'-W56«: zugleich sollte ein Keil 'wMen^oH'Arbci- üi- - terfdiaft und Unternehmer getrieben werden. AlS

Mckr Nmste Nachrichtm

Kasseler Abendzeitung

teert zwei Millionen Mark kostet. Setzt mai-. aber im Vergleich dazu, was man für zwei Mil­lionen Mark an Waren erhalt, oder nimmt man die Entwertung an, wie sie sich im Dollarftand ausdrücht, dann müßte eine derartige Aktie beute nicht zwei, sondern sechs, acht uno zehn Millio­nen Mark kosten. Der Kurs würde aßso bis auf eine Million Prozent gesteigert sein!

Nur die Tatsache, baß die Unternehmungen nicht immer mit reinem Goldkapital arbeiten, baß bie wirtschaftlichen Schwie. rigjeiten ganz außerorbentliche finb, und baß bie Ungewißheit unb Unsicherheit unserer künftigen Verhältnisse so lähmend auf der gan­zen deutschen Volkswirtschaft ruhen, nur diesen Umständen ist es zuzuschreiben, wenn die Effek­ten bei weitem noch nicht der Entwertung ge­folgt find, wie fich das in anderen Dingen gel­tend macht. Man darf sich auch nicht durch den Schein der hohen Dividende täuschen las­sen. Wenn heute ein Unternehmen 100 Prozent Dividende gibt, so sind das heute 100 Papier - mark, das sind gleich 15 bis 20 Friedenspfenni­gen. Ein Unternehmen, das in Friedenszeiten eine berartige Dividende gegeben hätte, würde bald zum Verschwinden genötigt worden fein. Ganz abgesehen davon, daß man. etwas derarti­ges einfach für unmöglich gehalten haben würde. So kommt es, daß die Attiengesellschasten heute stn Hinblick auf die künftigen Verhältnisse eine Kon- solid ierungs- und Reserve-Politik nach innen be­treiben, daß sie, nach Papiermark gemessen ge- tealttge innere Abschreibungen vornehmen, daß sie Fonds sammeln, die man für die Uebergangs- zeit zu verwenden beabsichtigt.

Wie sich d ie Dinge an der Börse demnächst entwickeln, ist schwer zu sagen. Die französische Polittk ist allerdings den Spekulanten imb na­mentlich den Gewissenlosen, die von der Not des Volkes und des Landes zu profitieren suchen, günsttg. Denn diese Polittk ermöglicht es jener, unlauteren Elementen aus der Notlage unserer politischen und wirhchastNchen Verhältnisse ge- tealttgen Gewinn zu ziehen. Man hat das ge­rade in den letzten Börsentagen beobachten kön­nen, bei denen bie Spekulation die Kurse mit dem Steigen des Dollars wild in die Höbe trieb, oder durch große Käufe den Auftrich der Kurs- Linie begünstigte, damit das Publikum wieder zu bedeutenden Aufträgen an die Börse lockte, wäb- renb dann die teilweise gewaltigen Beffentnaen dazu benutzt wurden, daß die Spekulation ihren Besitz unter erheblichen Kursgewinnen recllifiette.. Jnzwrfchcn hat sich als Folge der Dollar- gemeldet wurde, wird die italienische Ant- stetgerung bereits eine Steigcrnug der Lr- wort textlich verschieden von der englifchen anS- benshaltungskosten herausgestellt. Eine>fallen, aber gleia) dieser bemüht sein, alle noch

BiefmnzöMHen Verbrecher.

Maffenauvweisnrig von veurfcheu Familie«. (Eigene Drahtmeid:tna.t

Frgjlkfurt a. OT, 11 Mai. Am BAttwoch morgen wurden in Ehrang die

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Sie Franzosen verschärfen den Kamps