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[feier Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung
Nummer 131*
Einzelnummer 200 Mk.
Sonnabend, 9. Juni 1923.
Einzelssummer 200 Mk.
13. Jahrgang.
Frankreich gegen die deutsche Note.
tim das Rheinland.
Frankreichs Annektionspläne.
Die jetzige Brüsseler Konferenz hat wieder bestätigt, was man schon vorher vermutete, daß Frankreich seine Ruhrbesetzung nicht a u f g e b e n wird. Die Besetzung ist das Hilfs, mittel für einen lange vorbereiteten Plan. Gerade jetzt wieder betont auch der frühere italienische Minister Nitti, daß Frankreich, trotz aller Ableugnung, deutsches Gebiet annektieren wolle und zwar solle die Abtrennung der Rheinlanoc ergänzt werden. Das Ruhrgebiet soll der Wall gegen das französische Rheinland bilden. Es soll gleichzeitig wirtschaftlich in die Hände der französischen Industrie kommen, die nach der Beute an Erz und Kohlen, noch den Rest von Kohlen, reu Deutschland hat, kontrollieren will.. Deutsche Zeitungen haben ähnliches wiederholt betont. Indessen wird es wirksamer sein, wenn nun ein Staatsmann von dem Namen Nittis den Franzosen die Maske abreist. Und um so wertvoller ist es, daß er sich jetzt mit der Rhein- und Ruhrfrage beschäf- rigt, da hinter den Kulissen sich Dinge abspielen, die anscheinend das Pflücken der reifen Frucht Poes Rheinlandes) vorbereiten sollen. Die Vorstöße der Smeets- und Dorten-Leute hat keine Bedeutung. Das sind nur Vorproben. Mehr verdienen die Vorbereitungen der französischen Regierung Beachtung, die jetzt soweit gediehen sind, daß bereits die Unterhandlungen mit führenden Rheinländern begonnen haben. Und es ist nicht überrascheuo, daß gerade das Zentrum über die Pläne Frankreichs am besten unterrichtet ist, denn die französischen Agenten haben sich an die führenden Männer des Zentrums im Rheinlande gewannt und ihnen die Pläne unterbreitet.
Es dürfte bereits durch eine Information bekannt geworden sein, wohin diese Ziele Frankreichs führen. Frankreich wartet darauf, daß der Notenwechsel ein Fehlschlag wird. Er wird versagen, weil Frankreich kein Entgegenkommen zeigt. Und in diesem Falle, den Frankreich durch seine Haltung sucht, will es handeln. Es will Deutschland Vorschläge über die Lösung der Rheinland frage unterbreiten. Mit anderen Worten, es will die S i ch e r u n g s. frage in den Vordergrund stellen, denn angeblich hat Frankreich immer noch Furcht vor der deutschen »Revanche*. Und deshalb muß es das Rheinland haben. Es soll ein deutscher Staat unter dem Protektorat des Völkerbundes iverden. Man wird sich an das Saargebiet erinnern müssen. Just so soll das Rheinland über den Völkerbund, der gerne Frankreichs Wünsche erfüllt, in die französische Macht übergeleitet werden. Die Eisenbahn will Frankreich durch eine Stommii^on verwalten lassen, deutsches Militär darf nicht im Rheinland; stationiert sein, die deutsche Gendarmerie soll durch alliierte Gendarmerie oder richtiger durch französische Soldaten abgelösi werden.
Indessen rechnet Poincarä, in dessen Kopf diese Pläne entstanden sind, nicht mit dem W t - derstanv der Rheinländer, die noch lange nicht mit den Smeets- und Dorten-Ver- rätern unter einen Hut gebracht werden wollen. Die Rheinländer kennen inzwischen die Poin- caröschen Ziele und sie haben auch ihre Entschlüsse bereits fertig, wie sie sich verhalten Mollen. Zunächst soll die Berliner Regierung >ine Verständigung anstreben, immer unter dem Gesichtspunkt, daß das deutsche Rheinland niemals vom Reiche getrennt werden darf. Denn würde oer Poincarösche Plan durchgeführt, so wäre das Rheinland nur dem Namen nach ein deutsches Land, während der Zusammenhang mit dem Reiche zerschnitten würde. Dieses zunächst zu verhindern, wünschen die Rheinländer. Sic wollen zwar eine Zwischenlösung gutheißen, wenn sie den Frieden bringen kann, wollen es aber nur daun, wenn unweigerlich feststeht, daß die Endlösuug die volle Freiheit der Rheinlande als deutsche Provinz bringt. Man wird sagen, daß es verfrüht sei, d-ese Dinac schon jetzt an die Oefsent- lichkeit zu ziehen. Indessen: hängt nicht die Lösung der Rnhrsragc. wie es auch Nitti annimmt, mit der Meinländfraqe zusammen? Indem Frankreich von der Ruhrfrage spricht und einen Gewaltakt nach demK andern vollführt, um Deutschland zum Rachgeben zu bringen, hat es die Lösung weniger der Ruhrfrage als der Rhettrlandfraqe im Auge.
Es unterliegt nun freilich keinem Zweifel, daß sich keine deutsche Regierung ber- geben würde, das Rheinland zu verraten. Und deshalb könnte über hie französischen Pläne niemals verhandelt werden, wenn sie Formen erhalten, wie sie jetzt im Rheinlande kolvortiert werven. Nur dann wird eine Verständigung möglich sein, wenn Frankreich endlich Verständnis für das deutsche Wesen zeigt und erkennt daß es niemals Frieden haben wird, wenn es diesen Plänen nachgeht. Im übrigen weiß ""^utreich auch sehr wohl, daß England nie
mals die Hand dazu bieten würde, das Rheinland wie das Saargebiet dem Völkerbünde anzuvertrauen. Das Saargebiet mit seiner französischen Durchdringung schreckt ab. Und kein europäisches Land kann ein Interesse daran Huben, daß der Machtdünkel Frankreichs in den Himmel wächst. So wird Frankreich nicht nur seine Machtmittel, sondern auch seine BeredungS- kunst anwcnden, um Deutschland zu überzeugen, daß es einen „billigen" Frieden haben kann, wenn es die französischen Rheinlandwünsche ei- füllt. Wie ein Druck liegt es über dem Rhein, lande, und nur das Vertrauen, daß die deutsche Regierung das alte deutsche Gebiet r" ' verraten wird, hält die Bevölkerung aufrecht.
Dle deutsche Note.
Ablehnende Stimmungsmache in Frankreich.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 8. Juni.
In unterrichteten politischen Kreisen wird berichtet, daß der nationale Block der Kam- me r gestern abend acht Uhr eine Sitzung im Gebäude der Deputiertenkammer abgehalten habe. Die Sitzung war um zehn Uhr noch nicht beendet. Es verlautet jedoch aus Deputiertenkreisen, daß unter den Abgeordneten Empörung über den völlig ungenügenden Inhalt der deutschen Note herrsche. Abgeordneter Barrü sagte gegen zehn Uhr einem Vertreter des „Journal": Gin französischer Staatsmann, der dieses deutsche Almosen annchmen würde, dürfte keine Stunk« mehr das Vertrauen der Kammer behalten." — Poincarö wird heute in Paris zurück- crwartet. Unterwegs wird er im Wiederaufbau- fflebiet noch eine seiner bekannten politischen Re den halten. Die gesamte franzöfisckg: Bresse ist darauf abgestimmt, daß die deutsche Note die Ausführung der in Brüssel beschlossenen militärischen Sanktionen nicht aufhalten könne.
* » *
Belgien will Geld setzen.
Brüssel, 8. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Die belgisckte Agentur hat gestern nachmittag die deutsche Rote den Zeitungen mitgeteilt. Die Zeitungen selbst brachten die Note ohne Kommentar. Nur der „Soir" nimmt bereits Stellung dazu und schreibt. Deutschland dürfe sich nicht mit Versprechungen begnügen, sondern müsse handeln. Deutschland versvreche wieder soviel wie zurzeit des Herrn Rathenau. Nicht darauf komme es Belgien an, daß verhandelt wird, sondern darauf, daß Deutschland tatsächlich zahle. Das Blatt schreibt weiter, daß das belgische Kabinett sich erst am Freitag nachmittag mit der deutschen Antwortnote beschäftigen wird, weil Theunis sich unwohl fühlt.
•Staiten befürwortet Verhandlungen.
Rom, 8. Juni. (Eigene Trahtmeldung.) Die halbamtliche Agentur Stefanie veröffentlicht folgenden Bericht: Das Kabinett lmt unmittelbar nach Eingang der deutschen Note die Ausführungen seines am 3. Juni gefaßten Beschlusses in die Wege geleitet, über die neue deutsche Note einen Meinungsaustausch mit London, Paris und Brüssel einzulciten. — Der Mailänder „Corriere della Sera" schreibt heute früh zu der neuen deutschen Antwort, sie sei bestimmter in ihrem Angebot als die frühere u»d gehe auch weiter als jene. Sie könne wohl in der Grundlage zu Verhandlungen dienen, aber zu einer wirklichen Verständigung müsse Deutschland noch weiter gehen. So sei der Vorschlag der deutschen Staatsbahnen nur durchführbar, wenn das große überflüssige Beamtenheer der Staatsbahn verschwinde, wie es auch in Oesterreich unternommen worden sei zum Erfolg des Staatshaushalts.
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Amerika wartet ab.
Newyork, 8. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Das amerikanische Staatsdepartement wird zu der deutschen Note voraussichtlich erst Stellung nehmen, wenn die Mitteilungen der anderen Alliierten cingeganWn sind. Präsident Harding und Staatssekretär Hughes empfingen vorgestern den deutschen Botschafter. In dieser Besprechung sei kein Zweifel gelassen worden .daß Amerika ohne Anrrtf durch die anderen Alliierten nicht handeln könne.
Steuer Kohlenmub.
Plünderung der Gelsenkirchener Vorräte.
(Prival-Telegrammö
Gelsenkirchen, 8. Juni.
Die Franzosen haben gestern den Bahnhof Gelsenkirchen-Wattenscheid be
setzt und dlwrit die letzte Querverbindung still- gelegt. Gegen Mittag wurde der Personenver- kehr allerdings wieder sreigegeben, der Güterverkehr bleibt gesperrt. Meichzeitia wurden die Anschlußgleise nach den Schachtanlagen der Zechen Holland und Zentrum a u f g e r i s - sen und die Kohlenhalden von Zeche Holland beschlagnahmt. Diese Aktion bestätigt also die Vermutung, daß es jetzt um den Raub der Bestände im Gelsenkirchener Revier geht. Die Belegschaft von Zeche Holland hat die Antwort in dem Besckstuß gegeben, sofort in einen vierundzwanzigstündigen Proteststreik zu treten. Auf der in den letzten Tagen militari- sicrten Hauptstrecke über Gelsenkirchen-Haup:- bahnhof sind die Franzosen weiter danrit be- schästigt, das Material abzutransportieren.
Neue Zwuugsmaßuahmeu.
Die französisch-belgischen Beschlüsse.
(Eigener Drahtbericht.)
Paris, 8. Juni.
Der Pariser „Temps" meldet, die auf der 'ranzösisch-belgischen Konferenz in Brüssel be- fchlosseuen neuen militärischen Sanktionen würden erst zur Auswirkung kommen, :venn die deutsche Note als nicht den Anforderungen der alliierten Mächte entsprechend a s - lehnend beantwortet sei. Der „Matin" meldet, in Brüssel hätten Frankreich und Belgien sich ausdrücklich das Recht zur gesonderten Er- lediguna der deutschen Note Vorbehalten, ohne damit etwaigen Anregungen der anderen Alliierten vorausgreifen zu wollen. Straßburger Zeitungen melden aus Paris, daß der Oberst: Kriegsrat für Samstag früh einberufcn ist, um die durch die Brüsseler Beschlüsse notwendi. gen militärischen Maßnahmen zu 6c. schließen. Die Straßburger N. Zeitung glaudt, daß gleiche Anordnungen auch der belgische Generalstab am Samstag treffen wird.
Sradrei® will titelt verAaoSeln.
Paris- 8. Juni. (Eigene Drahtmeldung.) Der ministerielle „Temps" schreibt weiter zu den Beschlüssen von Brüssel: Deutschland I)at Vie Antwort auf seine neue Note erhalten, bevor diese in Paris und Brüssel bekannt geworden ist. Wir wollen keine Verhano- lungen, weil sie zwecklos find, sondern die Annahme unserer Mindestforderungen. Wenn Deutschland diese im Prinzip annimmt, dann sind wir auch bereit, über Eizelfromm uns mit Deutsckssand zu verständigen. England har durch das Grwährenlaffen d-r Ruhrbesetzung die Ruhrfraae ausdrücklich i'-'- "wer französisch-belgischen Sondersrag- gemacht.
Hm die Anerkenkmng der Beschlüsse.
Paris, 8. Juni. (Eigene Drcchtmeldung.) Das Pariser „Journal" meldet, man erwarte in Paris die Anerkcnnuna der Brüsseler Beschlüsse durch die Alliierten. Das franzöw^-belair^ Jngenieurabkommen für das Ruhraebiet sei brs 1. April 1924 verlängert worden.
Englands Haltung.
Kein Entgegenkommen der Gewerkschaften.
(Eigene Drahtmelduna.)
London, 8. Juni.
Mutmaßlich ist die deutsche Note in London verspätet veröffentlicht worden, sodaß die gestrigen Blätter zu ihr noch nicht Stellung nehmen konnten. Gestern wußte die „Times" zu berichten, daß der englische Botschafter in London nach der Ankunft der deutschen Note am Mittwoch kommender Woche nach Berlin zu rückkehrcn solle. Die „Moruingpost" meldete gestern früh: Auch die englischen Gewerkschaften hüten die Aufforderung der deutschen Gewerkschaften, einen Truck auf die Regierung auszuüben, abgelehnt.
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Lloyd George gegen Frankreich.
Fremdenverkehr.
Die Berliner wünschen wieder Ausländer.
Die R-ichShauPtttadt, die in den Jahren 1919 bis 1922 von Ausländern wimmelte, weist in diesem Jahr« geringeren AnsUinderdesüch auf. Die Berliner Gastwirte find darüber sehr ver- stimmt und wünschen die fremden Gäste wieder herbei. Ueber eine Sotelbefitzerversamminng die in Berlin stattfand, wird das Felgende berichte«.
Berlin, 7. Juni.
Nachdem das Kind mit dem Bade ausge- fchüttet worden ist, nachdem durch allerlei behördliche Maßnahmen den anständigen Fremden der Aufenthalt in Deutschland unbequem gemacht wurde, erschallt jetzt wieder der Schrei nach diesen Fremden. Dieser Tage fanden sich die Berliner Hotelbesitzer, unter dem Vorsitz des Herrn Zterenberg und des Rechtsanwalts Hampe im Hotel Esplanade zusamme r und erörterten die Mißstände, die sich ergeben haben. Besonders harte Worte mußte sich der Magistratsvertreter, Obersteuerdirektor Lange, sagen lassen, da die Hoteliers es der hohen Beherbergungssteuer zuschreiben. wenn die Fremden Berlin meiden. Dieser war allerdings auch nicht aus den Mund gefallen und erklärte ziemlich deutlich, daß nicht nur die hohe Steuer, sondern wohl auch bohe Zimmerpreise an sich einen Teil der Schuld am Fernbleiben der Fremden trügen. Auch das Auswärtige Amt hatte einen Vertreter in die Sitzung entsandt, d-r alles mögliche zur Entschuldigung dieser angegriffenen Behörde zu sagen wußte. <Rer Direktor des Bristol-Hotels, Kretschmer, zitierte Stimmen aus der amerikanischen Presse, in der alle Amerikaner vor dem Besuch Deutschlands gewarnt werden, weil mau hier „dte Fremden recht ungerne sähe" und ihnen allerlei Lasten auMlegte-, die die Einhemu;Len nicht zu tragen hätten. Es wurde weiterhin bernan- gelt, daß die Einreiseerlaubnis nur recht selten erteilt würde, und daß dieses mit ein Grund ser, wenn die Fremden ausblieben.
Darauf wurde erwidert, daß das Auswärtige Amt alle Konsulate im Auslände schon seit längerem angewiesen hat, die Einreiseerlaubnis nicht zu verweigern, wenn keine zwingenden Gründe dagegen sprechen. Wenn eine Zeitlang die Einreise erschwert wurde, so geschah dieses gerade auf Betreiben Wetter Kreise des Volkes. Dann kam die große Beherbergungsstencr. Nebenbei gesagt, hat diese Steuer im letzten Rech- mrnasjahr dem Magistrat mehr eingetragen als, die aesamte Gewerbesteuer. Inzwischen haben sich die Verhältnisse geändert, der Auslcmder- vcrkehr ist stark abgeschwächt. Dazu hat aoer auch die deutsch-feindliche Propaganda im Auslande beigetragen. Dem Fremden wird in seinen Zeitungen die Sache immer so daraestcllt, als ob der Ausländer in Berlin den schlimmsten Belästtgungen ausgesetzt sei. als ob er durchaus unerwünscht Ware, und als ob er der einheimischen Bevölkerung die ohnedies knavpen Lebensmittel noch um ent bedeutendes schmälere. Gerade dieser letzte, Punkt veranlaßt viele anständige Ausländer, die sonst mit Vergnügen eine Touristenreise durch Deutschland unternehmen würden, von ihrem Vorhaben abrustehen. Viel Silmld trug auch eine gewisse Gattung Berliner Händler^ die m dem Fremden ein begehrenswertes Ausbau- tunasobjekt sahen und ihm bedeutend höhere Vreise abverlangten als dem Berliner. Der Grundsatz „Der Fremde kann'» ia zahlen war allgemein geworden. Aber der Fremde, der auch nicht gerade aus Dmnmsdorf ist, roch sehr bald den Braten und verließ verärgert Berlin, um nicht mehr wiederzirkommen. Auch in vielen Hotels wurden den Fremden so Hobe -Mt.ie abverlangt, wie sie nickst in valutastarken § ändern üblich sind. Recht oft hort man Ausländer sagen: „Wir haben ja gar nichts dagegen ein wenia mehr Geld zu bezahlen, als dem Einbeimilchen abgefordert wird, aber wtr wollen jedenialls nickt die Einvnndung haben als mterwünschte Gäste angesehen zu werden Dem ist aber entgegen zn balten, daß sich das ganz nach den Verb altn«slen ruht t. In den ersten Fabien nach der Revolution waren die Ausländer unerwünscht, Werl ste Deutschland auf bissige Weise auskwiften. Nachdem jetzt die deutschen Preis- meist an dm Weltmarktvreis armealichen sind, liegt diele Geiabr nicht mehr vor und demnach können wir die Ausländer auch wieder willkommen heißen.
London, 8- Juni. (Eigene Drahtmeldung., Lloyd Georges Rede in GlaIgow wird noch tn der ganzen gestrigen Morgenpreffe lebhaft besprochen. Nach der „Times" gebrauchte Lloyd George unter anderem auch den Satz: Man wisse nickst, ob diejenigen, die vor drei Jahren noch Englands Feinde gewesen seien, noa> einmal Freunde Englands werden könnten. Die Londoner „Morningpost" greift wegen die ser Rede Lloyd George heftig an und fngt: Lloyd George rücke absichtlich und deutlich von dem Bündnis mit Frankreich ab, daß er seinerzeit selbst geschlossen habe.
tim Me neuen VostgebWren.
Der geänderte Entwurf.
Das Reichspostministerium bat sich dem E i n s p r u ch dcs Verkehrs-Beirats ss-ss-" .£• wisse Poften des neuen Tarif-Entwurfes nickst verschlossen. Infolgedessen werdenvoml Juli ab die P o st ge bLh re" durchweg ver drei en * ♦ s;» Fernsprechgebühren verfünffacht (ursprünglich vervierfacht und ver- sirbcnkachtf Das Reichspostministerium wc'ss aber olestchzeitio bereits Herste darauf h'.n. daß