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Nummer 171

13. Jahrgang

Donnerstag, 26. Juli 1923

Einzelnummer 800 Mk.

Einzelnummer 800 Mk<

Deutschlands bedrängte Lage

Jetzt hat man vier Wochen lang d-ie fünftmd-

wieder erholt.

Stallen drängt auf alle.

Einmarsch In Votsdam.

Xroquers Giegesberlcht.

Siu großer Tag im Pariser Kabinett,

Insertion Spretsc-. »> Einheimische Auftrage: Die einspaltige Anzeigen, eUe 1200 Mark.Fami- llcnnachrtchtm die 3«U: 1000 Mark.dtc clnfpalttgtSUilameaetle 3303 Mark b) Auswärtige Aus­träge: Die einspaltig« Anz«ig«nzetle 1200 Mark die einspaltige Reklame,eile 3300 Mark, alles ein. schließlich LeuerungS,uschlag und Lnzeigensteuer. Für Antigen mit besonder» schwierigem Satz hundert Prozent Ausschlag. Für die Richtigkeit aller durch ,v«rnsprecher aufgegebenen An. zeigen, ieroie für Aufnahmedaten und Plätze kann ein« Gewähr nicht übernommen werden Druckerei: SchlachthosNraß« 23/30. Geschäftsstelle: Kölnisch: $ trage 5, Telephon Rr. 951 und 952

des Nachrichtenbüros Satins habe das Kabinett beschlossen, die ensslische Rote gemeinsam mit Belgien zu beantworten.

Die Kasseler Neuesten Nachricht« erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abend«. Der AbonnementSprelS beträgt monatlich 11000 Mark bei freier Zustellung ins Haus in der Seschäftrstelle obgeholt 10700 Mark monatlich. Bestellungen werden icber;ett entaeoen- genommen. Birlag und R.daition: Schlachthofstraß: 28,30. Fernsprecher Summec 951 und 952. Für unverlangt eingesandte Beiträge kann die Redaktion eine -..tränt, nwrtung ober Gewähr in keinem Falle übernehmen. Rückzahlung be3 Bezugsgeides "der Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ausgeschlossen.

Zürich, 28. Juli. «Eigene Drahtmckdung.) Di« Reue Zürich«! Zeitung Meldet aus Rom: Tie Antwort Italiens an Enaland gebt nach den Erklärungen Mussolinis zu dem Vertreter der Stcfnni Agentur am Montag aus Rom ab. Die italienische Erwiderung mach» nach Mussolinis Erklärungen weitere Verhandlungen mit England vor Uederreichuna der Rote an DeittMcmd, ü b e r- f-lüssig.

Severings Verbot.

Die Kampfansage der Roten Fahne.

Poincars denkt und wünscht, daß so lange es ein Frankreich gibt, dieses Frankreich über Deutschland bestimmen dürfe. Und um das zu ermöglichen, soll die deutsche Zahlungsfähigkeit niemals festgestellt werden. Denn dann bleibt es Frankreich stets Vorbehalten, ähnliche Raub- züge wie den Gang an die Ruhr zu unterneh­men, behauptend, Deutschland habe ja die eine oder die andere Pflicht nicht erfüllt. Es läßt ssch selbstverständlich leichter ein Land unter« drücken, daß rechtlos ist und dem man nicht die Möglichkeit gibt, seine Verpflichtungen zu ken» neu, sie schwarz auf weiß zu sehen, als ein Land, daß wartet, wartet und wieder wartet, bis Frankreich einmal den Sibirier über seine wab ten Absichten lüstet... Man wird in England die neue Theorie eines verbohrten Menschen mit Staunen lesen. Gegen solche Ansichten kämpfen auch die Engländer vergeblich. Und wenn Poincars weiter diesen Standpunkt vertritt, wird es der englischen Regierung niemals mög- Nch sein, selbst die kleine Forderung durchzu- setzen. Sie wird sich von diesem kindlichen Ge­müt. das immer n«h die Auffassung vertritt, die Welt weiter mit solchen verschrobenen Ge­danken tyrannisiere» zu können, lösen müssen.

Nach den heute vorliegenden Depeschen Hai auch der Arbeits-Minister Troquer in sei­nem Siegesbericht über die französischen Ruhr- crfolge die wahren Absichten Frankreichs nach und klar zu Tage treten lassen. Nach seiner An­sicht wie nach dem Urteil aller Pariser Draht-

die Preise weiter anziehen läßt. Ohne jede Uebertreibung kann gesagt werden, daß die Wäh­rung der Massen einen Grad erreicht hat, der um nichts geringer ist als die Erregung Anfang No­vember 1918. Die vollständige Passivität der Regierung ruft in den Kreisen ihrer Anhänger Erstaunen hervor, das erst gestern Abend in einer Sitzung der freien Gewerkschaf­ten zu dem Verlangen des Rücktritts des Ka­binetts Cuno sich gesteigert hat. In Brcs- l a u kam es gestern abend zu neuen Strastenan- sammlungen. Mehrere Geschäfte waren ernst­lich bedroht. Im letzten Augenblick erschien die Polizei und verhinderte Plünderungen. Der Belagerungszustand in Breslau ist wieder auf­gehoben; ein Abflauen der kommunistischen Wühlereien konnte noch nicht festgestellt werden.

volncars« Dlüdenöetfung.

Genf, B. Juli. (Privattelegramm.) Einer Pariser Zeitung zufolge hat Poincars am Montag abend die Borstände der Kammcrfrak- tinnen empfangen. Der Inhalt der englischen Rote wurde den Deputierten bekanntgegeben Die Aussprache war vertraulich. DasJournal" versichert jedoch, daß PoinrarL sich der Zustim­mung der Kammermehrheit versichert habe, ehe er die englischen Vorschläge erörterte.

Fortöaper der Europakrifis

Trübe Ttimmuug in Italien.

zieher ist Deutschlands Zusammenbruch, nur noch eine Frage der Zeit, vielleicht nur noch von weni­gen Tagen. Der frauzösischeGewalthaber verlangt denn auch die Verlängerung der Besetzung bis Mitte nächsten Jahres und die völlige Zoll ab schneidung von Deutschland. Sie sind gewiß, daß dann das heiß umworbene Ruhrland ihnen alz reise Fnicht in den Schoß fallen wird. Frankreich wird also mit allen Mitteln versuchen, die Friedensschritte Englands und des päpstli chen Stuhles zu hintertreiben. Und fast will es scheinen, als wenn es sich auch diesmal wie im November 1918 in seiner Rechnung nicht ge­täuscht hat. Denn die Nerven Deutschlands sind wieder aufs äußerste angespannt und es fragt sich, welche Reserven die Regierung diesmal zum Einsatz hat, um das drohende Chaos ab* zuwenven.

Berlin, 25. Juli (Privattelegromm.l Mr die Antisaizistendemonstration am kennenden

Sonntag ist von den Kommunifften in Berlin für den Einmarsch in Potsdam die Parole ausgegeben worden:Besetzung der unLewohn* ten Schlösser und Palais durch das wohnungs­lose Proletariats Der Roten Fahne zufolge wird der Zug nach Potsdam eine Beteiligung von dreiviertel bis eine Million Arbeiter auf­weisen, da die in den Fabriken aufgelegten Tcilnehmerlisten bereits mehr als neunhundert­tausend Eintragungen enthalten.

iVrivat-Telegramm )

Berlin, 25. Juli.

Der preußische Minister de« Innern, Srv:- rin« hat einen Erlaß gegen den Bürgrrkr-eg her ausqegeben. Er weist die Oberprifidenten e.n, für kommenden Sonntag sämtlickx Versamm­lungen unter freiem Himmel mit Einschluß der Umzüge z u v er b i e t e n. Die Role Fahne veröffentlicht bereits heute morgen diesen Erlaß und fügt hinzu: Unser Marsch nach Potsdam wird trotzdem stattfinden. Wir werden dasselbe tun. was Genosse Severing tat. als Herr von Jagow 1911 die Demonstrationen für das allgemeine Wahlrecht in Preußen zu verhin­dern suchte. An alle Arbeiter die Aufforderung: Strömt am Sonntag in Scharen zu euren be­reits bestimmten Bersammlungsplätzen! In einem weiteren Rundschreiben an die LandeS- regiernngen weist der Minister des Innern auf die Möglichkeit von Zusammenstößen am 29. Juli hin und ersucht, alle Maßnahmenzur Verhinderung von Störungen der Ruhr und Ordnung zu treffen.

3ranfrel<h< Siele stehen fest

Gens, 25. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Einer Blättermeldung zufolge geht die franzö- ische Antwort an England frühestens Mitte kom­mender Woche ab. Das Blatt versichert, daß kein Gedankedaran bestehen könnte, daß Frank­reich sich zu einer Beteiligung neuer nutz­loser D e m o n st r a t i o n en, wie sie die eng« iische Note Vorschläge, hergeben würde.

Der alte Blutsauger.

Richt Aufbau sondern Zerstörung.

Unser Ber in-r Mttarbettrr sendet uns Me nachtolaen. i>« B-trachiung ju Frank,tchS wirklichen Plänen.

England bemüht sich, Frankreich klar zu machen, daß der Frieden und die Wohlfahrt Europas dadurch erreicht werden können, wenn die deutschen Zahlungen durch objektive Sachverständige festgestellt werden, wenn Deutschlands Verpflichtungen endlich eine be­stimmte und erfüllbare Höhe erhalten, wenn das Ruhrgebiet geräumt wird, wenn Deutschland ein Moratorium erhält, um aufbaueu zu können. England bemüht sich, aber der Umstand, daß es von der offenen Erklärung der Regierung in Ober, und Unterhaus zur Geheimniskrämerei übergegangen ist, beweist, daß es inzwischen btt anfängliche Energie verloren hat und wider- streitende Strafte bemüht sind, die große Geste, schließlich mit Frankreich zu brechen, um Europa zu reiten, abzuschwächen und lieber Verständi­gung mit Frankreich zu suchen. Aber auch, wenn England sich schon gewandelt hat, wenn es seine Ziele nicht mehr so fest umschreibt, wird e$ doch einsehen müssen, daß selbst kleine Konzessionen mit Frankreich nicht zum gemeinsamen Vorgehen führen können.

DurMe Wetterwolken.

Die Mißstimmung auf dem Siedepunkt.

(Eigene Drahtmelduna.l

Berlin, 25. Juli.

Der Montag hat den Rekord der Lebensmit­telteuerung in Berlin erreicht. Die sprunghafte Steigerung der Preise ging gegenüber der No­tierung am Sonnabend btszufünfzigunv hundert Prozent. Die Erregung der Be­völkerung ist ins Maßlose gesteigert, vor und in den Markthallen spielten sich förmlich Kämpfe um die wenigen zum Verkauf gelangenden Kartoffeln ab. Die GeschäftSleule befürch­ten ernstlich Plünderungen und bringen aus den Läden ihre WarenücWnbo h? Sicherheit, so daß immer weniger Ware »um Bergauf gelangt, was

geworden. Auf einem engen Stemplet in der, Unterstadt, wo jeder Quadratfuß Boden sozu­sagen mit Gold aufgewogeil wird, recken sich 88 Gebäude in die Lust, Wolkenkratzer, von denen jeder mindestens zwanzig Stockwerke hat; die meisten sind über dreißig hoch und zwei über fünfzig. Eins, das Woolwotth-Gebäudee strebt 792 Fuß in die Lüste, das nächste 616. Hier gibt es Hotels, Die allein kleine Städte bar«' stellen und sehr viele von ihnen, denn hundert« ausend Fremde halten sich täglich in bett Mauern der Stadt auf.

£tui Amerikaner, der es z« etwas gebracht tat, versäumt es, jährlich mehrere Monate in

Der Niese Newyork.

Wachsende Millionen. London überflügelt.

Die ar88te Stadt der Wett. New.Bork bei Stacht. Unübersehbares Völk- ge- wimmel. «llerweitSküthen. Gr»8Uädt« in der Stadt. Der sanfte Onkel Sam-

ein verschobener Termin.

Berlin, 25. Juli. (Privattelegramm.) Der englisch- Botschafter wellte gestern Nachmittag eine halbe Stunde im Auswärtigen Amt. Wie verlautet hat der Botschafssekretär u. a. mitge­teilt, daß die Sri ft zur Ueverreichung der eng­lischen Antwortnote in Berlin ldie für Ende der Woche in Aussicht gestellt war, vor­aussichtlich nicht eingehalten werden könne.

zwanzigste Wiederkehr des Tages gefeiert, da aus Manhattan, Brooklyn, ©taten Island, dem Broux und einem Teil der Lanoiftritte Lang IslandGreater Newyork" entstand, das aber offiziell nur den Namen New York führt. Ob­gleich aus Verfassungsgründen die auch zum Metropolitan-Befsirk gehörigen Teile von New Jersey nicht in die Metropole am Hudson «in* gemeindet werden können, wird sie doch in ab­sehbarer Zeit die volkreichste Stadt »er Welt werden, denn bei der letzten Zählung, 1920, hatte sie 6 006 794 Einwohner und sie wächst jetzt viel schneller als London, das jetzt etwa 7400 000 Seelen zählt. Nach Wissenschaft» licher Berechnung wird es in dreißig Jahrer- nicht weniger als 20 000 000 Newhorker geben. Somit ist Newyork die größte Stadt der Wett

Damber klärt wieder einmal Poincarö selbst auf. 6t 'bat ein (das wievielste?) Kriege.dcm- Niah enthüllt und eine Robe gehalten, von der es Aorher hieß, sie fet früher fertiggestellt, ehe Poiiicars Die englisch- Note kannte. Aber den­noch muß man minehmen, daß diese Rede me.it «aa, England als noch Deutschland gerietet ist. Der Uebcrweisc von Paris ergeht sich wieder in .Tiraden, die vielleicht für den beschränkten Un- .tettanenverstand französischer Kleinbürger wie Offenbarungen erscheinen müssen, jedem ver- nunfti« Denkenden aber sagt Poincar-' nur. daß er sich in einen Dlmstkreis von Anschauungen verrannt Hat, aus dem freilich keinen Ausweg gibt. Er toi kl nichts davon wissen, daß die Zah. lungsfähigkeit Deutschlands in einen festen'unD unabänderlichen Rahmen eingeschlofseu werde, denn bald, orakelt er, würde es sich den Maß­nahmen der Alliierten entziehen und bald un­ter dem Einfluß der außerordentlichen Entwich lung industrieller Strafte sich ungeahnt cmporar. betten. Derselbe Poincarö, der recht viel von Deutschland erHalten möchte, wünscht nicht, daß es sich emporarbeitet, um bezahlen.zu können. Es mag wie ein Widerspruch erscheinen. Und doch ist es keiner. Denn Poincars fordert ja nur dem Scheine nach die deutschen Zahlun gen. Er ist damit zufrieden, aus Deutschland nach und nach Gelder hermtszupressen. Er will vielmehr, waz er endlich offen verrät (und was wir schon lange wußten, weshalb wir den Wi­derspruch nicht weiter beachten) die Unterdrük- kung Deutschlands. Er will nicht den deutschen Aufbau, er will nicht, daß sich Deutschland, wenn es die Höhe seiner Verpflichtungen kennt, wieder erholt. Er Will keine Zahlungen von einem blühenden Lande, sondern die letzten Groschen des zerschlagenen Gegners. Er will weiter die Faust an der Gurgel Deutsch­lands halten, denn es ist ihm unangenehm zu denken, Deutschland könnte einmal wieder eine wirtschaftliche Stellung erhalten, Deutschland könnte einmal seine Verpflichtungen abzahlen und sich den Maßnahmen der Alliierten ent- ziehen.

Ernste Dorstrllu-it.en in Sonden.

London, 25. Juli. (Eigene Drahttncldung.) Londoner Abendblätter melden, daß der deutsche Botschafter am Dienstag vormittag bei Lord Curzon war. Dr. Dlahmer habe Lord Curzon auf die sich rapid verschärfende innere Lage Deutschlands hingewiesen, die bereits zu blutigen Tcuerungsunruhen ge führt hätte und die sich weiter v rsch-irfen muss, wenn die Antwort der Alliierten nicht bald cn Deutschland erfolge. Lord Curzon nahm die Mittellungen des deutschen Botschafters mit großem Ernst zur Kenntnis und versprach, ic alsbald dem Kabinettsrat zu unterbreiten.

(Eigener Drahtbericht.)

Gens, 25. Juli.

Gestern fand in Paris die angeMndigte große Kabinettsratssitzung statt. Ter Arbeitsminister Troquer erstattete über seine Inspektionsreise im Ruhrgebiet einen län­gerenStegeSberich t". Wie Havas berich­tet, hat der Kabinettsrat diesen Bericht mit gro­ßer Genugtuung zur Kenntnis genommen, weil et den Beweis liefere, daß der Abtransport vott Kohlen und Koks sich erfreulicherweise steigere und die Eisenbahnregime so gut wie allen Er-

Meter Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Newhork zu verleben, denn nur Hier kann derj Mann, der viel, viel Geld ausgeben kann, alles- oben, was sein Herz begehrt. Will er Roulett?,- Pharo, Baccarat oder ein sonstiges vom Gesetz strenq verbotenes Spiel spielen, eine Zchndol- larSbill, dem Detektiv seines Hotels in sie Hand gedrückt, verschafft ihm Eingang zu Tempeln Fortunas, die, mit prächttgcn Gemälden, dek- kenhcchen Spiegeln und weichen Tevvichen aus- -zestattet, den Eindruck vornehmer Klubs machen, welcher Eindruck noch. Dadurch gehoben wird, daß alle Besucher in Mendtoilette sind. Mt einem Hundertdollarschetn kann man auch heute «och eine tolle Rächt mit Sekt, raffinierten Tän­zen junger Mädchen und sonstigen Genüssen ver­leben. In der Hudson «Metropole ist in jeder' Hinsicht voraesorgt wie sonst in keiner Stadt" Amerikas. Niemals ha! ein Ott der Erde ein solches Dölkergemisch gezeigt wie Newyork. In, einer öffentlichen Schule an der Ostseite wurde ermittelt, daß die Eltern der Kinder aus zwei- nnldAvanzig verschiedenen Ländern kamen Man findet hier den Speisezettel fast aller Länder der Welt. Will man nach türkischer Art essen, geht man in ein Restaurant unten an' der Washingtonstrect, in zwei volkreichen italie­nischen Kolonien kann man alles nach Art desj Stiefellandes gekocht bekommen, die ganz» un­tere Ostseite ißt .koscher", im Ehinesenviertel aibt's d"n Spciffzettet der Ec-Pezotitten, die .Herrschaften aus Kuba und Portcrico haben ihre eigenen Speiselokale mit der süßen Kocherei. der man sehr schnell müde wirs, Schweden und Norwegen ist ebenfalls bertreten und die deutsche, französische und amerikanische Küche finbet man allerwärts. Newyork beherbergt 1500000 Juden in seinen Mauern, wahrschein­lich also mehr, als ic in Palästina gelebt baben,- es ist n a ch R o m die g r ö ß r e italienische Stadt, denn 388978 Italiener wohnen hier und das Deutschtum mit seinen Kindern erreicht 800000 Köpfe.

In Newyork kann, um das Wort de? alten ^ritz In etwas veränderter Bedeutung zu ge« brav*««. feder nach seiner Farcm selig werden. ES ist wobl kein Religionsunterricht der Welt," der nicht hier eine Kirche oder doch ein Ver­sammlungslokal hätte Es gibt allein vier Sor­ten Methodisten, di« Mährischen Brüder flotte­ren frier mit einem halben Dutzend Gemeinden, die Swedenborgianer haben eine Kirch«, die Ge­sundbeter ihrer mindestes ein D"tzend. e* hier Mormonen, Welsch-Ealvinifien. Dutzends von Synagogen für die otthvdoren aller Juden! bis zu den fortietettttennen Reformgeme!«- ben, man frit ..Jünger Cbrtttt", Spiritualisten 'Md sogar Waldenler. Vnaeadfrtct der außeror­dentlichen Verschiedenartigkeit der Elemente. auS denen die Bevölkcruna Msawmengesctzl ist zwei Drittel aller Ngwvorker sind im AuS- fan'oc geboren oder doch Kinder nen Einwan­derern wickelt sich das ganze Lehen in btt "sattesten, man^tte saien. aeräufchlose- ft e n Weise ab. Die Tiesfrabnw-men und cm. freie Verkebrsmltt-°s sind Fels überfüllt, aber di? Zahl der sich- aus diesem Zusammenpferchen vo?, Menschen ergebenden Konflikte ist außerordenf^ lich gerinn Irgend etwas e-freint dun. Rcwyg-, fer zu sagen, daß er RückN^en au° o^tzers ae- gttete Menschen nehmen M"N, wenn überhaupt das Leben erträglich sein soll. Ter Newhorker

Wartungen entspreche. Der Bericht sei zu dem Schluß gekommen, daß ein weiteres Z u - warten von sechs Monaten Frankreich die Erträgnisse aus dem Ruhrgebiet bringen würde, auf die es nach dem Versailler Vertrag Anspruch habe. Troquers verlangte am Schl»! *>-> Verlängerung der Besetzung bis an»! 31. Mürz 1924 und die Zollabtrennunr von Deutschland Nack einem wetteren %erW

(Privat-Telcgramm.)

Genf, 25. Juli.

Dir Turiner Stamva meldet aus Rom, man balle in Rom durch die englisch« Note die euro­päische Spannung für in keiner Weise ge- mildctt. Die Zustimmung Italiens würde nichl genügen, um für Deutfchland ein schnelles Rc ultat zu erreichen, das allein noch den schnellen wirtschaftlichen ZusarnrnenbruchDentsch. l a n d s aufhalten könne. Die Hoffnung Ita­liens sei eine gleichgerichtete ANion des heiligen Stuhles. Ter Starnpa zufolge wurde an bei Turiner Effektenbörse am Montag der Kurs der deutschen Mark gestrichen.