Hessische Abendzeitung
Nummer 180.
Einzelnummer 3000 Mk.
Sonntag, 5. August 1923.
13. Jahrgang
Einzelnummer 3000 Mk.
Englands beabsichtigte Eingriffe
Viele Eisenbahner, voran als Vertreter des
Münster. 4. August. (Eigene DrahtnE-
m.Ibrffchliesten »end bet deutschen Regierung einen 'ie vollständigen Finanzkontrollplan vor-
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2Btr verfechten Snglonbs Sache.
legen. Die englische KontrollSehSrde soll die Vollmacht erhalten, die deutschen Finanzen zu reorganisieren. die-Beamtengehälter usw. festzusetzen und eine A n l e i h e für Deutschland aufzulegen, ferner H y P o t h c k e n auf den deutschen Besitz auszuschreiben und Frankreich aus
den eingehenden Summen zu bezahlen, diese Hypotheken abgedeckt werden können.
Rotterdam, 4. August.
Wie Londoner Blätter melden, wird die englische Regie-nng e’r gesonderte Aktion
2n 1' V.*!"4a> Elnh-tnnfche Aufträge: Dt« «Mspalttg-Anzetgenz-ile 2500 Mcrrk.Fami. liennachr-tcht-n die Zeile 2200 Mark, die einwaltigeReklamezeile 7000 Mark b) AutzwärUge Aus.
an»el9en>cile 2.500 Mark die etnspalttge Reklame,eil« 7000 Mark, aller ein.
sch lieblich Teuerung,Uschlag und Anreigensteuer. S)6r Anzeigen mit besonder» schwieligem Satz .junbert Prozent Aufschlag. Für die Richtigkeit aller durch .Zernfprecher aufgegebenen An. irtgen, forole für Aufnahmedaten und Plätze kann eine Gewähr nicht übernommen werden Druckerei: Schlachthofftraße 29/30. SefchäftSftell-: kölnische Straß- 5. Telephon Rr. 95, und 952
Um den großen Bahnhof herum, entlang den Bergen, deren dunkle Wälder, an ihrem Rande, hoch über dem Ort, das Denkmal für die Osler ocs Weltkrieges, ernst herabblicken, vorüber an vielen, vielen Leuten, die aus der ganzen Um» aebung zusammengeströmt, geht der Zug. An der Straße bildeten Eisenbahner,- die freiwillige Feuerwehr, Turnerinnen und Turner, Krieger» verein itnb andere Vereine, teilweise mit umflor. ten Mahnen, ein ernstes Spalier, um sich bann' bem Trauerzug anzchschließen.
Vom kleinen Kirchlein von Kreiensen klingt eintönig das Glöcklein zu der Musik und Lang« fern geht es weiter durch den Ort zum Friedhbf am Bergeshang. Ein Massengrab war bereit, doch nur zwei Holzkreuze standen aufgerichtet. Dort senkte man die Heiden Särge in die Tiefe, dieweil der Wind in den Fahnen rauschte und die Blatter der Bäume klagen....
' Staatsmänner nicht bekannt werdet, können, so : unterliegt doch für jeden, der sich über diesen Widerstand klar ist, kein Zweifel, daß England selbst heute ein großes Interesse an der Fortsetzung des Widerstandäs haben muß. Denn bräche er zusammen, so würde das den Zusammelrbruch der englischen Politik bedeuten, da England doch immer*Weber behauptet hat, das Ruhrunternehmen sei unverständ- lich, gefährlich und schädlich. Man nimmt an, daß die Wendung der Rede nur eineHöflich- keits sorm gegen Frankreich gewesen ist und weiter gebraucht wurde, weil auch im englischen Kabinett Franzosensreunde sind.
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Lrebesopfer für die Märtyrer.
Rotterdam, 4. August. (Privattelegramm.) Nach Londoner Blättermelbungen hat Ramsay Macdonald seine im Unterhause gegebene Anregung, durch den Ankauf von N a h r u n g s- mitteln und Kohle Deutschland wieder auf die Füße zu bringen, in abgeänderter Form auch den Englischen Gewerkschaften unterbreitet. Me Arbeitsgenoflenschast habe bereits den Maodonakbschen Antrag, der offiziell vom Bergarbeitelverband eingegangen war, befürwortend den Gewerkschaften zugeleitet, er wünsche allgemeine gewerkschaftliche Sammlungen für die Familien der ausgewiesenen und verurteilten Ruhreinwohner.
Achtunbsechzig Milliarden geftvdien.
Wilson in der Kamyfareno.
Rotterdam, 4. August. (Eigene Drahtmel- dung.) Aus Nswyork wird gemeldet: Ter Na- me Wilson taucht wieder auf. In Newyork wird behauptet, daß die demokratische Partei den früheren Präsidenten Wilson zu einem politischen Vortrag zum 17. August nach Newyork geladen habe, was auf ein Wtederauftre- ten Wilsons in Wr politischen Arena schließen läßt. Es ist das erste öffentliche Austretnn Wilfons nach Beendigung fbiner Präsidentschaft.
An Hardingo Totenbett.
Der Eid des Nachfolgers. — Totenfeier, j (Eigene Drahtmeldung.)
Rotterdam, 4. August.
_Ste Vorgänge im englischen Unter, und Oberbause. die die lange erwartete Regierungserklärung brachten, zeigen wieder, wie gut man int, wenn man von der englischen Hilfe nickst allzuviel hält. Bewachtet man die Debatte die den Regierrrnaserklärnnaen im Unterbaust folg, te. so zeigt sich mit erschreckender Deutlichkeit, w>e entfernt no-st die englische Einstellung von e,ner richtigen Würdigung de- Dinge ist Man bar nämlich von zwei Möglichkeiten gesprochen von der deuischen Kapitulation oder unsere n Zusammenbruch. Als ob beides nicht das Glei- che Ware. ...apitnlieren wir, so ergeben wir itna bfn Franzosen mit Haut und Haar, brechen wir Zusammen so wird Poinearä sich nicht scheuen, ""t^uns ebenso zu verfahren, als toenn w r '-a-ssgeben hätten. Worin das englische Parla-
Genf, 4. August, lEigens Drahtznelduna.) Ter „Eorriere della Sera" meldet aus Paris: Der deutsche Geschäftsträger hat am Freitag gegen den Verkauf der im Ruhrrevier geraubtch, deutschen Markbestände, deren Höhe mit 9 5 0 Milliarden Mark beziffert wird, an den Börsen in London und Newyork prote st i e r t, mit der Begründung, daß diese V'r- käufe den Marksturz rapid beschleunigt hätten.
England und die Ruhr.
Die eiserne Ruhrfront. — Westfalchigeist.
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin, 4. August.
TU Raffelet Neuesten Nachrichten erscheinen wöchenlli» sechsmal und zwar ad end«. ®rr ’Bt bU 3elt D0In 1 bis 15. August 35 000 Mar! bet freier Zustellung » »KchSstSstelle abged-u 34400 Mark. Bestellungen werden jeder,eil entgegen^ derlag und R-daition: Schlachlbofftraß: 28/30, Fernsprecher Nummer ,n* “”b unverlangt eingefandte Beiträge tann die Redaktion eine Verant.
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Aus dem Ruhrgebiet ist eine Meldung eingetroffen. wonach der Anhalt der englischen R e- giernngserklSrung im Ruhrgebiet der Gegenstand eingehender Besprechungen füh- rend-jr Persönlichkeiten des EinbruchSgebiets gewesen ist. Dabei wurde eine Entschliessung angenommen, mit der Forderung, daß einer Rückkehr zu normalen Verhältnissen das Zurückziehen der Besatzung, Auflösustg der Eisenbahn- rcgie^ Freilassung der Gefangenen und Rückkehr der Ausgewiesenen, vorausgehcn müsse. Die Entschließung versichert, daß die Ruhrbe- »ölkerung einig sei in der Abwehr aller ranzösischen Pläne im Ruhrgebiet.
ment in der einen oder andern Lösung eine Be- endigung des trostlosen, beunruhigenden Zustandes sieht, ist deshalb unerfindlich.
Dir Vorschläge, die in England aus den vielen Worten erhoben werden, bleiben für Deutschland unannehmbar. Mit Recht hat der Vor- wäris, der gewiß unverdächtig ist, darauf hinge- wiesen, daß wir eigentlich froh sein können, keine Verständigung zwischen England und Frankreich zu sehen, denn der englische Vorschlag enthielt Bedingungen, die keine deuffche Regierung geben könnte, die diese Vorschläge zur Verhandlungsbasis gemacht hätte. Was will England? Die deutsche Unterwerfung, es will zwar materielle Unterstützung gewähren und auch di? deutschen Zahlungen anfschieben und zurückstellen. aber daneben verlang' cs eine Fi-' nein z'k entrolle, also eine Knebelung im weitesten Maße und schließlich werden noch «S- dere Methoden notwendig sein, denn man sprach eigentlich zu deutlich in London von der EtzstNr- kung der deutschen Andustrie, die eine Gefahr für England werden müsse, sich als unliebsamer Konkurrent auf dem Weltmarkt zeigen werde und daher rechtzeitig auf das Absatzgebiet Rußland gelenkt werden müsse. Jedenfalls haben wir uns darauf einzustellen, daß England durchaus nicht gewillt ist. Deutschland bie große und notwendige Freizügigkeit zu belassen.
Liniere zerrütteten Finanzen
Wie England durchgreifen will.
(Prtvat-Telegramm.)
Srauerfeier.
An den Särgen der letzte« Kreienser Opfeit. Unser zur Trauerfeier für die Spser der Dahnkata- strophe nach Kreiensen entsandter Schriftleiter de» richtet über die feierliche Handlung da- Folgender Und abermals fuhren wir nach Kreiensen.
Abseits, auf totem Gleis, stehen noch die Wagen des Unglücks. Ein Denkmal jenes unglückseligen letzten Julitags. Vom Bahnhofsgebäude wehen die Flaggen halbmast. Di« blaugelbe Braunschweiger, die schwayz-rot-goldene Reichsfahne. Aus den Fenstern des haltenden Zugs blicken ernste Gesichter. Feierlich in Schwarz gehüllte Herren bewegen sich aus dem Bahnsteig.
Nach der Gasanstalt begeben wir uns. Auch auf ihrem Dache weht halbstock die Reichsfahne. Der graue Ort des Dienstes wurde zur Totenhalle. Durch Tannen schreiten wir dorthin. Und Tannen bekleiden die Wände, umgeben de« Mar, mit flackernden Kerzen drauf, die das Knizifix flankieren. Wer Särge sind noch unter Grün und Blumen in der Halle. Die übrigen traten bereits die Fahrt nach der Heimat Derer an, die man in sie gebettet hatte.
Ein Bruder und eine Schwester des 39 Jahre alten Kesselschmieds Hube aus Posen waren von Berlin gekommen. Sie wurden zu Vertretem der gesamten Betroffenen.
Englische Volltik.
Frei von Beeinflussung?
-Der englische Botschafter in Berlin, Lord ^Mbernon, hat der Regierung zu verstehen gegeben, England würde seinen politischen Kurs wechseln müssen, wenn eine Rcgierungsneubi'- dung, vielleicht sogar nach einer längeren Krise käme Von Lord Curzon erfüllt der deutsche Botschafter tn London, Dr. Sthamer das gksciche. Man müßte daraus den Schluß zsichen, endlich eine Beständigkeit in der englischen Politik erngekehrt sei, die beeinträchtigt werden wurde, wenn die Voraussetzungen von Deutschland nicht erfüllt würden. Indessen sträubt sich das deutsche Empfinden noch immer, daran zu glauben, England könne wirklich mit Frankreich brechen, um in Sonderverhandlungen mit Deutschland wenigstens eine Teillösung der Re- porativnsfrage zu erreichen. Jedenfalls tut man lange skeptisch zu fein, ehe man nicht den Beschluß des englischen Kabinetts kennt, der ja endlich fallen wird, ob mit Frankreich weiter verhandelt werden fall oder wirklich eine Sonder a k t i o n mit Deutschland angebracht erscheint.
_®erün, 4. August. (Eigene Drahtmewumr.) Drv Bemerkung in der Rede Baldwins, er hätte Deutschland vom passiven Widerstand a*-geraten, bat in Berliner Regierungskreisen überrascht, marna® umrenunaen über auch ixe Aeußemngeu sührend«^M<Lr to.iföeiten ®
Schließlich aber erkennt man, daß in Eng land die Unvernunft doch niM mehr so groß i't, wie noch vor kurzer Zeit, sondern sich Stimmen erlteben, die die englische Regieriing auf den einzig möglichen Weg drangen. Wenn die „Times - darauf Hinweisen, Frankreiech wolle sich durch die Zerstörung Deutschlands die Vorherrschaft tn Europa sichern, die gestützt au? die französische Militärmacht, so heißt das de tu auch für England, den Kurs umzuwerfen N>e- mals könnte es dulden, die Macht Frankreichs noch weiter schwellen zu lassen. Schließlich wurde diese französier Hegemonie sich gegen England richten und die englische Not nur noch vergrößern. Auch in- England darf man sich Nicht darüber hinwegtäuschrn, der Berbündew werde es nicht wagen, gegen das groß- Albion seme Bataillone anmarschieren zu lassen O Frankreich hat diese Möglichkeit Wohl schon' lange in R-ckmung gestellt. In Europa ist es durch Wilson und Lloyd George zu der Machtstellung gelangt, die ihm schon das Arni des unbeschränkten Dittators zuerkennt. Hök- lichkeitsphrasen können darüber nicht hinw-a» täuicben. Bonar Law ließ c? schon mit Frankreich zmn Bruch kommen, weil er empfand, er werde sich niemals mit Po-nearö auf halben Wege treffen. Baldwin muß, toenn er den Kurs seiner Politik beidebalten will (umfo- ntehr, als die englische Meinung inzwischen doch erheblich stärker von Frankreich abgerückt M die Gefahr eines Bruches mit Frankreich auf uw nehmen. In diesen Tagen iegenfalls fällt in London die Entscheidung, aus der wir nicht nur über die Zukunft Deutsschlands einige ' Schluffe zu ziehen vermögen, sondern auch, ob ' bie unvermeidliche Auseinandersetzung zwischen ' England und Frankreich noch lange auf sich war- > ten lassen wird >
Die tägliche VMionenflift.
Berlin, 4. Augrist. (Eigene Drahtmeldung.) Neber die Zahlunqsmittelnot wird von unterrichteter Seite miloeteift, daß die tägliche Erzeugung von Banknoten auf Hier Billionen gesteigert worden ist. Spätestens am Donnerstag würden acht Billionen zur Ablieferung kommen. Das sind Zahlen, bie all-- Begriffe übersteigyn, und die dem Auslande Material liefern für die Forderung nach einer rücksichtslosen Finanzkontrolle. Zu bc- rücksichtigen ist, daß bei Beginn der Ruhrbesetzung im Januar der Notenumlauf 103 Billionen Mark betrug, während jetzt an einem Tage allein vieir Billionen angefertigt werden.
Frankreichs DSrsrnmcrnSver.
lolMr^ardw^^^bis^^a ar* I dkie sah der einsame Totenhof von ftreienfcn, fi- nnffrffijerifle Vizepräsident Dr. solche TrauerveAammlung. Noch einmak wer-
« e r f8n frA „ «P« alle SchreAnsbilder wach, die es am
. ™LrJ°l^u,L9SeJ1> tior den in Washmg- t Dienstag gab. In des Friedas stillen Grün-
ton anwesenden Senatoren und den Ministern I Den " ~0 sang der Chor ° TQnn tritt ber
Set Harding geleistet. evangelische Geistliche vor. Pasto? Struve ^spricht
den Eid aut die Bi- von der tiefen Trauer, in die der schwarze 311
bina5 toirt inanem’ *“r* die Menschheit versetzt hat und durch seines
n atel Worte gebt immer wieder die ernste Mahnung:
Pi Se**c, Der Tod ist nur eine Handbreit von uns enr- Mushlngton übcr,uhrt und feierlich aufgebahrt. I sernt! Die chleiche Mahnung richtet der kathö- _,„*** I lisch« Seelsorger von Einbeck an die heutige Zcir
■Sm Schatten des Todes. der Leichtlebigkeit. Niemals wurde die Wahr-
Genf, 4. August. (PrivaftelearaMMll Die des Wortes, daß wir mitten im Leben vom Betrachtungen der Pariser Presse über die poli- umfangen sind so erschütternd bekundet als tische Lage wurden in den gestrigen Zeitnnmn durch das gräßliche Unglück von Kreiensen. Und durch bie Kommentare zum Tode Hardina^ toenn mancher, dem die Katastrophe die Lieben völlig zurückgedrangt. Der B ö l k e r b n n d s -1 S.eiau6t’ die bange Frage aufwirft, wie der gü- rat hielt am Rachmittag eine Tranersit I"Se Gott Solches zulassen konnte.... nicht irre zung ab, in der dem Verstorbenen durch den I *%_rbcn - XfCK ®ir- Goft gegenüber nur italienischen Delegierten ein Rachruf gewidmet uA- Em kleiner gehler stürzt daS
wurde. Gleichzeitig wurde eine ¥ei(etb5nhreffe imi> te^isch«
an den amerikanischen Botschafter vorgeschla^en. I L'Kgenbsick dr^GeftiYrs^'^ " m 1<5*
OieBentägige Iraner am englischen »of. - ®ltflen,f*W«ten sich, als ber Chor erneut zu
affin nlnCff Lmrdon hat Geheimrat Z i r kle r an das Grab, um im Auf.
l-bims V d anläßlich des Ab-1 trage des Reichsverkehrsministers und zugleich
Holding eine Hos-I vm. Namen des Reichspräsidenten den AnaehSr^
e.; n e 1 Woche angeoidnel. <Ans-I gen der Opfer wärmste und tmtm"'- «ni. n. ö« ätotiünS «rufjnähme auszusprechen und Denen zu danken,'die
oer zwelteu ©eitt mitaeholsen an dem Rettungswerk, hie ficMeen
Meter Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung * *"
Wenn England eine gerade und ehrliche Po- lckit, frei von Aengsten und Beeinslilffungen treioen würde, müßte es aus der Haltü,lg Frankreichs ohne weiteres ersehen, daß so bald keine Verstänoigung möglich ist. Frankreich will diese Verhandlungen hinschlevpen. Zeit gewinnen will es, womöglich den Winter herankommen Wen, vor dem England eine ausgesprochene ?nSft$u haben scheint. Und unter dem Druck des Winters hofft Poincarä von England Zugeständnisse ju erzielen, bie alle seine Wüniche ucrrtebiflen. Awch dis „Simes" deuten darauf tzln, toenn sie sagen, Frankreiech rechne noch im. mer mit ber Schaffung eines Rheinstaates. D.c Besetzung des linken Rheinufers solle verewigt werden. Und dieses Zugeständnis soll England maaren, unter dem Druck der Wintergefahren. Verschleppung ist ein wichtiges Kunststück bet fran-vsiswen Politik von jeher gewesen Und der Erfolg dieser Taktik hat noch niemals getrogen. Wenn England sich setzt nicht freimachr, wenn es sich auf das Verfchleppiingsmanöver «mläßt, können wir getrost uns darauf einstellen, bau Poineare fein Ziel erreicht, daß er endlich das englische Ja und Amen zu der Dauerbesetzung der Rheinlande, zu der Schaffung der neuen Republik unter fran-ösischen Bajonetten erhalt.
Reichsverkehrsministers Geheimer Oberbaurar Zirkler, ferner Präsident Reissen - Kassel, zahlreiche Beamte, Vertreter der Presse, zwei Geist- i . ~liche > als Vertreter des Braunschweigischen
ÄL f!T“s b Str-^'^chmlL- Wirtschtz
X«1 ?" c«Se-rrrt-rt^'>er ^?dr!k raub-!an den Särgen niedergelegt. ’eri*
»en sie achtzehn MilNckV»,*.« LohngÄder.I Pastor Struve aus Greene bei Kreiensen trift an den Altar und spricht ein Gebet, tvährend Der neue Vrasioent. vor dem Totenraum ein Ehor der Männerge-
- * sangvereine Harmonie und Germania aus Krei-,
^zn Hardrno« Fayrwaffer. ensen, sowie des Gesangvereins Eoncordia aus
tPrtvat-Trlearamm.1 t Billerbeck, geleitet von Prokurist Haun von ber
Rotterdam 4 August um das Rettungswerk verdienten Firma Burgs, Dch „Courant" meldet aus Löndon- Presse £"'5^7 ^^ich den Choral an-
t ä t aemnüber^ben F.nben ssrüwbelaubtcn Wagen mit 1-^^3061-
M ck h r"h e i 1 der Ameren n- Hängten Wenden. Zwei Särge bleiben zurück,
aber non drr^arnS-n kcdenfalls Gedämpfte Musik setzt ein. Die Musikkapelle des
gebiKasseler Eisenbahnvereins unter Leitung von hnrnnf J dol't'k auch strner I Eisenbahnsekretär Rühruv spielt die Tiauer-
•nrouf Cittpt tft, Jfntttifn t>on btn 6?rfd^üttCs I tveife* £Vcfu8 weine rangen in Europa möglichst fernznhalten. 1 memc ^zuverMr...