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13. Jahrgang
Sonnabend, 6. Oktober 1923.
vtummer 233
Einzelpreis 3 Millionen Mark.
Einzelpreis 3 Millionen Mark.
Gtresemanns neue Kabinettsbildung.
Lim die Arbeitszeit.
Vermehrung der Produktion.
Aus parlamentarischen Kreisen wird uns ge» schrieben: Die parlamentarischen Kämpfe, die in diesen Tagen zur Regierungskrise geführt Haden, sind nur zu verstehen, wenn man sie in Zusammenhang bringt mit der Entscheidung über die grundsätzlichen und lebenswichtigen Probleme unserer Notzeit. Das deutsche Volk steht im größten Ringen um seine Existenz. In diesem Augenblick, der uns außen- und innenpolitisch in einer geradezu trostlosen Versassung findet, gilt es, diejenigen Kräfte im Innern zusammenzurufen, die nicht nur das Wort im Munde führen, sondern auch zu entschlossener Tat bereit sind. Die Kernfrage, die die Stunde beherrscht, ist die: Ist es überhaupt tn Deutschland noch möglich, aus eigener Kraft Ordnung zu schaffen? Und für die Beantwortung dieser Frage ist die Stellungnahme zu der Frage notwendig, ob eine Instanz geschaffen werden kann, die unter Ausschaltung aller politischer und parlamentarischer Lähmungen die Dinge wirtschaftlich zu meistern weiß.
Das Grundproblem ist das der Produktion: Die Stunde für die Entscheidung über die Arbeitszeitfrage ist gewmmen. Unser nieder- geworfenes Volk und seine verarmte und zerrüttete Wirtschaft können nicht gesunden, wenn man nicht die Forderung der Mehrarbeit in die Tat umsetzt. Wenn von den Bergarbeitern ein achtstündiger Arbeitstag einschließlich Ein- und Ausfahrt (gegen achteinhalb Stunden im Frieden) gefordert wird, dann muß auch von den anderen Industrien, vor allem auch von den Verkehrsanstalten des Reiches, eine der Vor- kriegsarbeit gleichkommende Leistung gefordert werden. Sonst sind die Bergarbeiter für die Mehrarbeit nicht zu gewinnen. Der Bergbau aber ist das Brot für alle übrigen Industrien. Für gefährliche und gesundheitsschädliche Betriebe soll es bei dem Achtstundentag bleiben, der als ein sanitärer Maxi- malarbeitstag gedacht, also darauf eingestellt ist, daß in der Urproduktion die Arbeitszeit auf dasjenige Maß erhöht wird, das gesundheitlich zuträglich ist.
An diesem Problem schien eine Zeitlang das ganze Gefüge unserer gegenwärtigen politischen und parlamentarischen Konstruktion zugrunde zu gehen. Die Sozialdemokraten, die an dem Achtstundentag als der letzten „Errunaenschaft der Revolution" krampfhaft hängen, fühlen sehr wobl die Bedeutung dieser Entscheidung für ihre Stellung zu ihren Anhängern im Lande. Andererseits können sie sich aber auch nicht den Notwendigkeiten der Stunde entziehen. Bei den jetzigen Verhandlungen um das Ermächtigungsgesetz, das der Reichsregierung außerordentliche Mistel zur Ergreifung finanzieller, sozialer und wirtschast- licher Maßnahmen in die Hand geben soll, hat die Sozialdemokraste mit äußerster Erbitterung um das Problem der Arbeitszeit gekämpft. Die bürgerlichen Parteien standen in geschloffener Front gegen die Sozialdemokratie und verlangten von ihr ein klares Bekenntnis zu der Frage der Mehrproduktton. In dieser Zeit, die von allen Seiten Opfer verlangt, sei es untragbar, daß unsere Wirtschaft nicht nur nicht auf dem Friedensstand angelangt ist, sondern weit darunter hinsichtlich der Produktivität rangiert.
Im Kabinett (vor dessen Rücktritt) hatten die Sozialdemokraten den letzten Darlegungen der bürgerlichen Vertreter nicht widersprochen, und man kam zu folgender Formulierung über die Arbeitszeitfrage: „Die äußerste Not des Volkes in schwerstem Ringen nm seine wirtschaftliche und polittsche Existenz zwingt uns vorläufig, in der Urproduktion die Arbeitszeit wieder in dem Maße zu erhöhen, das gesundheitlich tragbar ist. Insbesondere im Bergbau unter Tage ist eine achtstündige Arbeitszeit einschließlich der Aus- und Einfahrt notwendig. In den übrigen Industrien muß die Möglichkeit zur Ueberschreitung der achtstündigen Arbeitszeit gegeben werden. Für die öffentlichen Verwaltungen (Verkehrsbetriebe) sind diese Grundsätze sinngemäß anzuwenden. Für die gefährlichen und gesundheitsschädlichen Betriebe ist der Acht- stunden-Arbeitstag beizubebalten."
Diese Formulierung fand aber in der Frak- tionsbesprechung der Sozialdemokraten Widerspruch und schließlich gab die Fraktion ihren Vertretern im Kabinett die Weisung, aus der Regierung zurückzutreten. Nun steht das neue Kabinett auf dem Standpunkt, daß der parlamentarische Einftuß auf die Regierung beseitigt werden soll. Mit einem Regierungs-Kollegium, das durch eine Fülle von parlamentarischen Instanzen, Ausschüssen und dergleichen auf schritt und Tritt gehemmt wird, sei das nicht zu machen. Der Parlamentarische Apparat in seiner jetzigen Gestalt sei zu schwerfällig, um diese Dinge, die schnell und entschieden durchaesuhrt werden müssen, »t meistern. Notwendig sei eine kleine, inner!ch geschloffene und von ein- h e i t! i ch e m Willen beseelte, zu entschlossenem Handeln bereite und fähige Instanz, die
Eine Art Direktorium.
Keine Abhängigkeit von den Parteien. — Streit «m das Ermächtigungsgesetz. — Möglichkeit einer Diktatur.
Berlin, 5. Oktober. (Privattelegramm.) Bis zehn Uhr vormittags war das neue Kabinett noch nicht bekannt. Es verlautet nur, daß die Zusammensetzung des Kabinetts so weit abgeschlossen ist, daß Dr. Stresemann selbst neben dem Reichskanzleramt das Auswärtige Amt beibehält. Minister Dr. Getzler soll neben dem Reichswehrministerium das Ministerium des Innern verwalten. Generaldirektor Minoux ist das Wirtschafts- und Finanzministerium angeboten; cs ist aber nicht bekannt, ob er zum Einttitt in die Regierung bereit ist. Minister Dr. Brauns wird das Arbeitsmini- stcrium bcibehalten. Für das Ernährungsministerium ist eine Persönlichkeit noch nicht genannt. Es soll jedoch ein Mann sein, der das Vertraue» der Landwirtschaft besitzt. Die übrigen Ministerien sollen nicht besetzt, sondern bis auf weiteres durch Beamte verwaltet werden. Das ner-c verkleinerte Kabinett will sich vom Reichstag unabhängig machen, so daß es eine Art Direktorium bildet. Der Reichskanzler wird heute mittag in der Lage sein die Zusammensetzung des neuen Kabinetts mitzuteilcn. Heute nachmittag wiro im Reichstag die Regie, rungserklärung des Kanzlers abgegeben.
tim das Ermächtigungsgesetz.
Berlin, 5. Oktober. (Privattelegramm.) Einen wesentlichen Bestandteil der heutigen R e- gierungserklärung wird das Ermächtigungsgesetz bilden, an dem die große Koalition geschottert ist. Das zweite Kabinett Stresemann wird die gleichen Verordnungen für Vollmachten
auf finanziellem, wirtschaftlichem und sozialpoli- ttschem Gebiet fordern, die das erste für unbedingt erforderlich hielt, um der innerpolittschen Schwierigkeiten Herr zu werden. Die Deutschnationalen haben sich gestern schon auf eine scharfe Oppositionsstellung festgelegt. Sie wollen jede Regierung bekämpfen, in der sie nicht einen starke» Einfluß haben. Von der So- zialdomokratie ist nicht vorauszusehen, ob sie der Regierung, aus der sie ausgeschaltet find, d-c Vollmachten gewähren, die fie dem bisherigen Kabinett nicht zugestehen wollte«.
Der letzte Dersuch. '
Berlin, 5. Oktober. (Privattelcgvnnm.) Innerhalb der Rcichstagsfraktton war gestern die Auffassung vorherrschend, daß es nach der Aussprache über die Regierungserklärung zu einer Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes kommen werde. Die Reichsregierung werde daraus aber nicht die Folgerung ziehen, den Reichstag aufzulösen. Auf diese Wahrschein ljchkeit wird auch in der dem Reichskanzler nahestehenden „Zeit" hingewiesen, in der erklärt wird, daß das Kabinett Stresemann den letzten Versuch mache, noch einmal aus verfassungsmäßigem Wege die Schwierigkeiten unse- rer Lage zu meistern. Gelingt es nicht, so bleibt die Fortsetzung der gesetzgeberischen Arbeit ohne das Parlament auf Grund andorer Bestimmungen allein übrig. Eine Fortsetzung der Arbeit ohne das Parlament, auf Grund anderer Bestimmungen, ist eine sehr klare Umschreibung des Wortes Diktatur.
mit den nötigen Vollmachten durch die Volksvertretung ausgestattei sein müsse. Mag man das auch Diktatur oder Direktorium oder dergleichen nennen, es kommt darauf an, daß wir das Ziel erreichen: die Rettung unserer zusammengebrochenen Wirtschaft vor dem völligen Ruin. Es hat keinen Zweck, zu verschweigen, daß unsere Finanz- und Wirtschaftslage heute hoffnungslos ist, daß es eigentlich gar keine Möglichkeit gibt, sie noch in Ordnung zu bringen, und daß es wirllich außerordentlicher Maßregeln bedarf, um uns wenigstens das nackte Leben zu sichern. Da muß versucht werden, was noch möglich ist.
Die Arbeit im Ruhrgebiet.
Neun und zehn Stunden unter fremdem Befehl. (Eigene Drabtmeltung.)
Aachen, 5. Oktober.
Gestern haben die Bergleute des Aachener Reviers die Arbeit geschlossen wieder ausgenommen. Die Belgier haben ange- ardnet, daß ab heute statt sieben Stunden acht Stunden gefahren wird und daß vom 15. Oktober ab neun und vom 1. November ab zehn Stunden unter Tage gearbeitet wird. Nach einer neuen Havasmelduna aus Düsseldorf wird auch an der Ruhr die Arbeit in den Bergwerken in immer größerem Umfange wieder ausgenommen. Eine Anzahl von Berg- werlsbesitzern, vor allem der Direvor der preußischen Staatsbergwerke, fei «fit Mitgliedern der alliierten Kommission in Fühlung getreten, um die Raturallieferungen wieder auf- zunechmen. Die Alliierten fordern die ratenweise Bezahlung der rückständigen Kohlen- ftruer und das Anblasen mehrerer Hochöfen.
Sie beschrankte Zulassung.
Düsseldorf, 5. Oktober. (Privattelegramm.) Nach einer Nachricht aus Brüssel herrscht in belgischen Regieruugskreisen die Auffassung vor, daß bei der Wiederzulassung der ausgewiesenen Beamten zwischen Reinlän- dern und Richttheinländern zu unterscheidon ist.
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Erst Arve«, bann Dertzanbiungen.
P a r i 8, 5. Oktober. (Eigene DraHtmeldung.) Der offiziöse „Temps" meldet, daß der Frage von Berhandluugen mit Deutschland erst nach dvr allgemeinen Wiederaufnahme der Arbeit im Ruhrgebiet nähergetreten werden soll Das sei frühestens in 3—4 Wochen der Fall. Bis dahin sei die Vcrhandlungsfrage vertagt worden. Der französische Botschafter in
Berlin habe der Reichsregierung nahegelegt, die Regierungsbehörden im Rheinland im Einverständnis mit der französisch-belgischen Bc- satzungsbchörde neu zu ernennen, ebenso die Behörden des Ruhrgebiets.
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Mberftcmd in der Pfalz.
P a r i s, 5. Ottober. (Eigene Drahtmeldung.) Der „Matin" behauptet, daß Generalstaatskommissar v. Kahr den Beamten in der P f a l z gegenüber eine Maßnahme ergriffen habe, die in eigentümlicher Weise die Beschlüsse der deutschen Regierung beleuchte, den passiven Widerstand ein- zustellcn. Er habe verfügt, daß alle gemäß Paragraph 1 der Ordonnanz vom 1. Mai 1923 tätigen Personen mit dem Tode oder lebenslänglichenr Zuchthaus zu bestrafen sind und besonders die Deutschen, die einer der Mächte Hilfe lei- st e n, die in Friedenszeit einen Teil des d e u t- schen Gebietes besetzt halte«,
Tumult vor dem Gericht.
Protest gegen Kahnes Freispruch.
(Privat-Telegramm)
Bettirr, 5. Oktober.
Im Prozeß gegen Rittergutsbesitzer von Kähne wurde gestern nach tagelanger Verhandlung und unter ungeheurer Teilnahme des Publikums das Urteil gefällt, von Kähne wurde von der Anschuldigung, einen jungen Menschen erschossen zu haben, der sich ohne Grund und ohne Erlaubnisschein in feinem Forst aufhiett, freigesprochen. Rach dem Freispruch kam eszulärmenden Szenen. Eine zu höchster W u t aufgestachelte Menge drang in das Potsdamer Gerichtsgebäude und wollte den Freigesprochenen lynchen. „Rieder mit dem Bluthund!" so wurde gerufen, und „Rieder mit den Geschworenen, die diesen Bluthund freigesprochen haben!" Weder dem Freigesprochenen, noch den Geschworenen war es möglich, das Gerichtsgebäude zu verlassen. Erst als Schutzpolizei auf Lastautos anrückte und Maschinengewehre in Sellung brache, gelang es, die rasende Menge aus dem Gerichtsgebärwe zu verdrängen. Unter dem Abfingen der Marsailleise zog dann die johlende Menge vor den Gasthof, in dem Herr von Kähne wohnre, lärmte stundenlang und warf Fensterscheiben ein. Rach scharfem Vorgehen mit der Waffe wurde die Menge Mftreut und es gelang, den Freigesprochcnen aus Potsdam heraus und in Sicherheit zu bringen.
Die Verantwortung.
Französische Umtriebe.
«ngeMtzt« ber fran,»fischen Umtriebe im Rhein land ft es notwendig feft ufteUen, batz di, Franzosen anch die Schuld an dem Aufruhr dee Souderdiiadlee in Düsseldorf tragen. Man berich ec un« das Rachfolgende darüberr Die französische Presse, soweit fie von der Regierung beeinflußt wird, oder die Politik der nattonalistischen Organisationen vertritt, versucht Wetter, die Verantwortung an den Düsseldorfer Vorgängen auf Deutschland abzuwälzen. Man versucht zu beweisen, daß die deutsche Polizei es war, die die Ausschreitungen durch unberechttgte Eingriffe provoziett habe. Man stellt ferner alle erdenklichen Behauptungen aus, die allerdings, auch noch so ost wiederholt, nicht imstande find, die Verantwortung und die direkte Schuld Frankreichs an dem Gemetzel in Dus. seld orf zu verwischen. Es kann nicht dte.Rcde fein von einer Provokation durch die deuffche Polizei oder die deutsche Bevölkerung; es sei immer wieder festgestellt, daß die Verräter es waren, die den ersten Schuß abgaben, und daß das französische Militär mit den Verrätern gegen die Bevölkerung und gegen die Polizei vorging. Diese Tatsache bestreiten nur die französischen Hetzorgane. Die gemäßigte französische Presse verzichtet auf die Wiedergabe von Berrch- tcn weil sie von der französischen Schuld überzeugt ist und richtet lediglich Mahnungen an Poincarö, sich von den Separatisten zuruckzu- ziehen, was immerhin die Situation genügend beleuchtet. Die englische Presse stellt die völlige
Unschuld der deuffchen Bevölkerung und der deutschen Polizei fest; die Berichte der Korrespondenten der englischen Blätter decken sich mit der Darstellung, die die deuffchen Arbeiter-, Angestellten- und Beanttenorganisationen tn einem Schreiben an den General Degoutte gegeben haben. In dem Schreiben wird festgestellt, daß die Düsseldorfer Bevölkerung durch Abwesenbeit gegen die Verräterdemonsttation protesffette, daß die Ruhe und Ordnung in der Stadt von feiten der Deuffchen gewährleistet war. Wenn es anders gekommen ist, so trage daran schuld, daß etwa tausend von den in Düsseldorf zusammengekommenen Verrätern bewaffnet waren mit Kenntnis und Duldung der Besatzungsbehörde. Diese bewaffneten Verräter seien es gewesen, die unter den Augen französischer Offiziere durch einen wüsten Terror die Ausschreitungen provozierten. Bis wer Uhr nachmittags sei es verhältnismäßig ruht« gewesen. Erst die Mißhandlung von vier städtt- schen Polizisten durch einen Verrätertrupp und die Erschießung eines Polizeibeamten hätten Anlaß gegeben, daß grüne Polizei zur Säuberung der Straße eilt greifen mußte. Die nach dieser Aktton wieder eingetretene Rübe sei durch das Eingreifen französischer Kavallerie, Gendarmerie und Jäger gestört worden, tne tn völlig unberechtigtem Vorgehen
die grüne Polizei entwaffneten und internierten. Bei dieser Mion hätten sich unter den Augen der französischen Besatzungsmacht die bekannten Vorgänge ereignet: die Polizeibeamten mußten im Laufschritt und Hände hock durch die Muhlen- straße lausen, ein bewaffneter Verräter brachte einen Polizisten zu Fall und vier Personen t r a t e n auf den wehrlos auf der Straße liegenden Dlann. Um den Körper des bedauernswerten Menschen wird ein förmlicher Kamps geführt, ohne daß die franziSstsche Gendarmerie ein» greift. Am Hindenburgwall dursten Separatisten die von den Franzosen festgenommenen Schutzpolizisten zu Boden schlagen und die am Boden Liegenden mit Mßen bearbeiten. Unter den Augen der Besatzungsttuppen durften bewaffnete Verräter in den Straßen Polizeidienste ausü'ben. — In dem Schreiben an General Degoutte sprechen die Organisationen, indem sie gegen das VorMhen der Verräter protestieren, ine Erwartung aus, daß der General als Oberbefehlshaber das Vorgehen des französischen Militärs nicht billigen und dafür Sorge tragen wird, daß die Sicherheit der Düsseldorfer Bevölkerung nicht mehr gefährdet wird. Eine Antwort auf den Protest hat General Degoutte persönlich bisher nicht erteilt. Dafür hat der ihm unterstellte General Denvignes die Düsseldorfer Schutzpolizei aufgelöst und ver- fügt, daß die Angehörigen der Schutzpolizei in- terniert bleiben. Diese Anordnung durste die höhnische Antwort Degouttes auf die An- flagen der Gewcrffchasten sein und gleichzeitig ein Eingehen auf die Forderungen der Verräter, die bei der Rheinlandkommission und dem General Degoutte verlangt hatten, man möge ihnen die Polizeigewalt im Rheinland Werttagen.
Ein stanzösisches Eingeständnis.
Paris, 4. Ottober. Der Berichterstatter bc5 „Journal des Debats" -in Düsseldorf sprich! über die Zahl der Sonderbündler, die am sonntag in Düsseldorf versammelt waren. Die Zahl de-