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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 284

Einzelpreis: 150 Milliarden.

Dienstag, 18. Dezember 1923,

13. Jahrgang

Einzelpreis: 150 Milliarden.

KH

Vomcares Einschränkung fit Verhandlungen

sc deutsche Fühlungnahme in Pari«. I Bor dm Wrtesten Anforderungen

Die

Ernste Worte des Reichskanzler Marx

und deS Außenministers Stresemann

Rffn öntaesentommen.

A

Hm den BeamtenahAau.

Stellungnahme der radikalen Gewerkschaft.

lung. Bon einer Zusammenkunft der alliierten Staatsmäimer zu sprechen, ist verfrüht.

«exaweeeen»

alliierten

D«Temps" meldet noch über den Besuch v. Hoeschs beim Ministerpräsidenten Poincars, dass Herr v. Harsch schriftliche Borfchkäge der deutschen Reichsregienmg dem Ministerpräfiden- ten eingehändigt habe, die auf die Erklärung der deutschen Zahlungsunfähigkeit vor. bereiten, falls keine neue Regick-mg über die Reparationen und die besetzten Gebiete zustande komme. Pomcars habe sich auf die Erklärung beschränken müssen, daß er das Ansuchen Deutsch­lands dem französischen Kabinett zur Ent-

Hauptstädten ein deutsches Memorandum überreicht worden mit dem Ersuchen, zur Ver­meidung der dentscl>en Zahlungseinstellung die Reparations- und die Ruhrfrage nm zu regeln. Als der deutsche Botschafter in N o m "das Schriftstück bei der italienischen Negierung über­reichte. dauerte der Besuch über eine Stunde

die Herstellungskosten des Papiergeldes von einem Jahr zum anderen lawinenartig an­schwellen. So gab die deutsche Reichsbank im Jahre 1921 für Bankuotm an fe rti gnn g 262,1 Millionen Mark aus. wohlgemerkt nur für die Scheine von 20, 50, 100 und 1000 Mark. Die damals am meisten benutzten Scheine (1, 2 und 5 Mark) waren jedoch Darlehnskassen.scheine; ihre Produktionskosten werden im Bericht der

2!n sLmNiLe Myrten.

^..derlin, 17. Dezember. (Privattelegramm.) xöie wu erfahren, ist am Sonnabend nutzer in

Berlin, )7. Dezember. (Eigener Draht­bericht.) Im Rahmen eines Gesellschaftsabends deS Vereins Berliner Presse hielten gestern Reichskanzler Dr. Marx »nd Reichs- außenminister Dr- Stresemann bedeutsame politische Reden Der Reichskanzler führte unter anderem aus, daß die nächsten Wochen vielleicht die schlimmsten Anforderun- g e n an die deutsche Bevölkerung stellen würden, Anforderungen, wie sie keine Zeit vorher, auch nicht die Kriegszeit stellte. Geradezu heldenhaft« Opfer werden in nächster Zukunft von uns allen verlangt worden. Maßnahmen unge­heuer schwerer Art sind bereits in der Regie- rimg beschlossen worden und andere werden in nächster Zeit folgen. ES werde vom deutschen Opfersinn außerordentlich viel erwartet. Dr. Strefemann, mit lebhaftem Beifall empsan- gen, wies zunächst darauf hin. daß in den aller­nächsten Tagen die Veröffentlichung von zwei Serien derjenigen Akten erfolgen werde, die von Mitarbeitern des auswärtigen Amtes herans- gegebcn worden sind, um Licht zu verbreiten über die deutsche Au enpolktik der vergangenen Zeit. Dr. Strefamann ging dann auf die vorliegenden

Deutschland und Frankreich.

Schriftliche deutsche Erklärung.

(Eigener Drahtbericht.)

Pari«, 17. Dezember,

Paris. 17. Dezember. (Eigene Drahtmel düng.) Der neue deutsche Schritt in Paris hat in Pariser Parlameniskreisen eine vorüber- gehende Beunruhigung hervorgeruftm. Die Abge­ordneten des nationalen Kammerblocks waren bei Poincarö, um ihn wegen der Haltung gegen­über dem neuen deutschen BerständigungSversuch zu befragen. Der Ministerpräsident hat den Her­ren berhsgende Versicherungen gegeben, er werde n i ch t von denjenigen Richtlinien a b w e i ch e n, die er in der Kammer am 2. November dargelegt habe; nur auf dem Wege vollster Befrie­digung der französischen Ansprüche wurde Deutschland RachsiM und Moratorium er­halten. DasEcho r.e Paris" billigt die Erklärun­gen PorncarSs, der die Brrhandlungsfragc mit Deutschland ausdrücklich offen lasse denn ohne neue Verhandlungen sei eine Regelung der chwebenden Forderungen an Deutschland nickt moglsch. Auch die Anschauungen der übrigen Alluerten bedürften der Schonung.

Sie Kofieler Sieuefleti l'inrf ten «Meinen mndientriri. na dm trans. Ter Adonne-

mentSprei« beträgt für Die Woche vom 17. bis 23. Dez.mb r 800 SlilltarDen bei freier guNelluna rnS Hau ,in der lÄsfHüslsn. nbgedoU770Millfarde i. Bestellungen werden jeder-eir entgegen, genommen «erlag uns Redution: Sch (acht!-,oMratzs 28/30, Fernsprecher Nummer 851 und 9o2. Vrttt unverlangt eingesandte Beitrage kann die Nedattton eine Gerant. Wartung or^r Gewähr IN teinein Falle übernehmen. Rückzahlung des BerugSaeldcs oder «nspruche wegen etwaiger nicht ordn mgsm ibiger Lieferung ist ausgeschlonen

Postscheckkonto Frankfurt a M. Nr. 6380. w

sich wirklich vom Stand der deutschen F i - nanzen überzeugt. Dr. Stresemann erftärte, daß die deutsche Regierung ihre Bücher vollkom­men geöffnet darlegen könne und daß Deutsch­land keinerlei Geheimnisse habe, die die Kam- Mission nicht prüfen könne. Das Gleiche gelte von der Prüfungsarbeit der zweiten Kornmif- sion. Dr. Strysemann erklärte, er werde jede internationale Bereinbanmg >»nterstützen, durchs dio die Banken veranlaßt würden, überall! das Bankgeheimnis aufzuheben. Wenn das deutsche Volk Not leide und hungere, dann haben wir, sagte Stresemann, keine Rück­sicht zu nehmen auf die Elemeute, die in solcher Zeit ihr Vermögen ins Ausland gebracht haben. Er gelle sich zur Mitarbeit bei dieser Kommis- sionsarbcit zur Verfiigung «nd betonte, daß zum Zwecks der deutschen Sanierung nicht nur die entftohenen Kapitalien, sondern auch fremde Kapitalien nach Dcutfchland gebracht werden müssen, um die deutsche Wirtschaft in Gang zu! bringen. Zum Staat aber gehöre eine

feste Umgrenzung der Souveränität.

Wo aber, so fragte er, besteht diese am Rhein und an der Ruhr und wo endet da? Bereich der deutschen Reichsbahn? Jede deutsche Regierung wird angegriffen, wett sie nicht ge­nügend Autorität zum Ausdruck gebracht hat, aber Ws soll Autorität nach innen Herkommen, wenn die Regierung von außen fortgesetzt so gedemütigt wird, daß sie nicht in der Lage ist, ihre Autorität gesetzmäßig auSzuüben. In! dem uns bevorstehenden Kampf nm die Wahrheit, so schloß Stresemann, werden wir siegen und wir werden trotz aller Not und trotz allem Elend der Gegenwart das Reich einer besseren Zukunft ontgegenkühren.

politischen Lage Deutschlands ist eine volle Klar-jVaris auch in sämtlichen bett darüber notwendig gewesen, üb die Vor. ------------

fragen der Revarationslösnng im französischen aber im deutschen Sinne beantwortet weiden. Davon hängt die Leistungsmöglichkeit ab.

ReichIbank mcht ausqewiesen. Ein Verg­leich: Im Durchschnitt der vier Jahre 1910 bis 1913 wurden vom Deutschen Reich an Gold- nnd Silber-, Nickel- und Kupfermünzen zusam­men für weniger als 200 Millionen Mark aus­geprägt. Der Nennbetrag der jährlich in Unr- lauf gesetzten Münzen liegt damals allo hin!er den Herstellungskosten zurück, die in dem ein­zigen Jahre 1921 nur für die größeren Papier­geldscheine aufgewandt wurden. Die schnelle Ausdehnung der Papiergekdfabrikaiion ersolgie seit dem jähen Sturz der deutschen Mark im Juli 1922, der einer, außerordentlichen Bedarf Di- rnhifnf, . I an Zahlungsmitteln herbeiführts, eine Entwich

~ f CinCK :UN0. die im dritten und vierten Quartal 1923

neuen Schritt Bet der Reichsregierung untern cm J schließlich men. Sie anerkennt die finanzielle Notwendig- ein riesenhaftes Ausmaß

feit eines Beamtenabbaus, verlangt jedoch, be- angenommen bat. Die Reichsbank sah sich vor vorein inziger au S gebild eter und fest an- "ne Riesenaufgabe gestellt; es begann ein gro- gestellter b eamtet deS Reiches und der Freisten-1 .Organisieren. Nicht weniger als siebzehn

ten entlassen werde, die Entlassung derjenigen Iap^nabriken wurden schon vor anderthalb

Die hundertzweiunddreißig Goldmilliarden, die die Entente in London dem zusammcnge- brochenen Deutschland als Kriegsentschädigung auferlegte, nachdem sie ursprünglich sogar zwei­hundertsechzehn Goldmilliardey gefordert hatte, sino nicht eintreibbar. Wie kein Mensch mit ge­sunden Sinnen der Entente die deutschen Schuld­verschreibungen über diese Summen abnimmt, so zweifelt heute kein Volkswirt und anch kein Staatsmann mehr daran, daß Deutschland in den nächsten vier Jahren überhaupt nichts zu zahlen vermag und daß die Reparations­forderungen Luftwechsel sind.. Als die deutschen Sachverständigen in Versailles hundert Milliar­

den Kriegsentschädigung anboten, hasten wir noch Oberschlesien und die Verfügung über das Ruhrgebiet, die Hoffnung, Flotte und Kolonien zu behalten, und die deutsche Mark 'war immer­hin noch mehrere Groschen wert. Tas ganze Aus­land, die Belgier, die Holländer, die Dänen und die Briten glaubten damals an einen schnellen Wiederaufstieg der deutschen Wirtschaftsmacht, und jeder kleine Mann kaufte deshalb deutsche Papiermark. Er ist dadurch vielfach ruiniert wor­den, und zwar durch Herrn Poincarö.

Die fr a n z ösische P o liti k hat jede wirt­schaftliche Lösung der Äeparationsfrage zer­stört, und nach jeder der zahlreichen Verstän- dlgungs-Konserenzen sank die Mark, wuchs die deutsche Zahlungsunfähigkeit und der Ausvel- kmrf Deutschlands, bis die jetzige Finanzkata- strophe eintrat. Politisch war nur Frankreich wei- tergekornmen. Es hält Rhein und Ruhr besetzt, aber die Politik Poincarös ist seinem Lande außerordentlich kostspielig. Die Milliarden Fran­ken, die Frankreich für den Militarismus derKleinen Entente" auswandte, werden vor-

sichtlich den Weg der rufscken Anleihe gehen; die Aufrechterhaltung der überstarken französi- ichen Armee erfordert so ungeheure Summen, - auch die Rhein- und Ruhrwirsickaft sie nicht rufzubringen vermöchte. Das militärisch nicht bedrohte Frankreich hat eine Armee, die sich nicht bezahlt macht, und es hat zudem durch seine Po­litik sich nicht mir isoliert, sondern den Haß un­seres Volkes zugezogen, das doppelt so groß ist als die französische Nation. Ter Poincarismus fcheini vom Schicksal des Rapoleonismus bedroht zu werden, der den Todesstoß erhielt, als die Armee des Korsen nicht mehr nach dem monte- cuccolpchen Prinzip: der Krieg muß den Krieg ernähren, aufrecht zu erhalten war.

Der jetzige Militarismus Frankreichs kann wirtschaftlich nicht durch Jahrzehnte ertragen iverden. Seine Existenz beruht nur auf dem Min. destmaß an politischer Vernunft, der Brutalität u.nd dem sadistischen Vernichtungswillen gegen­über Deutschland, die in der französischen Ge­schichte immer wieder die Triebkräfte gewesen sind. Mit einem solchen Laster behaftet, wird die französische Politik niemals auf ehrlicher Basis mit Deutschland Frieden schließen. Der Streit im Westen wird irgendwann machtpolitisch ausaetra- gen werden; für die deutsche Politik kommt es heute in erster Linie darauf an, Frankreich zu einer klaren und unzweideustgen Erklärung zu zwingen. Nach dem Abbruch des passiven Wider­standes hat Deutschland jetzt durch seinen Ge- jchäststtäaer in Paris bestimmte Fragen an Poincarö richten lassen, die Poinears in eine unangenehme Lage brachten. Er kann dieses Mal als Gegenhieb und Rechtfertigung der französi­schen Maßnahmen nicht das Verlangen vorkra- nren, Deutschland solle die Legalität der Ruhr- befetzung anerkennen. Ein deutsches Anerkennt­nis wäre genau so viel wert, wie feine Unter« schreibung des Londoner Reparationsdiktats, wurde übrigens gar nicht im Interesse der übri« gen En:entemitglieder liegen und die ganze Re­parationspolitik, wie sie von England vor allem beabsichtigt wird, morden.

Das deutsche Interesse liegt vor allem darin, unter Ausschaltung der Zwijchenolieder, die im besetzten Gebiet bisher mit den Franzosen ver­handelten, bireft von Regierung zu Re­gierung mit Paris in einen Meinungsans- 'auich zu treten und vor allem Ruhr- und Re­parationsfrage nicht getrennt, sondern zusammen behandeln zu lassen, während -tkianrreich das Bestreben hat, das besetzte Gebiet weiter unter der Knute zu halten, seine Zwangs- ma«nabmen nicht aufzugeben, die deutsche Sou- vkranitat im Westen systematisch auszusckalten und die Reparationslasten nach ihrer ernennen r^est-etzung dem unbesetzten Deutschland aufzu­erlegen. Das ist der kritische Punft, und hier ist ein deutzches Entgegenkommen unmöglich. Sie berühren die Frage der deutschen Leistungsfähiz- t^it jo stark, daß die Ilntersuchungskommissione.i über die deutsche Leistungsfähigkeit genau fo er­gebnislos wie die früheren Konferenzen arbeiten wurden, wenn der französische Standpunkt durch­dränge. Damit wären aber die Reparationshoss- uungen endgültig begraben. Der in Paris und Brüssel unternommene deutsche Schritt ist die konsequente Fortsetzung der Stresemannschen Außenpolitik. In der jetzigen finanziellen und

SKnjeigenpreJe ffiefajafteonaeigen Zeile 15 Pfennig, FamUien - Anzeigen Zeile TO Pfennig «tetne Dnzeigen das A'ott 2/, Pfennig, Reklamen die Zeile »0 Siennta, Offertg-büfir 10 Pfennig (bet Zusendung der Offerten » Pfennig), ReEnungsberräge find tnuerbalb i-'"i * bezahlen. Maßgebend ist der Kurs de« Zahlung-tazes. Für die Rimtta.

lci. all« , durch rrusprrchsr aufgege .enen Anzeigen,onre r.lt riufnahmedaten und Pizsse ""den. Für Anzeigen mit besonder« schwierigem Satz hundert Prozent Ausschlag. T ruckeret: Schla i ihaMratze Ls/30. Leschäftöftelle SÖUlifaje Straße d, _______ gegenüber der Spolwstraße. Fernsprecher 51 r. 951 und 952.

worden seien, und zwar in Stellen, für die stüher sicherten Papiers gewonnen. Zul.'tzt gab es in eine jahrzehntelange Vorbildung und Vorberei-1 Terttschlaud kaum noch eine leisttlnassähige tung erforderlich war. Die dem Finanzminister und Zeitungsdruckerei, die nicht Tag

jetzigen Oberpräfidentcn von Hannover,den Betrag, für den man sich 3 Vierteljahre spöt-r früheren Werkmeister Noske". und den jetzigen nicht einmal mehr ein Brötchen kaufen konnte!) Polizeipräsidenten von Berlin,den früheren ^rug im Juli die Geldproouktion täglich schon Bauarbeiter Richter". Ferner wird die A b -I fun$ Billion Mark. Wie sich die Entwick- schaffuna der ersten Waaenklokko wtther vollzogen hat. braucht nicht erst cr-

bie Parlament^er unh die « ü r.« ,;1 toerbt,en- c§ ist jedermann bekannt. Jn-

, u"b bl folge der ungeheuren Entwertung der Mark ha,

äten an Abgeordnete, gemäß den Kürzungen Heu sich die Produktionskosten des Pavieraeldes der Bcamlengehälter, um 50 Prozent verlangt, binnen kurzem so ins märchenhafte gesteigert,

* haß dieses Trug- uno Schundgeld, ein Sinnbild

q,her Wertlosigkeit, jedweden Sinn rmd Nutzen Sethingen. verloren hat. Schon im Oktober überstieg

Berlin, 17. Dezember. (Privattelegramm.) der Stofsweri vor kleinsten Noten ihren Die Lage hat sich, trotz aller Abmachungen mit der Nennwert. Nm 10. Oktober 1923 zahlte der Alt. Regierung, weiter verschärft. Tie ko m m u n i ft i. EShicrCönWer für einen Tausendmarkschein 3000 schen Betriebsräte Großberlins verbreiteten am Mark. Tas

Sonnabend Anschläge und Handzettel in den F-. Monaten mit 114 Nftllwne^Mo^bezaAl^ NiMS briken und auch in den Staatsbetticben, die die ist alS fD^Lr toi^Ätt£r8d^i y - Solidarität der Arbeiterschaft mit dem Beamten- ------

Probleme der ouswärtigen Politik über und sagte, baß wir mit ben beiden inter­nationalen Kommissionen, von denen ein: die deutsche FahliNigsfährgkcrt zu prüfen habe, die andere Feststellungen machen habe über die ins Ansland gebrachten dentschen Kapitalien, arbeiten müssen, um zu einem brauchbaren gebnis zu kommen. Der Reichsaußenminister nimmt nn, daß erst Mitte Januar mit der Arbeit begonnen worden kann. Wenn die Prüfungs- kommission arbeiten wird, fo hofft er, daß sie

I3ft Vaplei-geld billig?

folgen der Entwertung.

I Jedermann atmet erlei-v ertauf.dtß ba«S3äbnino6. I bi* ta»Ut!Umng eingtbemmt worden

r?e «.ttDerteeg ging ts diese IN Jatzer fo fjneu »onftatten, »atz men mtt Bem Drucken dr» I Papierzelde» kaum noch folgen konnte.

Die Frage, die hier aufgeworfen wird, ftingi beinahe wie blutige Ironie. Nie zuvor in der -Weltgeschichte hat ein Land die Papiergeldfabri- lation in so großem Stil betrieben, wie wäh­rend des letzten Jahrfünfts das Deutsche Reich, und nie zuvor ist demgemäß auch der Geldwert in so abgründige Tiefen gesunken- wie neuer- dingz bei uns. Tie französische Assignaten, die sowjetrubel sind, an unserer Billion gemessen, die gerade eine eiintge Mark wert ist, sozufa- gcn Wertpapiere; die Frage, oh Papiergeld dil- ug ist, ist angesichts dieser beispielliosen Enttver« tung der Währung also durchaus nicht mäßig. Wie hoch stellt sich nun für den Staat, der sich durch die Notenpressebilliges" Geld beschafft, dei Herstellung dieses biAigen Geldes? Ernst Schultze, der Leipziger Volkswirtschaftler und derzeitiger Rektor der HandelshvchisckMle Leip­zig, sucht diese Frage in dem soeben erschiene- nenen ersten Band seiner Untersuchung über das deutsche Wirtschastsschicksal unter dem Titel Not und Verschwendung* zu beantworten. Billig* kann die Herstellung des Papiergeldes höchstens in einem Lande mit niedrigen Löhnen oder in einem valutarisch unterlegenen sein; ist der Staat aber gezwungen, sei es aus Gründen der Herstellungstechnik oder weil er feine Pa- viergelddriickprefsen bereits überanstrengt, Zet- teldgeld-Probuftionsaufträge ins valutastarke Ausland zu legen, fo ergibt sich Hier der vollen­dete Widersinn, daß etwa in einer Züricher Drnckere! . österreichische -Fünfzigkronsmiotrn ge­druckt werden, von denen sich jedes Stück in schweizerischer Währung zwar nur auf 33 Rap­pen ffefft, in der Währung des Besiellerlanves jedoch " Kronen kostet. Nun läßt sich mit Be­stimmtheit fagen, daß

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 17. Dezember.

fcherdung unterbreiten wolle. DerMattn" attm-hnrinf-w "\o ivuroeu cerzus oamms

mdbet; Das ftanzösifche Kabinett nimmt am l5C7°,r. " Parte, in die große Druckereien, die Wer ganz Teittschland

Dienstag zu dem deutfchen Schristfatz Siel- b«Übezahlten Staatsstellen hmcingebracht verstreut liegen, für das Bedrucken des fo gc-

janb im Falle eines Bcamtenftreikes zum Aus- ElNlvMMe»- UNd rlMsatzffeuer. druck-bringen. In den Berliner Eifenbahnwerk- Der Abzug vom Arbeitslohn

statten verweigerten die Beamten die Amiahmc %u5 Entwurf einertoi en ixt zstD 1, Zikhruar WjtgeteUten Kündigungen. ^lotoerordnung ist noch von Interesse, daß der