13. Jahrgang
S^ormLag, 30. Dezember 1923
Einzelpreis 15 Pfennig.
Nummer 303
Einzelpreis 15 Pfennig.
Sie Beratungen im Reichskabineii
Sin Iavresrückblick. Besetzmckslasten undBerhandlungen
Das abaelaufene Jahr 1923 war eine dor- Roch kein klarer Weg in Sicht.
Berlin, 29>
«litik der nächsten Zeit sein
1 haben, wie weit das
das Reichslabinett sich au
en oder nicht. Auf
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wie vor dauernd be-
rorvnuns.
Sie neue
hären, ist der Ertrag der
turn einer zweiproze lastung deS Grim Rede, doch besteht selbst von diesen s Grundsätzlich toitr Beratungen der S.
Das abgelaufene Jahr 1923 war eine dornenvolle Wanderung durch ein häßliches, dunkles Tal voller Not und Sorgen. Politisch stand es völlig unter dem Banne der feindlichenBe- s e tz u n g. Frankreich und Belgien ließen aus einer konstruierten Ursache, die nur als Vorwand für den ichon immer gehegten Einmarschplan biente, am 11. Januar die Truppen in das Ruhrgebiet Vorrücken, wo eine brutale Militärdiktatur, eine wahre Schreckensherrschaft, aus- geübt wurde. Alle Mittel der Gewalt wurden angewandt, und vor keinem Verbreehen scheuten die Einbrecher zurück, um dem Ziel, der Annektierung des wichtigsten deutschen Wirtschaftsgebietes, zuzustreben. Wenn sie es nicht erreicht haben, so danken wir das dem passiven Wider st a n d Deutschlands. Dafür wurde die Be- völken'.ng systematisch drangsaliert, die deutschen Beamten, die ihrem Beamteneid treu blieben
B e r l i n, 29. Dezember. (Privattelegramm.) Die thüringische Landesregierung hafte in Berlin um Zurückziehung bei Reichswehr - truppen aus Thüringen und Beendigung der Reichsexekurivo ersucht, nachdem die Entwaffnung der proletarischen Hundertschaften durchgcsirhrt worden sei. Das Ersuchen der thüringischen Regierung ist abschlägig beseh reden. In den letzten Tagen wurden in Thüringen, so in RuhZa. neue Waffenfunde gemacht.
Bedeutung für werden. Der erhft trifft die Neurrg Ä hört, wird sich bche^ Entwurf des Rxr. doch ist mft Sicht em Entwurf erhea«
rkr Neigung, das Rlieinland weren Lasten steizuhalten. es sich also bei den heutigen eichsregierung nicht darum die Besetzungskosten weiter
Kohlenwirtschaft einstimmig Preisherabsetzungen nm zehn Prozent, wodurch die Netto-Grribcnpreise im unbesetzten Deutschland in Goldmark aus etwa 125—130 Prozent der Vorkriegszeit und damit wesentlich unter das Weltmarftpreisnivean zurück gebracht werden Dir Preisherabsetzungen treten am 2. Januar in Kraft. Für dir Syndikate des besetzten Gebiets, wo die bekannten besonderen BerhAtnifse obwalten, gellen die Beschlüsse nicht.
Aufsicht über Thüringen
Entsendung einer Reichslommission.
(Privat-Telegramm.)
nft der Tagesordnung be- 1 bet <91 i c t c. Wie man atung auf den bekannten anzminifirriums stützen, anzunehmen, daß an die- Arnderungen vvrgenom- wird sich das Reichs-
Roch feint Deründenrnv.
Paris, 29. Dezember. (Eigene Drahtmeldung.) Der ministerielle Temps schreibt, der letzte Sckwitt Hoeschs habe noch keine Veränderung der tatsächlichen Lage gebracht, auch eine Veränderung noch nicht anbahnen können. Man müsse erst endgültige und bindende Einzcl- vorschläge Deutschlands abwarten, die Horsch in Aussicht gestellt habe. Frankreich werde schriftlich nach Berlin antworten. Es werden in den deutsch-französischen Verhandlrmgen noch schwierige Episoden geben. — Das Journal des Debats bedau-rt daß man deutscherseits nicht mehr Eile bekunde. Deutschland hoffe immer noch auf Hilfe durch die englische Arbeiterregieruug; man könne auch dieses Mal sagen: vergeblich.
zember. (Eigener Drahtbe- ordnung der heutigen Ka-
richt.) Auf der ,
binettsfitzung stehnvMwei Fragen, d,e von großer
chen Seiten aufgeworfen Besetzungskosten üb^erhaupt w etter
gezahlt werden kön den Boden der Verweil, .. ,
Reichskabinett nicht stellens Die Rerchsregierung muß auf Grund ihrer vertragsmäßig übernom-
keinen Optimis us hegen.
Bon parlamentarischer Seite,, erfährt man, daß .:u= ^age be-
sMftrgen muß, die von den ^verschiedensten politt- - ~ ■■ - ■ worden ist, ob die
verordmmg für das erste ^Vierteljahr 1924 mit 600 Millionen Gold -mark angenommen, womit der veranschlagte Oe, samteinganfl an Steuern für Januar bis auf rund l. W Millionen Goldmark sich stoellt. Die Reichsauslagen für den gleiche» Zeitraum sind mr. 1200—1300 Mi Honen Mark u mgeseht. Die B e - satzungskosten werden a ^><h dur^ ncucn Steuereingänge ungedeckt bleiben.
Berlin, 29. Dez-. mtbet. (Privattelegramm.) Im RcichSministerium tf ist gestvrn der Entwurf der dritten Steuernotv'Verordnung fcrtlggest-llt "fkabinett zur schnellen
und sogleich an das Rei vv;--------- —
Verabschiedung weitrrgels«itet worden. Wie wrr — - • dritten Steuernoi-
handeln können, o-e . ¥ -
bezal>lt werden kön llnen oder nicht, sondern darum, in welcher Ar^t und aist weiche Weise diese hol-en Kosten ^'Aufgebracht werden können.
flut mit sich, alle Ziffern an den Danken, der Börse, im Handel und im Privatleben stiegen ins Phantastische. Gewalftg aufgeblähte Gewinn« erwiesen sich letzten Endes als Scheinblüte. Es war unmöglich, die staatlichen und kommmnalen Einnahmen und Ausgahen in Einklang ju bringen, und selbst die Steuererhebung wurde durch die Geldentwertung fast zwecklos. Neben dem staatlichen Finanzelend tarn es zu einer ausgedehnten Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit ist auf zwei Mllionen Erwerbslofe im besetzten Gebiet und auf anderthalb Millionen im unbesetzten Deutschland angewachsen. Die Fürsorge für diese Millionen belastet mit besonderer Schwere die Etats von Reich, Ländern und Gemeinden. Trotz der Not gab es noch politische Gruppen, die darauf ausgingen, das Volk in Unruhe zu versetzen. In Thüringen und Sachsen revoltierten die Kommunisten, in Bayern die Nationalsozialifien, also die Außenseiter links und rechts. Glücklicherweise wurden die Aufruhrversuche durch RegieruugsgewM niedergeschlagen. Das war Anfang November.
Endlich, Mitte November, trat ein Stillstand im Niedergang ein. Die unterm Kabinett Strefemann begonnene Währungs- rmd F i n a n z r e f o r m, die als wertbeständiges Geld die Dollarschatzanweisungen und Goldanleihe-Stücke schuf, wurde unterm Kabinett Marr auSgebaut. Die Rentenmark tauchte noch auf, so daß die alte Goldmarkrechnung im staatlichen, im Wirtschasts- und Privatleben wieder eingeführt wurde. Die so sehnsüchtig erwartete Stabilisierung war zur allgemsinen Freude erreicht. Ein Aufatmen ging durchs ganze Volk, nachdem die entsetzlichen Wochen des Ent. WerkungSioaharstjivS im Oktobev bis Mttk-Roe vember überstanden waren, itrtb es war wie ein leuchtendes Weihnachtsgeschenk, als die gesamten Lebensvechältnisse wieder <ntf eine feste Grund- laa^Wellr werden konnten. Aufgabe der Reichsregierung, die von einem Währnngskommissar unterstützt wird, ist es nun, die Währung auf ihrem festen Stand zu halten. Die Regierungs- matznabmm sind vielversprechend! Die Noten- preffe ist endgültig stillgekegt; die Regierung be- müht sich, die Einnahmen durch intensivere Verwaltung, verstärkte Arbeit trrtb Steuern zu erhöhen. die Ausgaben durch strenge Sparmaßnahmen, Beamtenabbau itfto., zu vermindern, so daß ein Ausgleich des Eiats erfolgen kann. Wenn nun noch in der Privatwirtschaft die Kämpfe um Löhne und Arbeitszeit vermieden werden — wozu Aussicht vorhanden zu sein scheint, da die Vermehrung der Produktion als notwendig erkannt wird —, dann darf man aatf eine Besserung im neuen Jahre Hessen! Notwendig ist allerdings daneben, daß die angesttebien Verhandlungen mit Frankreich eine Milderung der Revarationslasten und die Freigabe des Ruhrge- lnets berbeifübren. Die ersten Schritte zur W i e- deringanqsetzung der Ruhrindustrie ■r<b bereits aet.rn, ,md man darf erwarten, daß eine günstige Wirkung recht bald in die Erscheinung treten wird! K- F- D.
Meier Neuste Nachnchtm
Kasseler Abendzeitu ng Hessische Abendzeitung
und die Arbeit für die Feinde verweigerten, tour« ! den ausgewiesen oder eingekerkert, di« Schutzpoli- ' zei wurde Vertrieben. Industrielle, Arbeiter und 1 sonstige Private, die sich dem feindlichen Druck nicht fügten, von Kindlichen Gerichten verurteilt, und noch heute befinden sich über zweit auserd vaterlandsliebende Deutsche in französischer und belgischer Gefangenschaft. Die Franzosen machten sich natürlich auch kein Gewissen daraus, ihre schwarzen Brüder, die bestialischen Kolonialsol- daten, auf die Rrrhrbevölkerurrg loszulaffen. Noch in der Erinnerung empört sich deutsches Empsia- t. ui, ijn-.n man daran denkt, tote gegen die wehrlose Einwohnerschaft der Städte und Dörfer Krieg geführt wurde, wie Hunderte erschossen und Frauen und Kinder geschändet worden sind.
Die wirtschaftlichen Folgen dieser Gewaltpolitik blieben nicht aus. Die Desatzungs- behörden, die die deutsche Verwaltung kontrollierten, sperrten das ganze Gebiet gegen das übrige Deutschland ab. Der Eisenbahnverkehr, den die Franzosen und Belgier übernahmen, geriet bald in Verwirrung und brach dann gänzlich zusammen. Durch ein Paßknntroüshstem wurde auch der Personen- und Warenverkehr verhindert. In den privaten Jndusttiewerken wurden Kohlen- und Eisenvorräte, Kraftwagen und Maschinen geraubt. Lebensmittel wurden beschlagnahmt, Schulen und Privatböuser von den Truppen besetzt. Es war eine infam aus- aeklü gelte Methode, die Bevölkerung mürbe zu machen und Deutschlands Lebensnerv abzuschneiden. Und ttotz alldem ist der deutsche Wido stand neun Monate lang durchgehalten worden. Daß schließlich doch eine Niederlage für uns daraus wurde, lag am Schwinden der wirtschaftlichen Kraft. Die Gegner waren die Stärkeren, denn sie hatten die Waffen und das Geld — wir aber standen wieder allein und waren ohne die nötigen Mittel.
Es ist ungerecht von gewissen Pattei en, der Regierung Cuno die Schuld am Verlust des R'.thrkamvfes aufzubürden. SeWstverständ- lich war sie für ihre Politik verantwortlich, aber es wäre auch jeder anderen Regierung unmöglich gewesen, einen Sieg davonzuttagen, wie es unmöglich ist, aus Scherben ein Haus zu bauen. Dr. Cuno hatte mit ausländischer Hilfe gerechnet. die aber ausblieb. Es ist leicht zu sagen, daß wir besser getan hätten, die Witthscbe Erfül- lunospolitik fortzuführen. Wir hätten damit auch nicht die Besetzung verhüten können, weil ein Grund zum Einmarsch immer gefunden worden wäre. Einmal mutzte aber Nein gesaat werden. ES wäre eine Richtswürdic-keit gewesen, wenn daS deutsche Volk sich dauernd freiwillig in die iremde Knechtschaft begeben hätte. Der Widerstand mußte geleistet werden, auch damit das Volk einmal wach gerüttelt wurde. Da uns die Franzosen ihr wahres Perbrechergesicht gezeigt haben, geben selbst die Sozialdemokraten jetzt zu, daß der Feind im Westen steht. Es ist auch nicht gut möglich, etwas anderes zu sagen, denn nachdem, als Folge des Zusammenbruchs. die Regie, rung Cuno zurückgetteten war und die Regie- -ttna Strefemann Mitte des August die Reichsleitung übernommen hatte, den Widerstand beendete und Verhandlungs-Angebot, mackste, blieb Poincarö bei seiner Gewaltmetbode Nach dreimonattgen vergeblichen Bemühungen legte auch Dr. Strefemann das Kanzleramt nieder, um es Dr. Marx zu überlassen, den die Verhältnisse unter einen glücklicheren Stern gestellt zu haben scheinen.
Daß die unerbötte Knebelung der deutschen Wirtschaft zu einer schrecklichen Zerrüttung unserer Währung Geführt hat, war unausbleiblich da der wichtigste Nabrnngsstokf der Industrie, die Kohle, vom Ruhrgebiet gesperrt war. Der Ausfall wurde durch die Einfuhr von teurer englischer Kohle erfetzt. Die Folg« war wiederum Vetteuerunq der Jndustrieerzeugnisse. Rückeang der Aussig ■ Verschlechterung der Außenhandelsbilanz un. Hand in Hand damit Verschlechterung des Markkurses. Zu Anfang dieses Jahres kostete der Dollar ungefähr 10000 Mark. Ende des Jahres 4,2 Billionen Mark' Diese Entwicklung brachte eine ungeheure P apiergekd-
menen Verpflichtung na ----- ■
strebt sein, im Rahm *n der Le»st«ngs- fähigkeit des Reiche auch diese schweren Lasten zu tragen, selbstverständlich finden tue Bestrebungen eine natüU lichr Grenze eben in der Leistungsfähigkeit Deutschlands, und btefc wttd durch die Befet?ii»ngs!osten, bte
vierzig Millionen ßjGoldmark im Monat
Srcmzvflfch-delgisGr tAntwvri.
Paris, 29. Dezember. (Pttvattelsgramm.) Havas meldet: Die Besprechungen mit der belgischen Regierung über die letzten deutschen Vorschläge haben die Gemeinsamkeit der Auffassung in Paris und Brüssel ergeben. ES ist in Aussicht genommen, die belgische und französische Antw ort an Deutschland gleichzeitig abgehen zu lassen. Das Nichtvorliegen bestimmter deutscher Vorschläge wurde allMmein als Hindernis für eine schnelle Erledigung der Repanttionsfrage an gefeiten.
men werden. Außerde
kabinett in seiner eingehenden Beratung mit der Frage zu beschäftigen h;'“’”.
deutsche Reich in der nHchsten Zeit in ber Sage ein wirb bie ihm burchl.bas Friedensdiktat auf« erlegten Kosten bet Btzsesetzung zu tragen. Angesichts der traurigen Finanzlage ixs Reiches kann es niemand, auch niaj&t das dlusland, überraschen, daß die ReichSregicfrung die Wirkung des allgemeinen Finanzelends Plit Sorge ansieht. Die Rttchsregierung wirb sich _ W von dem Bestre- bcn leiten lassen, den Veil-Pflichtungen, die sie übernommen hat, entgegen Izu handln, vielmehr handelt sie unter dem Tri-1,l der Notwendigkeit, ffch und ihren Gläubigern L Klarheit auf diesem Gebiet zu verschaffen. Dazu Loll die heutige Kabi- uettSsitzung dienen. !Zu toclck-ierr ErrFchlüffen da. ReichAabinett kommen urird, 'arm rm Augenblick nicht gesagt werden, auch deShl'alb nickst,-^cu man noch nirfj* beurteilen kann, toi ' sich-die 4«nonzen des R-.iches in den nächsten uellen w
den. Man darf in diesem .®e
Weitere Kohienvei^biMguno.
Beschluß der Kvblenwirts^Kastsorgane.
(Privat-Telegramnr'a.s
Berlin, .^23. Dezember.
Arbeitsleistung und PreisbildÄ ^st stehen in der Industrie und im Bergbau im”~ engen Zu samutenhang. Wie schon von kürzet-n oett. w beriet gestern wieder der ReichÄkohlett-vverband und der Ausschuß des Reichskohlenrateser über drc Möglichkeit eines weiteren Abbaues trT,tr «oy- lenprerse. In der Erwartung, daß bi^e ,n oen Bergbaurevieren allmählich zu' ‘ fühnin«, gelangende Verlängerung tr<- »eit bald bie Friedensseistnn. *f.nfqJ'ti^v chen gestattet und daß bet PreiS ' den übrigen Wirtschaftszweigen, von der ReichSdahnvcrtoaltung mit > fen mitg-macht wird, beschlossen die - ;
Berlin, 29. Dezember.
Die Rcichsregicrung Hai auf Verlangen der bürgerliche» Parteien Thüringens unb des thüringifchcn Beamtenbundes eine Korn Mission unter Führung des Reichskommiffars Küuzcr «ach Weimar entsandt. Die Kommission Irt den Auftrag, aufgrund des Artikels 15, Absatz 2 ber Reichsverfassung mit der thüringischen Staatsregierung in Verbindung zu treten und Auftläruug über verschiedene Beschwerde- Punkte zu schassen. Ter Auftrag geht dahin, das, die genannten Rcicksbeamttn als Beauftragte des Reiches erernächtigt sind, eine zur Ausführung dieses Auftrages Erforderliche Errnitte. lang vorzunehmen. Die thüringische LandeS- zeniralbebSrde ist ersucht worden, die Beauftragten bei Ausführung ihres Auftrages in jeder Richtung zu unterstützen ES haubslt sich bei den BeschwerdepuMen um Fragen der Iusti5. Beamt e n, und Finanz fragen, nicht um Schiilftagtzu. Das thüringische Staatsminifterium hat dagegen Einspruch erhoben.
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5Mt «richiwevr dlewft
5)tt Äafieter Sitnellen StadirtcDten «TfcSetnen ronthentlid'. 'ei,6mal narfm ttagS. Der Adon ne- mentSpreiS betragt für öle Woche vom 31. De;. 23 613 6. fjan 24 70 Dfg. ue. rreter fune^imz in« H-urS.tn drr ÄelchästrfleUe abgehalt 65 Pfennige. Bestellungen it-erven jeder.-eU entgMenen. genommen. <3erlag unö Rsdaltton: Lchlachlao'ftratze 28/30. Fernsprecher NlMtnmer 951 unb 953. Für unoerlangt etngefanbte Beiträge kann bte SHebaltton eine :nnl. roortung oder Seroäijr, In keinem Falle übernehmen, srüüzahlnng dej Be»ugsGfteu»es ober Ansprüche wegen etwaiger nicht OTbn tngim iSiger Lisiernng Ist auegefcfty oricn.
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Die Kopfsteuer.
Sondrrtagun» der Stadtverordneten.
In der gestrigen außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung wurde der Gewerbesteuer- resorm und der Lohnsumm«..s'^"er zugestlmmt und damit die Kopfsteuer, die ft. r abgelehm wurde, am Torschluß des alten ^-olhres doch eingeftchrt. Wider Erwarten sind die Kasseler DtÄttverordneten gestern abend 6 Uhr noch einmal imommengefimden. um eine recht honte Nutz zu knacken. Voran gebt eine Trauerkuudgebung für den verstorbenen Stadtältesten unb Ehrenbürger Seldler. Die fast vollzählig erschi:- neuen Stadtverordneten hören stebeud dir Won« des Vorsteher-Stellvertretrrs Schnell an. E-uer Familie entstammend, sagte dieser, die schon stüh-r tteffliche Männer hervorgebracht bat, die sich hn allqemeinen öffrntlichm Inter- esse beteiligtrn. war der Verstorbene einer unserer besten Burger, der in einer langen Reche von Jahren sich in regster Anteilnahme in selbstlosester Weise an dm Geschäften der Stadt beteiligt Hai. Sie, so wandte er sich unmittelbar cm bie Stadtverordneten, haben den setzt Verstorbenen durch Verleihung des Ehrenbürgerrechts geährt. Wir, die wir ihn alle als den fte. benswürdigm, humorvollen Gesellschafter gekannt haben, die seine Verdienste aus eigener Erfahrung haben kennen gelernt, wir und tue nachkomm enden Geschlechter werden ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren. Und van« fährt Meist-r Schnell fort: Der einzig« Punkt ber Tagesordnung.
die Lohnsurnmenfteuervorlage wurde sozusagen erst vor wmigm Stunde« spruchreif. Ter Geschäftsordnungs - Ausschuß schlägt vor, zunächst die OeffeuÄichkeit a u f z u . heben und in eine vertrauliche Besprechung der Vorlage einzutreten, um dem Magistrat Gelegenheit zu geben, zu der Vorlage Stellung zu nehmen. Widerspruch erhebt sich nicht, so wirb Räumuna der Tribünen angeoidnet unb we Presse kann zusehen, wie sie die Zeit totschlagt.
Pläne erörtert morde Zahlungen aufbringe_ nähme der ZentralkaWen des Reiches. Es war tir-t hypothekarischen Be- itze^ im besetzten Gebiet die
Weitere deutsche VorschiSge.
Bericht des Geschäftsträgers aus Paris.
(Privat-Telegrannn.)
Berlin, 29. Dezember.
Boni deutschen Geschäftsträger in Paris, von Hocsch» “» gestern der ausführliche Bericht übch seine zweite Mission bei PoincarS eingegangen. Er war gesterii Gegenstand einer Aussprache zwischen den in Berlin weilenden Reichsminiftern Die ofsizielle ftanzösische Antwort auf bie letzten deutsch«! Anträge wird vor weiteren Beschlüssen des Kabinetts in Berlin abgewartet. Der Bericht des Herrn von Hoesch stellt als einziges bisheriges Ergebnis ber beut’ ftfän Bemühungen bie „Bereitwilligkeit" Voin- car.-jß chst, über weitere deutsche Bor- schlag Herrn von Hoesch auzuhörem
betragen, auf das sch.„ erste in Anspruch genommen. ES sind daher ssvutz bereits verschiedene , wie man diese hohen könnte ohne Jnanspruch-