Kasseler Neueste Nachrichten
Hessische Ahendeitung
Kasseler Abendzeitung
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Freitag, 14. November 1924. Einzelnummer 10 Pf . Sountaas 15 Pf 14. Jahrgang
Hnfere Außenpolitik wird vertagt.
Mussolinis Faschisten.
Schicksalsstunden des italienischen Volkes.
Aus Italien liegen gegenwärtig sehr ernst lautende Meldungen vor, aus denen hcrvorgeht, daß es auf dem vulkanischen Boden Italiens auch unter Mussolinis Thron bedenklich gärt. Der gefeierte faschistische Führer macht vergebliche Anstrengungen, um den Widerstand der parlamentarischen Parteien gegen seinen Ruin zu brechen. Jede neue Maßnahme, die er ergreift, ruft so außerordentliche Erbitterung in den weitesten Kreisen der Bevölkerung hervor, daß die Wogen der Unzufriedenheit tagtäglich über seinem Kopf zusammenznschlagen drohen. Die heutigen Morgendepeschen melden sogar die Schließung der sozialistischen Parteibüros in ganz Oberitalien, ein Zeichen, daß der Diktator zum A e u ß e r st e n entschlossen ist. Selbst die berühmten Vertreter der italienischen Nation, wie der Nachkomme des italienischen Freihrits- helden Garibaldi, treten jetzt ganz entschieden mit der Forderung hervor, daß endlich mit der Terrorherrschaft des Faschismus ein Ende gemacht werde, die der großen italienischen Nation unwürdig sei.
Wenn man auch in Deutschland stark mit dem Faschismus geliebäugelt hat. so beries man sich dabei aus die unverkennbar großen Anfangserfolge, die Mussolini mit seiner absoluten Rcgierungsgewalt zu verzeichnen hatte. Tatsächlich darf man nicht vergessen, daß der italienische Faschismus im ersten Jahre seines Bestehens sehr große Erfolge aufzuweisen balle und in der Lage war. die italienische Pol'tik wieder zu großem Einfluß und Ansehen n Europa zu bringen. Diese Zeit der Blüte Höne jedoch in dem Augenblick auf. wo Mussolini -m Huiolick auf die demokratische Regierung in England und Frankreich den Versuch machen wollte sein Regime der demokratischen Stmts- sorm Italiens anzupaffen. Die faschistische Anhängerschaft, die sich dadurch in ihrem Einfluß aus die Geschicke des Landes beeinträchtigt sab und die befürchtete, ihre Macht mit den gemäßigten Parteien des Landes teilen zu müssen, finit an. mehr oder weniger offen zu rebellieren und die Meinungsfreiheit anders gerichteter Kreise mit blusiger Gewalt zu unterdrücken. Hinzu kam noch, daß andere nationa- lissische Organisationen, wie die Vereinigung der Frontkämpfer, absolut nichts mehr von dem reaktionären System Muffolinis wiffen wollten und ihrerseits mit der Forderung hervortraten die demokratischen Freiheiten wieder herzustellen. Diese Gegensätze erreichten ihren Höhevunkt bei den letzten Siegesfeiern, wo faschistische Banden es unternahmen, über d>e V't- treter der Frontkämpfer herznfallen und sie anfs schmählichste zu mißhandeln. Ein Sturm der Entrüstung ging ditrch das ganze Land und alle nationalen Organisationen beschlossen einmütig. jede Gemeinschaft mit dem Faschismus abzulösen Führende Männer der Politik, dir sich früher von der faschistischen Partei auf die Wahllisten setzen ließen, lehnen es jetzt ab. nochmals eine faschistische Kandidatur anzunehmen, indem sie die Zumutung zurückweisen, für eine verlorene Sache einzutreten Das nationale Organ, das »Giotnale d'Jtalia", das neben dem faschistischen „Popolo" bisher die führende Zeitung des Faschismus war, ist mit wehenden Fahnen in das Lager der Gegner übergegangen und richtet jetzt die heftigsten Angriffe gegen Muffolini.
ES ist geradezu erstaunlich. Wie hilflos sich der faschistische Führer dieser Situation zea-nüb>r benimmt. Anstatt einen zielbewußten Schritt zu unternehmen, um die Einigkeit in Italien >vie- derherzusiellen und durch einen Appell an das italienische Volk die Wogen der Empörung zu dämpfen. überläßt er eS seinen untergeordneten Organen, die unsinnigsten Versammlungsverboie zu erlassen und die Freiheit der Presse zu unterdrücken. Die Folge davon ist, daß man fetzt offen damit beginnt, die Anordnungen der Regierung nicht mehr zu befolgen und ihnen Widerstand entgeaenzusetzen. Dabei stellt sich heraus, daß der Faschismus auch in erschreckendem Umfange seine Autorität eingebüßt hat und viele Behörden sich offen weigern, den Weisungen Mussolinis nachzukommen. Es mag vielleichi schmerzlich sein, eine einst so große und zugkräftige Bewegung, wie den Faschismus, jetzt vor dem Zusammenbruch stehen zu sehen, aber für eine lebensfähige Reoierungsidee Hai ihn wohl niemand ernstlich gehalten, es sei denn, daß et ibn nur aus ganz weiter Ferne kannte. Es hat sich nämlich mit einer geradezu erscknek- kenden Deutlichkeit gereizt, daß der Faschismus nichts anderes darstellt, als das Gegenstück tun: Bolschewismus, und daß er auf der glichen Grundlage der uneingeschränkten und rücksichtslosesten Gewaltherrfchakt einer einzigen Partei beruht, nut daß diese Partei Italiens nicht bolschewistisch. sondern eben faschistisch etitgefi ’ttt ist. Es müßte mit Wunder zugehen, wenn es
nicht eines Tages ebenso fang« und klanglos zusammenbricht, wie es sich mit schmetternden Fanfaren und jubelnder Begeisterung zur Macht geschwungen hatte. *
Der starke OTtann.
Rom. 13. November iEigene Drahtmeldung.) Gegenüber einem amerikanischen Berichterstatter äußerte sich Muffolini über die gegenwärtige Lage dahin, daß ihm schließlich nichts anderes übrig bleiben würde, als daS Parlament auszu-
Deutschland ohne Außenpolitik.
Die Regierung durch die Wahlen gebunden.
Letzte Beschlüsse des Reichskabinetts / Nur noch Innenpolitik: Preis- abban und wählen / Die Minister unterwegs / verriet - Baldwin fischen im Trüben / Keine Interesse an Deutschlands Wohl und Wehe.
Berlin, 13. November. (Privattelegramm.) DaS Reichskabinett hat in seiner gestrigen Sitzung die Entscheidung über sämtliche schwebenden außenpolitischen Fragen, darunter die über Deutschlands Aufnahme in den Völkerbund, bis zum Abschluß der Reichstagswahlen vertagt. Lediglich die handelspolitischen Verhandlungen werden fortgeführt Der Abschluß auch dieser Verhandlungen bleibt der neuen Regierung vorbehalten. In der innerpolitischen Lage hat das Kabinett gestern feine Beratungen über die ' neuen Maßnahmen zur Herabsetzung der Preise fortgesetzt. Morgen wird der NeichswirtschaftSministcr die Gewetkfchaften empfangen, um mit ihnen die neuen Reg.ierungsmatznahmen zu besprechen.
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A i-Ti bl <5o» <?»5?nwtraten wollen ay(tbtrt
Berlin, 13. November. (Eigene Drahtmeldung.) Wie aus unterrichteten Kreisen verlautet. hat mit Rücksicht auf die veränderte Haltung der Demokraten in der Aufwertungsfrage
interalliierten Militärkontrolle in Deutschland eine bedeutsame Rolle. Frankreich und England schweigen sich über diese Fragen i jseusichtlich aus, obwohl eS f "steht, daß ihre Regelung innerhalb der rn acht Wochen unbedingt erfolgt sein muß. unser Berliner Informationsdienst da n hat, will Frankreich das Ergebnis der , ch - f r a n - zösischen Wirtschafte . <j a n b l u n = gen ebwarten, von dem es von Anfang an seine Stellungnahme in der militärischen Räumungs- srage abhängig gemacht hat, während aus der anderen Seite England in der Frage der künftigen Regelung der Besatzung
von sich aus keinerlei Initiative ergreifen will, um nicht den Eindruck einer gewollten un srenndlichkeit gegenüber Frankreich hervorzn- rufcn. Frankreich wünscht ganz offensichtlich, daß die deutschen Reichstagswahlen mit einem M i ß- erfola der nationalistischen Parteien enden würden, um im Falle einer Rechtsorientierung der deutschen Politik feine au Deutschland gegebenen Versprechungen wieder rückgängig machen zu können.
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Ein Jte i’run i ebne 2Iutoritflt.
und mit Rücksicht auf die Erregung unter den kleinen Sparern, die sozialdemokratische Arbeiterschaft in einer großen Anzahl von Ortsgruppen der sozialdemokratischen Partei die Ausdehnung der Wablforderungen der Sozicldemokratie auch aus eine mäßige Aufwertung der Anleihen beantragt Die Stellungnahme des Parteiausschuffes steht noch aus. Aus eine mögliche Aenderuna der Haltung der Partei aus wahlkampstechmichen Gründen bereitet Hermann Müller tn feiner fetzten Berliner Wahlrede vor.
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ANeS tretet Vropaaanba.
Berlin, 13. Nov. (Privattelegr.) Der Wahl- famt>f, der langsam u. zögernd einsetzte, ist jetzt in vollem Gange. Die Parteien sind sämtlich auf« marschiert. Versammlungen über Versammlungen finden statt. Die Agitatoren reifen landaus und landab. Selbst die Minister haben ihre Kosfcr gepackt, um ?u den Wählern unmittelbar zu sprechen. Der Kanzler wist bis zu dem Wahltage noch in elf Wahlversammlungen, Stresemann noch in neun Versammlungen sprechen. Fast vor aller Oefsentkichkeit vollzieht sich der rapide Zerfall der Kommuni- st e n. Ihre Wahlversammlungen sind z. B in Berlin mit am schlechtesten besucht.
Brennend? Xages^raoen.
Um die sich Bakdwin-Herriot nicht kümmern.
(@igener Informationsdienst.)
Berlin, 13. November.
Roch BaldwinS Regierungsantritt bürften die diplomatischen Unterhandlungen alsbald wieder beginnen. In den Kreisen deS Berliner Auswärtigen Amtes glaubt man, daß bereits zwischen London und Paris eifrige Vorbereitungen im Gange sind, um einen Mei- nungSauStausch über die schwebenden Probleme herbeizufiihren. Im Vordergrund der Erörterungen steht die interalliierte Besät- zungSkonferenz,die wahrscheinlich erst im Januar zusammentreten wird Bis zur Stunde herrscht noch völlige Unklarheit darüber,
ob am 10. Januar 19% die Räumung der Kölner Zone
stattfindet und damit gleichzeitig auch eine Ent- fdjeitmng über die weiteren RSumm-gsfristen im Ruhrgebiet herbeigeführt wird. Tuneben spielt auch die Frage der endgültigen Einstellung der
Berlin, 13. November. (Privattekegrafnm.) °Die Ütcgteiung M arx - S tre s em an n genießt, unserem Berliner Informationsdienst zufolge, im Auslande im gegenwärtigen Sm dium des Wahlkampfes in Deutschland nicht das Ansehen, das erforderlich ist, um ihren diplomatischen Aktionen den entsplechenden Nachdruck zu verschaffen. Darum dürste die außenpolitische Lage vis zur Beendigung der Reichstagswahlen vollkommen unübersichtlich bleiben und aus diesem Grunde das Wahlergebnis sehr starke Rückwirkungen aus die außenpolitische Position Deutschlands auSüben. Auch die Unterzeichnung des deutsch-französischen Handelsvertrages wird voraussichtlich bis nach den Wahlen verschoben werden müffen.
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Wird England Work Hatten ?
Rotterdam, 13. November. Eigene Drahtmeldung.) Londoner Blättern zufolge hat die iranzösische Regierung in London wegen der am 10. Januar im besetzten Geltet eintretenäen Lage Besprechungen angeregt. Die Haltung des neuen englischen Kabinetts scheint zu sein, daß am 10. Januar als dem ersten Räumungstermin fest zuhalten sei Auch die Morningpost schreibt, in den nächsten vierzehn Tagen würde die Räumung des Briik- kenkopfes Köln von England einer Entscheidung zugeführt werden müssen wenn die omt- desfreundlichen Beziehungen mit Fiankieich ungetrübt bleiben sollen.
Wieder im alten Geleise.
Oesterreichs Züge fahren feit Mitternacht.
(Eigener Srabtbmdr)
Men, 13. November.
Der Verkehr auf den österreichischen Eisenbahnen ist um Mitte macht wieder ausgenommen worden. Gestern abend fand eine neuerliche Zusammenkunft zwischen den Vertretern der Organisationen mit den Delegierten der Geueraldirektion statt, in der die Wiederaufnahme des Verkehrs um Mitternacht vom 12. auf den 13. November beschlossen wurde. Durch die getroffenen Vereinbarungen ist nunmehr der Weg zur Verabschiedung der definitiven Besol- dungsändemng und damit zu einer Stabili- fierung der Besoldungsverhältnisse frei Der Zugverkehr ist pünktlich zu dem vereinbarten Termin wieder ausgenommen worden. Es dürsten aber zwei bis drei Tage vergehen, bis er sich wieder mit voller Regelmäßigkeit abwickeln wird. (Die Beendigung der österreichischen Regierungskrise wurde bereits gemeldet. Die Red.)
lösen und die Diktatur zu verkünden. Gestützt auf diese Staatsmacht und die saszisti- schen Truppen würde er diese Diktatur ausüben. Muffolini ist der Auffassung, daß die Stellung des FasziSmus auch nach den Ereignissen des 4. November keineswegs erschüttert ist; int Gegenteil müsse er gewisse Teile deS FasziSmus im Schach halten. Vertreter der Opposition würden ständig wegen Schutz Maßnahmen bei ihm vorstellig.
Euphrat und Tigris.
In der ältesten Kornkammer der Erde.
Von
Dr. Artasches Abeghian.
Uralter heiliger Boden — SpielbaN der Völker Ä8alg Fatsal — Die vertzaä'N England » — Wo Milch u 6 Honig fliegt — Das moderne Bagdad Seit längerer Zeit steht d'e Mossulfrage im Mittelpunkt der englisch-türkischen Politik. Zu- samutenstöße zwischen englischen und türkischen Truppen haben öfter ftattgejunbeu. Dadurch ist die politische Lage im Orient erneut stark ver- chärst woroen, die der Völkerbund vergeblich zu lösen trachtet. Das gegenwärtig von den Engländern besetzte Mossulgebiei liegt im nördlichen Teil des englischen Schutzstaates Irak (Mesopotamien), das die Türken ihrerseits als einen Teil ihres Reiches beanspruchen. Es ist der Mittelpunkt der
reichsten Naphtaquellen der Welt, die noch ihrer Ausbeutung harren, und die ihre Entdeckung deutschen Fmhmünuern verdanken. Irak ist zweifellos der bedeutendste unter den englischen Schutzstaaten, die in der Nachkriegszeit entstanden sind. Schon im Altertum stand lange Zeit hindurch dieses mehr unter dem alten griechischen Namen Mesopotamien, (d. h. Zwischenstromland) bekannte Land im Mittelpunkt der Weltgeschichte. Zahlreiche Denkmäler ans den frühesten Tagen des Altertums sind beredte Zeugen babylonischer und assyrischer Kultur. Später kam es nacheinander unter die Herrschaft der Perser, Mazedonier, Römer, Araber, Mongolen, Seldschuken und Türken, unter denen ->s nichts weiter darstellte, als ein verödete s und verwüstetes Gebiet. Die Zeit nach dem Kriege bereitete diesem Umstand ein Ende. Seitdem ist das Land wieder unter seinem mittelalterlich-arabischen Namen Irak bekannt. Im Norden erstreckt es sich bis zum armenischen Taurus und Kurdistan, im Süden bis zum persischen Golf, im Osten grenzt Irak an Persien, im Westen an die lyrisch-arabische Wüste. In diesen Grenzen hat Irak 370 000 Quadratkilometer Flächeninhalt und drei Millionen Einwohner, die hauptsächlich Araber sind. Die Hälfte der Bewohner Iraks sind Nomaden, die andere Hälfte ist seßhaft in den Tälern und an den Ufern der Ströme. Stift des Pölkerbundsftaiuts ist Irak ein
selbständiges Königreich.
unter englischem Schutz. An der Spitze deS Landes steht der König F a i s a 1, der Sohu Husseins, des unlängst durch die Wahhabiten entthronten Königs von Hedschas. Kaum hatten die Engländer das Irak unter ihren »Schutz, genommen, als schon im Sommer 1920 ein heftiger Aufstand gegen ihre Herrschaft ausbrach. Seitdem ist die Selbstverwaltung des Landes erweitert worden. Gegenwärtig haben die Araber Iraks ihr gewähltes Parlament und eine nationale Regierung. Die europäische Vermattung bringt unleugbar eine rasche Entwicklung und hosfntmgsvolle Wiedergeburt der alten Kultur des Landes mit sich. Die reichen Naturschätze (Asphalt, Naphtaquellen) und insbesondere die hohe Fruchtbarkeit des mesopotamischen Bodens bieten Gewähr dafür. Schon seit dem Altertum ist das Land durch seine reichen Ernten berühmt. Herodot sagt, daß dort die Ernte das Dreihundertfache der Aussaat bringe. Die Babylonier hatten das ganze Gebiet mit einem ausgezeichneten Kanalnetz durchzogen. Die En-, länder sind jetzt dabei, dieses unter der Herrschaft der Türken verwahrloste Bewässerungssystem wiederherzustellen, so daß das Land wiederum eine der reichsten Kornkammern der Welt werden wird. Die Haupterzeugniffe des Lande- sind Weizen, Gerste, Oliven, Datteln, Erdnüsse, Reis, Zucker u. a. Mesopotamien bat daher eine große Zukunft, insbesondere durch seine Baumwollkultur, die von Jahr zu Jahr immer größere Fortschritte macht. Man kann mit einiger Gewißheit sagen, daß Mesopotamien
bald ein zweites Aegypten
sein wird. Wie diese- das „Geschenk deS Nil* heißt, so ist auch Mesopotamien das Geschenk deS Euphrat und Tigris. Das ganze Zwischenstromland ist ja nur das Kind der beiden Flüsse; °s hat als solches Moorgrund und ist darum auch äußerst fruchtbar. Nicht umsonst hat die biblische Sage das Paradies gerade in diese- Land verlegt. Dank der unermeßlichen Fruchtbarkeit des Landes sind auch die großen Erfolge der letzten vier bis fünf Jahre in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht möglich geworden. Besoitt>ers die Hauptstadt des Landes, Bag- dad, ist, hn Vergleich mit ihrem Zustand noch vor wenigen Jahren, heute -oum wiederzuer- kennen. Große und schöne Bauten, moderne Läden. Theater und Kinos, reizende Alleen enfftehen dort mit jedem neuen Jahr. Kn die Stelle der altertümlichen Verkehrsmittel, UM