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Kasseler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

Nummer 11. Einzelnummer 10 Pf. Sonntags 15 Pf Mittwoch, 14. Januar 1S25. Einzeln,immer 10 Pf . Sonntags 15 Pf. 15. IahrgiMg

Ein neues Angebot Frankreichs.

i.

Eine Zugkataftrophe im Nebel. 30 030 Mark Spende der Familie Henschel.

22 Tote im Herner Hauptbahnhof. Der Protest gegen den Bertragsbruch.

Wie wir auf

Durchführung veS Dawesplanes sind die K o n-

tiefere Grund zu dem Ministerwechsel ift.lTurchführung veS Tawespianes find Hughes Hal im Towes-Gutachten den ersten It r ol lft e l le n in vollem Gange ui.d

hat. und

Sanitätsmannschaften eil» Kurz vor 9 Uhr erschien Sanitätspersonal Die Toten wurden ,n die Herne geb'acht und die

zugcs bilden ein füechtcrlichrs Chaos. Auch drei Wagen des D-Zuges wurden schwer be- schädigt. Tas Eisenbnhnpersonal, Polizei und

Erstes Stelldichein des Stadtparlaments nach den Weihnachtsferien. An Stelle des erkrankten Stadtverordnelenvorsteher Geck wünscht Borste. Her-Stellvertreter Gonnermann viel Glück zum neuen Jahr. Er hofft, daß sich die g e m e i n s a- m e Arbeit im neuen Jahre immer zum Se­gen der Stadt auswirken möge. Man hört der- schiedene Bravorufe. Lebhafter ist das Bravo bei der Mitteilung, daß Frau Geheimrat Dr. Henschel der Stadt 30 000 Mark für Wohl­fahrtszwecke überwiesen hat. Der Magistrat be­schloß, diese Summe zur Beschaffung von Beklei­dungsstücken und besonders Schuhen für ausgc- steuerte Erwerbslose und deren Angehörige zu , verwenden. Bei seinen Dankesworten spricht der Vorsteher von einem neuen Blatt, das die Fa­milie Henschel in den Ruhmcskranz ihrer Wohl­fahrtsspenden eingesügt hat. Er rühmt das so­ziale Empfinden und Mitgefühl der Familie

land der P e r j -.....» - - , -

um 7 Uhr Ä> abfahren soll, auf dem Bahnhof n Herne und die Reisenden stiegen ein, alS der )-Zug 10 BerlinKöln heranbrauste und auf den Personenzug bei dichtem Nebel auffuhr. Die

Schritt zur Entwirrung der europäischen Finanz­zerrüttung getan. Er hat sich aber gescheut, in logischer Fortsetzung dieser Politik das inter­alliierte Schul de nproblem anzusassen und den amerikanischen Standpunkt Frankreich Gegenüber etwas elastischer zu gestalten. Auch Rußland gegenüber scheint man in Washington, im Gegensatz zu Hughes, etwas einlenken zu

Die ReichSbahndirektion Essen ist an Ort Stelle zur Hilfeleistung eingetrofsen.

Deutschland kommt seinen Verpflichtungen vollinhaltlich nach.

Henschel.

Es folgt die Kundgebung gegen die Nichträumung der Kölner Zone. Der Antrag der Rechten kam in der Geschästsaus- schußsitzung zu Fall. Man einigte sich aus folgen, de Erklärung, die vormittags der Magistral abgegeben hat:Der Magistrat hat mit Entrü- stnug Kenntnis genommen von der Nichträu­mung der Kölner Zone durch die Vertragsmäch- tc zu dem vertragsmäßig vorgesehenen Zeit­punkt. Der Magistrat fchließt sich den er-» Worten, die der Kölner Oberbürgermeister Aoen- aner au den Herrn Reichskanzler über die Nicht« ränmung der Kölner Zone gerichtet hat, an und erwartet von der Reichsregierung, daß sie alles tun wird, was in ihren Kräften steht, um auch das Kölner Gebiet von der Besatzung frei zu machen!"

Herne, 13. Januar. Heute morgen 7.20 !lhr ist der v-Zug 10 Berlin Köln auf einen im hiesigen Bahnhof stehenden Personen- zug aufgefahren, wobei die letzten drei Wagen des Personenzuges vollständig zertrümmert wurden. Es konnten bisher 21 Tote ge» borgen werden. Nähere Einzelheiten waren noch nicht zu ermitteln.

Feuerwehr sowie die ten zur Hilfe heröei. ein E i l z u g m 11 aus Dortmund. Leichenhalle in

Sm Weißen Haus.

Hughes Nachfolge« Kellog uud Europa.

Ein Wechsel aus dem für die Umwelt wichtig­sten Posten des Außensekretärs der Ver­einigten Staaten von Nordamerika ist heute ein weltpolitisches Ereignis elften Ranges, denn die Vereinigten Staaten sind für die nächste Zukunft, vielleicht für alle Zeit die bedeutsamste Wirtschafts-Großmacht ge­worden. Das gewaltige Rauschen und Raunen im internationalen Blätterwalde auf die Kunde, daß Charles Evans Hughes zum 4. März aus privaten Gründen" zurücktreten will, ist also begreiflich. Gerade in Berlin muß man den Rücktritt dieses Mannes bedauern, der für die Lage Deutschlands großes Verständnis gezeigt hatte und feit seinem gelegentlich der Londoner Konferenz unternommenen Besuche in Berlin bemüht war, mit Deutschland rege politische und diplomatische Beziehunaon zu unterhalten. Wenn fetzt, wie gemeldet wird, ber amerikanische Botschafter in London, fiellog, zum Nachfolger des Staatssekretärs Hughes in Aussicht genom­men ist, so bedeutet diez für die deutsche Außen­politik eine vollkommen überraschende Wendung, denn Kellog ist der ausgesprochene Exponent Bet englandfreundlichen Streife in Amerika. Die Tragweite einer sol­chen Veränderung geht schon daraus hervor, daß England eine engere wirtschaftliche Anlehnung zwischen Deutschland und Amerika für absolut gefährlich hält und schon seit der Londoner Kon­ferenz bemüht war, zu ungunften Deutschlands in Amerika zu agitieren. Kellog ist der Mann, der die ganze europäische Lage immer unter dem Gesichtswinkel der englischen Politik betrachtet.

Wo der nfte ntz-n»-uge iiW.

Bochum, 13. Januar. kPrivat-Telegr-mm.) Ans Bochum wird uns von einem Vugenzeugn

wollen.

Vvuohton gcv narh London . t

Washington, 13. Januar. (Durch Funkspr.) In Kreisen des Weißen Hauses erklärt man, daß Kelog Mitte Februar London verlas- e n werde, nm am 4. März sein Ami als Staats­ekretär anzutreten. Einem neueren Fuutspruch zufolge hat Präfident Coolidge den ame- rikanischen Botschafter in Berlin, Hougthon, zum Nachfolger Kelogs in London er­nannt.

EM geriebener Kunde.

Frankreich bietet einen neuen Handelsvertrag an. (Eigene Drahtmeldn tg.)

Paris X3. Januar.

Die deutsäie-französischen Handelsvertrags - Verhandlungen stehen onfdieinenb heute Tiens tag vor dem Abbruch. Trendelenburg teilte -Siannalbt) in einer zweistündigen Unter­redung mit, daß die deutsche Regierung den von Frankreich vorgeschlagenen motmS vivendi nicht an nehmen könne. Raynaldy über­reichte daraus Trendelenburg einen neuen Ent­wurf und erklärte, daß dieser das

Maximum an Konzessionen von feiten Frankreichs

darstelle. Der Entwurf würde acht bis zehn Fahre gültig sein. Er stellt im Wesentlichen eine Bekräftigung des bisherigen französischen Standpunktes dar, besonders der Anftecht- erhaltung der zollfreien Einfuhr aus Elsaß Lothringen in Deutschland Auch für andere üüaren soll sich DentMand zu ganz niedrigen Zollsätzen verpflichten. Trendelenburg erklärte, daß er das Projekt mit seinen Mitarbeitern prüfen und mit seiner Regierung Rücksprache rehmen müsse.

vier letzten Wagen des Personenzugs wurden vollständig zertrümmert

und auseinandergeschoben. Bisher wurden zweiundzwanzig Tote aus den Trüm­mern gezogen. Tie Zahl der Verletzten beträgt vierundvierzig, davon zweiundwanzig Schwer- perletzte, von denen einer bereits feinen Verletzungen erlegen ist. Die Bermi- glückten sind alles Reisende des Personenzuges Der Unfall ist, soweit bis zur Stunde ermittelt werden konnte, vermutlich dadurch entstanden, daß der D-Zug 10 das

auf Holt stehende Einsahrtsigual infolge des Nebels überfahren

Verletzten in die beiden Krankenhäufer H eine s. Die Leichen sind -,um Teil f ü r di - lerlich verstüm m e t t. Unter den Verwun­deten befinden sich zahlreiche Schwer ver­letzte, an deren Auskommen gezweifelt wei­den muß. Eine Nnierfnchuug wurde sofort ein- p(leitet Der T Zug wurde.nach längerem Aus. entgelt weiter geleitet. Tie Passagiere des D-Zuges blieben bis ans einen, der leichtere Verletzungen davoutrug, imbeschädigt. Bon den Verunglückten befindet sich keiner aus der engeren hessisch en Heim a l.

Morgen Mittwoch wird unter dem Vorsitz des Generals Dawes das Verwendmigskom tee zufammentreten, dem außer Gilbert die drei Kommissäre der Reichsbank, der Eisenbahn und der verpfändeten Einkünfte augehören.

Auf 6er MinifteMe.

Für Luthers Kabinett auSerwählt.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 13. Januar.

Nachdem Dr. Luther eine Billigung fei­ner Pläne durch die Fraktion oes Zentrums erhalten Hot, wird das

Wesentlick»e von den D e u t s ch n a t i o n a -

Die Ergebnisse der soeben ^nm Abschluß ge­kommenen interalliierten Finanzkonfe­renz haben gezeigt, daß Amerika auch bet der Regelung der deutschen Reparationen i eint aktive Rolle spielt, indem es seine , Ansprüche gegenüber Deutschland aufrecht erholt. . In einiger Hinsicht ist es ja ganz gut für Deutsch- , land, wenn sich die Vereinigten Staaten dauernd für das Reparationsproblem interessieren, aber auch hierbei zeigt sich, daß der Einfluß Amerikas , in die Reparationskomiffion nicht nur günstige, sondern auch ungünstige Rückwirkungen für , Deutschland haben muß. Ans der interalliierten Fiuanzkonferenz wurde von Seiten der Alliier- ; tetr den Amerikanern nahegelegt, sich am dent- schen Eigentum in Amerika schadlos zu halten, um die amerikanischen Ansprüche an Deutschland zu decken. Dadurch würde Deittsch- land wieder einmal die Kosten der zwischen Amerika und den Alliierten erstellen Verein' barungen zu zahlen haben, denn da« deut­sche Eigentum in Amerika macht ungeheure Wer­te aus, die über den Londoner Zahlungsplan hinaus von der deutschen Regierung in Rech­nung gestellt werden müßten. Unter der Leitung Kellogs werden die Bereinigten Staaten voraus­sichtlich sehr aktiv an den europäischen Fragen teilnehmen und so einen starken Einfluß aus die Gestaltung der Dinge ausüben. In Deutschland hat man zwar keinen unmittel­baren Anlaß, gegen Kellog mißtrauisch zu sein, aber man hat auch feinen Grund, von ihm ir­gend etwas Gutes zu erwarten. Wenn Amerika letzt seine Politik im englischen Sinne orientiert, so begibt es sich dabei lediglich in die Rolle des Vormundes, der Deutsch­land gute Ratschläge erteilen wird, im übrigen aber kaum irgendwelche Versuche unternimmt, die ohnehin schon sehr schwierige Lage des Deut­schen Reiches zu erleichtern.

Hughes war ein Staatsmann con Format und Eigenhaltung. C o o l i b g e hat ihm dts- ber. vor und nach seiner Wiederwahl, weitge­hende Selbständigkeit gelaßen. Er schien feine Politik zu billigen. Hughes' Politik den Welt- geschehnisien gegenüber war die eines v o r s t ch. tigenEingreifens unter Offenhaltmig der Möglichkeit, fein Land jederzeit wieder schmerz­los und ohne nachteilige Folgen aus Dingen heran siuziehen, die sich irgendwie bedrohlich entwickeln. Er hat int engeren Etnslutzgebtet der Vereinigten Staaten durch A b k Mn men und Konferenzen die Machtstellung seines Laii- des zu verstärken gesuchl. Tie Begunstignng des Dawes-Gutachiens war, ttotz der grundsätzlichen Ableugnung, daß es sich um ein unmittelbares Eingreifen der amerikanischen Re- aieruna handle, doch bereits ein sehr weiter Schritt in dem Mittelpunkt der europäischen Em- wicklung hinein. Die Berufung des amerikani­schen Botschafters Kellog, der von L o n d o n her auf der Pariser Finanzkonferenz eine K om- promißpolitik vertreten hat, deutet wohl darauf hin. daß die starke Ablehnung jedes Zn- geständnisies in der Schulde nvolitik Frankreich gegenüber, tote sie ourch Hughes zum Ausdruck gebracht wurde, toohl dex

Der Vorsteher stellt einmütiges Einverständ­nis mit dieser Kundgebung sest. Dann erhebt sich der Kommunist S1 r i e tz e l. Er erklärt, daß die Kapitalisten schuld seien nn dem Elend, das heu­te über die Arbeiterschaft hereingebrochen sei. Lie bürgerliche Gesellschaft habe gar nicht ver­sucht, irgendwelche Hilfsmittel anzntoenden, vor allen Dingen fei der Friedensvertrag von den bürgerlichen Parteien unterzeichnet worden. Gc-- ;en alle diese Machinationen habe die K. P. ge- iimmt. Jetzt im Laufe der letzten Monate habe sich gezeigt, daß die bürgerliche Gesellschaft mit den Dawesränbern Hand in Hand gegangen sei. Wie Kommunisten, so schließt er, haben gar 'eine Veranlassung, zu alledem letztenendes Hilse zu leiste».

Rektor Gonnermann stellt lediglich sest, daß die Stadtverordnetenversammlung sich der Ent­schließung des Magistrats mit Ausschluß der Kommunisten cmgefchlosfen hat!

Der seitherige Stadtarzt Dr. Paul Keding wird auf sein neues Amt als Stadtmedizinalrat durch Oberbürgermeister Scheidemann ver. eibigt, dann ein fester gegenseitiger Hand- schlag, und die Einsührung ift geschehen. Wäh. renb ber Vereidigung haben sich alle Stadtver­ordneten und die Tribünenbesncher von den Plätzen erhoben.

Allein, so stellt der Vorsteher sest, die Mitglie­der der k o m m u n i st i s ch e n Fraktion sind sitzen geblieben ... sie verstießen damit gegen jeden parlamentarischen Brauch!

Das Haus tritt in die Tagesordnung ein. Sturz und bündig wird eine nach der anderen der durch die Vorschau Mannten Vorlagen erledigt Für die Nachbewilligung von fast 950000 Mark setzen sich die weiblichen Stadtverordneten aller Fraktionen mit besonderer Wärme ein. Stadt« verordneter Waldschmidl <V. Rechte) utoch- te mit feiner Feststellung, daß alle Ausgaben, die 'N dieser Rackifordernng von nahezu einer Mil­lion enthalten sind) reinen Wohlfahrtszwecken dienten, irgend einer politischen Ausschlachtung Vorbeugen. Wenn irgend etwas verschuldet. re, so trügen die Schuld alle miteinander ...!

In kaum fünf Minuten ist diese Millionen- sacke abgetan, aber eine halbe Stunde lang de­battiert man über 20 000 J( Nachbetoilligung für warmes Frühstück für bedürftige Schulkinder, nackdem Landesrat Häring (Soz.) angefragt, ob die Ouäkerspeiiung fortgesetzt werde. Die tetzige Schulspeisung mit einem Stück Brot und einem Viertelliter Milch könne nickt als eine Fortsetzung der Ouäkerfpeifnng angesprochen werdet,, die hochwertige Nahrung bot. Ober­bürgermeister Scheibemann gibt zu hedeit- ten, baß wenig Aussicht besteht, aber . . . über bie Volkshockscknle wirb bie Verbinbung mit diesen amerikanischen Menschenfreunden ausrecht erhalten.

Ja, fragt ein Sozialdemokrat, wenn nun aber nichts kommt . . .1

len .lbhängen.

die heute vormittag ^12 und um 12 Uhr zn- farnmenlreten. Die ausgedehnte Unterhaltung Luthers mit den Dentfchnationalen ergab keinen Grund zu deren Ablehnung. Dr. Luther soll folgendes Kabinett zusammengestellt haben: Reichskanzler Dr. Luther; Außen­minister Dr. Strefcmann; Innen­minister unb Vizekanzler Dr Wallraff; Reichssiitanzminister Gruf Rödern; R e i ch s w i r t f ch a f t s m i n i st e r Geheimrat Büchner; Re ichsiuft izminister Dr. Emmingei; Reichswehr Dr Getzlei; R e i ch S a r b e i t s m i n i st e r Dr. Braun; Neichsernährungsminifter Graf Ka- n i tz. Die Herren Graf Rödern und Geheimrat Büchner feien als unpolitische Fachmi- n i ft c r ausgenommen. Tie Berliner Morgen­blätter erwarten, daß Dr. Luther bis mor - g e n Mittag die neue Ministerliste dem Reichs- Präsidenten vorlegt. In diesem Falle würde das neue Kabinett sich möglicherweise schon Don­nerstag dem Reichstage vorstellen.

i

Vertrauennbüiur ueb

Berlin, 13. Januar. sPrivattelegramm.) Sie Besprechungen Dr. Luthers mit den Par­teien gipfelten in der Bildung einer Regierung, .n der ohne fraktionelle Bindung jede Fraktion mit je einem der Fraktion angetzorenden Vertrau­ensmann vertreten, im übrigen aber die

Besetzung durch Fachminister

erfolgen soll, bei bereit Auswahl durch ben ver­antwortlichen Reichskanzler eine gewisse Rück­sicht auf bie Politische Einstellung genommen werben soll, sind noch nicht abgeschlossen. Das Zentrum hat einen Vorschlag zur engeren Zu­sammenarbeit zwischen Fraktion unb Regierung einstimmig zugestimmt. Die Führt anderer Par­teien haben b?n Plan grundsätzlich gutgeheißen

Herne, 13. Januar. I gedrahtet: Der nach Wanne bestimmte P e r - ,s telephonische Anfrage erfahren, I f o n e n § n n hatte sich gerade in Bewegung ge- soitenzug 230, der in Hentel^, als et plötzlich von dem D-Zug gefaßt uf '' wurde. Die vier letzten Wagen des Personen-

Gilbert als Kronzeuge.

Deutschland hat den Dawesplan erfüllt. sEigene Trahtmeldung.)

Paris, 13. Januar.

Gilbert, der Generalzahlunasagent der Reparationszahlungen, ift gestern abend in Pa­ris eingetragen. Rach diesem Bericht >"-6er