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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Mittwoch, 25. März 1925

Ein Jahrtausend Deutscher Rhein

Mächtevertrages

zwischen

men

iierten

Versailler Komödianten.

Noch keine Einigung über den «ontrollbericht.

Sie stehen allein.

StresemannS erbitterte Gegner.

(Privat-Telegramm.)

Der Wahlkampf tobt.

JarreS bei den Bayern.

(Privat-Telegramm.)

München, 24. März.

Dr. Jarres ist gestern in München eingetrof­fen und hielt in dem Hotel zu den Vier Jahres­zeiten um halb neun Uhr einen Presseemp­fang ab, zu dem hervorragende Persönlichlct- tcn der Münchener Gesellschaft und Wirtschaft geladen waren. Er wird sich heute in zwei gro­ßen Volksversammlungen als Kandidat einfüh­ren. Jarres wird im ganzen noch in fünf, Dr. Marx in drei Versammlungen reden.

Wiederholt geraten Steuer und der Oberbür- , germeister aneinander, veranlaßt durch die Er- : klärung des Ersteren, es bestehe ein Unterschied zwischen Pslichtehrung für den Träger des Reichsgedankens und freiwilliger Ehrung für dessen Person. Steuer zieht ein Trennungsstrich zwischen dem Rcichstagsabgeordneten Scheide» mann und dem Oberbürgermeister Sckeidemann, worauf der Oberbürgermeister dem Sinne nach Steuer und Strietzel auf eine Stufe stellt. Der Sozialdemokrat Haupt vermißt bei denSteuer­leuten" Achtung vor der ehrlichen Ueberzeugung Anderer. Rechts erblicke in den Sozialdemokrat ten lediglich Bürger zweiter Klaffe. Es sei wie­der wie zur Zeit des Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie. Lehrer Quer ((Soz.) wirft der Rechten Unehrlichkeit vor. Sie handele wie die äußerste Linke. König mußte sich heraus- schmeißen lassen und die Leute für das Theater vor dem Rathaus waren bereits bestellt, die Rechte mache ein gleiches Theater. Er protestiert gegen die Geschäftsleitung, die es zuließ, daß Steuer wiederholt despektierlich vonHerrn Lckeibemann" sprach, worauf der Vorsteher-Stell­vertreter erwidert, der Oberbürgermeister habe ,a sofort mitHerr Steuer' geantwortet und nickt mit. Herr Stadtverordneter. Als Steuer wieder das Wort nimmt, verlasse «zahlreiche So- naldemokraten den Saal. Steuer ruft ihnen ein iroblichesAuf Wiedersehen meine Herren!' nach. Sehr scharf verwahrt st» der Oberbürger­meister dagegen, daß immer von seinemniede­ren Niveau' gesprochen werde. Im übrigen stimme er nicht mit Quer überein er lege wirklich keinen Wert auf Etikette!

bundes im September ein Garantievertrag zwischen Deutschland und Frankreich abgeschlos­sen werden wird^ Karl Jorel.

Englands Fühler in Varis

Botschafter Flcuriaus Mission.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 24. März.

lingen und daß es weit- . ifon TK Krilturkraft des ödens und dem unerschütterlichen

genwärtig Herriot davon ab. mit Deutschland über dessen Garantievorschläge zu verhandelns Dabei ist zu bedenken, daß Dr. Benes ch, den Herriot nach der Genfer Konferenz als Sprecher '

die Sicherheit der deutschen Ostgrenzen vorlegk konnte. Da nun die Frage der Osigrenzen Deutschlands gewiß einen wichtigen Punkt der französischen Gegenvorschläge ausmachen wird,

Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Ztt kgtMg

WammHernot zögert

Der Fünfmächtevertrag an der Seine.

Paris, Ende März.

Es war Vorauszusehen, daß die ziemlich idealistische Haltung Frankreichs sich nicht würde durchsetzen können. Macdonald erklärte einmal in einem Zeitungs-Artikel: Die gegenseitige! Sicherheit kann nur durch eine tatsächlich internationale Politik gewährleistet werden und soll den Zweck haben, jede Kriegsgefahr auszu­schalten und nicht darauf hinzuarbeiten im Falle eines Krieges Garantien für den Sieg der Mehrheit zu haben. Chamberlain dagegen ver­sicherte, daß das Problem der Sicherheit am ehe­sten durch Sonderabkommen der interessierten historischen und knnstt'istorischen Abteilnna i. r Staaten gelöst werden könnte. Die letzte Unter- aus der wirtschaftlichen und sozialen Abteilung.

Num^i er 71. Einzelnummer 10Pf., Sonntags 15 Pf.

annehmen, daß Herr tt nicht den Mut hätte, den letzten Rest der Politik seines Vorgängers, eines gemeinsamen Vorgehens mit England von vornherein und um jeden Preis abzuschütteln, um auf eigene Faust sich mit Berlin auseinan­derzusetzen. Sieht man den Aeußerunaen Cham­berlains, die Frankreich zu selbständiaem Han­deln herausfordern, auf den Grund, so kann man sich nur fragen: Welche Gründe halten ge-

Stadtv. Dr. Hägermann bekennt stch ,u eigener Anregung für sehr weite Kreise, hinter denen die Mehrheit der Kasseler Bevölkerung stehe. In anderen Städten säßen schließlich auch vernünftige Menschen. Redner greift den An- trag Catta auf, die Angelegenheit in einer Kom­mission zu erledigen. Nachdem Stadtv. Schieß <Ztr.) sein Einverständnis bekundet, weil der Verstorbene sie verdiene, entfacht der Kommunist Str i e tz e l Sturmszenen. Er spricht von einem Schmutzfink von Preßkuli vom Kasseler Volks« blatt'. Vorsteher-Stellvertreter Gonnermann rügt die Beschimpfung eines Zeitungsvertreters, der stch hier nicht verteidigen kann. Als dann aber Strietzel höhnisch anregt, die Zie« ^ugasse zur Ebertgasfe zu machen, da bricht Höllenlärm los, tosende Entrüstung, und zwar auf allen Seiten des Hauses. Unverschämt­heit und Pfui undRaus!'-Rufe fallen u. auch Rufe wieSaustrietzel' usw.

Lausend Soöre deutsch.

Das große Ereignis der Rheinlande. (Privat-Telegramm.)

Köln, 24. März.

Die in diesem Jahr in Köln stattsindendc Jahrtausendfeier - Ausstellung der Rdrinlandc wird aus zwei Abteilungen bestehen: aus der

Berlin, 24. März.

Der Gesamtvorstand deS Alldeutschen Verban­des hat in Dresden scharfe Angriffe gegen den Reichsminifter des Aeutzern Dr. S t r e s e m a n n inbczug auf das Sicherheitsangebot ge­richtet. DieZeit" bemerkt dazu: Das Reichs- labinett hat sich bei dieser außenpolitischen Frage vollständig auf die Seite des Außen­ministers gestellt. Als im Auswärtigen Ausschuß des Reichstages darüber verhandelt wurde, i diese Politik von keiner bürgerlichen Partei ab- aelehnt worden. Auch die Deutschnationalen tei­len nach der letzten Aussprache keineswegs die Auffaffung des Alldeutschen Verbandes.

daß Frankreich im Namen des .Friedens' ein Ausmaß seiner Flotte und seines Heeres diktiert wird, welches ihm vielleicht unzureichend er­schiene die Einhaltung eines Garantievaktes zu gewährleisten. Keiner dieser Gründe stellt je­doch ein unübersteigbares Hindernis dar und kann nur eine Verzögerung der französischen Gegenvorschläge zur Folge haben. Jedenfalls sieht man die deutt'chen Garantievorschläge als einen geschickten Schachzug der deutschen Diplo-i

Die staiielet Neuesten Nachrichten etftbeinen wöchentlich sechsmal nachmittags Der «boniiementsvreis beträgt für »en Mo nm 2. Ml. bei iteier Einstellung lud** Geschäftsstelle abgeboli t.80 M k. Durch die Poll monatlich 2.00 Mk. ausschließlich Zullellungsgebübr. Derlaa und Redakiion Schlachtbofstraße 28/30. bernfvrecher 951 und 952. fffit unverlangt einaelandte Beiträge kann die Re- »aktion eine Verantwortung oder «»ernähr tn keinem Falle übernehmen. Rück­zahlung des BeWgsgeldes oder Ansprüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäbiger Vieterunn «ft ausgeschlossen Postscheckkonto Frankfurt a. Main Nummer 6380

----------------d. Die deutsche Regierung scheint jetzt allgemein, so schreibt ein anderes Blatt, sich für einen Eintritt Deutsch, lands in den Völkerbund zu erklären. Anderer­seits sei es unverständlich, daß Deutschland so- wohl an das Völkerbunds-Sekretariat wie an die Alliierten neue Rückfragen in der Bölkerbunds- frage gerichtet habe. Im Bölkerbunds-Sekreta- riat werde erklärt, das Eintrittsgefuch Deutsch­lands sei nur noch eine Frage kürzester Zeit.

Die Ebert-Straße.

Sturmszcnen im Kaffeler Stadtparlament.

Ausgerechnet am ersten Abend der letzten sie« ben Tage vor der Wahl des Reichspräsidenten der sozialdemokratische Antrag, eine Straße oder einen Platz in Kassel nach Friedrich Ebert zu be­nennen! Den Antrag begründet Dr. Theys, Stadtverordneter und Magistratsrat. Bestimmte Vorschläge macht er nicht, er überläßt sie dem Magistrat. Stadtv. Steuer (V. Rechte) be­dauert, anderer Ansicht zu sein. Vor allem kom­me ein solcher Antrag zu früh. Außerdem seien die Meinungen in der Bürgerschaft zu verschie­den. Diese einseitige Maßnahme solle eine ein« fettige politische Demonstration bezwecken. Stadt" verordneter Catta (D. Vp.) erklärt, daß seine Fraktion gegen eine Umbenennung einer histori­schen Straße, aber für Benennung einer neuen Straße nach dem ersten Reichspräsidenten ist. Fran Lüpnitz (Komm.) lehnt, weil der Ver­storbene sich dauernd für dieBourgeosie" einge­setzt habe (Heiterkeit), den Antrag ab. Sie zapft auch den Oberbürgermeister an, der es lebhaft bedauert, daß sich hier eine Debatte entspann, bei der gelacht wurde. Eine solche beschämende Tat- fache sei nur in Deutschland möglich. Er erin­nert an die Ehrung des ermordeten Jaures durch des gesamte Frankreichs und an die Ehrung Eberts durch die rechtsgerichtete Relchsregierung. Frau Lüpnitz habe nur genau formulierte Vor­schriften, die von Moskau über Berlin gehen. Wenn sie von neubhzantinischen Ehrungen In Deutschland sprach, so erinnert der Oberbürger­meister an die Lenin-Ehrungen. Er, der Ober­bürgermeister, schäme sich, solche Dinge angehört zu haben. Ebert sei der edelste Patriot gewesen. Den Schaden trage nickt Ebert, sondern die Rech­te davon.

Anzeigenpreise: Etnbeimifche (Sef»äft8an»etaen Bette 20 Ufa- auswärtige Geichäfts- anzetgen Zeile 20 Pf«., tfamtlienan»et«en Zette 20Psg., Kleine Anzeigen öas Wort 4 Pfg. Reklamen die Zette 75 Ptg. Offertgebüdr la Pfg. tt>ei Zufendg. der Offerten 80 Pfg.« Rechnungsbeträge find innerhalb 5 Tg. m be,atzten. Maßgebend ist der Kurs oeS Zatziungsiages. Für die Richtigkeii aller durch Fernsprecher aufgeaebenen An­zeigen. sowie tür Aumatzmedaten und Pläge kann njch, garantiert werden. Für An,eigen mit besond. schwierigem Saö l00 Pro,. Aufschlag. Druckerei: Schlachtbof- ftraße 28/311 Geschäftsstelle: Köln.Str.5, aegenüb.der Svobrstr. Fernspr.951 u. 952

Dann verlangt der Komunist Strietzel einen Ordnungsruf für den Stadtv. Haupt, weil dieser ibnLump',Saustrietzel" usw. genannt habe. Dr Scherer (V. Rechte) stimmt dem aus Ge- reckttgkertsgründeu bei. Darauf Vorsteher Gon« nermann zum Stadtv. Haupt: Bekennen Sie sich zu diesen Aeußerunaen? Und Haupt antwor. tet mit sächsischer Dialektfärbung:Ja freilich! Ick bedauere nur, im Augenblick keinen noch schärferen Ausdruck gehabt zu haben, als Sttie-

Der Schrecken der Meere

Wie England seine Seeherrfchast sichert.

(Eigener Drahtbericht.)

London, 24. März.

Das Unterhaus setzte gestern die Beratung über das Marinebudget fort. Ramsey M a r d o - nald kritisierte den Bau der Flottenbafis von

redung Chamberlain-Herriot in Varis soll Die Eröffnung der Ausstellung, die einen Um- nun, den Erfolg aufzuweisen haben, daß beide fang von zwanzigtansend Quadratmetern haben Staatsmänner den Entwurf eines Fünf-!.r.b' $ geplant, der Schluß an

Mächtevertrages zwischen Frankreich- ?&!!** mtt^hen E^land-Deutschland-Belgien-Jtalien besprochen Ä Ob sich dtt

haben. Gewisse Kretse halten ledoch diesen österreichische Regierung entschließen wird, die Vertrag das offizielle Communique spricht mittelalterlichen Krönungsinsignien utr Ber­ti ur von einem herzlichen und freundschaftlichen fvgung zu stellen, ist r- 'i ungewiß. Immerhin Gedankenaustausch über die Probleme der sind aus Wien eine g nze Menge wertvoller Außenpolitik und insbesondere über die Fragen historischer Stücke zu erwarten, darunter auch der europäischen Sicherheit für eine rein edie goldene Bulle Carls IV. An der Auf- Stimmungsmache, um der französischen bringnng der sehr betiächtlichen Kosten beteili- OeffentWeit Sand in die Augen zu streuen gen stch das Reick, Preußen und die Provinz, und ihr ein Bild von der mächtigen Einheits- sowie die Stadt Köln. Man hofft »uversichtlicb, front der Alliierten vorzugaukeln. Ans Cham- daß das große Werk ~ *

berlains Haltung in Genf geht viel eher hervor, hin Kunde geben wir daß Großbritannien die Sorge um den Weltfrie- rheinischen BodenI ... ___________

den lieber von sich abschütteln will, um nicht im kerndeutschen Sinn seiner Bevölkerung.

Notfälle mit seiner Flotte alsVorkämpfer" des ------

Friedens, für den Völkerbund in die Schranken em-M

treten zu müssen. Ein Blatt läßt durchblicken, ES Dlclvl VH* daß Frankreich gegenwärtig von England der Zwickmühle Frankreichs,

nichts mehr zu erwarten hat, will aber klxia-n-r-Di-owk>^ick>, >

um jeden Fall verhüten, daß Herriot selbständig (Eigener ^rahtbertcht.)

ohne auf die Alliierten Rücksicht zu nehmen, die Genf, 24. März

deutschen Garantievorschläge erwidert, rät daher Gin Pariser Blatt schreibt, daß in der neuen abzuwarten, welchen Erfolg die geplante Ab - Note, die Frankreich an Deutschland als Antwort rustungskonferenz, die der Präsident auf das Garantieangebot richtete, deutlich die der Vereinigten Staaten etnzuberufen gedenkt, Bedingung Frankreichs für die ein haben wird, da in dieser Konferenz unbedingt gehende Prüfung der deutschen Vorschläge er- auch die Probleme der Sicherheit zur Sprache klärt werde, nämlich ver Aufnahmeantrag kommen toetben Im übrigen müsse Frankre ch Deutschland in den Völker '

für seine Sicherheit selbst sorgen. In Regie-'" ......

rungskreisen habe man die isolierte Stel­lung Frankreichs längst erkannt und man ist sich darüber bewußt, daß die Politik Voincarss und seiner Vorgä ger, die Europa lediglich in zwei Lager teilte, 'ndgültig ausgespielt hat. Man würde entsch. ben fehlgehen, wollte man

matie an. Wir können heute mehr sagen: Fern von jedem Idealismus sind die deutschen Vor­schläge in Frankreich vorderhand auf frucht­baren Boden gefallen und es scheint gewiß, daß noch vor der künftigen Tagung des Völker-

Zu der Pariser Reise des französischen Bot- schafters in London Fleuriau schreibt ein Pa­riser Berichterstatter aus London: Fleuriau soll- ber der kleinen Entente nach Paris kom-I^ die französische Regierung dazu überreden, sie ließ, keine befriedigenden Vorschläge für möchte das deutsche Paktangebot etwas er n st e t icherheit der deutschen Ostgrenzen vorlegenp6 gleichzeitig andeuten, daß die brt» ' 'ttfche Regierung die Abhaltung einer Konfe­

renz über diese Frage begünstigen würde Wenn Fleuriau eine befriedigende Mitteilung muß Herriot sich vorerst über diesen Punkt voll-1 über die Haltung Frankreichs nach London kommen K l a r h e it verschassen müssen. In die mttbrmgen würde, so könne erwartet werden, zweite Gruppe von Gründen gehört nnzweisel- baß ein Meinungsaustausch zwischen haft die bevorstehende Neuorientierung Bel- Berlin, Brüffel, Paris und London wegen der giens. Bekanntlich ist das belgische Parlament Einberufung einer Konferenz beginne. Man gegenwärtig aufgelöst und die Wahlen für den glaube auch, daß Fleuriau eine Anregung in der 5. April anberauml. Dazu kommt noch, daß Frage der deutsch-polnischen Grenze mache. Theunis erklärt hat, er werde sich von den *

Regierungsgefchäften jedenfalls zurückziehea, Entscheidung noch vor Ottern wenn er auch wiedergewählt werden sollte. J1,

Herriot muß unbedingt das Ergebnis der Wah-I,. 24. Marz. (Eigener Jnformations-

len abwarten, denn geiade in der Frage det btenst.) Auswärtigen Amt verlautet, daß die

Sickerhett muß Frankreich, bevor es sich auf Reichsregrerung mnerhalb der nächsten vierzehn Verhandlungen mit Berlin einläßt, über die Tage eine offizielle Mitteilung der alliierten Re- belgischen Ansprüche im Klaren sein. Gerungen uk-r die Frage der Räumung

Ein weiterer Grund für Herriots abwartende Iber nördlichen Rhemlanbzone und über den Si- Haltung ist die W a s h i n g 10 e r A b r ü - cherbettspakt erwartet. Der deutsche Botschafter stungskonferenz. Wenn deren Einbe- in Paris, Dr. von Hoesck hat bericktett daß mfung auch nock nicht feststeht, so möchte Her- die unausgesetzten Erörterungen der AMierten riet sich doch nickt vor die Tatsache aettellt sehen, jetzt unmittelbar vor dem Abschluß stehSA

(Eigener Drahtbericht.)

Zürich, 24. März.

Aus Paris wird telegraphiert: Tas Militä-. komitee von Versailles hat die Fertigstel­lung seines Berichtes angezeigt. Scheinbar be­freien innerhalb der Alliierten noch Meinunos- verschiedenheiten über einige Punkte. Alle An­zeichen deuten darauf hin, daß eine weitere Ber­zöge r u n g der auf Grund des Kontrollbe.'ichtS vorzunehmenden Attion geplant sei.

Singapore, durch welche die Sicherheit des Reiches nicht erhöht werde, sondern im Gegen­teil eine neue Kriegsgefahr dadurch ge- fcl-affen sei. Wenn der Stutzpunkt in Singapore nötig sei, um die weiße Politik Australiens aus- rechtzuerhalten, so besage das mit anderen Wor­ten, daß hieraus ohne Zweifel ein bewaffneter Konflikt zwischen Australien und Japan entstehen werde, da sich Australien zwei­fellos der Einwanderung von Japanern wider- setzen werde. Der erste Lord der Admiralität, Bridgeman, erwiderte, wenn ein neuer Krieg fönte, würde England nicht in einer gleich günstigen Lage sein wie gegenüber Deutschland. Die deutschen Kaperschiffe seien, nach­dem sie enormen Schaden angerichtet hatten, fast alle erledigt worden. Wenn ein künftiger Gegner ben englischen Handel angreifen würde, so würde es eine riesig eAnzahlvonKaperschif. f e n geben. Siebzig Kreuzer seien nötig gewesen, um ein paar deutsche Kaperschiffe einzukreisen. Die Aussichten für England würden in einem Krieg mit einem anderen Gegner bedenklich sein, wenn die britischen Kreuzer nicht die Unter­stützung durch Grohkampssch'ffe hätten.

Zwischen Oft und West.

Was Deutschland nicht mitmachen kann.

(Eigener Drahtbericht.)

Berlin, 24. März.

Bei der Aufforderung der Alliierten an Deutschland konkrete Sicherheitsvor­schläge zu machen, kann es sich, wie mau in Berlin oetont, lediglich um die Ergänzung der bisher formulierten praktischen Grundlinien handeln. Wie wir erfahren ist es den Bemühun- gen der alliierten Diplomatie, Deutschland für das Projekt eines Siebenmächte-Abkom- m e n s mit Einbeziehung Polens und der Tsche- chosiowakei zu gewinnen, vollkommen mißglückt. Die Reichsregierung beschränkt sich nach wie vor auf das Zugeständnis eines Fünfmächte-Abkom- meng, darüber hinaus ist Deutschland auch jetzt noch bereit, mit den Oststaaten einen geson­derten Pakt einzttgehen. Das Hineinspielcu politischer Sonderinteressen ergibt die ständige Gefahr, daß die Verhandlungen an irgendwelchen Widerständen leicht scheitern können.