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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 80. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

Sonnabend, 4. April 1925.

Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15.

Hernot zwischen öen Finanzklippen.

Braun wieder MinlsterprWent.

Mit 220 gegen 170 Stimmen im heutigem Landtag gewählt.

B e r l 1 n, 3. April (Privattelegramm). Bel der Wahl zum preußischen Minlsterprasiventen wurden heute mittag im Landtag 432 Stimmen abgegeben. Davon erhielten: Abgeordneter Braun (Soz.) 220, Abgeordneter Peters 170 und Abgeordneter Pirck 40 Stimmen.

Wer soll es sein?

Die Präsidentschaftskandidaten treten heraus.

Nachdem tn Preußen durch Höplei- Asch 0 ssS Verzicht der Wirrwarr erneut einen Höhepunkt erklommen hat uns heute der sechste Ministerpräsident in den Sattel gehoben werde t soll, ist doch wenigstens im R e i ch die PräsideNt- schaftskandidatur des srüheren Reichskanzlers Marr nunmehr nach langwierigen und teil­weise ziemlich komplizterten Verhandlungen im Prinzip von den Weimarer republikanischen Parteien beschlossen worden. Zur Stunde ist rwar eine öffentliche Kundgebung noch nicht erfolgt, aber die Weimarer Parteien sind eifrig lK.bci, dir Kominierung heute auszusprechen. Im Lager des Reichsblocks hatte man zwar bis aestern noch keine Entscheidung treffen können, weil nämlich von deutschnationaler Sette aus angeregt worden war, die endgültige Proklamie- tung der Kandidatur Jarres erst dann vorzuneh­men. w-nn Dr. Jarres persönlich in Berlin ein« getrcssev ist. Da der dürgerl che PräsidentschastS- candidat inzwischen von seiner Erkrankung wie­der genesen ist, so ist mit seinem Eintreffen bis spätestens Sonnabend früh in Berlin zu rechnen. Bis dahtn werden die Reichsblockpar- teien, wie unserem parlamentarischen Mitarbeiter ausdrücklich versichert wird, sich auf keinerlei Verhandlungen mit irgendeiner Seite ein« lasten und auch keine Vorschläge von anderer Seite prüfen.

In diese kurz vor dem Abschluß stehenden Verhandlungen leuchten blitzartig die Ergebnisse einer Rundfrage hinein, die unserem Ber­liner Berichterstatter von niaßgebenden Parla­mentariern zuteil wurden. Abg Schultz (Dm., erklärte: Die int Reichsvlock zusammengeschlosse­nen Parteien werden ihrem Kandidaten Jarres die Treue bewahren, ebenso wie Dr. Jarres als überparteilicher Kandidat der vaterländischen Kreise entschlosten sein dürste, auch den Entschei­dungskamps auszunehmen, für den der erfolg­reiche Ausgang der ersten Abstimmung so günstige Aussichten eröffnet hat.

Dr. v. Kardorff (Volkspartei) betonte: Wenn jemand jetzt noch glauben sollte, daß eine sogenannte Einheitskandidatur bis zum Zen­trum und den Demokraten etwa eine Kandi­datur G e ß 1 e r möglich wäre, so dürsten diese Erwartungen durch die Ereignisse der letzten Tage überholt sein. Dr von Kardorff glaubt bestimmt, daß die Entscheidung zwischen Dr Jarres und Marx ausgetragen wird.

Dr. ®eil, Reichsminister a. D. und Zev- trumsabgeordneter. erllärte mit nachdrücklichster Betonung: Das Zentrum ist bereit, mit jeher Partei zusammen zu gehen, die unter Zurück­stellung ihrer eigenen Sonderwünsche entschlossen ist, tatkräftig für den Sieg der Kandidatur Marx einzutreten, und es wird nicht Darauf sehen, ob diese Unterstützung von rechts oder von tinks herkommt. Man wird jetzt wiederum an das Zentrum herantreten und ihm neue Vor- schlage unterbreiten Sollte es sich dabei ledig­lich um Versuche handeln, unsere große Partei von der Kandidatur Marr abzubringen und neue politische Gegensätze aufzuwerfen, so werden alle diese Versuche ohne Erfolg bleiben müssen. Es ble'bi abzuwarten, ob irgendeine Partei in der Lage fein würde, uns einen ebenbürtigen Kandidaten für Marr anzubieten

Abgeordneter Erkelenz, Führer der Demo­kraten. äußerte sich mit einiger Zurückhaltung wie folgt: Wit Demokraten sind für die Kandi­datur eines Republikaners, der durch feine ganze Persönlichkeit dazu berufen wäre, die Republik zu festigen und das deutsche Volk vor Verfas- sungskämpsen und der inneren Selbstzer­fleischung zu bewahren. Niemals ist von demo­kratischer Seite mit dem Gedanken gespielt wor­den, einen ausgesprochen demokratischen Partei­mann an die Spitze bringen zu wollen. Wir werden jedes Opfer bringen, falls dafür eine republikanische Einheitskandidatur zustande- kornrnt.

Dr. B r e i t s ch e i d (Soz.) betonte: Von Marr trennen uns zwar nsentliche Unterschiede der Weltanschauung, aber wir halten ihn für einen Mann, der ehrlich entschlossen ist die Verfassung zu respektieren, und der niemals die Republik preisgeben würde Schwer wird es allerdings sein die sozialdemokratischen Wähler für Marx zu begeistern Wir werden unser Möglichstes tun, um das Zustanl ekommcn einer republi - kanischen Kandidatur zu sichern, ohne daß wir dabei irgendwelche personelle Fragen in den Vordergrund bringen wollen.

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Frankreich und der Reichsprüstdevt.

Genf, 3. April. (Privattelegramm.) Die Weiterentwicklung der Dinge in Deutschland wird von der französischen Presse mit deutlicher

Interesselosigkeit verfolgt. Die gestrigen Presse- uuskassiingen sind auf den Grundton abge­stimmt, daß, wenn die Reparationen pünkt­lich eingehen, Frankreich am Ausgang der beu?» scheu Präsidentenwahl nach jeder Richtung hin vollkommen desinteressiert sei.

Herrtot's Stützen toanfen.

Demission und Fiasko des Finanzministers.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 3. April.

Der Finanzminister Glementel hat in der vergangenen Mitternacht demissioniert, weil er von Herriot im Senat desavouiert wor­den war. Er wird durch Senator de M o n z i e ersetzt. Die Ereignisse haben folgenden Gang genommen: Das Expose des Finanzministers wurde "nom Senat mit eisiger Kälte aufge­nommen, besonders als Clementel die I n f l a. tionspläne der Regierung bekannt gab. Der Finanzminister erklärte, daß das Budget für 1925 unter allen Umständen vor Ostern ratifiziert werden müsse. Das Budget für 1926 sei bereits vorbereitet und werde dem Par­lament im Mai unterbreitet werden. In Be­zug auf die Kreditpläne der Regierung stellte er energisch in Abrede, daß es sich um eine versteckte Inflation handele. Herriot war Über Clementel äußerst erzürnt, weil der Finanz- minister die Jnflationspläne der Regierung be­kannt gegeben hatte, ohne dazu vom Minister­rat ermächtigt worden zu fein. Vergeblich suchte Clementel seine Erklärungen abzuschwäcken und Herriot die Stimmung zu bessern. Diese Versuche, die Desavouierung des Exposes Cle- mentels zu verdecken, wurden von der Rechten mit ironischen Zwischenrufen aufge­nommen. Zum Schluß wurden Ruse taut Demission, Demission". Um dieser Kundgebung Einhalt zu gebieten, brach der Staatspräsident die Sitzung ab. Um 10 Uhr sand am Quai d'Orsay ein Ministerrat unter Herriot statt Die Konferenz dauerte bis nach Mitternacht an, ohne daß Finanzminister Clementel erfchieneu war.

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Das Selb als IteglerungsNippe.

Paris, 3. April. (Eigener Drahtbericht.) In den Wandelgängen der Kammer verlautet, daß einer der Gesetzentwürfe, deren Einbring­ung für den nächsten Montag beschlossen wurde, eine fünfzigprozentige Erhöhung der Einkommen st euf sowie eine Ver­doppelung aller übrigen Gewinnsteu- em außer der Lohn- und Gehaltssteuer enthal­te. Der Beschluß der Regierung, für vier Milli­arden Wechsel auszugeben, stellt eine versteck­te Inflation dar und kommt einer Ver­mögensabgabe gleich Auch von dieser Seite her droht dem Ministerpräsidenten Gefahr.

Was man in Paris ausheckte.

Die französische Antwortnote fertig.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 3. April.

Einem Pariser Blatt zufolge wird die fran­zösische Regierung demnächst in London, Brüssel und Rom den Text der Antwortnote mitteilen, die sie auf die deutschen Sicherheits- Vorschläge erteilen will. Herriot hat gestern mit der Prüfung der ausgearbeiteten Rote be­gonnen. Die Annahme der französischen Ant­wortnote durch das englische Kabinett würde einem Umfall Chamberlains und der Reuanerkennung des Berfailler Vertrages im Prinzip und grundsätzlich gleichkommen.

Wenn die Inflation droht.

Herriot läßt feinen Finanzminister fallen.

(Eigene Drahtmeldung.)

Paris, 3. April.

Herriot wandte sich in der Kammer gegen seinen Finanzminister und sagte, er stehe der Inflation ablehnend gegenüber, d. h. der

Vermehrung der Vorschüsse der Bank von Frank­reich an den Staat. Die Regierung werde in einigen Tagen einen Gesetzentwurf über die Sanierung der allgemeinen Finanzverwaltung vorlegen. Wie sie ein klares Budget wünsche, so wünsche sie eine klare Finanzverwaltung. Die Regierung vertrete einmütig die Ansicht, daß der Sage nicht durch einen verabscheunngswür- bigen Notbehelf, daS heißt durch Anwen­dung der Rotenpreffe entgegenzutreten fei. Der Senat möge dem Gefetzentwurf, den die Regie­rung vorlegen werde, abwarten. Auch er, Her­riot, wünsche die ganze Frage zu erörtern. AIS die Linke diesen Worten Beifall spendet, prote­stiert die Rechte, doch kann Ministerpräsideni Herriot noch erklären: Seien Sie versichert, daß unser Gesetzentwurf es weder an Klarheit, noch Entschlossenheit, fehlen lassen wirb.

Gin Sieg nach rückwärts.

Mussolinis Heeresvorlage gescheitert. (Eigene Drahtmeldung.)

Rom, 3. April.

Mussolini trat gestern in der Kammer in« bezug auf die Heeresvorlage einen ehren­vollen Rückzug für den Kriegsminister an. Nach einem Lobe auf die ehemalige deutsche Flotte, deren Verschwinden die europäische Lage voll­kommen verschoben habe, schilderte Mussolini anschaulich die Rüstungen Frankreichs, um dar­zutun, daß Italien nicht ungerüstet bleiben dürfe. Da aber Italien nicht finanzkräftig genug fei, müsse es feine Sorgfalt auf die Her­stellung des technischen Materials für den Krieg und auf die Ausbildung der Cadres legen. Wenn Deutschland die Enientevorfchriften nicht an« nehmen werde, werde eine pessimistische Beur­teilung der Sage für die nächsten Jahre sehr am Platze fein, Mussolini zog die Heeresvorlage der JRcgierung vorläufig zurück, um sie einer Ver­besserung zu unterwerfen und bann dem Par­lament wieber vorzulegen. Mussolini erzielte am Schluffe feiner Rede rauschenden Beifall.

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Faustkampf im Varianten!

Rom, 3. April. (Eigener Drahtbericht.) In der Kammer kam es ge'iern zu stürmischen Sze­nen. Der Abgeordnete Sottet nannte den Kom­munisten Viola einen Trottel und Kretin, wor­auf dieser Bottai einen Faustschlag versetzte. Sie mußten durch Quästoren getrennt werden.

Eoolidges Lieblingslräume.

Abrüstung und Einziehung der Schulden. (Eigene Drahtmelhung.)

London, 3. April

Eine Meldung aus Washington besagt, daß Präsident Coolidge nicht beabsichtige, die Vorbereitungen für die Einberufung der Ab­rüstungskonferenz wegen der kühlen HaltungFrankreichs aufzugeben. Staats« fetretär Kellogg benutze alle verfügbare Zeit, um sich mit den Ansichten und den amtlichen Be nchten über die erste Abrüstungskonferenz in Washington vertraut zu machen Mit Rücksicht auf die laue Haltung Frankreichs in der Schul­denfrage, ist die Aussicht verbreitet, daß alsbald eine formelle Note Amerikas an alle Schu'dner- staaten abgesandt werden soll, worin diese aufgt« fordert werben Pläne für die Abtragung ihrer schwebenden Schulden vorzulegen.

Das Brot wirb knapp.

Lebensmittelmangel in Moskau.

(Eigene Drahtmeldung.)

Rotterdam, 3 April.

Bus Moskau wirb gemeldet: Sämtliche Pri­vatgeschäfte uny Genoffenschafteu tn Moskau sind angewiesen, einer Person nicht mehr als zwei Pfund Mehl zu verkaufen. Man kann aber in Moskau kaum Mehl im Privathandel er­halten. UeberaH ist größter Mangel an Lebensrnitteln der Besorgnisse hervorruft.

£?noirW (Stiftung.

Verpachtung durch bie Stistungsverwaltung an den Waifenfürsorge-Reichsverband.

Bei Fürstenhagen unweit Hessisch-Lichtenau erhebt sich die schöne Anlage der Lenoir'schen Waisenstisiung. Mindestens überraschen wiro nun folgende Vorlage des Magistrats der Stadt Kassel für die Stadtverordnetenversammlung am Montag: Verpachtung der Lenoir'schcu Waisen- anftalt und des dazu gehörigen Gutes Teichhos an den Landesverband Hessen-Waldeck e. V. des Reichsverbandes für Waisenfürsorge in Kassel. In der Begründung dieser Vorlage des Ma­gistrats heißt es: Tas Kapitalvermögen der Stiftung der Gebrüder Georg und Konrad Lenoir zur Erziehung von Waisen, das nach bett Vorschriften der Vermundschastsordnung zins­bar kntzulegeit war und infolge des Krieges und seiner Nachwirkungen heute noch einen Wert von rund 200 000 Mark darstellt, bringt in absehbarer Zeit die Mittel nicht mehr auf, die für die Fort­führung der Betriebe der Waisenanstalt und des Gutes Teichhof erforderlich sind. Zur Zeit st ein Zinsenaufkommen aus Hypotheken von un­gefähr 2500 Mark im Jahre zu erwarten, das zur Verzinsung und Tilgung eines aus der Stadthauptkasse einstweilen gewährten Vorschus. ses von 45 000 Mark kaum ausreicht. Alle Versuche, Einnahmequellen zu ichasfön, waren erfolglos. In der Hoffnung auf bessere Zeiten ist in der Anstalt eine Sparsamkeit bis an die Grenze des Erlaub­ten geübt uno in Bezug auf die Ergänzungen der Lebensmittelbestände, der Neuanschaffung oon Kleidern, Wäsche und Schuhen, sowie der Unterhaltung der großen Gebäude und des In­ventars nur das Allcrnotwerdigste unternommen worden. Länger läßt sich jedoch dieser Zustand nicht mehr sortsühren, wenn nicht die Anstall darunter leiden und sie schließlich geschlossen wer- den soll Es muß aber dahin kommen, wenn nicht alsbald Mittel zur Verfügung gestellt wer­den, da die schon mehrfach und mich jetzt wieder erhöhten Verpslegungsgelder nicht aüsreichen. Es ist sogar zu befürchten, daß eine weitere Er­höhung der Verpflegungsgelder über den vom Minister des Innern festgesetzten Tarifsatz von 1,20 Mark hinaus die Fortnahme der Kinder aus der Anstalt zur Folge hat.

Die Gutswirtschaft hat infolge der wenig günstigen landwirtschaft­lichen Lage des Gutes und der auf ihr lastenden Pension des srüheren Administrators keine hohen Erträge zu verzeichnen und muß sie auch für sich in Anspruch nehmen, um das Gut in einiger­maßen ordnungsmäßigem Zustand zu erhalten und das Inventar usw zu ergänzen, da auch sie ebenso wie die Anstalt viele Bedürfnisse zitrück- stellen mußte. In dem Jahre 1924 ist das Gut, wie die Landwirtschaft im allgemeinen infolge Oer schlechten Ernte in eine Vorschußwirtschait geraten. Dazu kamen unaufschiebbare bauliche Veränderungen an den Gutsgebäuden (Stallun- gen und in der Mühle, sodaß" Vorschüsse gewährt werden mußten. Ter Magistrat hm die Pflicht, die mit den Reckten einer juristischen Person ausgestattete Stiftung als Vorstand zu verwal­ten und sowohl nach den Satzungen als auch nack den im Jahre 1924 erlassenen gesetzlichen Bestimmimgen den Absichten des Stifters ent­sprechend aufrecht zu erhalten Er muß, wenn er bei der mißlichen Lage des Stiftungsve'-- mögens nicht Verluste eintreten lassen will, für die die Stadt satzungsgemäß haftbar fein würde, einen Weg such»», der einmal das Fortbestehen der Waisenanstalt und den Betrieb des Antes ohne Belastung des städtischen Haushaltsetats und der Steuerzahler ermöglichte, und zum ande­ren die Stiftung in den Stand setzte, ihr Ver­mögen bis zur Wiederkehr besserer Zeiten zu er- holten und aus seinen Einganaen die bislang geleisteten Vorschüsse zurückzuerstatten. Diesen Weg glaubt er gefunden zu haben, wenn er die Anstalt und das Gut mit Zubehör auf eine Reihe von Jahren an den der Waisenfürsorge dienen­den Landesverband Hessen-Waldeck des

Reichsverbandes für Waisensürsorge verpachtet, der es übernimmt (an Stelle eines Pachtzinses) auf seine Kosten die Anstalt und das Gut den Absichten des Stifters , .»sprechend in der bisherigen Art weiter zu betreiben und alle öffentlichen Lasten und Abgaben zu tragen Ferner tritt er während der Dauer der Pächt- zeit die vorläufig auf 15 Jahre festgesetzt ist, in alle Veriragsverhältnisse ein, die die Stiftung in Bezug auf die Anstalt >tnd das Gut gegen­über übernommen hat Zur Sicherung aörr Rechte aus dem Vertraqsverhältnis ist eine Ver­tretung des Magistrats mit der Hälfte der Stirn- men im Verwaltungsrat W Verbandes fesche- legt Auf diese Wette wird das Bestehen der Waisenanstalt erhalten und die Sadt Kassel ,n ibree Rechten am Stiimngsvermögen nickt ge­schmälert.