Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Sonntag, 12. April 1925
Paris, M. April.
iu hoffen, daß keine ernsten Schwan- über das Grab hinausweist. Die Ihr lieb habt der Außenpolitik stattfiiiden werde», die sind nicht gestorben Sie leben, und Ihr sollt'
hingen in
Daß der aufrichtige und von der Sehnsuc^ er»
den. Rach seiner Ansicht ist alles auf die V e r. t r a u c n s k r i s e zurückzuführen. Diejenigen, die die Politik der gegenwärtigen Regierung unterstützen, seien die Urheber dieser Krise. Es sei auch fraglich, wer eigentlich regiere. Marshal Ichloß: Wir lehnen als ein Verbrechen gegen das Vaterland jeden Jnflationsversuch ab.
Was Europa augenblicklich brauche, sei eine gewisse Kontinuität in den auswärtigen Beziehungen aller seiner Regierungen. Tas ArbeUerblat? steht in dem Rücktritt Herriots einen neuen Triumph der Reaktion in Europa. Er sei gc= ichlageu worden, weil die französischen Rentner und Kapitalisten immer noch snfften, den Folgen
sie Wiedersehen. Und Eure Freude soll niemand ''an Euch nehmen Die Sehnsucht glaubt es.
er Iweifel wehrt es. Beide geraten in heißen, nn-"en Kampf. Bei kein-m so wie in den Tho. mass-elen, den von Zweifel und Sehnsucht hin» vns beroeworfenen.
Einm vumderb^r-'n Dsteraufschluß gibt uns
Das Erbe Vorncarßs.
Herriots verzweifelter Jnflationskampf.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 11 Avril.
Zerstoben, verweht scheint der Spuk und Graus der Alltagsnoi und Pein, die Sorge um Lohn und Brot, um Liebe und Haß, um Ehre und Glück, um Geburt und Grab. Ist es nicht, als wüchsen der Seele wieder Flügel, sich aus Oual und Verbitterung, aus Schuld und Tünde, Ohnmacht und Verzweiflung aufwärts zu schwingen wie die Lerche ins Himmelsblau? Versinken nicht selbst im strömenden Gefühl der Verjüngung, Erneuerung und Erlösung die Riesenwälle und -lasten, die erbarmungslose Feinde ringsum uns aufgetürmt haben? Sollten diese Stunden, in denen Erde und Menschen neu geboren werden, wo im Zeichen sieghafter Liebe der Mensch wieder zum Menschen tritt und das Evangelium der Versöhnung durch alle Sphären braust, sollten sie nicht unserem heute wieder mehr als je zerklüfteten Volke die eherne Wahrheit und Weisheit ins Hirn hämmern, daß höher als Parieidünkel und Klaffenhaß, daß über Monarchie oder Republik, über Konfession und Besitz, das Volksganze, die Freiheit des Staates und seiner Bürger steht? Niemand hat das Recht, in seinem politischen Gegner den Unreifen oder Minderwertigen oder gar Niederträchtigen zu sehen, dem Politik nur Geschäft ,st und seine Führer nur Götzen sind. Es gibt auch einen ritterlichen Kampf, der nicht nach dem Herzblut des Gegners zielt, sondern ihm die Hand entgegenstreckt und an seiner Seite ficht, wenn er überwunden ist. Jeder der beiden Ban-
Sturz des Kabinetts ©erriet
Sn der Finar zkrise gescheitert. / Die kommenden Männer.
Paris, 10. April. (Eigene Drahtmeldung.) Die Negierung Herriot ist bei der Abstimmung über die Tagesordnung der demokratischen Linken des Senats mit 132 gegen 156 Stimmen in der Minderheit geblieben. Das Kabinett hat daranfhin beschlossen, zurückzutreten. ES hat dem Präsidenten der Republik ein Schreiben überreicht, in dem die Demrsfion des Gesamtmini i eriums mitgeteilt wird.
Der Präsident hat die Demission angenommen.
Es ist Ostern geworden. „Christ ist erstanden.« o tont es durch die weite, neu blühende Gotteswelt. Der Tod ist überwunden. Das Leben erhebt die siegende Fahne. Es gibt etwas, das
Volk, wach aus!
Em Osterprolog in trüben Tagen.
Durch das gedämpfte, legendenfromme Schweigen des Karfreitag, der in aller Abendmahls-, Golgatha- und Grabesstimmung ooch schon das Auferstehungswunder ahnen ließ, der nach den srühlingstrunkenen Lichtsymphonien des Vormittag mit Blitz und Donnerhall und stürzenden Regenfluten die junge Knospenpracht uoerschüttete, sind wir hinübergeglitten in heu profeen Auserstehungstag der Natur und der Seele selbst. Wie die schweren Grabesfelsen über dem Gekreuzigten barsten und seine verklärte Gestalt über die gelähmten Wachtknechte hinweg- schritt ... so schon seit Jahrmillionen sprengt die Urkraft der Erde des Winters Todesstarre, sprießen Sehnsucht, Glaube, Hoffnung, Liebes- blutenträume am kahlen, erstorbenen Stamm des Lebens auf Und wenn uns auch morgen Wolken und Wetter die lohende Himmelsfackel verhüllen sollten ... der junge Lenz harft weiter den F.stchoral der Vögel, Blüten, Büsche, Bäche und der große Dreiklang von Natur, Gott und Menschenseele schwingt brausend im Blut. Und all die Symbole aus der Menschheit und unseren eigenen goldenen Kindheitstagen: Osterspiele, Hase und Eier, Ruten und Wasser ... sie binden die Herzen wieder fester aneinander und entzünden in ihnen jene Osterfeuer, die einst in fernen Tagen von Berg zu Berg in deutschen Landen aufflammten.
Londoner Gchwanengefong.
Rach dem Sturze Herriots.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 11. April.
Variier Hasardspieler.
Gefälschter Notenausweis. Herriots Sünden. (Eigener Drahtbericht.)
Paris, 11. April.
Herriot hat in seiner letzten Kammerrede die ehemaligen Finanzminifter Marshal und de Lasteyrie in die Debatte gezogen. Letzterer hat bereits zugegeben, daß er unter außerordentlich ungewöhnlichen Umständen genötigt gewesen sei, einen höherenBetragvonBonsdcr nationalen Verteidigung auszugeben, als Borge- eben war. Er behauptet aber, daß alle die von ihm gutgeheitzenen Finanzoperationen nur eine scheinbare Ueberschreitung des Notenumlaufs herbeigeführt haben. Marshal ist noch weiter gegangen. Er hat eine schleunige Interpellation über die Finanzlage eingebracht. Er gibt zu, daß wiederholt die Praris geübt wurde, den gesetzlichen Rahmen zu überschreiten, was später je nach Möglichkeit wieder ausgcgli- chen wurde. Ter Notenumlauf sei 1924 niemals höher gewesen als eiuundvierzig Milliarden. Plötzlich 1925 sei diese Grenze überschritten wor-
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mÄtr™1b,»n y.'Ax-f betrag, für oen Mona, 2.— Mk. bei kreier Stifte Buna Wefdjaftsitefle abaeboli 1.80 »if. Durch die Post monatlich L00Mk ,dl?*te0unfl§aebü6t. ®erlaa und Redaktion SMachtdofstratze 28/30 und 952. Mr unverlangt eingesandie BeitrÄe kann di« Re- »eJBerontrooTtnnfl ot,er (Seroahr in keinem Falle übernehmen Riick- !Ä-“n® ö'gelbes ober Ansprüche weaen etwaiger nicht ordnungsmäßiger ,e ernnn ift anSaefrblofTen i-oitftberffonto fttonfiiirt a. Main Nummer 6380.
Zwei Seelen in uns.
Eine tröstende Ostermahnung.
Von
Artur Brausewetter
, Will man das Zeichen unserer Zeit auf inner« lichem Gebiete in zwei Worte zusammensassen, sto sind es diese beiden: Zweifel und Sehnsucht. Was wir erlebt und erlitten, bat in vielen Her. zeu den Zweifel groß werden lassen. Der Step, tizisrnus hat stets in den Zeiten des Nieder- gangs reiche Fruchte getragen. Dazu kommt, daß unsere Zett der technischen Kräfte und Fort- be§ naturwissenschaftlichen Forschens unb <grfennen§ dem Skeptizismus sowieso sehr zugänglich ist.
23ie viel Manner und Frauen sind seitdem den Weg des Thomas gegangen. Insbesondere tri unseren Tagen. Einmal ein Leben voller Ideale und freudigen Glaubens. Ein zuversih-- liches Aufblicken, eine in sich gefestigte Weltanschauung voller Harmonie und Einheit, bis der nüchtern wägende Verstand und die kalte Reali- >at des Lebens, bis Erkenntnis und Forschen die einzig gütige Autorität ihres Denkens wurde. Bis die Ideale starben und die Kunst, die wichtigste, bald gelernt war: das Leben ohne Ideale zu leben. Aber Eins stirbt nicht. Das ist die Sehnsucht. Der kann kein Verstand und keine Logik aebieten. Die spricht am Tage und laßt in der Nacht nicht ruhen.
Thomas verließ den Kreis der Jünger und 6'Nss sN die Einsamkeit. Der Zweifel isolier,. Er schließt das Licht ab wie das Leben Wen er verzehrt, dem macht er atteg dunkel " Uber über dem Dunkel hebt die Sehnsucht ihre schwingen.
täten dem inneren Leben unseres A"es Unrecht, sollten wir es vom Zweifel und ^keptlzismus beherrscht sehen. Es lebt etwas anderes m ihm, das größer ist und stärker als Die Sehnsucht. Auch die Sehn.
b/ubt niemals so reich wie in den Zeiten des Niederganges. Aus dem tiefen Unbefric« bigtfetn der Herzen, dem unbestimmten Suchen und Verlangen erhebt sie sich, überwindet Erden- und Erdenleid, .schwingt sich z» höheren, reineren Gefielden empor. Beide aber, Zweifel tote Sehnsucht, ruft kein Fest so nachdrücklich auf den Plan tote das Osterfest. .Die Botschaft hör wohl — Allein mir fehlt der Glaube* - wie Ungezahlt haben es seit jener einsam verbrach-- wn Osternacht dem grübelnden, an sich und der Welt verzweifelnden Faust nachgesprochen.
Aber Ostern mit seiner Botschaft des Lebens, mit seinem Auferstehen und neuem Hoffen toe-.tt ^‘? fcem ^e^fcbe^ eingeborene Sehnsucht. 23er mochte schließlich nicht glauben, wer nicht ^bb^ren streben, aus denen die holde Botschaft dringt?
, Ein- Osterngestalt steht vor uns. Thomas heißt sie Als der „Ungläubige Thomas" ist sie, ähnlich dem ewigen Juden, durch die Jahrhunderte gegangen. Man hat ihm vielfach Unrecht getan, diesem Thomas. Es lebt genug des Auf. richtenden und Erhebenden in ihm. Gewiß, er Stoeifclt. Er ist der ausgesprochene Skeptiker Er war es nicht immer gewesen. Es ist ihm ac- gangen, tote manchem anderen vor und nach ihm. Er hatte geglaubt und war betrogen in feinem Glauben. Er hatte geliebt, und feine Siebe war ein Wahn gewesen. Er hatte gehofft und seine Hoffnung war in alle Winde geslat- tert. Run fort mit allem Glauben, Hoffen, Sie- bett. Ems nur bleibt, Eins nur ist unanfechtbar: Was vor dem sichtenden, dem nüchtern wägenden Verstände besteht. Was ich mit diesen meinen Augen sehen, mit diesen meinen Hän»-n fassen kann, das ist wahr und wirklich Alles andere ist Wahn und Trug." Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Rägelmale nnd lege meine Finger in die Rägelmale und lege meine Hand in feine Seite, will ich es nicht glauben." -Scharfer und energischer kann der ^iandpuukh des Skeptizismus nicht betont werden. Vielleicht auch nicht männlicher.
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang
nerträger für die Präsidentschastswahl ist vom beißen Willen für Deutschlands Befreiung und Wiederaufstieg durchpulst, denn jeder der beiden Namen bedeutet ein Programm, eine Tradition, ein großes, politisches Ziel, wenn auch der Schatten des Volksheros mächtig aus den noch nicht vom Hauch der Gesichte umwehten jüngeren Rivalen fällt. Aber es geht nicht an, die Verdienste des einen rum Ruhme des andern herabzuzerren und die ehrwürdige Gestalt, die in Bälde dem deutschen Volksstreben veranleuchten soll, in den Tagen des Angriffs und der Abwehr in den Staub zu ziehen.
Das soll der Osterglocken Mund uns künden, daß er uns Duldung, Verständnis, Achtung vor dem Andersgesinnten ins Herz läutet, die allein aus Zerwürfnis und Verworrenheit und über alle sozialen Schranken hinweg zum nationalen Einheitsstaat führen können, der uns so bitter nottut Tenn noch ist der Franzmann, Brite und Belgier keinen Fußbreit von Ruhr und Rhein gewichen. Alle unsere Opfer an Gut und Blut, Dawesmillionen und Sicherheitsangebot, waren bisher umsonst. Aber von jenseits des Kanals hat man uns kürzlich T'ost und Mut zugesprochen und Frankreich selbst erzittert unter den wuchtigen Jnflationsschlägen, die ihm feine wortbrüchige, friedensseindliche Politik einbrachte. Seine Rhein- und Gewaltpolitik wird und muß jedoch, das wollen wir uns heute geloben. am deutschen Freiheitssinn zerschellen.
Herriot ist gestürzt, ob fein Nachfolger mehr Herz und Verstand für Deutschlands brennende Nöte mitbringt, ist sehr zweifelhaft, zumal die drohende Inflation sein Sinnen und Trach- 1 len völlig aurfaugen dürfte. Mit tiefem In- i grimm hatten wir bisher die stereotype Formel 1 Frankreichs vernommen: „Der Deutsche zahlt i alles." Jetzt hat es Poincarss feiges Pharisäer- I tum in seiner Attacke gegen Herriot fertig ge« !
3**m Rücktritt der Regierung Herriot schreibt ein Londoner Blatt, der Nachfolger Herriots sei nicht zu beneiden, was auch geschehe! Tie politische Lage Frankreiechs sei äußerst ungewiß; es fei tedoch zu hoffen, daß keine ernsten Schn
ÄnzetgeavreilettEinbetmtschelSeschäflsanjeigen delle20 8fä. auswärtige Geschäits- anietoen Setle 20 Big . namilieiianjetuei. Zette 30 Pfg Kleine Anzeigen »as Wor> Aklamendie getle 75 P'g. Offertgebühr io Pfg. (bei .lufenö«. bet Offerten ^L qa-f,Rechnu»a«bewägefInd nnerbalb 5 Ta. w bejablen. Maßgebend tft der Kurs öes» Zablungstages. Für die Richtigkeit aller durch Fernsprecher auigeaebenen An- •“* kann nicht garantier! werden. Für n*er^e,mSao lOO vroz.Ausschlag. Druckerei: Schlachthoi- strafte 28/3it. GeschattSitelle- Köln.Str.5. neaenfib.ber Spobrstr. Fernfpr.051 n. «52
Nummer 86. Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf.
Auf die Anklagerede des früheren Finanz- Ministers Masal entgegnete Herriot: Die Schwierigkeiten des Augenblicks sind die Folgen der früheren Taten. Ans die Kriegsperiode will ich nicht eingehen. Meine Regierung hat in engerInnöen Fühlung mit der Bank von Frakureich gestanden, t0I @ In vier Jahren habe man nichts!,i, „
Painlebe als Nachfolger? Auch Ntarsal, de Monzie, Caillaux genannt. (Eigener Drahtbericht.)
Ueber die Person des zukünftigen Ministerpräsidenten verlautet: Im Senat nennt man t» Ianders Marsal, da man diesen als den ei» Besieger Herriots bezeichnet. Die links stehenden Senatoren weisen darauf hin, daß ein nationalistisches Kabinett keine vierundzwanzig Stunden in der Kammer bestehen könne. Auch einem Konzentrations- k a b i n e t t verspreche man keinen Erfolg. Das Kartell habe seine Karten noch nicht ausgespielt. Es bedürfe nur anderer Männer, vielleicht auch anderer Methoden. Außerdem wird noch Sena- ftiriii&rT Stec° unb der Finanzminister de Mon- anderes getan. als Miimüe,, ILieLenaunt. Am meisten Sympathie hat aber der Diskontsatz fei immer erhöht worden Durcki d.ee.s^nlichkett Painlevss. Man glaubt, den fortgesetzten Appell an die Ersparnisse habe das Vertrauen eines Teiles der
man die geldlichen Fähigkeiten des' "andcs m,8$errif?n ®e9ncr gewinnen werde,
herabgesetzt. Es fei nicht wahr daß das Land! ?^a-ln-ICD,c ■ tonrä.e. Caillaux und d e Mon- sich erst geweigert habe, Anleihen zu zeichnen n" ^"dinett aufnehmen. Ein deutscher
als er die Regierung übernommen habe Seien'! Brrichterstatter meldet aus Pans: Niemand nicht die die Hauptverant wörtlich en kvird Herriot das Zeugnis versagen, daß er mit die diese Schuld hätten anwachsen lassen unp 1ad’ Euro-
die es hätten geschehen lassen wie in diesem gestrebt hat. Herriot hat Fehler gemacht, Jahre, wo in einem einzigen Fahre so üna^ "ber er war zu jeder Zeit absolut ehrlich. Nur hrurc Verpflichtungen zu erfüllen seien? Herriot V" Politiker großen Stils könnte die Rettung fuhr fort, nach seiner Kenntnis sei die Grenze 9J‘?nn.5’“re Caillaux. Da
der Vorschüsse der Bank von Frankreich vom ^>ne Zeit noch nicht gekommen ist, wird Staat feit Juli 1923 überschritten roo-JmD^1cl" Uebergang gesucht werden, vielleicht ei- den. Inzwischen hätte man auch trnfür Sorge T. Regierung Br i and - L ° u ch e u r - P o i n - tragen müssen, daß Deutschland bezahlte le ö e' 6011 6Er ^on fcl* langem gesprochen wird. An die Sanierung der Finanzen habe man erst *
jc(?t beulen können und er sei davon überzeugt, An 6er Kirche unb am Gelb aefcheitert äÄ'X'Äffi t b ‘ t ""Ä 'Xiü Ä 'm «M. 4 «W*-. d;- iani’S,
Dcurteitcn, für die er voll und ganz einstehe. | um den verhaßten Mann zu stürzen. Im „ Lor- wärts" heißt es: Herriot war oft schwach, allzu leicht, durch böse Ratgeber beeinflußt, aber alles in allem verdient sein Wirken in den zehn Monaten feiner Regierungszeit die Anerken- nung der Friedensfreunde Europas.
bracht, den ganzen Katzenjammer Frankreichs mit der gewissenlosen Geste zu erklären: „Deutschland ist an allem schuld, weil es nicht genug gezahlt bat* Blitzartig sind damit wieder die Abgründe aufgerissen, die uns von Frankreich trennen: Ein Menetekel für alle, die Haß und Zwietracht in den eigenen Grenzen säen, statt sich zu Schutz und Trutz gegen eine übermächtige Welt zufammenzuschließen. Niemals ist ein Volk verloren, wenn es einig ist. Und so wahr die Erde wieder grünt und blüht, die Sonne ewig ihre Bahn zieht und I Frühling und Winter werden läßt, so fest steh» unser Glaube an Deutschlands Erlösung und Auferstehung aus eigener Kraft F, R.
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