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Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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f 148 Einzelnummer lOPf, Sonntags 15 Pf

Sonntag, 28. Juni 1925.

Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang

I

Frankreichs zweite Inflation.

den

ächsten Satze zu betonen, daß es ein irschrecht für kein Paktmitglied

Wie man die «Schulden tilgen will.

Die Anwesenheit des Marschalls Petain im

irsch nach dem Rhein antreten.

strophen abwehren und den Vorrang der Wei­ßen Rasse gegen alle Gewollten der Tiefe und den Ansturm Qstasiens behaupten kann. F. R.

neu Plan zur Finanzsanierung vorzule- een, der die Amortisierung der öffentlichen Schu­ten zum Ziele hat. Diese Amortisierung soll von einer Amortisationskasse durchge- fuhrt werden, deren Mittel durch besondere Ein­nahmequellen beschafft werden sollen.

AuS Washington wird gemeldet, daß der chinesische Gesandte im Staatsdepartement eine Note überreichte, die an die amerikanische Re­gierung einen Appell richtet, eine Regelung der Differenzen zwischen China und den Mächten durch eine Konferenz in Washington herbeizu- führen. AuS Tokio wird gemeldet, die chine­sische Rote sei gestern von einem Kabinettsrat erwogen worden. Man sei allgemein der Auf­fassung, daß die japanische Gesandtschaft in Pe­king angewiesen worden ist, in die übrigen Ver­treter der Mückle zu dringen, eine versöhnliche Haltung gegenüber China einzunehmen.

Der Ministerrat hat die F i n a n z p l ä n e Caillaux' für durchweg gut befunden. Sie haben die Form eines 4 Paragraphen umfassen den Gesetzentwurfes zur Behebung der bestehen­

der Geduld und Beharrlichkeit erfordere. Die Regierung wolle eine sreiwillige Konsolidierung, da eine Zwangs-Konsolidierung das Land in

Paris, 27. Juni. Die Kammer ist gestern abend zur Beratung des neuen Gesetzentwurses zusammengetreten, der die E;r Höhung des Notenumlaufs um sechs Milliarden Fran­ken, sowie die Emission einer Convertierungs- anleihe Vorsicht. Die hauptsächlichsten Abstim­mungen, die bis jetzt ersslgt sind, sind der so - zialistische Gegenantrag auf Abgabe vom Kapital, wird mit 340 gegen 208 Stimmen abgelehnt. § 1 wird angenommen. Bei der Abstimmung des § 2, der die Erhöhung des Notenumlaufs mit sechs Milliarden Franken und Erhöhung des Vorschusses der Bank von Frankreich an den französischen Staat in glei­cher Höhe vorsieht, stellte Ministerpräsident Poinlevä die Vertrauensfrage. Die Kammer hat diesen Paragraphen, den grundle­genden des Gesetzentwurfes mit 328 gegen 190 Stimmen bei einigen Enthaltungen angenommen.

Em gewagtes Spiel.

Caillaux braucht das Vertrauen des Landes.

(Eigener Drahtbericht.j

Paris, 27. Juni.

In der Kammcrdebatte über die Finanzvor­lage führte Finanzminister Caillaux u. a. aus, daß Frankreich eine konsolidierte Schuld von 150 Milliarden, eine ebenso hohe kurzfristige Schuld und überdies noch außerordentlich schwe­re Verpflichtungen im Laufe des Jahres habe. D'e kchwebende Schuld ruhe auf schwankendem Boden. Das Budget könne nur durch Vermeh­rung der Einnahmen, d. h. durch neue Stenern im Gleichgewickst bleiben. Die Reform der Fi­nanzen selbst sei ein

langer und mühsamer Weg,

katastrophalen Frankensturz erwarten müßte, der aber nicht erwartet wird, Ich will zunächst, sagte Caillaux, mit einer An­leihe an den Martt treten und erst dann die Sta­bilisierung in Angriff nehmen. Ich bin der An­sicht, das, ich nicht zu zögern vergebe, sondern ich weiß, daß ich einen wehrhaft mutige Politik be­treibe, da ich hierdurch das Vertrauen des Lan­des wieder erwerben zu können glaube. Mi­nisterpräsident PainlevS richtete alsdann einen Appell an die Abgeordneten, die Vorlage mit starker Mehrheit anzunehmen. Wenn sich gegen die Regierung eine starke Minderheit aufrichte, dann wird die Regierung nicht die notwendige Kraft finden, um die Schwierigkeiten zu über­winden, die die Zukunft des Landes bedrohten.

China streicht die Segel.

Schlichtung durch eine Böllerkonferenz.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 27. Juni.

wird, 2. Auflegung einer gegen Valutaschwan­kungen gesicherten Anleihe, an deren Zeich­nung sich nur die Inhaber der Schatzanweisun­gen beteiligen dürfen. Caillaux hat in der Kam­mer den Entwurf verlesen. Die Fortsetzung der Abstimmung in der Pariser Kammer ergab fol­gendes: Artikel 3 des Gesetzentwurfes:

Der letzte Ausweg.

Caillaux's Sanierungsplan angenommen. (Eigener Drahtbericht. >

Paris, 27. Juni.

tieften, wenn es nicht der Beginn ein-r auf die Hausse des Franken und auf die Baisse der Le­bensmittel gerichteten Politik wäre. Eine Anlei­he könne keine ernste Gefahr für die Finanzen Frankreichs bringen, es sei denn, daß man einen

Die Minister an der Front.

Berlin, 27. Juni. Reichsernährungsminister Graf K a n i tz leitete gestern im Handelspoliti­schen Ausschuß die Verhandlungen über die Zollvorlage ein, indem er auf die Dring­lichkeit der Erledigung dieser Angelegenheit hin- wies. Angenommen wurden Anträge, die ein­gehende Auskunft über den Stand der Han-, delsverträge fordern. Reichswirtschaftsminister Neuhaus erklärte sich zu vertraulichen Mit­teilungen bereit. Der Ausschuß trat dann in die Generaldebatte zur Zollvorlage ein. Abg. Dr. Schneider (D. Vpt.) hielt die Ver­abschiedung der Vorlage für d r i n g l i ch, da sonst hn September die deutschen Einfuhrver­bote ohne Zollschutz aufgehoben werden müßten. Abg. Schmidt (Soz.): Die Produktionsstei- gerung in der Caprivizeit sei durch produktive- res Wirtschaften der Landwirtschaft und durch Benutzung der damals neu aufgekommenen Maschinen erzielt Worten. Durch Zölle könne man die landw. Produktion nicht steigern.

Paris, 27. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Im Finanzausschuß waren vor der Abstimmung die vier Paragraphen des Finanzgesetzesentwur­fes angenommen worden. Es wurde ferner ein Zusatzparagraph genehmigt, der die Re­gierung verpflichtet, vor Ende dieser Session ei- den

Sckener als Norbpolfahrer.

Seine Bau- und Reisepläne.

Berlin, 27. Juni.

Im Reichsverkehrsministerium haben Ver­handlungen mit Dr. Eckener mit dem Ziel begonnen, eine gemeinsame Basis für die Vor­bereitung zur Erforschung des Nordpolgebiets mit einem Zeppelinluftschiff zu errei­chen. ©inern Pressevertreter erklärte Dr. Ecke« ner zum Bau eines Spezial-Nordpol- thps, daß das Schiff mindestens 100 000 Ku­bikmeter Gas für hundertzwanzig Stunden fas­sen müsse. Es müsse infolgedessen eine Länge von zwoihundertzwanzig Meter und einen Durchmesser von zweiunddreißig Meter erhal­ten. Aus jedem der fünf verbesserten Maybach- motoren würden 400 PS. herauszuholen fein, während sie auf der Amerikafahrt nur mit je 300 PS. beansprucht wurden. Das würde also eine Gesamt-Maschmenleistung von 2000 PS. erge­ben. Auch müßten Schlitten, Proviant usw. für eine längere Fahrt auf dem Eise mitgenom­men werden. Eine Landung in der Nähe des Poles wäre zum Zwecke der Ortsbestimmung nicht unbedingt notwendig, da es auch vom still- stehenden Schiffe aus möglich sei, den Stand­ort festzustellen. Für eine ganze Reihe von Forschungen, z. B. für die Messung der Meeres- tiefe würde sich eine Landung aber doch empfeh­len. Der Wiederaufstieg würde nicht entfernt soviel Schwierigkeiten bereiten wie beim Uug-

zuziehen. General Pangalos hat feine Regie­rung wie folgt gebildet: Volkspräsident und Kriegsminister: General Pangalos, Marine- und Außenminister: Admiral Hadjiliriakos, Finanz Minister: Kokinas, Inneres: Panoyolaulos.

besetzten Gebiet wird mit der Räumung des Ruhrgebiets und der Brückenköpfe Düsseldorf, Duisburg und Ruhrort im Zusam­menhang gebracht. Teile der Truppen aus dem Ruhrgebiet sollen nach einer Meldung au Köln

Ja und Nein.

Drei große Abstimmungen im Reichstag. Steireruotoerordrinna. Unfallgesede. Handcls- »etttiiae. Bis 15. Juli ocrlänacrt. Siu geftricke- uer GeietztcU. 80 Millionen für Winzer.

dicoifion des spanischen Vertrags.

Berlin, 27. Juni.

Bei den Beratungen zur Verlängerung der Geltungsdauer der 3. Steuernotverordnung weist Mg. Keil (Soz.) auf die unkonseguente Haltung der Deutschnationalen hin. Die Sozial­demokraten würden den Gesetzentwurf ableh­nen. Mbg. Dr. Korsch (Komm.) lehnt den Gesetzentwurf ebenfalls ab. Nach einem kurzen Rededuell Keil (Soz.) und Hergt (Dtn.) nimmt das Haus den Gesetzentwurf in allen drei Lesungen an.

Die dritte Steuernotverordnung gilt dem­nach bis zum 15. Juli 1925.

Bei der Novelle zum Unfall versiche* rungsgesetz wird nach Ablehnung dreier sozialdemokratischer Anträge und eines kom­munistischen Antrages namentlich abgestimmt über einen Antrag der Regierungsparteien, den Gesetzesteil zu streichen, der die Unfallrente mit Wirkung vom Tage des Unfalls festsetzt und den Verletzten solange als vollerwerbsunfähig be­trachten will, als er Krankengeld aus der Kran­kenversicherung bezieht. Die namentliche Ab­stimmung ergibt die Annahme des Antrages mit 220 gegen 170 Stimmen. Damit ist also dieser Gesetzesteil gestrichen. Bei der Schluß­abstimmung wird die Unfallvorlage mit 334 gegen 26 Stimmen angenommen. Fünf Abge­ordnete haben sich der Stimme enthalten. Dann gibt ein amtlicher Vertreter zu den Wände- rungsverhandlungen über den

deutsch-spanischen Handelsvertrag eine Erklärung ab, aus der hervorgeht, daß be-L rcitr .dreißig Million,n Mark als Kredite für" die Wut,er zur Verfügung gestellt sind. Bias die Weinsteuer anbelange, so habe die Reichs-, rsgierung im Weinsteuergesetz die erforderlichen Erleichterungen vorgesehen. Eine Antwort sei zwar auf diesen Antrag noch nicht erfolgt. Es seien sofort nach Ratifizierung neue Verhand­lungen in Madrid beantragt worden.

Zwischenspiele.

Vor und hinter den Kulissen des Welttheaters.

Ringsum in den Gebreiten wogen, rauschen und reifen die mannshohen, golootönden Korn­felder der Ernte entgegen. Der Landmann darf schmunzeln und der Städter ohne Sorge fern; an Brot wird es nicht mangeln. Wenn pi wenn uns nur nicht das Geld noch knapper wird, d. h. wenn die nun schon seit Jahren an- brandende Teuerungssintflut unS nicht doch noch über Nacht bis an die Gurgel steigt. Die Zollgesetze haben in den großen Reichslags­debatten ihre Schatten vorausgeworfen und die Oppositionsredner das Menetekel neuer sozialer Kämpfe und Nöte an die Wand gemalt. Die Regierung spornt im Hinblick aus die werden­den, aus Zöllen basierenden Handelsverträge zur äußersten Eile, wird aber selbst, wie schon bei den Steuer- und Austvertungskompromissen manchen Tropfen in den Wein gießen müssen, wenn sie bis zum 18. Juli ihr Riesenprogramm durchpeitschen will. Dunkle Wetterwolken hän­gen tief über den Erntefeldern der inneren und Wirtschaftspolitik, denn am 1. Juli hat das Jallr seinen Kreis zur Hälfte durchlaufen und was ist aus der tränen- und leidgedüngten Frühjahrs­saal der Zuversicht geworden? Die Leere und Stille des Todes auf allen inneren Wirtschafts- Märkten. Die Kaufkraft der Verbraucher ge­lahmt. Die Geschäftshäuser, die Kassen leer Kredite aufs äußerste »rationiert*. Und llelbst der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit und der Handelspassivität verflattern vor oen düste­ren Prophezeiungen der Industriellen, daß der tiefste Barometerstand noch nicht erreicht sei und die Krise sich noch verschärfen werde.

Unter dem Joch der Reparations- und Da­weslasten verkümmern die deutschen Einnahmen und erstickt bt* Arbeitslust. Selbst der General oiirR-r Gilbert hat auf der Brüsseler all^.jf'relskonferenz die Durchführbar^ i 'des Dawesplanes bezweifelt, da der zu seiner Erfüllung benötigte deutsche Export sich ins Riesenhafte aufblähen und die Weltwirtschaft in Verwirrung bringen müßte. Die Folgen wären für Sieger und Besiegte gleich katastrophal, denn auch sie müßten allein schon durch Bezahlung der deutschen Produzenten verbluten. Was hilft es, daß man mit Lohnsteigerungen und Preis­erhöhungen die Quadratur des Zirkels zu lösen sucht, die die Verbitterung der Hausfrau noch vertiefen. Denn, sie versteht es am wenig­sten. daß diese Schwierigkeiten letzten Endes in den großen schwebenden außenpolitischen Pro­blemen verankert sind.

Eaillaux' Sieg in der Kammer

Das ganze Sanierung Programm angenommen.

Painleves Schachzug. Die große Goldanleihe. Erhöhung des Notenumlaufs.

Schweigende Zustimmung der Sozialisten.

Goldbeständige Anleihe wurde mit 373 gegen 36 Stimmen angenommen.

Hierauf werden die Artikel 4 und 5 des Gesetzes durch Handaufheben angenommen. Der von der Finanzkommisston hinzugefügte neue Arti­kel, der die Regierung auffordert, vor Schluß der Session das Sanierungsgesetz vorzu­legen, wird zurückgestellt. Hierauf gab der Abg. Blum im Namen der Sozialisten eine Er­klärung ab, in der er sagte, er sei der Ueberzeu- gung, daß die Goldanleihe den größten«Er- folg haben werde. Die Sozialisten stimmten jedoch nicht für das Gesetz, weil sie nicht An­hänger der Inflation seien, stimmten aber auch nicht dagegen, weil sie der Regierung keine Berlegenheiten bereiten wollten. Hieraus wird über das Gesetz abgestimmt und dieses in seiner Gesamtheit mit 313 gegen 34 Stim­men angenommen.

Die ^Räumung beginnt?

Marschall Petain in Düsseldorf.

(Privat-Telearamm.)

Düsseldorf, 27. Juni.

Mehr als je hängen jedenfalls Aufschwung öder Abstieg unserer Lebenshaltung und Wirt- schaftsgestaltung von ihrer Lösung ab. Dir von dem seines Messias harrenden tiefzerklüfteten Europa so ungeduldig erwartete Genfer Beichte des Paktfrenndes Chamberlain erschöpfte sich in einer emphatisch-feierlichen Friedensgeste, die Frankreich auf dem Wege über den Völker­bund>es Beistandes versichert, während der deutsche Michel mit leeren Worten und geheim­nisvollen Wendungen abgespeist wird. Jeden­falls hat er sich der Anmaßung Briands ange­schlossen, der sich gleich als Garant und... Ver­bündeter seines polnischen Vasallen auffpielt, um schon im nächsten Satze zu betonen, daß es ein

Durchmarschrecht für kein Paktmitglied gebe. Daß auch Deutschland der Schutz des Völ­kerbundes (Artikel 18) zugute kommt, kraft sei­ner Mitgliedschaft Hilfe gegen einen Angriff Polens zu verlangen, ist für den gesunden Men­schenverstand eine Selbstverständlichkeit, die freilich in Berlin hoch eingeschätzt wird.

Jedoch wer vermag in Gehirn und Seele (wenn man von einer solchen bei dem monokel- bewaffneten steinernen Komtur noch reden darf), wer will in die Geheimkammern des großen Schweigers Chamberlain und seiner konservati­ven Freunde Eindringen, die heute alle so enthu- siastisch Englands Anschluß an den Kon­tinent und die Idee des Bölkerfriedens propagieren, während doch nur Mißttauen und Eifersucht auf Frankreichs Lust- und U-Boot- rüswngen und die Sorge ums... Geschäft und um ihr koloniales Weltreich ihnen die Sprache ein gibt. Denn auch im Jnselreich bereiten sich Arbeitslosen- und Jndustriekrisen vor und die chinesische Eiterbeule zehrt an John BullS Athletenkrast. Und während Frankreich noch­mal mit P a i n l ev ös M ar okkosi e g in der Kammer einen nationalffttschen Kriegstanz aut- fübrte und den Kommunismus aufs Hault schlug, siihlt sich der Tommv im eigenen Land und in asiatischen Bastionen so sehr durch Mos­kaus unterirdische Mineure bedroht, daß man öffentlich die schärfste Abwehr, bis zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen angekündigt hat.

Jedenfalls beweisen die Finanznöte die in­nen- und außenpolitischen Bedrängnisse auch der Ententesieger, wie schwer sie selbst an den Wun­den des Weltkrieges tragen. Und vielleicht däm­mert auch drüben mählich die Erkenntnis, daß nur Europas Zusammenschluß neue Kata-

Was WM Vangalos?

Ziele des griechischen Umstürzlers.

(Eigener Drahtbericht.)

Athen, 27. Juni.

In einer Erklärung vor Pressevertretern gab General Pangalos feinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß seine Maßnahmen als Revolution bezeichnet wurden, da man vor einer einfachen politischen Krise chche. Pangalos fuhr fort, mein Programm besteht darin, die Ruhe im Innern wieder herzustellen. Für mich gibt cs weder Benezelisten noch Antivenizelisten, weder Repu­blikaner noch Royalisten. Für mich gibt es nur Bürger. Pangalos schloß mit der Erklärung, daß er, sobald er sein Ziel erreicht habe, näm­lich die Versöhnung der verschiedenen Par­teien und die Bildung einer Armee die imstande fei, jeder Eventualität gegenüber zu treten, ent­schlossen sei, sich vom polittschen Leben zurück-

Gesetzentwurfes zur Behebung der bestehen- fernen Grundfesten erschüttern mußte C8 muß- Finanzfchwierigkeiten und zur Erleichterung | len Milliarden gefunden werden, u mFarnkreich» der schwebenden Schuld. In der Hauptsache sieht I - nmnzen gefunden W lassen. Caillaux sagte, der Entwurf folger de rmei Maßnahmen ?or: 1, y-stter, id. habe lang- ' rsuckt und mich schließlich einen neuen Vorschuß seitens der Bakgn- << =«

France in Höhe von sechs Milliarden Franken der Bonds durch ga-

wobei die Geldumlaufgrenze von fßnfunt>nict$tgx.ll<nhtte Werte e.ft. Sicherheit für ihre -°rlehn auf einundfünfzig Milliarden erhöhtjsyfcs kann für da-- Schatzamt Verluste nach -ich

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