Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Donnerstag, 3. Dezember 1925
(uPers Locamoemte in London
tenmini-
wneb Stresemann. Darauf folgte Bande»
lieber London liegt heute früh der für die Hauptstadt des Imperiums traditionelle schwere Nebel. Bis in den Vormittag hinein brennen m den Straßen die elektrischen Bogenlampen, seit den ersten Morgenstunden ist White-
England beunruhigenden Z
Deutschland soll für alle Zeiten AuSbeutungs» obiekt, Kolonie des angelsächsischen Kapitals bleiben, das herrschende Weltkapi- tal will die deutsche Produktion nach ihrem Belieben „regeln", daS ist der Sinn des Da- wes-Abkommens.
London, 2. Dezember. (Privattelegramm.) Nach der Ministerbesprechung erklärte Brill nd, daß noch keine Entscheidung gefällt worden sei. Sämtliche Fragen seien im Geiste von Locarno erörtert worden. Briand
Was ist in London errefäM?
Seher Briand. Schnellere Räumung. Die Lüfte. (Eigener Drabtvencht.)
London, 2. Dezember.
Maedonalvs Vor otz mißglückt.
London, 2. Dezember. (Privattelegramm.) Im Unterhaus wurde der Anttag MaedonaldS, der die gerichtliche Verfolgung der Kommunisten mißbilligt mit 351 gegen 127 Stimmen abgelehnt.
•
Strenge Difz'p in tm Unterhaus.
DasfiebrmdeLondon
Historische Szenen am Unterzeichnungstag.
(Von unserem Londoner Berichterstatter.)
London, 1. Dezember.
Räumung der Kölner Zone beschleunigt werde. Sie werde am 31. i beendet sein. Weiter soll die belgische Besatzungsarurce unverzüglich, mindestens um ein Drittel vermindert wcr- den. Auch die Frage der Beschränkung der dcut- ä>en Luftfahrt werde auf einer Konferenz von -sachverständigen am Freitag in Paris erörtert.
Wenn tofr uns verstehen.
Roch ein Friedensappell BriandS.
(Eigene XrobtmelSunfl.)
London» 2. Dezember.
möglich bleiben. Aber es ist eine große Tat, daß dir Mächte, die gestern noch mit einander Krieg geführt haben, den Willen zur Eintracht und zur Verständigung betonen.
*
Vrianv plaudert aus brr Schule.
Verschmierte Politik.
de Monzie an der Saar.
(Eigener Drabtbertan.)
Paris, 2. Dezember.
Aus Saarbrücken wird gemeldet, der von wettende Minister de Monzie erkiärte, feine Reife stehe in keinem Zusammenhang mit der Abänderung deS Saarstätuts, sondern sei durch technische Fragen veranlaßt worden. @r habe bie Reise ohne politische Absichten unternommen. Uebrigens habe de Monzie nur mit Fran-, zosen gesprochen, d-e mit der franzöflschen Ver- waltung der Saargruben beauftragt find.
Einzelnummer 10 Pf., Sonntags 15 Pf. 15. Jahrgang
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ES ist nicht oNkö GM
Deutschlands wahre Lage.
den die Lasten, die der Feind auS uns herauspreßt. so verschleiert, daß das irregeleitete deutsche Volk in innerem Hader sich selbst, eine Schicht der anderen, die Schuld an der Verelendung zuschiebt. Nachdem wir uns in folgerich- uger Fortführung der mit der Annahme der Wafsensiillstandsbedingungen eingeleiteten Politik und unter dem Zwange unserer Waffen- losigkeit den feindlichen Unierwersungsmethoden angepaßt haben, müssen wir versuchen, in zäher, undankbarer Arbeit aus dem in Locarno beschrittenen Wege vorwärts zu kommen. Pflicht einer wirklichen Führung unseres Volkes must es aber sein, den Nebel der schönen Worte und Wosfnungen zu zerstreuen und die Pax Britan- nica, die Pax Ämericana, unserem Volke in ihrem wahren Wesen immer wiedre vor Augen zu führen, damit es nicht das für uns Deutsche besonders gefährliche Schicksal eines anderen Volkes der Denker und Ideologen, das Schicksal Indiens erleide. Schummer als die härteste Sklaverei ist für ein Volk das seelische Sichab- iinden mit dem Zustande der Knechtschaft, denn dieses Sichbeugen bedeutet Verewigung der Knechtschaft. -ck-
Ministerpräsident Briand erklärte in einer Botschaft, er hoffe, die Bereinigten Staaten von Europa noch verwirklicht zu sehen und dieser große Tag werde ihm für seine Bemühungen, einen Stein zu diesem Gebäude bcigetragen zu haben, entschädigen. Der belgische Autzi " ' ster erklärte in seiner Botschaft, die Loearno- pakte feien der Ausgangspunkt für die moralische Abrüstung und die notwendige Vorbedingung für jede allgemeine Abrüstung, die allein allen Völkern Europas Sicherheit geben werde. Dem Blatt zufolge wird das Ergebnis der gestrigen Minister-Sitzung mit Chamberlain 6« der die Rheinlandfrage ziemlich eingehend erörtert wurde, sein, daß die
Paris, 2. Dezember.'
Zur Unterzeichnung des Paktes von Loearno schreibt ein Blatt» wir haben oft bewiesen, vast die Politik der Pfänder eine Politik des •»riefle« ist, die Frankreich keine richtige Sicherheit gebe und die Mißverständnisse und die Konflikte vermehrt. Das einzige praktische Ergebnis, das die zweijährige Ruhrbe- feyung gehabt habe, ist, Frankreich vor den Augen der gesamten Welt alS einen imperialisti- scheu, die Sicherheit seiner Nachbarn bedrohen den Staat erkennen zu lasten. Die Politik vo-n 11 Mai wird die Ehre zufasten, Frankreich sein wahres Gesicht wi-derzngeben und zu zei
*®"elcI »»euetten Nachrichten ernte inen wöchentlich tethemat nachiniiiaa« »bonnententepreto beträgt für oeti »Iona“T-tWf. bet »re ef SufteUnne <m«f*iie6H*e$r i',e’tt>ä"®''eUf «bneboh l.tttMk. Dur» die Pott monatVth 2.unii"f ^ern*»r*frtw? isl Merlan nnb Üiebaftion Echlachtdoinratte -A/sn
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Kummer 282. Einzelnummer 10 Pf> Sonntags Ist Pst
Wenn man versucht, durch den trotz der Locarnosonne über Deutschland liegenden Nebel der Hoffilungen und Selbsttäuschungen hindurch zu greifen und die Umriste der Dinge zu zeichnen wie sie tatsächlich sind, so muß man sich immer wieder vor Augen halten, daß uns in Versailles ein Friede abgepreßt worden ist, der das Ziel versolgt, Deutschland für alle Zeiten in der Lag« des wehrlosen Besiegten zu erhalten, es Polttisch zum Objett fremder Wünsche zu machen und es wittschafttich gleichzeitig auSzupres- sen und als Konkurrenten auszuschalten. Die Art und Weise, in der diese Absichten im Frie- densverlrag verwirklicht worden sind, ist be- kannt. Man hat Deutschland zunächst militärisch entwaffnet, und ihm dadurch die wichtigste Grundlage der staatlichen Souveränität genommen. Man hat den deutschen Volksboden zerstückelt und einen Zustand geschaffen, der dreißig Millionen Deutsche unter fremde Staatshoheit stellt, zum Teil sie wehrlos der Entnationalisierung preisgibt. Man hat diesem zer- stückelten Lande, dem man noch dazu wichtigste Wittschaftsgebiete entzogen hat, untragbare Kontributionen auferlegt. Die dauernde Auf- rechterhaltung dieses Zustandes ist nun daS nur notdürftig Himer beschwichtigenden Redensarten verborgene Ziel unserer Gegner.
Unter dem frischen Eindruck ihres „SiegeS" wesentlich von militärischen Gesichtspuntten ge- leitet, haben die Alliierten zunächst, wenn auch unter steigendem Mißbehagen Amerikas und Englands, rein militärische Methoden in der Riederhaltung DeutschlandS zur Anwendung gebracht. Man kann diese Methode die französische nennen. Allmählich stellte eS sich heraus, daß ein Volk von über sechzig Millionen. dem außerdem noch ungefähr achtzehn Millionen Stammesgenoflen unmittelbar jenseits der Zwangsgrenzen angehören, nicht auf di« Dauer von einem Vierzigmillionenvolk rein militärisch niedergehalten werden kann und daß außerdem die WirtschaftSzusarnmen- hange In der modernen Welt und die Rückwirkungen dieser Zusammenhänge so bedeutsam sind, daß nicht Revolver und Bajonett allein sie meistern können. So hat denn England und Amerika das französische Stiftern sich tottaufen lasten und ist zu der englischen Methode der wirtschaftlichen Knebelung übergegangen. England hat eine lange Erfahrung in der Behand- Ulng unterworfener Völker, England weiß, daß die ständige rohe Drangsalierung nur Widerstände weckt und Unbequemlichkeiten schafft. England verfolgt daher den Grundsatz einer in ben Formen möglichst entgegenkommenden Behandlung, deren Rücksichtnahme so weit geht/
Ein Tee ohne den König.
Sottbon, 2. Dezember. (Eigener Drahtbe- ncht.)) An dem Tee im Buckinghampalas: nahmen etwa dreißig Personen teil. Der König und die Königin nahmen den Tee nicht ge- meinfant mit ihren Gästen ein. Der König empfing jedoch alle Telgeierten in seinem Arbeitszimmer. Luther und Stresemann verließen mit den letzten Gästen den Buckinghampalast.
Europa lernt um.
Gegen bie Pfänder- für die VersöhnungSpolitik.
(Eigene Drahtmelvv-iq.»
Briand ergriff nach der Unterzeichnung der
»fnrh,rH* Su £effe akUf der einen Seile,führte aus: Tie Völler haben die Bestimmun- ™bCrL-alnbe«n Sette zulaßl.! gen der verschiedenen Artikel in allen ihren Ein- England ist. ebenso wie spater Amerika, das sich.zelheiten wohl weder durchdacht noch verstanden, finanziell weltgeheni) am Geschäft der Entente Tas Charakteristische der Zustimmung dieser beteiligt halte, auS wirtschaftlichen Gründen in Völker bestand vielmehr darin, daß sie i n st i n k- e? E-"0etreten. Die ^andelsstatistik der tiv erfolgt. Der Vertrag von Loearno stellt büsjeit mit ihren in steigendem Maße für eine ermutigende Neuerung dar. Nicht higenden Zahlen besagt genug, durch Ansammlung von Macht hofft man den Deutschland mn «n. «.u- ...........— Krieg unnötig zu machen, sondern durch Bande
gegenseitiger Unterstützung und Solidarität.
iselpe von rrocarno erörtert worden. Briand hall, die breite Brack»irafte di- d-n Mittel, fehl verwickelt aber auW in di-i-- R-ri-dnna I . euglischen R^egierungsvierlels bildet,
auch i»^dieser Beziehung von Neugierigen überflutet. Besonders der äußerte er sich sehr opttmistlsch. deutschen Delegation wird lebhaftes Jntereffe
-----* entgegengebracht. Vor dem Ritzhotel mußte ein Geben Sie Gedankenfreiheit! Neugierigen zurückhaltend ^Langsam"drinat der Maedonald gegen die flomtnunipenberfolgung.
(Eigener Drabtvertchi.j street von berittener Polizei geräumt. DaS
London, 2. Dezember. I Auswärtige Amt wird trotz aller volizeilichen
, = «. l. , 1Nlaßnahmen immer noch von Hunderten von
Im Unterhaus brachte Maedonald einen An- Menschen umlagert. Jetzt kommt in die Menge trag ein, in dem er erklärt, daß durch die Som- lebhafte Bewegung. Schnell hintereinander munistenverfolyungen die traditionellen briti- bahnen sich mehrere Autos einen Weg zum Por- schen Rechte der freien Meinungsäußerung ver- A' Dem ersten Auto entstiegen die Beauftrag, letzt werden. Wenn das Recht der freien Mei- Chamberlain d"arau^Bttand JkA nungsäußerung unterdrückt würde, gebe eS keine gische Delegation. AlS Luther und Strese- Wahl zwischen Reaktion und Revolution. Er mann erscheinen, bricht bie Menschenmenge in wieS ferner aus den Gegensatz hin zwischen der laute Beifallsrufe aus. Während bie Verfolgung der Kommunisten und der Duldung, Delegierten der einzelnen Mächte im Botschaf-
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grenzt. Der Versuch, bie verfaffung durch ge- b'erte Raum bis auf den letzten Platz gefüllt, waltsame und nicht verfaflungsmäßige Mittel x^lich um 11 Uhr öffnet sich rechts vor dem zu stürzen, war zu allen Zeiten ein verbrechen. Z^h7m b^n°bie£ÄriegS"nbJeum fii'
* 1 «cten nötigt Als gleich darauf Reichskanzler
Dr. Luther als Erster den Saal betritt, wird die Festlichkeit der Stimmung durch
impulsiv zugerufene BegrüßungSworte der^Zuschauer noch erhöht. Dem deutschen Reichskanzler folgen Briand, Vandervelde, Ltresemann. Scialoja. Baldwin, Chamberlain, die englischen Minister usw. Während bie Dele- gierten ihre Plätze an bem grünen Tisch ein-
London, 2. Dezember (Eiaene Drahtmel-I^tn/n. arbeitet ber erhöht aufgebaute Kino- düng.) Der Abgeordnete der Arbcitervariei! 0 ‘ p h in fieberhafter Eile. Einen Adam wurde auf Antrag Churchills mit 260 ^rbhofteS Flüstern, Stühle rücken,
gegen 91 Stimmen im Unterhaus auSaefiMaf. I heinliche stille. Nur der Aufnahmcapva- fen. weil er mdgerte, feinen wiMew- "^tsich. Kit
zunchmrn, als er dazu aufgefordert wurde $cr sticheln und liebenswürdiger
Zwischenfall entstand bei der Besprechnna von verneigt er sich nach allen Sei-
Beschwerden der H^eSpensionäre. ° kcken^n^?,^ die Botschaft de, eng- wn Königs und halt seine Rede. Dann
Oä1. -___ ... spricht der deutsch« Reichskanzler
Louchem al« FinanzlünMer. „ Dr. Luther sieht blaß aus.
Er legt seine Pläne vor. ®r wirkt ein wenig abgespannt. Auch Dr. Stre-
(Etgene Dravuneiduna > CÄ -6Al ^ute nicht seine sonst unerschütter-
(Eigne »ratitmelbung.) hebe Frische. Dr. Luthers Stimme klingt fest
Paris, 2. Dezember, und energisch. Nur wenige Worte, die er zu Finanzminister Loucheur erklärte neftern la0en Dann ergreifen nach ihm die Führer Preffeverttetern, meine Finanzsaniernngsvor- anderen Delegationen das Wort. Sir Cecil läge wirb abends f«r"ggestellt werden. 2Ba6 !c’ut't rei** bis den angeblichen Plan der Einsetzung eines Schiedsgerichtsverträge zur Unterzeichnung t e ch n l s ch e n F i n a n z b e 1 r a t e S anlangt, umher. Der Sicherheitsvertrag wirb zuerst un- fo habe ich lediglich die Absicht, einige Bankiers,Nerschrieben. Um 12,38 Uhr war bas historische Industrielle und Vertreter des Mittelstandes, Werk vollendet. Die Delegierten beglückwün- der Verbraucher unb der Arbeiterschaft um Rat cken sich gegenseitig. Der englische Premier- zu fragen und zwar lediglich hinfichttich der Minister hält eine Ansprache. Und immer noch Wirtschaftslage des Landes. Am Sonnabend auf seinem Podest der Kinoaufnahmeappa- wcrde ,ch der Regierung meinen Entwurf un-Mat- war als ob es sich um fast gemütlich- terbreiten, nm Montag oder Dienstag werde lreundschaflliche Unterhaltung, Wenn auch mit ich ihn in der Kammer einbringen. 5!"^-^?'wmten Programm handelte Kein
I Pathos beherrichte bie Szene, keine Leibenschast. Erst spater bei den Schlußreden traten bie Temperamente etwas heraus. Da vorher über öte Reben unter ben Delegierten eine Verstän- biflung stattgefunden hatte, hielten sie sich an das Manuskript, und so fehlte ben Worten bei aller Herzlichkeit boch ber zünbenbe Funke. Es war vom Geist von Locarno bie Rebe, vom Geist der Verständigung, vom Geist des neuen ^Europas, bem burch bas Vertragswerk die Grundlage geschaffen fei. Chamberlain sprach, auf Deutschland hinweisend, daß man jetzt einen Are und mehr habe. Wohl wisse er, daß noch nicht alles auf dem Wege der Wiederannähe- ™"fl der Volker getan ist, aber dieses Werk deS Ausgleichs müsse man in der Zukunft vollenden. Die Reden wurden französisch oehalten. Nur
Es lieg! klar auf der Hand, daß der deutsche Probuktionsapparat in zunehmendem Maße in fremde Hände übergehen muß, wenn Deutsch - land gezwungen wirb, die in bem Dawes-Ad- kommen seflgelegten Konttidutionen Jahr für Jahr zu leisten unb bafiir fremde Kredit« ber elnnehmen ,u müssen. Die außerordentlich starken Belastungen ber Wirtschaft, zu denen Deutschland im Interesse ber Durchführung bze Dawesabkoinmens gezwungen ist, sinb der beste Schutz des Auslandes gegen die deutsche W e t t- bewerbsfähigkeit. Die Folgen dieser Wirricheftsbelcstung erleben wir. Während in England, Frankreich unb Amerika die Wirtschaftslage ebenso wie ber Arbeitsmarkt immer befnebigenber sich gestalten, müssen in Deulsch- land selbst eie leistungsfähigsten Betriebe geschlossen werben. Die Handelsbilanz wirb in immer steigenbem Maße passiv. In der Reichsbahn hat sich das ausländische Kapital eme bescnders wirksame Waffe zur Zerstörunc der deutschen Wirtschaft geschaffen und wendet sie an. Ueberatt in der Welt bienen die Ver- kehrseinrichtunaen ber Wirtschaft und passen sich ihren Beburfnisscn an In Deutschland bar die Eisenbahn bas Ziel, auf Kosten ber Wirtschaft fiül£'ibuti.on8P<‘ü>er einzubringen. ....... ,, r,, , ror orriHneoen uns tu
in früheren Zeiten. beisvieksw°ife un gen. daß eS am Werk des Friedens mitnrbeUet ler ber Herrschaft Nanoi-ons l., Krieaskontr'du-iWir wjCen sehr wohl daß n-chr tebe Gefahr a..a, wurden, so aeschch das du>-ch geichaltet ist. Inmitten einer B-eit voller wirf, oiietu AuS>chreibung dieser Lasten. Heute wer-Ischaftlichrr Gegensätze wird ber Krieg immer
<G<t Mmmerl in /TAinn L £“t6er unb Stresemann sprachen deutsch.
VUlTirn.Tl Ifl öpino. Der Reichskanzler fand kluge Worte Er ver- «ücktritt deS Präsidenten und KriegSministers Fj®! bas Mißtrauen der Völker in der Ver- (Eigene Drahtmelbung > verschwinden,
Paris 9 Dezember bie Nationen als Nachwirkungen einet
bung einer verantwortlichen Negierung vorfüüa mtiier gebrucki mit bimtem «Ranh»