Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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41. Einzelnummer 10 Ps„ Sonntags 15 Ps.
Donnerstag, 18. Februar 1926
Einzelnummer 10 Pf.. Sonntags 15 Ps.
16. Jahrgang
Neues Sturmgewölk über Paris.
Voincar« ober Briand?
Weichende Arveiisivfenziffern.
London, 17. Februar. (Eigene Drahtmel- dung.) Die Zahl der Arbeitslosen betrug am 8. ds. Mts. 6 164 900. Die Abnahme gegen die Vorwoche beträgt 10078 und gegen die gleiche Periode des Vorjahres 78 059.
schloffen, sodaß schon die Zusammensetzung der deutschen Delegierten für Genf unter Strese» »nann geprüft wird. Weiter sollen der deutschen Delegation Staatssekretär Dr. v. Schubert und Min-Dir. Dr. Gauß angehören. Es ist ein großes Verdienst der deutschen Regierung, daß von ihr schon jetzt der Versuch unternommen wird, die Wege zu einer gerechten Lösung der Minderheitsfrage zu ebnen. Da hinter den Minderheiten nie eine Regierung stand, wurden ihre Beanstandungen als vollkommen nebensächlich im Völkerbund behandelt und fielen nacheinander ganz unter den Tisch. Die Reichsregierung hat diesem Mangel wokll auch besonders Rechnung getragen, als f. sich zum Völkerbundcintritt entschloß Als Mitglied des Völkerbundsrates wird es Deutschland sogar möglich sein, jede Beschwerde in der Minderheitenfrage zur sofortigen Diskussion und Verhandlung zu bringen.
Berlin, 17 Februar.
Die Besprechungen des Bölkerbundsekretärs mit Sir Eric Drummond find fast abge-
Der Sürftentpu! gehl um.
Stadt und Reich r-" ""en firfi fi',qtlL , Berlin, 17 Februar.
Die Bettiner Stadtverordnetenversammlung beschäftigte sich gestren mit Anträgen (Soz. und
®er Sturz ins Doden'ofe.
Wenn Frankreich nicht gesundet.
(Eigene D^ahtmeldung.)
London, 17. Februar.
In einem halbamtlichen Artikel heißt es: Der Sturz des Kabinetts Briand wäre ein wahres Unglück für Frankreich. Das Blatt beschwört die französischen Sozialisten, in Finanzfachen eine gesunde Politik zu betreiben und die bloßen Parteikritiken in den Hintergrund treten zu laffen. So wie die Lage jetzt aussehe, handele es sich um einen Kampf zwischen den sozialistisch-kommunistischen Prinzipien und den Grundlagen der Zivilisation. Wenn sichtbar werde, daß Frankreich an den letztere- festhalte, dann werde sich das Vertrauen von selbst wieder einstcllen. Bei der fetzigen Situation könne aber ein Fortschritt nicht erwartet werden.
Alles Mr Gens bereit.
Deutschland als Anwalt der Unterdrückten. (Eigener DrahtbettchN
in Anspruch genommen ist, und zwar gegen ein verhältnismäßig kleines Gehalt Er hat den Ansturm der zahlreichen Peteniea abzuwehren, die den Minister oder Staatssekretär sprechen wollen. Dazu kommt die Bearbeitung der laufenden Akten, die Ausarbeitung aller Gesetzentwürfe seines Dezernats, die Teilnahme an mhkreichen Ausschüssen der Parlamente, Konferenzen. Konareffen usw Häufig nehmen ihn auch Dienstreisen tagelang in Anspruch. Sie bringen zwar ad und zu einige stunden der Erholung, aber inzwischen häufen uch die Akten im Berliner Amtszimmer, so daß nach der Rückkehr häufig die sväten Abendstunden zu Hilfe aenommen werden müssen, nm mit ihnen aufzuränmen. Der Ministerialrat iss das R»ckgrat jeder Zentralbehörde, seine Arb-ft die BassS ihrer schövferischen Tät/akeit Dre Mehrzahl der heutigen Geheimräte — der Durchschnitt ihres Lebensalters iss viel aerinaer .LL?” 1914 — erfüllen die ihnen oblieaend-n mtoiermen Aufgaben auch dann mit vorbild- nchem Eifer, wenn ste Gegner der heutigen r,nb ^bre Hingabe an den Staat Ml sich auch nach der Revolution und 'm K a p v - P u 1 s ch bewährt, denn w-nn Kavv ein- mal bitter erklärte; ..Mein Putsch ist durch die Unterstaatssekretäre kavut gemacht worden • so harne er damit zum Ausdruck, daß sein Unternehmen an der gesamten höheren Beamtenschaft der Berliner Ministerien, die damals Monar- histen und Republikaner, der versassunasmäßi- aen Regierung treu blieb, gescheitert ist.
Der Herr (Sebeimrot.
Stützen des Staats von heute und einst.
Beee kürzlich ein Witzbold in einer Berliner Zeiten»« zur Gründung eines Minifteroereins mit den Worten aufrief: „Staatsmiuister er« scheint in Mallen", f» steckt in diesem Scherz doch ein Körnchen Ernst Unser Mitarbeiter schreibt zu diesem interessanten Tbema folgendes:
Die vielen aktiven und inaktiven Beamten, die sich heute „Minister" nennen laffen können, zerfallen freilich nur in drei Kategorien: die Reichsminister, die Staatsminister und die Diplomaten, die Gesandte waren oder sind, und als „außerordentliche Gesandte und bevollmächtigte Minister" aus Courtoisie mit dem Titel Exzellenz oder Minister belegt werden. Dagegen gab es im Vornovember eine fast unübersehbare Reihe der verschiedensten Geheimräte. Als Krönung eines arbeitsreichen Lebens wurden Amts- oder Landgerichtsräte und Rechtsanwälte Geheimer Iustiz-al, Landrate und Regierungsräte Geheimer RegierungSrat usw. Die Bundesstaaten aber machten ihre Universitätsprofefforen zu Geheimen Hofräten oder Geheimen Räten. In der Welt der Banken und der Industrie war der
Geheime Kommerzienrat daS Lebensziel.
Der eigentliche Geheimrat freilich war der Vortragende Rat im Ministerium der über den Geheimen Dberregierungsrat zum Wirklichen Oberregierungsrat, dem Rate eines Ranges erster Klaffe aufstieg. Heute gibt eS Titularqe- beimräte nur noch in Bayern Der Titel Geheimrat wird im Deutschen Reich sonst nicht mehr verliehen. Der Vortragende Rat in den Zentralbehörden aber heißt jetzt ganz schlicht Ministerialrat Die alte Sitte freilich, den <8on tragenden Rat Herr Geheimrat zu titulieren, ist sowohl im Dienssverkehr wie im gesellschaftlichen Leben geblieben Auch die Meinung, daß der Geheimrat als Träger der Bürokratie Sündenbock für alle Maßnahmen der Ze» tralbebörde sei. hat sich nicht geändert. Daß trat besonders auffällig in Erscheinung, als bet Berliner Oberbürgermeister Böß vor kurzem gegen den BürolratismnS der obersten Reichs- und Londesinstanzen wetterte und auch den Geheimrat scharf aufs Korn nahm. Dieselbe Abneigung gegen d>e geheimrätliche Bürokratie hatte auch Bismarck. Damals als er 1851 in den diplomatischen Dienst übernommen wurde. schrieb er an seine Gattin: „Daß ich Gehei- mer Rat werden muß. ist eine Ironie, mit der mich Gott für all mein Lästern über Ge- beime Räte straft" Und 1879 erklärte er in einem Tischgespräch: ..Bei »nS wird «S überhaupt nicht eher besser, bis nicht alle Geheimräte mit Stumpf und Stiel auSaerottet sind." Trotzdem wissen Einaeweihte, wie schwer, arbeitsreich und verantwortungsvoll das Amt eines Minifterialreferenten Ist. der. von wenigen Ausnahmen abgesehen den ganzen Tag biS in die Abendstunden hinein durch anstrengende und
nervenzerreibende Arbeit
Heraus mit den Fälschern!
Benesch fühlt den Ungarn aus den Zahn. (Eigener Drahtvericht»
Prag, 17. Februar.
Bei einer Interpellation in der Frankfälscheraffäre im Parlament sah Außenminister B e - n c s ch den Zusammenhang mit den tschechischen Notenfälschungen einerseits in der Tatsache, daß N a d o s s y das untersuchende Organ in der Affäre der Fälscher tschecho-slowa- pischer Noten war und daß er andererseits den Hauptanteil an der Niederschlagung der Affäre hatte. Wir erwarten, daß die ungarische Regierung ohne äußeren Druck um die Erweiterung der Untersuchung und bet Anklage auch auf unsere Affäre besorgt sein wird Falls dies nicht erfolgt, behalten wir uns unser Vorgehen vor. Die ungarische Regierung wird sicher begreifen, was sie uns, ihrem Prestige und der Rechtsordnung in ihrem Staate schuldig ist. Der Minister lehnt die Behauptung ab, daß es sich um keinen politischen Fall handelt, und wandte sich gegen die Argumentation, dir Angelegenheit auf den Frieden von T r i a n o n zurückzuführen. An unseren Beziehungen zu Ungarn halten wir und werden die Friedenslinie einhalten, bereit, heute und morgen, oder wann immer mit ihm einen mitteleuropäischen Garantiepakt unter der Aegide des Völkerbundes abzuschließen. Wir werden unS nicht in die Afsäre einmischen. Wir wünschen nur deren unparteiische Untersuchung, die öffentliche Aufklärung und die Bestrafung der Schuldigen. Wir werden zur Errichtung von Garantien, unabhängig von diesem Falle, gegen ähnliche Affären in der Zukunft bestrebt sein.
St. Sollte im letzten Augenblick die rein welitisch angelegte Aktion des „verständigungsbereiten das neue Europa zimmernden" französtsck-en Ministerpräsidenten Briand gelingen, dann wäre es richtiger, daß Deutschland schon jetzt den Kampf gegen derartige Völkerbundspolitik aufnimmt, ohne erst den Eintritt zu vollziehen!
Wenn man hoffen könnte, daß der deutschitalienische Zwischenfall die Einstellung unseres Volkes in dieser Richtung bestärkt bezw. ver- stättt hat, dann hätte er im gewissen Sinne so- aar etwas Nützliches vollbracht. Dann könnten wir wirklich ohne Demütigung im Bewußtsein der Kräfte und im Glauben an die Zukunft unseres Volkes über den italienischen Donner zur Tagesordnung übergehen!
Sine Verletzung des Völkerrechts.
Beuthen, O.-S„ 17. Februar. (Privattelegramm.) In Königshütte sind eine Anzahl deutscher Geschäfte und Wirtschaften von dem Pöbel angeriften worden. Die Polizei schritt nur zögernd ein. In Kattowitz hat der gestrige Tag die Verhaftung von weiteren dreizehn deutschen Führern gebracht.
*
Kanada sagt sich von Locarno los.
Ottawa, 17. Februar. (Renterrelegramm.) Die kanadische Regierung soll beschlossen hoben, sich von den Verpflichtungen des Locarnopaktes sreizuftalten, btt dieser Pakt hauptsächlich das europäische Festland angehe und das Dominion nicht den Wunsch habe, sich in irgendwelchen territorialen Garantien innerhalb Europas zu beteiligen.
Eins nach dem andern.
Was hat uns Mussolini gelehrt?
Von Staarssekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben.
Um äynlicpen Zwi,cheusäuen wie der Bren- nerarialle Mussvlims vorzuoeugen, soll hier im großen Zuiauunenyang rüciöücteno versucht weisen, einige Lehren aus den un.rsreulrcheit Ereigiussen der letzten Tage zu ziehen. Alu einer persönlichen Erinnerung mochte icy beginnen. In amtlicher Tätigkeit yave ich in den Iuyren 1912—13 Gelegenheit g.havl, an de. Au,gäbe einer Vertiefung und Verbesserung der deutsch-italienischen Vortriegsbeziehungcn mtt- zuaroeiten. Ohne Uebertreibung kann man sagen, daß etwa vom Frühjahr 1912 bis in den Sommer 1913 hinein die deuftch-italienischen Beziehungen so gute und so intime waren, wie seit langem nicht. Dann kam der große Umschwung des Weltkrieges. Wo deutsche Truppen den Italienern gegenüberstanden, waren sie siegreich uno mit einer Handbewegung schieben wir Mussolinis Phrase vom „besiegten Deutschland- zur Seite. Amerika gab den knock out und es kam der deutsch« Zusammenbruch. Aus der Friedkenskonfereuz spielte Italien eine so traurige Rolle, daß man von einer Großmachtpolitik überhaupt nicht mehr sprechen konnte. Trotzdem heimste es den ihm in Aussicht gestellten Eroberungsgewinn mühelos ein und seine Politik lavierte in den ersten Jahren genau wie früher zwischen Frankreich und England, um die neu gewonnene Stellung zu befestigen. Aber auch später hat gerade das Italien Mussolinis in seinem Streben nach .Großmachtspolitik* immer Wett auf ein gutes Verhältnis auch zu dem heut waffenlosen Deutschland gelegt und eigentlich war es allein die südtiroler Frage, die die einzige Wolke am deutschätalienischen Horizont bedeutet. Jetzt hat sich aus ihr ein Redegewitter entladen und es ist leider richtig, daß rein stimmungsgemäß sehr vieles von dem z e r st ö r t worden ist, was in nicht leichter Arbeit der letzten Jahre an P o- sitivem zwischen Deutschland und Italien geschaffen war.
Nu-i liegt aber unser J.tteresse zweifellos in einer Wiederherstellung des normalen Verhältnisses zwischen beiden Ländern. Wenn wir dabei bad deutsch-italienische Verhältnis jn den großen Komplex aller sonstiger Probleme hincinsetzen, die uns umgeben und vor uns liegen, so sollten wir in der Nutzanwendung dessen, was wir eben miterlebten, etwa folgende Lehren ziehen: Die auswärtige Politik darf allein im Einvernehmen und in Verständigung mit der Leitung der Reichspolitik gemacht werden. Und für diese ergibt sich zweifellos aus den Ereignissen der letzten Tage, daß lie viel zu lange gezögert hat, ehe von ihr aus eine klare Parole für di« Behandlung der südtiroler Angelegenheit herauskam. Es besteht auch anscheinend — weniger aus Fehlern und Unterlassungen von Personen als aus un- .seren unglücklichen Parteiverhältnissen heraus keine Klarbeit über eine gewisse Reihenfolge in der Wichtigkeit derjenigen Ziele denen Deutschland zunächst zustreben muß. Der R h e i n und seine Befreiung ist das erste, der Osten mit seinen unmöglichen Grenzen und unerträglichem Verhältnis zu dem polnischen Nachbarn ist „das zweite. Erst dann kämen unsere Wunsche mbezug auf engere Verbindung mit Deutsch-Oesterreich, oder Kolonien oder Anderes! Die deutsche Politik darf meiner Auffassung nach nicht den Fehler begehen, überall dabei sein zu wollen und allen Bewegungen und Bestrebungen nach den verschiedensten Richtungen hin ungehemmten, freier. Laus zu lassen! So schwer es uns werden mag — nur in Beschränkung auf das Nächstliegende und für uns Wesentliche werden wir uns aus militärischer Ohnmacht heraus zu Gleichberechtigung und Freiheit zurückkommen!
Wenn der Frank weiter finft.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 17. Februar.
In einem Leitattikel heißt eS, das Berti au ensvotum, daS Briand gestern früh erhalten habe, werde niemand über den Ernst oer Lage irreführen. Was werde das Ende dieser Komödie sein? Der französische Franken fei nieder im Abstieg begriffen und eS scheine unmöglich, einen Niedergang aufzuhalten. Niemand könne leicht glauben, daß die Masse des französischen BolkrS wünsche, den Geist von Locarno für den Geist von Versailles und den ehrlichen Berftick Bttands zur Sanierung für daS Poinca resche Ideal einzutauschen, das auf eine Ber'chicbuno der gesamten Frage hinausgehe, bis Deutschland das, was eS niemals bezahlen könne und niemals bezahlen werde, bezahlt habe.
Wenn die Milliarden Wien
Wird Briand die Kammer auslösen?
(Eigene Drahttoelouna.)
Paris, 17. Februar.
Nachdem statt der erwarteten vier Milliarden Steuern lediglich 1600 000 000 Franken bewilligt wurden, erwägt man, ob der französische Senat berechtigt ist, auch ohne Kammer neue Steuern zu bewilligen. Laut Verfassung müssen die Finanzgesetze in erster Linie der Kammer zugehen und von ihr angenommen sein. Während ein Blatt meint, daß der Senat einen Kredit erhöhen und ihn auch herabsetzen kann, was eine nochmalige Verhandlung vor der Kammer zur Folge hat, spricht ein ander-s von einem beabstchtigten Staatsstreich und, fragt, ob, wenn der Senat manche Steuern, die die Kammer abgelehnt hat, annehmen könnte, Briand, wenn die Kammer schließlich wiederum sich weigere, diese auflösen könne. Man sage, daß er daran denke, damit ihr nicht regiert werden könne. Wenn durch Wahlen das Land dazu berufen werde, sich für die Kammer oder den Senat auszusprechen, dann würde das Ergebnis nicht zweifelhaft sein. Der Senat dürfe keine Vorrechte haben.
Aus unterer Tasche.
Wie England seine Schulden bezahlt.
(Eigene Drahtineldvna.)
London, 17. Februar.
Auf eine Frage, wievielc britische und amerikanische Firmen sich an der diesjährigen Leipziger Frühjahrsmesse beteiligen würden, erwiderte der Handelspräsident im Unterhaus, er hoffe, hierüber einen Bericht des britischen Konsuls in Leipzig zu erhalten. Finanzsekretär Churchill teilte mit, daß die englischen Nettozahlungen an die Vereinigten Staaten für 1926, an Kapital und Zinsen 33 062000 Pfund betragen würden. Demgegenüber solle England etwa vierzehn Millionen aus den Zahlungen der deutschen Reparationen und der fundierten interalliierten Kriegsschuld erhalten. Reue Schuldenverhandlungen seien im Gange.
Deutschland kann sich zur Zeit auf keine Macht stützen und es kann nur immer wieder fein Recht anmelden. Aber nur denjenigen Völkern wird das Recht Wittlich zuteil, die sich in einheitlichem nationalen Willen und mit allen verfügbaren Mitteln hinter ihr Recht stellen! Deutschland sandte am selben Tage sein Eintrittsgesuch an den B ö l k e r b u n d ab, als Muffolini sprach. Und unmittelbar darauf wurden all die Intttguen bekannt die von »er f r fl n 5 ö f i f e n Politik ausgehend die künftige Stellung Deutschlands im Völkerbund von vornherein untergraben sollten. Der Völkerbund ist vorläufig und aus unabsehbare Zeit nichts anderes als ein diplomatisches und politisches Kampffeld für die Interessen der in ihn vettietenen Rationen Wir gehen in ihn hinein, weil nach ernsthafter Prüfung aller Umstände die Vorteile größer als die Nachteile find. Alles weitere ergibt sich hieraus von