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Kasseler Neueste Nachrichten

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Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Mittwoch, 24. Februar 1926

Kummer 46. Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf.

Einzelnummer 10 Pf, Sonntags 15 Pf. 16. ZahrAaitg

Schwenkt polen nach Moskau ab?

neu

London, 23. Februar.

Rach einer Reutermeldung aus Rio de Ja­neiro hat der brastlianische Außenminister den Anspruch auf einen ständigen Sitz im TM- kerbundsrat bekräftigt. Brasilien wünsche ledig­lich zur Stärkung deS Einflufles deS Völker­bundes beizutragen und in diesem Sinne an den Arbeiten des Völkerbundes teilzunehmen.

Warschau, 23. Februar.

Litauer haben all« polnischem versuche, wegen des GrenzzwifchenfalleS in Verhandlungen zu treten abgelehnt. Sie sollen stark, Berstär- Zungen heranziehen. Die polnischen Behörden haben die Polizeikräste verstärken lassen. Die Stimmung im der Stadt Wilna steht unter dem Eindruck des Grenzzwischensalls. Militärische Freiwilligenorgatnisationen entfalten eine rege Agitation dafür, daß man die Litauer »uS dem Wlde von Povgaj, mit Gewalt vertreibe.

der deutschen Wirtschaft zu festigen. Wenn auch der Optimismus der Reichsbehörden in dieser Frage vielleicht etwas mehr gefühlsmäßig ist als gebunden an Tatsachen, so muß man dem doch entgegensetzen, daß der Optimismus immerhin eine Kraft ist, die mehre schaffen kann, als eine skeptische Einstellung. Darum wollen auch wir uns zu Optimisten bekennen.

Ein Pariser Korrespondent schreibt: Wenn Polen in seinen Bestrebungen nach Erlangung eines ständigen Sitzes im Bölkerbundsrat ein Mißerfolg bereitet werden sollte, so würde ver­mutlich Gras Skrzynski und sein Kabinett zurücktreten müssen und ihre Nachfolger würden sicherlich nach irgend einer Art von Rückversicherung Ausschau halten, viel­leicht durch eine Art von Annäherung an Ruß­land. Tschitscherin Hobe im letzten De­zember in Warschau günstige Vorschläge gemacht.

Bmflkien fcränat M vor Man will im Völkerbund mitreden. sEigenrr Drahrvicht»

Handstreiche im Stiff.

Tetuan unter schwerem Feuer.

lEtgener Drotnbertchi.»

Paris, 23. Februar.

An der ganzen französischen Maiokkofront unternehmen die Rifleute gegenwärtig Hand­streiche. In der Gegend deS Wergha veranlas­sen sie die Stämme dazu dir französischen Posten zu überfallen. Die Rifleute haben auch neue Geschütze gegen Tetuan in Stellung ge­bracht. Die Stadt wurde stark beschossen. Ein hoher Beamter wurde getötet.

Fortschritte der Zivilisation beruhen großen­teils ans Grundlagen, die Washington gelegt hat. Seine Politik war von »em Wunsche nach intellektueller Aufklärung getragen, die oas ein­zige Mitel ist, Mißverständnisse, Has?, Argwohn und Kriege endgültig aus der Welt zu schassen. Er vertrat den Standpunkt, daß Pflichten auf Gegenseitigkeit beruhen müßten, itnti daß dasjenige, was wir selbst zu erhalten wünschten, wir auch andern zu gewähren bereit sein müßten.

V

Shamber'ain im £ocarno!orb?er.

Birmingham, 23, Februar. (Eigener Draht­bericht.) Die Stadt Birmingham verlieh gestern Chamberlain die Ehrenbürger­rechte in Anerkennung des LoearnopakleS. Chamberlain erklärte dabei in einer Rede: In keinem-Lande darf die Führung der auswärti­gen Politik eine Parteifrage sein Ohne Hilfe Großbritanniens hätte das Weik von Locarno nie das Ergebnis haben können.

Der empörte Nachbar.

Wie wird Polen die Litauer vertreiben? (Eigene Drahtmeldung.)

begleitet war und eine Einbuße von 9% Millio- Pfund Sterling brachte.

Sn den Höb en des Sudan.

Eine blutige Strafexpedition der Engländer.

tSigene Drodtmeldung.)

London, 23. Februar.

Rach Blättermeldungen aus Karthum ist der Aufstand des Nuba-StammeS im südlichen Su­dan, der ungefähr tausend Krieger zählte, nie­dergeworfen. Die Aufständischen hatten fich mit ihren Vieh- und Waffervorräten in unzudring- liche Höhlen gegen die englischen Kamelreiter, Artillerie und Bombenflugzeuge zurückgezogen. Fünfunddreißig Aufständische wurden getö­tet, dreihundert Gefangene gemacht, während fich der Rest in kleinen Gruppen ergeben hat.

Shamdrrioin wird gewarnt.

London, 23 Februar. (Eigene Drahtmel- düng.) Die englische Liga für Völkerbund nahm, unterstützt von dem Mitglied der Arbei­terpartei Tom Shaw, folg. Resolution an: Außer der Wahl Deutschlands in den Völker­bund bestehen ernste Bedenken gegen eine Er­weiterung deS Völkerbundsrates. Die Regie­rung müsse im gegenwärtlgen Zeitpunkt starken Widerstand solchen Abänderungen entgegensetzen.

Tote Hände.

Wie kann man den Arbeitslosen helfe«.

Die Arbeitslosensrage gestaltet sich immer mehr zu einem Problem, dessen mehr oder weni­ger günstige Lösung die Möglichkeit der Be­hebung der ganzen Wirtschaftskalamität in sich schließt. Der großen Not der Arbeitslosen hat der Beschluß des Reichstags die Unterstützungs­sätze zu erhöhen, Rechnung getragen. Die Tat­sache, daß die Mehrheit der Parlamentarier über die Bedenken hinwegging, die eine so starke Be­lastung des Etats Hervorrufen mußten, zeigt, daß der Optimismus, den die Reichsregierung durch ihr neues Wirtschaftsprogramm bekun­dete, nicht ohne Einfluß auf die Stimmung un­serer Volksvertreter geblieben ist. Es ist anzu­nehmen, daß die Absicht des Kabinetts, die Lösung der Arbeitslosenfrage mehr auf dem Wege einer produktiven Arbettslosenunter- stütznng zu suchen, fördernd auf die Bereitwil­ligkeit des Reichstags eingewirkt hat, solch große Summen von Neuem zur Verfügung zu stellen. Die hundert Millionen Mark, die die Regierung der Reichsbahn zur Verfügung stellen will, sol­len Arbeit für viele Taufende schaffen. Eine ähnlich günstige Wirkung dürste die Zuroer­fügungstellung der Kapitalien für den Export nach Rußland zeitigen. Selbstverständlich sind diese Unterstützungen nur ein Tropfen aus den beißen Stein. Sie lindern die Not des Augen­blicks, greifen aber kaum in das Uebel dieser trüben Erscheinung unseres Wirtschaftselends ein. Einige Feststellungen mögen den Charak­ter unserer Arbeitslosennot verdeutlichen.

Man hatte angenommen, daß nach dem Kriege, der uns große Gebiete des" früheren Deutsch­lands nahm, automatisch damit das Heer der Arbeitssuchenden und sich in Arbeit Befindli­chen an Zahl abnehmen würde. Diese Ansichi war falsch. Bei ungefähr fünfundsechzig Mil­lionen Einwohnern Deutschlands in der Vor­kriegszeit zählte man ungefähr dreißig Millio- nen Erwerbstätige. Diesem Verbiltnis ent­sprechend hätte man nach dem Abtreten der früheren deutschen Reichsgebiete annehmen müs­sen, daß die Zahl der Erwerbstätigen sich um ungefähr drei Millionen hätte vermindern müssen. Man schätzt aber heute, vielleicht etwas hochgegriffen, die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland auf ungefähr dreiundreißig Millio­nen. Wie ist diese überraschende Tatsache zu erklären? Man kann sie vielleicht als dos Pro­dukt des Kapilalienschwundes in Deutschland und der Verarmung des ganzen Volles bezeichnen. Das wirtschaftlich gut fun­dierte Deutchland der Vorkriegszeit mit seinen weitgehenden Sozialversicherungen aab den vie­len Tausenden Rentnern die Möglichkeit, ohne Arbeitstätigkeit von ihrem Zinsenertrag leben K können. Die Kapitalien, die diese Zinsen ufen, sind geschwunden. Die verarmten Rentner sind also gezwungen, sich Arbeitsmög­lichkeiten zu verschaffen, die ihnen ein, wenn auch geringes Einkommen sichern. Wir hatten früher ein großes stebendesHeer, das eine große Zahl Arbeitsfähiger dem Arbeitsmarkt enrzog. Immer stärker macht sich der Zulauf zur Frauenarbeit bemerkbar. AnS diesen weni­gen Aufzählungen ergibt sich die Ursache des Anwachsens der deutschen Erwerbstätigen.

Im allgemeinen basiert die deutsche Wirt- fchaftsnot aus einer reinen Kredit - und Ver­trauenskrise, also auf einem Stocken der bisherigen Kreditscköpfung und der Kreditzu­schüsse. Der Bestand der deutschen Wirtschaft ist eng an den Zufluß neuer Kapitalien gebunden Der Umfang der deutschen Wirtschaft würde normalerweise fährlich einen neuen Kapitalienzu­fluß von ungefähr zchn bis zwölf Milliarden Goldmark erfordern. Auch bei der größten Stei­gerung der Sparkrast läßt sich eine solche Sum­me auch nicht annähernd erzielen. Es bleibt im­mer noch ein Fehlen von ungefähr fünf 618 sechs Milliarden Goldmark. Diese feh­lenden Summen dem WirtschastSkörper D utsch- lands neu zuzuführen, müßte also die wichtigste , Aufgabe der Reicksregierung sein, eine Ausgabe. . deren glückliche Lösung auch die Lösung der aku­ten Arbettslos-noesabr in sich schließen würde Man bat vielfach sehr starke Bedenken gegen ei­nen Zustrom der Auslandskredit- geltend ge- , macht Diese Bedenken haben wobl manches für sich, aber so lanae Deutschland nicht in der Lag- . ist. durch eigene Kapftakiensammkung und , durch eigene Ersparnis di- für den Bestand der Wirtschaft notw-ndiaen Summen hervorzubrin- gen ist es auf Auslandskredtt- anoetoiefen.

Wir staben setzt vor dem Ende des WinterS. Der FrübEng wird neue Arbeitsmöolickkeiten schaffen Man bart also damit rechnen, daß in der nächsten Z-tt die Arbeitslosen^^- zum min­desten nickst in dem Tempo sich verstärken wird wie in den letzten Monaten Vielleicht wird es dem Wtrtsckaftsprogramnt. daS die Reicksregie, rung zu erkennen gab, gelingen, die Grundlage

Unbequeme (Säfte.

Nur noch Platz für Amerika im Völkerbund.

(Eigene Drademeldung.»

London, 23. Februar.

In der Liga für den Böllerbund führte der frühere britische Vertreter im Völkerbund Fishern.«, aus, die ständigen Sitze seien den Großmächten vorzubehalten, da diese die Hauptlast in finanzieller Hinsicht und im Falle einer Krise getragen hätten. Die Zulassung Po­lens und Spaniens würde ganze Serien neuer Gesuche heraufbeschwören: auch wür- de die anscheinend zunehmend günstige Stim­mung gegenüber dem Völkerbund in A m e r i k a einen schweren Rückschlag erleiden, roemt nicht einer der Sitze für Amerika fteige- halten werde. Tom Shaw sagte, Chamber- Iain werde jetzt in Genf berichten können, daß es im britischen Parlament in dieser Sache nur eine einzige Ansicht gebe.

Oute Soldaten aber schlechte Landw'rie.

London, 23. Februar. (Eigene Drahtmel- dung.z Aus einem amtlichen Bericht geht hervor, daß der Versuch der Regierung, frühere Solda­ten als Landwirte anzusiedeln nicht von Erfolg

DleNädersprkngman

Wie die Wirtschaftskrise gehoben wird.

Hebet das Stenerlenktmssvrogramm feines Finanzkollegen Reinhold hinaus bat auch der Wirtichafisminifter Dr. C n r t i n S sich die An- tutbeltttt» der Wirr schalt und Beleicignng der karabrovbalen Sri!« zu« Ziel geletzt, deren Einzelheiten »an einem Berliner Blatt wie folgt erläutert werden

Die vier großen Pläne der Reichsregierung zur Belebung der Wirtschaft erstrecken sich: aus sie Förderung unserer Ausfuhr nach Ruß- , lanb, auf die Erleichterungen von Neuau- schaffungen der Reichseisenbahngesell-- , schaft, auf die Schaffung einer Kreditversiche­rung für zusätzliche und in gewissem Umsang ge- ; sährdete Exporte und aus eine Erleichterung für , den deutschen Kohlenbergbau. Sie wer- ; den durch Maßnahmen ergänzt, die den freien Wettbewerb im inneren Wirtschaftsleben wieder

Herstellen. Im ganzen will das Reich einen zu« iätzlichen Export von dreihundert Millionen Mark nach Rußland erleichtern. Rußland will infolge feiner Kapitalnot nur Verträge , schließen,vieeine Rückzahlung im Zeitraum von zweibissünsIahren vorsehen. Vier­zig Prozent des Risikos sollen von bet Jnbustrie mit Unterstützung der Banken getragen werden;

; sünsunddreißig Prozent will das Reich überneh- . men, mit fünfundzwanzig Prozent sollen die

Länder etnspringen. Es handät sich also nicht um einen Kredit, sondern um eine Aussall-- l bürgschaft. Wenn also ein deutscher zusätz­licher Export von dreihundert Millionen Mark nach Rußland erreicht werden soll, so hastet dar

Reich insgesamt mit 105 Millionen Mark

und dte Gesamtheit bet Einzelstaaten mit 75 Millionen. Innerhalb des Rahmens dieses gro­ßen Gejchüstes liegt die vielbesprochene Liefe­rung von Röhren und Maschinen für die russi­sch« Naphtha-Industrie, deren Höbe aus ungefähr hundert Millionen Mark beziffert werden kann. Aber dabei soll es grundsätzlich nicht sein Be­wenden haben. An den Erleichterungen für die Ausfuhr von weiteren zweihundert Millionen Mark sollen kleine und große deutsche Firmen teilnehmen, soweit es sich um zusätzliche Erporle nach Rußland handelt. Der zweite Weg, den die Reichsregicrung gehen will, betrifft die Ge­währung eines Kredites an die R e i ch s e i s e n« bahngesellschaft. Dieser Kredit soll ent­weder aus Mitteln der produktiven Er- werbslosensürsorge verzinst werden oder bas Reich wird als Entgelt Vorzugsak­tien der Reichseisenbahngesellschaft überneh­men. Die Reichseisettbahngesellschast, die durch die Reparrtionsvcrpflichtung schwer belastet ist. soll bekanntlich einen Kredit von hundert Mil­lionen Mark erhalten. Der Wagen- und Loko- motivpark ist bei der RoichSeisenb^hngesellschaft im allgemeinen überreichlich, es handelt sich nur um die Anschaffung einzelner Typen von Lo­komotiven zur Ausprobierung und um die

Anschaffung von D-Zugwagen und Wagen vierter Klasse.

Auch müsse mit Rücksicht aus die Länge und Schwere der heutigen Züge Buss- und Zughaken erneuert werden Die Belastung der schweren Züge ist so groß, daß die Verwendung alter Mo­delle vielfach Gefahr in sich schließt. Das Wich­tigste aber ich die Erneuerung bed Ober­baues durch neue Schienen und sein- Ver­stärkung zur Führung schwerer Züge. Schon beute ist es so, daß gewisse, besonders schwere Wogen nur auf einigen Linien gefahren werden können. Selbstverständlich gehört zur Verstär­kung beS Oberbaues auch bie Anlage genünenb stgrker Brücken, womit biefem Teil der Maschi­nenindustrie, ' der heute infolge des Mangels von Aufträgen im Inland und Auslgnde schwer Sarniederliegt, zugleich eine wesentliche Hilfe ge­boten wird, lieber die Erportversiche- r u n g sind bekanntlich die Akten noch nicht ab­geschlossen. Es genüge der Hinweis, daß durch einen Svitzenausgleich der Risiken ein zusätz­licher Erport von mindestens hundertzwan« zig Millionen Mark geschaffen und zur Deckung von Risikos zehn Millionen Mark aus der pro­duktiven Erwerbslosenfürsorge für biefen Zweck 'usgeworfcn w-rben fallen Ein Sckmiertens« ftnd ist der K o b l e n b e r g b a u. Durch die Fortschritte der Wärmetechnik, die Verwendung des Oeles und die Elektrisierung ist die Kohle erheblich zurücka drängt. In Deutfckikond sowohl wie in Enaland: Aber bas reifere England hat ur Vermeidung e«nes Streiks ober Aussper- rvng in ben letzten neun Moneten vierbnnbert Millionen Mark geopfert, um bie beutsche Kohle 'üs na* Deutschland hinein zu unterbieten und *tcu- Absatzmärkte zu erobern Die Situation ist umso schwieriger, als der Preis der R e p a r a - tionskohle fowohl nach dem deutschen In«

Leben und leben lasten.

Eoolidge aus de« Spuren Washingtons.

(Durch Fmnkspmch.i

Washington, 23. Februar.

In einer Gedächtnisrede ans devrge Washington erklärte Eoolidge n. «.: Die

Genf oder Moskau.

Wenn Polen keinen Ratsfitz erhält.

(Eigene Drabrmelvung.)

London, 23 Februar.

Wupelfu erschlagen?

Ein Attentat bet der Totenfeier.

(Eigene Drabnneldung.»

London, 23. Februar.

Nach verschiedenen Meldungen aus China ist General Wvpeisu in Hangkan ermordet worden, als er einem Gottesdienst zu Ehren des vor einigen Tagen verstorbenen Gouverneurs der Provinz Hupen beiwohnte.

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Lh na wird ungeduldig.

London, 23. Februar. Ein Blatt meldet aus Newyork: Der chinefische Gesandte sagte in einer Rede, eine weitere Verzögerung in der Aufhebung internationaler Verträge über China würde die Gefahr mit sich bringen, daß die Chinesen in gerechter Entrüstung die Auf­hebung aller Verträge fordern würden, die in ihre Souveränität eingriffen.

Ist das alles?

Noch 60 000 Man« am Rhein. Tauschgeschäft? (Eigener TrabtberidM.)

London, 23. Februar.

Ein diplomatischer Korrespondent schreibt, es verlaute, daß Briand seine Zustimmung zur Verminderung der Besetzung aus sechzigtausend Mann trotz der Militärs so gut wie endgültig gegeben habe. Damit fei die Idee eines fran- zöfisch-denifchen Kompromisses, wonach für die Zustimmung Deutschlands zur Gewährung eines ständigen Ratsfltzes an Polen Frankreich der vollständigen Räumung noch in diesem Jahre zustimme» werde, erledigt.

*