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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

Nummer 111. Amtliches Organ der Stadt Kassel Donnerstag, 13. Mai 1926 Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang

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Der englische Generalstreik abgeblasen!

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ftrultionen. Ich möchte glauben, daß etwa Men Liesen Dingen in Wahrheit um Pali die folgende Formel die jetzt verfolgten deut- um große Politik handelt, so ist immerhin schen Absichten zutreffend wiedergibt:Keine hoffen, daß die Quertreiber, Intriganten i

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nicht für den Mißtrauensantrag (Soz.) stim­men, wohl aber für den Zentrumsanrrag.

gelangt in einer Höhe von 560 Metern bei neun Grad unter Rull. Atmosphäre ist noch immer klar, Luftdruck 7300. Aus der Höhe sehen wer verschiedene

mit Eis bedeckte Kanäle,

die sich erst vor kurzem gebildet haben müssen. Fetzt hat sich die Landschaft verändert. Es gibt keine Kanäle mehr. Der radiotelegraphische Wetterbericht von Stanger verspricht Windstille und gutes Welter, auch jenseits des Pols. Alle sind begeistert. Wir nehmen die erste Mahl- zeft ein.

Ein Angriff gegen Berlin?

Haussuchungen bei Rechtsverbänden.

(Privat-Telegramm.)

Berlin, 12. Mai.

Der Polizeipräsident teilt mit: In letzter Zeit haben sich die Anhaltspunkte für eine Unterneh­mung rechtsradikaler Elemente zur Gewißheit verdichtet, daß gestern eine ganze Reihe von Durchsuchungen bei führenden Persönlichkeiten und Verbänden der rechtsradikalen Bewegung vorqenommen wurden. Das ausgefundene Ma­terial hat bereits klar erwiesen, daß sich die Verbände mit politischen Kampfauf- qaben befassen. U. a. wurde eine Anweisung an die Zentrale gefunden, worin die Einzelhei­ten eines konzentrischen Angriffes gegen Berlin geregelt werden. Oberst a. D. v o n Luck wurde eingehend verhört.

OWtrffl Luthers?

Eine entscheidende Kabinettsfltzung.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 12. Mat.

Die Meldungen über den Rücktritt des Reichs­kanzlers Luther entsprechen nach Informationen von unterrichteter Seite nicht den Tatsachen. Sie eilen zum mindesten den Ereignisfen vor­aus. Die Kabinettssitzung, in der über die Stellungnahme der Regierung zu dem demokra­tischen Antrag beraten wird, dauert noch an.

Mailand, 12. Mai.

Bon Bord derRorge" kam folgender Funk­spruch: Dienstag 11,40 Uhr: Das Wetter ist klar und sehr kalt. Es herrschen Ostwinde. Ba­rometer sieben Grad unter Rull. Die Gefchwin- digreft derRorge" bettägt 100 Kilometer. Nördlich Dänemarks die ersten Seehunde ge­sichtet. 12,30 Uhr: Wir sind im Breitegrad 81,12. DieRorge" fliegt mit 100 Kilometer Stunden- geschwindigkeit. Wetter klar bei leichter Ost- brise. Temperatur 10 Grad unter Rull gesun­ken. 4 Uhr: Jetzt sind wir beim Grad 82,30 an-

Zum zweitenmal erobert!

Amundsen hat kurz nach Mitternacht den Nordpol überflogen.

Oslo, 12. Mai. (Durch Funkspruch.) Nach einem Funkentelegramm Amundsens hat die Rorge heute morgen 1 Uhr den Nordpol passiert. Die Fahrt ist ohne Zwischenfall verlaufen.

Lange genug gestrpikt?

Offene Türen bei den Gewerkschaften.

(Eigener Drnhtbericht.)

London, 12. Mai.

London, 12. Mai. (Reuter.) Die Annahme, daß Schritte zur Herbeiführung einer Eini­gung in Aussicht genommen find, wird durch die in afler Eile erfolgte Einberufung des Ge­neralrates der Gewerffchaften am gestrigen Abend bestärkt. Ein Mitglied -rklärte: Wir find dazu gezwungen, nicht nur, um die Tür für die Wiederaufnahme der Berhandlun- gen zu öffnen, sondern auch um sie je­derzeit offen zu halten.

werden. Wenn es also wie zu erwarten steht, in der Genfer Studienkommission nicht mehr weitergehen sollte, dann möge man sich an diese Notwendigkeit der Gleichberechti­gung Deutschlands mit den anderen europäischen Großmächten erinnern!

Noch alles in ver Schwebe.

Berlin, 12. Mai. (Privattelegramm.) Die Kabinettssitzung wurde gegen 11% Uhr ohne Beschlußfassung vertagt. Sie wird spä­ter im Reichstagsgebäude fortgesetzt werden.

iahrpunkt liegt, ist nun klar: Gleichzeitiges Auf- werten a l e r dieser Probleme und Streitfra­gen, allgemeine Verwirrung. Krips. Dann nach berühmtem Rezept erneuter mühseliger zusian- dekommender Kompromiß auf Deutschlands Kosten oder doch so, daß Deutschland sein oben umrissenes Ziel nicht erreicht. Da es sich bei

tim was es geht.

Der Genfer Weg zur Großmacht.

Von Staatssekretär z. D. Frh. v. Rheinbaben.

Jnnerpolitische Spannungen haben die Gen­fer Konferenz in den Hintergrund gedrängt, wo jetzt in ruhiger Atmosphäre der Versuch ge­macht wird, sowohl den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund im September zu ermög­lichen, als auch bekannte und noch nicht öffent-

Die Hoffnung, die realisierte Tätigkeit, ist das beste Schutzmittel auch für uns, einer schwe­ren Zeit getrosi ins Auge zu sehen und den Kampf mit ihr aufzunehmen. Tätig sein aber vor allem in der Liebe.Was hilft alle das Kreuzigen und Segnen der Liebe, wenn sie nicht tätig wird/ schreibt er an Charlotte von Stein. Eine göttliche Kraft ist auch für Goethe die Liebe, die die Welt erhält und beseelt; Beseelte Gott den Vogel nicht mit diesem all­mächtigen Trieb, gingen seine Jungen, und ginge das Gleiche nicht durch alles Lebendige der ganzen Natur, bte Welt würde nicht be­stehen können. So aber ist die göttliche Kraft überall verbreitet und die ewige Liebe überall wirksam."

Glaube, Hoffnung, Liebe, diese Drei sind die rechten Himmelfahrtskräfte. Und es ist mit Absicht heute einheitlich aus den Größten im Reiche des Geistes, der ein Dichter der Welt war. hingewiesen, um zu zeigen, wie diese Drei,

schen Äbsichi

Verschiebung der politischen Struktur des Rates zu Deutschlands Ungunsten ge­genüber der bisherigen Zusammensetzung der zehn Ratsmächte; keine Reform gegen Deutschland, sondern am besten Verschie­bung tiefgreifender organisatorischer Aenderun- Sien auf einen Zeitpunkt, an dem Deutschland elbst aufgrund zeitweiliger Mitarbeit sich ein vollgültiges Urteil gebildet haben wird. Und die anderen wohlbekannten Aspirationen vom März? Wir sollten uns jetzt den spani­schen und brasilianischen Wünschen in­nerhalb der hier gegebenen allgemeinen Ein­stellung nicht mehr widersetzen. Was Polen anbelangt, so sollten wir von vornher­ein die anderen darüber nicht einen Augenblick im Zweifel lassen, daß die Zuteilung eines ständigen Sitzes eine solcheVerschiebung in der politischen Struktur des Rates" zu unse­ren Ungunsten wäre, daß Deutschland seine Zu­stimmung unter allen Umständen zu verwei­gern hätte. Sollten wirklich die Polen in der Septemberversammlung oder später einen n i cht ständigen Sitz im Rat erhalten, so können w i r das nicht hindern aber unterstützen dür­fen wir diese polnischen Aspirationen nie und nimmer, weil sie von dem einzig richtigen Wege abführen: Großzügiger deutsch-polnischer Aus­gleich, der unter dem Zwang der Verhältnisse - aber zu seinem eigenen Heile! Polen zu einer radikalen Umkehr- seiner bisheri­gen Politik gegenüber Deutschland und dem Deutschtum führt!

Bezüglich der Reformpläne steht oben­an der Wunsch der großen Mehrheit der kleine­ren Staaten auf Einführung des PrinzipeS der Rotation" Alle. d. h. auch die kleinsten Staaten sollen hiernach, sei es aufgrund der jeweiligen Wahlen, sei cs ein für alle Mal nach

einer bestimmten Reihenfolge, die Möglichkeit erhalten, einmal eine bestimmte Anzahl von Jahren Mitglied des Rates zu werden. Auch die anderen Pläne laufen auf nichts anderes hinaus, als auf eine Verewigung der französi­sche.. Hegemonie innerhalb der europäischen Gruppe, aus die Deutschland sich niemals e i n l a s s e n könnte. Andere Vorschläge gehen allen Ernstes darauf aus. die angeblich bei not­wendigerweise vergrößerter Zahl des Rates «icht mehr aufrecht zu erhaltende Vorschrift bei Einstimmigkeit aufzuheben. Auch hier wäre zu sagen, daß solche Vorschläge von vornherein vor Denffchlanb kategorisch abgelehnt werd-n müßten. Das letzte und eigentlich größte und wichtigste Problem für eine Reform des Völ kerbundes ist bas bisher ost nur recht mühsam zurückgehaltene Bestreben ber außerhalb des gelobten Landes b. h. bes Rates stehender Mächte, bem Rate gegenüber erhöhte und nicht immer weiter verminderte Bedeutung zu er­haltens

Man sieht, an Beratungsstoff wirb es der Studienkommission gerade nicht fehlen. Wo vom deutschen Interesse aus gesehen der Ge-

Flattemde Friedenstauben.

Rur wenn sich die Arbeiter beugen...

(Eigener Drahtbericht.)

London, 12. Mai.

Der frühere Arbeitsminister Tom Shaw sagte in Erwiderung auf eine Rede Simons im Un­terlaufe: Wenn ein Verband die Arbeit ein» stellt, so ist das nicht gesetzwidrig, wenn er es in dem Wunsche tut, zu verhindern, daß den bravsten und loyalsten Arbeitern des Landes Ungerechtigkeit widerfährt. Im übrigen übernehmen die Arbeiterführer die volle Ver­antwortlichkeit für alle ihre Handlungen auf sich. Einige seiner Parteifreunde würden in jeder mögltchen Weife helfen, den Frieden zu­stande zu bringen, wenn sie eine Gewähr für den ftatus quo und eine Gewähr dafür hät­ten, daß die Bergleute gerecht behandelt würden. In den Wandelgängen des Unter­hauses betonten verschiedene Mitglieder nach­drücklich, daß eine s ofortige Zurück­ziehung der jetzt für ungesetzlich erklärten Streikbefehle Vorbedingung aller Ver­handlungen sei. Lord Hugh-Cecil betonte ent­schieden, daß der Gewerkschaftskongreß und die Grubenbesitzer sich vorweg verpflichten müßten, auf der Grundlage der Berichte der Kohlenkommission zu verhandeln.

London, 11. Mai. (Eig. Draht-Meldung). Halbamtlich wird gemeldet, daß der Generalstreik in England soeben beendigt worden ist.

lich bekannte Aspirationen anderer Mächte, so­wie schließlich bisher stets unterdrückte Re- formvorschläge für die Organisation des Völlerbundes in dieser Kommission möglichst einheitlichen unb für alle Teile er­träglichen Vorschlägen an den Völkerbundsrat zuzuführen. Eine ungemein schwere Auf­gabe Hoffen wir, daß die leidigen innerpoli- ti schen Streitigkeiten auch uns, als den Haupt- beteiligten, die Möglichkeit lassen, an der Ge­staltung künftigen deutschen Schicksals den An­teil zu nehmen, der ihm gebührt! Der erste deutsche Reformvorschlag für Genf stieß damals ins Leere oder fiel ins Wasser, wie man auch immer es nehmen mag. Für dieAnderen" nämlich war nicht Reform deS Völkerbundes, sondern das Hereinbringen Polens in den Völkerbundsrat gleichzeitig mit Deutschland das politische Ziel und die Hauptsache. Nun haben dieAnderen", d. h. Frankreich und England, weder den deutschen Eintritt n o ch die Beför­derung Polens vom Bundesmitglied zum Ratsmttglied ereicht. Brasilien gab ihnen die Quittung für unehrliche und unlovale Politik.

Kann die Studienkommission Erfolg ha­ben? Eine neue Lage ist auch für uns entstan­den unb sie erfordert naturgemäß neue In-

Abe? die Liebe...

Unsere drei Führer zum HimmelsahrtStag.

Von

Arthur Brausewetter.

Und ob ihn auch die Erde mit ihren tausend und abertausend Erscheinungen noch so sehr an­ziehe, der Mensch hebt doch sehnend den Blick zum Himmel auf, der sich in unermessenen Räumen über ihm wölbt,weil et tief unb klar in sich fühlt, daß er Bürger jenes geistigen Reiches sei, wovon wir den Glauben nicht ab­zulehnen noch auszugeben vermögen/ Dieser Ausspruch Goethes bezeugt seine Achtung vor dem Religiösen, dem er eine so hohe Stellung anweist, daß er zu Riemer äußert: die Men- scheu wären nur so lange produktiv, als sie noch religiös wären. Dann würden sie bloß nachahmend unb wieberholenb.

Auch Goethe hat seinen Himmelfahrtsglau- den gehabt. Er hat an ein Fortleben nach bem Tode geglaubt. Es sei einem denkenden Wesen durchaus unmöglich, äußert er sich zum Kanz­ler v. Müller und zu Memer, sich ein Nicht­sein, ein Aufhören des Denkens im Leben zu denken, insofern trage jeder den Beweis der Unsterblichkeit in sich selbst und ganz unwill­kürlich." Himmelfahrt weist uns auf den Glau- ben. Will unsere Zeit genesen, so mutz sie zum Glauben zurückkehren. Und wieder ist es Goe- , the, der hier das rechte Wort findet.Me Epochen," sagt er,in denen der Glaube herrscht, unter welcher Gestalt er auch wolle, sind glänzend, herzerhebend unb fruchtbar für Mit­welt und Nachwelt. Me Epochen hingegen, in der Unglaube, in welcher Form es auch sei, einen kümmerlichen Sieg behauptet, verschwin- den vor der Nachwelt, weil sich niemand gern mit der Erkenntnis des Unfruchtbaren plagen mag."

Himmelfahrtsfest, das Fest des Glaubens. Der Glaube, so kann man Wohl sagen, wird hier aus eine nicht leichte Probe gestellt. Denn daß Christus in den Himmel fährt, ist ein jedem verstandesmäßigen Denken widersprechendes Ereignis. Und doch zugleich die einfachste und klarste logische Folgerung. Ueberwand Chri­stus den Tod wo sollte er bleiben nach feiner Auferstehung? Er mußte in die Heimat zurück­kehren, aus der er gekommen war. Einmal zeigt Goethe Eckermann ein Bild, das Christus auf dem Meere wandelnd darstellt und Petrus, wie er seinem Meister auf den Wellen entgegen­kommt, in einem Augenblick anwandelnder Mutlosigkeit, aber sogleich einzusinken beginnt. Da sagt Goethe: Es ist eine der schönsten Le­genden, die ich vor allen lieb habe. Es ist dar­in die hohe Lehre ausgesprochen, daß der Mensch durch Glauben und frischen Mut im schwierigsten Unternehmen siegen werde, dage­gen bei anwandelndem geringsten Zweifel so- gleich verloren sei.

Der Glaube war für Goethe, wie er es sel­ber inDichtung und Wahrheit" ausgesprochen hat, eingroßes Gefühl von Sicherheit für die Gegenwart und Zukunft, und diese Sicherheit entspringe aus dem Zutrauen auf ein übergro­ss, übermächtiges unb unerforsch- liches Wesen. Auf die Unerschütterlich­keit dieses Zutrauens komme alles an/ Mit dem Glauben aber geht die Hoffnung Hand in Hand, von der es inWilhelm Mei­sters Lehrjahren" heißt:So tote der Weihrauch einer Kohle Leben erfrischt, so erftischt das Ge­bet die Hoffnungen des Herzens." Und in einem Briefe an Rauch:Es scheint, daß die menschliche Natur eine völlige Resignation nicht allzulange ertragen kann. Die Hoffnung muß wieder eintreten, und dann kommt auch sogleich die Tätigkeit wieder, durch welche, wenn man genau besieht, die Hoffnung in jedem Falle rea­lisiert wird."

v«B vlt Quertreiber, Intriganten und Gernegroße diesmal ihr Ziel nicht erreichen

Nur ein halbes Kabinett.

Mißtrauen gegen Luther. Ministerrücktritt.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 12. Mai.

Die demokratische Reichstagsfraktiou beschloß gestern 12 Uhr nachts nach vierstündiger Sitzung olgende beiden Anträge zur Flaggenfrage ein» «bringen: 1. Ter Reichstag begrüßt die vom Herrn Reichspräsidenten gegebene Anregung, alle Kräfte zur Lösung der Einheitsflag­ge in versöhnendem Sinne einzufetzen. 2. Der Reichstag mißbilligt die Haltung des Reichskanzlers, der durch fein Verhalten in der Flaggenfrage eine Gefamtlöfung dieser Frage erschwert und in sorgenschwerer Zeit einen neuen Konflikt heraufbefchworen hat. Die Mehrheit war ober der Anschauung, daß die Schuld an dieser Krisis der Reichs­kanzler zu tragen hat. Der Fraktionsredner Koch wird heute im Reichstag betonen, daß er eine Zusammenarbeit mit dem Reichs­kanzler auf Grund der vorliegenden Beschlüsse nicht mehr für möglich hält. Wie wir weiter aus demokratischen Kreisen hören, wer­den die demokratischen Reichsmini­ster aus dem Kabinett zurückgezogen wer­den, aber erst nach der Abstimmung. Dies gilt auch von dem Finanzminister Dr. Reinhold, der vielfach als Fachminister angesehen wird. Aus den Reichswehrmlnifler Getzler bezieht stck> di-fe Rntftfv'bimo nicht, da G ßler nicht von der Fraktion gestellt ist. Die Fraktion wird