Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung a
Hessische Abendzeitung
llungrgebühr. Verlas und Redaktion Schlachthofswatze 36/30. nd 053. Siir unverlangt «inaefandte Beiträge kann Sie Re» itmortutro oder Gewähr in ftntcm Halle übernehmen. Rück» igeldeS oder Ansvrllche wegen etwaiger nicht ordnungSmätziger schloffen. PostsHeckkonto Sranktun am Main Nummer 6860.
Mbluitfl des Bezugs^ Lieferung ist ausge!
Nummer 116. Amtliches Organ der Stadt Kassel
Donnerstag, 20. Mai 1926
Auch die Linksparteien für das Marxprogramm
Ausschuß über wiesen werde,
ier
Sdmffunfl der Einheitsflagge beraten soll.
Die
und ft« vera
um Europa
vor neuen Er
dem die
Sine yferOetur für den Frankk
Paris, 19. Mai. «5 igelte Drabtmelouna.
Die Kammer soll schon vor dem 26. Mai einbe rlifen werden, um die Maßnahmen gegen dir Fnmkenentwcrtung zu beraten. Abgeordneter Nogaro, einer der ersten Finanzsachverständigen befürworrete gestern ein« Radikal-Aktion, zu dmrn Durchführung, wenn nötig eineinhalb Millürrden der Go-ldreferve der Bank vor Frankreich aufgewendet werden sollten.
tion verschuldet. Die Geschichte hat bereits ein ganz anderes Gutachten über die deutsche Marine abgegeben. Die vom Berichterstatter konstruierte Admiralsrebellion fällt in sich zusammen. Der beabsichtigte Flottenvorsto mußte, nach meiner Ueberzeugung, in dem guten Glauben vorgenommen werden, daß er auch die Billigung der politischen Leitung habe, da er nicht mit den erlaffenen Einschränkungen in Widerspruch stand. Ich bin, so sagte Brüninghaus, heute mehr denn je der Ueberzeugung, daß der Zusammenbruch der Marine hervorqe- rufen ist durch die Politisierung dieses Kampfinstruments. — In der nächsten Sitzung wird Abg. Dittmann (Soz.) noch einmal aus die Angelegenheit eingehen.
Nur nicht obrüften!
Unsere drei Gegner in Genf.
(Eigene Drahtmeldung.)
Gens, 19. Mai.
zur See wäre an innerer Fäulnis zu Grunde gegangen und hätte damit die Revolu-
Amtllches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang
rismus war in Wirklichkeit länger als vierzig Jahre der
stärkste Hüter des europäischen Friedens
und zugleich der wirksamste Schutz der deutschen Wirtschaft und des deutschen Arbeiters. Er war aufgebaut aus dem kategorischenJm- perativ der Pflichterfüllung, der Manneszucht, der Kameradschaft, der Lerant- wortlichkeit und der Dienstfreudigkeit. Selbst unsere Feinde haben das anerkannt. Es blieb
gestern in der Abrüstungskonferenz eröffnete Debatte über die Frage, was man überhaupt unter Rüstungen verstehen soll, zeigte deutlich die Gegensätze in den Auffassungen Frankreichs, Italiens und Belgiens einerseits und Englands andererseits. Paul Boncour ver-
ihr Antrag zur Flaggenfrage
tnS Haus, tn der Gefchäftsftc ««»schlietzlich ZustellungSgeb^ Sernsvrecher 051 und 953. dokttou eine Verantwortung
Ärrungen.Wirrungen.
Wie heute eine Regierung gebildet wird.
Starker Tabakkonsum im Reichstag. — Jeder kommt einmal dran. — „Vielleicht auch ich?" Beivrechungeu biS zum jüngsten Tag.
Krankes Geld.
Sechs Währungen suchen einen Retter.
Nichts charakterisiert die europäische Wirtschaftslage bester als die Tatsache, daß nicht weniger als sechs europäische Währungen augenblicklich bedenklich im Weichen begriffen sind, wenn sie auch nicht an die Sprünge heranreichen, die seinerzeit die Mark machte. Einmal ist eS der sranzösische Franken, dessen rückgängige Bewegung das Jntercste aus sich zieht. Wurden am 1. Januar 1926 für hundert französische Franken noch 15,85 Mark bezahlt, so notierten gestern hundert Franken in Berlin bereits mit 12,16, wobei noch nicht einmal abzusehen ist, wann in dem Abgleiten des Franken- kurses ein Stillstand eintreten wird. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die französische Kammer, wenn auch nach unendlichem Hin und Her die Finanzgesetze angenommen hat, daß der Haushalt ausbalanziert wurde und daß mit Amerika ein llebereinkommen über die französischen Schulden zustande kam. In Paris ist man bemüht, die Perscklechterung des Frankenkurses vor allem auf das Ausland zurückzuführen. Einmal sollen e8 die Amerikaner fein, ein andermal wieder ist es der englische Streik, der ein weiteres Abflleiten des Frankenkurses bedingte. Ganz zweifellos vollzieht sich in Frankreich eine Flucht aus dem Franken, die nicht zuletzt darauf zurückgeht, daß man sich nicht vor der Erkenntnis verschließt, daß der französische Haushalt tatsächlich nicht ausbalanciert ist. Und jede weitere Verschlechterung des Frankenkurses Wirft in immer stärkerem Maße die Haushaltberechnungen über den Haufen. Als "Schreckgespenst aber steht vor dem französischen Finanz- Minister der 20. Mai, an dem nicht weniger als 3161 Millionen Franken nationaler Vertei- digungsbons fällig sind. Man spricht nun neuer« dingS wieder von französischen Anleiheverhandlungen in England und man will sogar wissen, daß eS sich bet diesen Verhandlungen nicht nur um die Stützung des französischen Franken handeln soll, sondern daß ein Plan in Erwägung gezogen wird, der auf einen gemeinsamen Sta- btlisierungSkurs für die französische, belgische und italienische Währung hinausläuft. Nachdem die französisch-englischen Schuldenverhandlungen anscheinend einen Wenig günstigen Verlaus nehmen, scheinen die Aussichten füi eine Anleihe nicht eben groß zu sein.
Als Severins eingriff.
Haussuchungen wegen Hochverratsverdachts.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 19. Mai.
Der Polizeipräsident von Berlin, Dr. Friedensburg, führt bezüglich der polizeilichen Putschaktion an, daß die Haussuchungen berechtigt waren, weil der Verdacht einer strafbaren Handlung bestand und Gefahr im Verzüge war. Der Polizei war bekannt, daß man die Regie- rungskrifen durch eine Diktatur beenden, die Weimarer Verfassung endgültig abschaffen und dazu, wenn erforderlich, durch Ausbietung gewisser Verbände auch äußere Machtmittel anwenden wollte. Die Bestrebungen wurden plötzlich auch in Einzelheiten dadurch genauer aufgehellt, daß hochgestellte Privatpersonen, die offenbar ans wirtschaftlichen Gründen anfänglich an den Plänen beteiligt waren, in Gewissensnot die für Staat und Volk drohende Gefahr abzuwenden versuchten. Damit sei der Verdacht unzweideutig und ernsthaft begründet gewesen, daß sich die Beteiligten des Unternehmens des Hochverrats schuldig machten. Nach der festen Ueberzeugung der betreffenden Dienststellen habe eine ernsthafte Gefahr vorgelegen, die sich auch durch das aufgefundene Material deullich bestättgt habe.
nez hinzu, der allerdings im internationalen Handel keine wesentliche Rolle spielt. In Rußland Hai man sich, um der Spekulation vorzubeugen. nicht gescheut. Gewaltmittel anzuwen- ben und hat drei höhere russische Finanzbeamte ohne weiteres hingerichtet, weil sie angeblich versuchten, den Kurs des Tscherwonez herabzudrucken. Die sinkenden Währungen sollten dcu europäischen Staatsmännern ein Warnungsreichen sein und si« veranlassen, alles zu tun.
Freilich wäre auch den Belgiern eine solche gemeinsame Sttwilisierung der Währung sicherlich außerordentlich erwünscht. Der belgische Franken hat feit Anfang des Jahres einen noch größeren Kursverlust zu verzeichnen als der französische, zumal nach der Schuldenregelung mit Amerika die erwartete zweitc amerikanische Anleihe nicht zustande kam. Auch der Beschluß, die Umlaufsmittel abermals um sechshundert Millionen Franken zu erhöhen, der ja gewissermaßen ein Bekenntnis zur Inflation darstellt, hat auf den Kurs des belgischen Franken stark eingewirkt. Dazu kmnmt, daß ebenso wie in Frankreich eine Verschlechterung der Handelsbilanz eingetreten ist.
gilt auch für I t a l i e n, dessen Außenhandel gerade 1925 sich auffallend verschlechtert hat. Auch Italien hat eine Erhöhung des Noten- umlauis vorgenommen, was zweifellos nicht ohne Einfluß auf den Lirakurs geblieben ist. Am 15. Mai notierten 100 Lire mit 14.81 Reichsmark. Inzwischen ist allerdings durch Intervention wieder eine Kursbesserung er« rl«t worden. Am 18. ix. M. notierten 100 Lire nut 15L0. _ Die vierte notleidende Währung ist der r u m a n 11 a> e Leu, der im Frühjahr :n- Rutschen kam. Notierten am 1. Februar IOC Lei noch mit IM so betrug der Kurs am 18 Mai nur noch 1,57. Auf dem Wege nach unten Kt sich diesen Währungen der polnische hinzu, der naturgemäß durch die Ereignisse in Polen stark in Mitleidenschaft gezogen wird. Schon im Herbst 1925 geriet die polnisch« Währung, nicht zuletzt durch den Zollkrieg mit Deutschland ins Wanken. Gestern war der Kurs auf 33,48 heruntergegangen. Als sechste europäische Währung gesellt sich fchließlicb noch der russische Tscberwo.
Auf den Krücken der Partei.
TaL Marxvrogramm wird heute gebilligt.
(Eigene Drahtmeldung.)
Berlin. 19. Mai.
Laut Pressenotiz sind Bestrebungen im Gange, den Standpnnkt der Regierungsparteien zu der Regierungserklärung durch eine gemeinsame Erklärung zum Ausdruck zu bringen. Zwischen den beiden Flügelparteien der Regierungskoalition seien jedoch starke Meinungsverschiedenheiten vorhanden. Man wolle sich mit einem Billigungsvotum begnügen, wonach der Reichstag die Regiertingserllärung zur Kenntnis nimmt und über alle anderen Anträge zur Tagesordnung übergeht. Dafür dürften auch die Sozialdemokraten stimmen. Miß- trauensanträge gegen die Regierung dürften nur von den Völkischen und den Kommunisten zu erwarten sein, haben aber keinerlei Aussicht auf Annahme. Die Sozialdemokraten würden sich damit begnügen, daß
itzt und sich vor den übermannshohen Spiegeln der Zwanzig- bis Dreißig-Zimmerwohnung feines Ministeriums in würdigem Aussehen übt. Für die Entwicklung derartiger ausschweifender Phantasien nach einm gar nicht einmal fernen Ziele sind die Wandelhallen des Reichstags vorsorglich mit einem schweren, roten Teppich ausgerüstet, der jeden Lauf aufsaugt und den Ge- dankenflvg bis in die höchste Höhe der himmelhohen Kuppel gestattet. Die Flüstergespräche der Wandelhalle erhöhen den Reiz dieser Phan- tasten. Niemals hörst du dort ein lautes Wort. Das ist auch gut; denn sonst wäre man alle möglichen Kanzler- und Ministerkandidaten sehr rasch durch, da ja ein laut gesprochener Name ich viel rascher verbreiten muß als einer, der behutsam von Ohr zu Ohr gebracht wird. Dann wäre aber ja der ganze Reiz der Sache dahin. Besteht er nicht einfach darin, daß alle weisen Männer mit auf dem Rücken verschräntten armen, in kleinen Gruppen, die zwei- dreihundert Meter roten Teppiche, mal rechts, mal links am Standbild Wilhelms I. vorbei, flü- ternd die Chancen dieser und jener Leute für den Ministersessel erörtern? Wie interessant ist das! Einer von den vielen Leuten, die genannt werden, gehört ja zu der persönlichen Bekannt- sckaft der Lustwandelnden. Winkt nicht das Ministerportefeuille. so taucht doch der Gedanke über die Bewußtseinsschwelle auf: Der Mann braucht doch einen Staatssekretär!
Vielleicht bin ichs?
Der Mann kann doch unmöglich an mir vorübergehen bei der Neubesetzuna irgendeines Referats in meinem Ministerium. Ja, ja, es führen viele Wege zu einer guten Versorgung. Einer
schlecht liefert, bann wird er eben wieder gestürzt. Ein Herr aus der Provinz war ehrlich genug zu bekennen, daß er sich niemals davon eine Vorstellung gemacht hat, und daß die ewige Regierungsbildung überhaupt nicht mehr aus- zuhalten ist. In Zeiten einer Regierungskrise sieht sich der Parlamentarier den Sitzungssaal weder von außen noch von innen an. Er schaut höchstens mal durch einen zufällig offenstehenden Türspalt hinein und stellt fest, daß da tatsächlich jemand auf der Rednertribüne steht
und redet, redet, redet.
Es verlohnt sich für ihn aber nicht, hineinzugehen. Aus den Zeitungen weiß er ja, daß nur „kleine Vorlagen" zur Aussprache stehen. Und wegen einer kleinen Vorlage wird er doch nicht seine Zigarre ausgehen lassen. Erheblich gesteigerter Zigarrenkonfum ist im Reichstag nämlich das sicherste Anzeichen einer in schönem Fluß befindlichen Regierungsneubildung, das heißt, einer Angelegenheit, an der viele Leute ihre Freude haben, und die recht lange dauern darf. In anderen Ländern folgt meist die neue Regierung dem gestürzten alten Kabinette geradezu auf dem Fuße. In Deutschland haben wir aber die Re- gierungsneubildung zu einer Art Volksver- ärgerung entwickelt. Jedenfalls bringt der Reichstag keine neue Regierung zusammen, ehe nicht die Oeffentlichkeit mit sehr weitgehenden Drohungen einen Schluß des grausamen Spiels verlangt. Dabei entwickeln die Parlamentarier gerade bei diesem Geschäft eine Emsigkeit wie bei keiner anderen Angelegenheit, die berufsmäßig an sie herantritt. Selbst der Speisesaal des Reichstages gerät beinahe in Vergessenheit ... Die Parlamentarier stürzen aus der Wandelhalle nur hin und wieder hinein, schleudern die Speisen geradezu in ihren Verdauungsapparat und rennen dann wieder in die Wandelhalle. Nicht, um den tiefen Klubsesseln zuzustreben, in denen der Parlamentarier sonst den größten und schönsten Teil feiner parlamentarischen Tätigkeit ausübt, sondern um das neueste Gerücht über den neuesten Kanzler- oder Ministerkandidaten aufzufangen. Im tiefsten Innern denkt dabei der Parlamentarier: Wer weiß, vielleicht bin ich jetzt einmal dran. Man kann sich ausrechnen, daß irgend wann zu irgendeiner Zeit
jeder Parlamentarier einmal im Ministerauto
Durch Schaven gehritt.
Streikbilanz eines Arbeiterführers.
(Eigene Drc.htmeldung.)
London, 19. Mai.
Bergarbeitersekretär HodgeS, erklärte einem Pressevertreter: Der letzte Generalstreik ist fehl- geschlagen, weil er eine riesenhafte, aber zwecklose Anstrengung war angesichts der Stärke der wirtschaftlichen Tatsachen und der sozialen Kräfte, denen er gegenübertrat. In den zwei grauen Wochen des Streiks sind die Erfolge der Gewerkschaftsarbeiten eines halben Jahr- hunderts zunichte gemacht worden. Die wirtschaftliche Lage in der Kohlenindustrie ist jetzt viel schlimmer als vor dem Streik, nachdem blinde Leidenschaft eine Maschine aus- probiert hat, die den harten Tatsachen nicht siechnung trug. Jeder weitere Tag des Still- iandes in der Bergbauindustrie macht die Lage noch schlimmer. Alle Parteien müssen sich sobald wie möglich an den Wiederaufbau machen.
trat die These, daß ein Land nur abrüstcn könne, wenn die G e s a h r e n in Rechnung gestellt find, denen eS eines Tages bei einem Angriff ausgesetzt sein könnte. Außerdem müsse die Orga- nistemng des wirtschaftlichen und militärischen Beistände« im Kriegsfälle berücksichtigt werden. Der italienische GeneraldeMarinis wies ogar auf die Bedeutung der Bodenschätze, Roh- loffe und der Verkehrsmittel usw. hin und et« Hörte, daß jedes Heer, das auf seine Rüstungen allein angewiesen wäre, heute zur Ohnmacht verurteilt sei. Die natürliche Wirich a f t s k r a f t eines Landes müsse die Grund- age jeder Wertung seiner Friedensrüstungen ein. Auch der belgische Senator de Broüe• 1«ere stellte schließlich folgende Gesichtspunkte auf: Friedensrüstungen, militärische und industrielle Mobilisation. (S. a. Depesche 2. ^eite.)
Stn (Strafantrag gegen Sreifjeiteberauounp
Berlin, 19. Mai. (Privattelegramm.) Laut Pressenotiz hat der seinerzeit verhaftete Oberst a. D. von Luck gegen den Poliz-'prä- ibenten von Berlin, Dr. Friedensburg. Strafantrag wegen Freiheitsberaubung gestellt.
wahren durch einen engeren wirtschaftlichen Zusammenschluß unb die baldige Verwirklichung der im Versailler Vertrag verankerten Abrüstungspflichten.
Ich fragte kürzlich einen Berliner: „Wie denken Sie sich eine Regierungsbildung?" Er machte eine sehr wegwerfende Bemerkung und sprach davon, daß man eine Regierung mache ....... Wer am meisten verspricht,
Wie kam es Mir Katastrophe.
Eine Lanze für die alte Wehrmacht. (Privat-Telegramm.)
Berlin, 19. Mai.
Im Weltkriegsausschuß führte Abg. Brü- ninghaus (Vpt.) bezüglich der Marinemeu- terei weiter aus: Der Matrose Reichpietsch hat erklärt: Die politische Bewegung für die U S. P. spielt feit Anfang 1917. Ihr letzter Zweck war durch Arbeitsniederlegung, Gehor- amsverweigenkng bezw. Streik einen schleunigen Frieden zu erzwingen. Reichpietsch hat durch Herantreten an den Abgeordneten Dittmann und Frau Zietz die Bewegung gefördert. Reichpietsch sagte weiter aus, daß Dittmann und Frau Zietz ihn dazu aufgeforbert lätten, bie Organisation zu Gunsten ber U. S. 3. möglichst auf ben Schiffen auszubreiten. Er habe wiederholt mit Frau Zietz korrespondiert. Sachse hat persönlich den Abg. Dittmann im Reichstag ausgesucht. Reichpietfch habe ihm erzählt, es hätte eine Art Parteikonferenz stattgefunden. Brüninghaus faßte fein Urteil dahin zusammen: Mangelhafte Verpflegung, angeblich schlechte Behandlung durch Offiziere und dergleichen sind nicht der Grund zu diesen Meutereien gewesen. Die schweren Strafen sind verhängt worden, weil die Angeschuldigten ihre Forderungen mit Gewalt durchsetzen wollten und dabei vor Meuterei und Landesverrat nicht zunickschreckten. Ein objektiver Betrachter wird doch wohl zu dem Schluß kommen müssen, dieser ganze, so oft mißverstandene Militarismus und Marinismus sei nicht, wie der Be- richterstatter behauptet, auf Lug und Trug und Swwindel aufgebaut gewesen. Dieser Milita-
aiwtatmnttfe: Tiubsimtsch« ®ef<Mft8aneet«n Zeile 30 4, eu»roti«ee ®ef»8ft8« «n»eietn Zeil« 20 4, Kamilienanzeigen Zeil« 30 4. Allein« 3itjei«n da» 59ort 4 4, Reklamen di« Zeile 75 4. Cffertfltbützr 20 4 (bei Zusendung der Offerten 80 41. Rechnungsbetrag« sind innerhalb 5 Tagen m bezahlen. Bür die Richtig, keil oller durch öernsorecher aufgegebenen Anzeigen, sowie für Aufnabmedaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Bür Anzeigen mit besonder» schwierigem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachtbofftoatze 28/30. Geschäft», stelle: Kölnische Strotze ü. gegenüber ber Svobrftratze. Bernfvrecher 951 und 959.
einem deutschen Reichstagsabgeordneten vorbe- sprach davon, baß man eine Regierung mache halten, die durch nichts gerechtfertigte Behaup-,wie ein Geschäft. Wer am meisten verspricht, tung jn die Welt zu schlendern, die Wehrmacht! wirb eben Minister ober Kanzler, unb wenn er