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Kasseler Neueste Nachrichten

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Nummer 121. Amtliches Organ der Stadt Kasiel

Donnerstag, 27. Mai 1926 Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang

Auch die Abrüstungskonferenz ein Fiasko?

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ganz-wenigen Ländern, wie Schweden, Holland unb Deutschland in der Abrüstungsfrage tat­kräftigen Beistand erwarten könne.

faches", in und der liti Verfü» tod thront

Eine blutige Revolutionovilanz.

London, 26. Mai. Eine Privatnachricht aus Warschau besagt, die endgültige Zahl der Verluste bei der letzten Revolution betrage etwa sechs- hundert Tote und zweitausend Verwundete.

London, 26. Mai.

Auf der internationalen WirtschaftSkonserenz führte Abg. Hilserding (Soz.) u. a. aus: Dem wirtschaftlichen Nationalismus müssen wir den Wiederaufbau der internationalen Beziehun­gen entgcgenstellen. Hat auch der Krieg die in­ternationalen Bande zerrissen, so hat er doch zu­gleich in allen Völkern den Willen gestählt, diese Beziehungen aufs neue zu knüpfen und die Menschheit für immer vor solchen furchtbaren Zerstörungen zn schützen. Diesem grossen Ge­danken soll der Völkerbund dienen. Der Frieden aber kann nur gesichert werden, wenn die poli­tische Zusammenarbeit der Rationen durch ihre wirischaftlichen Korporationen unterstützt wird. Die internationale Wirtschaftskonferenz ist die nötige Ergänzung für die Völkerbundsarbeiten.

Grausamkeiten derHunnen", der achtzehn Kultursprachen übersä ausländischen Presse unentgeltlich gung gestellt wurden. Im dritten

unterstützt, dann müsse man mit der Abwande­rung der Grossindustrie rechnen. Der Redner forderte gesetzlich Massnahmen gegen unberech­tigte WcrkSstillegungen in Westfalen.

Die Wirtschaft an die Front

Ein deutsches Wiederaufbaurezept für Europa. (Eigene Drahtmeldung.)

Ein Korb aus Moskau.

Keine Geschäfte mit dem Völkerbund.

(Eigener Drahtbericht.)

Gens, 26. Mai.

Der russische Außenkommiffar hat dem Völ­kerbund in fünf Telegrammen mitgeteilt, dass sich die russische Regierung zu dem Fragebogen des Völkerbundes über die Kontrolle der rrivaten Rüstungsindustrie nicht i u ß e r n und ferner an den Arbeiten zur Kodi- ikation des internationalen Rechts und der in­ternationalen Passkonferenz nicht teilneh­men will; jedoch wolle die russische Regierung ich bei der Prüfung der Frage der Eichung der Schiffe (!) vertreten lassen, vorausgesetzt, daß der Konferenzort vorher festgesetzt wird.

Sin frommer Wunsch.

Genf, 26. Mai. Das Abrüstungskomitee hat den Bericht von de Brouckere-Belgien einstim­mig genehmigt, der die dauernde Kontrolle der Rüstungen bei allen Völkerbundmitgltedern betraf. Danach sollen alle Mitglieder verpslichtet ein, sich gegenseitig über den jeweiligen Stand ihrer Rüstungen, ihrer Heeres- und Flottenpro­gramme offen zu unterrichten.

* * *

Jedenfalls hat die Anstag« Ponsonbys und die ausweichende Antwort Chamberlains im Unterhaus die Aufmerksamkeit der gesam­ten Welt auf die Tatsache hingelenkt, daß eine englisch-französische Verpflichtung zur schnelleren Rheinbefreiung vorhanden ist. Das Gewissen der Welt wird England und durch England auch Frankreich mahnen, das am 16. Juni 1919 verpfändete Wort einzulösen. Denn tatsächlich hat Deutschland die Voraussetzungen erfüllt, die für eine vorzeitige Befreiung des Rheinlandes zur Bedingung gemacht worden waren. Chamberlain konnte freilich in seiner Antwort an Ponsonby mit Recht betonen, daß die Feststellung der Botschafterkonferenz vom 6. März, daß .Deutschland wirkliche Bürgschaf­ten für seine ehrliche Absicht zur Erfüllung sei­ner vertraglichen Verpflichtungen biete", nur für das militärische Gebiet der Entwaffnung gelte und int übrigen nicht tat Hinblick auf eine vor­zeitige Rheinbefreiung, sondern auf den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund getroffen sei. Aber was für die Oeffnung der Tür des Völkerbundes gilt, muß auch Geltung für jeden anderen Fall haben, in dem Deutschland auf Grund der Bürgschaften für seinen guten Willen Ansprüche erheben darf. Wenn also der Beweis der ehrlichen Absicht, zu erfüllen, hinsichtlich der Entwaffnung von der Botschafterkonferenz fest- gestellt worden ist, dann genügt aus dem militä­rischen Gebiet diese Festsetzung auch als Zeug­nis für die Erfüllung der in derErklärung" vom 16. Juni 1919 für die vorzeitige Rheinbe- fteiung geforderten Bedingung.

Mag es der englischen Regierung, wie Cham­berlain im Unterhaus zweimal versicherte, int Augenblick nicht angängig erscheinen, an Frank­reich die Forderung zu stellen, die sich auS der Erklärung" vom 16. Juni 1919 ergibt, das eine ist sicher, daß diplomatische Rücksichten auf die Dauer nicht das Gebot der Ehre zurück- drängen werden, das an die englische Regierung aus jenerErklärung" von 1919 herantritt und zu dessen Verfechter sich dankenswerterweise Ponsonbv und Wedgewood im englischen Un­terhause gemacht haben. In derselben Sitzung warf der Abg. Kennworthy die Frage auf nach der Möglichkeit, ob Deutschland vollbereck- , tigteS Mitglied des Völkerbundes sein könne, während noch ein Teil seines Landes von den Trupven anderer Völkerbundsmitglieder besetzt sei. Kein Staat ist Souverän, aus dessen Bo­den die Bajonette seiner Nachbarn blinken. Kein nichtsouveräner Staat kann vollberechtigtes Mit­glied des Völkerbundes sein, geschweige dann den Anspruch auf Grotzmachtstellung int Völkerbundsrat erheben. Beides aber, Gleichberechtigung und Anerkennung der Groß­machtstellung, ist Deutschland in Locarno als Folge seines Erfüllungswillens von Chamber- : Iain und Briand versprochen worden. Auch in der Politik siegt letzten Endes die Logik. Soll < Deutschland vollberechtigtes Mitglied des Völ- i kerbundeS und Großmacht im Völkerbundsrat I fein, dann muß die fremde Besatzung den Rhein verlassen. Die Logik der Völkerbundsvolitik und |

die Bindung der englischen und französischen! stehenden Untersuchungen werden vielmehr von Ehre durch dieErklärung" vom 16. Juni 1919 einem Stande der Abrüstung auszugehen haben, verlangen das mit gebieterischer Notwendigkeit, wie er vielleicht sich als Endergebnis unse- Dr. Karl Mehrmann, jrer Arbeiten darstellen wird. Diese Abrüstung wird so einzurichten sein, dass die Kraft keines einzigen Staates den Bölkerbundkräften gleich­kommen darf. Jeder Staat wird soviel Rüstun­gen aufrecht erhalten müssen, dass die vereinigten Kräfte des Völkerbundes die Ausführung der Beschlüsse desselben gewährleisten. Die von dem französischen Vorschlag angeregten Massnahmen würde lediglich vorläufige Ergebnisse zeiti­gen, die meiner Ansicht nach kaum geeignet sein würden, die endgültig- oöfimg, nämlich die all gemeine Abrüstung zn beschleunigen. Paul B o n c o u r erwiderte, dass man sich bei der heu­tigen Sachlage darauf beschränken müsse, eine provisorische Lösung zu suchen.

So kann es ni$t bleiben.

Erst Abrüstung, dann alles andere.

(Eigener Drahtbericht.)

Genf, 26. Mai.

Im Ab.üstungsausschuss erlitttc gestern G Bernstorff: Die vorgeschlagene Prüfung der Methoden, nach denen die Hi l f e l e i st u n g für einen angegriffenen Staat rasch ins Werk gesetzt werden soll, dürste meiner Ansicht nach nicht den gegenwärtigen Stand der Rüstun­gen zur Grundlage haben, der, wie wir alle hof­fen, ein nur vorübergehender ist. Die in Rede

Noch Weiter abwärts?

Drohende Gefahren für Westfalens Industrie. (Eigener Drahtbericht.)

Hagen t. W., 26. Mai.

Auf der Metallarbeitertagung erklärte Re gierungspräsident König- Arnsberg: der Hg hepunkt der Stillegungsaktion sei n o ch n i ch i erreicht. Es lägen ihm eine grosse Zahl von StillegungSanträqen vor. Man werde wahr- scheinlich mit der Stillegung des Phönix in Hörde zu rechnen haben. Auch andere grosse Werke beabfichtigtcn Stillegung oder starke Ab­baumassnahmen, da die Produktton im westfäli­schen Industriegebiet wegen der Höhe der Transportkosten zu teuer geworden sei. Sie müsste an den Rhein heran, um billiger verftachten zu können. Werde die Industrie nicht

Herr P e t i t j e a n, der reiche Börsenmakler, in der Uniform eines gewöhnlichen Soldaten. Er organisiert

Rundreisen für Wanderredner, Journalisten, angehende Diplomaten, die, von Dolmetschern, Sekretärinnen und anderen Damen begleitet, nach Amerika, Argentinien, Griechenland, Aegypten geschickt werden, um für die Zivilisa­tion und den Kampf für Freiheit, Recht, Wahr­heit und den gesamten übrigen Schwindel Pro­paganda zu machen. Ein Kuriosum für sich war der Raum, in dem Herr Pierre Cha- pelle arbeitete. Hier wurden Schützengraben- Leitungen, Front- und Etappenzeitungen mit der Hand geschrieben, oft nur in einem Exem­plar, andere wurden vervielfältigt, einige sogar gedruckt. Ihr Hauptinhalt bestand selbstver­ständlich nur aus stark gepfefferten Sachen. Dutzende von Magazinen und die Korridore sind hoch hinauf mit Ballen von Propagandaschrif­ten angefüllt, wovon

ganze Wagenzüge nach Nord- u. Südamerika der Schweiz, Italien und anderen Ländern ver­schickt wurden. So wurde in Hunderttausenden von Exemplaren das Buch AderersD i e Greueltaten der Barbaren" verbreitet.

Eine Lügmfabrik.

Wie Frankreich im Weltkrieg wühlte.

Das B«A eines Pariser Chefredakteurs: ..Hin­ter de« Kuliffeu des französische« Journalis­mus" enthüllt die schamlosen Mittel, mit de«e« Frankreich den deutsche« Name« i« der neutra­le« Welt besudelte, nm «eue Onfer zu werbe«. Einiges davon sei z»r Aufklärung mitgcteilt. Bereits drei Tage nach Kriegsausbruch, schreibt der Verfasser, brachte V i v i a n i ein Gesetz ein, das noch am gleichen Tage in Kam­mer und Senat angenommen wurde und als er­st; Rate fünsundzwanzig Millionen Franken zur Errichtung desMaison de la Presse" be­willigte. Das Pressehaus: Ein Riesenge­bäude, fünf Stockwerke, mit zweihundert Zim­mern, in denen sich die Werkstätten, Schreibzim­mer usw. befinden. Vom Kellergefchotz, wo die Druckmaschinen standen, bis hinaus zum fünften mit einem riesigen Glasdach überdeckten Stock­werk, war das Haus eine verkörperte Konzentrat io n der Propaganda. Im zweiten Stock thront Gras de Merode als Ches des Urbersetzungsstabes. Ungefähr achtzig Angestellte, alle möglichen Mischraffen des Balkans, Neger, Indier, Japaner, sorgen dafür, daß alle französischen Siegesmeldungen es gab nur solche! und alle Berichte über

Der nächste Kkieg.

Wie sich die Geister in Genf scheiden. (Eigener Drahtbericht.)

Genf, 26. Mai.

Im Abrüstungsausschuss berichtete gestern Teudvamts-Griechenland Über eine griechische Denkschrift,, die sehr stark die franzö­sische Auffassung unterstützt, indem sie die unbe­dingte Srcherheitals erste Voraussetzung der Abrüstung bezeichnet, die Aufstellung eines ge­nauen Planes für die rasche Durchführung der militärischen und wirtschaftlichen Hilfeleistung fordert und verlangt, dass im Falle eines kriege­rischen Konfliktes sämtliche Bündnis- v e r t r ä g e mit dem Angreiferstaat als null und nichtig betrachtet werden. Der ungarische Ge­neral T a n e z o s übergab ebenfalls eine Denk­schrift und wies auf den engen Zusammenhang zwischen den technischen und politischen Fragen beim Abrüstungsproblem hin. Schliesslich wurde beschlossen, die beiden Denkschriften heute noch­mals zu besprechen. Der spanische Vertreter wurde zum Vorsitzenden des militärischen und der Vertreter Uruguays für den wirtschaftlichen Ausschuss zum Vorsitzenden ernannt.

*

Die aibrüftungefreunöe stehkn allein

London, 26. Mai. (Eigener Drahtbericht.) Ein diplomatischer Korrespondent schreibt: Der tatsächliche Erfolg der Genfer Konferenz werde der sein, daß London eine wesentliche Unter­stützung verloren habe und nur noch von

UfrVM mm der

Hombu.g, 26 Rai. (Privattelegranm ) Li- Pregei'ottz isitb das 18. sranzostiche Jäger»«- taillon am 31. Mai das Saargebiet verlassen unb nach Mürchingen (Kreis Forbach), Lothrin­gen in nächster Zeit verlegt werden.

Räumt den Rhein!

Die Ehre der Völker steht auf dem Spiel.

Bekanntlich hatten sich Wilson, Clemeneeau und Lloyd George mit ihrer Unterschrift ver­pflichtet:Wenn Deutschland zu einem früheren Termin (als vor Ablauf der fünfzehnjährigen Besatzungszeit) Beweise seines guten Willens und befriedigende Garantien gegeben hat, die die Erfüllung seiner Verpflichtungen sichern, dann werden die alliierten und affozüerten Mächte vereint bereit sein, untereinander zu einem Abkommen Über eine frühere Been­digung der Besatzungszeit zu gelan­gen." DieseErklärung" war für England und Amerika die Vorbedingung für die A n n a h m e deS Verfailler FriedensdiktateS gewesen. Es ist kein Zweifel, daß, wenn nachträglich dieseEr­klärung" wegeSkamotiert werden sollte, auch dem Versailler Vertrag die ursprüngliche Grundlage entzogen wird. Man könnte behaupten, daß England und Frankreich sich in freier Uebereinkunst einigten, dieErklärung" vom 16. Juni 1919 außer Kurs zu setzen. Es war ganz gewiß eine Bindung der eng» lischen Ehre, sich für eine baldige Befreiung deS Rheinlandes Frankreich gegenüber einzu setzen. DieErklärung" vom 16. Juni 1919 gibt dem deutschen Volke eine, wenn auch nicht ju­ristisch, so doch moralisch begründete Möglichkeit, die Befreiung des Rheinlan­des schon dann zu verlangen, wenn Deutschland bloße Beweise seines guten Willens und genü« Sienbe Garantien zur Sicherung der Erfüllung also nicht Beweise der erfolgten Erfüllung) ge­geben hat.

Sogar Kinderzeitungen wurden herausgebracht, die zwischendurch die grenzenlose Feigheit, bodenlose Gemeinheit und Dummheit der Boches schilderten. Eine Zeitlang ließ man Bronze- und Alabasterfiguren der französischen Heer- und Volksführer Herstellen. Acht Wagen­ladungen dieser Figuren wurden allein nach Griechenland geschickt, um dort den Kampf um Wahrheit, Freiheit usw. wachzurufen. Dann wieder waren es kleine seidene Fähnchen, die man zu Zehntausenden nach Amerika schickte. Wie eigenartig berührt solche Schenklust zu ei­ner Zeit, da Frauen aus dem Volke nicht wuß­ten, womtt sie ihre Kinder nähren und kleiden sollten. Bei dem Begräbnis des Generals Gallienis trat Marcel Hadert, der niemals an der Front gewesen, als Vertreter der Front­soldaten mit verbeultem Helm, dreckbespritzten Stiefeln usw. auf. Unter dem Glasdach hauste die photockemigraphische Abteilung. Ihre Haupt­aufgabe bestand darin, von

Holzfiguren mit abgeschnittenen Händen, herausgeriffenenZungen, ausgestochenen Augen, zertrümmerten Schädeln Lichtbildaufnahmen und Druckstöcke anzufertigen. Die so gewonne­nen Bilder wurden als untrügliche Dokumente, sozusagen alsAugenzeugen deutscher Greueltaten" in alle Welt gesandt, wo sie die von ihnen erwartete Wirkung ausübten. Im aleichen Raum wurden auch Aufnahmen von zerschossenen belgischen und französischen Kirchen, geschändeten Gräbern und Denkmälern und grauenhaften Ruinen hergestellt Die Kulis­sen zu diesen Aufnahmen wurden von ersten Dekorationsmalern der Pariser Oper geliefert. Das Pressehaus war der unermüdliche Geiser, der entstellte Kriegsberichte, falsche Stim­mungsbilder, gemeinste, niederträchtigste Verleumdungen, mit bewunderungswürdigem Talent erlogene Schandtaten in alle Welt spie ein schleichendes, sicher wirkendes Gift, das auch unbefangene und unvoreingenommene Köpfe verseuchte. Man befolgte den Grundsatz, die Journalisten selbst gefügig zu machen, die

Die Rache des Wrofoera.

Er rächt die Juden an Pelljura.

(Eigener Drahtbericht.)

Paris, 26. Mai.

Der Ukrainer Schwarzbarth.der gestern den bekannten Russensüh»er Pelljura nie­derschoß, erklärte bei der ersten Vernehmung fol­gendes: 1917 hörte ich von Judenmaflakers in der Ukraine, dessen Regierungschef Pelljura war. Als Pelljura in Polen und der Tschechosiovakei sorlfuhr, die jüdische Rasse mit seinem Hatz zu verfolgen, entschlotz ich mich, diesen Mann zu löten. In Paris habe ich Pelljura endlich wieder erwischt und ich habe ihn nicht verfehlt. Die Polizei hat übrigens gestern die Wohnung des ermordeten Pelljura versiegelt.

Die gefürchtete Revision.

Was macht Schacht in London? (Eigene Drahtckeldung.) Berlin, 26. Mai.

. Bei der Konferenz zwischen dem Gouverneur I der Bank von England, Montagne Norman, dem Newyorker Bank-Gouverneur Benjamin Strong, dem Reichsbankprästdenten Dr. Schacht und Rcparationsagent Sir Parker Gilbert handelt es sich um Besprechungen über den Tawesplan und der Transferprobleme, Die deutsckc Rcichsregierung hat jedoch nicht, wie ein Londoner Blatt meint, eine Initiative für eine Revision des Dawesplanes ergriffen. Ebenso unrichtig ist es, dass die Frage der Räu­mung der zweiten und drillen Rheinlaudzonc aufgeworfen wird. ES soll sich vielmehr um Anleihe-, Steuerfragen usw. handeln.