Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
SDie Jfjaffeler Neuesten NaLrichten erscheinen w^chenMch sech^me« nachmittags. Der AbonnemenisvreiS beträgt für -en Mona, 2.— X bet freier Zustellung -er Geschäftsstelle abäedolt 1.80 X. Durch die Bost monatlich 2.- X gusfchltetzlich Austellnnüsgebübr. Versag und fStitoftioit Schlachtbo,strafte 26t'3i). Fernsvrecher 8ol und 952. Für unverlangt eingesandte Beilräge kann die Re- Saktion eine Verantwortung oder Gewähr in keinem Halle übernehmen. Rück« N-!^5.^ä»de,ugsgeldeS oder Anfvrüche wegen etwaiger nicht ordnungsmäßiger Lieferung ist ausgeichlosieu. Polllchecttouto Sranksurt ow Main Nummer 6380.
Hesstsche Abendzeitung
«n^tgenvreis«: Tinheimische TefchSstSan«fae» Rette 20 V, ouSwärstge Geschäfts. «n«‘««n Zeile 20 4, Kamilienanzeigen Zeile 20 4. Steine Anzeigen da» Wort 4 4. Reklamen die Zeile 75 4. Offertgebühr 20 4 (bei Zusendung der Offerten 80 />. Rechnunarbeträge stnd innerhalb S Tagen m beraAe». Mr die Richtig, fett aller durch iferniorecher aufgegebene« Anzeigen, sowie für Aufnahmedaten und Platze kann nicht garantiert «erden, «für Anzeigen mit besonders schmie, nacm Sa8 100 Prozent Au'schsaa Druckerei: Schlochiboisttahe 28/30. Geschäst». stelle: Lölnische Siratz« 5. gegen über -er Spobrstratze. Fernsprecher 051 «1^052.
Nummer 123. Amtliches Organ der Stadt Kaffel______Sonnabend, 29. Mai 1926 Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang
Polens Gchicksalstag steht Vor der Tür.
en
denziöse Behauptungen weite Kreise
*
Diese Wahnsinnstat, anders kann man Millionenlage wohl nicht nennen, ist nur verständlich, wenn man sie als Abschluß einer Reihe tragischer Geschehnisse betrachtet, die zum Aussterben eines deutschen Fürstenhauses führten. Denn der letzte männliche Strelitzer, der
Weltkrieges wurde er, der als Sohn einer russischen Großfürstin seinen Wohnsitz in Petersburg hatte, russischer Staatsangehöriger. Als General des Zaren kämpfte er gegen Deutschland, floh bei Ausbruch der russischen Revolution in den Kaukasus und kam von dort nach mancherlei Irrfahrten in die dänische Hauptstadt, wo er mit seiner Schwester von den Einkünften seiner großen in Mecklenburg-Schwerin gelegenen Herrschaft Remplin lebt. Schon bei seinem Sohn dem Großherzog Friedrich Wilhelm begann das Verhängnis der Mecklen- burg-Strelitz'schen Familie. Als junger Mensch wurde er blind. Freilich entschädigte das Schicksal ihn, der ein erbitterter Gegner Bismarcks war und so treu zu seinem Verwandten dem Welsenkönig hielt, daß er 1866 beinahe sein Land verloren hätte, durch äußere Glücksgüter. Sparsam, ja geizig, häufle er
Wah fieber- in polen.
Noch kein Gegenkandidat gegen Pilsudski.
(Eigene Drahtmeldung.)
Warschau, 28. Mai.
Der nationaldemokratische Verband erblickt in den Resolutionen einiger linksgerichteter Parteien terroristische Drohungen gegen die Nakio- nalversammlung, die am 31. Mai die Präsidentenwahl durchführen soll. Der Sejmmarschall erklärte auf Anfrage: Wenn die Beratungsfreiheit, was er nicht glaube, bedroht erscheine, würde er die Versammlung nach einem anderen Orte einberufen. Der j ü d i s ch e Klub sprach sich gestern ebenso wie bereits die polnische Linke einstimmig für die Kandidatur Pilsudski aus. In den kleinen Mittelparteien, die bei der Wahl wahrscheinlich ausschlaggebend sind, ist man für eine Kandidatur Pilsudski oder für die Abgabe weißer Karten. Der Block der Rechten scheint sich über die Persönlichkeit ebenfalls noch nicht schlüssig zu sein, die er den Mittelparteien für eine gemeinsame Kandidatur Vorschlägen will.
Der Streik ohne Ende.
Wie Englands Wirtschaft leidet.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 28. Mai.
Romantik des Herzens
Die Tragik eines deutschen Fürstenhauses.
Wie wir kürzlich berichteten, bat die Herzogin Jutta von Mecklenbura-Struitz als Gattin des montenegriniichen Erbprinzen durch einen Pa- riier Anwalt das deutsche Reich auf Zahlung ihres brüderlichen Erbteils von vierzehn Millionen verklagt. Zn diesem nngeheuerlichen Borgeben einer Berwandten der Königin Snifc idirttbt unser Mitarbeiter:
Wie ein Franzose lögt.
Die deutsche Presse und Abd el Krim.
(Privat-Telegramm.)
Berlin, 28. Mai.
Der Berliner Korrespondent eines Pariser Blattes übermittelt diesem folgende Meldung: Die Waffenstreckung Abd el Krims hat in Deutschland ein Gefühl tiefer Enttäuschung hervorgerufen. Die Presse feiert ihn als einen
verliebte sich in eine kleine Schauspielerin des Strelitzer Theaters Fräulein U r b as, der bekannten Gräfin M a tz e n a u, ging mit ihr auf Reifen, kaufte ihr dann im Grünewald eine Villa und lebte abwechselnd bei ihr und in Neu-
Es kränkte die Großherzogin Elisabeth so tief, daß sie zeitweise in Geistesver- wirrheit fiel itnb viele Monate in Sanatorien behandelt werden mußte. Denn kaum war sie geheilt entlassen, traf ein neuer Schicksalsschlag die Schwergeprüfte. Ihr zweiter Sohn Bor- Win starb 1908 eben zwanzig geworden unerwartet und plötzlich als Fähnrich auf der Kriegsschule in Metz, ein Gescheben, das zu den abenteuerlichsten Gerüchten Anlaß gab Im Juni 1914 wurde Großherzogin Elisabeth Witwe, ihr schöner, begabter Sohn wurde als Adolf Friedrich VI. Großherzog. Aber nun brach der Krieg aus, und im Februar 1918 traf bi<- Großhei-ogin der härteste Schlag. Ihr Sohn beging unter v
tragischen Umständen Selbstmord.
Spitzer Großberzoq hat niemals Landesverrat begangen. Die Begehuna eines solchen Verbrechens war ja schon technisch un- möglich. Auch Weiberaeschichten haben bei seinem Entschluß keine Rolle gespielt. Der junge Herrscher stand vielmehr im Begriff, sich mit der Prinzessin B e n i g n a R e u ß zu verloben Da kam auch über ihn das Verhängnis. Persönliche Gründe aus dem Kreuz und Quer einer krau-
Der große Schwindel.
Genfer Abrüstungsfazit gleich Rull.
Von Dr. Paul Rohrbach.
Gewinnende Worte sind eine alte französische Kunst. Der deutsche Vertreter, Graf B e r n st o r f f, hat der Formel Paul Bon- c o u r s von der „moralischen Mitgliedschaft Deutschlands im VöU-erbund eine andere entgegengesetzt: Deutschland habe in seiner entwaffneten Lage nach dem Friedensvertrag den „Anspruch auf die Abrüstung der Andern.- Der Unterschied ist deutlich: Dort die zu nichts verpflichtende Phrase, hier eine konkrete Formulierung des Problems. Gerade die Franzosen haben auch das Gefühl, daß sie jetzt unter den kontrollierenden Augen Amerika s sich soviel wie möglich zusammennehmen müssen. Der Ausdruck „Potentiel de guerre- ist wieder «ns der Schlagworte, mit denen die Alliierten ihre Kriegsührung gegen Deutschland so wirksam zu unterstützen verstanden. Er soll bedeuten, daß ein Staat, auch wenn er keine große Armee unter den Waffen hat, doch imstande sein kann, durch feine natürlichen Reichtümer, feine entwickelte Industrie, feine Eisenbahnen usw., rasch und überlegen kriegsfähig zu werden. Den Konferenzteilnehmern und der öffentlichen Meinung sollte damit suggeriert werden, Deutschland besitze noch ein starkes „Kriegs-Potentiel-; folglich habe Frankreich das Recht, gerüstet zu bleiben. Damit ist nun Paul Boneour nicht durchgedrungen, weil die Delegierten doch soviel Vorstellung von den Dingen hatten, um zu wissen, daß die deutsche Rüstungsindustrie zerstört ist, und daß die Franzosen, ohne deutsche Gegenwehr, vierundzwanzig Stunden nach Ausbruch eines Konflikts mit ihren Flugzeugen jede einzelne für die Wiederbewaffnung Deutschlands in Betracht kommende Fabrik zerstört haben können.
dienst! Dazu müssen die Zahlungen an Amerika und England wenigstens andeutungsweise ausgenommen werden. Der Frank aber fällt, und das Budget, das gestern noch balancierte, hat heute schon wieder ein Defizit. Mit dieser Kette am Bein, die täglich länger und schwerer wird, und mit so genauen Aufpassern, muß man am Ende, wenn auch immer noch nicht ganz aufrichtige, so doch höfliche Politik machen. Darum wird das, was man tu Versailles, Herrn Wilson ins Gesicht, das „Recht des Siegers- nannte, jetzt als „vorläufige Lösung" und „provisorische Methode" etikettiert — der Anspruch nämlich, selber bewaffnet zu bleiben und die Hälfte von Europa in Waffen zu halten, nicht für den Geilt von Sr-carno, sondern für den Geist von Versailles.
Wird Polen blühen oder untergehen?
(Eigene Drahtmelduna.)
Paris, 28. Mai.
Laut Pressenotiz macht sich der Kohlenmangel tm ganzen Lande immer ernster bemerkbar. Die Verluste der Eisenbahn werden be- retts auf sechseinhalb Millionen 8ef<W. Die Bereitschaft des Berg- arbettersührers Smith, eine Abstimmung unter den Bergarbeitern über die Arbeitszeit vorzn- nehmen, wird als hoftnungsvolles Zeichen für ein baldiges Krisenende ausgelegt.
*
Sngianvs wachsende Tlrdeltslosenveere.
London, 28. Mai. Der englische Arbeits- Minister gibt die Zahl der Arbeitslosen in Großbritannien mit 1612 700 an Das waren 36801 mehr als in der Vorwoche und 427 680 mehr alS im Vorjahre. Außer diesen 1612 700 Unterstützung erhaltenden Arbeitslosen find Ansprüche von weiteren rund 358 000 Personen angemeldet worden, die durch den Streik im Kohlenbergbau beschäftigungslos geworden find.
i Mann, der Afrika vom französischen Joche befreien sollte, und sie schreibt, daß er militärisch nicht besiegt worden ist. Man fragt sich in Berlin, was aus den deutschen General- stabsoffizicren werden soll, die den Kampf der Kabqlen gegen Frankreich und Spa- nien leiteten." Es ist unnötig, hervorzuheben, daß diese Behauptungen der Wahrheit widersprechen. Die endliche, unvermeidliche Kapitulation Abd el Krims ist von der deutschen Presse ohne Gehässigkeit gegen Frankreich, wenn auch mit tiefster menschlicher Anteilnahme an dem tragischen Los des Freiheitshelden, zur Kenntnis genommen worden. Niemals haben deutsche Blätter in dem Sinne geschrieben, daß Afrika vom französischen Joche i befreit werden müßte. Der Herr Berichterstat
Wohin mit dem Otifiötoen?
Sie find sich noch nicht einig.
(Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 28. Mai.
Heber das Schicksal Abd el Krims befragt, erklärte gestern Kricgsminister Painleve, die Frage fei ziemlich heikel. Frankreich könne keine Entscheidung über den künftigen Aufenthalt Abd el Krims treffen, bevor es sich nicht mit Spanien darüber geeinigt habe.
Paris, 28. Mai. (Eigener Drahtbericht.j Havas meldet aus Fez, Abd el Krim wird nicht vor Sonnabend in Taza eintreffen.
Zank um Add el Krims Fell
Allerlei heikle Fragen. (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 28. Mai.
Laut Pressenotiz besprach gestern Marschall P e t a i n mit dem Autzensekretär die Vorbereitung der angesichts der Kapitulierung Abd el Krims mit Spanien eingeleiteten Verhandlungen. Frankreich würde feine Zone in Marokko sehr schnell besetzen können. Sollte aber die Besetzung der spanischen Zone, die fast das ganze Rtfgebtet umfasse, auf sich warten lassen müßte man Mittel suchen, um die wichtige Pazifi- zterung ber Stämme zu organisieren und Garantien gegen eine neue Agitation zu erhalten. Außerdem sei die genaue Festsetzung der französisch-spanischen Grenze in Marokko zu erörtern. Eine Konferenz soll alsbald stattfindcn.
Auch der Amerikaner hat sich sachlich nicht au: den politischen Schwindel eingelassen
Art. 8 des Völkerbundpaktes verlangt von den Mächten, „die Beschränkung der rationalen Rüstungen auf das Mindestmaß, das mit der nationalen Sicherheit und mit der Erfüllung derjenigen internationalen Pflichten, die durch ein geminsames Vorgehen auferlegt find, vereinbart werden kann." Darauf gründet sich die deutsche Formel vom Anspruch auf die Abrüstung der Andern, der Frankreich mit dem »Potentiel de atterre" ausweichen wollte. Kein Franzose von Verstand glaubt an die Möglichkeit, daß Deutschland in einer dunklen Nacht einige Hundert schwere Batterien, einige Taufend Kriegsflugzeuge, einige Millionen Gewehre und ein Dutzend Festungen „potentiali- fteren- könne. Es ist wieder die sranzöstsche Unaufrichtigkeit, die dem Geist von Locarno Altäre baut, aber, um mit dem Amerikaner Mr. Gibson zu reden, durch feine Riefenarmee
Niemand kennt Europa.
Wie Amerika bekehrt werden soll.
(Eigene Drahtmeldung.)
London, 28. Mai.
Ein Blatt berichtet aus Rcwyork, der frühere amerikanische Botschafter in der Türkei, Mor- 8 t h a u, beabsichtigt möglichst zu Beginn des nächsten Jahres zehn hervorragende Finanz manner Europas zu einem Besuch der amerikanischen Staaten einzujaden, darunter auch Lord Grey und Lord R e u d i n g. Die Delegierten wurden die Universttätsmittelpunkte besuchen. Massenversammlungen und Konferenzen würden veranstaltet werden. Das Radio würde benutzt werden, um bei Millionen von Amerikanern Verständnis für die Lage in Europa zu erwecken und namentlich den amr- rikanischen S t u d e n t e n die Wahrheit über das Ausland mitzuteilen. Diese fühlten, daß sie während des Krieges betrogen worden feien. Die brftischen amtlichen Stellen sollen dem Plan sympathisch gegenüberstehen.
Ein historischer Moment.
Paris, 28. Mai. (Privattelegramm.) Beim Erscheinen A b d e l 'K r i m s in den französischen Linien am Donnerstag morgen um 5 Uhr 15 Minuten nördlich von Tar- guist, wurde er von zwei französischen Kommandanten empfangen. Französche Flieger warfen Zettel bei den noch nicht unterworfenen Stämmen über die Kapitulation von Abd el Krim ab
eine Million auf die andere und operierte mit Hilft eines ihm befreundeten Londoner Bankiers so geschickt an der dortigen Börse, daß er als einer der reichsten deutschen Fürsten starb, dessen Vermögen in bar und Effekten auf sechzig bis achzig Attllionen Goldmark geschätzt wurde. Doch war fein Lebensabend ein tieftrauriger. Seine älteste En'kelin M a- r i e erlitt das gleiche Schicksal wie Strindbergs Fräulein Julie in dem gleichnamigen oft gespielten Drama. Tie junge liebreizende, eben zwanzig Jahre gewordene Prinzessin mußte ins Ausland gehen und wurde, da sie eine ebenbürtige Heirat in Deutschland nicht mehr schließen konnte, mit dem GrasenJametel, dem «ohn eines reich gewordenen Pariser Äftwth--- kers, der sich den päpstlichen G r a f e n t i t c t (i ek au ft hatte, verheiratet. Tiefe Ehe war nicht glücklich. Sie wurde nach einigen Jahren getrennt. Die Geschiedene nahm Namen und Titel einer Herzogin von Mecklenburg wieder an und kaufte sich in Dresden-Blasewitz an. Hier lebt sie noch heute, seit 1914 in zweiter Ehe mit dem Prinzen Julius Ernst zur Lippe verheiratet, dem sie einen Knaben und ein Mädchen schenkte. Ihrer ersten Ehe entstammten ein Dvhn, der als französischer Kiirassierleutnant int Kriege gegen das Land feiner Mutter kämpfen mußte, und eine bei der Mutter lebende Tochter. 1996 starb der blinde Großherzog. Ihm folgte c,n Großherzogin Adolf Friedrich V., der tn glucKtchster Ehe mit der schönen Großherzogin Elisabeth lebte, bis sich auch hier Tragi- ches ereignete. Der Großherzog
und feine Militärbündnisse die „beständige europäische Kriegsluft- wacherhält. Paul Boncour war es auch, der mit Bezug auf den deutsch-russischen Vertrag die Frage stellte, was mit einem Staat zu geschehen habe, der sich allein einem Völkerbundsbeschluh auf Exekution gegen eine verfehmte Macht nicht füge. Die Antwort darauf wurde mit umgangen durch den von England und Frankreich gemeinsam eingebrachten Antrag: die Methoden und technischen Maßnahmen prüfen zu lassen, durch die einem angegriffenen Staat rasche Völker- bundshilfe gewährleistet würde.
An dieser Stelle setzte die Erklärung des deutschen Vertreters ein: nach feiner Meinung dürfe die vorgeschlagene Untersuchung nicht von hem „gegenwärtigen Stand der Rüstungenausgehen, sondern von einem Stande der Abrüstung, wie sie sich als das Endergebnis der Völkerbundsarbeit darstellen werde. „Diese Abrüstung wird so einzurichten fein, daß die Kraft keines einzigen Staates den übrigen im Völkerbund vertretenen Kräften zusammengenommen gleichkommen darf.- Es war beinahe erheiternd zu hören, was Mr. Paul Boncour darauf zu erwidern wußte: Eben das sei es, was Frankreich in den letzten Jahren wiederholt un Völkerbund vertreten habe, und Zweifellos wäre es zweckmäßig, schon jetzt nach diesen Grundsätzen vorzugehen — nur glaube er, bei der „heutigen Sachlage- müsse man sich auf .provisorische Methoden- und eine „vorläufige Lösung- zu Gunsten des Artikels 16 beschränken! Deutschland hat damit feinen Standpunkt vorläufig in befriedigender Weise gewahrt. Es läßt sich auch schlechterdings nichts gegen ihn »erbringen. Die französischen Bestrebungen sind behindert durch die scharfe amerikanische Aufsicht, durch den schlechten Stand der Finanzen und der Währung, und durch die für Frankreich sehr peinliche Krife in Polen. In dem jetzt verabschiedeten französischen Budget für das Rechnungsjahr 1926 entfallen etwa zwei Drittel der regulären Ausgahen allein auf den Schulden-
--------- iKtEÄ r $err Berichterstat- dreiundsechzig Jahre alte, in Kopenhagen woh- _ _ ter yat sicherlich in Berlin Niemand gefunden, neiide Lerzoa Karl Mickiael von Mpttfrnkinra-
Der GchickfalSfprUO am 31 £i,r JT’® IbPer ®ef0^niffe ü6,er Slr-liy^is/unverheiratet. Auch er brach fernem Kampf gegen Frankreich und Spanien im Rif- gebiet getertr haben sollen, schon deswegen nicht, weil es solche Generalstabsoffiziere nicht
Einem Pressevertreter wurde in Polen zur TTZZ!’’ö—
politischen Lage von führenden Persönlichkeiten! 8<' SnmMA h 616
erklärt: Entweder wird Pilsudski zum! Ä8'6en^Z um Präsidenten gewählt. Tann werden wir stiim- offensichtlich unrichtige und t
die Fehler, die ein Mann zweifellos machen -rrankrerch gegen Deutschland aufzuhetzen, wird, der schon offenkundig seine Unfähigkeit bewiesen hat. Wi'd Pilsudski nicht gewählt und verhält sich ruhig, bann werden wir an der Sanierung des Landes und der Revision der Verfassung Mitarbeiten. Denn wir erkennen an, daß er nicht in allen Dingen Unrecht hat. Nimmt Pilsudski ober, wenn er nicht gewählt wirb, seine Zuflucht zur Gewalt, dann werden wir kämpfen unb die Regimenter in der Umgebung von Posen werden auf Warschau marschieren.