Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung «
Hessische Abendzeitung
Nummer 132. Amtliches Organ der Stadt Kassel
Mittwoch, 9. Juni 1926
Brasilien sagt sich vom Völkerbund los
Zumeist wird, besonder? von Verbraucher--
dem.
Wer löR Tirard am Nsteln ad?
eit zu schaffen.
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Zurzeit spielen stch in Gens zwischen den
entscheidung den deutsche
gut abschnitt, soll letzt mehr Anklang gefunden mon auch die Ratsfrage hierbei streifen wird, haben. Ob man sich aber aus her Rechten und und daß Dr. Brauns bei seiner Rückkehr wich, vus der Linken für ihn entscheiden nrro, ist trge Informationen zu übermitteln ha- natürlich noch eine offene Frage. Da der Reichs- ben wird. Leider werden hier wieder ohne tag sich bereits End- dieser Woche bis zum Deutschland Fragen wichtigster Art behandelt. BolkSentscherd vertagen wird so bleibt für post, ein Zeichen mehr für die Notwendigkeit deutscher ttve Losungen nicht viel Zeit übrig. Die Par- Mitarbeit innerhalb der Völkerbundorganisation leien und zwar nicht nur die Sozialdemokraten, _____ B
sondern auch die Deutschnalionalen dürsten den
dringenden Wunsch nach Freilassung der Woche GtUöSNtkN rtPOPII TtrnfpffPiF vor dem Volksentscheid von parlamentarischer ytyrll *yruf$ ffUr.
Segen die Sefpenfierseher.
In Hannover wird gestreist. (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 8. Juni.
Radikale Abgeordnete Haven die Bildung einer parlamentarischen Gruppe zur Verteidigung des Francs angekündigt. Der Beitritt zu drefer Gruppe soll allen Abgeordneten ohne
mentarist Man ver
Berlin, 8. Juni. (Privattelegramm.) DaS
Zentrumsblatt wendet sich dagegen, daß von^_...__________vlt
Rechtsblüttern die Frage einer Präsidentenkrise zusammenstehen müsse. Die deutsche Studenten-
schuft übermitteleden Versammelten herzliche Grüße. Unter stürmischem BeisM wurde bekannt, daß die hannoversche Studentenschaft den Betrieb der Technischen Hochschule vorläufig stillgelegt habi. . U
*
Noch 250 Studenten werden verwiesen.
ropa somit seinem Schicksal überlassen werde. Amtlich wurde diese Nachricht vorläufig weder bestätigt, noch dementiert.
Heber unfern Kopf hinweg.
Europa ohne... Stresemann.
(Eigener Informationsdienst.)
Berlin, 8. Juni.
Braunschweig, 8. Juni.
»ei einer Zusammenkunft mit den h a n n o - verschon Kommilitonen betonte der Führer ^Braunschweiger Studentenschaft, der Fall Lessing sei jetzt keine hannoversche Ange- legenheir mehr, sondern eine der gesamten deutschen Studentenschaft, die in geschloffener Front
Ein gewagtes Spiel
Vom Volksentscheid zur Präsidentenkrise.
(Sin zweites Massengrab.
Zweitausend Tote bei einer indischen Sturmflut.
(Eigene Drahtmeldung.)
Mailand, 8. Juni.
Ein Blatt meldet aus R a n g o o n, daß nach einem Privattelegramm aus «kyab durch eine äußerst heftige Sturmflut zweitausend Men-
Olnler verflossenen Türen.
Die Genfer Früchte reifen.
(Eigener Drahtbericht.)
Gens, 8. Juni.
Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang
Hunger preisgegeben.
Alle Mann auf Deck!
Der Frank in höchster Gefahr. (Eigener Drahtbericht.)
vor dem Volksentscheid von parlamentarischer Arbeit hegen und zur Geltung bringen. In einer Woche aber lassen sich Entscheidungen von so großer Tragweite nicht treffen und so dürfte! eine wesentliche Klärung der parlamentarischen Lage kaum vor dem 20. Juni zu erzielen sein.
scheu ums Leben gekommen find. Fünfzigtau- scnd Personen find obdachlos und
oussHttetz'liS a”&barI* L8° Durch die Post »°mrtl?ch 2—
SWrniDmS? OMuSh ^erlag und RedakUon Schlachthosstvahe 28/80.
84L»»verlangt eingkfandte Beiträge kann Me Re.
Gewähr in keinem Halle übernehmen. Rück» $niS,ober Anwrüche wegen etwaiger nicht orönungSmähiger Lieferung tst auLgeichloüen. Bosticheckkouto Srankkurt am Main Nummer 6380.
Preisabbau oder M
Tropfen auf den heißen Stein.
Wir wollen mit den folg. Betrachtungen des Leiters einer Preisvrittnngsftelle wieder das Thema des Preisabbaues anfchlagen. kleinen, im folgenden anfgezeisten Preis- «achläffe werden erst recht den Wunsch nach endlicher Berwirklichnng des oft oerbeitzeuen, ober nie gehaltenen Preisabbano erivrechens vertiefen.
wegen des Volksentscheids aufgeworfen sei. Es wäre unter Umständen verfehlt, wenn irgend jemand aus dem Volksentscheid die Konsequenz einer Präsidentenkrise herbeiführen wolle.
Der Hinvenburgbrief Im ItelchSlag.
Berlin, 8. Juni. (Privattelegramm.) Ein Blatt meldet: Die Sozialdemokraten wollen int Reichstag eine Interpellation über den Hinden- burgbrief einbringen. Auch in der heutige» Fürstendebatte wird der Hindenburgbrief zum Volksentscheid besprochen werden. (S. 2. S.)
... ober dein Scheiden macht.
Brasilien tritt aus dem Völkerbund auS.
(Eigener Drahtbericht.)
Chamberlain hatte gestern mit Graf Bethlen ""-Er parla- eine längere Unterredung. Die Ausstchten der 1 k g"^"lvvder. ungarischen Regierung für die Aufhebung
tunfl den 2ibfinbunflsStou^be^M BeKt= llZummeV nnl\\ Ä bT‘tn l-ch eng an das viel erörterte aber gescheiterte Är?' «ie?en teur’
Kompromiß bet SieatcrunaSixirt^i^n am’rfifipfit i w <5rianb hatte gestern eine Untetrebunß noch vor demVo^rsentsche?d unär!«" dem rumänischen Gefanhten. Der belgische allen Umständen erledigen will. Dem stand Vandervelde hat sich beson-
der andern Seite die beinahe noch bestimmtere I «^-^^Äwrschenfalles mit dem bra-
Ueberzeugung entgegen, daß es vor dem Volks- stlmmschen Botschafter Mello Franco bemüht, entscheid sehr schwer, wenn nicht ganz unmög-I * * *
«ch sein werde, die für den Regierungsentwurf notwendige Mehrheit zu schaffen. Aller- dings vermutet man, daß die Regierung mit dem Gedanken umgehe, den verfassungsändern- den Charakter der Vorlage durch eine Praeambel zu nehmen, in der auf die durch die Umwälzung vom November 1918 neu ge- .............
schafene Rechtsgrundlage Bezug genommen Ministern wichtige Entscheidungen
wird. Zur Flaggenfrage lagen dem ßabi» öie. Volkerbundfrage ohne den deutschen nett für die bereits erwähnte Sitzung verschie- . ußennumster ab. Es wird allerdings erwar» dene Entwürfe vor, darunter auch der bekannte bcr $• 3t dort anwesende Minister Dr. Entwurf des Reicktskunstwarts in farbiger Ans- ^"u»s Gelegenheit haben wird, mit Briand führung. Dieser Entwurf mit dem schwär» und Chamberlain zu konferieren, und daß bei z en eisernen Kreuz in der Mitte, der iu» liefet Gelegenheit nicht nur über die Fragen nächst bei der Erörterung in der Press- nicht Arbeitsamtes gesprochen wird, sondern daß
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6 Tagen ju bewölen. Für die Rirbiig.
«.^..'V^.verntvrecheransgeaebenen Anreisen, sowie für Aufnabnicdaten riaem$®ah rtL Für Ameisen mit besonders fchwie.
SIS? gS’SJ /t”r,t6!a8k Drucknei: Schlach-Sofitvabe 28/30. Geschäft«. fteCe. Kölnische Srratze 6, gegenüber der Svobrstrahe. Lernsorecher 851 und 052.
Berlin, 8. Juni. Laut Pressenotiz hat Kultusminister Becker nach seiner Rückkehr aus Budapest die im Falle Lessing getroffenen Maßnahmen in vollem Umfange gebilligt. In den nächsten Tagen sollen weitereRelega- tionen von Studenten, insgesamt etwa 250, erfolgen. Professor Lessing konnte sein gestriges Kolleg ungestört abhalten.
In Rechtskreisen hat man eS neuerdings so hingestellt, als ob sich her Kampf für den Volksentscheid zugleich gegen den Reichspräsidenten richtete. Es wurde behauptet, man Wunsche auf der Linken dcn Kampf, um zu einer neuen Präsidentenwahl zu gelangen und in der neuen Wahl einen von der Sozjialdemokra- tie gestellten ober doch gebilligten Mann auf den Präsidentensessel des Deutschen Reichs zu verhelfen. Es bedarf Wohl keiner besonderen Betonung, daß diese Vermutungen denn doch etwas phantastisch klingen und daß auch in den Kreisen, die sich für die Enteignung der Fürstenhäuser glaubten einsetzen zu müssen, niemand daran gedmht haf, die Persönlichkeit des Reichspräfi- m .
denten in den Kampf zu ziehen. Daß der Par»S, 8. Juni.
Reichspräsident, wie fast alle bürgerlichen Po- Havas berichtet aus Rio de Janeiro: litiker gegen den Volksentscheid ist, dürfte nie-1 Gut unterrichtete Kreise sind der Ansicht daß überraschen. D^nn er in seinem jetzt ver- Brasilien sich vom Völkerbund so gut wie kratisch-kommunistischen' Gesetzentwurfs.einw 18bt- ®ie unterstütze diesen sehr bedenklichen Vorstoß gegen das Gefüge des Entschluß, der unwiderruflich fet. Cm Zettungs- Rtthisstaates' steht, und wenn er davon spricht, «tikel, daß Brasilien, da der Völkerbund eine u ^er Gesetzentwurf .gegen die Grundlagen europäische Einrichtung werde, statt eine Weltin- S* >» <n einigen Tta fctaVX
tritt auS dem Bunde einreichen und Eu-
Es ist vielfach und in manchen Fällen Wohl nicht mit Unrecht behauptet worden, daß der Preisabschlag in der behandelten Zeitspanne --------- — ---------- auf bem 2Beltntarft ja selbst im deutschen Groß-
PariS, 8. Juni. (Eigene Drahtmeldung) - starker gewesen ist, als er sich letzten ■ •** * "** «"-Äfe
, richt, daß der französische Delegierte in der Preisabbau sei beim Ausgang vom Weltmarkt I Rheinlandkommission Tirard zurücktreten wird vom Großhandel zum Kleinhandel allmäh- _____ US versandet. Auch hier scheint es ange-
Flagge und Fürsten. -Z'M"" ««
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(Privat-Telegramm.) 117,3 zuruckgegangeu und Ende April auf 1234
Berlin, 8. Juni. L^der angestregen. Das bedeutet einen Ab-
Zur Frage der Einbeitskl»»». lmlag von Oktober bis März von rund 6,4 Pro- schlotz gestern das Kabinett, die in Betracht kom- verflüMia? 'Der^VormnÄ ^6 P fws ja".??* W. «sä' werfung der Flaggenfrage nicht mehr in Frage ist daher nicht ganz abwegig Für den Avttl oll mnäck« mu b»”«lkÜr^cnobfin6un9bei6t fl$ allerdings eine Ang?eichung der Span- soll zunächst mit den Parteiführern verhandelt neu, die vermuten läßt, daß der Kleinbanb-l vcrden, um feftzustellen, ob Aussicht bestehe,, dem! langsam nachgeholt Hai. Von außerordentlicher Regterungsentwurf die nötige Mehrheit zu ver- Bedeutung gerade für die Landwirtschaft ist die schaffen. Der Entwurf soll möglichst noch vor Untermchung der Frage, welche Preisentwick- dem 20. Juni vom Reichstag verabschiedet !,ang dle Agrarerzeugnisse und die In- werden. (Siehe auch Depeschen 2. Seite.) dustriewgren in der genannten Zeitspanne
Jaben, da gerade von landwirt-- Stvon jetzt schwaez-weitz-rot im Ausland? Igastlicher Sette auf die bekannte Preisschere,
Berlin, 8. Juni. (Durch Funkspruch) Wie ^a^ Mißverhältnis zwischen dem Preis-
^Earz^öt-golde^n NustrlcerAignN7st?n der gCichen^Zett bn blagll- die Handelsflagge gehißt werden solle. 133,8 und 124,7 geiallen. Da der Inder «v
«eine Kommunisten als Beamte. dusirie/rzeugn'me ^Mende toTenben}<r München, 8. Juni. Preisschere wenigstens in den Sroß^
Im bayrischen BerfassungsauSschuß wurb<- ^^n»rÄi5^en"ahe dabei, sich zu schließen.
ein Antrag (Rom.) auf Ei stellung des SiS PnÄben^ '» ?et der Beurteilung der ziplinarverfahrenS gegen ^zwei Bür' letzten Monate die Tatsackc,
«Irtnl ».U »Mita!n hl««,LmmL
7^ D. mit dessen Pflichten unvereinbar zu dem auch von Verbrau-VerHH,
eine Anschauung, die bis weit in die demokratischen Streife hinein geteilt wird. Es ist selbst, verständlich auch daS gute Recht 1x8 Reichspräsidenten, seiner Auffassung, die sich mit der der ReichSregierung ja durchaus deckt, in einem Privatschreiben Ausdruck zu verleihen. DaS Bedauerliche liegt nur darin, daß dieses 1 Ä
Privatschreiben des Reichspräsidenten jetzt als Dikibt NVch <Zp0N?kN. politisches Agitationsmittel benutzt! Augenblicklich spielen sie Versteck, wird und daß so die über den Parteien stehende London «
Persönlichkeit Hindenburgs in den Kampf hin- S,8's'S‘'
einaezerrt wird Man erweist hem I «.,*** Genfer Berichterstatter schreibt, es scheine, . ----- —--------.... „ „ „ .
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^rirmerferien Juli) eine dem internationalen Einvernehmen " im £ ÄÄÄ jÄÄeÄr’“tttoni drohende Gefahr finden werde, «er soll auch etne Regelung des Flaggenproblems getroffen werden. Daneben gehen natürlich noch die laufenden Dinge, unter denen sich so wichtige Vorlagen, wie die über die Ar-! > t S z e i t und andere mehr befinden, weiter. Was die Abfindungsfrage anlangt, so gingen gestern im Reichstag die Meinungen über das,! was zu —.....
[feite, bestritten, daß ein nennenswerter Preis- ■•SPu J? ^r bezeichneten Frist eingetreten fei. Anderseits weiß mancher Geschäftsmann aller- lei darüber zu sagen, in welchem Maße er mit ben Preisen hat zurückgehen müssen, um nur einen nennenswerten Absatz zu erzielen. Es sei die Frage des Preisabbaues daher einmal an Hand der für diesen Vergleich durchaus ge- eigneten zahlreichen Indexziffern untersucht, so angreifbar Indexziffern sonst sein mögen, zu Vergleichen dieser Art sind sie mit der hinreichenden Einschränkung durchaus geeignet und erlauben, die Tendenzen herauSzuschälen, die sich ans dem' Gebiet der Preisentwicklung in den letzten Monaten entwickelt haben.
Es sei einmal ausgegangen von der Reichs» mdexzisfer für Lebenshaltung, die int Oktober 19?5 aufJ>er Höhe von 143,5 stand und bis zum April 1926 auf 139,6 zurückgegangen ist. Sie zeigt die Tatsache, daß die Waren, für die man un .Oktober 143,5 Mk. aufwenden mußte, im April dieses Jahres bereits für 139,6 Mk. zu erhalten sind. DaS ist immerhin «in Ab- Ichlag von 2,6 Prozent, obgleich diese Zahlen beeinflußt sind durch die amtlich gesteigerten Mletssatze, für die von einer freien Preis- b'ldung noch nicht gesprochen werden kann. Betrachtet man die ReichSernährungsziffer allein, so ist sie von 150,5 im Oktober 1925 aus 141,6 im April 1926 gesunken, was einem Ab- „,,a , 'Mag von 5,9 Prozent gleichkommt. Legt man
"."E aus Genf soll am zugrunde, baß heute noch etwa die Hälfte ein MiNlsterrat stattfinden, d e s E i n k o m-m e n s der großen Verbraucher» „ „ „ * mässe für Ernährung ausgegeben wird, so be-
Leber öie Äarenscvulden jetzt einig deutet das bet gleichgebliebenen Löhnen einen Paris, 8. Juni. (Eigener Drahtbericht) Die!Zuschlag auf dem Markte der Lebens- französisch-russische Konferenz zur Regelung b2r ^rtra^f“ P^^"l Da der Index
ob der Betrag der zu leistenden Zahlungen be- ausgegeven,tft. stimmt festgesetzt wird, herrscht Uneinigkeit.