Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Mr ftafieler Weueften 97a*rt6tttt erftbetnett wöchentlich fefi&tttal natbnrtttaaS. Der AbonnementSvreti beträgt für den Monat S. Jt bet freier Zustellung <tt8 Haus, in der Geschäftsstelle adzedolt ILO Jt. Durch die Poll monatlich 2. Jl ausschließlich Zullelluagsgebühr. Verlag und Redaktion Gchlachtbofllnatze 99/30. Fernlorecher 951 und 952. Für unverlangt etngefandte Beiträge kann die Re­daktion eine Berautwortung oder Gewähr in keinem Salle übernehmen. Rück» »ahlung des Bezugsgeldes oder Anfvrüche wegen etwaiger nicht orönungsmüßiger Lieferung itt auogeichlosien. Polticheckkouto Sraukturt am Main Nummer 6360.

Hessische Abendzeitung

Anretgenvretset (Kn6änrtf<be GefchäftSoureigen Seile 20 "4. auswärtige GelchästS» aneeigen Zeile 20 A, Familienanreigen Zeile 20 A. Kleine Anzeigen bat Wort 4 A, Reklamen die Zeile 75 A. Offertgeiübr 20 A (bei Zusrwdung bet Offerten 80 4». Rechnungsbeträge find innerhalb 5 tagen zu bejnMetu Kür die Richtig, kett aller durch Kernfvrecher <m(gegebenen Anzeigen, foroie für Aufnabmedaten und Pläve kann nicht garantiert werden, ftür Anzeigen mit besonders schneie» rigem Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachtbvfllratze 29/90. Geschäfts» stelle: Kölnische Stratze 6» gegenüber der Dvobrftrahe. Sernfvrecher 861 und 961.

Stammet 147. Amtliches Organ der Stadt Kassel

Freitag, 25. Juni 1926

Amtliches Organ der Stadt Kassel 16. Jahrgang

Regenkatastwphen und kein Ende.

und

Der erste Dion: Gin Sparkomm ffar

Paris, 24. Juni. (Privattelegramm.) Briand schlug noch gestern abend seinen neuen Mitar-

Äniro, 23. Juni.

©in Blatt meldet, daß C8 bei Mekka zwischen agypttschen Truppen, die den Heiligen Teppich eskortierten, und einer Schar Wahabiten zu einem schweren Zusammenstoß kam. Als die vom Sultan Ibn Saud entsandten Truppen fich be­mühten, die Ordnung wieder hrrzustellen, eröff­neten die Aegypter das Feuer und töteten fünf­undzwanzig Personen aus der Menge. Der Sultan stellte nunmehr persönlich die Ordnung wieder her. Er erklärte, an dem geweihten Teppich dürfe sich niemand vergreisen.

folgt zusammen: neun Radikale, drei Sozial' repnblikaner, drei radikale Linke, vier Linksre

Eoillaux als graniOtftator.

Briand im Schlepptau der Linksparteien.

(Eigener Drahtberich».)

Paris, 24. Juni.

AuS der neuen Ministerliste ergibt fich, daß Justizminister Laval die Leitung der elsaß- lathringischen Angelegenheiten behält. Das Ka­binett hält am Freitag abend seinen ersten Ka­binettsrat ab. Finanzminister Caillaux er­klärte, daß er mehrere Tage Zeit brauche, um einen Finanzplan auszuarbeiten. Die neue Regierung wird fich daher dem Parlament kaum vor Dienstag vorstcllen. Nach Havas be- abfichtigt das Ministerium, auf rascheste Set« abschiedung der FinenLgcsrtze zu drücken, für deren Anwendung es vom Parlament weit-

England wollte Sicherheiten, daß kein türkisch-russisches Bündnis über der Mofsul-Frage entstehen würde. Der Vertrag wegen Mossul bedeutet so viel wie eine Ver­ständigung zwischen London und Angora mit der Spitze gegen Moskau. Die Türken sind kluge Diplomaten, namentlich wo die Verhältnisse Asiens mit hineinspielen. Mit der kommenden Auseinandersetzung zwischen England und Sowjetrußland rechnen sie als mit einer Tatsache. An sich können sie ihre Haltung, ob mit England ober mit Rußland, wählen. Aus die russische Seite treten, würde ihnen vielleicht, im Fall des Sieges, einen großen weltpolitischen Erfolg bringen; mit England gehen ist aber sicherer. Jedenfalls muß eine Verständigung im Hinblick auf Rußland zwischen London und Angora als wahrscheinlich bettachtet werden. Das ist die neue Situation, die über Nacht ge­kommen ist. Es bedarf keines Wortes darüber, daß eine derartige Veränderung auch für Deutschland wichtig genug wäre. Seit einiger Zeit steht die Moskauer Politik im Zei­chen einer merklichen Unsicherheit, so z. B in betreff der großen deutsch - russischen * Kreditgeschäfte. Zwar haben die Russen stets versucht, bei ihren Einkäufen in Europa ei­nen Teil gegen den anderen auszuspielen. Die Art, wie sie es jetzt probieren, übersteigt aber das sonst bei ihnen Gewöhnliche. Der beherr­schende Eindruck ist, daß sie versuchen, überall Lieferungen auf Kredit zu bekommen, bevor der Konflikt mit England, den sie fürchten, aus­bricht. Geschieht das, und Moskau ist so man-

'Jtoch eine Slnlfiuk vom Himmel.

Lüneburg, 24. Juni. (Privattelegramm.) Ein wotkenbruchartiger Regen richtete in Stadt und Umgebung erheblichen Schaden an. Die Kanäle inb an vielen Stellen verstopft, sodaß das Waf­er auf den Chausseen stehen bleibt. Das Wasser i t auch in einigen Wohnungen eingedrungen. Die Heuernte ist vollkommen vernichtet.

(Enteignete Sürftenrenten.

Tie Bolkspartei stimmt dem Linksantrag zu.

(Eigene Drahtmeldung.)

Berlin, 24. Juni.

Rach einer kurzen Geschäftsordnungsdebatte wurde heute im Rechtsausschuß § 8 des Fürsten kompromiffes beraten, der bestimmt; ZivÄlisteu,

Paris, 24. Juni. Das Kabinett ist gestern von Briand wie folgt gebildet worden: Prä­sidium und Außenministerium: Briand, Finanzen: Eaillaux, Justiz: Laval, Inneres: Durand, Krieg: General Guillaumat, Marine: Leygues, Unter­richt: Rogaro, Handel: Chapsal, Kolo­nien: Perrier und vier weitere Minister so­wie fünfzehn Unterstaatssekretäre.

Was wirb er leisten?

Kein rechtes Vertrauen in England.

(Eigene Drahtmeldung.)

London, 24. Juni.

Die Zuversicht in das neue französische Kabinett ist bei den englischen Zeitungen nicht sehr groß. Alles hänge davon ab, ob Caillaux die Möglichkeit finden werde, sich die Stellung wieder zurückzuerobern, die er int Jahre vor seinem Eintritt in die politische Arena hatte. Erst wenn das dopelküpfige Kabinett erfolgreich vor die Kammer getreten sei und die Kon- trolle über das Parlament übernommen habe, könne man seinen Plänen Vertrauen schenken.

publikaner, ein unabhängiger Sozialist, ein Mit­glied der demokratisch-republikanischen Linken ein Richtparlamentarier.

Lieber Rocht.

Die Türken zwischen London und Moskau.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Ueber Nacht ist es zu einer Aenderung in der Welttage gekommen. Man muß sich einen Augenblick besinnen, um das festzustellen. Der englische Schatzminister Churchill hat auf einem Bankett in London erklärt: Rußland möchte, nacfjbent es sich selbst zu Grunde gerich­tet Hai, auch England ruinieren, da es ein Hin­dernis auf dem Wege zur Revolution sei. Die russischen Machthaber würden aber dies Ziel nie erreichen, »denn die parlamentarischen uad demokratischen Einrichtungen Englands waren schon festbegründet, als diese Bande kosmopoli­tischer Verschwörer sich noch in den Tiefen der europäischen und amerikanischen Großstädte der- borgen hielt*. Von einem aktiven englischen Ml» nister und reqierenden Parteiführer sind das kräftige Ausdrücke gegenüber den regierenden Männern eines Staates wie Rußland. Churchill aber ging noch weiter. Er sagte, wenn irgend jemand gemeint ist die englische Groß­industrie Kredite an Rußland geben wolle, so denke das Schatzamt nicht daran, Garantien zu übernehmen, und falls die englische Regierung eines Tages sich genötigt sehen sollte, die Agen­ten der Sowjetregierung (die russische Handels- Vertretung) a u s z u w e i f e n", so werde er keilte Entschädigungsgesuche von denen anneh­men, die etwas auf Kredit nach Rußland ver­kauft hätten.

Diese Worte bedeuten eine schärfe War­nung an die englische Industrie, noch Ge­schäfte mit der Sowjetregierung zu machen. Der Minister setzte den Schlußpunkt unter seine Rede mit den Worten: er hofte noch den Tag zu er» leben, an dm entweder Rußlandeine zivili­sierte Regierung" erhielte, oder aber die freund­schaftlichen Beziehungenzu Leuten beendet würden, die England zu ruinieren der» suchen." Damit machte Churchill eine Anspielung aus die in England größtenteils vertretene An­nahme, der Generalstreik und seine noch andauernde teilweise Fortsetzung, der Koh­le n st r e i k, seien von Moskau hervorgeruf.n und nach Möglichkeit auch finanziert. Man stelle sich vor, daß in Deutschland der Reichsfinanz­minister eine solche Rede gehalten hüte, nicht etwa geflen den Bolschewismus, sondern gegen die regterenden Sowjetgewaltigen persönlich! Die Erklärung für die Schärfe des Tons, den der bedeutendste Mann im englischen Kabinett das ist Churchill gegen die Sowjetregierung angeschlagen hat, liegt in dem englisch-türkischen Abkommen über Mo s s u l, d. h. in den Voraus, setzungen, nach denen es zu verstehen ist. Die Türken haben auf ein Land von nahezu hun- dertausend Quadratkilometer, mit großen Oel- nnd Mineralschätzen, gegen eine Entschädigung von zehn Millionen Mark verzichtet, die noch nicht ein Prozent vom Wert des Mossuler Gebiets ausmacht Natrülich wurden sie dazu mit durch die Furcht bewogen, Italien, das auf der Lauer nach einem risikofreien Mittel- meetkrieg liegt, könne gleichfalls losspringen, so- bald aus dem Streit über Mossul ein wirklicher Konflikt mit England sich erhob. Die Sache hat aber noch einen tieferen Hintergrund.

Dir Mark meilenweit unter Wasser

Berlin, 24. Juni. (Durch Funkspruch.) Aus Wittenberge wird gemeldet: In der Umgegend gehen täglich schwere Wolkenbrüche und Regen- güffe nieder und machen die Folgen der Hoch­wasser-Katastrophe unübersehbar. Tie Steplitz hat das Ufer kilometerweise über» chritten. Gegen tausend Morgen Roggen, Kartoffeln unp Heuernte ist verntchtet. Ein Wanderbursch ertrank in den Fluten.

Ein Linkskabinett als Frankretter

Briand Caillaux entwerfen umfassende Diktaturpläne.

!Dle Geister scheiden sich

Die Fürftenlontpromiffe gehen im Ausschuß durch

Berlin, 24. Juni.

Rach Ablehnung eine« sozialdemokratischen Antrages im Rechtsausschuß wurde 8 2, der tote Zuständigkeit des Gerichts regelt und sagt, daß das Gericht tätig wird aus Antrag eines Lan­des oder eines Mitgliedes eines Fürstenhauses, ebenso ohne Aussprache angenommen wie 8 3, der die Fristen für die Anträge beim Sonder» gericht festsetzt. .

§ 4 besagt:Der Umfang der AuSeinander- setzungsmasse wird durch die Anträge der Par­teien bestimmt. In die AuseinandersetzungS- masse können jedoch Vermögensstücke insoweit nicht einbezogen werden, als sie in einem ande­ren Lande liegen und durch ein« GesamtauS- einandersetzung zwischen diesem anderen Lands und dem Fürstenhaus«, dar dort regiert hat, unter den Parteien aufgeteilt sind." Der so­zialdemokratische Streichungsantrag wurde ab­gelehnt und § 4 wie bte vorherigen angenom­men. § 5 stellt Richtlinien dafür auf,

was als Staatseigentum und wo» Privateigentum

der Fürstenhäuser zu gelten hat. Abg. von Linoeiner-Wildau (Dntl.) beantragt di« Streichung dieser Richtlinien, so daß der § 5 nur lauten würde: .In dem Verfahren auf Ge­samtauseinandersetzung stellt das Reichs-sonder- gericht, soweit darüber unter den Parteien Streit besteht, auf Grund von Reichs- und Lan- desrecht fest, was von den zur Äuseinander- setzungsmasse gehörigen Bermögensstücken Staatseigentum und Privateigenium ist. Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) beantragte eine Er­gänzung dahin, daß als Ausnahme von der Be­griffsbestimmung des Staatseigentums nur der Erwerb auf Grund solcher Gesetze gelten soll, die nach der Staatsumwälzung von 1918 beschlossen worden sind. Reichskanzler Dr. Marx bezeichnete den sozialdemokratischen An­trag als a b so l u t u n a n ne hmb ar. Uebev ein mit Zustimmung einer Volksvertretung ver­fassungsmäßig zustande gekommenes Gesetz könne man unmöglich einfach hinweggehen. Mit dem gleichen Stimmenverhältnis wie bis­her wurden die Aenderungsanträge abgelehnt und § 5 hngenommen. Sehr umstritten wurde der folgende § 6, der u. a. besagt: Ist zwischen dem Lande und dem Fürstenhaus« oder einzel­nen seiner Mitglieder über das Eigentum- oder ein sonstiges Recht an einzelnen Vermögens­stücken eiri rechtskräftiges Urteil er­gangen, so bleibt es maßgebend, auch wenn c8 mit einer Teilauseinandersetzung zusammen­hängt. Das Reichssondergericht kann jedoch auf Antrag einer Partei von einem nach der Staatsumwälzung des Jahres 1918 ergangenen rechtskräftigen Urteil abweichen, wenn es fest­stellt. daß das Urteil auf Grünven beruht, die mit den Vorschriften der §§ 5 und 8 dieses Ge­setzes unhereinOar sind.

Die Abg. Dr. Rosenfeld (Soz.) und Landsberg (Soz.) beantragen eine Aende­rung dahin, daß auch diejenigen rechtskräftigen Urteile aufgehoben werden können, die vor der Revolution von 1918 ergangen sind. Abg. v. Lindeiner-Wildau (Dntl.) be­tonte, nach der Revolutton hätten die sozialde­mokratischen Machthaber ganz bewußt erflärt, daß für die Auseinandersetzung die bisher geltenden ZivilrechtSgrundsätze maßgebend fein sollen. Der Redner beantragte folgende Fassung:Rechtskräftige Urteile, rechts­gültige Schiedssprüche, Verträge, Vergleiche, An­erkenntnisse bleiben maßgebend* Der Antrag der Deutschnationalen wurde abgelehnt, ebenso die sozialdemokratischen Anträge. Paragraph 6 der Regierungsvorlage wurde dann bei Stimm« enthaliung der Deutschnationalen und Sozial­demokraten gegen die Stimmen der Kommuni» ten angenommen, ebenso ohne Aussprache Pa­ragraph 7, der besagt, daß das Reichssond-rge« richt diejenigen Vermögensstücke zu einer Tei- lungsmasse zusammenzufassen hat, bei denen die Rechts- und Eigentumsverhältnisse ohne große Schwierigk-iten festzustellen sind.

Steuern und... Brot.

Reinhold gegen die Schwarzseher.

Eine balle Milliarde rn wenig? ft ei« Defizit, im Gegenteil ... Höhere Zölle ... teures Brat. Der Sdiroebett»erfrag angenommen, die Däne« abgelebt. Heute «nfwertnngskantpf,

Berlin, 24. Juni.

Der Reichstag versuchte gestern zunächst eine bessere Anrechnung der während des WÄtkrie- ges in derFreiwilligen Krankenpflege* abge­leisteten Dienstzeit auf das Besoldung-- und Ruhestandsdienstalter herdeizusühren. Dann begründete Wirtschastsminister Dr. C u r ti u 3 eine Bank-Novelle durch die die Rediskontmög­lichkeit für Schatzwechsel des Reiches wieder ge- ichaffen wird. Abg. H e r g t (Dntl.) warnt«

Kronfideikommißrenten und Krondodationsren- ten und ähnliche Renten füllen entschädigungs­los fort. Dasselbe gilt von den sonstigen Wer­ten des Fürstenhauses, soweit es nicht nach der Feststellung des Sondergerichts Privateigentum des Fürstenhauses ist oder unter die Streit mässe fällt. Der Kopitalwert ist unter Anwendung des Gesetzes über die Ablösung öffentlicher An­leihen in Höhe des Einlösungsbetrages eines Auslösungsrechtes festzusetze«, der für eine Alt­besitzanleihe in dem Betrage des fünstmdzwan- zigfachen Jahresbetrages der Renten zu ge­währen fein würde. Der Kapital wert ist ent­sprechend zu verzinsen und in dreißig Jahres­raten zurückzuzahlen. Das Reichs-Sonderge- richt kann auf Verlangen des Landes die Lei­stung in eine einmalige Kapitalabfindungs- funttne verwandeln. Abg. Dr. Egerling lDntl.) begründete dann einen Antrag der Deutschnationalen: Aus die Aufwertung finden die sonst auch geltenden gesetzlichen Bestimmun­gen einMießltch der Vorschriften des Aufwer­tungsgesetzes vom 8. Juli 1925 Anwendung. - Mit 16 gegen 9 Stimmen, bei drei Stimment- mtttungen der Kommunisten wurde alsdann ein Antrag (Soz.) angenommen, der dem Pa­ragraphen 8 folgende Fassung gibt: Zivillisten, Kronfideikommißrenten, Krondodationsrenten und ähnliche Renten fallen entschädigungs- los fort Von der Deutschen Vokkspartei wird hierzu erklärt, daß sie dieses Opfer bringen wolle um das Zustandekommen des Gesetzes zu ermöglichen. Die Sozialdemokraten haben sich noch weitere Forderungen Vorbehalten.

RoNenblofaöe für England.

Drohende Schritte der Bergarbeiter. (Privat-Telegramm.)

London, 24. Juni.

Der Sekretär des Bergarbeiteroerbandes, Cook, sagte gestern in einer Rede, die Bergar- beiter beabsichtigen, die Dockarbeiter und die Eisenbahner zur schleunigen Einberufung einer Konferenz anszufordern. denn, wenn die Berg- fatte siegen wollen, dann dürfe kein« Kohle mehr nach England befördert werden. Die Regierung könne vielleicht trotzdem gewinnen, aber der Preis würde dan derarttg fein, vaß das sich niemals erholen werde.

Ein heiliges Symbol.

Schlacht u. Staatsaktion um den Aegypterteppich (Durch Funkspruch.)

beitem vor, daß ein Oberkommissar zu Spa "tuaßnahmen ernannt werden soll. . . _ , .. --------, Caillaüx hat diesen Vorschlag unterstützt, aber

gehende Befugnisse verlangen werde. Rach Par- erklärt, daß dieser Oberkommissar vom günanj teten gegliedert setzt sich das neue Kabinett wies Ministerium genehmigt werden müsse.

gelhast gerüstet wie im Augenblick, dann könnte es bald erleben, daß die Dinge schief gehen.

Rohrbach veriübk die Demokraten.

Unser Mitarbeiter Dr. Paul Rohrbach ist aus der demokratischen Bortei ausgetreten, weil er, wie die Partei selbst mitteilt, an der Tätigkeit des Pazifisten Pros. Quid de und an der Haltung der Partei beim Volksentscheid Anstoß nimmt. Rohrbach erklärt: Meine Ueber. zeugung, daß kein politisch gereiftes, von Stim­mungen und Interessen unabhängiges Urteil anders als demokratische Wege für unsere Poli. tik finden könne, wird durch meine Trennung von der Partei in keiner Weise verändert.

Wehr und Dämme reißen.

Reue Regenkatastrophen in Süd und Ost. (Eigener Drahtbericht)

Wien, 24. Juni.

Aus Steher wirb gemeldet, daß infolge eines Wolkenbruchs die Enns plötzlich so anschwoll, daß das große Holzwehr bei Reichaming zerstört wurde und gewaltige Holzmengen von den Fluten mitgeriffen wurden. Sämtliche Enns- gemeinden schützen Gebäude und Brücken vor d«r Gefahr. Auch Militär, Gendarmerie usw. wurden herangezogen.

Dresden, 24. Juni. (Privattelegramm.) In der vergangenen Nacht hat das Hochwasser der Elbe bei Magdeburg die Dämme durchbrochen. Ueber achthundert Morgen Acker find überflutet. Die Ernte gilt als verloren. Unterhalb Magde­burg find weitere Gebiete überflutet worben.