Kasseler Neueste Nachrichten
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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
Nummer 37. Amtliche« Organ der Stadl Kassel.
Sonntag. 13. Februar 1927. Amtliches Organ der Stadt Kassel. 17. Jahrgang
Lleberall flackern die Lohnkämpfe auf.
ie Keudellasfäre ausgeränmt. — Und Wirth? Reichstagsecho zum Fall Keudell
Tie Keudellasfäre ausgeränmt.
den wir nach Ablauf des
ittumä
F. R.
Kabinett Marx wieder fest im Sattel / Das Misstrauen ist gesät... Blutiger Fasching...in der Politik / Wird die Rot China einigen? Hungersnot als Folge de- Bürgerkrieg- / Sultan-Alarm in der Türkei.
6S geht zum Frühjahr,
Ueberaü rege« sich Lohnlrisen.
(Eigene Trahtmeldung.)
Varis feiert den „Nosenkavolier".
' Paris, 12. Februar. Der Erstaufführung des „Rofenkavaliers" von Richard Strauß bereitete das Premier»»vublikum eine Aufnahme, die
Sn der Ministervilla.
Wo man ein großes Haus" macht.
Englands Zollvogt nur...beurlaubt.
London, 12. Februar. (Eigener Drahtbericht.) Ein Blatt berichtet aus Peking, die Entlassung des englischen Zolldirektors in China, Francis Aglens, ist zurückgenommen worden. Sie wurde in einen einjährigen Urlaub umgeändert.
Don hinten herum.
Frankreich stellt sich der Abrüstungskonferenz.
(Eigene Drahtmeldung.)
» Paris, 12. Februar.
Rach Prüfung des amerikanischen Abrüstungs- Memorandums durch den Ministerrat und die Bölkerbundsvertreter dürste Frankreich wahrscheinlich gegen den amerikanischen Borschlag keine Einwendungen erheben, jedoch darauf bestehen, daß der B ö k k e r b u n d mit dem Abrüstungsproblem weiter befaßt bleibe. Andererseits sei anzunehmen, daß die Beteiligung Sowjetrutzlands an der vorgeschlagenen Konferenz nicht alS Bedingung gestellt werden würde. — (Frankreich wird sich hüten, das Abrü stungsmanifeft vor aller Welt zu boykottieren, aber alles versuchen, Coolidgcs Abrüstungsoffeu- sive durch dunkle Bölkerünudmanöver rechtzeitig lahmzulegen. Die Red.)
Ein einiges Groß-Ehina?
Wenn Kanton den Kommunismus abschafft.
(Eigener Trahtbertcht.)
London, 12. Februar.
Rach einer Meldung auS Schanghai erklärte der Staatschef Tschangtsolins in einer Unterredung, daß es nicht unmöglich sein würde, zu einem Kompromiß zwischen der Nordarmee u. der Südarmee zu gelängen, wenn in Kanton der Kommunismus unterdrückt würde.
London, 12. Februar. (Eigene Drahtmeldung.) Aus Peking wird gemeldet: Der Bormarsch der Truppen TschangtsolinS nach dem Süden zur Entsetzung von H a nk a u ist zum Stillstand gekommen, weil Mmckchall Wu-Pei-Fu den Truppen nicht den Durchzug gestatten will.
sich zu einer starken Kundgebung für da§ Orchester und die Darsteller, in erster Linie aber für den K o m p o n i st e n gestaltete. Das Pre- mierenpubliknm hat damit bewiesen, daß cs sich bei seiner Beurteilung fern gehalten hat von politischen Erwägungen, was mehreren Kritikern maßgebender Pariser Blätter leider nicht gelang.
hoffnungslos verödete Arbeitsmartt, die allenthalben aufglimmenden Lohnkämpse und... nachbarliche Wirtschaftskonflikte erfordern die intensivste Aufmerksamkeit der Vo«sväter. Sollen wir uns nach den brutalen Deutschenschikanen, bem noch immer verweigerten Niederlassungsrecht in Polen, in einen neuen Zoll- u. Handelskrieg mit dem dummstolz«! und böswilli- gen Nachbarn entlassen, der ja auch unser Han- VelSkonto aufs schwerste belasten müßte? Wer-
Das Keudell-Jntermezzo ist vorüber. Mit dem Einsatz seiner ganzen, starken Persönlichkeit bat .Altreichskanzler' Marx den von dem Advokaten Landsberg geschickt vorgetrage- ncn Maffenangriff der Linken gegen den vom Kapputfch her belasteten Innenminister aufgefangen, pariert und zum Stehen gebracht. Uni wenn die Keudellasfäre und -krise nun mit einem entschiedenen Doppelsteg großer Reichslagsmehrheiten vorläufig abgeschloffen und parlamentarisch erledigt ist, so hat allein die kluge Besonnenheit und rücksichtslose Offenheit des Staatsmannes und Juristen Marx den mir bedenflicher Schlagseite hart vor dem Winde liegenden Staatskutter vor dem Umschlagen bewahrt. Dreierlei Ansteckungsherde waren aus- zuränmen: Einmal sollte der republikanische Landrat durch Verordnungen usw. dem Kapp- putfch Vorschub geleistet und gegen seine Beam- tenpflichten verstoßen haben. Aber die von Marr selbst durchgestöberten Slkten bezeugen auch zugleich, daß Keudell nur, wie auch andere AmtS- kollegen, den Befehlserlassen des Ausnahmezustandes nachkam, seine Gendarmen an der Zäckerickcr Brücke nur gegen ein llebergreifen der Unruhen von Eberswalde aufbaute, und von dem Einsatz eines Panzerzuges selbst erst später erfuhr. Auch hat er den Küstriner Putsch des Majors Buchrucker stets aufs schärfste verurteilt und dem Oberst Gudovius persönlich für die Bewahrung vor bösem Unheil gedankt. Den damals noch nicht verbotenen rechtsradikalen „Olympiabund- hat er zwar auf seinem Gute beherbergt, aber ebenso auch Ruhrkinder, jüdische Pfadfinder und unpolitische Vereine. Und niemals seien militärische oder Schießübungen bei ihm abgehalten worden. Hier wird der Kanzler gegen die ungläubige Linke sogar sehr deutlich.
Berlin, 12. Februar.
Der Beginn der Lohnkämpfr wird aus dem ganzen Reiche gemeldet. Im Ruhrrevier sind gestern die Verhandlungen gescheitert. Der Arbeitgeberverband will den Schlichter anrufen. In Baden ist in der Textilindustrie der Schiedsspruch des Arbritsministeriums verhängt und angenommen. Die Lohnerhöhungen erreichen bis zu zwölf Prozent.
. Dresden, 12. Februar. (Privattelegramm.) Die vom Jndustriellen-Verband angeordnete Aussperrung der 25 000 Metallarbeiter ist durchgeführt. Das Sächsische Arbeitsministerium har nunmehr in den Konflikt eingegriffen.
Berlin, 12. Februar.
Bon den Blättern der Regierungsparteien wird auf die große Mehrheit hingewiesen, dir gestern im Reichstag ihr Bertranen für den Reichsminister des Innern vonKeudell bekundet hat. Ein Blatt unterstreicht, daß Dr. Wirth sich trotz der bündigen Erklärung des Reichskanzlers und Parteiführers auch gestern mit aller Schroffheit gegen die eigene Partei gestellt habe. Ein Blatt hält die Koalition jetzt für innerlich gefestigter als junt Beginn ihrer Regierungstätigkeit. Ein Zentrums- blatt schreibt, eine peinliche Affäre ist damit zu Ende gegangen, nicht ohne gewisse Peinlichkeiten hinterlaffen zu haben. Das wachgerufene Mißtrauen dürfte kaum durch die gestrige Abstimmung beseitigt sein. Ein Demokratenblatt äußert sich: Was die Reichsregierung gestern an Vertrauen gewonnen hat, wird aber gewiß keines ihre Mitglieder behaupten können. Ein Linksblatt spricht von einer schweren moralischen Niederlage des Kanzlers trotz der erhaltenen Mehrheit.
widerhaarigen Minister schlucken, wie es neuerdings wiederholt und erst gestern aufs neue die harten Wirthbiffen schlucken, kauen und verdauen muß, die dieser ungehorsame Kirchensohn mit seinen „Nein's" in die Partei- und Reichs- tagssuppe brockt. Der ttotzige Frondeur will für alle Konsequenzen seines Disziplinbruchs auch diesmal einstehen, und so zeigt das Barometer im Zentrumslager wiedermal Sturm, und die Bannbulle gegen den Abtrünnigen winkt in der Ferne. Aber es wird auch diesmal wieder mit Waffer gekocht imd die traditionelle Mäßigung und Absolution gewahrt bleiben Denn einen Mann Von dem Temperament, Geistesvermögen und . . Anbang Wirth'S wird die Partei jetzt am allerwenigsten verlieren wollen, wo ihr viele Getreue wegen der Rechtsehe schmollen, und so wird sie denn zur Keudellast auch das neue und nicht ganz leichte Wirth- Päckchen tragen müssen.
Der über den Parteien stehende Chronist und Zeichendeuter aber hat auch heute wieder keinen sehnlicheren Wunsch, als daß nun endlich Regierung und Reichstag sich ernsteren und sachlicheren Dingen zuwenden und ihre Kräfte nach diesen Partei-Händeln als Samariter am Volks- und Vaterlandswohl erproben möchten. Richt nur daß Arbeitszeit-, Schul-, Wahl- und ein Dutzend anderer Resormgesetzc in den Akten anstehn, auch der immer noch
mit Frankreich am 21. d. M. zu einem neuen Notbehelf kommen (die welschen Weinbauern wollen jetzt auch ihre niedrigen Weinzölle in den Vertrag hineinschmuggeln, abgelehnt hat) oder soll b_. --------- „ —
verkehr (80 Prozent sind es jetzt schon) dem vertrag-losen Zustand verfallen, was _____ _
auch die angehahnte Rämnungsaktion aufs besser... wenn Jhr's könnt.
Beharrlichkeit hilft.
Berlin schlägt das Räun.ungsthema an.
(Eigene Drahrmeldung.»
Berlin, 12. Februar.
Die Morgenblätter melden aus London, daß die Londoner Abendblätter dem gestrigen Besuch des deutschen Botschafters bei Chamberlain er- höhtt Bedeutung beilegen. Die Preffe schreibt: Um die Räumungsfrage kommen die Rheinmächte nicht mehr herum. Das ist der nächste Schritt zur Vertiefung des Frieden«.
Auch 2avan schließt sich nicht aus.
Rewyork, 12. Februar. (Durch Funkspruch.) Ein Blatt meldet au« Tokio, daß die japanische Regierung demnächst auf die Abrüstungs-Bor- fchläge des Präsidenten Coolidges zustimmend antworten werde. Die Meinungen der Preffe sind geteilt. Ein Blatt erflärt: Japan könne ebensogut feine gesamte Flotte aufgeben und sich dem Willen Englands und den Bereinigten Staaten willenlos unterwerfen.
Entscheidend ins Gewicht fällt jedoch, daß der preußische Staat die von Keudell selbst beantragte Untersuchung gegen ihn niemals eingelei- tet hat, sondern ihn vielmehr im Staatsdienst wieder verwenden wollte, was nut durch Keudells eigenen Verzicht nicht zur Ausführung kam. Damit entfallen natürlich auch alle Bedenken gegen Keudells Eignung als Innenminister, sodaß seine Widersacher wohl stärkere Giftkräntlein für den von Kanzler, Kabinett und Reichstag gedeckten, verhaßten Haus- vogt im Innern werden pflücken müssen. Dem Zentrum jedenfalls konnte man nicht gut zumu- ten, daß es sein eben erst unter schwersten Wehen zur Welt gebrachtes Regierungsknäblein irgendwo im Schilf aussetzen solle, nachdem es die Herren Kollegen von rechts schon mit Graefe und den Manifesten einigemale durchs kaudini- sche Joch geschickt hatte. So mußte es denn wohl oder übel, wenn auch etwas krampfhaft, den
Wo die Kinder verhungern.
Bürgerkriegsfurien in Nicaragua. (Eigene Drahtmeldung.) .
Washington, 12. Februar.
Zwei Amerikakreuzer in den nicaraguanischen Gewässern wurden angewiesen, ihren gesamten verfügbaren Vorrat an Büchsenmilch nach der von den Kämpfen schwer mitgenommenen Stadt Chinandega zu senden, wo dir Einwohner sich in großem Elend befinden und die K i n d e r des Hungertodes sterben. Tas ärztliche Schiffs- ersonal hat sich bereits dorthin begeben. Während der Kämpfe wurde« neun Häuserblocks der Stadt zerstört. Die Zahl der auf beiden Seite« während des Kampfes Getöteten wird auf 300, die der Verwundete« auf 500 geschätzt.
Gleich eine zweite Anleihe hinterher?
Frankfurt, 12. Februar. (Funktelegramm.) An der Börse zirkulieren wieder Gerüchte von der Begebung einer zweiten Anleihe des Reiches aus Grund der Konferenzen des neuen Rcichsfinanzministers mit dem Reichsbankprä- sidenten Schacht. Diese Gerüchte sollen die rück- wärtsgehende Börsentendenz verursachen.
Retchswehrminister Geßler nur sehr wenig Geselligkeit gegeben, da feine Gattin, die leidend ist, nicht in Berlin, fondern aus seinem Landsitz in Lindenberg im Allgäu lebt. Bei dem seit 1920 amtierenden Reichsarbeiisminister Brauns, ein katholischer Priester, finden nur parlamentarische Herrenabende statt. Auch die anderen Reichsminister, die seit 1919 kamen und gingen, haben sich gesellschaftlich sehr zurückgehalten. Eine Ausnahme machte nur der Ernährungsminister Graf Kani« .Gerti Kanitz* wie er in der Berliner Gesellschaft genannt wird, war das
eleganteste und weltmännischste aller Kabinettsmitglieder. Keine Theaterpro» miete, kein großes Fest, bei dem nicht Graf Sanitz erschien und immer liebenswürdig und charmant den Mittelpunkt bildete. Seine Ge- mahlin ist eine Tochter des verstorbenen Grafe« Ttele-Wincklct, der einer der größten deutschen Land- und Bergwerksbesitzet wat. Yon Ben neuen Reichsministern ist wohl der Reichsjustiz
schwerste beeinträchtigen könnte? Man sieht, wie sehr der steche Volks- und Wirtschaftskörper der heilenden Hand des Arztes harrt. Pfuscht _____ _ ihnen nun einmal eine Wette nicht ins Hand- t, was Berlin strikte iverk, bis sie ihre Kunst gezeigt und erwiesen der gesamte Handels- haben und fallt ihnen erst in den Arm, wenn die Diagnose falsch und die Kur gefährlich ist! Und dann... reitet Euer eigenes Steckenpferd
ein ... Primenenkel. — Gehler leit zurückgezogen. — Herrenabende bei Branns. — Der nn= widerstcbliche „Derti". — Im geselligen Hause
Hersts.
Nach dem Reichskanzler hat Wohl der Außenminister die meisten gesellschaftlichen Verpflichtungen. Allein der Verkehr mit und in dem großen diplomatischen Korps in Berlin stellt vobe Anforderungen. Von den acht Außenministern des Nachnovembers haben zweifellos Stresemann und feine liebenswürdige, elegante Gattin die meiste Geselligkeit gegeben. Beide haben in ihrer Dienstvilla, deren großer Garten bis zum Auswärtigen Amt in der Wilhelmsttaße geht, die vier letzten Saisons eine große Reihe von Diners, Routs und Bierabenden gegeben. Dazu kommt der im Winter jeden Montag von Frau Stresemann abgehaltene Nachmittagsempsang, bei dem Vorstellungen der jüna->ren Mitglieder des diplomatischen Korps stattfinden. Aber auch die zahlreichen Beamten des Auswärtigen Amts und ihre Frauen werden häufig zwecks diplomatischer Anknüpfungspunkte in die „Amts- Villa^ geladen. Dem Reichsinnenminister liegt es ob, den Zusammenhang mit den Regierungen der Länder nicht nur dienstlich, sondern auch gesellschaftlich zu Pflegen. Man hat ihm daher auch eine große Dienstwohnung überlassen, deren schöner, zwischen den Dienstgärten des Außenministers und des Reichspräsidenten liegender Garten ebenfalls bis zur Friedrich Ebertstraße geht. Von den Reichsinnenministern hat das größte Haus Dr. Köster, der jetzige Gesandte in Riga, gemacht, der mit seiner blonden jungen Frau, einer begabten Landschaftsmalerin, während seiner Amtszeit viel empfing. Auch sein ■ Nachfolger, Herr Geier, gab viel Geselligkeit, unterstützt von seiner klugen Gattin, die selbst politisch begabt und interessiert durch ihre
Damentees mit politischen Vorträgen schnell bekannt wurde. Von de» späteren Reichsinnenminisiern lebten die Herren Jarres und Schiele ziemlich zurückgezogen, dagegen sind Herr und Frau Külz gesellschaftlich mehr in den Vordergrund getreten. Ihrem Beispiel werden zweifellos der neue erst dreiundvierzigjährige Minister von Keudell und seine Gattin folgen. Stammt er doch aus einem sehr geselligen und musikliebenden Hause. Nicht nur sein verstorbener Vater, der ehemalige Botschafter in Rom war ein begabter Pianist, auch seine Mutter, die aus seinem Gute Hohenlübbichow im Kreise Königsberg in der Neumark lebt, spielt vollendet Klavier. Sie hat wohl im Palazzo Caffarelli in Rom, wie auch später in ihrem Berliner Salon mit den ersten Künstlern Europas musiziert, vor allem mit Rubinstein und Josef Joachim. Ihre Mutter, die Sängerin Natalie Eschborn war in den fünfziger Jahren unter dem Künstlernamen Frasstni eine der bekanntesten Sängerinnen des Kontinents. 1860 verließ sie die Bühne und wurde unter dem Titel „Frau von Grünhoft morganatische Gemahlin deS Herzogs Ernst von Wü r t t e m b e r g, der aber schon 1868 starb. Der neue Reichsinnenminister ist also
Enkel eines Prinzen
aus dem württembergischen Königshause. Der dienstlich am meisten angestrengte Finanz- minister hat keine mehr als dir notwendige Geselligkeit gegeben. Unter den Reichsjustizministern ist wohl Schiffer gesellschaftlich am meisten hetvorgetteten, dem seine unverheiratete Tochter als gewandte Ministerin zur Seite stand. Dagegen hat der dienstälteste
Sn Berlin ist es sicherer.
Berlin, 12. Februar. (Privattelegramm.) Millionen einlagen der Sowjetregierung haben seit Tagen Berliner Banken aufzuivetsen. Wie wir erfahren, hat der Abzug von 500 Millionen Einlagen bei Londoner Banken aus Moskau bereits begonnen.