Kasseler Nmste Nach ruh tea
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
#n»et8tngrtife: (Sinbeimiftbe ®eftbäft8antetgen Seile w» 4, auSwantge «ekchSstS. an teigen Zeile 30 A, ftamilieiwnz. Seite 20 «L Kl. An,. auS Kastel b. Wort 4^. audw. kl. An,. Zelle 15 A. Reklamen Zelle 75 A. Cffertgtbü&r 20 A (bei Zus. t>er Offerten 50 A. Rechnungsbeträge innerb. 5 tagen zahlbar. Für d. Richtig.
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Rumwer 65. Amtliches Organ der Stadt Kassel. Freitag, 18. März 1927. Amtliches Organ der Stadt Kastel. 17. Jahrgang
Amerika streicht keine Kriegsschulden.
Handeln statt reden!
Was kommt nach Gens?
Von
Staatssekretär Frhr. v. Rheinbaben, M. d. R.
Rach .Lösung« -er Saarsrage in Gens wird auch heute schon wieder aus der Auslandsseite .Erfolg« auf der deutschen dagegen .Mißerfolg« aeschrieen. Jeder Deutsche, gleichgültig welcher Partei er angehört, sollte jedoch in der Kette solcher und Ähnlicher Vorgänge hauptsächlich die brennen de Scham und das bittere Gefühl der eigenen Macht» und Rechtlosigkeit kühlen, die daraus entspringenden politischen Machtentscheidungen der anderen rückhaltlos als das betrachten, was sie w i rk l i ch sind und im übrigen seine Schlüffe für die Zukunft daraus ziehen. Lächerlich ist ganz allgemein Mterhaupt nach einer solchen Aktion das Geschrei nach .Schuld' und irgendwelchen .Schul- Ligen«! Jeder Vorurteilslose wird zugeben, haß Stresemanns Politik die richtige war. Und derjenige, der die zweifellos aeaenüber Locarno und Thoiry eingetretene allgemeine Verschlechterung btt deutschen Derhandlungs- möalichkeiten aus den Eintritt der Deutschnatio- nalen in die Regierung schiebt, der hat von dem, waS man .große Politik« zu nennen pflegt, wenig Ahnung. Solche Absichten erschweren die Fortführung der Verständigungspolitik und überhaupt die AusMrkungm von Locarno aufs Aeußerste.
Betrachten wir zunächst den Völkerbund selbst. Fast ungeschwächt und unverändert führen in ihm Frankreich und England noch das große Wort, Italien hält sich vorsichtig zurück und dir Kleineren haben noch wie vor nichts zu sagen, bezw. hüten sich, eS zu tun. Nichts ist für die diesmalige Verhandlung der Saarsrage typischer, als dl« kategorisch« Weigerung BriandS, bie Erörterung mit Deutschland auf dem Boden der Rechtsgrundlage del Versailler Vertrages stattsinden zu lassen. Es standen eben Frankreichs politische und militärische Jntrreffen dahinter und diese, nicht daS Recht, gaben den Ausschlag. Frankreich will Ietzt nicht räumen, weder die Saar, noch en Rhein — eS sei denn in langwierigem Kuhhandel, bei dem »S alle möglichen Gegenforderungen an Deutschland und indirekt an seine finanziellen Gläubiger zu stellen beabsichtigt. Daneben überschattet der zunehmende englisch »russische Gegensatz tn Wahrheit alle öffentlichen und vertraulichen Verhandlungen und Gespräche der letzten Ratssitzung. Englands zäh verfolgteS Ziel ist im Zusammenhang mit den Ereignissen in China trotz aller offiziellen Dementis der europäische Block gegen Moskau und die Zurückdämmuna und Schwächung de« sowjetrusstschen Einflusses von Europa, vielleicht auch von Amerika her. Wie eS einst hieß: »Gegen die deutsche Autokratie und gegen die deutsche Flotte«, so heißt es heutet .Gegen den Bolschewismus!« Hätte England heute noch weltpolitisch den Rücken ebenso frei, alS in den letzten Jahren, dann könnten wir vielleicht eine schnellere und energischere Unterstützung deutscher RechtSfor- derungen am Rhein und an der Saar erwarten. ES ist anders gekommen und es heißt nun für Deutschland, sich nicht irgendwelchen Klagen über btt böse Welt draußen und noch viel weniger dem heimischen Parteige- schwätz zu überlassen, sondern auch diese neue Lage wieder zu ebenso zäher Weiterverfolgung unserer Ziele auSzunutzen, wie England selbst «S tut Dazu müssen wir wissen, worauf dir jetzige internationale Lag« sonst noch beruht.
AlS noch im Herbst vorigen Jahres in den Tagen von Genf und Thoiry die französische Sinanzlag« eine solch« war, daß dem klugen rtand die Möglichkeit einer Stützung bet französischen Währung und überhaupt eine finanziell« Hilfeleistung durch Deutschlanb im Rahmen einer entsprechenden Anpassung bei Dawesplanel gegeben schien, lag in der Tat ein großer und gesunder Gedanke in solchen Plänen. Seitdem hat die Energie und daS Geschick des Herrn Poincark auf innerpolitisc^m Gebiet den Franken st a b il l s i e r t und boll Vertrauen einer ganzen großen Mehrheit bei französischen Volkes wünlcbi diesen Mann und eine nationalistischen Mitarbeiter noch länger wiederum an seinem Platze zu sehen. Und wenn wir auf die Entwicklung Polens im vergangenen Jahre blicken, bann sehn wir auch dort nach dem Staatsstreich Pilsudskis. daß in Wahrheit eine starke und innere Konsolidierung bei Staates stattgefunden hat. Welver der englische Bergarbeirerstrelk in der bekannten Weise noch zu Hilfe gekommen ist. Mct anderen Worten: Die Lage in den für die nächste Entwicklung Deutschlands wichtigsten Ländern hat sich ganz augenscheinklch so ver-
ä.tdert, daß btefe tn ungleich stärkerer nationaler Geschlossenheit all Deutschland einstwe.- len glauben verweigern zu können, was sic im gegenseitigen Interesse zu gewähren vor einigen Monaten zur Hälfte bereit schienen.
Mich dünkt, daß eine solche unwiderlegbare tatsächliche Feststellung außenpolitischen Geschehens um uns herum ein gut Teil deS aufgeregten Getues und manche Kritik an bet Haltung der amtlichen Amßenpolitik in Gens mit einem Schlage aus das richtige Maß zurückführt und als das bezeichnet, was es ist! Parteigered« oder persönliche Wich-
Wirb der Mein doch frei?
BriandS Verspreche« an Etresemann / Erst Herabsetzung später Räumung Wenn Frankreich umgestimmt ist / Grzesinski warnt, die Polizei , Bor der Räumung Schanghais ? / Mahnworts an Kanton < Deutschenleid in Kanton.
London, 17. März.
Ein diplomatischer Korrespondent bestätigt auf Grund seiner Informationen, daß Autzen- minister Stresemann von Briand in Genf die Zusage für eine baldige weitere Herabsetzung der Truppenzahl am Rhein erhalten habe. Des Ferneren habe Briand zuge- fichert, daß Deutschland bald tn der Lage sein werde, einen begründeten Antrag zur vollständigen Räumung des Rheinlandes einzubringen, damit auch die französische Ssfent liehe Meinung sich auf diesen Fall vorbereite.
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Stresemann legt Rechenschaft ab.
Berln, 17 März. (Eigener Drahtbericht.) Im Auswärtigen ReickMagsausschuß, in dem über die allgemeine politische Lage und insbesondere die Genfer Verhandlungen beraten wird, leitete heute vormittag Außenminister Dr. Stresemann die Verhandlungen mit Ausführungen über Genf usio. ein.
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Lüstt Polen wieder mit sich reden?
Berlin, 17. März. (Futtktelegramm.) Laut Pressenotiz hat Außenminister Dr. Stresemann gestern Besprechungen mit dem russischen Botschafter, dem Botschafter Italiens und dem polnischen Gesandten gehabt, welch letzteren eine besondere Bedeutung beigemessen wird.
Die Otcgierungsfront noch stärker.
Berlin, 17. März. (Durch Fuirkspruch.) Infolge der Auflösung der völkischen Reichstagsfraktion verfugen in mehreren Reichsausschüffen, in denen bisher das Verhält- niS der Regierungsparteien zur Opposition 14: 14 betrug, nunmehr die Regierungsparteien über 15 und die Opposition über 13 Stimmen.
Grzesinski wird energisch.
Die BeaMtenagitation untergräbt die Disziplin. Funkdienst.
Berlin, 17. März.
Der Minister deS Innern hat dem Verband Preußischer Polizeibeamten (Schrader- verband) folgende Verfügung zugehen lassen: Die Vertretung berechtigter Interessen der Beamtenschaft darf nicht dazu führen, daß Ansehen, Disziplin und jedes Vertrauens- Verhältnis zwischen der Beamtenschaft und ihrem vorgesetzten Minister ernstlich erschüttert wird. Sollten für die Agitation gegen den Entwurf des vom Gtaatsministerium beschlossenen Polizeibeamtengesetzes Nicht Formen gesunden werden, die völlig sachlich sind, so wird mich die Rücksicht auf die gesamte Polizeibeamtenschaft dazu zwingen müssen, die Zu- sam men arbeit mit den betreffenden Persönlichkeiten und Verbänden so lange einzu- stellen, bis di« Gewähr für ein anderes Verhalten gegeben ist.
Schanghai verloren?
Die Reirdtruppen treffen RäumungSanstalien.
(Eigener Sonderbertchi.)
London, 17. März.
Die Blätter melden aus Schanghai, daß chinesische Soldaten ungefähr fünfzig Flutz- boote, Dschunken und Pontons beschlagnahmt haben, die nach Wusung, vierzehn Meilen nördlich Schanghai, beordert worden find. Man nehme an, daß dies eine vorbereitende Maßnahme zur Räumung von Schanghai
fei. Amerikanische Marinesoldaten nahmen zwei beschlagnahmte Amerika-Dampfer zurück.
Deutsche gegen Küntonesen.
Wird unser Landsmann Liese freigelassen? (Eigene Drahtmeldung.)
London, 17. März.
Die deutsche Gemeinde in Kanton beriet gestern über die Festnahme des Deutschen Liese durch die Kantonesen. Das Ergebnis der Zusammenkunft wird geheim gehalten. ES verlautet jedoch, daß die kantonesische Regierung bereit fei, das Ehrenwort Lieses anzunehmen und ihn freizulafsen, wenn er verfpricht, seinen Kontrakt zu erfüllen.
Tschitscherin in Vari« erwartet.
Paris, 17. März. (Eigene Drahtmeldung.) Den Blättern zufolge ist eine Reise Tschitscherins nach dem Süden Frankreichs beschlossene Sache. Er werde bet seinem Aufenthalt in Paris auch eine Unterredung mit Außenminister Briand haben.
Absage an Varis.
Amerika gegen neue Schuldenverträge.
(Eigene Drahtmeldung.)
Washington, 17. März.
Gegenüber den UniverfitätSkundgebungen vertritt Schatzsekretär M e l l o n In einem Bries an den Rektor der Pri»f»tgn-UniversitSt den Standpunkt, daß eine Wiederaufnahme der Schulden-Berhandlungen «inen Schritt rückwärts bedeuten würde und voraussichtlich eher Streit und Verwirrung Hervorrufen würde, al« zur wirtschaftlichen Stabilität und zur Besserung des Wohlstände« der Schuldner- staaten Amerika« beitragen würde.
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Geliehen ist nicht geschenkt.
Warum Amerika fein Geld zurückfordert.
Washington, 17. März.
Die Anullierung der Schulden, so heißt es in dem obigen Brief Mellons, würde «i ch t von felbst der Unbeliebtheit ein Ende machen, die den Vereinigten Staaten gegenüber in Europa besteht. Mellon betont, die fremden Ländern geleisteten Borfchüsse feien unstreitig Darlehen und nicht Beiträge für die Alliierten. Während die Alliierten ihre Lieferungen tn Amerika aus Kredit kauften, hätten, hätten die Bereinigten Staaten ihre Lieferungen von Frankreich und dem britischen Reich „für Hunderte Millionen" bar bezahlt. Am Schluß seines Briefes wendet sich Mellon gegen die Behauptungen, daß die Schuldenbedingungen befreundeten Ländern auf zwei Generationen eine ungeheure Steuerlast aus- erlege. Die zu zahlenden Summen würden durch die Zahlungen, die die Mächte von Deutschland eintreiben, mehr als gedeckt werden. Ein Londoner Regierungsbüro 6e- merkt zu dieser Erftärung: Man ist im britischen Schatzamt der Ansicht, daß damit die Frage der Haltung der amerikan,scheu Regierung bezüglich eine« Abweichens von ihrer Schuldens«»- dierungspolitik endgültig erledigt ist.
JtöntglidDe (Mitt in Berlin.
_ «ttlin, 17. März. (Durch Fnnkspnich.) Das dämsche KonigSpaar traf heute vormittag von Paris kommend hier ein und wurde auf dem Bahnhof von der dänischen Gesandtschaft und ixmseiten der deutschen Regierung vom Gesandten Köster empfangen.
t»g tuet eil Zum Kletnmütigwerden ist natürlich ebenso wenig Anlaß. Jede neue Situation und jede Wandlung der Dinge birgt neue Möglichteit en in sich und ^eigt auch neue Wege. Voraussetzung, solche zu finden, ist allerdings nicht nur die notwendige Einsicht in den wirklichen Zusammenhang der Tatsachen und Entwicklungen, sondern eine stetige Führung der StaatSgeschäfte, die eS versteht, sick das Vertrauen dafür zu erhalten, daß ihr G e- neralkur« der richtige ist. Und darüber werden die bevorstehenLen ReichrlagZdebattcn bald Aufklärung zu bringen haben!
WounferBrotwächst.
Schiele als Schützer der Landwirtschaft.
Der Battet «ab uns alle ereifbtee. — Ban ZckmAu erbttttft — Für starken Zolls«»«. Wirtschaft nnb Arbeiter aebören urfanrmen.
Gegner tutb Freunde von rechts und links.
Berlin, 17. März. ’
Beim Landwirlschaftletat legte Reichsernäh- rungSministcr Dr. S ch i e I e gestern im Reichs- tag dar, daß die Versorgungslage keinen Anlaß zur Besorgnis gebe, insbesondere besteht auch zu einer pessimistischen Auffassung wegen der Versorgung mit Brotgetreide, vor allem Roggen, keine Veranlassung. Umso größer sind aber die Sorgen für die künftige Entwick« lung unserer Volksernährung, denn die Existenz unserer elf Millionen städtische« Haushaltungen beruht immer noch zu etwa einem Drittel auf der Einfuhr ausländischer Nahrungsmittel, die in den beiden letzten Jahren rund vier Milliarden Mark betragen hat. Vorausschauenbs Politik muß deshalb Vorsorge treffen und die äußerste Stärkung imferer landwirtschaftliche» Produktion erstreben, da e« undenkbar ist, daß die deutsche Volkswirtschaft auf die Dauer die Lasten der Reparationen, der Verzinsung, der AuslandSkredtte, der ErwerbSlosenfUrsorge uns der Nahrungsmitteleinsuhr nebeneinander nagen kann. Innerhalb der letzten drei Jahre wurde der Landwirtschaft eine Schuld oul-l gebürdet, die in Kavital
mehr als die Hälfte der gesamten Vorkriegsverschuldung
erreicht, und deren Zinsenlast der VorkriegSver- schuldung etwa gleich kommt, sie in einzelne» Landesteilen sogar übersteigt. Der Minister forderte für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse einen stärkeren Schutzzoll und kündigte eine entfprechende Vorlage für den Rübenbau und die Zuckerindustrte an. Zugleich feien Regierung und Länder bereit, für das Melio- rationSwerk einen Betrag zur Verfügung zu stellen, der die Aufnahme erheblicher Kapitalien auf dem freien Markt gewährleistet.
ES gibt keinen Gegensatz zwischen , Wirtschaft und Arbeiterschaft.
Die richtige Produktion-Politik ist zugleich auch die wirkfamste Lohnpolitik. Wir brauchen ein soziales Agrarprogramm, das neue Aufstiegsmöglichkeiten zu Selbständigkeit und Eigentum erschließt. Innere Kolonisation ist das wichtigste HtlsSwerk für die Umschichtung unserer Bevölkerung und sür die Lösung des Kernproblems unserer Volkswirtschaft, aber wir können die Landflucht nur bannen, wen» wir durch eine zielklare und einheitliche Wirt« schastSpoltttk den Erfolg der bäuerliche» Arbeit sichern. Darin liegt auch die beste cherung unserer Zukunft als Staat und Volk. (Beifall bei den Regierungsparteien.) Abg, Schmidt (Soz.) verwie« aus die ttaurtge» Wohnverhältnisse der Landarbeiter. Gegen seine Behauptung, daß eS der Landwirtschaft durchaus gut gehe, wandte sich Abg. Thom« s e n (DU.), der zoll- und handelspolitisch künft ttg die deutsche Landwirtschaft gegenüber übe« mächtiger Konkurrenz geschützt wissen wollte« Abg. Perlitius (Ztr.) berechnete die Ven sckmldung der Landwirtschaft noch höher alS der Minister und betonte, daß es des Zollschutzes bedürfe, wenn man die landwirtschaftliche Produktion steigern wolle. Abg. Hepp (Bp.) trat für Zollschutz ein und wies auf den Rational!» sierungsprozeß in der Landwirtschaft hin. De« Redner verlangte eine systematische Senkung der Hypotheken,tnsen. Abg. Dietrich (Dem.) bezeichnete die Roagenrentcnbriefe alS Skandal, da der damit belastete Schuldner auf die Dauer mit Sicherheit ruiniert werden würde.
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Gin halbes 3ahr Reichs,agsferien!
Berlin, 17. März. Der Reichstag macht vom 8. April bis 3. Mai Osterferien. Ende April soll er laut Pressenottz auf ein h a l b e s I a h r in die Ferien gehen. Seit Jahrzehnten hat der Reichstag so lange Ferien nicht gehabt. Ma» spricht von inaerpolitischen Gründen.
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An Öen Quellen der Kultur.
Kein Niedergang. — Kirche, Schule und Hauch Berlin. 17. März.
Bet der Kultusdebatte wehrte sich Kultusminister Dr. Becker Im Landtag dagegen, daß Deutschland sich augenblicklich m einem kulturellen Niedergang befinde Der Staat Habs zahlreiche Aufgaben übernehmen müssen, dis große Mittel erforderten, doch müsse sic Be«