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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Freitag, 3. Juni 1927.

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Amtliches Organ der Stadt Kaffel. 17. Jahrgang

Nummer 128. Amtliches Organ der Stadt Kaffel.

Äeuebcn Wad;netten erscheinen wöchentlich sechsmal natbmtrtmi« .^«.^""Eeiltsprei, beträgt Mr den Monat 3 bti freiet SnftenX der Kelchäf,«stelle ebgeboü I.SO A. Durch die Po» monatk'L 2- at >ern?nr^*L* -^ftellunasaedüdi Verlag und sledaktton Echlachthotftratze 2<;80 «erofw*« W und »52. Äüi unverlangt etn«e(an»te Swrflae kann ble «Re." oMnno «^erantwonuna oder MewSbr tn keinem Wolle Obemebmen. Rück- Pi.»""0 de? RemaSaelde? oder «nlnrückie wesen enrntaer n**t nrS-nn»«mäbiaet

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Von Holland kam der Xodessturm.

SMü ÄP-te M dkl MM m 6iWrliii

Kein

Jlttiitfir und Roles Kreuz brechen auf.

Schon dreiundzwanzig Tote.

Hindenburg wichtiger alS ihr Damm.

Holland und die deutsche Grenze aufs über hundert H Lusern / Angezählte

Amsterdam. 2. Juni.

Otur Moskau zu banken.

General Galen hat das Wunder vollbracht.

London, 2. Juni.

Der Wirbelsturm hat besonder« die an der deutschen Grenze liegenden Gebiete, darunter vier Städte heimgrsucht. Beim Einsturz einer Fabrik in Reede wurden drei Arbeiter ge­rötet, während noch eine Anzahl Arbeiter un. ter den Trümmern liegt. Auch die K i r ch e und das Postgebäude stürzten ein. Aus der Stadt Lichtrnvoorde wird der Einsturz von etwa hundert Häusern gemeldet. Alle ver­fügbaren Aerzte aus der Umgegend wurden in die von dem Wirbelsturm betroffenen Gebiete telegraphisch yi Hilfe gerufen. Man befürchtet, daß der Orkan viele Opfer gefordert hat.

Köln, 2. Juni. lPrivattelegramm.) Nach ei­ner Meldung des Amsterdamer Telegraf zählt man bis jetzt dreiundzwanzig Tote und stebzig Verletzte. Der Eisenbahnverkehr mußte

Schwerste heimgesucht / Einsturz von Dpfer? z Alle Aerzte ausgrboteu. Häuser wurden völlig zerstört. Es sind zwei Tote zu beklagen, außerdem wird eine Person vermißt. Siebzehn Verletzte liegen im Kran- te".^uS- «»ch der Ort Schepsdorf hm schwer gelitten. Weit über zivanzig Verletzte mutzten im Krankenhaus verbunden werden. |

daß der antirussische Block, den England^ whatten wende' ~<?Slt^tin^üL8ref^üffiVg tcrnatio^^^n'^i, Der Aufruf der dritten

t&Ä«ÄftÄSE?,«SSfflSSÄffift*.?Iff.SS*5»ÄT

land namens des Völkerbundes den Tru>peu-Ider Wille zur sttikt'enNeuttalttät wiedtthott Ä! Opposition^ fP mit bflU' ^«traani h?efcL^L^:fnh J*em. Reichspräsidenten

Le"#a?,e^eacnet. ®e^aen Waren" sie^die^einen 'übie'ßertr die anderen

-udwestertragende. mit blondem Haar und

LXn-LAt»e^-,^rfien h.5bri* dreinschauend, waren

------ soll mit baut beitragen' dieIbeaeMertem^"d Reichspräsidenten mit mund...,. Len

Stärker als bas Meer

Der Reichspräsident ün dänischen Korridor.

Von

Dor schweren «ntschiaffen. ,, .

4% ÄÄW ä ?« eSsarnm.) Drei briti scheu Kreisen? daß eine b a?d i g e^L ös u ng ®-s>ne«

die gestern hier'der Schwierigkeiten erzielt wird. > £

____ I -<IInrrii'tfPTT

lieber der Stadt entlud sich gestern ein außorst heftiges Gewitter. Ein schwerer Süd­weststurm richtete in dem Städtchen Reede in in Overyffel sowie auch anderswo große Ver­wüstungen an. Man befürchtet, daß infolge des E i n st u r z c s zahlreicher Häuser Menschen ums Leben gekommen sind. Hilfsnmtznahmen sind getroffen von der gesamten holländischen Küste werden große Verheerungen gemeldet.

unserm nach Sylt entsandten Mitarbeiter. D-8 Giaantettwerk deutscher Ingenieure nnb Urbeiier heben tuir schon kürzlich in einer vom E'«« btftvrtscheu Erleben« imrchvnlften Press" N'ichau vor unseren Lesern erfteben. Im ben.

Donberbertchf zittert Anbei und Stolz der »anzen fZriesenküfte über die kiibne Pionier, arbeit deutscher Arbeiteriänfte noch, die dem ****** klÄ Aabren versunkenes Laub e rannen. Gestalt und Stimme des Neichövra. be^aeb«H M6lt,Cä1 Ereignis deutscher Wie. rrMxT^ bts in die fernsten Dörfer nicht nur des kleineren Vaterlandes getragen.

-Hang, 2. Juni. (Eigene T)ra6hnerbuita) "ube schaut der Morgen in die

Dte Bürgermeister von Needs und Licht-n ,?»". als ich mit dem ersten Frühzug Kiel ver- voord« haben um die Entsendung von Mili- E Menschen drangen sich, der Sylter Damm tärabteilungen telegraphisch ersucht, die sofort '^ht nn Mittelpunkt des Gespräches. Es wird

Marsch gesetzt wurden. Das Rote Kreuz 6atPn ,,a® man f4°n 1912 den Dammbau tu gLetchfalls einen telegraphischen Hilferuf aus Teilen deS Reiches munkelte. In die

der Stadt Webergen erhalten. Der Jnnen-Mi- ^""enpoesie Schleswig-Holsteins mischte sich ntster begab sich persönlich in das Unglncksgehiet.I^ou le9et em gut <Stüd der Dammbaugcschich.

len. Während der Bahnfahrt steigen Erinnc» rungcu auf an alte Deichbauten, an die G> idoicfete von Storms Schimmelretter,

In der Wilhelmstraße wird schon fieberhaft für das Juni-Rendezvous des Völkerbundes in Genf gearbeitet, wo sich auch die drei Außen. Minister wieder einstellen werden. Nicht als Hauptthema, aber in den privaten Unterredun­gen zwischen den Staatslenkern dürfte die Frage der deutschen Forderung auf die B e s a . 9 nt i n d e ru n g im Rheinland die groß,

te Rolle spielen. Es steht allerdings dahin, ob Dr. Stresemann im Juni den Zeitpunkt für ge- kommen erachten wird, diese Angelegenheit im Gremium des Völkerbundsrates aufzurollen. Legt doch die Reichsregierung Wert darauf, erst sämtliche Vorfragen einwandfrei aus der Welt zu schaffen, um den Ententemächten den Vorwand aus der Hand zu nehmen, Deutsch­land habe noch nicht alle Bestimmungen des Versailler Vertrages, wie die Sprengungen im Osten usw., erfüllt. In den letzten Wochen hat sich an den deutsch-französischen Meinungsver­schiedenheiten (Deutschland bat bisher die Nach­prüfung durch eine Sachverständigen- kommission abgelehnt) nichts geändert.

Das ist insofern bedauerlich, als anzunehmen ist, daß der französische Außenminister nunmehr erst anläßlich der Junitagung in Genf diese Frage tm Zusammenhang mit der deutschen M-rderung auf die Besatzungsminderung an« schneiden wird. Das würde besagen, daß das Rheinlandproblem selbst, also die Frage der Rheinland-Räumung, in der Juni-Sit­zung des Völkerbundrates nicht zur Erör­terung kommen wird. Da ja die Vorfragen noch nicht geklärt sind, und erst die persönlichen Aussprachen zwischen Briand und Stresemann in Gens zeigen müßten, ob sich eine Lösung die­ser Sonderfragen überhaupt finden ließe.' Das bedeutet mit anderen Worten, daß die vi t a l ste - - -- ________

Frage der Rheinland-Räumung wieder em= n(^* Linien eingestellt werden, mal vertagt wird. Auf eine spätere Kon-f *

fercnj ober auf bie nächste Sitzung des Völker- Nicht bloß In SoNonb tT£ua ' x5mme^i" ÖlfD auf ""bestimm-1 Tote unb Verletzte^ in deutschen Dörfern.

bi,g Lffi

suchen totrb bürd) eine cttoas e t 6 n h t <> w r 5?^ gestern in Lingen. Esche, titt kleines

Völkerbundsrat doch ermöglichen wird. Ange-

be§ englifch-russischen Konfliktes _

« Moskau macht reinen stfrfi

England bat alle Ursache, in Anbetracht der iVlIlVIl ^IfUJ

russisch-englischen Spannung und seines Kon- Radikaler Druck t.nh / a. t . , ,

flikies mit Aegypten, in Europa keine neuen U<^ Utt6 L-elbsthtlfe / Erobern die Bolschewisten

108 verschollene JJiffogere.

Manila (Philippinen^ 2 -tuni l'cylcyte von Storms Schimmelrei

gramm.) Vor Rombalon-JSland ist der ^amv uln ?a§ Deichprofil, das in der-

serNegros" im Sturm gesunken. 1CB Perso bei^ön deute Anwendung fand. Vor.

nen werden vermißt. * _** si" kampfesmuden Hausern der Marsch, die

nch eilfertig unter ihrem großen Strohdach zu

<8lt>ftö8e in der 3tähe atetnunrf« verkriechen scheinen, gehts nach Niebüll, lang.

r»"°»* Ä" M h__*t.. s^ut Sandkörner in die Augen, dennoch sihe

_, 8ra,n bom erschlagen Ain der Ferne die weißen Flächen der Sylter Friedlang, 2. Ium. (Privattelegramm. - unen steilkiistenartig hernberleuchten. Weiter -**5 em mußerordeutlich schweres Gewitter, aeht die Fahrt. Grüne Kränze schmücken bie aino nieder- D-^ug-LokomotiVe, frohe Menschen sitzen an

sirAt Ernteschäden angerichtet, ^"tten D-Zug-Fenstern und fahren durch daS Würbe eine Frau u. eine Schnitl'rische Grün der schlcswigschen Marschen hin- term bei Feldarbeiten vom Blitze erschlagen, aus in das graublaue Nvrdmeer. Meilenweit -r-ti. * leuchtet bie Rasenkrone des Dammes wie Sma-

Jeßl trauert Holland. <2ln Hilsoau ruf ragb, und an seinem Felsengiirtel, da, wo noch Amsterdam, 2. Juni. (Eigene ®ra6tmcd?orr??.cniflcrt ^bren Fischer ihre Netze warfen, ^ng.) Die Sturmkatastrophe hat viele Schwer^verschaumen trotzige Wellen.

Em «aw j® »ä' betroffene Bevölkerung einen Aufruf erlassen. Nen Dunen-Silhouetten wachsen, und sckon st die Insel erreicht. Dunkle, braune Heide, mit alten Germanengräbern. Wattwieseü senden den betörenden Duft des heliotropenen Halligflic- «E ir^sendörfer mischen sich in daS wette Als geschlossener kräftiger Wall zieht sich der Damm in weitem Bogen bis an bie ganz China? bereit Dünenketten schon längst bevor sie r v , lerreidöt war, sichtbar würben. In Morsum Kei-

@A^'nhnn:b vormittag gelandet. ">m unb Westerland herrscht bei Ankunft des lDuris Funkspruch.) Zuges unbeschreiblicher Jubel. Ueber.

^chttebn Flugzeuggeschwader ist mitM begrüßt bie Bevölkerung Hindenburg,

«<Wbn Flugzeugen heute hier eingetroffen. der an den Feierlichkeiten teilnimmt. Die schmucken Bahnhofsgebäude, Backsteinbauten mit !d5°?^.^egeldächern, die sich architektonisch dem Fnselstil wohl anpassen, sind in allen Orten mit yabnen und Guirlanden geschmückt. Heute ist auch den Westerländern

* *

Als öle Mauern barsten.

Biele Tote in der Fabrik. Noch mehr Opfer?

Amsterdam, 2. Juni.

Krisen zu zünden, bie unter Umstünden bie I Moskau 2 Funi

englische Politik ungünstig beeinflussen könnten. Im Moskauer Sowjet bezeichnete Rvköw Immerhin sei vor einem allzu großen OptnmiS- die in London gefundenen Dokumente als oe mus gewarnt. IWW. Die Abbruch-Erklärung der engliftten

Was sich in Moskau selbst an In- lMte^^Selbft BEourBeweise ent-

1^5. Ä ÄÄÄS

ttirft, ba&Jte baj Erbe Lemus verkommen lasse! daran denke, Ueberfälle auf erterritoriale und da jede Richtung der Männer der anderen Räumlichkeiten vorzunehmen Der Bruch fei Richtung als Verräter an der kommunistischen ein Verfuch, über die englischen Mißerfolge hin- ^bee und als Opportunisten bezeichnet. Schon wegzutäuschen unb die Offensive gegen die Ar- bei bem letzten Vorstoß des Oppositionsblocks beiterklasse zu bemänteln. Er fei der erste hlcß es, daß es in Rußland keine Diktatur des Seh ritt zum Kriege. Geschäfte ohne di- Proletariats mehr gebe, sondern nur noch vlomatische Beziehungen gäbe es nicht. Der Herrschaft einer Clique, wobei wie schon damals Kriegsgefahr werde die Sowjetunion eine un. so auch jetzt nach dem Abbruch mit England die verrückbare Friedenspolitik entgegensetzen.

Opposition das starre Diktat der gegenwärtigen * * *

Machthaber ablehnt. Für solche Forderungen Alle BrükkkN abüebr0kkien hat man auch diesmal wieder der Opposition mr« rennrm,s einen sehr nachdrücklichlichrn Verweis ® S en6taMb b^"an,tM erteilt, aber man hat sich doch gehütet, schärfere Der Sowjet bittiate alle Maßnahmen zu treffen, Wie es vor einem Jahr Schutz der Sowjttuinon Dti> Ä der Fall war. An sich braucht man diese Bor- zur Organisierung eine6 näSr oen^fin^LTiJf6 Sänge nicht gerade zu überschätzen, es gibt ja len Selbstsch7Adurchs^iÄttuÄS; oitd) in anderen Ländern Parteien, oppositto- erfolgreichen Realisi^ng ber ®tonBltiben nelle Strömungen, ohne daß diese Ovvositton ausgerufen. Es werden keinerwi Reäeluna^n nun stets sofort der Regierung gefährlich wür- der materiellen Ansprüche m 6n8ÄZ de. Die Vorgänge in Rußland verdienen aber genommen, bis die vollständigen diplomatischen im Augenblick insofern besondere Aufmerksam- Beziehungen wiederhergestellt sind, und bfe'bri- keit. als eS ja eine beliebte politische Methode I tische Regierung Genugtuung gegeben bat ist, bei innenpolitischen Schwierigkeiten *

Ablenkung in der Außenpolitik zu suchen. (Sine mächtige (Shlnafront Darum malt man die Kriegsgefahr in den- Tsinatau 2 /»o-n.r.

fterften Farben und spricht von .Aufrufen von . a Panish s ± 't [' dem Kordon Enalands und seiner Vasallen umRegimenter,

"trlbet: Die beiden Regierungen von Nanking und Honkau haben trotzig. , ibrt- politischen Differenzen ihre militärischen ?^,^s^!°t ^es Dammbaues, Insel ward Operationen bis zur Niederlage der Nord- Htilbinfel, deutsches Land mit dem Fest- tr*i=?ln J" Uebereinstimmung gebracht. Derunzertrennbar verbunden, ber ,D ä n i. rufnfdie General Galen hatte die Lage ge- o r r i b o r^ ward Geschichte, klingt -m. rettet, indem er für bie Heere von Hankau unb to,eb« m den Reden durch, die zur Be- Ranklng Einheit deS Befehls herstellte. Seine ^ußung Hinbenburgs unb zur Einweihung deS Operationspläne verdienen Bewunderung. l ueuen Dammes gehalten werden. Von ber Aus»

4 gäbe und Entstehung des Dammes ist die Rebe,

w_ j von seinen Kampfe» mit bem Blanken Joans*

Veklng schon -U gefährlich. bn der Oktobersturmflut des Jahres 1926 aI3

hot Mit bem mtrnum' BMMkinR'®';« r^m H uTbOTefm* In Mnnbq?rÖC brwogen, das diplomatische Korv- landS Düne fast verloren ging' in beiher 5 laHttL± ^-"^'"^bersiebeln Zvlter Damm aber, dem der Kampf galt sein mriÄiWii? 'M Ernstfälle sich ohne Generalprobe glänzend bestand Ein ' wew» rl ,Ionnte* dluch will man 2and wurde zwar fortgespült ein paar SauaeT -.changimscheck als Regierungschef anerkennen, leise ins Wasser gedrückt, die Kraft des Wassers

* vlr«?rad& on ber hervorragenden Technik des

stahlhart gepanzerten Dammes. Auch der t a u» ««**«««»