Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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Rümmer 15. , Amtlicher Organ der Stabt Staffel Mittwoch, 18. Januar 1928. Amtliches Organ der Stabt Staffel 18. Jahrgang
Erlöst die Wirtschaft vom Gteuemlp!
Hüben wle drüben.
Die Wahlen in der Hand Poincort».
Die französisch« Kammer ist bereit- wieder an der Arbeit. Wie lange sie wohl tagen mag? Da die Neuwahlen aus den 22. und 29. April angesetzt sind, ist nur mit einer kurzen Sit- zungS.dauer zu rechnen. Fünf oder sechs Wochen vor der Wahl dürfte die Herrlichkeit der jetzigen Kammer zu Ende sein. In der Zwischenzeit hat sie vor allem das Gesetz zur Rekrutierung des Heere- zu verabschiede», ferner ein neues Siedlungsgesetz und wettere soziale und Wirtschafts-Vorlagen. ES ist aber kaum anzunehmen, daß die gegenwärtige Kammer noch die ganze Heeresrefarm parlamentarisch erledigt. ^Insbesondre dürfte da- Gesetz über die Organisation der Ration imKriegSsall unter den Tisch fallen. Die Vorschläge des Sozialisten Paul Boncour, für die Kriegspslicht der Frauen, Kinder und Greise gesetzliche Normen zu finden, wurden vom Senat bis Rur Unkenntlichkeit verstümmelt. Es ist beim gegenwärtigen Stund« der Dinge nahezu aus- geschlosien, daß in den nächsten Wochen eine Ej- nigung zwischen Senat und Kammer in dieser Frage zustande kommt. Große Ausmerksamkeit verdient die große Finanzdebatte, die am 24. Januar in der Kammer steigen wird. Poincare kündete jetzt schon an, daß er für seine einleitend« programmatische Rede nicht weniger als. zwei volle Tage benötigte. Ob er damit et- ncn neuen internationalen Rekord aufstellen x will? In älter er wird, um so länger und gründlicher Pflege» seine Ausführungen zu werden. Seine Arbeitskraft verdient alle Änerken- nuitg. Vor wenigen Wochen erst ist der vierte dicke Band seiner Memoiren erschienen. Bis in die letzte Zeit hinein hielt er Sonntag für Sonntag an einem anderen Ort Frankreichs eine gewaltige Festrede. Die jetzt von ihm angekün- tilgte Etatrede scheint gleichzeitig ein Buch über die Geschichte der Stabilisierung des französischen Franken werden zu sollen. Fachleute mögen daran ein Interesse haben, andere weniger.
Aber auch die Politiker spitzen ihre Ohren. Oie wissen nämlich, daß Poincar« über die end- «e Stabilisierung des französischen Franken hlüffe geben soll. Darin können sie sich freilich auch täuschen. Ebenso ist umstritten, ob er die Wahlparole verkünden wird. Sicher ist nur, daß der Diktator an der Seine sich bisher mit den linksgerichteten Kabinettsmitgliedern weder in der einen noch in der anderen Frage einigen konnte. Poincarö wünscht die endgültige Stabilisierung des französischen Franken erst im Sommer nach den Kammerwahlen zu tätige« Zu dem Zwecke tritt et für die Beibehaltung der gegenwärtigen Regierungskoalition ein, und aus dem gleichen Grunde verlangt er folgerichtig, daß er an der Spitze des jetzigen Kabinetts vie Wahlparole ausgibt. Davon wollen aber die Radikalsozialiften nichts wissen. Sie Rügen am lebsten in den Wahlkampf nnter der Parole: Los von Paine ar«. Man bat dieser bunt zusammengeflickien Koalition nie eine lange Dauer vorausgesagt. Wie aber so oft, so zeigte sich auch hier wieder einmal, daß nicht- dauerhafter ist als das Provisorium. Poinckars und ©erriet, der Minister der Ruhrbesetzung und der Apostel der Weltversöhnung, sitzen nunmehr schon über eineinhalb Jahre im Kabinett beisammen und stützen ge- itteinfam den Franken, ©erriet ist zum halbvrt- schollenen UnterrichtSminister geworden, Briand besitzt das Privileg von Locarno. aber Poincare macht Politik.
Am liebsten tofitbeifr natürlich die Parteien, die in der Regierung vertreten sind, garnicht . wählen, bevor der Franken stabilisiert ist. Aber Ministerpräsident Poincarö hat keine Eile. Rach seiner Auffassung ist die Stabilisierung erst nach den Kammerwablen möglich. Solanac Will er am Ruder bleiben. Dann mag ei« anderer ihn ablösen. Wer sein Nachfolger sein will, läßt er nicht durchblicken, einen Radikal' sozialisten hat er dafür aber schwerlich in Aussicht genommen. Deshalb ist es der Partei Herriots nicht wohl zu Mute. Der ganze Wahlkampf will nicht recht in Fluß kommen. Rur die französischen Sozialisten und Kommunisten haben ihn mit Begeisterung eröffnet Alle anderen Parteiführer aber halten sich zurück Auch Briand, der französische Außenminister, zeigt Wenig Lust, zum 13. Mal an die Spitze der Re- gierung Frankreichs zutreten. Ob die Zahl dreizehn ihn zurückhält? Wohl kaum, aber bei Außenpolitiker Briand weiß, daß fast die ganze französische Ration hinter PoincarL steht, so- lange der Franken nicht stabilisiert ist. Wäre Poincarü nicht so schwungloS und trocken, dann könnte heute ein französischer Grillparzer singen: »Ganz Frankreich ist in deinem Sager" Set hölzerne Poincare ist aber kaum ei» Motiv
ES Wird also wieder nichts.
Frankreich gegen einen Weltfriedenspakt.
unter dem verdacht kommunistischer Betätigung verhaftet worden. Vor der Hinrichtung wurden beide unter Bedeckung berittener Truppen in Karren durch die Straße» gefahren. Sao- jenschan, der in Rewyork studiert hatte, war Professor an der Pekinger Nationaluniversität.
Pari», 17. Januar
Laut Pressenotiz soll die französische Antwort an Kellogg auf den Abschluß eines Anti- kriegSpaktes auf breiter Basis beharren. Sie erachte e» für unmöglich, ihren Vorschlag, der einzig und allein einem französisch-amerikanischen Vertrag gegolten hätte, als Text für einen FriedenSpakt der Rationen anzunehmen. Wahrscheinlich werde Briand eingehend die Verpflichtungen Frankreichs gegenüber dem Völkerbund und die Gründe auseinandersetzen, die Frankreich zwängen, ge- naudieArtendeS Kriege» seftzusrtzen, deren Verfemung vorgeschlagen «erde.
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Deoumartvis soll e< machen.
Rom, 17. Januar. (Eig. Drahtbericht.) Zur Ankunft deS neuen französischen Botschafters Sir BeaumarchiS schreibt ein Blatt: Die Lage ist gewissermaßen ruhig, läßt aber keinen Optimismus aufkommen. Die vor uns liegenden Aufgaben werden schwierig sein, aber man sagt, nicht unmöglich.
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Gräßliche Schauspiele.
Im Karren zum Henkerplatz. - Oeffenttich erschossen.
London, 17. Januar. AuS Peking wird bekannt: Rach vierrnonatiaer Gefangenschaft wur- den am Sonntag Professor Kaojenfchan und ein Student öffentlich hingerichtet Sie waren
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In-ustriefrie-en weit zurück,
vorläufig schwere Lohnkämpfe in England.
London, 17. Januar. Zur Zeit sind in der Schiff»- und Maschinenbauindustrie Lohnverhandlungen im Gange Ende Januar «erden zwei gemeinsame Besprechungen zwischen Ar- beitgebern und Arbeitern abgehalten werden. Ein Blatt tritt wegen der heutigen Besprechung zwischen Spinnereibesttzern und Spinnern nachdrücklich gegen den Vorschlag der Baumwollbe- sttzer ein, die Arbeitswoche auf 52*4 Stunden zu erhöhen und die Löhne um 26 Prozent her- abzusetzen.
Paris bremst.
Deutschland soll ruhig toeiter zahlen.
Pari», 17. Januar.
Ein Blatt meldet: harter Gilberts Unterredung mit dem Vorsitzenden der Reparation»- kommiffion habe nicht der Festsetzung der beut, schen Zahlungen gegolten. Die endgültige Höhe könne erst spater sestgelegt werden, an Hand des deutschen Wohlstand-Index.
Die Monarchisten rühren stch.
Polizei gegen die Faschistenkundgebung in Athen.
Mailand, 17. Januar. Wie a»S Athen verlautet, ist am Jahrestage des Königs Konstantin. nach der vorn Metropolitan in Athen unter großem Andrang gefeierten Toten
messe, eine monarchistische Kundgebung erfolgt. Die Polizei griff ein. — Die faschistischen Hellenen haben den ehemaligen Hofstallmeister deS König», den Fürsten Dpsilatt, zu ihrem Präsidenten gewählt.
Rußlands (Soldquellen locken.
Moderner Oelkrieg »wischen London- Rewyork. — Der Dankee will verdienen.
Rewyork.. 17. Januar. Tie Standart Oil Companie erkärte, nicht gewillt zu fein, ihre Unterhandlungen mit Rußland abzubrechen, weil diese der englischen Konkurrenz nicht paßten. ES sei bekannt, daß diese (bie Royal Duick-Ge-
sellfchaft) schon vor Jahren versucht habe, stch das Monopol des russischen Petr,, l e i, m h a n d e l S zu sichern, allerdings ahn: Erfolg. Ihre heutige Entrüstung beruhe mehr auf geschäftlicher Grundlage alS aus angeblichen Prinzipien.
Jeder denkt anders.
Unser Schicksal steht auf dem Spiel. Stärkster Widerstand aus Süddeutschland gegen den Einheitsstaat.
8» ♦uttbertmi*itterr<rt. btt ftber beb Reichs- and Staatsumbau berate» *«b einer neuen »poche bie Wege bereiten soll, wle wir auch im «ettriaeu Leitartikel ausführlich dargelegt hab«», flstd die ersten Signal« bet Zeit hochgeitiegrx. Wie zu erwarten war. haben sich bie Staats- Knvter Sübdentschlauds «8« Privilegien nnb EigeubrSbeleieu Vorbehalten. Bauern versucht sogar nichts webt nnb nichts weniger all» bas Rab btt tSefchicht« lurückrubrebeu.
Die Konferenz zeigt ein großes Format. Di« Ministerpräsidenten sämtlicher Länder sind mit zahlreichen andern Minister der Einladung gefolgt, und die Versammlung weist weit über hundert Teilnehmer auf. Das Beratungsprogramm umfaßt bekanntlich die drei Punkte: Veränderung deS Verhältnisse» zwischen Reich und Ländern, Maßnahmen zur Gewährleistung sparsamster Finanztoirtschast, Verwaltungsreform in Reich und Ländern. Die Verhandlungen finden unter Ausschluß der Ocffentlichkeit auch unter Ausschluß von Pressevertretern statt, sodaß nur kurz über den Gang der Verhandlungen berichtet werden kann.
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rvege ins Freie.
Hamburg» Bürgermeister al» Erster.
_ Reichskanzler Dr. Marx hob bei der Eröffnung hervor, daß in vollster gegenseitiger Loyalität die Fragen der Beziehungen zwischen dem Reich und den Ländern geprüft werden sollen. Insbesondere sah der Reichskanzler eine Ausgabe der Neugestaltung de» Reiches darin, leistungsschwacheren Ländern gewisse Verwal- tungSzweige abzunehmen und auf das Reich zu übertragen und die zahlreichen Gebietsenklaven, die in den Ländern aus der früheren staatlichen Einteilung noch bestehen zu beseitigen, dazu kamen gewisse Derwaltungsersparnisse. Er erwarte von der Konferenz eine Stärkung des Gedankens der Einheit des Reiches und des Vol- kes. Zu dem ersten Programmpunkt erwog der regierende Bürgermeister von Hamburg, Dr. Petersen gemäß seiner demokratische» Einstel- lung für den Gedanken deS Einheitsstaates, der zu prüfen sei, al» Demokrat die Möglichkeit, freien Reichsländern unter eigenen Staatspräsidenten und eigenen Landtagen zu bilden, erklärte stch aber gegen solche Vorschläge, weil Preußen solange erhalten bleiben müsse, bis eS im Reiche aufgeben könne. In folgende» Punkten könne man schon jetzt zu einer grundsätzlichen Einigung gelangen: 1. Durchführung de» demokratischen Prinzips der Reichsverfas- sung auch bet der Einwirkung der Länder auf dt« Willensbildung deS Reiches.
für einen französischen Lyriker. Politisch Lied ein garstig Lied! Wüßten die Franzosen selbst nur einmal, wa« gesungen wird! Sie Verfüger, aber nicht einmal über diese bescheidenen Stent- niff«. von einer klaren außenpolitischen Ziel- etzung ist in diesem Wahlkampf nichts zu verbüken. Bleiben Ueberraschungen aus, die allerdings sehr wohl möglich sind, dann wir selbst innerpolitisch in Frankreich sortgewurstelt werden.
Löst die Steuerschrauben r
Tann wird da» Jahr 1928 erträglich.
Sein, 17 Januar. In seinem Wirtschast»- Bericht in der Jndubstrie- und Handelskammer empfabl Geheimrat Haagen gewissen Gerüchten ür 1928 nicht zu trauen, sonder» auf dem Pott» zu sein und sich rechtzeitig mit den notwendigen Geldmitteln zu ersehen. Wie sich das Jahr 1928 weiter gestalten werde, fei noch nicht »u übersehen. Für die Wittschaft beunruhige am meisten, daß die Inanspruchnahme der Wirtschaft für bie Steuern unverändert groß fei. Hierin sehe er das eigentliche und starke Hemmnis für Deutschland, da eS bei solcher LteuerhShe nicht möglich sei, wieder zu einer Substanz zu kommen. Andererseits zeigten sich seit längerer Zeit Anzeichen dafür, daß stch eine Weltkonjunktur für den Absatz bilden wird. Man solle sich also keinen schwarz- seherischen Betrachtungen hingeben. Unter Beobachtung aller möglichen Vorsichtsmaßnahmen auf finanziellem Gebiet, fei feinte Meinung nach, erträglicheSWirtschastenim Jab re 1928 möglich.
2$rldti6 In der den tickten Bottöftaft.
Pari», 17. Januar (Eigener Drahtberichi.) Wie wir erfahre«, wird Briand Heun efcmc
in der deutschen Botschaft speisen. Geladen ist u a. auch Reichskanzler a. D. Dr. Wirch. — ES ist das erste Mal feit dem Kriege, daß ein Minister in der deutschen Botschaft erscheinen wird
Der Streik im Gange.
200000 allein in Magdeburg.
Berlin, 17. Januar. Rach Bkättermeldungen aus Magdeburg wurde gestern nachmittag die Arbeit in den Großbetrieben niedergelegt. Bon dem Streik in Magdeburg werden rund 20 000 Arbeiter betroffen. Wie wir von maßgebender Stelle erfahren, kommt die AuSstandSbewegung für den Kasseler Heimatbezirk nicht in Frage, da dieser wirtschaftlich an Frankfurt angegliedert ist.
Sie bleiben taub.
. . . gegen den Ruf nach dem Einheitsstaat.
Berlin, 17. Januar. Der erste Tag der LSn- derkonferen» hat bereit» bestätigt, bei man zunächst nur zu einem Meinungsaustausch zusammengekommen ist. Eine Umfrage bei den Ministerpräsidenten ergab, daß die Befürworter deS Einheitsstaates ganze vier Staaten umfassen. sS. a. Artikel 4. spalte und 2, Seite.)
Ungarn wir- sich be-anken.
Wieder Waffenkontrolle durch die Entente?
London, 17. Januar. In diplomatischen Kreise« wird angenommen, daß dir Kleine Entente den Völkerbund fragen wird, die von ihm festgelegte Ausübung des Kontrollrechtes Ungarn gegenüber zur Anwendung zu bringen Bekanntlich wurden nm St. Gotthard in eitern Gütcrziige Teile von Raschincngewchren für Ungarn entdeckt.
2. Stärkung de» Reichsgewalt,
3. Vereinheitlichung der politischen WillenSbil- düng tn einem einzigen Reichsparlament und damit Vermehrung der Stetigkeit in der V«r- waltung des Reiches, 4. Aufbau lebendiger un- terer und mittlerer Selbstverwaltungsbezirke und Verkürzung des Instanzenweges zur Zen- iralregierung, 5. Neugliederung des Reiches in Gebilde, bie kulturell und wirtschaftspolitisch lebensfähig sind und im Rahmen deS Reiches ein Eigenleben führen. Ein Sachvcrständigen-Aus- schuß müsse alle Entwürfe durcharbeiten und eigene Vorschläge machen. Dem Ausschuß sollen auch Vertreter der Arbeiterschaft sowie Berttau- enSrnänner der Regierung und Länder angeboren.
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Der Süden macht nicht mit.
Staatspräsident Bazille al» Sprachrohr.
3m zweiten Referat beklagte sich der württem- berglfch« Staatspräsident Bazille darüber, baß das Reich Ausgaben wie Rltinrentncn'nrforge und Soziallasten auf die Länder und Gemeinden abwälzt. In Wahrheit liegt die Krankheit, unter der die Steuerzahler leiden, nicht in der Existenz der Länder, sondern allein tn den Jrr- limern, in denen die Baumeister der Reichsver- affung befangen waren. Auch die Klagen der -lädte haben ihren Grund in den Gesetzen und Maßnahmen deS Reiches, die die Länder zu Eingriffen In die Selbstverwaltung nötigten. Er schlug vor: Die ReichSzuständigkeit muß zurückgebracht werden. Die Ueberschrei- tung der notwendigen Schranken durch da» Reich ist allein daran schuldig, daß Doppelarbeit und Leerläufe der Verwaltung und Reibungen und Gegensätze zwilchen Reich und Ländern ent* sianben f nb Ter ReichSrai muß wieder eine ähnlich: Stellung bekommen toi« der Bunde»«