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Mckr Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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Sdlt 10T Siefiam« &t mm-ßetle to 4. Dffert«ebübt 4 (bei SufteDu« 85 4k RechnungsbetrSg« ianerbalb s Lasen »ablbar Röt öieRtchngk^i all« durch RernfpreL« anffltflebentn Anzetsen sowie für Aufnabmebate» und Piave kann »ich! aarankierl werden. Röt Anreisen mit besonders tchwieriaem Zab 100 Prozent Anfschias. Druckerei: Siblachibviltr. 28<30. Geschäftsstelle: Sülnischeiir. 6.

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Nummer 19. A-Mch-r O,g<m der Sl°d« Staffel Sonntag, 22. Januar IS28. Amtliche« Organ d« s«ad« staffel 18. Jahrgang

Fremde Mächte ermuntern Gtresemann.

Fast Won Inventur. Züngelnde Gttelkflammen

Hochspannungen und tiefer Winterschlaf.

Ist auch da« letzte klaffende Ministerleck durch «erfchärste Parolen für Mttteldeutfchland.

bevor pofitive Massnahmen vorgeschlagen wer-

ZWsd äm-'ä b«äw

troffen, daß sich solche Dinge nicht wiederholen.

die Anzeige eine« Knechtes hin wurde der Zu- nnttrt iifm (MefftttfirtiS (TetoßUfnttt neoffnet. Man

Srvner springt 6er Reichswehr bei

Hamburg, 21. Januar.

darauf antworten werde.

Washington, 21. Januar.

" i zerstört worden sind.

Line bittere Lektion

Nach dem Reichskanzler bedauerte Innenmi­nister a. D. S e v e r i n g, daß den StillegungS- befchlüflen der Schwerindustriellen nicht energi­scher von der Reichsregierung entgegen getreten worden sei. DaS Ergebnis der Länderkonferenz sei ganz unbefriedigend und vor allem die Aus­führungen des württembergischen Staatspräsi­denten Bazille müßten schroff zurückgewiefen werden. Er lehnt die geforderten Panzerkre - zer ab und fragt, was bei der versprochenen Re- [form der Reichswehr herausgekommen fei. Geh-

Halle, 21. Januar.

I» einem Aufruf der Zentralstreikleitung an die Metallarbeiter Mitteldeutfchlands heisst eS: Nachdem sich die Verhandlungen zerschlagest ha- ben, muß der Kampf noch verschärft werden. Die Kollegen deS Anhalter Gebietes stellen nunmehr ebenfalls die Arbeit ein, ebenso die Kollegen der Betriebe, die wir weiter für den Kampf aus- ersehen haben. Alles andere steht Gewehr bei Fuss.

abends die Möbel nach einem Speicher, wäh­rend die exmittierten Personen bei Bekannten oder in Hotels Obdach sanden.

ten siwischenzone unter ständiger Völler- man in Paris durch Ehrenfrühstücke und pomp-I bundwntrolle eintauschen wollen. An diesen haste Empfänge für den deutschen Republikheros i unleugbaren Tatsachen können auch alle kordia- Wirth ben deutschen Wahlen beizeiten einen len Höflichkeitsgesten nichts ändern, mit denen hörbaren Ruck nach linkS geben möchte, r. K.

Sevoring packt aus.

Scharfe Kritik an Länderkonferenz u. Reichswehr

Fast wie einen Uonig

. . . begrüßt Amerika Irlands Präsidenten. H Rewyork, 21. Januar.

Bei der Einfahrt des irischen Staatspräsi­denten Cosgreve in den hiesigen Hasen wurde von den Küstenbatterie« Salut geschossen. ------------- , - , .

Gleichzeitig heulten die Sirenen der Fabriken ler habe vieles verhindert, aber ebensoviel tier- und Schiffe. Der offizielle Zug bewegte sich zum säumt. Gehler habe das Bäumchen nicht gebo- Rathaus. wo Bürgermeister Walker den Präsi- gen, sondern zu einem »wilden Schwarz-Weitz- denten begrüßte. Dann reiste dieser nach Rot-Dorn" wuchern lassen. Der Besuch des Ehieago weiter. Prinzen Heinrich auf der .Berlin" und die Art

9 8 der Ahndung dieses Vorfalles fei ein glatter

Hohn auf unfere republikanische Wehrmacht. Die «Wehrmacht dürfe nicht Selbstzweck fein, sondern sie sei ein Mittel für die Zwecke des Staates. Zur Außenpolitik erklärte der Redner, daß die beste Grenzverteidigung Frankreichs der Frie­denswille des deutschen Volkes fei.

Die BvlkSpartei tanzt auS der Reihe.

Nach einer Angriffsrede des Abg. Thal- mann (Komm.) gegen die Regierung und nach

Der frühere Frontkämpfer John Fifh der erst vor kurzem auS einem Irrenhaus

«sind. (Lebhafte Zustimmung). Ein Verfahren I gegen Lohmann ist etngelettet und Vorsorge ge-

MWchlstoser tonn man nicht sein

Geht man so mit schuldlosen Obdachlosen nm?

Berlin, 21. Januar. (Eigene Drahtmeldung.) Die vom Einsturz bedrohten Charlottenburger Häuser sollten gestern plötzlich in wenigen Stunden geräumt sein. Ersatzwohnungen wa­ren nicht gestellt worden. Wegen der kurzen Räumungsfrist waren die Betroffenen nicht in der finge, ihr Hab und Gut einigermaßen. zu- sc.mmenzupacken, geschweige denn einen Mobel- transporrwagen zu beschaffen. Als nach Ablauf der Frist die Wohnungen noch nicht geräumt waren, erschienen Transportarbeiter, die unter Aufsicht von Schutzpolizisten die MöbU auf die Straße trugen, lieber Die Zwangsmaß­nahmen herrscht große Erregung, die fich vor dem Hause in lebhaften Auseinandersetzungen Luft machte. Schließlich schasste man spät

den wasserdichten »Revolutionsgeneral" leidlich gestopft, die schwankende RegierungSjolle wird weiter von Welle zu Welle purzeln und eines Tages vom gähnenden Schlund der Opposition verschlungen fein. Allerdings hat sich der Zen­trums- und Reichssteuermann M a r x mit kaut- schukartigem Geschick an der Seylla und Charib- dis der Partei- und Kabinettskrise vorbeilaviert, hat feinen Buckel für GeßlerS (oder seines Ka­pitäns) PhöbuSsünden htngehalten. die faust­dicken Rügen SeveringS eingesteckt. (Grö- ner ist ja noch raum verantwortlich) und mit einem glänzenden Rückzug vor den Arbeiter- Attacken der eigenen Partei vorerst einmal Oel in die Wogen gegossen. Einstweilen ist jedenfalls Zeit und frische Schaffenslust gewonnen, um wenigstens die unaufschiebbaren Gesetzes- und Kulturgüter, vor allem den auf Krücken einher- schleichenden, mühsam auSbalanzierten Staats­haushalt unter Dach und Fach zu. bringen. Nicht umsonst hat der Vermögensverwalter des Rei­ches nochmal bei allen verantwortlichen Instan­zen vom ReichstagSpult herab MichelS Zipfel- mützengewiflen zu wecken gesucht, das sehr ge­neigt ist, namentlich In Süd und West den alten verfilzten BerwaltungS- und VerfaflungStrott weiter zu büffeln, bei bem sichs so herrlich Schöppchen leeren, bierbankpolltisteren und gegen die Saupreußen wettern läßt. Wer hätte gleich von den wohlbestallten scharenweis die Ministersessel drückenden allerhöchsten Jntelli- genzleuchten der Länder, von den 2600 Parla­mentszierden so mir nichts, dir nicht» Lust, den Ast abzusägen auf dem er sitzt, nur damit die lieben ReparattonSgläubiger sich mit ben sauer abgezwackten letzten Sparhellern bte Taschen

Sofort erhob sich ber neue Reichswehrmini- o utr Gröner unb erklärte, baß er biefe Angriffe I nicht ohne Widerspruch und Stillschweigen ins 1*--c- zu gegebener des Wehretats,

füllen.

Und doch läßt Köhler» warnende» Finanz- Menetekel auch dem eingefleischtesten und saum­seligsten Eigenbrödler keine Wahl. Der Schat­ten Gilberts reckt sich höher und höher. Er könnte Immerhin zu geradezu entwürdigenden, einschneidenden Bevormundungen zwingen, wenn unsere eigene Initiative vor altererbten, überholten, nach Abschaffung ber Dynastien nicht mehr gerechtfertigten Sonbervorrechien unserer Stammesbrüber erlahmen sollte. Subern ist Köhlers rosenfarbig angehauchte Geschastsge- bahrung insofern doch stark auf Sand gebaut als sie auf einer weiter ansteigenden oder an­haltenden Konjunkturblüte fußt, die tat­fachlich jedoch unaufhaltsam im Abwelken be­griffen ist. Nicht nur daß die Eisenindustrie die Lohnbewilligungen durch stark gepfefferte Preis­aufschläge hereinholen zu müssen glaubte. Auch die Reichsbahn scheint nur die nächste Lohn­welle abzuwarten, um mit der Heraufsetzung der Gütertarife (und vielleicht nicht mit diesen alleinl auftrumpfen zu wollen, deren unausbleib­liche Folgen natürlich wieder auf den Rucken des Arbeitnehmers ausgetragen würden. Nimmt man dazu, daß in den nächsten Wochen bte Mehrzahl aller Tarifverträge abläuft, baß bte Gewerkschaftsverbände ober unter bem Druck ber Wahlen fest unb ausschließlich mit ber zugkräf­tigsten Parole ber Lohnaufbesserung ar­beiten müssen, bebenkt man ferner, daß der sich ausbreitenden Streikwelle in Mitteldeutschland noch kein Damm und Ziel gesetzt ist, so dürfte doch auch die rosige WirtschaftSbrille de» Finanzgewaltigen stark befchla- aen unb feinen Träger unablässig auf stärkere Arzneien für bie zwar hektisch gerötete aber im­mer noch schwindsüchtige Wirtschaftspatientin

Der Fluch des Weltkriegs

Ein irrsinniger Frontkämpfer steckt weite, Häuser in Brand.

bedacht sein lassen. t

Im Auswärtigen Amt herrscht unterbe» gleichfalls große Inventur. Der Abteilungsche Stresemann zieht sich an (übliche früh lingatmenbe, sonnige Gestade zurück um Kraft, Lust, Witz, Ideen für... die nächste Wahl- und Ministerkampagnen aus Heilfamen Quellen, Ba­dern unb Lüften zu schöpfen, nachbem ihm 1927 so gut tote alle Friedens- und Freundschaftsfelle toeggeschtoommen waren. Ob bem tief Ge- unb Enttäufchten doch wieder nach frischen »Lor­beeren" (bie schon mehr Dornenkronen sind) ge­lüstet, nachbem fein »junger Mann", Staatssekre­tär Schubert, eben erst nicht nur keine Erleich­terungen fonbern sogar eine Verschärfung des Rheinmartyriums zugeben mußte? Nachdem es sonnenklar feststeht, daß selbst Briand statt einer Politik ber Verstänbigung, bie hinterhäl­tigsten Manöver ber Verweigerungen be­treibt, ob bewußt ober gezwungen läuft für uns auf basselbe hinan». Nachdem selbst die kom­menden Linkspropheten und Pazifisten an ber Seine schroff unb zynisch bekannt haben, baß ne die Räumung nur gegen ben nteberbrüdenben, eutehrenbeu Preis einer entmtlitartfier-

Noch zwei Jahre Aderlaß?

Eher gibt e» keine DaweS-Revlsion.

Washington, 21. Januar.

In Rordkarolina führte Staatssekretär M e l l o n u. a. «mS, die Welt mutz wieder aus eine gesunde finanzielle Basis gestellt werden, damit der Produktionsüberfchuß einen Export- markt findet. Damit scheint Mellon Revision in der ReparattonSfrage anzubahnen, um durch eine Herabsetzung der deutschen Aahlua- gen an daS Ausland die Notwendigkeit einer zu starken Steigerung der deutschen AuSfuhr »um Fortfall zu bringen. Man ist sich Kboith wie über die Besprechungen zwischen Parker Gilbert und Poinear in Paris verlaute^ da- rüber einig, daß der DaweSPlan nicht soson

Laut Pressenotiz hat in Ottersberg ein rei- gang »am Gefängnis gewaltsam geöffnet i®pjuri nyuv

*er Bauer um feinen Söhnen die alleinige Erb- fand daS Mädchen bt8 zum Skelettbgeutoge t ^er jnet und

schäft »u sichern, feine vierundzwanzigjährige und völlig verwahrlost vor. Lre M nicht ohne $8tbeMpiuu/ «.«

Torfiter leit zwei Jahren in einem dunkeln und Mädchens, die chrer Tochter Land hinausgehen lassen, daß er

ö ffer verkommen lassen. Aus schaffen wollte, wußte ebenfalls von dem Plan, ^it, olfo wohl bet der Beratung i

' Ihnrnitf nnfHinrioti taiorhp

Der Hungerkesier im Bauernhof

Wie fie sich an der Tochter versündigten.

Millionen hungern und betteln

J Abg. Wallraf (Dntl.) war ber Meinung, Grauenhaftes KriegSelend in China. - Eltern verkaufen die Kinder. - Sie leben wre S Brey, ^ bie Erfahrungen mit Locarno unb Thoiry

Großes Aufräumen

Allerlei Reichstags-Ueberrafchungen.

Nachdem bei d« «rotze» Etatdebatte b« Reicks- faul« zunächst das Phöbuskrem för de» recht» «eitia abgetretenen Geb!« anf sich genommen batte, so« die Önvositio» mit de« Pallaich ~ " | SeveringS vom Leder, d« sich itark an der

ben können. Reichswehr rieb. An die überrajchende Kritik

------- ans Regiernnsskreiie« knsivit anck d« bentige

Strrsemann bleibt stamm. gQnu.

Sanfte Ermunterungen auS der Ferne. Die gestrige Etatsbebatte beim Reichstag lei« Rotlerbam, 21. Januar, tete Reichskanzler Marx mit ber Mitteilung ein, Ein Blatt hört aus Berlin, daß »er deut- daß die Unterfuchung deS ReichssparkommiflarS scheu Regierung von zwei Bölkerbundesstaaien I Saernisch im wesentlichen die Behauptungen ber nahelegt worden sei, die Psychologische Welt- Presse in ber Phöbusfilm-Affäre bestätigt habe, tmmung für allgemeine Abrüstung und Der- daß tatsächlich von Kapitän Lohmann eigenrnäch- ständiguna auszuwerten durch einen Versuchs-1 tig große Beträge aus Fonds des Reichswehr- weisen Raumungsantrag. Und zwar soll eS Ministeriums an die Phoebus-Filmgesellschast sich um Anregungen Schwedens und Ungarns und an bie Handelsbank gegeben worden seien handeln. um der tatsächlich bestehenden

----- Uebersrerndungsgesahr vorzubeugen.

gshl (Ulf tttcbfs Cttt. I Daraus ist dem Reich ein Verlust von 675 000 snabllisiikanen in Oberlckilesien Mark entstanden. (Hört, hört, links). Mit wei-

Unerhörte Wah. chikanen in Overfchl st . I ,eren Verlusten muß gerechnet werden. Die Mit-

Kattowitz, 21. Januar. tej ^e|e Beteiligungen und Kredite nahm Den Protest der deutschen Wahlvereinigung Kapitän Lohmann auS dem Fonds für die Ab- in Kattowitz an den Generalkommiffar in War-1 Wickelung deS Krieges und feiner Folgeerschei- schau wegen fehlerhafter Aufstellung ber Wahl-1 nnngen. (Hört! hört!) Diese Mittel sind heute listen versucht Vieser jetzt mit lahmen AuSflüch- völlig erschöpft. (Gelächter links und Zurufe.) ten au» der Wett zu schaffen, indem er sich auf Die Behauptung, daß Lohmann und andere auS die Unvarteil ich keit (!) der Wahlbehör- geheimen Fond» weitere Geschäfte gemacht Ha­den und die Zwangsparagraphen der Wahlord- ben, hat sich nicht erweisen lassen. Ich kann ab- ~una beruft da nurpolnische Staatsbürger! schließend erklären, daß die ermittelten

- . Tatsachen tief bedauerlich

Leistungen mehr gegen fremde Verfprechungen Igegeben werden dürften. Der französische So- rinden. In Tfinan schlaf«, ^toa fünsundzwan ^^listenführer Boncour habe bekanntlich im Ge- ---------- -*** *,rn6,n ®ie,e aenM .u allen Erklärungen der deutschen So- --------------zialdemokraten die Aufrechterhaltung ber Be- itoanbem, wo die japanischen Beyorven fe^un6 bcg RhetnkanbeS gefordert, wenn Deutsch- land nicht neue Garantien gebe. Das heran»

___________________ Ilatzie nachher ben Sozialistensührer Hermann Müller zu einer Desavouierung seines französi­schen Parteigenossen, ber die Lükernburger Be­schlüsse falsch auSgelegt habe. Boncour nehme auch in der französischen Sozialdemokratie eine Sonderstellung ein. Äbg. Wallraf wandte sich ferner gegen die zwangsweife Herbeiführung »minildes deutschen Einheitsstaates. Wichtiger als geheltt entlassen ist, hat emgestanven zwou Einheitsstaat sei die Reichseinheit durch eine Brandherde «-legt-w haben,durchbievor'wi ^^^u^ der Stellung des Reichspräsidenten gen Tagen in Washington cbensoviele vaui|ltnb be8 Reichsetats.

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yrauenganea ber Forderung führen, daß keine deutschen

London, 21. Januar. Hausende von Menschen wcmd«u von vn su 2ctft en ^ehr gegen fremde Versprechungen

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