Kasseler Neueste Nachrichten
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Hessische Abendzeitung
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Nummer 74. Amtliche- Org<m der Stadt Staffel Dienstag, 27. MLrz 1928. Amtliche- Oega* der Stadt Staffel 18. Jahrgang
Ein Wahlbündnis zwischen den Linlsparkeien?
Entweder... oder. I Mit dem Austrumpsen Uz vorbei
So geht eS mit bet Abrüstung nicht weiter.
erziele». Inoffiziell wird mitgeteilt, daß die Großbritannien nicht die Frage der Revision Verhandlungen abgebrochen würden wegen bet Verträge bei bet Regelung bet Nankinger
Angelegenheit anschneiden.
der chinesischen Forderung. England sollte fein
Sie Ostrivaien In der Stadt der Vernunft.
setzten eine große Anzahl Häuser in Brand.
~ IFran die Pilotenprüfung ablegte, ein Sind ge-
März. In Stalybridge wmdm sechs Perfonen wurden verletzt, darunter »es Flugzeuges, in dem die erfahret Sinder und ein siebzehnjähriges Mädchen.
London, -26.
beim Landen eines Flugzeuges,
in den brennenden Häusern, viele wurden v-r- wandet.
Jm Tscheka-Rerker.
Leide« des Ingenieurs Goldstein.
Auch mH Portugal Im Reinen.
Lissabon, 26. März. (Eigene Drahtmeldung.t Der deutsche Gesandte Dr. V o r e tz s ch und der portugiesische Außenminister tauschten die Ratifikationen über einen Rechtshilfevertrag aus.
Szeanssüge bringen etwas ein.
Newyork, 26. März. Ltndbergh hat zugege-
In -er Wahlarena.
Sozialistenpatt mit den Kommunisten?
Berlin, 26. März. Der Sonntag hat in Großberlin bereit« zahlreiche Wahlversammlungen gebracht. In den sozialistische« Ber- sammlungen kam eS zu großen Kundgebungen für ei« Zusammen mit den Kommunisten und für völlig Abkehr von einem Pakte mit den großen bürgerlichen Wahlparteien.
Bedauern auSsprechen für die Beschießung de« Hügel« der Standart • Oil • Gesellschaft, um die Flucht der Ausländer zu decken. Außerdem will
Schanghai, 25. März. Der britische Gesandte Lampson vermochte keine Regelung über die Ausschreitungen des Vorgehens in Nanking zu
Süd-China kriecht nicht mehr vor England. -- Abbruch der Sühnekonferenz?
* * *
ein Klägliches Ende.
Da« Hornberger Schießen im GlaSpalast.
Genf, 26. März. Im Abrüstungsausschuß betonte Gras Bernstorfs scharf, es stehe dahin, wie lange noch die deutsche Regierung die Unfruchtbarkeit der Kommission ruhig wird ansehen können. Er werde Berufung an die Herbstverfammlung de« Böl- kerbuedes einlegen, aus die aber auch kaum noch Hoffnungen zu setzen wären. Dann wird, suhr Bernstorff mit erhobener Stimme fort, eben die Bölkerbundsversammlung als berufene Hüterin de8 Ansehens und des Einflusses des Völkerbundes diejenige Stelle fein, die veranlassen wird, daß unsere Kommission endlich auhört, in immer wiederholte« Tagungen eine bedauerliche Unfruchtbarkeit zu beweisen. Die Völkerbundsversammlung wird auch dafür zuständig fein, einen Bericht über de« tatsächlichen Stand der zwischen den Regierungen erfolgenden Besprechungen zu erhalten, auf den man sich hier immer mit solchem Nachdruck berufen hat, die aber, wie wir uns immer wieder überzeugen konnten, sich in einem außerordent- 'ck bescheidenen und unzulänglichen Rahmen abspielten und jedenfalls bisher keinerlei praktisches Ergebnis gezeitigt haben. Dem Wunsche auf baldige Einberufung der nächsten Tagung widersprachen bann der amerikanische und der englische Delegierte. Der Antrag Lit-
London, 26. März. Die englischen Blätter berichten eingehend über das Fortschreiten der Arbeiten an dem neuen deutschen Luftschifl in Friedrichshafen. Die Erbauer hätten erklärt, daß >as neue Luftschiff ein Instrument des Friedens ein solle. Wenn man die großen Anlagen ge> ehen hat, in denen Hunderte von Arbeitern be- chäftigt sind, so fühlte man diese Behauptungen bestätigt.
winow auf sofortige Beratung der neuen russischen Vorschläge wurde abgelehnt und jede Begründung für die Ablehnung verweigert.
und Resolutionsthema an seiner Anziehungskraft wesentlich verliert. Nun ja, allzu lange wird eS ja nicht mehr dauern, bis die Entscheidung, der ganzen Welt sichtbar, fällt. Deutschland aber muß sich heute schon auf diese Entscheidung emrichten.
Loudon, 26. März. , . _ .. _ .
। . , _ , _ „ I Fünfunddreißig Einwohner der Stadt wurden
Die Stadt Kiaugy, etwa sechzig Meile« von Erschossen, Dreiundzwanzig verloren ihr Leben
Schanghai entfernt, wurde vo« Räuber« Überfälle«, man spricht von Kommunipe«. Diese
Noch ein Jahr Geduld.
Unter Coolidge keine Dawes-Revision. — Stelldichein Briands mit Kellogg?
Paris, 26. März. Wie aus Washington ver lautet, werden auf den französisch-amerikanischen Notenwechsel hinsichtlich der Antikriegspaktfrage vielleicht Außenminister Briand und Staats sekretär Kellogg persönlich verhandeln. Zu der Behauptung, daß europäische Mächte in Was hington gewisse Schritte int Hinblick auf die Ab äuderung des Dawesplanes unternommen hät ten wird jedoch zuverlässig erklärt, daß am Da wespla« unter Coolidge keine Aeuderung vorgenommen werden würd*
Wenn eine Frau landet
Da« Flugzeug in der Ktnderschar. — Ein Kind tot, mehrere verletzt.
litauische Konferenz wird nur alS etwa viertägige Vorkonferenz betrachtet. Die Hauptkonferenz soll nach Ostern ebenfalls in Königsberg ftattfinden. Der polnische Außenminister Zaleski und der litauische Ministerpräsident Wolde- maras werden voraussichtlich nach etwa zwei Tagen wieder abreisen.
Berlin, 26. März. (Funkdienst.) Die am 30., ben, daß et bei dem Ozeanflug 500 000 Dollar März in Königsberg zusammentretende polnisch-1verdient hat.
Berlin. 26. März. Wie Ingenieur Goldstein berichtet, ist seine Verhaftun g unter schweren Bedingungen erfolgt. Sowohl in Stalin wie namentlicb tn Rostow war er mit einer ganzen Anzahl anderer Gefangner in kleinen Ställen zusammengepfercht, die unglaublich gewesen sind, in denen unendlicher Schmutz herrschte, auch U n g e z i e f er die Ernährung war c . ' ~
stow befand sich Goldstein ... ...... u;c 4 Meier lang und 1,70 Meter breit war, mit sechs anderen Gefangenen zusammen. Er hat dir auSgetzandenen Leiden noch jetzt nicht ganz
Bride Teile konnten sich um so leichter decouvrieren, als das Bild sich geändeert hatte. Die Sowjetleute, denen eS um die Weltmeinung wenig zu tun ist, und die auch nicht im Geringsten daran denken, ihre „Rote Armee" zu vermindern oder gar so kräftig abzubauen, wie eS nach ihrem Vorschläge der Fall sein müßte, haben aus mehr taktischen Gründen die Konferenzmächte vor eine alternative Entscheidung stellen wollen. Die Moskauer Staatsmänner wußten von vornherein, daß ihre Anträge ohne weiteres tn Genf tn den Orkus verschwinden würden. Sie sind auch mit diesem Resultat mehr als zufrieden, können sie ja nun die Frage innenpolitisch so auSschlach- ten, wie sie es schon vorher beabsichtigt hatten. Wer kann jetzt in Rußland von ben pazifistischen Gegnern der Sowjets noch ein Wort über die roten Rüstungen sagen? Um die Abrüstung war ; es der Sowjetdelegation tn Genf wahrlich nicht - zu tun. Sonst hätte sie ander- manövriert und nicht den Gegnern der Abrüstung aus der Konferenz die billigsten Abwehrtrümpfe in die Hand gespielt. Wie leicht war eS, mit dem Hinweis, daß man bei einer innenpolitischen Gefahr nicht ohne militärischen Schutz sein könne, die radikale Abrüstung für unmöglich zu erklären! Wie willkommen mußte da- Argument sein, das Verhalten Rußlands beweise nur, daß es, um die Weltrevolution leichter und sicherer in Gang zu setzen, alle kapitalistischen Regierungen ihrer militärischen Hilfsmittel berauben zu wollen. Besser konnte den Abrüstungsgegnern nicht in die Hände gearbeitet werden, als eS die Russen — und wie man leider annehme» muß, mit Absicht — getan haben.
DaS jüngste AbrüstungsstSndchen im Genfer Glaspalast hat in der ganzen Welt bei den Wissenden ein homerische» Gelächter erregt. Die Herren Artisten und Jongleure der Kleinkunstbühne brauchten sich nicht einmal besonders zu verbergen, wie einem um» Herz war. Man hielt es nicht einmal mehr für notwendig, die Maske so fest wie sonst vor daS Antlitz zu binden. Diesmal wurden aus den Herzen keine Mörder- gruben gemacht. Diejenigen Mächte, die innerlich nie für eine Abrüstung eingenommen waren, ließen diesmal — ob bewußt oder unbewußt, mag dahingestellt bleiben — durchblicken, daß es ihnen mit der Erreichung deS Zieles der Abrüstung durchaus nicht eilt. Daß man dies einmal so klar zu sehen bekam, ist vor allem das Verdienst der Russen. Diese zwangen mit ihrem radikalen Abrüstungsvorschlag die Mächte der Abwehr heraus und alles, was von den verschiedenen Delegierten zur Begründung ihres ablehnenden Standpunktes gesagt worden ist, war nichts mehr und nichts weniger als ein Plaidoyer gegetn die Abrüstung überhaupt. Wenn man eS noch nicht gewußt haben sollte und in einem allzu ideologischen Höhenschwung an daS ideale Streben aller Völker nach Abrüstung noch geglaubt hat, so wird man jetzt hoffentlich kuriert fein und auf den realen Boden der Tatsachen zurück- sinden. Gerade daS Unwahre und Heuchlerische, das aus der Abrüstungspolttik der Sowjetregierung allzu sichtbar hervorleuchtete, hat auch die Unwahrheit und Heuchelei der Andern enthüllt. Niemand wäre eS besser möglich gewesen, eine solche Entschleierungsszene zu veranlassen.
. Moskaus guter oder schlechter Wille hat jedenfalls so gut tote das letzte Genfer Abrüstungsporzellan zerschlagen. Wenn auch die großen Militärgötzen noch öfter auf tönenden Friedenskothurn zufammentreten und einber- stelzen und in ausgiebigen Debatten daS Weltforum amüsieren oder, was noch wahr- scheinlicher ist, langweilen werden, so wird aber doch die Frage der Abrüstung Wohl nie über das Stadium der Resolutionen hinaus kommen. Für Deutschland ist daS eine bittere Erkenntnis. Wir kommen aber nicht darum herum, unsere künftige Politik darnach einzurichten. Die Verpflichtung, die die Alliierten waS di« Abrüstung betrifft, im Versailler Friedensvertrag eingegangen sind, mutz irgendwie einmal eingelöst werden, da ja sonst auch die Bindung Deutschlands an diesen Vertrag sich löst. Es wird sich fragen, ob Deutschland noch lange das Schauspiel eines Akteurs in den Genfer Abrüstunaskonferenzen geben soll oder ob eS sich nicht eines Tages zurück zieh en muß. Die Ansicht, daß das Gerede über die Abrüstung mit der Zeit und dadurch, daß eS nicht aufhört, zu der zwingenden Kraft führt, der sich auch die Abrüstungsgegner nicht zu entziehen vermögen, ist zum mindesten nicht besser be- gründet als die Auffassung, daß die Abrü- stungsidee durch die Abnützung alS Konferenz-
Der Zeppelin als Friedenstaube
England bewundert und preist unser Riesenwerk.
Maffacre in der Wnesenstadt
Greuelszene« tm ewigen Bürgerkrieg.
Bedrohte Äugend.
Die Dhphterie nimmt wieder zu.
liebet die Butt «ferne bet ® tobtet ie-(irft(iaf»»- «eit und die verschärfte Bösartigkeit dieser Krankbeit mache« sich die GesuudbeitSbefeötdea ,. 8t. »ieder begreifliche Sorge». Die AnsklS- taugen und Hinweise, die unserem Mitarbeiter durch daS Reichssesundbeitsamt selb« zuteil wurden, werde» auch »»seren Leserkreise» »»tze» könne».
Rach dem jetzt vorliegendenMaterial ist ein besorgniserregender Anstieg der Diphterie zunächst nur für Großstädte, insbesondere Berlin, Breslau, und rheinisch-westfälischen Groß- tädte festgestellt. Erfahrungsgemäß muß aber damit gerechnet werden, daß die Krankheit noch an Ausdehnung gewinnt. DaS Behring-Serum dessen Eriindupg zu den größten Wohltaten für die Menschheit gehört, ist in den Weitaus meisten aber nicht in allen Fällen wirkungsvoll. Im letzten Jahre starben in Deutschland an Diphterie trotz der sonst so erfolgreichen Serumbehandluna noch 2800 Menschen. Im letzten Friedensjahre wurde in Deutschland die vierfache Zahl an Menschen durch Dhphterie htngerafft. Diese traurige Zahl steigerte sich nur noch bis 1915. Von da ab ist bis heute eine ständige Eindämmung der Krankheit infolge der Anwendung des Serums erzielt worden. Jetzt scheint aber ein gewisser Rückschlag einzutreten. Er ist besonders gefährlich für die Heranwachsende Jugend, von der Übrigens die
Knaben viel stärker gefährdet erscheinen als die Mädchen. Bei den Knaben ist jedenfalls die Zahl der Todesfälle durch Diphterie Jahr für Jahr um zehn bis zwölf Prozent höher gewesen als bei Mädchen. Ganz ähnlich verhält sich auch der TodeSanteil der Geschlechter bet Masern und Röteln. Bei der weniger Opfer fordernden Scharlacherkrankung sind aber die Mädchen mit viel mehr Todesfällen beteiligt das weibliche Geschlecht zahlt auch stets dem Keuchhusten, der über sechstausend Todesfälle jährlich fordert, also zur Zeit noch schlimmer wütet als Diphterie einen auffallend Höheren Tribut als daS männliche. Die Diphterie ist für beide Geschlechter unbedingt lebensgefährlich wenn auch die ErholungSaussichten für Mädchen etwas besser sind al» für Knaben. Heute können schon mehr als 96 von Hundert der Erkrankten gerettet werden, (früher nur 4), dank des Serums, daS die Abwehrkraft des Körper« gegen daS Gift der Diphteriebazillen zum Siege führt. Neuerdings mehren sich die schwereren Fälle mit riefergreifenden, Kehlkopf, Luftröhre und Bron- chien gefährdenden Geschwüren. Niemals war nach Meinung der den Gesundheitsstand des Volkes auf daS genaueste beobachtenden amtlichen Stellen die Notwendigkeit einer vorbeugenden planmäßigen
Abwehr gegen die Diphterie besonders bei der Jugend dringlicher als in diesem Augenblick Die Wirkung des Serums gegen die Diphteriebazillen beruht darauf, daß mit der Einspritzung des Serums in den Körper die von diesem selbst erzeugten Gegengifte gegen die Di- Phterieerreger vermehrt werden. Das Diphteric- scrum ist ja nichts anderes als das mit Schutz- sioffen gesättigte Blutwasser künstlich diphterie- krank gemachter Pferde und auch Rinder. Die von diesen Tieren erzeugten Schutzstoffe sind wirkungsvoll auch gegen die Diphteriebazillen, die den Menschen überfallen. In Zeiten einer besonderen Seuchengefahr, also in diesem Au- genblick, muß man die Schutzstoffe des eigenen Körper- Vern,ehren. Dafür bietet eine vorbeugende Behandlung mit dem erwähnten Jmpk- stoff eine völlig gefahrlose Möglichkeit. Die schützende Wirkung einer solchen vorbeugenden Impfung, die von dem GesundheitSbehörden zur Zeit dringend angeraten wird erstreckt sich auf viele Jahre und schafft eine so gut wie unbedingte Sicherheit gegen den Seuchenüberfall, der uns gerade in diesem Fahre bedroht, und der besondere Vorsicht erfordert, weil die Krankhcirs- erreger heftiger und schädlicher wirken als bisher
Sin grausiger Rekord.
Das Auto al« Massenmörder in bet Reuen Welt.
Newyork, 26. März. (Durch Funkspruch.) Jml AutomobUnnsällen 26618 Personen getötet und Jahre 1927 sinb in ben Vereinigten Staaten bei 197 700 verletzt worben.
rrschte. auch Ungeziefer ganz ungenügend. In Rodstein in einer Zelle, die