Einzelbild herunterladen
 

Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

Die Kasseler Neueste» Nachrichten erschetue» wöchentlich sechsmal nachmtitas«. Der AbonnewentspreiS beträgt für de» Monat 2.20 ji Set freier Zustellung ins Haus, tu der Geschäftsstelle abgebolt 1. X Durch di« Post monatlich 2.20 X auSschliestltch' Zustellung8geüüdr. fterulvrechn 951 und 952. Für unverlangt «ingesaudt« Beträge kann die Redaktion ein« Berantwortuno ober Gewähr in keinem Kalle übernehmen. Rückzahlung des BezugeSgelbes oser Ansprüche wegen etwaiger nicht orbnnngsmätziger Lieferung ist ausgelchlosten. Postscheckkonto Srankfnrt a. M. Nummer 6386. Einzelnummer 10 A. Sonntagsnummer 90 X.

Hessische Abendzeitung

Kleine Anzeigen on« Kastel daS Wort 6 Z auswärtige Kleine Anzeigen dw mm» Zeile 10 A. Reklamen die ww-ZeUe 98 A. Offertgebühr W A (bet Zustellung 85 XI. Rechnungsbetrag« innerhalb 5 Tagen zahlbar Kür die Richtigkeit aller durch Kernsprecher aufgegebenen Anzeigen sowie für Aufnabmebaten und Plätze kann nicht garantiert werden. Kür Anzeigen mit besonders schwierige«Satz 100 Prozent Aufschlag. Druckerei: Schlachtiostrr. 28/30. Geschäftsstelle: Köln. Str. 5.

Nummer 206.

Einzelpreis: Wochentags 10 Pfennig

Freitag, 3L August 1928.

Einzelpreis: Sonntag« 20 Psennig.

18. Jahrgang

Wird Genf wieder eine Niete?

Bei Sicht besehen.

Die jüngste Einkreisung im Uhrensaal.

Wie hat man Stresemann bei der Unterzeich­nung des Kelloggpaktes in Paris gefeiert I Briand selbst wand seinem friedenspreisgekrön- ten Kollegen neue Dankeslorbeeren ums Haupt. Natürlich hat Briand auch diesmal alle Register seiner kunstvollen und feurigen Rhetorik gezogen, um den Vorgang im Licht einer imposanten sran- zösischen Geste für den Frieden erscheinen zu lassen. Die Liquidation des Krieges aus ewige Zeiten, der neue Zeitabschnitt in der Geschichte der Menschheit, die freiwillige Solidarität der Nationen ,die Widmung an alle Toten des gro­ßen Krieges für eine Rede im Prunksaal des französischen Außenministeriums und für einen Redner wie Briand ist das selbstverständliche Aufmachung. Wir fragen uns, was denn nun tm letzten Grunde anders geworden ist, seitdem mit umgekehrtem Vorzeichen eine Gerichtssitzung gehalten wurde über denVerbrecher an der Menschheit", als den man Deutschland vor neun Jahren in der Spiegelgalerie vor Versailles auf­treten ließ? Eine Antwort daraus kommt ge­rade aus Polen, wo das führende Blatt seine Meinung dahin ausspricht, die Unterzeichnung des Kelloggpaktes habe den Sinn, daß hierdurch der im Versailler Vertrag geschaffene Zustand feierlich bestätigt, die Kriegsgesahr von Setten Deutschlands und Rußlands vermin­dert und somit die Unantastbarkeit der polnischen Grenzen sichergestellt werde!

So oft es auch schon geschehen ist,es ist im­mer noch nicht überflüssig, daran zu erinnern, daß jenes Urteil von Versailles, wo Deutschland auf seinen Protest gegen die beispiellose Verge­waltigung von den Alliierten die Antwort er­hielt, seine Verurteilung sei erfolgtwegen des größten Verbrechens in der Geschichte der Menschheit", und damit ihm für die Zukunft die Wiederholung unmöglich werde bis heutenochnichtrevidiertist! Ja mehr als das: Poincarö hat die Revision ausdrücklich verweigert, mit der Begründung, wenn Deutsch­land nicht mehr allein verantwortlich für den Krieg sein solle, dann läge auch weiter kein Grund vor, Deutschland allein zahlen zu lasten. Ein Politiker wie Briand würde kaum darum verlegen fein, eine Antwort auch auf die Frage zu finden, wie sich die Fortdauer der Be­satzung im Rheinlande, die französisch-englischen Truppenmanüver aus deutschem Boden, die Ver­bote wirtschaftlich unumgänglicher Bahnhofs­bauten, die französischen Kriegsgerichtsurteile gegen Deutsche im besetzten Gebiet, die Faust­schläge und unsittlichen Ueberfälle französischer Offiziere und Soldaten auf deutsche Männer und Frauen mit der Einkreisung durch die vielen Liebenswürdigkeiten vertragen, mit denen der deutsche Reichsaußenminister in Paris um­geben wurde. Es liegt Methode in diesem Vor­gehen, das wir schon mehrmals erlebt haben: in Locarno, in Genf, in Thoiry. Diese Liebenswür­digkeiten kosten dem, der sie austeilt, nichts, aber sie sollen von Deutschland bar bezahlt werden.

Wenn auch das sanierte Frankreich unser Geld nicht mehr so dringend braucht, wie damals in Thoiry zur Jnflatwnszeit, so steht es doch auch jetzt unter einem gewissen moralischen Drück, denn die Räumungstermine rücken nä­her, und es würde die französische Regierung vor der Welt in große Verlegenheit bringen, sobald die Termine da sind, die Räumung noch länger zu verweigern. Darum har man sich entschlossen, jetzt selbst den Preis zu nennnen, den man haben möchie, und zwar nach der be­kannten geschäftlichen Methode des Vorfragens. Militärische Dauerkonrrolle im Rheinland, große deutsche Geldleistungen, freiwillig Wiederholung des erzwungenen Verzichts auf das Korridor- gebier und Oberschlcsien, Verzicht auf den öster­reichischen Anschluß das sind die französischen Forderungen Es wird zwar selbst in Frank­reich nicht viel Leute geben, Denen es möglich erscheint, daß Deutschland alles das zugesteht, damit die Franzosen fünf Minuten vor zwölf Uhr aus Koblenz hinausgehen, was sie um Zwölf sowieso tun müssen, und damit sie versprechen, irgend wann auch aus Mainz hinauszugehen Indes man will Deutschland mit dieser Maste von Zumutungen in Track bringen, damit es einen Teil davon anerkenn' Ter s'ühere Reichskanzler Dr. Marx hat vor ein paar Tagen in Gastein gesagt, das Rheinland werde den Druck der Besatzung lieber noch wei­ter ertragen, als durch Verzicht aus den An­schluß Oesterreichs seine Befreiung erlangen und gemeint, eine Dtskustion über die Räu­mung auf dieser Grundlage werde nicht fünf Minuten dauern Ta die Unterredung S'resemanns mit Poincare fünf V'ericlstunden gedauert hat, so mutz also noch von vielen

Stresemann schweigt sich aus.

Was man in Baden-Baden von Gens erwartet.

Gens, 30. August. (Privatinsormation.) Die äußerste Zurückhaltung, die über die Pariser Besprechungen Strcfemann's mit Brians und Poincare bisher geübt wurde, wird auch nach dem Besuch des Staatssekretärs v. Schubert in Baden-Baden weiter beobachtet. Deutschland wird jedoch jetzt in Genf fein Demarche in der Rheinlandfrage kortsetzen und einer Klärung entgegenführen können. Weitergehende Ver­handlungen sind vorerst nicht zu erwarten. Statt der bisherigen bloßen Unterhaltungen werden die bevorstehenden Besprechungen in Genf vielleicht in einem größeren Rahmen und damit zwischen den deutschen Vertretern und den Hauptdelegierten Englands, Frankreichs, Belgiens, Italiens und Japan« vor sich gehen.

* *

Ohne die drei Großen.

Für die Unterdrückte» nicht viel Hoffnung.

Gens, 30. August. (Eigene Nrahtmeldung.) Zur heute beginnenden Ratssitzung ist Briand ebenfalls nicht eingetroffen. Zum ersten Male

seit dem Locarnopakt fehle« die drei Lo­carno-Minister. Genf ist vollständig be­flaggt. Die Tagesordnung umfaßt 38 Punkte. Die wichtigsten sind der Wilna-Konflikt und der ungarisch-rumänische Optantenstreit. Für Ober­schlesien erwartet man nicht viel. Der Völker­bundsrat wird vorausfichtlich auch diese Fragen wieder vertagen.

* * *

Ein Schandfleck für Genf.

Kein Herz für die Minderheiten.

Gens, 30. August. (Eigene Drahtmeldung.). Die gestern eröffnete Minderheitsiagung gestal­tete sich zu einem Protest gegen die unzuläng­liche Behandlung der Minderheitenfrage durch den Völkerbund und führte zu schärfsten Angrif­fen sämtlicher Redner gegen den Völkerbundgeist. Professor Schiemann betonte .bisher bei vom Völkerbund nicht das Geringste getan worden, um die Vergewaltigung der Minderhei­ten ein Ende zu bereiten. Ein Ungar sprach von einer Masse von 40 Millionen Unzufriedener.

6m drolliges Meingeschäsl.

Unser Erbenheim für Rennen und Polospiel.

Wettergraus im blauen Süden

London, SO. August. (Eig. Drahtbericht.) Halbamtliche Erklärungen bestätigen die Aus- dehnuig der britischen Besatzungszone über Er- brnheim hinaus vom 1. Oktober ab, zumal dort der für britische Veranstaltungen notwendige Rennplatz und die Polo-Fläche liegen (?) Für die Benutzung dieser beiden Flächen hätten die Deutschen swts mit den Franzosen zu verhandeln gehabt, um zu Vereinbarungen mit den britischen Stellen zu gelangen. Die

berührt (?) feilt, da Erbenheim als Flug­platz für Mainz-Wiesbaden ausgebaut würde. Man glaubt, daß, wenn Erbenheim in britischen Händen fei, bei Unterhaltung einer Luftv«- kehrslinie London-Wiesbaden jede Spannung mit den Besatzungsmächten vermieden werden könnte. (Auch diese Besatzungsverschiebung ist nichts anderes als ein Produkt der neu ausge- frischten Ententefreundschaft. John Bull be­weist damit, daß er mit dem gallischen Kräh- hahn wieder durch dick und dünn gehen will. DieAnnehmlichkeiten" für Deutschland sind

Deutschen würden überdies über die Ausdeh, nung der Besatzung durch England angenehm dabei nur ein plumper Köder. Die Red.)

Neun Tote und über hundert Verletzte in der blühenden Lombardei. Die Stadt ohne Licht und Telephon.

Rom, 30. August. Bei einem furchtbaren Unwetter mit Hagelschlag und Sturmwind wurden in der Stadt Monza die Straßen überschwemmt, Bäume entwurzelt, Teleson- drähte zerrissen und einige Schornsteine zum Einsturz gebracht. Auch die Turmspitze der Kathedrale stürzte ein. Etwa 100 Personen sol­len verletzt und neun getötet sein.

Rom, 30. August. (Eig. Drahtbericht.) Die Folgen der Sturmkatastrophe in Monza wurden durch Unterbrechung der telefonischen Verbin­

dungen noch schwerer. Außerdem war die Stadt infolge Umstürzens von sieben Masten der elek. irischen Leitung saft völlig in Dunkelheit gehüllt. Es sind steben Todesopfer identifiziert worden, unter ihnen zwei Frauen. Zwei männ­liche Leichen find noch unerkannt. Mehrere Ver­letzte, darunter steben Schwerverletzte, wurden ins Krankenhaus überführt. Etwa 100 Per­sonen erlitten durch herabfallende Ziegel, Glas­scheiben und andere Gegenstände leichtere Ver­letzungen. Vertreter der Behörden besuchten die Verwundeten im Krankenhaus.

Aeun Giftmorde aus Mitteid.

Entsetzliche Verirrungen einer Bauersfrau.

Newyork, 30. August. (Durch Funkspruch )I Im Staate Missuri hat die Polizei eine 50jäh rifle Bauersfrau verhaftet, die seit dem Jahre 1912 neun Giftmorde verübt hat. Die will dies

Kranken vergiftet haben, weil ihr der Anblick der Leidenden unerträglich gewesen fei. Unter den Vergiftete« befanden stch ihr Mann, ihre Schwiegermutter und ein weiterer Ver­wandter.

Verspielte MiMonenkreölte.

Peinliche Verhaftungen im St. Ingbert-Skandal

St. Ingbert, 30. August. (Privattelegramm.) Der Kaufmann Julius Blatt wurde verhaftet. Der Firma Blatt halte die Sparkasse St. Ing­bert über vier Millionen Mark Kredit gewährt, obwohl deren Finanzen schon damals völlig zerrüttet waren. In Augsburg soll der In­haber der dortigen Firma P i r ch e r, der Bruder des verhasteten Finanzrates Pircher ,festgenom- men werden ,der die treibende Kraft bei der Ver­gebung der Kredite gewesen sein soll, und selbst eineh ungedeckten Millionen-Kredit erhalten hatte. Auch in Heidelberg stehen Verhaftungen bei den B a l t i a - W e r k e n bevor. Die Regie rungskommisfion will der Stadt S'. Ingbert un­verzüglich wirksame Hilfe bringen und zwar be­sonders den Einlegern von Spargeldern, dem Handwerk und der Geschäftswelt. Die sehr kom­

plizierte Revision dürfte nou, drei Monate in Anspruch nehmen.

<2rfoigiofe Hausjuchuno bei etmnee.

Hamburg, 30. August. Die im Kriegsanleihe- skanoal tätigen Berliner Beamten erbaten von der Hamburger Kriminalpolizei die Assistenz eines Beamten, um gemeinsam die Privatwoh- nungen von Stinnes und die Geschästs- räumlichkeiten zu durchsuchen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Korrespondenz gelegt aus der man bereits früher einen Schriftwech­sel beschlagnahmt hatte, der Herrn Stinnes zu belasten schien. Bei der Untersuchung wurvc aber keinerlei Material gefunden, das Aus­kunft über Bezichunaen von Stinnes zu der Affäre der Kriegsanleiheschiebungen gebracht hätte. Heute soll Hugo Stinnes jun. in Berlin vom Untersuchungsrichter vernommen werden.

Briand hat das Weihrauchsaß geschwungen, und I Bloßer Weihrauch ist aber keinesfalls ein Ge- am *>< n-scku-ieben I Neuwert für Versailles.

Vormarsch der Frau.

John Citizen hat vor der Konkurrenz Angst.

(Londoner Brief unseres Mitarbeiters.)

Ei» Blick t« die englische Bttrserseele. Stetten» feinde wegen des Stimmrechts. Wadltrnvve» für die Linkspartei. DieFnnftlgprozentisen".

London, Ende August

John. Bull und John Citizen sind zwei ver­schiedene Menschensymbole. John Bull soll das richtigeOld England" darstellen, das beefsteak- und portergenährte, das stiernackige, das es heute gar nicht mehr gibt. John Citizen aber ist der englische Durchschnittsbürger von heuie, der Mann, der sich in den weitaus meisten Fäl­len als Angestellter oder Arbeiter schlecht und recht ernährt, hohe Steuern zahlt, in der Furcht vor Wirtschaftskrisen lebt und dem es durchaus nicht immer zu Beefsteak und Porter langt. Von Sliernackigkeit ist bei John Citizen nicht die Rede. Im Grunde ist er froh, wenn die Regie­rung ihn leben läßt und keine Weltpolitik treibt, die das Reich wieder in die Gefahr eines von John Citizen aus tiefster Seele verabscheuten Krieges bringen könnte. Diesen John Ciftzen findet man nicht im Westen Londons, wo ja nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung herrlich und in Freuden nach altem Stil lebt, aber man findet ihn in allen anderen Stadtteilen und in der Provinz. Er politisiert nicht, aber er hat viel Beschwerden gegen die Regierung und wenn er auch bei den letzten Wahlen konservativ ge­wählt hat, weil man ihm mit dem Sinow- jetobilef Angst vor den Kommunisten gemacht hat, so findet er doch, daß Stanley Baldwin und seine Leute das Land

schlecht verwalten und große Dummheiten machen. Als eine ganz besondere Dummheit steht John Citizen das neue, freilich noch nie ausgeprobte erweiterte Frauenstimmrecht an, das allen weiblichen Wesen vom einund- zwanzigsten Lebensjahr ab das Stimmrecht bet den Unterhauswahlen gibt. Diese radikal femi­nistische Maßregel hat die merkwürdige Wirkung gehabt, in England den Antifemtnismus Hervor­zurusen. Das drückt stch sehr deutlich in den Karikaturen aus, für die ja fast jedes englische Blatt eine Ecke hat. Sie rühren fast ausnahms- ws von Männern her, die ihr eigenes Geschlecht aufs giftigste verspotten und zwar aus Besorg­nis vor den Folgen des Frauenstimmrechts. Be­kanntlich war selbst das Kabinett bei Annahme des Gesetzes gespalten, das hauptsächlich der Lin­ken zu verdanken ist und ihr auch bei den näch­sten Wahlen zu Gute kommen wird. Ja, der Normalengländer hat

Angst vor den Frauen.

Er fürchtet namentlich als Angestellter ,als Clerk die weibliche Konkurrenz und behauptet, sie werde die herrschende Arbeitslosigkeit noch durch Unterangebot verstärken. Die antifeministische Reaktion macht sich darin geltend, daß viele große Banken, Versicherungs- und Verkehrsge­sellschaften heute prinzipiell keine weibli­chen Arbeitskräfte in ihren Büros an­stellen. Besonders scharf sprechen sich die Lehrer dagegen aus, daß männliche Lehrkräfte unter weiblichen Vorgesetzten arbeiten. Ein Kongreß der Lehrer hat ganz scharfe Beschlüsse in dieser Hinsicht gefaßt. Während man in den evangeli­schen Kirchen Deutschlands stch nicht ablehnend gegen das Theologiestudium der Frauen und gegen ihre Beschäftigung im Dienst der Kirche verhält, hat der Bischof von Birmingham kate­gorisch erklärt :Wir brauchen Mütter, keine Pa­storen". Es gibt auch eine männliche Vereini­gung der sogenanntenFünfzigprozentigen" die allen Ernstes den gleichen Rechten der Frauen gleiche Pflichten gegenüberstellen will. Diese Fünfzigprozentigen "erheben die Forderung, daß die Frauen im Kriegsfall aktiven Hee­resdienst wie die Männer verrichten sollen, worauf die Frauen allerdings erwidern, daß dies ein Unsinn fei, da ja die Männer selbst beim besten Willen nicht die Gefahr des Kindergebä- rens übernehmen könnten. Die Männer erwi­dern darauf, daß dann wenigstens dieSptn- ters" aktiven Dienst zu leisten hätten. Diespin- ters" die Unvermählten und Kinderlosen würden allerdings in England eine ungeheure Armee liefern. Wenn man die Engländer nun daraus aufmerksam macht, daß in ihrem Lande doch mindestens zwei Königinnen Elisabeth und Victoria erfolg- und ruhmreich regiert haben, so erhält man die Antwort, daß tatsächlich doch nur deren Günstlinge geherrscht hätten. Sehr unzufrieden ist John Citizen mit der

Faulheit" des Unterhauses.

Lange erregte Debatten gibt es nicht mehr «nd eine Nachtsitzung hat überhaupt noch nicht statt- gesunden. Diese scheinbare Faulheit ist die