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Kasseler Abendzeitung
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Hessische Abendzeitung
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WiensArbeiter sotten nicht ausmarschieren
Flugblattaktion gegen Kassels RegierungSpräldrnten / Die Flotten-Enchüllung.
land oder sonst Jemanden für nötig halten. Die amerikanische Antwort ist deutlich genug. In England fängt man schon an einzusehen, daß es mit der Einheitsfront gegen Amerika nicht viel werden wird, weil die Amerikaner den längeren f i n a n z i e l l e n Atem haben. Schon heißt es, das Abkommen mit Frankreich werde man fallen lassen müssen — aber die damit ver bundenen Zusagen an Frankreich müßten bestehen bleiben! Warum? Weil, wenn sie zurückgezogen werden, die französische Basis für eine Luftoffenstve gegen England wieder ins Dasein träte.
Iobn Bull hat Furcht
Eine Kapitulation vor dem Kanalnachbar.
Von Dr. Paul Rohrbach.
Mancher Engländer hätte den Weltkrieg srü- her beendet wegen einer doppelten Gefahr, die Englands Welistellung und die Unabhängigkeit der englischen Politik bedrohte. Tie eine Gefahr hieß: Radikale Arbeiterpartei, die befürchtete Radikalisierung innerhalb der ena- lischen Arbeiterschaft und die unverhältnismä- ßige Vergrößerung der amerikanischen Macht. Allerdings hat sich auch noch ein Drittes und Viertes ereignet: di« Verschlechterung der landwirtschaftlichen Grundlagen Englands (durch die Abnahme der Weltkaufkraft und durch den mangelhaften Absatz der englischen Kohle) und die Schwächung der englischen Position gegenüber Frankreich Diese Zusammenhänge deckt das jüngste Marneabkommen deutlich aus. Jeder Kenner der früheren Zustände wundert sich darüber, daß eine Verständigung mit Frankreich aus einer Grundlage gesucht wurde, die tit Amerika starke Mißstimmung Hervorrufen mußte Um das zu verstehen, müflen wir uns zuerst vergegenwarti gen, daß die Französen eine Forderung an England hatten und daß sie am längeren Arm des Hebels saßen. Die französische Politik ist eindeutig bestimmt durch ihr Verhältnis zu Deutschland, das sich in der Formel ausdrücken läßt: „Am Versailler Diktat und seiner, Fesseln ist niemals zu rütteln!" Die Besatzung im Rheinland, di« militärische Dauerkon- trolle. die deutschen Reparationen sind für Frankreich alle wichtig, sind unverletzlich Daneben ersttebt Paris die Vorherrschaft auf dem Festland von Europa überhaupt. Dazu brauch! rankreich freie Hand von Seiten Englands Mit einem unsicheren England im Rücken ließe sich «ine Politik französischer Dikiaturverewi- gung in Europa nicht machen. Frankreich bäli gegen England zwei Druckmittel in der Hand: die Unterseebootwaffe und die Flug- z e u g w a f f e. Bei weitem gefährlicher ist heute die zweite. Man geniert« sich in Paris auch garnicht, den Plan einer Reihe von befestigten Flugzeugstützpunkten längs der ganzen sranzö- fischen Kanalküste aufzustellen.
In diesem Sommer fanden Manöver der englischen Luftflotte über London statt, mit dem halbamtlich betonten Ergebnis, die Abwehr eines feindlichen Fliegerangriffs in großem Stil sei nicht gelungen, und im Ernstfall waren Massen feindlicher Flugbomben auf di« City, die Docks und andere Objekte zerstörend nieder, gegangen Daraus ergab sich, daß die Abwehr- organisation und die Luftstreickräst« in England zu verstärken seien. Für die Wissenden hatte di« Demonstration auch noch einen anderen Zweck, nämlich den, zu beweisen, daß der Preis gezahlt werden müsse, den Frank- reich für die Aufgabe jenes Planes forderte, der di« Einrichtung einer Reihe von Fluyzeug- Angrisssbasen an der England zugekehrten Ka- nalküfte vorsah. Der Preis von englischer Seite bestand in der Ueberlassung der militärischen Vorherrschaft auf dem Festlande an Frankreich, in der Unterstützung der französischen Forderungen an Deutschland und in dem Zugeständnis, daß die Franzosen beliebig viel sogenannte „kleine" Unterseeboote, d. h. solche unterhalb der Grenz« von 600 Ton- neu, bauen dürsten. Um diese Art von Wieder- befestigunq der Entente, mit der Front gegen Deutschland, auch äußerlich zu bekräftigen, ver- langte und erhielt Frankreich di« englische Ern- willigung, daß englische Truppen an den französischen Manövern im Rheinland teilnehmen sollten.
Frankreich hat nicht umsonst unerhörte An- strengungen auf den Ausbau seiner Bewaffnung in der Luft verwendet. DaS was Napoleon l. geträumt, was er vergebens zu verwirklichen verusucht hatte, dieJnvaftonEnglands von der französischen Küste auS, liegt heute im unmittelbaren Bereich des Möglichen: nicht mehr zur See, sondern durch die Lust. Der überwiegende Teil der englischen öffentlichen Meinung, der in dem Abkommen eine politische Kipatula- tton erblickt, ist daher auf dem richtigen Wege Unter den französischen Gegenleistungen befindet sich auch die Zusage der Einheitsfront gegenüber den amerikanischen Ansprüchen in der Frage der sogenannten Abrüstung zur See. Die Amerika- ner haben darauf schon ihre Erwiderung gege- bett. Sie nehmen Notiz davon, daß eS sich um den Plan zu einer Art von BündniS gegen s i e bandelt, und sie erklären, daß damit weite- rem Wettrüsten das Tor geöffnet sei. Das will besagen, daß sie so viele und so große Kriegsschiffe bauen werde», wie fie eS gegenüber Eng-
wiens Arbeiter abgeblafen.
Die Obmänner bremsen für den 7. Oktober.
Wien, 5. Oktober. Die Obmänner der Sozialdemokratie und des Schutzbundes von Wien fordern die Wiener Arbeiter und Arbeiterinnen auf, am 7. Oktober nicht nach Wiener Neustadt zu fahren, da die Gefahr bestehe, daß die Bahn den großen Anforderungen nicht gewachsen fei.
Laut Pressenotiz werden sich Die Burgentäu dischen Sozialdemokraten gemäß der Weisung der Parteileitung ebenfalls nicht nach Wiener Neustadt begeben.
Wie sich Wiener Neu aöt liefen.
Wien, 5. Oktober. Wegen der Heimwehrund Arbeiteraufmärsche wird für Wiener-Neu stadt ein Alkoholverbot erlassen.das stis Sonntag Mitternacht dauern soll. Dari Alkoholverbot im Burgenlande wird sogar bis Montag dauern. Von den Führern der beiden Aufmarschformationen liegen die Versicherungen vor, daß alles aufgeboten werden soll, um Ruhe und Ordnung zu halten. Der Hauptplatz wird um 11 Uhr von den Heimwehrleuten geräumt, und auf ihrem Rückmarsch werden sie von den Sicherheitstruppen ein Stück Weges begleitet. Sodann erfolgt eine hermetifcheAbschlie- ßung des Platzes, worauf der Schutzbund aufmarschiert.
Berlin tastet sich vor.
Ein Pariser Versuchsballon für die Räumung.
London, 5. Oktober. (Eigene Drahtmeldunz.t Ein französischer Korrespondent, bei dem man Pertinax vermutet, läßt in der Presse einen Versuchsballon steigen hinsichtlich der b e i d e n Kommissionen, die durch die Genfer Verhandlungen ins Leben gerufen wurden. Die deutsche Regierung müsse den ersten Schritt hinsichtlich der Ernennung der Sachverständigen unternehmen, die sich mit dem Reparationsproblem zu beschäftigen haben. Hinsichtlich der Feststellungs- und Aus- gleichskommisston müsse man sich zuerst über deren Lebensdauer einigen. Paris habe noch keine Mitteilungen von Deutschland erhallen. Demgegenüber erklärt ein anderer Korrespondent, daß bereits ein nicht formeller M e i - nungsaustausch darüber stattfindet.
Aucv Amerika tonn nicht auftoenen.
Rewyork, 5. Oktober. Funkdienst.) Laut Pressenotiz hat es Staatssekretär Kellogg ab- gelehnt, irgendwelche Schritte bei der deutschen Regierung zu Gunsten der amerikanischen Besitzer deutscher Vorkriegszahlungsmittel zu unternehmen, da die Entwertung der Mark eine innere Angelegenheit Deutschland sei. Eine Gesellschaft, bei die Interessen amerikanischer Besitzer von 200 Millionen Mark in Vorkriegswährung vertritt, Halle diese Aktion eingeleitet.
Das Geheimnis gelöst.
Wie Paris-London „einschränken" wollen.
London, 5. Oktober. (Eigene Drahtmeldung. > Ein Korrespondent meldet aus Paris, Briand habe bereits zweimal in London auf Veröffentlichung des Marineabkommens gedrungen, wäh rend die britische Regierung die folgenden drei Roten in ihrer Gesamtheit veröffentlichen möchte Die erste britische Note enthält die Anregung, daß außer den bereits in der Washingtoner Kon- vention von 1921 eingeschränkten Kriegsschiffgattungen noch diejenigen mit einem Geschützkaliber von über sechs Zoll eingeschränkt werden sollten. Cs sollten also eingeschränkt werden: Schlachtschiffe. Flugzeug-Mutterschiffe, Kreuzer von 10000 Tonnen mit acht Zoll Geschützen und U-Boote. Sollt« Frankreich zustimmen, dann würde die britische Regierung ihren Widerspruch gegen die französische These betreffs der ausgebildeten
Reserven der französischen Armee zurückziehen. In der zweiten Note willigt Briand ein und er- sucht außerdem den drei Anregungen zuzustim
men, die inzwischen von dem französischen Marinechef gemacht wurden. Dir ersten beiden Punkte beziehen sich auf Festsetzung eines Höchstmaßes der Tonnage für 10 000 Tonnenkreuzer und U-Boote. Der dritte Punkt besagt:
Nur U-Boote über 600 Tonnen sollten der Einschränkung unterworfen fein. In der dritten Note nahm dann England trotz mancherlei Bedenken nun diese Forderungen an und faßte alle Einschränkungsprinzipien nochmals zusammen. In der letzten Septemberwoche wurden dann die soeben angeführten Dokumente in ihrer Gesamtheit auf Rom, Washington und Tokio mitgeteilt.
Gin Flugblatt - Duell.
Nationalsozialisten contra Friedensburg.
Berlin, 5. Oktober. (Durch Funkspruch.) In einer Landiagsanfrage (Nat.-Soz.) heißt es < Nach Pressemeldungen wurde üprch den Regie- rungspräsidenren Dr. Friedensburg ein Beamter der Kreissparkasse m Marburg und etn Angestellter des dortigen Katasteramtes fristlos entlassen, weil beide angeblich nano- nalsozialisttsche Flugblätter verteilt hatten. Diese schroffe Maßnahme widerspricht der geltenden Reichsverfassung. Wir fragen das Staatsministe- rium: 1. Werden in Preußen alle Angestellten und Beamten entlassen, die Flugblätter verteilen ? 2. Ist ihm bekannt, daß von Beamten tote- derhott Flugblätter anderer Pvieren verteilt worden sind, ohne daß irgend eine Ahndung seitens der Vorgesetzten dieser Stellen stattgefunden hat. 3. Wird die soziale Handlung Dr. Friedensburg gebilligt?
(SrÖner deckt dem Warwechef
Berlin, 5. Oktober. Reichswehrminister Grö- ner gab der Presse gegenüber Angriffen gegen den neuernannten Marinechef R a e d e r bekannt, daß dieser fein Amt in straffster Erziehung feines gesamten Befehlsbereichs zu verfassungstreuer Gesinnung und Handlungsweise geführt habe Er halte unbedingt an der Richtigkeit seiner Wahl zum Besten des Reiches und der Reichsmarine fest.
Ehincr unter variki-TIuiflcvt
Nanking, 5. Oktober. I» dem heute veröffentlichten Verfasjunasgesetz der Nationalistischen Regierung ist das Wesentlichste, wie bereits gemeldet, die überragende Stellung, die der Kuomintang-Partei bei der Bildung und der Beaufsichtigung der Regierung gegeben wird.
Em JuviiSumegNtvenk des Röntge.
Sofia, 5. Oktober. Die bulgarische Armee hat oen König Boris auS Anlaß des zehnjährigen Thron-Jubiläums zum General ernannt. Der König begnadigte einige zum Tode verurteilte politische Verbrecher zu lebenslänglichen Gefängnisstrafen.
Düstere Streikszenen.
Elf Ueberfälle an der Wasserkante.
Hamburg, 5. Oktober. Im Streik der Hamburger Werftarbeiter scheint eS wiederholt zu blutigen Ausschreitungen gekommen zu sein. Nach Mitteilung der Werft von Blom und Voß sind aus dem Wege von der Arbeit zum Elbtun- ncl und umgekehtt, sowie im Tunnel selbst. Arbeiter und Angestellte der Werft von Gruppen anfcheinend kommunistischer Streikender überfallen und teilweise arg mißhandelt worden. Die Werften führen elf solcher Fälle namentlich an.
Sn polen streiken 7OOOO.
Warschau, S. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Der Textilarbeiterstreik in Lodz hat sich auf drei umliegend« Textilstädte ausgebreitet. Insgesamt haben bisher stebzigtausend Arbeiter die Arbeit niedergelegt. Die christlichen und nationalen Gewerkschaften schließen sich an. Die polnische Regierung hat zu einer Besprechung eingeladen.
Rohlinge in Uniform. -
Der Todessprung einer Frau aus dem Zug.
Prag, 5. Oktober. Wie ans Kaschau gemeldet wird, belästigten in einem Eisenbahnzug zwischen Zillein und Kaschau tschechische Rekruten eine Frau und versuchten sie zu vergewaltigen. Die Frau flüchtete von ihrem Platze zu der Tür und stürzte sich auS dem fahrenden Zuge. Sie wurde aus der Stelle getötet. Zwei Rekruten wurden als Hauptschuldige verhaftet.
Herzen aus Stein.
Keiner erbarmt sich des Flüchtlingselends, Von
Reni kraus.
Der «roste Nansen kämpft nm kein Lebcuswerk. Der Völkerbnnd hat nichts ftir die Armenier tibrig. — Nnr Deutschland macht eine Ausnahme, Politik wichtiger als Meuicheu.
Gens, Anfang Okwber.
Fast nichts unterscheidet Frithjof Nansen von Wallvaier Wodan. Der breiträndtge Schlapphut, den der Recke aus dem massigen Schädel trägt, den er in Hallen und Wandelgängen ebenso dauernd und unbekümmert aufbehält —- ja, sogar dieser Schlapphut hat etwas 'Altdeutsches an sich. Nansen ist, nach übereinstimmender Auffassung sämtlicher Völkerbunddamen, er s ch ö n st e Bi a n n v o n G e n f. Etgcntlich in altmodischer Typ. Vielgewandte Sekretärinnen meinen, daß man sich heute nicht mehr so knorrig, so überlebensgroß, so Edda-entsprun- gen trägt. Trotzdem: er ist die wandelnde Saga. Prachtvoll in seiner aufrechten, weißhaarigen, edlen Majestät. Und in seiner Grobheit Besonders liebenswürdig sind sie gerade jetzt auch nicht mit ihm nmgegangen, die Herren vom Völkerbund mit denen er sich in unendlichen Kommissionsberichterstattungen über das armenische Flüchtlingswerk henimschlägt. In Wirklichkeit war es schon eher ein Faustkampf als ein Kampf mit den vielzitier en geistigen Waf- fen, den dieser eine Frttbiof gegen einen Saal voller Delegierten, Berichterstatter. Sekretäre und Erzellenzherren kämpfte. Sie wollen ihm die Fortsetzung seines großen Humanitären Werkes unmöglich machen.
Wcaen zwanzigtausend Franken.
Und das geht in seinen massigen Schädel eben nicht hinein. Die germanische Eiche, die auf den bürgerlichen Namen Frithjof Nansen hört, boult sich bedächtig den Kopf aus eine verfängliche Frage. . . Und dann hat er die befreiende Formel doch gefunden: »Mit dem Völkerbund bin ich außerordentlich zufrieden," sagt er. »Nur die Mitqliedstaalen haben schmählich versagt!" »Alle?" frage ich. »Auch Deutschland?" „Nein," erto bert der norwegische Gelehrte rasch und entschieden Dann sagt er wörtlich: »Deutschland bat sich ganz ausgezeichnet benommen* Und erzählt von dem größeren Kredit, Den das Reich zur Verfügung gestellt hat, um oie Rettungsarbeit an den armen Teufeln in Armenien fortfübten zu können, obwohl alle Welt in Gens weiß, daß es im heutigen Deutsch- land selbst genug arme Teufel gibt „Was wird jetzt mit den armenischen Flüchtlingen weiter geschehen?" frage ich den Forscher. Er zuckt die Achseln. „Mein Gott." erwiderte er, „Wir werden mit der Regierung von Erivan eben wieder wegen einer Ansiedlung der Flüchtlinge verhandeln. Aber endgültig zu lösen, unb zwar in befriedigender Weise, wird das Flüchtlingsproblem niemals sein." Er macht nicht große Worte über den
Jammer von «in paar hunderttausend Eristenzen Vielleicht sind eS übrigens auch etn paar Millionen, Statistiker haben wichtiger« Dinge zu tun. als sich itm das Elend dieser armen Herde zu kümmern, das Nansen mit ass seiner hemdärmeligen Leidenschaft seit Jahren zu lindern bestrebt ist Jetzt ist er aber de» trockenen Tons endgilttg satt. Und legt ordentlich los. Ein norwegisches Sommergewitter geht nieder . . Die Sache mit Nansen, dem Völkerbund und den Armeniern verhält sich so: Vor ein paar Jahren galt die Republik Erivan, auf deren Gebiet die aus Armenien Vertriebenen angesiedelt werden sollen, noch als wichtiger Stützpunkt der Westmächte gegen Moskau. Seitdem haben sich die politischen Verhältnisse freilich ein bißchen gewandelt. In den großen Staatskanzleien des Westen» bat man
fein Interesse mehr an Erivan und an den Verhandlungen mit diesem Staat auch nicht und an der Rettung von ein paar hunderttausend Armeniern auch nicht und —> unter uns gesagt — an diesen Querulanten Dr. Nansen auch nicht zu sehr. Ander» wäre es nicht zu erklären, daß er in diesen Tagen einen verzweifelten Kampf um die Finanzierung — nicht der Flüchtlingsansiedlung selber, Gott bewahre, sondern um die Aufrechterhaltung des kleinen Apvarates hat kämpfen müssen, der die Flüchtlingsansiedlung vielleicht später einmal richtig organisieren wird könne«. Fünfundzwanzigtausend oder fünfundvierztg- tausend Schweizer Franken — das war hier die Frage. Sogar den Posten seine» persönliche«