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Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffeler Abendzeitung

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Hessische Abendzeitung

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Nummer 255

Einzelpreis Wochentags 10 Pfennig.

Sonnabend, 27. Oktober 1928.

Einzelpreis: Sonntags 20 Pfennig.

18. Zahraartg

MevielNeparationsmillioröengehenab?

Sn der DawkSfchlinge

Tie machen die Rechnung ohne Berlin.

Von Dr. Paul Rohrbach.

Beim Waffenstillstandsgesuch fragte Deutsch­land im Oktober 1918 bekanntlich an, ob Wilsons vierzehn Punkte von den Alliierten als Grundlage des zu schließenden Friedens aner­kannt werden mürben ? Darauf erfolgte die Ant­wort: Ja mit zwei Vorbehalten. Der erste Vorbehalt bezog sich auf die Freiheit der Meere, der zweite darauf, daß Deutschland verpflichtet sein würde, die Zerstörungen in den Kriegsge­bieten wieder gut zu machen. Das ist der Ur­sprung der sogenannten Reparationen. Aus­drücklich war in Wilsons Kundgebungen gesagt, es müsse ein Friede ohne Kriegsentschädigungen und Kontributwnen werden, wie solche früher den Besiegten vom Sieger auferlegi wurden. Man weiß, welchen Gang die Dinge danach nah­men. In dieWiedergutmachung- wurden nicht nur die Kriegspenflonen der Alliierten hineinge­rechnet, also Ausgaben, die schlechthin nichts mit der Zerstörung zu tun hatten, die durch den Krieg in Nordfrankreich, Belgien usw. angertch. tet waren, sondern es wurde durch daS Londoner Ultimatum von 1921 die Gesamtleistung Deutsch­lands auf die phantastische Summe von 132 Mil­liarden festgesetzt. Doch wir wollen unS mit die­sen und anderen Wortbrüchen nicht lange auf­halten, sondern einmal kurz feststellen, was wir an Reparationstributen schon geleistet haben. Bis zur Ruhrbesetzung wurden gezahlt gegen zwei Milliarden Mark in bar. Außerdem wurde das deutsche Privateigentum im Auslande liquidiert, es wurden die Gruben in: Saargebtet und zahl­reiches Eigentum des Reichs und der Länder ausgeliefert, ferner die deutschen Privatkabel, Eisenbahnmaterial, fast die ganze deutsche Han­delsflotte; endlich Kohlen, chemische Produkte, Vieh, landwirtschaftliche Maschinen und eine lange Reihe sogenannter Wiederaufbaulieferun­gen. Dazu kommen die Erpressungen Frankreichs während des Ruhrkampfes mit rund zwei Milliarden und die Zahlungen nach dem DaweSplan von 1924 bis 1928 mit über fünf Milliarden. Zusammengerechnet ergibt das eine bisherige Gesamtleistung Deutschlands im Be- trage von mehr als 48 Milliarden.

Darüber hinaus existiert noch ein gewaltiger Posten, der höher zu veranschlagen ist alS die gesamten Kriegskosten der Miierten, nämlich die deutschen Kolonien. Bekanntlich wurde Wilson unter der lügenhaften Bezichtigung von der deutschen Unfähigkeit zur Kolonialwlrtschaft dahin gebracht, datz er dem Raub und der Ver­teilung deS ganzen deutschen Kolonialgebieies unter dem Mandatstitel zustimmte. Wenn jetzt die Siegermächte die alten deutschen Kolonien, worum ste schon lange bemüht sind, sich faktisch einverleiben wollen, so entsteht dadurch eine deutsche Gegenforderung, die höher ist, alS alle Reparationen. Wir find aber keineswegs der Meinung, datz Deutschland es jetzt darauf an­legen sollte, den Wert der Kolonien gegen sie Reparationen auszuspielen und gegen Herabset­zung der Reparationsleistungen einen bindenden Kolonialverzicht nach Art des Verzichts aus Elsatz-Lothrtngen auszusprechen. Vielmehr bil­det der Kolonialanspruch für uns ein grotzes mo­ralisches Aktivum, dem eines Tages unversehens auch eine aktuelle Geltung zuwachsen könnte, so­daß es verkehrt wäre, den jetzigen MandatSin- habern ein solches Zugeständnis in den Schoß zu werfen.

Diese Klarstellung dessen, waS Deutschland in Bezug auf die Reparationen bereits zugute hat, ist nötig, wenn man dieeinigende Formel- die jetzt in der französischen Presse für die Fest­setzung der deutschen Schuldsumme auftaucht, richtig bewerten will. Sie lautet: 1. Der Gegen­wartswert der Schuld Deutschlands soll auf 30 Milliarden Goldmark festgesetzt werden. 2. Die deutsche Jahreszahlung für Zinsen und Amor­tisation wird von 2% auf 2 Milliarden Gold­mark herabgesetzt. 3. Für den Fall, daß Amerika einen Nachlaß seiner Forderungen an die Alliier­ten gewährt, soll Deutschland im gleichen Ver­hältnis entlastet werden. 4. Deutschland verzich­tet auf den Schutz, den die Transferklausel seiner Währung bietet und erhält dafür die Räumung der besetzten Gebiete. Selbstverständlich wären diese vier Punkte in ihrer Gesamtheit für Deutsch­land u n a n n e h m b a r, da die völlig ungerecht­fertigte Gesamtsumme das Zahlungsvermögen Deutschlands bei weitem übersteigt. Ganz unge­wöhnlich ist die Preisgabe des Transferschutzes, selbst wenn dafür, was die Franzosen sicher nicht zugestehen werden, die sofortige Räumung stattfinden sollte. Es ist nicht daran zu denken, die DaweSzahlungen aus dem deutschen Vermö­gen und aus Ueberschüflen der deutschen Wirt- schäft zu leisten, statt wie bisher aus geborgten

Deutschlands Segen-Rechnung.

Im Versailler vertrag steht nichts von Amerikas Schulden. Auch Belgien verlangt zuviel Und unsere Kriegsgrschädigten?

PariS, 26. Oktober. (Eig. Drahtbericht.) Wie ein Berliner Sonderberichterstatter seinem Pa­riser Blatte über di« in Berlin geführten Re­parationsbesprechungen berichtet, ist man in der Reichshauptstadt der Auffassung, daß im Ber- sailler Vertrag keine Anspielung auf die fran- zöfisck-en und englischen Kriegsschulden an Ame­rika enthalten sei.Man müsse berücksichtigen, daß Deutschland nicht allein die belgische Forderung auf Erstattung der während der Kriegszeit aus- gebenen Markbeträge zurückweisen wird, da diese Aufforderung eine über den DaweSplan hinausgehende Leistung darstelle, sondern datz Deutschland auch versuchen werde, in dem fest­zusetzenden Gesamtbetrag die acht Milliarden einzubeziehen, die es seinen eigenen Staats­angehörigen als Entschädigung für die von den Alliierten beschlagnahmten Güter bezahlen mutzte.

* * *

Berlin mutz sich entscheiden.

Reichskabinett und Reparationsagent.

Berlin, 26. Oktober. Das Reichskabinett soll heute den Etat für 1929 beraten. Dabei dürfte auch Reichsfinanzminister Dr. Hilferding über seine eingehenden Besprechungen mit Parker Gil­bert berichten, an denen auch der Reichskanzler, der Reichswirtschaftsminister und der Reichs- bankprästdent teilnahmen. Man nimmt an, datz hauptsächlich die Zusammensetzung der Sachver­ständigenkommission sowie der Kompetenzen be- sprachen worden find.

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)n Paris wird verhandelt?

Voreilige Gerüchte. Poincart gibt den Ausschlag.

Paris, 26. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Ein Blatt glaubt bestätigen zu können, daß der Sachverständigen-Ausschutz für die Rrparations- fragen in Paris mit der Reparationskommisston zufammentreten wird. Einige Unterausschüsse werden in ständiger Verbindung mit der deut­schen Regierung stehen. Die Gerüchte: die Prä­sidenten der Notenbanken Deutschlands, Belgiens, Frankreichs, Englands und Italiens würden dem Sachverständigenausfchutz angehören, seien zum Mindesten verfrüht, wenn nicht unrich­tig. Wahrscheinlich würden die Befugnisse des Ausschusses am kommenden Dienstag vom Mi­

nisterrat festgelegt werden, in dem PoincarL über seine letzten Unterredungen mit Churchill und Parker Gilbert berichten wird.

Das Dementi zieht nicht.

England spielt sich als Abrüstungsfreund auf.

London, 26. Oktober. Chamberlains Vertre­ter Lord CuShendun beschwerte stch gestern über diealberne Kritik- am englisch-franzöfl» scheu Flottenkompromiß, das nur eine freund­schaftliche Vereinbarung bedeute. Eine neue englisch-französische Entente existiert nicht, weil- die frühere nicht aufgelöst (!) worden ist und weil freundschaftliche Beziehungen zu Frankreich einen wesenüichen Faktor der eng­lischen Politik darstellen. Die englisch« Regie­rung läßt sich aber nicht als Werkzeug benutzen, damit Frankreich in ungerechter Weise gegen Deutschland auftreten konnte. Ich gebe zu, datz die Ausfichten für eine internationale Ab- rüstung zur Zeit nicht besonders ermutigend find. Aber eS ist nicht schwer, zu sehen waS wir auSrlchten können, wenn man uns als verstoh- len arbeitende Verschwörer oder als unglaub-- liche Tölpel hinstellt, wenn uns einmal eine Verständigung gelingt.*

Wie 6er Loeb fich perau? redet.

London, 25. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Lord Cushendun äußerte sich über das Flotten« kompromiß weiter: Wir brauchten Frankreich garnicht den unbeschränkten Bau kleiner Uboote zu gestatten, da es dieses Recht schon jetzt besitzt und wir nicht die Macht haben, seine Ausübung zu verhindern. Mr waren schließ­lich mit einer Begrenzung der größeren Uboote einverstanden, da wir glaubten, daß ein Sper­ling in der Hand besser fei als eine Taube auf dem Dache. Die Regierung war bestrebt, di« militärischen Reserven einzufchränken, aber sie befand sich im Vorbereiterwen Ab­rüstungsausschuß in dieser Frage in Gesellschaft einer kleinen Minderheit. Sie hätte durch Fest­haltung an ihrer eigenen Auffassung verhindern können, daß überhaupt etwas zustande kam, aber sie hätte ihren Standpunkt nicht durchsetzen kön- nen. Als ste nicht alles erreichen konnte, was sie wollte, nahm ste, was ste bekommen konnte.

Sie trauen uns alles zu.

Frankreichs KriegSslieger beargwöhnt unsere Luftfahrt.

Paris, 26. Oktober. Der französische Kriegs­flieger Fonck erklärte nach seiner Reise durch Deutschland, daß er überall in der höflichsten und freundlichsten Art empfangen worden sei. Die Deutschen hätten in der letzten Zeit ungeheure Anstrengungen gemacht, besonders auf dem Ge­biete der zivilen Luftschiffahrt. Der Luftbahn- Hof von Berlin-Tempelhof sei geradezu muster­

gültig. Auf die Frage eines Pressevertreters ob er glaube, daß die deutschen HandelSflug- zeuge im Kriegsfälle rafch in Militärflug­zeuge umgewandelt werden könnten, erklärte Fonck, er könne darauf mit einem bestimmten Ja oder Rein nicht antworten. Im Leben könne alles umgewandelt werden, und das fei auch in der Luftschiffahrt möglich. (!)

An Nobelpreis fallt nach Paris.

Für den Samariterdienst des TyphusforscherS.

Stockholm, 26. Oktober. Der Nobel-PreiS für Medizin für 1928 wurde dem Direktor des Pa-

.steur-Jnstituts in PariS, Professor Ri rolle in Anerkennung feiner Verdienste um die Fleck- | Typhus-Forschung verliehen.

Geldern. Sobald durch irgend welche Umstände Deutschland keine Kredite im Auslande mehr er­hält, und trotzdem verpflichtet ist, jährlich zwei Milliarden an die Alliierten zu zahlen, bedeutet dies das Ende derdeutschenWährung und die wirtschaftliche Katastrophe. Um in diese, zum Wurf bereite Schlinge den Hals zu stecken, müßte Deutschland törichter fein als töricht.

Gin rätselhafter Schutz.

Kein Selbstmord des Reichswehr-Unteroffiziers.

Magdeburg, 26. Oktober. (Privatelegramm) In dem rätselhaften Falle der Erfchietzunq des Reichswehrunteroffiziers Kosch scheint jetzt eine Wendung einzutreten. Während man noch bis vor kurzem, namentlich durch die verworrenen Reden der Anna Roth annehmen konnte, daß der Unteroffizier sich selbst erschossen habe, hat die gerichtliche Obduktion ergeben, daß der Schutz auf den Unteroffizier auS einem Trommelrevolver abgegeben fein mutz und zwar handelt tS sich um ein Steige«

schoß von 6% Millimeter. Außerdem wurde festgestellt, daß der Schutz aus einer Entfernung von mindestens einem halben Meter ab­gegeben fein mutz. Ganz davon abgefehen, datz es sich bei der Waffe nicht um einen Revolver der Reichswehr handeln kann, erscheint eS nach dem Sektionsbefund als ausgeschlossen, datz Kosch einen Schutz auf sich selbst abge­geben hat. Da Anna Roth noch immer Im Krankenhaus und nicht vernehmungsfähig ist, wird der Fall wohl solange ohne Aufklärung bleiben, bis durch neue Zeugenaussagen Licht geschaffen wird.

tJhir sechs zahlende Aeppeitn-vofiaglere

Rewyork, 26. Oktober. (Privattelegramm. 1 Die Goodyear Zeppelin Company teilt mit, daß eine Dame und fünf Herren aus einer Gesamt­zahl von 50 Bewerbern als zahlende Passagiere für den Rückflug des Graf Zeppelin auSerwählt worden find. Der Fahrpreis beträgt je 3000 Dollar.

Rock» Viel zu tun.

Reichsbahnmängel auf süddeutschen Strecken.

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«er,««« der Kriegs, ««b sonstigen Schede« "'ckt i» be« Grade ooranschreitet. als i« Antereye der vetriebSficherbett ««»schenswert sei. Wörtlich wird i« be« Artikel ensgesübrt,

Sinter die Ansbesserunssarbeiten lebe«, nech» dem der »>«ftollansI-Mttz seine UnterlncknnaS. arbeiten abgeschlossen bat. Denn ei«e angeblich mU «nterrichtete 3«sckrist e« eie Leidiger Blatt will e»S be« Tag " ' -

UnterlmbnngsanSschnsseS fe ««ter be« Dreck der Fi,

So wurden im DirektionSbezirk Stuttgart nicht weniger als sechshundertfünfzig überal­terte Personenwagen festgestellt, die noch nicht aus dem Verkehr gezogen werden konnten. Die Betriebssicherheit dürfte also wenigstens was diese Wagen betrifft doch nur sehr unvoll­kommen gewährleistet seien. Zu einem ähnlichen Schlüsse wird man auch bezüglich des bayeri- sche Oberbaues der Geleisanlagen kommen müs­sen. Daß der Ausschuß in der Bahnmeisterei Petershausen einen ungefähr drei bi» vier Kilometer langen Geleisabschnitt in ei­nem so trostlosen Zustand vorfand, daß er tele­graphisch darum bat, die Geschwindigkeit der diesen Abschnitt besahrenden Schnellzüge aus unter Personenzugsgeschwindigkeit zu min­dern, ist bekannt. Ganz besonders bezeichnend ist jedoch, daß dieser betriebSgefährliche GeleiS- abschnitt für dieses Jahr noch nicht einmal zum Umbau vorgesehen war. In der Bahnmei­sterei Erlangen wurden siebenundachtzig Prozent alter sehr verschlissener Oberbau mit

von Rost stark angefreffenen

Unterlagsplatten vorgefunden. Der Oberbau der Strecke Kempten . Oberstaufen wird zwar als besser als die Schnellzugsstrecke In- golststadt-München bezeichnet, trotzdem heißt eS, daß auch der neuverlegte Reichsoberbau kei­nen befriedigenden Zustand aufweise, weil eben auch hier wie fast überall in Bayern keine planmäßige Geteispflege, sondern

nur systemlose Flickarbeit

stattfinde. Eine Weitere Feststellung deS Aus­schusses in der rheinpfälzischen Bahnmeisterei Landau wirft auf diese Zustände ein bezeich­nendes Schlaglicht. Dort Waren 20000 Mark auf Titel 142 bewilligt, fanden also für Bahn- hofserweiterungen Verwendung, während dieser Betrag nach Ansicht deS Ausschusses auf Titel 144 (Oberbau) gehörte. So werden der GelelS- erneuerung Mittel entzogen zugunsten der Er­weiterung der Anlagen- In München wurde festgestellt, datz der Bahnhos längst an der

Grenze feiner LeiftungSfählgkeU

angelangt ist und die Anlage einer besonder«» Abstellbahnhofes wird wegen der gegenseittgen Behinderung des Personen- und Rangierver­kehrs für dringlich bezeichnet. In AugSburg mußte festgestellt werden, daß die dem Fernver­kehr dienenden Geleise auch nach erfolgter Frei­meldung noch von Rangierzügen befahren werden, was selbstverständlich eine ständige- be Gefahrenquelle darstellt. In Frank- f ur t wird vom Personal mitgeteilt, datz beim Absetzen der Post- und Speisewagen täglich Wagen auf Geleise mit besetzten Zügen gestoßen werden. Ein bedenklicher Brauch! Diese Mängel in der Rangiertätigkeit, die die Be­triebssicherheit in hohem Grade gefährden müs­sen, werden vielfach auf den Mangel an Perso­nal bezw. (siehe Augsburg!) auf nur

ungenügend ausgebildete Kräfte

zurückgefübrt. So bestand in Benzheim die Rangierkolonne aus einem einzigen Mann. In München klagt man, daß wegen Perso­nenmangels die Leerzüge nicht rechtzeitig her- ausgedrückt werden können, was die Betriebs­verhältnisse in dem überlasteten Bahnhof noch mehr erschwert. Ausdrücklich stellt der Ausschuß bei seiner Besichtigung fest, daß diese Klagen zu­treffend sind. Dies und noch mehr stellt der Ar­tikel fest. Run mag die Reichseisenbichn ihren Dementierapparat in Bewegung setzen!

Polizei und Bauer.

Aussagen der Gegenpartei in Kyritz.

Kritz, 26. Oktober. Rach den Aussagen der Belastungszeugen im Aufruhrprozeß, den Poli­zei- und Finanzbeamten, find die als Rädels­führer angeklagten Landbundmilglieder daran schuld, daß die Erregung der Bauernschaft an dem kritischen Tage schließlich so stieg, daß nicht einmal mehr diese Landbunvführer imstande waren, die empörte Menge zu leiten. Poliz^- oberleutnant D Y m k e erklärte, in einer Prizwal-