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Nummer 242*

Donners,aa- 15. Oktober 1931

21 Jahrgang

Hessische Abendzeitung

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Kasseler Abendzeitung

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KaWer Neueste Nachrichten

Kabinett Brüning noch nicht außer Gefahr

Landvolk will für die Mißtrauensanträge stimmen / Liebeswerben um die Gruppen der gemäßigten Rechten /

Was tut die Deutsche Volkspartei?

Cs locken Girenentöne!

Diel umworbene Fraktionen

Es fällt auf, ^leidenschaftlich sich der Kanzler | ein einziger die Erfüllung eines solchen Plans mehr feiner nrofopn mit spm ___ t f

Und Oingeldey?

zwischen den Fraktionen und von den Beschlüssen der einzelnen Parteien abhängig ist.

bei seiner großen Reichstagsrede mit den Jnflations- projekten befaßte. Er sprach im Zusammenhang mit den Jnflationsgerüchtcn von Sirenen- tönen, die bis an sein Ohr drangen. Mit auffälli­ger Festigkeit betonte der Kanzler,daß die Stabili­tät der Mark von dieser Regierung (dem zweiten Kabinett Brüning) unter keinen Umständen preisge­geben werde."

In der gestrigen Debatte ist der Deutschen Volks­partei von allen Seiten, nicht nur von links, sondern auch auffallenderweise von rechts, soviel Unfreund­liches über ihren Uebergang zur Opposition gesagt worden, daß man heute mit einer gewissen Span­nung auf die ErNärung wartet, die der Abgeordnete Dingeldey in der Plenardebatte für seine Frak­tion abgeben wird Ob daraus mit voller Klarheit hervorgehen wird, wie die Fraktion sich bei der Ab­stimmung verhält, ist jedoch zweifelhaft. Die Frak-

oder weniger als Voraussetzung der Unterstützung des Kanzlers oder des Eintritts in das Kabinett be­

tet Angriffe auf Kirchen und Klöster, die zum Teil von Polizei -bewacht Wertteil.

jeder neuen Fraktionssitzung anstellt und trotz der un­günstigen Wendung beim Landvolk, doch fast nirgends die Auffassung besteht, daß Dr. Brüning etwa keine Mehrheit bekommen würde. Es spielt dabei natürlich auch die Tatsache mit, daß bei den einzelnen Fraktio­nen überall eine Anzahl Abgeordneter vorhanden ist, die sich der Parole ihrer Fraktion nicht anschlietzen wollen, wndern es aus persönlichen Gründen ableh­nen, dem Kabinett Brüning ein glattes Mißtrauens­votum zu erteilen. Diese Abgeordneten werden bei der entscheidenden Abstimmung nicht anwesend sein und infolgedessen sind alle Berechnungen, die matt im voraus anstellt, ganz unsicher.

Die große Debatte, die seit gestern im Gang ist, bringt im übrigen zwar an einzelnen Stellen in­teressante Momente, erweckt aber im großen und gan­zen den Eindruck, daß alle diese vielen und langen Reden zum großen Teil überflüssig sind, weil die Entscheidung über das Schicksal des Kabinetts Brü­ning selbstverständlich nicht von diesen Reden, son­dern lediglich von den vertraulichen Verhandlungen

th. Berlin, 15. Oktober.

Neben der großen Debatte, die seit gestern im Reichstag geführt wird, und die wahrscheinlich bis Freitag abend dauern wird, gehen selbstverständlich interne Verhandlungen zwischen den einzel­nen Fraktionen einher, die den Zweck haben, die Mrhr- heUsbildung für die Abstimmung über die Mitz- trauensanträge im voraus festzulegen. Es ist bis jetzt noch kein klares Bild darüber gewonnen wor­den, wie die einzelnen Parteien sich bei der Abstim­mung verhalten werden, und wenn man annimmt, daß der Reichskanzler Dr. Brüning eine Mehrheit finden wird, so beruht diese Annahme weniger auf zahlen­mäßigen Berechnungen, als vielmehr auf der politi­schen Ueberlegung, daß die halbrechtsstehenden Grup­pen kein Interesse an einer Reichstagsauflösung und die Kommunisten kein Interesse an einem sofortigen Uebergang zur Hugenbergregierung haben können.

Immerhin hat stch durch die Besprechungen des gestrigen Tages die Lage für den Reichskanzler etwas verschlechtert, da gestern abend die Landvolk- Fraktion beschlossen hat, dem Mitztrauens- a n t r a g gegen Dr. Brüning z u z u st i m m e n. Bis­her hatte man angenommen, daß diese Fraktion sich wahrscheinlich mit Stimmenrhaltung begnügen werde. Das letzte Wort ist in dieser Sache natürlich noch nicht gesprochen, da noch zwei Tage bis zur Abstimmung vor uns liegen die selbstverständlich noch mancherlei Wen­dungen in der Konstellation der Parteien bringen können.

Der Kanzler hat sich bemüht, auch das Landvolk stärker für sein neues Kabinett zu interessieren und hat gestern Besprechungen mit den Vertretern dieser Frak­tion geführt, in welchen er dem Abgeordneten Schlange-Schöningen den Posten eines Ost­kommissars in Verbindung mit einem Ministerium ohne Portefeuille anbot. Außerdem sollte die Land­volkpartei noch zwei hohe Beamte stellen. Dieses An­gebot hat die Fraktion des Landvolkes aber abgelehnt, sie hat dann den bereits erwähnten Beschluß gefaßt, dem Mißtrauensvotum gegen das Kabinett Brüning zuzustimmen.

Die Zentrumsfraktion des Reichstages hat am Mittwoch abend in einer kurzen Fraktionssitzung ein- mutig der Auffassung Ausdruck gegeben, daß sie jede Tolerierung eines auf der Harzburger Tagung in Aussicht genommenen Kabinetts ablehnt. Mit dieser Feststellung, so wird erklärt, sei allen Gerüchten über etwaige Bestrebungen innerhalb des Zentrums, eine Rechtsschwenkung zu fördern, der Boden entzogen.

Wirtfchaftsbeirat erst nächste Woche

Berlin, 15. Oktober.

Der Wirtschaftsbeirat der Reichsregierung, dessen Vorsitz der Reichspräsident persönlich überneh­men will, dürfte nach unseren Informationen in die« ser Woche nicht mehr zusammentrete«, da man erst das Ergebnis der Reichstagsabstimmung abwarten will. Die ursprüngliche Absicht, dem Bei­rat den Charakter einer Verständigungskommissson zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu geben, ist wieder zurückgetreten; vielmehr sollen auch die übrigen Wirtschaftskreise, namentlich Landwirt­schaft und Mittel st and, herangezogen werden,

lleber die Zusammensetzung des Wirtschüftsbei- rates hat die Reichsregierung bereits mit führenden Persönlichkeiten Fühlung genommen. Entscheidungen über die Besetzung des Beirates find naturgemäß noch nicht gefallen. Wie man hört, werden jedoch be­reits jetzt die Namen Geheimrat Schmitz (I. G. Farben) und Dr. Paul Sil verberg genannt, fer­ner Geheimrat Bachem (Arbeiterbank). Diese Herren sollen bereits ihr Einverständnis gegeben ha­ben. Weiter verlautet, daß für die Leitung der lau­fenden Beratungen an Stelle des Reichspräsidenten und in dessen Auftrag entweder Reichswirtschafts- minister Warmbold oder Staatssekretär Tren­delenburg in Aussicht genommen find.

Diese Haltung des Landvolkes ist wohl darauf zu­rückzuführen, daß inzwischen neue Besprechun­gen dieser Fraktion mit den Deütschnationa- len angebahnt sind, in denen der Versuch gemacht wird, nun ein engeres Zusammengehen dieser beiden, früher bereits einmal vereint gewesenen Gruppen her­beizuführen. Ebenso schweben noch Verhandlungen zwischen der W i r t s ch a f t s p a r t e i und den Deut schn a t io nalen. Gestern haben Vertreter der Wirtschaftspartei bereits Verhandlungen mit Hugen- berg und dann mit Adolf Hiller gehabt, der zur Zeit wieder in Berlin im Kaiserof wohnt. Während also vom Kanzler der Versuch gemacht wird, die halbrechts stehenden Gruppen dazu zu bewegen, daß sie dem neuen Kabinett Brüning Gelegenheit geben, noch einige Monate weiter zu arbeiten, wird von deutsch­nationaler Seite her angestrebt, das Landvolk, die Wirtschaftspartei und die Konservativen wieder an die Hugenberggruvpe heranzuziehen!

Der Ausgang dieser Bemühungen ist noch unklar. Man nimmt an, daß die Wirtschaftspartei stch wahrscheinlich der Stimme enthalten wird, denn auch hier muß man erst die für heute zu er­wartende Fraktionssttzung abwarten. Dasselbe gilt übrigens auch vom Landvolk, wo die formulierte Er­klärung, die der Abgeordnete Döbrich heute im Reichstag abgeben will, noch nicht fcrtiggestellt ist. Wenn also durch die Stellungnahme des Landvolkes eine Verschlechterung in der Rechnung des Kanzlers eingetreten ist, so kann man trotzdem noch nicht sagen, daß das Spiel für Brüning ver­loren wäre, abgesehen davon, daß auch in der Deut­schen Volkspartei nach wie vor starke Strömungen vorhanden sind, die gesamte Fraktion zur Stimment­haltung zu bewegen.

selbstverständlich bis jum letzten Augenblick vor. tionen behalten sich, wie immer, das letzte Wort

DieGermania" ist heute zwar bereits der An­sicht, derpompös angekündigte" Vorstoß der nationa­len Opposition sei schon zusammengebrochen, noch ehe er auf dem parlamentarischen Kampffelde begonnen wurde, und das Reichskabinett werde nicht gestürzt werden. Es dürfe im Gegenteil, nach der Auffassung dieses Blattes, eine Mehrheit erzielen, die größer sei, als man ursprünglich erwartet habe. Diese Auffassung derGermania" dürfte sedoch angesichts der tatsächli­chen Vorgänge vom gestrigen Abend von einem über- triebenen Optimismus erfüllt fein, aber es ist immerhin festzustellen, daß bei allen zahlenmäßigen Berechnungen, die man gegenwärtig im Reichstag nach

Oiejapanische Kolonie räumt Nanking

Loiwon, 15. Oktober.

Der englische Gesandte Lampson und der ameri­kanische Gesandte Johnson sind in Nanking einge­troffen, um sich mit der dortigen Regierung über die mandschurische Frage zu besprechen.

Die gesamte japanische Kolonie in Nanking, mit Ausnahme der Beamten, hat beschlossen, die Stadt wegen der japanfeindlichen Haltung der Chinesen zu verlassen.

London, 15. Oktober,

Der amerikanische Staatssekretär Stimson bezeich­nete nach einer Meldung aus Washington die aus französischen Kreisen geäußerte Befürchtung, daß die amerikanische Regierung für die Besprechungen mit Laval ein fertiges Programm vorbereitet haben, für durchaus unbegründet. Es stehe Laval durchaus frei, jede Frage aufzuwerfen, deren Er­örterung er wünsche. Die amerikanischen Staaten hätten keineswegs die Absicht, sich ihm mit irgend­welchen Fragen aufzudrängen.

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London, 15. Oktober. Reuter meldet aus Neuyork: Der Goldverlust der Vereinigten Staa­ten beträgt jetzt annähernd 567 Millionen Dollar, wovon der größte Teil während der letzten vier Wochen abgezogen worden ist. Damit haben die Ver­einigten Staaten 80 Prozent des Goldes eingebüßt das sie in den letzten zwei Jahren empfangen hatten. Zu Gerüchten, daß in Europa die Sicherheit des Dol­lars angezweifelt wird, wird bemerkt, daß der ameri­kanische Goldvorrat noch immer 4.V, Milliarden Dol­lar übersteige, was eine SOprozentige Deckung des Notenumlaufes bedeute.

Krise in Span en

Madrid, 14. Oktober.

Die gesamte Regierung ist zurückgetre­ten. Der Beschluß erfolgte, nackchem Ministerpräsi­dent Zamora für seine Person demissioniert hatte. Dieser Schritt steht in direktem Zusammenhang mit der Abstimmung der Nationalversammlung über die Rcligionsfrage.

Nach längeren Verhandlungen mit den Parteifüh­rern beauftragte der Präsident des Parlaments, Be- steiro, den zurückgetretenen Kriegsminister Azana im Namen der Nationalversammlung mit der Bildung einer neuen Regierung. Diesem ist es gelungen, ein neues Kabinett zu bilden. Das Ministerprästdium und Kriegsministerium hat Azana, das Marinemi­nisterium Giralt übernommen. Das Außenministe­rium behält Lerroux. Der einzige neue Mann im Kabinett Azana ist Marineminister Giralt, Rektor der Zentraluniversität von Madrid.

Mit Rücksicht auf die offen katholikenfeind­liche Haltung Her großen Kammermehrheit be­schlossen Hie der Kirche freundlich gegenüberstehenden Abgeovdnelen, insgesamt 52, darunter die sämtlichen Deputierten der baskischen Provinzen sowie alle Agrarier, sich sofort von der Nationalver­sammlung zurückzuziehen und Madrid zu verlassen. Kammer und Regierung stellen also von heute ab lediglich die Vertretung der Linksparteien dar unter Vorherrschaft ertremer Richtungen.

Eine Madrider Abendzeitung weiß aus angeblich direkter Quelle zu berichten, daß Zamora infolge der negativen Lösung der Religionsfrage durch die Kam­mer bestimmt mit bewaffnetem Widerstand der kaholischen uns jesuitenfreundli­chen baskischen Provinzen rechnet und ver­meiden wollte, gegen diese auf treten zu müssen. Weil er keinen Bürgerkrieg in amtlicher Stellung erleben wollte, sei er zurückgetreten.

In Madrid fanden in den Abendstunden zahl­reiche Zusammenrottungen und Protestkundge­bungen linksradikaler Elemente statt, die zur gemeinsamen Vertreibung aller Priester und Ordensbrüder aufhetzten. An zahlreichen Stellen der Stadt kam es zu Schlägereien zwischen kirchenfeind­lichen und kirchenfreunidlichen Elementen. Die lieber« fallkommandos sind dauernd in Tätigkeit. Man sürch-

Mit wildem Jnflationsgeschwätz waren die letzten Tage vor der Reichstagseröffnung reichlich ausgefüllt. Es fing damit an, daß eine große deutsche Zeitung den Blick der Oeffentlichkeit auf einKomplott" deut­scher Jndustrieführer lenkte. In diesen Kreisen hatte man so hieß es in jener Zeitung das Vertrauen auf Brüning deshalb verloren, weil der Kanzler sich den Jnflationsplänen der Wirtschaftsführer weniger geneigt zeigte. Die Gerüchte über ein gefährliches Komplott der Jnflationsmacher erhielten neue Nah­rung durch die Harzburger Tagung. Tie Rede Schachts wurde vielfach so verstanden, daß man an der Sicherheit der deutschen Währung begründeten Zweifel hegen müsse. Die Angaben über das Kom­plott der Jnflationsmacher und die Harzburger Be­schlüsse gingen in großer Aufmachung in die Zeitun­gen des Auslands über und richteten überall er­hebliche Verwirrung an. Kein Wunder, daß man im Ausland über die angeblichen deutschen Wäh- rungsexperimente den Kopf schüttelte. Deutschlands Vertrauenswürdigkeit erhielt einen neuen, starken Stoß.

Inzwischen sind die I n f l a t i o n s p l ä n e der deutschen Industriellen von den in Frage kommenden Stellen dementiert worden. Ter Langnam-Verein in Düsseldorf, der sich durch den Zeitungsaufsatz in derFrankfurter Zeitung" beson­ders getroffen fühlte, ließ bündig erklären, daß er mit den Jnflationsgerüchten nichts zu tun habe. In gleicher Weife tat auch die Reichsgefchäftsstelle der Deutschen Volkspartei die Jnslationslegende ab. Tie bekanntesten Industriellen, darunter Dr. Vögler, Sil- verberg, Geheimrat Schmitz und Dr. Kastl vom Reichsverband der Deutschen Industrie, betonten aus­drücklich, an dem angeblichen Komplott der deutschen Industrie nicht beteiligt zu sein.Nicht ein einziger der Wirtschaftsführer, welche während der letzten den Reichskanzler bet Besprechungen gesehen haben," so hieß es in der Erklärung Dr. Kastls,hat etwas derartiges beim Reichskanzler vorgebracht und nicht

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Es liegt wohl bei den Debatten um die Möglich­keit einer neuen Inflation eines jener Mißverständ­nisse vor, die in politisch bewegten Zeiten sehr häufig auftreten. Daß Jnflationspläne in den letzten Wochen erörtert worden find, darüber besteht wohl kein Zweifel. Es ist aber zu begrüßen, daß die maßgeben­den Führer der deutschen Wirtschaft mit diesen un­sinnigen Projekten nichts zu tun haben wollen. Ein dankenswertes Ergebnis haben jene unerquicklichen ^nflationsdebatten doch gehabt: es existiert in Deutschland keine Jnflationsfront". Die deutsche Wirtschaft, foweit sie in den großen Ver­bänden organisiert ist, leiht den Jnflationsmachern keinerlei Unterstützung, und es wird viel vermerkt werden, daß gestern auch Dr. Frick versichert hat, daß sich seine Partei eines ähnlichen Verbrechens, wie es eine Inflation sei, niemals schuldig machen werde.

Die Bekundungen des Reichskanzlers vor dem Parlament in^Verbindung mit den Aeußerungen von industrieller -seite werden hoffentlich die Jnflations- geruchte in Deutschland endgültig zerstören. Unter oben Oernunftigen Menschen besteht keine Meinungs- verschtedenheit darüber, daß eine neue Inflation der Ansang vom Ende wäre das Ende eines geordne- ten Staatswesens. Jnflationsgerüchte darüber sich klar fein schädigen aufs schwerste den deutschen Kredit tm Auslande. In einer Zeit, da es uns allein aus die Heftigkeit des Vertrauens ankommt, kann das Vertrauen nicht leichtsinnig verspielt werden. B

3m deutschen Volke weiß man noch um die Crften Inflation. Was ist Inflation anderes als ein großzügiger Massendetrug? Geschä­digt werden in erster Linie die kleinen Sparer, die sich m guten Zeiten ihre Groschen für kargere Tage zurnckgelegt haben. Unverantwortlich wäre es, ihnen die Spargroschen Wegzunehmen. Eine Inflation mag ber ^nbuftrie, die ihre Warenvorräte dann besser lossetzen kann, vorübergehend Vorteile bringen. Ten Nachdruck muß man hier allerdings auf das Wort vorübergehend" legen. Tenn viel größer sind die schaden, die im Jnflationswirrwarr der kleine Spa­rer erleidet. Es war deshalb an der Zeit, daß der Reichskanzler ein für allemal den Jnflationsgerüch­ten aufs schärfste entgegentrat

Hinter den Kulissen.

(Von unserer Berliner Schrtftlettung).

Die Zusammenkunft Hoover-Laval

Eigener Drahtbericht