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22. Jahrgang

Sonnabend/Sonntag, 13./14. Februar 4932

Nummer 32*

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Tribut-Konferenz endgültig im Juni!

Oie Einigungsformel veröffentlicht! / Oie Aufgaben -er Konferenz / Oie Verhandlungen über die Präsidentenwahl wieder im Stadium der Unsicherheit

Deutschlands Zustimmung

Eigener Drahibertcht.

Berlin, 13. Februar.

Amtlich wird mitgeteilt: Die Regierungen Bel­giens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Japans und des Vereinigten Königsreichs von Großbritannien haben von dem Baseler Sachverständigenbericht Kennt­nis genommen und find dahin übereingekommen, den übrigen beteiligten Regierungen die Vertagung der Konferenz auf den Monat Juni zu emp­fehlen. Aufgabe der Konferenz wird es fein, sich über eine dauerhafte Regelung der in dem Bereich der Baseler Sachverständigen aufgeworfenen Fragen und über die Methoden zu verständigen, um die ande­ren wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten zu regeln, die die gegenwärtige Weltkrise verursacht haben uni sie verlängern könnten. Zu dieser Entschei­dung sind die oben erwähnten Regierungen in der Hoffnung gekommen, daß dadurch die internationale Lage erleichtert wird.

Von unterrichteter Seite wird zur obigen amtlichen deutschen Erklärung, deren Wortlaut mit den übri­gen Mächten vereinbart worden ist, erläuternd fol­gendes bemerkt: Die Reichsregierung hat mit dieser Vereinbarung ihr Ziel der Einberufung der Lausanner Konferenz erreicht. Die Reichsregierung hat aller­dings, entsprechend dem Baseler Sachoerständigenbe- richt den Zusammentritt der Konferenz früher und nicht erst im Laufe des Juni gewünscht. Sie hatte daher ihrerseits einen. früheren-Zusammentritt ange­regt und die dahin gehenden. Bemühustgen -er engli­schen Regierung von Anfang an auf das wärmste be­grüßt und unterstützt.

Unsere Berliner Schriftleitung meldet uns zu diesem Thema ferner folgendes:

Nach -en aus Genf und Paris vorliegenden Nach­richten gewinnt man in maßgebenden Kreisen in Ber­lin den Eindruck, daß die. Abmachungen zwischen den hauptsächlichsten Reparanonsgläubigern über die Einberufung einer neuen Reparations- konferenz sehr weit vorgeschritten sind. Man hälr es trotz der gestern abend wieder eingetretenen Ver­zögerung für wahrscheinlich, daß eine solche Konse- ferenz nunmehr für den Monat Juni in Lausanne cittberufen. wird.

Merdings geht man dabei in Berlin von der be­stimmten Erwartung aus, daß eine Versündigung zwischen den Reparationsgläubigern sich nicht nur auf Ort und Zeit einer solchen Konferenz, sondern auch auf die materiellen Grundlagen erstrecken müsse, auf denen diese Konferenz beruhen soll. Die Reichs­regierung Hai im Anschluß an die Konferenz in Ba­sel immer wieder den Standpunkt vertreten, daß eine

th. Berlin, 13. Februar.

Obwohl in bet Präsidentschaftsfrage bisher allge­mein angenommen wurde, daß der heutige Sonnabend die Entscheidung über die Kandidatur Hindenburgs und zugleich eine Klärung der Lage bei der Harzburger Front bringen würde, haben sich jedoch im Laufe des gestrigen Tages erneut Bedenken herausgeftellt, sodaß es angezeigt erscheint, für heute noch nicht unbe­dingt mit einer völligen Klärung der Sachlage zu rechnen.

Die Stellungnahme des Stahlhelms, der sich be­kanntlich dem Kyffhäuserbund beim Eintreten für die Kandidatur Hindenburgs nicht anschlietzen will, hat beim Reichspräsidenten von Hindenburg selbstverständ­lich gewisse Verstimmungen hervorgerufen und die bekannten Berechnungen, wonach bei der Auf stellung von mehreren Gegenkandidaten der Rechten eine Wiederwahl Hindenburgs für den ersten Wahl gang nicht als wahrscheinlich gelten kann, sondern wohl erst für den zweiten Wahlgang in Betracht kommt, haben dazu beigetragen, diese Bedenken und Verstimmungen noch weiter zu verschärfen.

Der Reichspräsident hat bisher noch keine Erklärung darüber abgegeben, ob er eine Kandidatur annimml oder ablehnt, und deshalb ist es auch heute noch nicht sicher, wie er sich zunächst entscheiden wird. In unter­richteten politischen Kreisen in Berlin sind jedenfalls gewisse Zweifel ausgetaucht, ob im Lause des heutigen Tages tatsächlich bereits mit dem Erscheinen eines Auf­rufes des Sahmausschuffes uno des Kyjfhäuserbuitdes zu rechnen ist, und ob man für heute die angekündigten

RoparationAonferenz für uns nur dann Sinn und Zweck hat, wenn sie n i ch t auf der B a s i s d e s Aoungplans durchgeführt werden soll, und wenn sie nicht etwa nur eine bloße Ver­längerung des jetzigen Hoover-Moratori­ums bringt. Vielmehr verlangen wir, daß die Po­litische und wirtschaftliche Seite des gesamten Zah­lung s- und Schuldenproblems von Grund auf aus- gerollt werden muß, und daß eine den Baseler Emp­fehlungen entsprechende Lösung angestrebt wird.

Die Bewertung der zwischen Paris und London bevorstehenden Einigung wird für die Reichsregie­rung davon abhängig sein, inwieweit diese Ab­machungen den hier angedeuteten deutschen Voraus­setzungen entsprechen. Voraussichtlich wird heute oder morgen über Genf der Inhalt dieser Abmachungen bekannt gegeben werden können.

10 Millionen gegen 100000

Lloyd George macht dem französischen Militarismus den Prozeß.

Paris, 13. Februar.

Die in Paris erscheinende ZeitschriftLes Annales" veröffentlicht die französische Uebersetzung eines Ar­tikels L l o v d G e or g s, der gleichzeitig in einer Reihe ausländischer Zeitungen, besonders in Amerika er­scheint.

Unter der UeberschriftWas die Abrüstungskonfe­renz zustande bringen müßte" macht Lloyd George hauptsächlich.dem französischen Militarismus den Prozeß. Er schreibt u. a.: Mit seinen gut ausge­bildeten Reserven erreicht das französische Heer 5 Mil­lionen Mann. Es ist mit dem gefährlichsten Kriegs­material ausgerüstet, das ein Heer jemals besessen hat. Außerdem sind Polen, Belgien und die Kleine Entente die Militärvasallen Frankreichs. Mit ihnen zusammen kann Frankreich 10 Millionen Mann gegen Deutschland marschieren lassen. Auch das Ma­terial ist für dieses Riesenheer vorhanden. Deutsch­land verfügt demgegenüber nur über 100000 Mann. Nach der Abschaffung der Militärdienstpflicht sind die deutschen Reserven natürlich stark zurückgegangen, und selbst wenn sie da wären, könnten sie nicht ausgerüstet werden. Man kann nicht ernstlich die These unterstüt­zen, daß Frankreichs Sicherheit ein Heer fordert, das mit der Streitmacht feiner militärischen Verbündeten zusammen das Heer seines ehemaligen Feindes um 10 000 v. H. ü b e r t r i s f t. Hier liegt das wahre Pro­blem der Abrüstungskonferenz.

amtlichen Erklärungen über die Aufstellung Hinden­burgs als Präsidentsch.rftskand späten erwarten kann.

Innerhalb des Kyffhäuserbundes scheinen ebenfalls gewisse Hemmungen zu bestehen, den Gedan­ken des Generals von Horn durchzuführen und mit einem felbstständigen Aufruf für Hindenburg hervor­zutreten. Bei den Parteien und Verbänden der Rechts­opposition ist man in der Frage eines einheitlichen Gegenkandidaten der Rechten noch nicht weiter gekom­men. Heute fallen wieder Besprechungen zwi­schen Deutschnationalen, Nationalsozialisten und Stahlhelm stattfinden. Ob sie aber zu einem Ergebnis führen, wird auch in den beteiligten Kreisen bezweifelt. Man weist dort vielmehr mit einer gewissen deutlichen Tendenz daraus hin, daß im Grunde genommen ja noch bis zum 23. Februar, dem Tage des Reichstags­zusammentritts Zeit sei, um sich über die Kandidatur­frage schlüssig zu werden, und angesichts dieser neuen Verzögerungsmomente, von denen man noch nichl weiß, ob sie heute evil. durch eine neue Aktion des Kanzlers überwunden werden können, ist das ganze Programm in ein Stadium der Unsicherheit zu­rückgefallen, welches für den Augenblick keine sicheren Voraussagen zuläßt.

NSOAp. startbereit

Zum Retchsprästdentenwahlkampf.

München, 13. Februar.

In der nationalsozialistischen Korrespondenz teilt Dr. Goebbels in einem Artikel zur Reichspräsi­

dentenwahl mit, daß bei der Besprechung der Gau­führer in der vorigen Woche in München die Reichs­propagandaleitung bereits mit einem fertig ausge­arbeiteten Offensivplan aufwarten -konnte. Bei Beendigung der Besprechung sei schon die technische Methode der nun einsetzenden Wahlkämpfe schriftlich festgelegt gewesen. Am morgigen Sonntag würden in sämtlichen Gauen die Ortsgruppenführer und Amtswalter zusammentreten, und aus dem Munde des Gauleiters die letzten Unterweisungen für den Kampf entgegennehmen. Am Sonntag abend werde mau ohne Ueberheblichkeit behaupten können, daß die nationalsozialistische Parteimaschine st artbereit sei und nur darauf warte, für den Wahlkampf in Bewegung gesetzt zu werden.

Diese Meldung wird ergänzt durch den Bericht über eine nationalsozialistische Massenkundgebung in Berlin, in der Reichstagsabg. Göring alle An­wesenden aufforderte, am 13. März, dem Tage der Reichspräsidentenwahl ihre Stimme Adolf Hitler zu geben, da man mit den Parteien, die einst den

W. P. Man hat es uns immer wieder geschildert, lyid es mutz in der Tat wohl so sein: Genf ist ein eigenartiges Pflaster. Dort kann, um mit einem be­sonders bissigen Kritiker der Völkerbundsstadt zu spre­chen, ,/unmöglich etwas entstehen. Die Unwirklichkeit dieser längst verstorbenen Stadt mit dem nur Krebsen bekömmlichen Klima gibt allem, was in ihr vorgeht, fatale Leichenfarbe ... In Barcelona, in Biarritz, in Zürich könnte vielleicht etwas herauskommen. In Genf niemals."

Es wird wieder nichts herauskommen das war auch, nachdem die erste, recht flüchtige Freude über den Erwerb der Völkerbunds-Mitgliedskarte verflo­gen war, das Gefühl, tdas weiteste Kreise des deut­schen Volkes jedesmal ergriff, wenn sich wieder eine Delegation aus der Wilhelmstraße zu einer Rats­tagung, zu einer Vollversammlung oder zu einer der zahlreichen Kommissionssitzungen aufmachte. Man war bald genfmüde, und man war völkerbunds- müde geworden, denn mit Recht stellte sich für den deutschen Betrachter das Negative der Völkerbunds- arbeit nicht allein als Folgeerscheinung der uner­quicklichen Genfer Atmosphäre, sondern auch als Auswirkung der unzulänglichen Organisation des Völkerbundes dar, die schwächlich und kränklich blieb weil sie den Versailler Bazillus nicht abstotzen konnte. Auf dem Boden dieser Stimmungen ist auch der Pessimismus gewachsen, mit dem man bei uns die größte Veranstaltung, die bisher am Ufer des Lac Le- man in Szene gesetzt ist, mit dem man die Abrü­stungskonferenz beurteilt. Dieser Pessimismus ist bei der engen entwicklungsgeschichtlichen Bindung, in der die Abrüstungskonferenz zum Völkerbund sicht, nur zu begreiflich, aber man täusche sich doch Darüber nicht: Er kann gefährlich werden, wenn er gegenüber dem Genfer Geschehen zur Gleichgültigkeit verführt, und wenn er den Willen, die deutschen An­sprüche durchzusetzen, schwächt.

Roch stehen die ?lbrüstungsvechandlungen in ihrem Anfangsstadium: In diesem ersten Akte, der Gene­raldebatte genannt wird, obwohl dabei nur de­klamiert und nicht debattiert wurde, haben die Ver­handlungspartner ihre Stellungen bezogen. Die Fronten haben sich formiert, nicht ohne daß es recht heftige Kämpfe umdieAusgangspositio- n e n gegeben hätte.

Andre Tardieu, der Mann, der immer bemüht ist, nicht allein seine kleine Gestalt, sondern auch sein politisches Format recht groß und bedeutend erschei­nen zu lassen, eröffnete diesen Kampf um die taktische Führung der Konserenz. Seine Offensive wurde gleichzeitig über und unter der Erde vorgetragen: Die Aktion, die sich in aller Oeffentlichkeit abrollte, brachte die Veröffentlichung der neuen französischen Denk­schrift, die mit der Bewaffnung des Völkerbundes und mit der Internationalisierung der Zivilluftfahrt gleich 2 Schlager echt Pariser Prägung enthielt. Im tiefsten Dunkel dagegen vollzog sich der Versuch, den Vorsitz des politisch allein wichtigen Hauptausschusses einem der lOOprozentigen Französlinge, dem Herrn Benesch aus der Prager oder dem Herrn Politis aus der Athener Filiale, in die Hand zu spielen. Dieses Plän- chen ist, um fein Ergebnis vorwegzunehmen, erfreu­licherweise vorbeigelungen. Dem biederen Onkel Ar­thur, dem Präsidenten der Konferenz, war offenbar rechtzeitig klar geworden, was es bedeutet hätte, wenn einer dieser beiden französischen Kandidaten zum Ge­schäftsführer des politischen Ausschusses geworden wäre, und so fühlte sich Arthur Henderson bewogen, in die Bresche zu springen und sich den Vorsitz im Ausschuß selbst übertragen zu lassen. Der betrieb­same Grieche mutzte sich mit dem undankbaren Posten des Vizepräsidenten begnügen. Mich Frankreich in

Generalseldmarschall von Hindenburg geschmäht hät­ten, ihn heute aber auf den Schild heben, keinen ge­meinsamen Weg gehen könne.

1740000 Eintragungen

Berlin, 13. Februar.

Wie der Hindenburgansschuß mitteilt, belaufen sich die bisher gemeli en Eintragungen für Hindenburg auf 1740 000.

Heute letzter Einzeichnungstag!

Die Einzeichnungslisten für eine Ausstellung Hin denburgs als Volkskandidat bei der bevorstehenden Reichspräfldentenwahl liegen nur noch am heutigen Tage aus. Wer die Einzeichnung bisher noch nicht vorgenommen hat, kann dies bis heute abend %7 Uhr in der Geschäftsstelle der .Kasseler Neuesten Nachrich­ten" noch nachholen.

dieser Hinsicht zweiter Sieger, so darf man, was den Tardieuschen Hauptstoß angeht, immerhin warfen, daß auch diese Aktion im Sande verlaufen wild.

Eins freilich wird auch der schärfste Gegner der Pariser Politik zugeben müssen: Diese Denkschrift, die Tardieu auf den Tisch des Hauses legte, um die ganze Debatte von vornherein in die Bahn des französischen Denkens und Wollens zu zwingen, war vertestfekt ge­schickt gemacht. Sie operierte nyt Argumenten, die raffiniert auf die Mentalität der unentwegten Völker­bundsfreunde abgestimmt waren, und sie war im Grunde doch nichts anderes als eine Fortsetzung der französischen Sicherheits- und Macht- Politik. Frankreich wollte sich aus der isolierten Stellung, die es in der Abrüstungsfrage einnahm, herauswinden, ohne für diese Befreiung auch nur das Geringste zu bezahlen. Es wollte sich auf den Bock des Konferenzwagens schwingen, um Richtung und Tempo der Fahrt zu bestimmen und dazu noch den Ruhm und den praktischen Nutzen bei Konfeienz- sührung zu ernten, und der Militarist Taroteu hoffte bei alledem wohl noch, sich auf diese Weise sei­nen innerpolitischen Gegnern alsFriedensfreund" undAbrüstungsvorkämpfer" zu präsentieren. Die Rechnung ist aber, wie die Generaldebatte bewiesen hat, nicht auf gegangen: das Garn war denn doch zu fein gesponnen als datz es einer kräftigen Zerreiß­probe stanogehalten Hütte. Die Generaldebatte brachte den französischen Autoren, wenn man von der selbst­verständlichen Zustimmung der frankreichhörigen Staaten absieht, nur eine sehr schlechte Ernte, und dem russischen Autzenkommiffar blieb es Vorbehalten, deutlich und klar auszusprechen, was von den Ver­tretern der übrigen Mächte gedacht oder nur mit vor­sichtigen Worten angedeutet wurde. Die Fragen, wie sich die Völkerbundsarmee etwa gegen die ausgerüste­ten Großmächte, die doch die Hauptkontingente für diese Armee stellen würden, durchsetzen könnte, und wie bei einem Streitfall der Angreifer zu ermitteln sei, rühren in der Tat an die wundesten Punkte des Tardieuschen Projekts, und es wird für alle, die sich der gefährlichen Bedeutung der französischen Pläne bewußt sind, die wichtigste Aufgabe sein, in den De­batten des politischen Ausschusses diese kritischen Be­denken zu vertiefen und zu erweitern. Denn es hieße die Zähigkeit und die Gewandtheit der französischen Vertreter unterschätzen, wenn man annehmen wollte, daß sich Männer vom Schlage Tardieus und Paul- Boncours mit dieser einen Attacke begnügen für* den. Sie werden weiter attackieren, und sie werden Die Melodie, die ihnen der Kriegsminister in feiner ersten Rede vorgespielt hat, unermüdlich weiter bla­sen .. .

Alle Staaten, deren Vertreter in der Generaldebatte zu Wort gekommen sind, von Frankreich und seinen Trabanten über Japan, Rußland und Italien bis zu den beiden angelsächsischen Mächten, sehen das Ab­rüstungsproblem unter machtpolitischen Ge­sichtspunkten. Für sie alle ist die Abrüstung nicht in erster Linie eine Frage des Rechts uno der Gesinnung, sondern ein großes Rechenexempel, bei dem die machtpolitischen Wünsche mit der nationalen, insbesondere auch der finanziellen Leistungsfähigkeit in Einklang zu bringen sind. Für Deutschland dage-

Heute:

Neuer Roman

Noch immer Ungewißheit!

Hindenburg ernstlich verstimmt

Nach der Ouvertüre