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HeUkbetflonte: St 5Llä ®ml ßtanffutl a. Main.
Bnteigenvtei, beträgt fflt den 10 nein. Zeilcnmllllmeter 0.09 (Welbmatl Amtlich« unW aeewlttlge Anteil«« 0,10 Geltz» inert Bef schwierigem Satz, lernte b Vle»eerfchtlkte«50f, »ekichle,. Sammele,,erzen 100*1, fleh «lat. ÄetUmee 045 (6ot>m. 3eoet Rabatt gilt al, Varradatt un» netiädt, wenn bl« Zablun, leitet eie 5 Tage erfolgt Sete le werden bet ebnet, «benio Auskunft durch bi« SefchSfteiteile und Zufendunz bet ««gebet«. Ltfüllunzeert IKatbutg, l <5.«JKL — Dalia' ■**■■■■■■■■■■■■■■■■■■$■» ——ruwu----imrmmme——u.i — n ■ i in
Sinn Sott dkS RtiASpküftdmko
Der 3**berj*g Mit der Leiche M «eichdprüst- deuten.
Berlin. S. MSrz. Der Eonderzug mit der Leiche de« Reichspräsidenten, der den Potsdamer Bahnhof morgen, Mittwoch, abend« um 6.35 Uhr derlSßt, nimmt seinen Weg über Magdeburg, 9.34 dis 9.42 Uhr, AscherSleben-Krelensrn, LIO bi« 1.18 Uhr. Eichenberg—Bebra 8.55—4.13 Uhr, Ha«««-O st—F rankfurt-Süd, Hauptbahnhos wird nicht berührt. Darmstadt bi« Weinhelm, 8.56 hi« 8.57 Uhr; die Ankunft in Heidelberg erfolgt um 9.38 Uhr. Die Zusammenseuung de« Ang» ist folgend«: Auf die Lokomotive folg, zunächst ein Echuhwagen, dann der Wagen mit der Leiche de« Reich-Präsidenten.,«« schliessen sich an der Salonwagen des Reich-Präsidenten, der Salonwagen de« Reichskanzler», zwei Schlafwagen, ein Speisewagen, zwei Wogen 1. und 2. Klasse wnd der Salon- wagen de» Generaldirektors der Reichsbahn, Dcfer.
fl. Poris, 4. März . Der Präsident der Rep«. blik hat den französischen Botschafter in Berlin. Margerie, mit seiner Vertretung bei den veisetzungsfeierlichkeiten für den verstör- denen Reichspräsidenten in seiner Eigenschaft al« Außerordentlicher Gesandter beauftragt.
rrotterknudgebnng im preußischen Landtag.
I» Landtag fand gestern nachmittag die Gedächtnisfeier für den Reichspräsidenten Ebert patt. Die Regierung war durch alle Minister de« zuletzt dem Hause vorgcstellten Kabinett» Marx vertreten, mit Ausnahme des Finanzininister« Dr. Höpker-Aschhoff. Präsident Bartel« hielt di« Gedenkrede. ohne die sonst üblichen geschäftlichen Mitteilungen zu machen. Nach Beendigung seiner Rede schlug Bartels vor, zum Zeichen der Trauer um den toten Reichspräsidenten die Sitzung abzu-E brechen. Im Einverständnis mit dem Aeltcstenral'' wurde daraufhin die nächste Sitzung mit der Tagesordnung von gestern (Dortmunder Grubenunglück) für Donnerstag anberaumt. Damit war die Sitzung geschlossen.
Der Kommunist Pieck, der gegen Ende der Rede bev Präsidenten im Saal erschienen war, meldete sich zur Geschäftsordnung zum Wort, erhielt e« aber nicht, worauf er heftig gestikulierend Protest einlcgte. Hier handele e» sich um einen Toten, er wolle ober, daß über die Tragödie der vielen Toten von Dortmund sofort verhandelt werde.
Neuwahl am 29. März.
Berlin, 3. März. In Besprechung der Neich»- regierung mit den Parteiführern einigte man sich babin, daß der erste Wahlgang für die Wahl de» »rtch-wräsi« deuten am 23. Mär, stattfindet. Eine event. notwendige Stichwahl soll am 26. Avril vorgenommen werden.
BesirriwÄSMimg in $ttu6tn
Trotz der nahen Reichspräsidentenwahl hat der preußische Ministerpräsident Marz immer noch die Verhandlungen im preußsifchen Landtag über die Neuwahl des Ministerpräsidenten und die Reubildung eines Kabinetts unter feiner Führung fortgesetzt. Er hat den Parteien den Vorschlag gemacht, ein Kabinett zu bilden, das aus zwei Vertretern der Deut sch- nationalen Volk-Partei, zwei Vertretern des Zentrums, zwei Vertretern der Sozialdemokratie. darunter S e v e r in g . einem Vertreter der Deutschen Volkspartei und einem Vertreter der Demokraten bestehen soll.
Sämtliche Fraktionen des Landtag- hielten gestern vor der Trauersitzung Beratungen über diesen neuen Vorschlag ab. aber nur die Deutschnationalen äußerten stch endgültig. Die Fraktion schloß sich einem Beschluß des Fraktivnsvorstandes an. den dieser am Montag gefaßt hatte, und lehnte eine derartige Kabinettsbildung ab, wenn Devering unter den Kabinettsmitgliedern sei.
Ob Mar« die Verhandlungen nunmehr fortfehen wird, hängt natürlich von den Vesprechungen über die Deich-Präsidentenwahl ab. dir bei allen Parteien- und Organisationen sofort einfetzen müssen, nachdem der 29. März al- Mahl ferm in bestimmt ist. Rus der Linken scheint man über eine gemeinsame San* I di batet noch keineswegs einig zu sein. 3m j demokratischen Lager wird, auch unter dem Gesichtspunkt der Einheitlichkeit, plötzlich statt Mar« der frühere Staatspräsident Hummel genannt, während da- Zentrum an Mar « festhält. Da- geht deut» : lich au- einer Rotiz der .Germania" hervor, die die Behauptung ausstellt, tn der Montag-Sitzung der ; Landtagsfraktion der Deutschen Volk-Partei habe Dr. »Stresemann dvrgefchlagcn. Mär« al» preußischen j Ministerpräsidenten durch einen Kompromiß durch- kommen zu lassen und Luther al« Kondaditen für die Deich-Präsidentenwahl zu bestimmen. — Die „Qter- , mania" begleitet diese Behauptung mit Andeutungen, die bar«mf schließen lassen, daß man im Zentrum auf eine gemeinsame Kandidatur War» für die ganz« Linke noch immer hofft, 3m übrigen ist die Behauptung ber .Germania" völlig frei erfunden. — Dr. Stresemann war a-n Montag überhaupt nicht in der Ffraktion-sitzung bet Deutschen Volk-Partei im Landtage.
Severin, will au» gesandbrilliche» Gründen zurück- treten.
ff. Berlin, 4. Kart 3nt ff race bet Kabi. »ettabiltzna- in Beruhen teilt der „Set. Märta" mit, bai Seeerina an»ae|en»b«itH4«n 6 «JLfciJH.be» ®#4uü4 Um voO iclucm Amt al» pte*»
bische« Minister de» Innern entbunden ,n werden. Die Koalition von Zentrum und Demokraten mit Severin« al» Fachminister ,nm parlamentarischen ftanrnl Ltran»« wßellen, schein« nicht mehr möallch rn fein. Da» Btatt hält «» für wabrsch-in'ich, daß d'e Wahl de» Miuilter» vräfidenten. di« »ü« den 10. Mär, vorgeseben war, wr rr »trtaai «erde.
Nächste Sitzung tzr» Reichstage» am Freitag.
Berlin, 3. März. Wie vom Büro de» Reichstag» mitgeteilt wird, findet die nächste Sitzung des Reichstag» Freitag nachmittag statt.
9er Merle Kontrollbericht
Rrnnftridt» Standpunkt setzt sich durch.
Der Bersailser Mtlitärrat hat durch feinen Vorsitzenden, den Marschall Fach, seinen Kommentar über den Bericht der Interalliierten Militärkvm- mlssioneu am Montag dem Präsidenten der Bot- schafkerkonferenz, Herriot, übergeben. Zwar soll dieser Kommentar an sich nur eine Beurteilung der von der Mikttärkommlssion festgestellten „Verfehlungen Deutschlands" vorn militärischen Standpunkt au» darstellen, doch scheint nach den Andeutungen In der französischen Bresse der Bericht de» Herrn Fach doch eine weitgehendere Bedeutung zu haben Da» ist umso wahrscheinlicher, al» Fach In gewisser Beziehung die Stelle de» obersten militärischen Berater» der Alliierten inne hat, sodaß man seinen Bemerkungen sicherlich weitgehende Beachtung schenken wird. Es ist daher nicht überraschend, wenn man besonder» au» der französischen Presse erfährt, daß Fach in seinem Kommentar zu der Fest ste lung ge ommen sei. Deutschland habe in s hwer» wiegenden Fällen seine EntwaffnungSvrrpflichtiin- gen nicht erfüllt. E» scheint aber auch hier sich weniger um tatsächliche Feststellungen zu handeln, al» lediglich um Urteile und Mutmaßungen, ■‘bk den „bösen Willen Deutschlands" und seine angeblichen militärischen Vorbereitungen für einen 91«. vanchefrieg beweisen sollen.
Leider muß beobachtet werden, daß die Propaganda, die systematisch in dieser Richtung von Frankreich in der Welt gegen Deutschland getrte- den wurde, nicht ohne Erfolg geblieben ist. Jedenfalls findet durch diese Vorbereitung Chamberlain für sein Konzessionspolitik einen viel aufnahmefähigeren Boden, sodaß die Rechtsverletzungen, die durch die Nichträumung der Kölner Zone erfolgt sind, durch geschickte Frisierung de« Kon- : trollberichts als solche kaum noch in Erscheinung treten läßt.
E» scheint aber, als ob wenigsten» einem Teil de» englischen Volkes da» Gewissen zu schlagen beginnt, angesichts der neuen Gewalt- und Täuschungsmetho- den, die hier gegenüber Deutschland, wie im Jjhr« 1911), wieder in Geltung kommen sollen. Auch in der englischen Regierung machen sich anscheinend Bedenken geltend, sodaß u. a. die Sicherheltsfrage, weniger von dem Gesichtspunkt au» behandelt wurde, welchen Gefahren Frankreich mit seinen Sicherheitsforderungen vorbeugen will, sondern welche politischen Ziele mit Der Aufstellung dieser Forderungen verfolgt werden.
Zn diesem Zusammenhang verdient auch Beachtung die in der französischen Press« veröffentlichte, anscheinend halbamtliche Mitteilung, tn der bestätigt wird, daß Deutschland bereit» »or einiger Zeit in der Sicherheitsfrage gewisse Anregungen übermittelt habe. Die französische Regierung habe daraufhin geantwortet, sie werde stch zunächst einmal über die Meinung der alliierten Regierungen informieren. Seitdem seien die Unterhaltungen zwischen den Kanzleien ständig Im Gange gewesen. Frage gewinnt weitere Bedeutung durch die gestrigen Beschlüsse be» englischen Kabinetts, ba» Genfer Protokoll abzulehnen und die Frage der Sicherheit Frankreichs, Belgiens wie auch Englands durch einen Sicherheitspakt zu lösen, dem möglichst auch Deutschland angehören solle.
Aus alledem ergibt sich bi« anscheinend feststehende Tatsache, daß Frankreich seinen Standpunkt durchgesetzt hat, der dahin geht, daß die Frage der Entwaffnung und Räumung mit der Frage de» SlcherheitSpakteS gemeinsam gelöst werden wird. Auch von englischer Seite scheint man weiteren Widerstand aufgegeben zu haben. Damit hat Frankreich sein Ziel «r- reicht, da» e» von Anfang an verfolgte, nämlich die Räumung Köln», wie überhaupt der Übrigen besetzten Zonen von einer Neuregelung der Verhältnisse am Rhein abhängig zu machen.
Der Beschluß der Botschafterkoufereuz.
Paris, 3. März. Die Botschafterkonferenz hat den vorausgesagten Verlauf genommen. Eie trat am Quai d'Orsay zur Begutachtung der beiden Berichte, nämlich des der interallierten Militär- fontrollfomiffion in Berlin und des Gutachten» des Liersailler Komitee» zusammen. Die englische und französische Regierung waren darin einig, von dem Komitee noch einige Ergänzungen zu dem Bericht zu verlangen. Hiermit wurde Marschall Fach beauftragt.
Nach Schluß der Sitzung wurde folgendes Kommunique ausgegeben: Die Botschafterkonferenz bat in der heutigen Sitzung den Bericht der intet» o liierten Kontrolikomisiion zur Kenntnis genommen. Es wurde beschlosien, nähere Aufklärungen über gewisie Punkte des Berichts von dem intet« aliierten Militärkommissar zu erbitten. Ern neuer Bericht (b. h. ein neues Gutachten) wird im Laufe der Woche ausgearbeitet und der Botschafterkonferenz bei ihrer nächsten Sitzung vorgelegt werden. Die Sitzung der Botschafterkonferenz, in bei sie sich erneut mit dem Kontrollbericht befassen wird, ist auf kommende» Freitag festgesetzt.
Danervde Nrberwach««g Deatschka-rp».
Vari», 3. März. Der „Matin" veröffentlicht heute vormittag eine Unterredung mit dem bekannten SoziaNstenfÜßrer Daul Boneour, der be- kanntsich einer der Vertreter Frankreichs im Völkerbund, und Vorsitzender de« Studienauslchusfes für die nationale Verteidigung ist. Boneour äußert sich in dieser Unterredung in der Hauptsache über die zukünftige Kontrolle der deutschen Rü- stvngen und fordert ht diesem Zusammenhang für die Zeit nach der Räumung de« Rheinlande« eine dauernde Ueberwachung in der neutralisierte« Rheinzone durch Organismen des Völkerbünde«.
Nm die Sicherheitssraqe.
Berlin, 3. März. Seit einiger Zeit kursieren in der ausländischen Presse Nachrichten und Mitkeisungen über einen Schritt der deutschen RelchSreaierung bezüglich der Sicherheitsfrage. E» wird dabei befonber« von einem Garantlevakt gesprochen zwischen England. Frankreich, Belgien und Deutschland, wodurch die Grenzen dieser Lander garantiert werden sollen. In einer offenbar halbamtlichen französischen Mitteilung an die Pariser Blätter wird zugegeben, daß diesbezügliche Anregungen feiten» Deutschland? bereit» vor einiger Zelt erfolgt sind. Die französische Regierung habe zunächst geantwortet, daß sie sich mit ihren Alliierten besprechen müsse. Seitdem seien ständig Unterhandlungen zwischen den Kanzleien Im Gange. Eine endgültige Antwort werde Deutschlanb erst nach der Allsiertenkonferenz gegeben werden.
Der deutsche Schritt sck-int sich tatsächlich ledig- llch auf diplomatische Konversationen beschränkt zu haben, wie solche über alle aktuellen Probleme erfolgen, also auch über die Siche^lteitS- srage. Dabei ist, wie die« bereit» in der Sffent- sichen Rede de» Reichskanzler» geschehen ist, von Deutschland stet? die Bereitschaft zu einer positiven Mitarbeit an der Lösung der Sicherheitsfrage zum Ausdruck gebracht worden. Den alliierten ReAerungen wurde auch davon Kenntnis gegeben, in welchem Rahmen und auf welcher Grundlage nach deutscher Auffassung eine solche Lösung zu erreichen sein würde.
Was aber darüber hinaus über bestimmte Angabe» verbreitet wird, beruht lediglich auf Kombinationen. Bei den diplomatischen Besprechungen handelt es sich um keine endgültig' formulierten deutschen Vorschläge oder Anträge, sondern um eine Erörterung von Möglichkeiten, die für eine Regelung der SicherheitS- frage in Betracht kommen können. Diese Erörterungen befinden sich noch im AnfangSstadium und sind noch keineswegs so weit fortgeschritten, daß von bestimmten Projekten eine» StcherheitSpak- tes die Rede sein kann.
fl. London. 4. März. (Oberhaus.) Elsquith. der Führer der Liberalen, fragte gestern die Regierung. ob sie ein Datum für die Derb ff «nt- lichung des Vericht» der interalliierten Äon- kommissionen festsehen könne. Nachdem er auf btt Verschiebung her Räumung be« Kölner Brückenkopfes hingewiesen hatte, erklärte er weiter, daß die De- ftimmung des Versailler Vertrages bezüglich der Räumung de- besetzten deutschen Gebiete- keinen Teil der Destimmungen de- Vertrage- für die Dauer der Sicherheit Frankreich - bedeutet. Dafür hätte durch einen dreiseitigen Pakt zwischen Großbritannien. Frankreich und den Vereinigten Staaten gesorgt werden sollen. Frankreich habe aus diesen Pakt gezählt unb lei größtenteils dadurch veranlaßt worden, seine ursprüngliche Stellung zu ändern. 3m 3nterelfe nicht nur der Franzosen, sondern der ganzen Welt fei e- nöttg. einen umfassenden Pakt zustande zu bringen. E- fei aber kein Grund vorhanden, die zeitsich begrenzte Besetzung de- linken Rheinufer- in zeitlich unbeschränkte Besetzung umzuwandeln, wenn nicht Deutschland bei der Erfüllung der Bedingungen de- Friedensvertrages solch« Vergehen begangen hätte, die die Alliierten ihrerseits berechtigen, ihr« Verpflichtungen auch nicht innezuhalten. ES müsie ein Unterschied gemacht werden zwischen Maßnahmen, die Deutschland berechtigter Weile zu feinem Schuh gegen inner« Unruhe ergreifen müsse und solchen, die nur als Wittel für einen äußeren Angriff gedeutet werden könnten. Englands Vorgehen müsi« von jeder Zweideutigkeit frei sein.
fl. London. 4. März. In seiner Antwort auf bi« Red« von Asquitd sagt« Lord Curzon: Ter Bericht der Miiitörkommission werde von der Botlchalter-j. n» feteni sofort geprüft und in einigen lagen den alliierten Mächicn übetaeben werden. Es wird dann di« Pslichi dielet Regierungen sein, durch vetiönlich« Belot--* ngen ober in anderer Weise den Charakter be» Berichtes unb 'eine Anregungen zu prüfen, sowie ben Charakter bet iorbetunaen an Deutschlanb, bi« sich aus ihm erge". en sollten. Er selbst hoffe, ba6 bet beutschen Regierung vkkgcnbeit gegeben werbe. ~'f'ött ?u werben, ba nach 'einet Anstcht allein ein« gemeinsame Besprechung unb eine Mitarbeit in dieser Sacke diese gro6t Frage ,u einer bestiebiaenben Lösung führen könnt« Der Bericht ist ein Dokument von ungefähr 168 voll gedruckten Seiten mit einer Wenge technischer Einzelheiten, welch« ich kaum für ungekürzt« Veröffentlichung eignen. Aufgabe bet Berliner Kommission wat es, Tatsachen testzu- stellen: Aufgab« bet Regierung ist es. biese Tatsochen »u bewerten. Infolgebellen ist bet Bericht eine Zusammenstellung sämtlicher Punkte, in welchen Deutschlanb hinsichtlich bet Entwasinungsverpflichtungen Verfehlungen begangen bat. Di« britische Regierung meint, daß ein bedeutungsvoller Entschluß für das Belassen ihrer Truppen in der Kölner Zone nur auf Grund wirklich wichtiger Tatsachen gefaßt werden sollte. Nach seiner persönlichen Meinung würde die Vetöffenllichung bk Lösung viel weniger möglich machen. Anbetseits beab= tchligt die britische Regierung, die Einwilligung bet Alliierten vorausgesetzt, bie Verfehlungen, die bet beutschen Regierung milgeteilt werden und bie not bet
Räumung bet Kölner Zone wieder gut gemacht tcctcn mästen. Mi veröffentlichen. Curzon fügt hinzu: E, iS unser Wunsch, ben vetlaille« Vertrag lit allen wesentlichen Punkten ausgeführt zu seben. da, heißt au» «führt von lebet Self«. Die Entickeldung übe» die Ääumunaefrage bart nicht abhängig gemacht me» den von Erwägungen, dl« sich nicht au« btt militärisch« Vertragsklausel ergeben. Daher mHuschen mir dass dl« Besetzung Köln, sobald al, möglich beendet wirb.
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SÄ Ende M SuMlm-AMMtS
ÄenRentl«epel, 3. März. Dir türkische, Xcgicrungstruppen, unterstützt von Fliegern, treibe» bl« Aufständischen be, Scheich Said immer meHi in bie Enge. Truppen unb Gendarmerie werde« von der loyalen Bevölkerung in der Verfolgung «er Ausständigen unterstützt. Der Mittel, punkt de» Aufstande, sind die beide« Städte* Hani und Priant. Fünf Scheich, wurden verhaftet, bei denen große Geldsumme« vorgefunden wurden. Die türkische Regierung wir) de» Aufstandes schneller Herr, al» angenom1 ■; worden war.
Die ersten Nachrichten Über den Aufstand käme, aus englischen Quellen. Sie stellten den Aufstant als eine Bewegung der sultantreuen Mohamm« daner hin, die gegen da« neue Regime Angoras ge richtet sei. Da fremde Einflüsie bei dem Aufstani leicht sestgestellt werden konnten, suchten die Eng lünder die Sache so hinzustellen, als ob die Bosi^- misten dahinter steckten. Für jeden Kenner Lei türkischen iZerbältnisie war es aber klar, daß d» Rusien zur Zeit niemals Angora Schwierigkeite, machen würden, daß dagegen England wegen der im Gang befindlichen Erenzregulierung in Mosiulgebiet sehr stark an einem Auf. stand und der Errichtung eines autonomen Kurdistan» interessiert sei, mußte. Denn in diesem Falle wäre ihm Mossul ohiu weiteres zugefalle«.
Moskauer Meldungen erklären denn auch jetzt offen, daß der Aufstand von England organisiert lei, daß mit dem Ausstand der Krieg Englands gegen die Türkei beginne, wozu Frankreich gegen Zu- gcftänbniiie am Rhein freie Hand gegeben hat. Di« rujjische „Fstwestsa" karitierl denn auch den Vater dieses Krieges im Osten, Chamberlain, al» de« wahrhaften „Propheten der Mohammedaner, der, in der einen Hand den Koran, in der anderen ei» Gewehr» die mohammedanischen Soldaten zu» Kamps ausfordert".
BÄ dem Wien Sedlel
Mainz. 3. März. Die Cbcrbele@nfton bet Rbef« lanbkommlsiion in Main» gestattet, baß am Tage bet Ueberfiibtung bet Leiche des Reichsptasibenkn sowb auch am B e I s e tz u n g s t a o e soll st private Gebäubt in Reichs- ober ßant.-sTnrhen Halbmast ilagaen.
Wiesbaben, 3. Mät». Das französische Kriegs- "eticht bat drei Deutsche niesen Besitzes von Ra• bioapparaten zu 200 bis 800 dl ©eiffttafe tci urteilt.
k. ttfnnbe bei einem kommunistischen rft -när.
Aachen-, S. MSr». Bei einer polizeiliche«« Ha:w« -nchung bei einem Funktionär bet Kommiinlstii^en Partei wurden Pistolen, Handgranaten und zahirciche« Proparwndam-itetial aekunden. Mehrere P. ; nen wurden festaenommen, bie sich voraussichtlich vor d m ?taatsgerichtshof »nm Schutz« der Republik zu verani Worten haben werden.
Internationale Kundgebrrug für brn Achtstundentag.
Köln, 3. März. Im Anschluß an bie internationale Hüttenarbeiterkonferenr eine internationale Knndqcbunq für den Achtstundentag unb den Zusammenschluß der Arbeite« stattgefunden. ES haben Dtnmann-Stuttqart, I'g- Bern, Brownlie-London, Stein-Wien und Laör- Pari» gesprochen. Vorher ist der Ovfer der Zecht Minister Stein", sowie des verstorbenen Reichspräsidenten und ihrer Hinterbliebenen gebar: worden.
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Kei« Aufwertung bet alten Neichsbanknoten. ,
In einigen Äteilen des Publikums ist bie •Ku..?f$t< 1 vertreten, baß bie Reichsbank ihre vor ober während de? Ktkges auseeaebenenn Roten zu einem höheren W rie al» dem Nennbetrag freiwillig einlöfen werb« oder hierzu gezwungen werden könne. Dies« Aufffa^ung ist irrig. Gemäß 6 3 des Vankgesctzcs vom 30. Auauä 1924 lRGBl. II 6. 235) bat bet Umtausch der alter Reichsbanknoten nach dem Verhältnis: eine Billioi Mark gleich einer Reicksmart zu erfofaen. Dieses Um tanickverböllni» entspricht dem S 5 Abi. 2 des Mün». neletzes vom 30 August 1924 (RGBl. II <?. 254) rcr» gesehenen Verhältnis zwischen Mark früherer Währung unb bet neuen Reichsmark. Danach ist das itöcrt« m-rhättni, der alten Reichsbanknoten zu bet neuen Währung gesetzlich kftaeleat, eine Bestimmung, bk ohne Verletzung bes Gesetzes von bet Reichsbank nickt außer acht fiel allen werden darf. Bestrebungen . die auf eine Abänderung des Gesetzes abzielen, wüsten schon daran scheitern, daß ba» Bankpefen zu benicnip.cn Gesetzen pebört, welche zur Durchführung Intematio» nalcr Abmachungen auf Gtunb be» Eachvcr» ständigenberichts erlassen sind.
Irgendwelche Anträge oder flnmcfbnueee auf Aufwertung alter Rcichsbonknoicn sind bahei zwecklos. Auch muh uackbrücklickst vor dem Beitritt za Sctbanbcn gewarnt werben, die sich zat flnfmertnne des sogenannten Bortricgsacldc» gebildet bafcee, dg bereit Tätigkeit, wie sich an» dem Borstebendea ergibtz teinerlei Ausstchlea auf Etfol, bietet