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Statistik in Basel
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ff. Paris, 10. Dez. In einer Baseler Meldung besaht sich die halbamtliche französische Agentur H a v a s mit den Ausführungen Dr. Melchiors und betont, dah die Erklärungen des deutschen Vertreters über die Handelsbilanz des Reiches die französische Auffassung rechtfertige,
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Der Anzeigenpreis beträgt fflt den 11 gespait. ZeilemnillKneter 0.08 GM., sog. kleineAnzeigen und Familienanzcigen bei Barzahlung 0.07 GM., amt!, und auswärtige Anzeigen!).10 GM. Grundschrist: §olonel. Bei schwierigem Satz sowie bei Piatzborschrifl 50°l« Aufschlag. — Sammelanzetgen 100°/. Aufschlag Reklam.-Mill!m. 0.40 GM. Grundschrift - Petit. Jeder Rabatt gilt als Barrabatt. Ziel 5 Tage. Sfferten-GebShr: 25 Pfg.. bei Zustellung der Angebote einschl. Porto —.60 GM. Belege werden berechnet. Erfüllungsort Marburg.
Nach einer von Dr. M e l ch i o r im Son- «rausschuß der V. I. Z. bekannt gegebenen rberficht betragen die langfristigen Aus- mdsschulden Deutschlands 11,4 und die Mristigen 12 Milliarden Mark.
nend, daß die Franzosen sich vorläufig nur für den Teil der Maßnahmen interessieren, die sich auf die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung beziehen, und man erklärt in französischen Kreisen, es müsse sich erst zeigen, ob diese Maßnahmen wirksam und erfolgreich sein werden.
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»tu 10. M1931
Anzeiger für (das frühere kurheffische) Oberheffen
Anzeiger der amtliche« Bekanntmachungen für Stadt und Kreis Marburg
Dr. Melchior hat in seinem gestrigen Üerat die Hauptfrage behandelt, sich It Vorbehalten, im weiteren Verlaufe t Beratungen auf die einzelnen Punkte ch besonders einzugehen.
on der bisherige Verlauf der Dera- en hat ergeben, daß gegenüber dem »ron-Vericht in den für die Zahlungs- igkeit Deutschlands maßgebenden Fakst weitgehende Verschlechterung einge- n sind und daß die damaligen sehr be- ngSvollen Feststellungen und Schluh- erungen des Wiggin-Ausschusses, dem stnllich eine Reihe der jetzigen Dele- ten ebenfalls angehörten, durch die twicklung der Krise bestätigt und unter«
n worden sind. Zu dem Material, der deutsche Vertreter bereits dem schütz unterbreitet hat, kommt jetzt oie
Paris, 9. Dez. Von maßgebender Seite wird erklärt, daß zwischen den Bankenvertretern der Gläubigermächte eine Verständigung über die Frage der kurzfristigen Kredite erzielt worden ist. Es handelt sich hierbei um eine Einigung zwischen den amerikanischen und französischen Vankleuten und zwar im wesentlichen auf der Grundlage der französischen Vorschläge. In gut unterrichteten deutschen Kreisen glaubt man nicht, daß die deutschen Finanzkreise den Stillhalteplan annehmen werden.
Was die Einzelheiten der im wesentlichen bereits bekannten Vorschläge anlangt, so ist beabsichtigt, die Stillhaltung auf das kommerzielle Remboursgeschäft zu beschränken. Da das Rstko nach französischer Ansicht durch die Zinsen der letzten Jahre gedeckt ist, sollen die Finanzkredite abgewickelt und im schlimmsten Falle als Verlust verbucht werden. Ferner soll sich die
Hörden nunmehr vorzunehmen. Die übermittelte Stellungnahme zum Fall Lewit sei sachlich unrichtig und unberechtigt, ihre Bekanntgabe an die Presie geradezu illoyal. Das jetzt erfolgte, in höchstem Maße disziplinwidrige und disziplingefährdende Hervortreten erwecke den peinlichen Zweifel, ob es der Vereinigung wirklich um die Wahrung des Zusammenhalts der Polizei zu tun fei.
Masfenzwangsgeftellunatn von Nationalsozialisten in Wuppertal.
Wuppertal, 9. Dez. Im Laufe des Dienstags zeigten sich an den verschiedenen Stellen der Stadt Nationalsozialisten einzeln oder in kleinen Trupps in voller Uniform mit der offenbaren Absicht, sich nach vorgefaßtem Plan über die Verordnung des Oberpräsidenten hinwegzusehen. Im ganzen wurden rund 100 uniformierte Nationalsozialisten zwangsgestellt. Soweit sie von dem Angebot der Polizei, sich Jioillleider zu verschaffen, Gebrauch machten, wurden sie nach Feststellung ihrer Personalien entlassen.
„Rot« Fahne" «nd ..Anqriff" bis 17. d. Mts. verboten.
Berlin, 9. Dez. Der Polizeipräsident hat bte beiden Tageszeitungen „Der Angriff" und „Die Rote Fahne" auf Grund der Notverordnung wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bis ein- fchlteßlich 17. 12. 1931, also auf acht Tage, verboten.
Riichstagsabgeordneter Stöbt vom Schlaganfall betroffen.
München-, 9. Dez. Wie der „Völkische Beobachter" aus Naumburg/Saale meldet, hat der Reichstagsabgeordnete Stöhr während einer Versammlung einen leichten Schlag- anfalt _ erlitten. Es trat vorübergehende Sprachstörung und rechtsseitige Armlähmung ein. Lebensaesabr beliebt nicht.
[‘Bafel, 9. Dez. Der Beratende Sonder- puchuß hat heute um 11 Ahr unter dem Ersitz Prof. Beneduce's feine Eiterungen über die deutsche Wirtschafts« xch Finanzlage fortgesetzt. Zunächst hat |er Ausschuß den Bericht des gestern ein* Petzten technischen Ausschusses, der sich Mpr sachlich aus Statistikern zusammensetzt e> der einzelne gestern genannte Zahlen Einander in Einklang zu bringen hatte, ptgegengenommen. Dieser ■ Unterausschuß ßrd künftig regelmäßig dann in Funktion leien, wenn in der allgemeinen Debatte er elf Hauptdelegierten Einzelheiten über «anztech irische, budgetäre und sonstige [ragen nicht sofort geklärt werden können. Wie Prüfung des Ausschusses erstreckt b weiterhin auf die gestern von Dr. lesch i or ausführlich behandelten Fra- tn der kurz- und langfristigen Derschul- btg, insbesondere des Rettosaldos der »sichen auswärtigen Schuld, weiter auf | Frage der deutschen Auslandsguthaben
daß der Augenblick schlecht gewählt fei, die endgültige Zahlungsfähigkeit Deutschlands erneut feftzustellen. Die Ausführungen Dr. Melchiors hätten gezeigt, daß Deutschland noch mehr als jedes andere Land in der Unsicherheit über die Zukunft seiner Wirtschafts- «nd Finanzlage lebe. Unter diesen Umständen sei man um so berechtigter, in Bezug auf die Reparationen keine Maßnahmen zu ergreifen, die sich früher oder später als ungenügend und leichtfertig Herausstellen würden. (!)
Der außenpolitische Berichterstatter des „E x c e l s i o r" betont, daß die Erklärungen Dr. Melchiors insofern zu Bedenken Anlaß geben, als aus ihnen deutlich hervorgehe, daß Deutschland selbst spare und man nicht wisse, was es mit dem Geld Mache. Gs wäre auf alle Fälle unvorsichtig, so betont er, angesichts der wachsenden Ereignisse im Wirtschaftsleben eines Landes schon jetzt endgültig Voraussagen zu machen, und noch unvorsichtiger, jetzt die Zahlungsfähigkeit Deutschlands feftlegen zu wollen. Allein diese Feststellung muffe genügen, den Untersuchungsausschuß daran zu hindern, sich von den durch den young- plan festgelegten Richtlinien zu entfernen.
Graf Schwerin von Krosigk nach Basel abgereist.
Berlin, 9. Dez. Wie wir erfahren, ist Ministerialdirektor ©rar Schwerin von Krosigk nach Basel abgereist. Graf Schwerin von Krosigk ist Leiter der Etatsabteilung des Reichsfinanzministeriums, und man kann deshalb annehmen, daß er die Aufgabe hat, den Baseler Sachverständigen, die Lage des Reichshaushaltes auseinanderzusetzen, wie sie sich nach den strengen Einsparungsmaßnahmen des letzten Jahres und namentlich wieder nach der neuen Notverordnung ergeben hat.
Englisch« Stimmen zur Notverordnung.
fl. London, 10. Dez. Die englischen Blätter beschäftigen sich heute ausführlich mit der deutschen Notverordnung. Die „Times" sagen in ihrem Leitartikel, die Herabsetzung der Lebenshaltung infolge der Notverord- nung falle auf ein Volk, das schon schwere Rückschläge in seiner Lebenshaltung infolge der wiederholten Gehalts- und Lohnkürzungen, der Erwerbslosigkeit von 5 Millionen Deutschen, der Börsenschließung u|w. erfahren habe. Durch einige seiner Maßnahmen hoffe der Kanzler offenbar, die zunehmende Macht der Hitlerpartei beschneiden zu können. Es sei aber ein schwerer Fehler zu glauben, daß sich die Ziele Brünings von denen der Nationalsozialisten unterscheiden. Besonders in der Reparationsfrage sei Hitlers Ansicht die Ansicht des ganzen deutschen Volles, das meint, daß es seine Reparationszahlungen, selbst wenn es wolle, nicht erfüllen kann. Fast die ganze englische Presse glaubt, daß eine Streichung der Reparationen und Kriegsschulden die wirtschaftliche Gesundung erleichtern könne, ' aber der Steuerzahler widersetze sich einer Reparationsstretchung, wenn gleichzeitig nicht die Kriegsschulden verschwänden. Von größter Wichtigkeit sei es daher, daß die Frage der gesamten internationalen Verschuldung nach Fertigstellung des Baseler Berichtes behandelt werde. Das deutsche Volk, das die stärkste Führerschaft begrüße, habe die Ver- ordnung mit Verständnis und Geduld aufgenommen. — Die „M orning Post" bezeichnet die Verordnung als den letzten Strohhalm,^ der Deutschland vor dem sofortigen Unglück retten soll. 3n gemeinsamem Interesse liege es, Deutschland aus seiner schreck«
Polizeioffiziere gegen Severing
Berlin, 9. Dez. Die Polizeioffiziersvereinigung, in der 90 Prozent aller Polizeioffiziere zufammengefchlosfen sind, hat in einer Entschließung, die heute dem preußischen Innenminister zugestellt wurde, zum Fall Lewit Stellung genommen. In dieser Resolution wendet sich die Polizeioffiziervereinigung gegen die Maßnahmen gegen Lewit nud spricht ihr Bedauern darüber aus, daß durch eine solche Behandlung derartiger Fälle Unsicherheit bei der Ausübung des Polizeidienstes Platz greifen müsse. Das Vertrauen, so heißt es weiter in der Resolution, in die rein rechtliche Handlungsweise des preußischen Innenministers sei bereits durch die scharfen Maßnahmen gegen Polizeioffiziere wegen ihrer Beteiligung am Volksentscheid erschüttert und liefe Gefahr, durch die Behandlung des Falles Lewit gänzlich verloren zu gehen. Zum Schluß heißt es, daß die Polizeioffiziere sich durch keinerlei persönliche Nachteile von der unparteiischen Ausführung der Gesetze abbringen ließen.
Der preußische Innenminister Severing hat darauf an die Vereinigung der Polizet- offiziere ein Schreiben gerichtet, in dem es u. a. heißt, er sei gezwungen, ven bereits früher in Aussicht gestellten Abbruch der Beziehungen durch das Innenministerium und iämtlicke ihm unterstellten Polireibe-
Stillhaltung nicht auf die Akzeptkredite beziehen. Der französisch-amerikanische Plan sieht Kontrollmaßnahmen für die ganze Geltungsdauer der zu erneuernden Rembourskredite vor. Man denkt dabei an die Schaffung einer besonderen Äusknnfts- stelle bei der deutschen Reichsbank, die gehalten wäre, den ausländischen Gläubigern Einblick in die innerdeutschen Kreditmatz- nahmen zu gewähren. Heber die Frage der Verzinsung verlautet, daß eine Amortisierung durch die Hälfte des bisherigen Zinssatzes in Erwägung gezogen werde.
In hiesigen politischen Kreisen verlautet ferner, daß die französische Regierung bereit sei, alle Maßnahmen zu ergreifen, um den Erfolg der Berliner Vankierverhand- lungen sicherzustellen. Allerdings stelle sie dafür die Bedingung, daß die Rechte Frankreichs in bezug auf die deutschen Reparationszahlungen gewahrt bleiben.
.Oberd«ssisch« 3<lhtttg* et- M^int se-b«mal wSchnttlich. Be- «-«preis monatlich 2. 20GM.au«- Aitfil. Zus!ellung«gebübr, durch &U Post 2.45 GM. Für etwa durch Maschtnendefekt oder eie« fttntatt Ereignisse ausfallende Ammern wird kein $tf«e qe- fcijlet Verlag. Dr. § Hitzerotb. der Unib-Duchdruckerei tyb Äug. Koch, Markt 21/23. jLtnfUW' t: Nr. M und Rr. 55. Postscheckkonto: Amt Frankfurt t <$t Rr. 5015. — Gvrech,eit w! Redaktion von 10—11 und
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' leichter und den Sachverständigen der eschen Delegation gegenwärtig für die j decke des Ausschusses bearbeitet Die Bwi Maßnahmen der Reichsregierung fr Drosselung der Ausgaben und die ent«
T ^benen Ertlärungen des Reichskanzlers / hier einen starken Eindruck gemacht. / k Franzosen halten vorläufig noch mit / «t Meinung zurück, indem sie darauf ■ / Reifen, daß die französische Uederset» i «g der Verordnung und der Rede des / *chSkanzlers ihnen noch nicht vorliegen. ' 5fr amerikanischen Kreisen verlautet oaß
6 brutsche Notverordnung bei der Mehr« $ der Mitglieder des Beratenden Son« ^Ursschusses einen günstigen Eindruck ge« ^>t habe. Man sieht darin einen weite« —'” ® Zeroeis für die Entschlossenheit der M ^rung Brüning, die Dinge zu meistern, j|l .** es in ihren Kräften steht. Man - d tocÜ€t> die französischen Kreise
'If\ bem allgemeinen Eindruck nicht an»
a, Netzen, und man dort in der Rotvervrd»- ’j, *9 in erster Linie ein Mittel erblickt, um
* beratenden Sonderausschuß gegen« * eine Geste zu machen. Es ist bezeich«
ie Wirkung auf Frankreich
Frankreich lehnt nun erst recht eine endgültige Regelung der Tributsrage ab
nre Notverordnung, die der hier weilende CIt ai vatssekretär des Reichsfinanzministeri» es. Dr. Schaff er, eingehend mit Dr.
Sie sind sich schon einig!
Gemeinsame Front der amerikanischen und ftanzösischen Gläubiger