Zweites Blatt
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und
torben; feine Frau war schwer krauk. Auch dl Schwiegermutter, die er iu sei« Hau» genommen hatte, erkrankte damals nud so kam er in Schulden, au» denen er sich bei seinem Gehalt nicht mehr herausarbeiten konnte. Von Gläubigern bedrängt, that er, wa» er schon ost bittet bereut haben will. Er habe wiederholt versucht, Geld i« leihen, nm den hinterzogenen Betrag von fünf- jnnbert Mark zu ersetzen, aber vergeblich. Verwandten, die ihm vielleicht geholfen hätten, seine Schuld einzugestehen, hatte er nicht den Muth. Der Än» geklagte wird von den vernommenen Zeugen al» sichtiger, äußerst sparsam lebender Beamter geschildert, der allerdings von Gläubigern hart bedrängt gewesen sei. Die BeweiSanfnahme ergab als Grund hierfür den Umstand, daß die Ehefrau Busfin nach einem Wochenbett über sechs Monate krank war, und sehr der Pflege bedurfte. DerOberstaatSauwalt hielt eigentlich eine V e rth eid i g un, S« rede für den bedanernSwerthenManu. Dieser habe nicht ehrlos gehandeü; wa» er gethan habe, sei menschlich entschuldbar. Schwere» Siech« thum der Ehefrau habe iHv zu dem Schritt getrieben. Da» Urtheil lautete auf sieben Monate Gefängniß, wovon ein Monat durch die Untersuchungshaft verbüßt ist. Die Geschworenen beauftragten den »er- theidiger, iu ihrem Namen eiu Gnadengesuch für Busfin einzmelchen und veranstalteten unter fich eine Sammlung, deren Srgebniß sie der im Saale anwesenden Frau Busfin einhändigteu; die Gläubiger ihre» Manne» haben dieser nach der Verhaftung ihre» Manne» die Habe genommen (!), so daß sie sich mit ihren Kindern im Gemeindearmenhanse auf- halten mnß, obgleich fie in nächster Zeit einem Familienzuwach» entgegeufieht.
Tode».Urtheil. Iu Hannover hat da» Schwurgericht durch ein TodeSurtheil am Sonnabend einen Menschen aus der Liste der Lebenden gestrichen, den Tischlermeister Wilh. E v e r S, der dreifach den Tod verdient hat, denn auf seiner fluchbeladenen Seele ruht die schwerste, unsühubarste Schuld: eiu Muttermord. Die unglückliche alte Frau, die ihm das Leben gegeben und ihn al» verhätschelte» Kind liebevoll groß gezogen, hat der Unmensch mit kalter Berechnung durch Erstickung mittelst giftiger Gase gktbdtet; er wartete mit Ungeduld auf den Tag, wo er endlich in den Zinggenuß ihres Vermögen» treten würde, und da fie ttotz aller Mißhandlungen, die er der Aermsteu zufügte, in zäher Lebenskraft aushielt, .räucherte" er fie aus ihre« armseligen, kummervollen Dasein mit Gewalt hinan». Die Einzelheiten der schrecklichen Vorgänge, wie fie sich während und nach der Tödtung der Wittwe Ever» abspielten, sind derartig entsetzenerregend, daß wohl Niemand Mitleid mit dem Verbrecher fühlen wird, der auch nach Verübung der grauenvollen That keine Spur von Reue empfand, vielmehr tu den niedrigsten An»- drücken seiner Freude über den Tod der Mutter Luft machte.
Brücken-Wrihe. In B o n u wurde am 17. d. M- in Anwesenheit de» Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, de» ErbgroßherzogS von Baden, de» Prinzen und der Prinzessin von Schaumburg-Lippe, de» HandelSmiuisterS, der Spitzen der Behörden und zahlreicher Vereine und studentischer Corporattoneu die neue Rheinbrücke eiugeweiht. Der Oberbürgermeister Sptrüus hielt die Festrede, wünschend, daß nie ein feindlicher Fuß die Brücke betrete nud nie ein feindliche» Fahrzeug darunter kreuze. Ein Festmahl und ein FestcommerS schlossen sich der Feier an. Abend» waren Rheiuufer nnd Brücke beleuchtet.
Thcater-Brand. Einer Meldung der .Reuen Freien Presse" zufolge steht da» Stadttheater in Marburg (Steiermark) seit Sonnabend früh in Flammen.
Erstickt. Auf einem Gehöfte in der Nähe von Alleustein i. Ostpr. et dürften am 15. d. M. Nachmittag» brei in bet Wohnung allein gelassene kleine Kindet tu starkem Qualm, welcher fich infolge Heizens mit Torfresten entwickett hatte.
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Etatsjahre 1897/98 ermöglichen lassen. Auch die Regelung der Besoldungen nach Dienstaltersstufen erfolgte im Jahre 1892/93 zunächst für die Unter» ieamten, und erst in den folgenden beiden Jahren ür die mittleren nnd höheren Beamten. Nebenher ging die Vermehrung der etatSmäßigen Stellen, die Anrechnung der diätarischen Dienstzeit übet fünf Jahre, die Erhöhung der Wittwenpensionen und Waisengelder, namentlich die Erhöhung bei Minimums zu Gunsten der Hinterbliebenen von Unterbeamten, eine entsprechende Fürsorge für die Wohnungs- verhältnisse dieser Beamten rc. Dafür, daß die preußische Staatsregierung alle diese erheblichen Gehaltsaufbesserungen noch nicht als den Abschluß de» ganzen, zur Hebung der materiellen Lage der Beamtenschaft unternommenen ReformwerkeS angesehen hat, wird der nächste preußische Etat den Beweis liefern. Denn erst für da» kommende Etatsjahr sind die endgültige», wiederum ganz erheblichen Erhöhungen nicht nur der Gehälter, sondern auch der Stellenzulagen der Uuterbeamten in Aussicht genommen. Auffälliger Weise hat sich gewissermaßen als Begleiterscheinung der fortgesetzt sich günstiger ge- staltenden materiellen Lage der Beamtenschaft eine stets anwachsende Agitation zu Gunsten fernerer Sehaltsaufbesserungen bemerklich gemacht und immer weitere Kreise der Unter» beamten in ihren Bannkreis gezogen. Die Betheiliguvg an diesen agitatorischen Bestrebungen ist nicht geeignet, der Erfüllung der von den Unter» beamten gehegten weitete» Wünsche die Wege z» ebne». Ma» wird der Staatsregierung da» Zeugniß nicht versagen können, daß fie nach besten Kräften und mit großem Erfolge bemüht gewesen ist, eine Hebung der Lebenshaltung der Unterbeamten zu fördern und deren Zukunft sowie diejenige ihrer Familienglieder zu sichern. Welchen Umfang die Aufwendungen für diese Zwecke seit dem Etatsjahre 1890/91 gewonnen haben, läßt sich schon daraus ermesien, daß die jährliche Mehrbelastung, welche das preußische Volk unter Hinzurechnung der von den Kommunen aufgebrachten Leistungen in Folge dieser Aufwendungen zu tragen hat, auf etwa 150 Millionen veranschlagt werden kann. Aber auch für die Hebung der Lebenshaltung der Beamtenschaft gießt es eine Grenze, die namentlich durch die Höhe der für solche Zwecke zur Verfügung stehenden materiellen Mittel des Staate» ge- zogen ist. Keine Agitation wird die Staatsregieruug veranlassen könne», diese Grenze zu überschreiten, die um so sorgfältiger inne gehalten werde» muß, als e» sich bei allen Aufwendungen zur Verbesserung der materiellen Lage der Beamtenschaft stets um dauernde Ausgaben handelt, von denen der Staatshaushalt auch in Zeiten stärkster finanzieller Bedrängniß und tieffter wirthschaftlicher Depression niemals wieder entlastet werden kann. Auf diesem Gebiete kann nur vorwärts geschritten werden. Greift ein Staat zum Mittel der Herabsetzung der Beamtengehälter, so wird eine solche Maßregel immer und mit Recht als ein Anzeichen heranuahenden ober beretts eingetretenen völlige» Verfall» seiner Finanzwirthschaft angesehen werben könne». Die Zulässigkeit der Bereitstellung von Mitteln zur Erhöhung der Beamtengehälter muß also mit besonderer Sorgfalt und Vorsicht geprüft werden und kann niemals durch günstige finanzielle Ergebniffe einzelner Etatsjahre erwiesen werden. Nur die bauernde Erhöhung bet gesammten wirth- schaftlichen unb finanziellen Leistungskraft bes Staates kann eine wesentliche Steigerung solcher vom Staate zu ttageuden materiellen Lasten rechtfertigen, bereu er fich nie wieder entledigen kann. Das sind die Erwägungen, welche der fürsorgendm Thättgkeit bet Staatsregierung für die Hebung der materiellen Lage ber Beamtenschaft eine nothwenbige Beschränkung auferlegen. Von ber Einsicht ber Unterbeamten wird erwartet werben können, baß sie fich nicht bei Hoffnung hingeben, durch öffentliches agitatorisches Vorgehen materielle Vortheile über diejenige Grenze hinaus erlangen zu können, bereit Innehaltung im Jntereffe bet Aufrechterhaltung eines georbneten Staatshaushalts als ein Gebot dringendster Noth- wenbigkeit angesehen werben muß. Jedenfalls würde durch eine derartige Agitation webet bie Haltung ber Staatsregierung, noch diejenige des Landtags der Monarchie in einer bett Uuterbeamten günstigen Richtung beeinflußt werben können.
Volkswirthschastliches.
Zur angeblichen Fleischnoth. Der ständige Ausschuß be» Deutschen Landwitthschaft».
Ziehungslisten der Königl. Preuß. Klaffen-Lotterie bie geleseuste und am weitesten verbreitete. Mit dem 1. Januar 1899 beginnt auf fie ein neues Vierteljahrs-Abonnement.
Di» „Oberhessische Zeitung" hat eS sich iu erster Reih« zur Aufgabe gestellt, eiuzuttrteu für di» Macht nnd daL Ansrhen von Kaisrr und Reich, für Thron, Vaterland nnd Altar 1
Di« ,Obethessisch« Zeitung" ist bestrebt, überall, wo fie nur gelesen wird, da» nationale Bewußtsein, Treue zur Monarchi«, Liebe zum Vaterland«, Gott«Sfurcht «ud relisiösen Sinn, wir Achtung vor unseren Gesetzen und bewährt«» staatlichen Einrichtungen zu fördern 1
Di, „Oberhessische Zeitung" sucht die» Ziel durch gediegene, sachlich gehaltene, populär geschritben« Leitartikel zu erreichen. In ihrer Rubrik .Umschau" wird fie wie bisher «in« Ueb«rsicht über btt wichtigsten Tagesereignisse auf dem Gebiete ber inneren und äußeren Politik und deren Besprechung bringen, und die Vorgänge in den Parlamenten, in Reich und Staat, unter de« Tagesbericht wie bisher zusammenstellen.
Durch ihre Verbindung mit der Continental - Telegraphen-Compagnie in Berlin ist di« »Oberhrssische Zeitung" in btt Lage, ihren Lesern in Original-Tele- grammtn blt neuesten Ereignisse im In» und XuSlaude unverzüglich zur Seuntniß zu bringen.
Den Vorgängen in unserer Provinz, wie dem lokalen Tbeil» wird die.Oberh-ssische Zeitung" ganz be- sondert Aufmerksamkeit widmen, auch wird sie nicht nur durch ein gediegenes Feuilleton, wie durch Zusammenstellung unterhattender verschiedener Nachrichten für ihre , Leser Sorg« tragen, sondern, wie eiuestheils d«n Vorgängen auf dem Gebiet« von Kunst und Wiffenschast, so anderer- stits dem volkSwirthschastlichen und land wirt hschafi- lichr n Jntereffe durch einschlägige Veröffentlichungen thun- lichst «utgegeuzukommen allezeit bestrebt sein.
Inserate finden, die sechsfältige Zeile 10 Pfg. bei btt großen Auflage der .O b e r h«s s i s ch e n Zeitung" in derselben die geeignetste und weiteste Verbreitung. Dadurch, daß all« Staats- und Kommuoalb«höiden d«s Brzirk» die .Ob«rhessisch« Zeitung" zu ihren vekanntmachungrn benutzen, ist da» Halten derselben von entsprechendem Nutzen für jeden Leset.
Schließlich bitten wir unsere Leser, Freund« und Gönnrr, unter ihren Bekanntenkreisen für dir Weiter- vnbreitung der.Oberhessische» Zeitung" thun- lichst mitwirke» und so auch ihrerseits Helfer und Förderer tinrr nationalen und loyalen Politik sein zu wollen, einer Polttik, die sich aller umstürzlerischen Tendenz der heutigen Zeit gegenüber treu bleibt in der Devise: .Mit Gott für Kaffer und Reich, für König und Vaterlandl'
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Rarburg, im December 1898.
Die Sxped. der „Oberhess. Zeitung."
Vermischtes.
Ein klägliche» Bild de» Beamtenelend» ent» rollte eine Verhandlung vor dem Schwurgericht in Gieße». Angeklagt be» Verbrechens im Amte war ber 31 jährige Stationsassistent H. A. Ebmunb Busfin, zuletzt in Riebet - Wöllstadt. Der Angeklagte ist geständig, sich Fahrkarten widerrechtlich angeeignet nnb fie zu Gelb gemacht zu haben. Unter Thräuen schilderte ber Angeklagte, wie er bis 1896 in Hanau mit 1500 Mk., feitbem in Nieder-Wöllstabt mit 1700 Mk. Jahresgehalt angestellt war unb wie er bei biefem Gehalt sich habe sehr eturichte» müssen, um burchzukomme«. Er ist feit feinem 23. Jahre verhettaihet nnb hat drei Kinder, ein vierte» ist ge«
Beamtm-Gehälter.
Zur Frage ber Uuterßearnten-Gehälter bringt die ,Betl. Corresp." nachstehende amtliche AuSlafsnug der Preußische» Regierung: ,3m Laufe de» letzten Jahrzehnts find bie Aufwendungen de» Reiches und de» preußische» Staate» zur Verbeffermig ber materielle» Lage der Beamtenschaft ganz außerorbentlich gewachsen. Preußen ist stettg auf diesem Wege vorangeschritten unb da» Reich ist ihm gefolgt. Namentlich feit dem Jahre 1890, und zwar auch zu solchen Zette», in welchen e» nicht möglich war, ein Gleichgewicht zwischen Staatsausgabeu und Staatseinnahmen her- zustelle», hat die Fürsorge des Staates für die Verbesserung des Einkommens der Beamte» nicht geruht. Ganz besonder» hat sie sich auf die Unterbeamten erstreckt. In Preuße» wurden durch den NachttagSetat für 1890/91 die Gehälter der simmtliche» Unterbeamten nm etwa 13 pCt. erhöht. Gleichzeitig sind Mittel zur Aufbefferung der diätarisch beschäftigten Büreau- Kassen- unb Unterbeamten flüssig gemacht und Stellenzulagen eingeführt worden. Eine entsprechende Aufbesserung der mittleren und höhere» Beamten hat sich erst im
r a t h S hat in seiner Sitzung vom 10. December b. I. über bie sogenannte Fleischnoth folgende Erklärung beschloffen:
,1. Wenn auch ber Prei» für Schweine nnd frisches Schweinefleisch in einigen Monaten b. I. etwa» höher gewesen ist, als im Vorjahre, so ist bnrch diese Höhe be» Preise« die Ernährung be» deutschen Volke» in keiner Weise bedroht worden, zumal den Konsumenten gleichzeitig Rindfleisch, Hammelfleisch und zubereitetes Schweinefleisch in Form von Schinken und Speck ebenso billig nnd vielfach »och billiger zur Verfügung stand, als in den Vorjahren. Der höhere Preis für Schweine und frisches Schweinefleisch in einigen Monate» d. I. ist eine regelmäßig wiederkehrende Erscheinung in der jährliche» Bewegung der Preise, die stet» abwechselnd hoch und niedrig gewesen find unb den Stand be» bieSjährigeu Preise» wteberholt erreicht nnd ihn noch 1890 übertroffen haben.
2. Die deutsche Landwitthschaft ist nicht nur im Stande, den inländischen Bedarf an Fleisch allein, ohne anrländische Zufuhr zu decke», sondern sie ist sogar so leistungsfähig, daß ber bentschen Bevölkerung ttotz ihrer starken Vermehrung von Jahr zu Jahr pro Kopf noch eine größere Fleischmenge znr Ver- füguug steht, al» in den Vorjahren. E» kann somit von einer Fleischnoth, einem Mangel an Fleisch in diesem Jahr ebenso wenig bie Rebe fein, wie in früheren Jahren.
3. Die Ursache für bie Behauptung einer Fleisch - noth kann webet in den höheren Preisen noch in bet verringerte» Einfuhr von tebenbem Vieh gefunden werden, da der Preis für Schweine und frische» Schweinefleisch 1890 unb 1892 auf derselben Höhe und Bum Theil noch höher stand al» in diesem Jahr, trotzdem damals 6—800000 Schweine eingeführt wurden. Auch ist neben bie etwa» beschränkte Eiu- fuhr von tebenbem Vieh eine fteigenbe Einfuhr von thierischen Probucten getreten, die im Laufe dieses Jahres bereits eine außergewöhnliche Ausdehnung erfahren hat.
Der tiefere Grund für die Behauptung einer Fleischnoth in diesem Jahre muß vielmehr in den durch bie üeränberten Verhältnisse im Vieh- und Fleischhanbel verursachten Schäbigungen der Viehhändler unbFleischet gesucht werben.
Während für be» inländischen Fleischkonsum früher fast ausschließlich lebende» Vieh eingeführt und daS fremde Vieh vom Händler auf bie Schlacht- unb Viehhöfe gebracht würbe unb von bort in die Hände be» Fleischer» überging, bringen jetzt, neben ber verringerten Einfuhr von tebenbem Vieh, bie ausländischen für ben Consum fertigen Flei'schproducte in ba» Deutsche Reich ein unb gelangen bnrch alle Kanäle be» Verkehr», durch den Verkauf in allen Delikateß-, Colonial- nnb Krämerläben, zum größten Theil mit Umgehung be» Fleischers, birect an bie Consumenten. Der burch diese Einfuhr von Fleischprodncten, vor Allem von Pökelfleisch, Büchsenfleisch, Schinken, Speck, Würsten, Talg und Schmalz, verursachte Preitdruck zwingt ben Fleischer, für ba» frische Fleisch, ba» bisher verhältttißmäßig am wenigsten urter ber auslänbische» Corcurrenz zu leiben hatte, einen möglichst hohen Preis zu erzielen. Hierdurch erklärt fich bie vielfach beobachtete Erscheinung, baß bie Preise für frisches Fleisch höher find, als im Verhältniß zu ben gleichzeitigen Schlachtviehpreisen erwartet werben sollte.
5. Eine weitere Oeffnung ber beuische» Grenze zu Gunsten ber Einfuhr von lebenbem Vieh darf im dringendsten Interesse einer wirksamen Bekämpfung der Viehseuchen und im vitalsten Jntereffe der gesicherten Fleischversorgung unsere» Volke» auf keinen Fall zugelaffeu werden. Auch muß au» demselben Interesse gefordert werden, baß die Einfuhr von Fleischprobukten unter eine strenge hygienische Kontrolle gestellt wirb."
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