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»erstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu bringen suchen. _
Jakob Grimm. ^e,b°
6. Jahrgang
Schlächtern * Januar 1914
Nummer 1
Die Zreiheit besteht darin, baß man alles bas tun kann, was einem anderen nicht schabet. M. Claudius.
wende die Zeit an nichts, wozu du nicht Gottes Segen
erbitten darfst.
L a v a t e r.
/In -as neue ^ahr.
Nun sei gegrüßt, du junges, neues Jahr! So komm' hernieder, schlinge deinen Reigen Mit deiner Tage ungefannter Schar. —
Dicht ist der Schleier, der dein Antlitz hüllt; Du bist so still, begegnest uns mit Schweigen, Sprich, ob sich unser Sehnen recht erfüllt!
Wirst du uns stärken in des Lebens Kampf, Die Hand uns reichen in des Daseins Nöten? Folgt dir der Schlachtenrosse Hufgestampf?
Mb unserm Volk der Ariegsnot Jammer droht? : Wird deutsches Blut die fremde Trde röten ? • Bau'n wir in Frieden unser täglich Brot?
Du schweigst, und kein Gewähren winkt die Hand • Auf unser Bitten, unser stürmisch Fragen. —■ ; Gewiß doch ist, daß der dich uns gesandt, Der uns an seinem Vaterherzen hält. •
So komme neues Jahr! Wer wollte zagen? : Bist du ein Bote doch vom Herrn der Welt! • Helene Crehm. •
J|Ts besser geworben r
Zum letzten Weihnachtsfest habe ich mir ein großes Bild von der Krämergasse, heute leider Brücke- nauer Straße genannt, beschert, das zeigt, wie sie vor 33 Jahren aussah, als wir noch Kinder waren. Es ist erstaunlich, welch ein Wandel in aller Stille sich in dieser Zeit darin vollzogen hat! Schon äußerlich.
Auf dem Bilde sehen wir noch den Elmbach mit seinen Brückchen und Stegen, der bei Hochwasser der Schrecken der Anwohner und im Sommer mit seinen Kieseln und Tümpeln eine Freude der Kleinen war, und gar vieles, das im Laufe dieser 30 Jahre anders geworden ist. In manchem Haus hat der Besitzer ge-