10er feine fiermrrt liebt, muß ste mich verstehen; wer fie aber verstehen will, muß überall in ihre Geschichte zu dringen suchen. Jakob Griunu.
faßt nur nur der Hemmt ©lüde
©eibeL
6. Jahrgang _ Schlächtern / Dezember VI4
Hummer 5/6
^ench rm die Macht, du Krm des Pieren, 0 Mohlans! und hilf uns streiten!
Hoch hilfst du deinem Dolke gern, Me du getan nur feiten.
Wir stud im Kampfe Tag und Nacht, © Herr, nimm gnädig uns in acht, Und stets uns an der Seifen.
rängt uns der fernd auch um und um, Mir lassen uns nicht grauen;
Du röhrst aus deinem Heiligt um
Schon unsre Not erschauen.
fort streiten mir in deiner Hut
Und widerstehen bis aufs 3tat
Und wollen dir nur trauen. friedr. ©efer.
Einen herzt. Heimatgruß den Brüdern im selbe!
Wechnachtslied an Martin Stibar.
Von Petrus Lotichius Secundus. Uebersetzt von F. M. Schiele.
Wie kann ich dir voll Freuden singen, Dir aller Himmel heilgem Herrn, Und frohe Weihnachtslieder bringen Vom trauten Heimatlande fern, Christus, Heiland der Welten?
Einsam am Strand im fernen Westen Erwarte ich mit trübem Mut Den Tag, da du zu meinem Besten Annahmfl mein armes Fleisch und Blut, Hehrer, göttlicher Knabe!
Doch nein! Heut keine Trauerweisen! Laßt fahren, was uns Kummer macht! Laßt uns die Weihnachtsgnade preisen, So lang des Südens Sonne lacht:
Christ ist heute geboren!
Was liebe Kinder ihm gesungen, Nimmt Gottes Huld in gnädge Acht: Drum Kind, beginn : „Es ist entsprungen Ein zarte Ros zur halben Nacht
Aus der Wurzel von Iest'e".
Umstrahle uns mit deiner Wahrheit, Verbanne Hunger, Krieg und Pest, Und schenk uns deiner Freude Klarheit Zu deinem süßen Weihnachtsfest.
Hilf uns allen vom Elend!
Schieles Vorbemerkung dazu: „Lotichius war 1550 von dem Würzburger Kanonikus Daniel Stibar als Erzieher seiner Neffen nach Frankreich geschickt und studierte mit ihnen in Montpellier. Dort ist das vorstehende Lied gedichtet, in dem Weihnachtsfreude und leidvollc deutsche Heimatssehnsucht des Dichters Seele durchkämpfen". („Christliche Welt" Ig. 13 - 1899. Sp. 976.)