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14- Jahrgang

Schlüchtern / ^unuar-März 1?22

Hummer 1/2/3

Jxao kannst Du nicht zwingen; Daß die Ruos- pen springen, <$h' die Sonn ihnen ihren Mai gebracht

^»der daß, was hinter Dir liegt, Dich nicht mehr n schreckt und unterkriegt, was Winter in Dir, adzustreisen

Jn aller Stille, und Knospen zu reifen, Und

Dich selbst zum Frühling durchzuringen, Das kannst Du zwingen. Cäsar fiaischleu.

Ostermorgen.

Die Lerche stieg am Ostermorgen empor ins klarste Lustgebiet und schmettert stach im.Vlau ver­borgen

ein freudig fluserstestungslied.

Und wie ste schmetterte, da klangen es tausend Stimmen nach im feld - wach aus, das Hits ist vergangen, wach aus, du srostverjüngte Welt!

wacht aus und rauscht durchs Tal, istr Bronnen,

und lobt den Herrn mit srostem Schall! wacht aus im früstlingsglanz der Sonnen, istr grünen Halm' und Läuber all! Jt)E Veilchen in den Wiesengründen, istr Primeln weiß, istr Virilen rot, istr sollt es alle mit verkünden Die Lieb' ist stärker als der Tod!

wacht auf, istr trägen Menschensterzen, die istr im Winterschlafs säumt, in dumpfen Lüsten, dumpfen Schmerzen ein gottentfremdet Dasein träumt.

Die Kraft des Herrn weist durch die Lande

wie Jugendstauch, o laßt ste ein! Lerreißt wie Simson^eureKVande, Und wie die Mdier sollt istr fein!

Ihr sollt Euch all des Heiles freuen, das über Euch ergossen ward! Es ist ein inniges Erneuen im Vild des früstlings offenbart, was dürr war, grünt im westn der Lüste, jung wird das Mite fern und nast, der Odem Gottes sprengt die Grüfte wacht aus! Der Ostertag ist da.

Emanuel Seidel.