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14- Jahrgang

Schlächtern / j^pril-Jum 1?22

Nummer 4/5/6

,ct Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich ^>es Glückes «Trntetng sich selbst bereiten

Des Schlckials starten Soden öffnen, soll */ And Taten in die öffnen furchen streuen.

Kleist.

Sommernacht

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Es wallt das Korn weit in die Runde, und wie ein Meer dehnt es sich aus; doch liegt aus seinem stillen Grunde nicht Seegewürm noch andrer Graus; da träumen Vlumen nur von Kranken und trinken der Gestirne Schein, o goldnes Meer, dem friedlich Glänzen saugt meine Seele gierig ein!

Jn meiner Heimat grünen Taten, da herrscht ein alter schöner Vrauch - wann hell die Sommersterne strahlen, der Glühwurm schimmert durch den Strauch, dann geht ein flüstern und ein Winken, das sich dem fihrenselde naht, dann geht ein nächtlich Silberblinken von Sicheln durch die goldne Saat.

Das sind die Vurschen, jung und wacker, die sammeln sich im feld zuhaus und suchen den gereiften flcker der Witwe oder Waise aus, die keines Vaters, keiner Bruder und keines Knechtes Hilse weist, - ihr schneidendste den Segen nieder, die reinste Lust ziert ihren fleist.

Schon stnd die Garben festgebunden und rasch in einen Ring gebracht; wie lieblich flohn die kurzen Stunden, es war ein Spiel in dunkler Nacht! Nun wird geschwärmt und hell gesungen im Garbenkreis, bis Morgenluft die nimmermüden braunen Jungen zur eignen schweren Arbeit ruft

Gottfried Keller, Gedichte. Stuttgart, Lotto.

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